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Ultraleicht Trekking

waldradler

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Alle erstellten Inhalte von waldradler

  1. MYOG ist was Tolles - bitte zeig uns auch noch, wie Du vorher das Fischgrätparkett selbst verlegt hast!
  2. waldradler

    Schlafkleidung

    Ich habe keine extra Kleidung für nachts dabei. Lege mich einfach in meinen Klamotten schlafen, die ich auch tagsüber getragen habe. Total verschwitzt kommt man ja selten im Nachtlager an, und wenn doch, dann verdunstet ein Teil des Schweißes beim Aufbauen des Nachtlagers wieder. Im Übrigen schwitzt man auch im Schlaf.
  3. Moin, das Material klebt auch auf der Rückseite, wenn man es etwas länger erhitzt. Du kannst ja mal bei Extex fragen, ob das offiziell so ist - vielleicht hat es dann nicht mehr dieselbe Klebestärke. Ansonsten kannst Du es ja auch so realisieren wie ich es hier gezeigt habe. Das ist ja der Grund, warum ich die Vorder- und Rückseite mit TPU nach außen, das Seitenteil dagegen mit TPU nach innen gewählt habe. Hätte ich vielleicht noch klarer beschreiben können. Bei den Kurven besteht der Trick darin, diese nicht zu eng zu machen. Das Seitenteil habe ich dann in der Tat leicht geknüddelt. Es wirft dann zwar Falten, doch wenn man diese vorsichtig erwärmt, wird das Material ein bisschen dehnbar. Wenn man sich dann sehr geschickt anstellt (das war ich allerdings auch nicht), kann man es in warmem Zustand um die Kurve biegen, sodass es faltenfrei wird. Hier die Kurve hinten - auch die Befestigung am Rad ist noch mal besser zu sehen: Vorne habe ich wie gesagt noch ein Stück aufgedoppelt, das auch über die Kurven geht: Das sieht schöner aus und ist nochmal stabiler. Was den Winkel am Lötkolben betrifft: Ich habe versucht, die Temperatur zu messen, irgendwas zwischen 200 und 300 Grad. Ist aber auch egal, da der Winkel unterschiedlich heiß wird: direkt am Lötkolben ist er natürlich heißer als an seinem Ende. Daher muss man langsam über den Stoff fahren oder den Lötkolben zwischendurch drehen, damit jede Stelle gleichmäßig erhitzt wird. Ich bin über jede Stelle mehrfach gegangen, bis alles fest verklebt war.
  4. Liebe MYOG-Freunde, ich stelle hier mal mein neuestes Projekt vor. Kein Trekking, sondern Bikepacking, es hat aber trotzdem seinen Platz im MYOG-Forum. Es geht um eine besonders leichte und kleine Fahrradtasche. Ich bin absolut kein Freund vom Rucksacktragen auf dem Fahrrad - wenn ich mit Rad unterwegs bin, dann soll der Drahtesel das Gepäck tragen, nicht ich selbst. Daher habe ich einen Gepäckträger am Rad. Sucht man nun nach ultraleichten, wasserdichten Taschen, so ist das Angebot sehr klein. Als ULer nehme ich ja nicht viel mit, daher sind die meisten Taschen viel zu groß. Doch selbst die kleinen Vorderradtaschen von Ortlieb (die man ja auch hinten befestigen kann) haben 720g pro Stück. Das Rad wird also mit 1,44 kg belastet, ohne dass man etwas eingepackt hätte. Das Gewicht von Fahrradtaschen kommt einerseits durch das robuste Material zustande. Daran wollte ich aber nichts ändern, weil die Taschen ja durchaus Belastungen ausgesetzt werden: Das Rad kippt um und fällt auf die Tasche, das Rad wird mit der Tasche an eine kratzige Hauswand angelehnt, im Wald kratzen Zweige und Dornen an der Tasche entlang, usw. Daher habe ich ein 370g/m2 TPU-Nylon von Extremtextil verwendet, was wohl auch Ortlieb für einige Taschen verarbeitet. Durch Wärme lässt sich das gut kleben/verschweißen, sodass wasserdichte Nähte entstehen (siehe unten). Das hohe Gewicht herkömmlicher Taschen kommt aber auch dadurch zustande, dass die Taschen ein versteiftes Rückenteil brauchen, damit sie nicht in die Speichen geraten können, sowie Haken zum Aufhängen. Diese Plastikteile wollte ich daher durch etwas leichteres ersetzen und habe mir ein Befestigungssystem überlegt, das mit sieben Bändern auskommt, die die Taschenrückseite am Gepäckträger befestigen und gleichzeitig auf Spannung bringen, sodass sie nicht in die Speichen geraten kann: Die Bänder bestehen aus dem gleichen TPU-Nylon wie die Tasche und werden einfach auf die Rückseite aufgeschweißt. Zur Befestigung legt man die Bänder dann jeweils um die entsprechende Strebe des Gepäckträgers, führt sie zurück durch den Ovalring und befestigt sie auf sich selbst mit Klettverschluss (der ist hier auf dem Foto noch nicht zu sehen, er wird einfach auf die Bänder aufgenäht, Klett und Flausch direkt nebeneinander). Dieses Befestigungssystem hat zugegebenermaßen einige Nachteile: Es dauert etwas länger, das am Rad zu befestigen. Die Tasche ist also nicht dafür geeignet, häufig an- und abgemacht zu werden. Mir ist das egal, da ich sie auf einer Tour die ganze Zeit über am Rad lasse. Außerdem passt die Tasche nur für einen konkreten Gepäckträger, taugt also nicht zur Serienproduktion. Das ist bei einem MYOG-Projekt natürlich erst recht egal. Die Konstruktion geht dann wie folgt weiter: An das Rückenteil wird ringsum ein Seitenteil geklebt (Breite des Seitenteils oben 12 cm, unten 9 cm, plus Nahtzugabe): An die andere Längskante des Seitenteils habe ich sodann ein zum Rückenteil spiegelverkehrtes Vorderteil geklebt: Die Ecken sind etwas schwierig zu formen, einen Schönheitspreis bekomme ich dafür nicht Aber Hauptsache, sie sind wasserdicht... An der Oberkante habe ich sodann mit starkem Gurtband (20 mm x 1,8 mm) und Steckschließe einen Rollverschluss angenäht: An das Seitenteil kommt hinten noch ein Stück rotes Reflexionsklebeband, auf das Vorderteil ein Stück gelbes. Unter dem gelben Klebeband habe ich bis zum Boden noch ein Stück Stoff aufgesetzt, also das Vorderteil in diesem Bereich gedoppelt. Das hatte ästhetische Gründe, macht die Tasche hier aber auch noch ein Stück robuster (wenn etwas an der Tasche kratzt, dann meist in diesem Bereich): Mit Blitzlicht sieht das dann so aus Das Gewicht pro Tasche lag schließlich bei 238g. Im Vergleich mit den Ortlieb-Vordertaschen ist das also nur ein Drittel! Das Kilo, welches ich auf diese Weise gespart habe, kann ich damit mehr an Ausrüstung mitnehmen (oder weniger auf die Berge hoch schleppen). Man könnte noch mal 18g sparen, wenn man die Aufdoppelung weglässt. Das hätte ich auch getan, wenn ich vorher gewusst hätte, dass man nicht nur TPU auf TPU kleben kann (wie es auf der Webseite von Extex steht), sondern auch TPU auf die nicht beschichtete Seite des Stoffes kleben kann. Falls Ihr Euch für die Verarbeitung interessiert: Auf der Webseite von Extex gibt es eine ganz gute Anleitung (mit dem erwähnten Fehler). Zum Kleben/Schweißen habe ich kein Bügeleisen benutzt, weil das viel zu groß ist, sondern etwas anderes konstruiert: Bei meinem 60W-Lötkolben habe ich die Lötspitze entfernt und stattdessen einen 15mm-Stuhlwinkel aus dem Baumarkt angeschraubt. Dieser hat genau die richtige Breite für meine Nähte. Damit muss man so ca. 10 Sekunden über die Stelle fahren, dann wird sie heiß genug und das TPU schmilzt. Anschließend habe ich die Stelle mit dem Kopf eines Hammers gedrückt, damit sie unter Druck auskühlt. Natürlich muss man das vorher ein paar Mal mit den Abfallstücken üben, bis man die richtige Dauer raus hat. Vielleicht ist das Projekt ja für den einen oder anderen von Nutzen. Ähnlich könnte man sich auch einen Rucksack herstellen, wobei ich hier zu einem leichteren Material tendieren würde. Fröhliches Basteln wünscht Waldradler
  5. Das sehe ich genauso - ein gutes Schloss ist auf einer Tour, die nicht nur durch den Wald geht, sehr wichtig. Es ist ja nicht nur der Wert, der bei Diebstahl verloren ist, sondern die ganze Reise ist dann im Eimer. Also viel schlimmer, als wenn zuhause ein Rad gestohlen wird! Daher meine Lösung: ein leichtes Bügelschloss. Von Abus gibt's das 470er in normaler Größe, wiegt etwas über ein Kilo, oder ein kleines Futura mit rund 700 g. Mit dem kleinen Schloss muss man halt länger nach einer passenden Möglichkeit zum Anschließen suchen. Ohne Anschließen macht ein Schloss sowieso keinen Sinn, denn dann nehmen die Diebe das ganze Rad mit. Das ist zwar nicht UL, doch macht das Mehrgewicht meiner Meinung nach an dieser Stelle Sinn. Wer nach Schlaufenkabeln sucht: Auf eBay gibt es einen Anbieter, der sie in allen gewünschten Materialien und Längen herstellt (biglandingss), habe mir dort gerade dünne Schlaufenkabel zur Sicherung der Satteltaschen bestellt. Grüße
  6. Super Sache, habe ich noch nie gesehen. Darf ich nachfragen, warum ein Rock und keine Hose? Geht es darum, eine bessere Belüftung zu haben?
  7. Wasser: In deutschen Mittelgebirgen reicht 1 Liter zum mitnehmen, dann muss man eben häufiger eine Quelle suchen.
  8. Probier mit einem Reststück des Stoffes einen normalen, geraden Steppstich zu nähen. Dabei den Stoff vor und hinter dem Nähfuß leicht mit den Fingern festhalten und mitführen. Die Fadenspannung evtl. verringern. Dann müsste es klappen. M.E. brauchst Du auch für das Tarp keinen anderen Stich. Zickzack und ähnliche elastische Stiche braucht man nur bei elastischen Stoffen wie z.B. Jersey.
  9. Der Quilt sieht mächtig dick aus - eignet sich wahrscheinlich sogar für die derzeitigen Temperaturen?
  10. Freut mich, dass die Idee von Nutzen war!
  11. Allesnäher kannst Du meiner Meinung nach nehmen. Ich nähe tatsächlich alles damit. Vor anderthalb Jahren habe ich eine Verlängerung für meinen Schlafsack damit genäht, aus feinem Nylon-Taffetta und Mückennetz, mit Daunen gefüllt. Hat super funktioniert und bis jetzt ist keine einzige Daune rausgekommen. Wichtiger als der Faden scheint mir die verwendete Nadel zu sein. Nimm eine möglichst feine Nadel, z.B. eine 70er. Und dann erst mal mit einem Probestück versuchen - an den feinen Stoff muss man sich ein bisschen gewöhnen. Viel Spaß beim Nähen und viel Erfolg - poste mal ein Bild, wenn es fertig ist!
  12. Wasserdichtigkeit besteht nicht beim Untertauchen, aber gegen Regen dürfte es reichen. Der Schalter zeigt nach unten, außerdem habe ich ihn gut eingefettet. Der Rest ist dicht verklebt. Die Batterie kann man in der Tat nicht wechseln - ich hoffe mal, sie hält lange... Und keine Schilder damit lesen, ist klar )) Gesendet von meinem D5503 mit Tapatalk
  13. Nachdem hier im Forum alle zum Rotlicht raten, damit man nachts im Wald nicht die Nachtsicht verliert, habe ich mich mal ans MYOG-Werk gemacht: Anstatt eine neue Lampe mit integriertem Rotlicht anzuschaffen, war ich im örtlichen Elektronikladen, habe für 1,90 Euro ein paar Kleinteile geholt und meiner Fenix HL22 ein Zusatzlämpchen gebastelt: Daraus wurde dann mit ein bisschen Löten, Schrumpfschlauch, Heißkleber usw. folgendes Zusatzlicht: Nun kann ich diese Zusatzlampe am Stirnband nach vorne drehen und habe Rotlicht. Leider habe ich vergessen, den Winkel irgendwie einstellbar zu machen... Das Gewicht der Stirnlampe ist jetzt von 85 g auf 96 g gestiegen - das lässt sich wohl verschmerzen. Über die Praxis im Wald werde ich berichten! So long, waldradler
  14. Die 1,5 mm Dyneema-Kordel von ExTex lässt sich gut spleißen, auch wenn sie insgesamt etwas steif ist. Daraus könnte man sehr leichte, stabile Soft Shackles machen. Ich habe dafür die 2,5 mm Kordel benutzt, da ist das Handling etwas besser.
  15. Man kann auch dünne Schnur spleißen. Vorteil ist halt, dass es stabiler ist als knoten, vor allem bei Dyneema. Die schwächste Stelle ist dann der Knoten am Ende. Da macht man eine Affenfaust, wenn es schön aussehen soll. Gesendet von meinem D5503 mit Tapatalk
  16. Vielen Dank! Schnelligkeit beim Aufbau ist in der Tat ein Argument für Heringe. Hatte bisher nie Eile, sondern habe in Ruhe passende Stöcker gesucht und dabei die Umgebung meines Lagerplatzes gecheckt... Bei den Easton Nanos zeigt sich wieder einmal der Amerika-Vorteil: dort für $1, bei uns für €4,49
  17. Ich hole das noch mal hervor, weil ich bisher gar keine Heringe genutzt habe. Die Abspannleinen des Tarps binde ich fest an Ästen, Steinen o.ä., oder ich nutze "Natur-Heringe" (passende Stöcker in den Boden gesteckt). Hat bisher immer funktioniert, macht Spaß und wiegt nichts. Wie seht Ihr das?
  18. Ja, das passt alles in den Topf (760 ml Evernew Titantasse). Der Brenner ist der Mini Zen Chimney von http://zenstoves.net/ChimneyStove.htm Man braucht dafür nur eine Red Bull-Dose. Das Flammenbild mit einer zentralen Flamme ist für den schmalen Topf ideal.
  19. Hallo liebe ULer, die letzten Wochen gingen mir die wirklich wichtigen Themen der Welt durch den Kopf, nämlich die Frage des Topfständers ("potstand"). Das Ergebnis meiner Überlegungen besteht aus Titan-Draht und sieht wie folgt aus: Da ich Titan-Draht mit Hausmitteln nicht löten oder schweißen kann, wurde das also nur gebogen und an den Verbindungsstellen mit dünnerem Draht umrödelt. Gewicht: 4 g ! Mein vorheriger Topfständer bestand aus Fahrradspeichen und sah so aus: Diese Konstruktion war wesentlich kippeliger (hatte immer Angst, dass der Topf links oder rechts herunter fällt) und wog satte 15 g - das ließ sich ja kaum schleppen :-))) Mein komplettes Kochset sieht jetzt wie folgt aus und wiegt insgesamt... ... nur 127 g ! Wer den Topfständer nachbauen will: Habe Draht in Grade 5, Stärke 1,2 mm und 0,3 mm von titanwerk.de gekauft. Der ließ sich recht gut in die auf dem Foto ersichtliche Form biegen. In diesem Sinne: Immer leichtes Gepäck und flotten Schrittes voran! Grüße, waldradler
  20. Welche Dose nehmt Ihr denn für außen? Ich habe im (gut sortierten!) Getränkemarkt keine mit 355ml gefunden, sondern nur die üblichen Coladosen mit 330ml. Damit entsteht ein recht großer Spalt zwischen Innendose und Außendose, sodass der Kocher sich nicht fest ineinander pressen lässt. Außerdem habe ich noch eine Rhodius-Apfelschorle gefunden, die hat auch 330ml, aber einen kleineren Durchmesser - damit wurde es aber zu eng. Bei Amazon gibt es noch amerikanisches Bier in 355ml, soll ich mir das jetzt bestellen? Und was mache ich mit dem Inhalt (würg)...
  21. Ich hole diesen Thread noch einmal hervor, weil ich jetzt ein wunderbares Gefäß für Spiritus entdeckt habe: Eine leere Meridol-Mundspülung-Flasche. Mit 400ml etwas für längere Touren. Aus PET, sehr stabil, dadurch allerdings auch etwas schwerer als eine Wasserflasche. Die Meridolflasche wiegt 45g, eine 500ml-Wasserflasche ungefähr die Hälfte. Dafür besteht garantiert keine Verwechslungsgefahr. Der Deckel lässt sich sehr fest aufschrauben, da läuft nichts aus, auch wenn die Flasche mal unten im Rucksack gequetscht wird. Das Highlight ist die Dosierhilfe im Deckel, mit der man 15ml abmessen kann, also genau eine Kocherfüllung!
  22. Der Quilt sieht super aus! Vielen Dank auch für den Erfahrungsbericht nach einem Jahr. Theorie ist gut, Erfahrungen sind besser. Wo hast Du den Schnitt für den Quilt her?
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