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Ultraleicht Trekking

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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 08.12.2024 in allen Bereichen

  1. 3 Punkte
    @khyalJa, die blauen 15 cm sind es Nun kommt Tag 9 Penance Mill Farm - Porthhousestock. In der Früh hab ich mich im Schlafsack aufgerichtet, hört ein Schnalzen und dachte mir nur „ist halt der Gummi aus der Halterung vom Sheet gegangen“. Nachdem am Vorabend Helene gesagt hatte, dass die Duschen so gut sind, nutze ich das auch noch und wusch auch etwas Wäsche. Beim Packen vom Quilt stellte ich auf einmal fest, dass da ein paar Daunen um mich rumschweben. Also schau ich etwas genauer. Gar nicht gut – das Schnalzen war, dass es die Halterung für den Gummi aus dem Quilt gerissen hat, und nun ein Loch drin war. Aber nachdem ich seit letztem Jahr bei meinen längeren Wanderungen ein Flickzeug dabei habe, konnte ich mir zumindest helfen. Hat zwar eine Zeit gedauert, aber das Loch war dann zu und die Halterung wieder einigermassen befestigt (hergenommen hab ich sie die restlichen Tage trotzdem nicht mehr). Dann beim Zeltpacken noch das gleiche Spiel wie am Tag davor. Grad alles rausgeräumt, fängt es wieder zum Regnen an. Ich bin dann trotzdem noch früher wie die zwei anderen aufgebrochen, da ich direkt nach Falmouth wollte und nicht das Stück zurück, um nichts vom SWCP auszulassen. Auf dem Campingplatz gab es einen Wegweiser, welchen Weg man nehmen sollte, an einem Feld entlang – nun musste ich das erste Mal über ein Tor klettern, denn der Minigolfplatz, an dem der Weg endet, war geschlossen. Falmouth selber macht keinen Spass. Man geht lange an der Promenade lang oder um die Halbinsel wo das Pendennis Castle steht. In Summe waren es dann 6km Asphalt. Immerhin stand an der Promenade ein mobiles Cafe wo es für mich einen Chai Latte und leckeren Kuchen gab. Eine Bank gesucht und die immer wieder rausblitzende Sonne genossen. Leider trotzdem kalt, weil so windig. Um halb 12 war ich bei der Fähre, die dann um 12:00 ging. Das kostet diesmal 9,50 Pfund. Man fährt hier auch länger, ca. 5 km bis nach St. Mawes. Kurz vor der Fähre gönnte ich mir in einem Supermarkt mal wieder eine Packung Himbeeren. Nachdem es beim Warten mal wieder regnet, bin ich in den Baumarkt, der gleich neben dem Pier war. Dabei fiel mir folgendes ins Auge. Wem nicht auffällt, was daran besonders ist, die Auflösung kommt am Ende. Im öffentlichen WC merkte man, dass Falmouth in Cornwall eine etwas größere Stadt ist: Es gab einen eigenen Mülleimer in der Wand für Spritzen…. In St. Mawes kehrte ich in ein Cafe ein, denn den restlichen Tag sollte nichts mehr kommen. Nun gab es mal wieder ein Pasty, hatte ich schon länger nicht mehr. Helene und Caroline meldeten sich, dass sie auch bald da wären. Also wartete ich, sie tranken noch Tee und dann ging es weiter. Erst mal wieder zur nächsten Fähre nach Place. Die fährt ohne direkten Zeitplan und da hatten wir Glück. Sie kam gerade an und nachdem der Fährmann uns sah, sagte er, dass er in Kürze uns auf die andere Seite bringt. Diese kostet 6 Pfund. Ursprünglich wollte ich die Halbinsel nicht ganz ausgehen – nachdem aber die Fährstrecke dann doch 6 km waren, entschied ich mich mit Helene und Caroline mitzugehen. Ich hatte meine Strecke eh erst am Vorabend umgeplant gehabt, da ich erst da feststellte, dass meine ursprüngliche Planung direkt durch Falmouth war und nicht außen am SWCP lang. So war das Wetter die erste Zeit etwas blöd. Die ganze Zeit wechseln sich Sonne, Regen und starker Wind ab. Das ist doof, wenn Kleidung aussen am Rucksack trocknen soll. Am mittleren Nachmittag kommt dann endlich mal so richtig die Sonne raus. Leider immer noch ziemlich frisch, da der Wind so stark geht. Beim Treloan Campsite trennen sich unsere Weg. Sie wollen wieder wildcampen. Am Campingplatz bekomme ich von meinen Zeltnachbarn eine Tasse Tee angeboten. Und noch einen Stuhl dazu. Das war schön und der Tee wärmte gut von innen. Sie nahmen entweder nur Bargeld oder Überweisung. Dafür gab er mir die IBAN, ich hab ihm kurz am Handy gezeigt, dass ich die 10 Pfund überwiesen habe und dann hat es schon gepasst. Das Standard Inn in Porthcatho war ca 10 min Fussweg weg. Das ist ein etwas gehobeneres Pub, wenn man sich die Speisekarte so angeschaut hat. Es war bumvoll und die erste Kellnerin hat gemeint, ich kann mich maximal in den Garten setzen. Ganz bestimmt nicht bei den Temperaturen. Der zweite hat dann gemeint, ich kann schon bleiben, muss halt eine Zeit in einem Bereich warten, wo man nur was Trinken darf, dann bekomm ich was zum Essen. Nach 40 min war es dann endlich soweit und ich konnte mir was zum Essen bestellen. Den Heimweg fand ich nicht so toll, da es mal wieder eine Strasse war mit dichten Hecken links und rechts, so dass es keine Ausweichmöglichkeit gab, wenn Autos schnell daher kommen. Wenigstens kam keins daher. 23,4 km (davon 6 km Fähre), 4:48 Gehzeit, von 09:00 bis 17:45 unterwegs, 330 hm rauf, 300 hm runter Und die Auflösung: Die Waschbecken haben nur ein Loch. Also scheint sich in England was zu tun. Denn das ist das, was ich mit am wenigstens dort mag: Die getrennten Wasserhähne links und rechts am Waschbecken, wo man nur die Wahl hat zwischen Eiskalt oder Finger verbrühen auf der anderen Seite.
  2. Egal, wie man sich verhält... wenn alle Menschen sich das Recht herausnähmen, in einem Land wie Deutschland wild zu zelten, wäre es für Fauna und Flora eine schlechte Sache. Darum muss man sich auch die Frage stellen, mit welcher Begründung man sich zugesteht, eine Ausnahme zu sein und das Gesetz zu biegen oder brechen. Und dabei reicht mitnichten die Antwort, dass man das Wissen besitzt und umsetzt, die Natur auch im Verstoß möglichst zu schonen. Das Vorhaben, wild zu zelten, ist eine Anmaßung. Ich finde, das sollten wir klar und einigermaßen bescheiden erkennen... auch und gerade dann, wenn wir uns dennoch diese Anmaßung erlauben.
  3. Das Recht nehmen wir und einfach, weil wir glauben, dass Selbstverwirklichung ein absolut erstrebenswertes Ziel ist, genauso wie Pseudoindividualisierung. Das Thema wurde hier schon in den verschiedensten Nuancen diskutiert, seien es Pseudorechtfertigungen ("Dafür lebe ich ja vegetarisch", "Ich fahre nur ganz wenig Auto" etc) oder komplette Ignoranz ("Das lasse ich mir doch nicht nehmen" oder positiv formuliert "Das gönne ich mir mal, immerhin bin ich schon seit 5 Jahren im Berufsleben") Hier ein Lesetipp zu diesem Thema.
  4. Back Country Ski

    martinfarrent reagierte auf Zzz für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Keine Ahnung, aber mit ziemlicher Sicherheit UL!
  5. Also nochmal, ein Quilt ist nicht flexibler als ein Schlafsack. Ein Schlafsack hat einen breiteren Temperaturbereich den er abdecken kann. Er kann mit offenem RV als Quilt benutzt werden, hat aber auch die Möglichkeit mit geschlossenem RV bei tieferen Tempwraturen genutzt zu werden. Ein Quilt kann, bei nicht extremen Bedingungen, Gewichtsvorteile bieten wenn die geschlossene Schlafsackfunktion eh nicht gebraucht würde.
  6. HUCKEPACKS IST ONLINE .......YEEEES

    HUCKEPACKS reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Yes so isses, sonst ist der Raum nicht da und das Neue wird nicht eingeladen Das sind gute Aussichten und würde mich freuen... So konsequent und mutig zu handeln, wie Du es jetzt getan hast, hat für mich klare Vorbild-Funktion.
  7. OT: Neulich sah ich eine Sendung über hippe digitale Nomaden, die steuerliche Gründe anführten... Steueremigranten also. Eine Frau sagte: "Meine Generation hat einfach höhere Ansprüche." Ich dachte, sie setze damit zu einer Selbstkritik an... aber nein: Das war ihre Rechtfertigung, die sie für vollkommen ausreichend hielt. Stimmt. Aber mir geht es überhaupt nicht darum, Wildzeltende zu verteufeln. Mit geht es darum, dass wir unsere eigenen Anmaßungen gegen die Natur oder gegen das gemeinsame Interesse aller Menschen wenigstens noch wahrnehmen und nicht kleinreden. Sonst helfen wir kräftig mit, eine Gesamtkultur der Verharmlosung aufrecht zu erhalten.
  8. Wie oft schlaft Ihr in Hotels?

    notenblog reagierte auf Ledertramp für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Witzig, dass du Schlafmangel als Grund dagegen anführst. Ich schlafe nirgends so gut, wie im Zelt. Auf Tour schlafe ich easy 12 Stunden
  9. HUCKEPACKS IST ONLINE .......YEEEES

    hydro reagierte auf HUCKEPACKS für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    @skullmonkey + @all Danke für Deine lieben Worte. Du bist ja einer von uns, der die ganze Entwicklung von den Anfängen, über alle Höhen und Tiefen, bis hin zum jetzigen Ende zum Teil hautnah miterlebt hat und weißt auch, wie kaum ein anderer, dass ich immer alles (und auch manchmal zu viel) gegeben habe. Aber das, was ich gab, habe ich von Euch auch zurückerhalten. Bedenkt einfach mal, dass ich ohne Eure Unterstützung die Zeit meines Supergaus nicht hätte bewältigen können ... In diesem Sinne: Danke für die gute Zeit!
  10. Erklär mir die Evazote!

    GirlOnTrail reagierte auf marieke333 für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Evazote ist ein hochwertiger Schaum, der lange hält und sich gut von Eindrücken erholt. Die am häufigsten verwendete Dichte für Evazote-Campingmatten ist EV50 (50 kg/m3), was diese Matten relativ schwer macht. Man kan auch Matten in geringerer Dichte finden. Diese bieten die gleiche Isolierung bei geringerem Gewicht, halten aber nicht so lange. Wenn die Matte nur als Unterlage unter die normale Matte benutzt wird ist haltbarkeit nicht so'n Problem und kan man Gewicht sparen. Der R-Wert der meisten Schaumstoffe liegt bei etwa 0,04 W/m.K. Das entspricht etwa 0,14 R pro mm Schaum. Ich verwende seit Jahren 5mm Plastazote in 29 kg/m3, ebenfalls ein Qualitätsschaum vom gleichen Hersteller wie Evazote, aber etwas steifer (z. B. hier: https://www.fat-Germany.de/de/pe-hartschaum-5 -mm- 1050-mm-x-2040-mm). Habe gerade eine günstige Schaumstoffmatte in 180 x 50 x 1,2 cm gefunden, die nur 240 Gramm wiegt (Dichte ca. 22 kg/m3) (Spokey Camprest), bin gespannt, wie es hält. (edit typo)
  11. Erklär mir die Evazote!

    rakomelo161 reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich finde es wichtig, darauf hinzuweisen, daß nur der Name Evazote bzw die Materialbezeichnungen EV30/50 geschützt sind. EVA nicht, inzwischen wird EVA von vielen Händlern / Produzenten für irgendwelche Billigmatten verwendet, um den Eindruck zu erwecken, es wären die besseren Evazote-Matten. Natürlich gibt es auch schon mal Händler, denen die Provblematik nicht klar ist und die EVA eine tolle Abkürzung für Evazote finden, also heißt es, genau hinsehen. Ein wenig könnten wir dazu beitragen, daß es klarer bleibt / wird, indem wir den Begriff EVA im Forum gar nicht mehr verwenden (habe ich ja schon in div Threads, wo er verwendet wurde, drauf hingewiesen). Ich finde die 4 mm Matten prima und verwende sie viel, allerdings nicht als Zeltteppich oder Footprint, sondern auf Mattenbreite zugeschnitten entweder in Kombi mit ner anderen Evazote oder Luftmatte. Dazu haben sie Backup-Funktion, Anti-Rutschmatte und zum Draussen rumlungern, von so Kleinkram, daß man immer mal Streifen abschneiden kann, um etwas zu Polstern usw, ganz zu schweigen. Dioe Exped finde ich nicht so hipp, weiches EV30 und liegt nie plan durch das Längsfalten. Als Grundmatte wuerde ich entweder die GossamerGear Folding Thinlight 1/8" Insulation Pad nehmen oder die Thinlight 4mm Insulation Pad, bekommt man ja Beides in D. Wenn Evazote drauf, eine Exped Flexmat Plus in M oder XS, ansonsten halt ne KLymit, TAR, Exped Luftmatte.
  12. Wasser aus tiefer liegendem Gewässer schöpfen?

    Epiphanie reagierte auf kra für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Flasche am Hals festbinden und Steinchen reinpacken, so das sie schwer genug ist um Wasser zu fassen.
  13. 1 Punkt
    Inzwischen habe ich wichtige neue Erkenntnisse gewinnen können: Inzwischen habe ich von TT kostenloses Reparaturmaterial erhalten, mit dem ich mein kaputtes Zelt flicken konnte. Aufgrund der Optik gehe ich stark davon aus, dass es sich um exakt das gleiche Material handelt, wie für Stratospire 1 verwendet wird. Im Katalog von Hilleberg befinden sich mehrere Proben von Zeltstoffen, an denen man die Weiterreißfestigkeit testen kann. Abgesehen von dem PU-Nylon (wird nicht von Hilleberg verwendet) konnte ich mit meinen Händen keines weiterreißen. Nur der untere Rand wellte sich mehr oder weniger stark. Vom TT-20D Silpoly hatte ich einen Rest übrig, den ich auf gleiche Art und Weise testete. Erschreckenderweise konnte ich ihn problemlos komplett zerreißen, obwohl ich meine Handkraft als unterdurchschnittlich bezeichnen würde. Um herauszufinden, ob es am Grundstoff Polyester liegt, versuchte ich das Gleiche bei einem anderen Stück 20D-Silpoly mit Ripstop (beidseitig Sil). Er franste nur etwas aus, aber weiterreißen konnte ich ihn ihn nicht. Das Silpoly von TT verfügt im Gegensatz zu den anderen getesteten Stoffen über kein gewöhnliches Ripstop, sondern über "Nanoripstop", welches ich erkennen kann, wenn ich den Stoff gegen das Licht halte. Ich befürchte sehr, der Nanoripstop ist zu schwach und daher ist das Zelt derart stark eingerissen, als ich über eine Leine gestolpert bin. Beim 20D Silpoly mit Ripstop hört der Riss übrigens da auf, wo die Ripstop-Fäden befindlich sind. Daher vertraue ich dem Stoff Silpoly an sich durchaus, aber nur noch mit richtigem Ripstop!
  14. Es war vor ein bis zwei Jahren. Ich hatte in einem sehr großen Berliner Park meine Hängematte (mit Baumschutzugurten) aufgespannt und bin durch die Parkaufsicht zwar freundlich, aber dennoch mit Hinweis auf die Parkordnung vertrieben worden. Chichas, Bierbänke, Tische, Fußballspielen, Getthoblaster in einem völlig überfüllten Park war alles kein Problem, aber eine Hängematte ging nun wirklich zu weit Eine nachfolgende Recherche ergab übrigens, dass da von Hängematten gar nichts drin steht. Ein anderes Erlebnis hatte ich auf dem Forststeig im April in der Sächsischen Schweiz. Der Harvester fuhr andauern mit Flutlicht, bis nach Mitternacht durch den Wald, aber die Boofer stören die Vögel...... Eines war noch ein Gespräch mit einem Campingplatzbesitzer am Rhein, der Abends immer mit seinem Rotweiler spazieren ging, um den Wildcampern (Es handelte sich Bikepacker, die zur Dunkelheit kommen, nicht auf dem Campingplatz schliefen oder den überhaupt betraten und Morgens wieder weg waren) in der Umgebung am Rastplatz eine Lektion zu erteilen, denn sie könnten ja gefälligst auch bei ihm schlafen (bezahlen). Seit dem sehe ich das mit dem Wildcampen viel entspannter. Was anderes sind für mich Naturschutzgebiete, die werden von mir selbstverständlich nicht zum Übernachten genutzt. Weiterhin hinterlasse ich keinen Müll, mache kein Lagerfeuer usw. und hinterlasse auch keine Spuren. Weiterhin habe ich vermutlich mehr Angst vor dem Wild, als das Wild vor mir. Na gut, dass gelegentliche laute Knallen von den Jagdgewehren in vielen unterschiedlichen Wäldern in der Nacht stören vermutlich nicht nur meinen Schlaf. Daher schlafe ich eigentlich auch niemals irgendwo im Wald, sondern immer am Waldrand oder in Schutzhütten. Sollte ich mal irgendwo angesprochen werden, dann fange ich vermutlich laut an zu lachen und ziehe weiter.....
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