mochilero
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Lebensfinanzierung, wenn man viel "Draussen" ist...
mochilero antwortete auf slange's Thema in Leicht und Seicht
Die Frage des TO war ja relativ klar: Wie finanziert man sein Leben, wenn man mehrere Monate im Jahr "Draußen sein" möchte. Sinnvoll wäre es vielleicht, etwas mehr Infos zu den geplanten Vorhaben und bzgl. beruflicher Möglichkeiten geteilt würden, dann würde sich vielleicht jemand finden, der konkreter helfen kann. Ein paar haben schon geschrieben wie sie das machen. Es gibt Leute, die leben mit kleinen Kindern auf dem Segelboot. Andere leben den Sommer über mit ihren Kids 6 Monate im VW Bus der Eltern und machen Elternzeit. Ein amerikanisches Paar das ich gut kenne arbeitet im Winter in der Gastronomie in Skigebieten und im Sommer sind sie unterwegs. Beide haben vernünftige Berufsabschlüsse und haben sich gezielt für diesen Weg entschieden. Vor fast 40 Jahren das Boot selbst gebaut, dann von der US Westküste gen Westen. Seit 30 Jahren sind sie jeden Sommer immer mindestens 6 Monate in Europa unterwegs mit Ausnahme 2020. Lehrer machen ein Sabbatjahr. Andere haben Altersteilzeitmodelle gehabt. Es geht, wenn man will. Das Finanzielle lässt sich fast immer regeln, wenn man sich zeitweise dahinter klemmt. Das Niveau und das Sicherheitsbedürfnis ist immer unterschiedlich. Aber die Aussicht ist immer die gleiche. Von der 8m Nusschale wie von der Millionen-Superyacht. Das Gefühl der Freiheit und das Gefühl etwas geschafft zu haben könnte mit der Nussschale vielleicht sogar größer sein... Edit: was meiner Meinung nach erheblich falsch eingeschätzt wird sind folgende 2 Faktoren: a) wie teuer es ist jeden Tag arbeiten zu gehen. Man braucht ein Auto, eine Berufshaftpflichtversicherung, Fortbildungen evtl. eine teuere Wohnung in Arbeitsnähe, man kauft Dinge die man nicht braucht... Dazu der mit Abstand größte Ausgabenposten: Steuern und Abgaben. b) das einfache Leben draußen und unterwegs, erst recht in anderen Ländern ist u.U. sehr viel billiger als hierzulande. Heißt man muss deutlich (!!) weniger Kohle reinarbeiten als man denkt... Das kann die Entscheidung für eine "Teilzeit-Rente" vielleicht leichter machen OT: Ich habe mich nur irgendwann gefragt, wofür ich überhaupt da bin. Und da hatte ich halt das Gefühl, dass es nicht reicht, nur zu malochen um immer wieder die Kasse zu füllen und wieder loszuziehen. Ich bin jetzt nicht religiös oder so aber etwas zu tun, was einem das Gefühl gibt, dass man wirklich etwas sinnvolles tut bei seiner Arbeit, das macht mich zufrieden. Und ich glaube, dass ich das auch brauche, wenn ich irgendwann mal zurückschaue wenn ich mal abtreten muss... Das ist der Grund warum ich gerade "umschule" und zur Zeit etwas weniger unterwegs bin - aber verlasst euch drauf. Das ändert sich auch wieder... -
Lebensfinanzierung, wenn man viel "Draussen" ist...
mochilero antwortete auf slange's Thema in Leicht und Seicht
Das ist 1/4 bis 1/3 des Jahres. Bedeutet, dass man den Rest des Jahres normal arbeiten kann. Wenn man dann nicht nur wie der "normale" Bürger bloß 38 Stunden Woche macht, dann kann man da je nach Profession ordentlich Kohle ranschaffen, die LOCKER reicht um im Rest des Jahres zu wandern. Wandern gehört ja nicht gerade zu den teuersten Hobbys der Welt. Das geht auch mit anderen Sachen, also geht es mit Wandern erst recht. Ich habe das auch ein paar Jahre so gemacht. Im Winter malochen, im Sommer Draußensein. Ganz glücklich war ich damit auch nicht, weil ich dadurch immer irgendwie auf etwas hingelebt habe und nie richtig zufrieden war an dem Ort an dem ich gerade war. Außerdem war ich mit meinem Job nicht ganz einig und das ist nicht ganz unwichtig, schließlich verbringt man da also Normalo immer noch viel Lebenszeit... Meine Erfahrung deckt sich mit den Vorschreibern: an erster Stelle steht die Optimierung des Lebensstils - das ist der Schlüssel, wenn man freier leben möchte (also laufende Kosten RUNTER!!!). Dann muss man das "Kohle ranschaffen" optimieren (also möglichst viel Kohle pro Zeiteinheit bzw. pro Anstrengungseinheit), wenn man nicht von unterwegs ein paar Tage pro Monat arbeiten kann. Dazu gehört evtl. auch, dass man sich außerhalb der festen Vorstellungen umsieht, die die meisten Leute so von Arbeitsverhältnissen haben. Die normale Arbeitswelt sieht so etwas ja überhaupt nicht vor. Mit Freiberuflichkeit/Selbständigkeit war bei mir a) die Freiheit bei der Planung größer und b) das Einkommen deutlich höher. Je nachdem wie man so etwas betreibt, sind Kompromisse nötig, bspw. Famile/Freunde, wenn man entweder nur arbeitet und den Rest der Zeit weg ist - sollte man auch nicht unterschätzen. Wir Deutschen gelten als ziemlich überversichert und den meisten Kram kann man wahrscheinlich bedenkenlos weg lassen. Für das Geld muss man dann schon nicht mehr arbeiten gehen... Den Satz von der sichereren Rente glaubt doch eh kaum noch jemand, also kann man ruhig zwischendurch mal eine "Teilzeitrente" machen... Krankenversicherung ist nicht so schlimm teuer, ist aber imho absolut Pflicht. Sind glaube ich so ca. 150 Euro/M als freiwillig gesetzlich Versicherter. Ich würde sagen, dass wenn man bereit ist, zeitweise viel zu arbeiten, vielleicht mehr als andere, dass man dann das Geld für 12 Monate in 9 Monaten ranschaffen kann. Wenn man fleißig und zuverlässig ist und sich das rumspricht kriegt man auch Jobs. Wenn man gut kann was man macht umso besser, erst recht wenn man etwas auf dem Markt anbietet, was gefragt aber selten ist. Wenn man viele verschiedene Auftraggeber hat, für die man immer nur 2-3 Tage pro Monat arbeitet, dann merkt keiner wenn man mal 2 Monate fehlt -
Ich kann dir nicht so richtig weiter helfen, da ich eher ins Daunenlager gehöre, fast ausschließlich Quilts nutze und außerdem das meiste selber nähe. Dass Daunen so unglaublich problematisch sein sollen kann ich nicht nachvollziehen... Aber: Kufa und leicht und vernünftiges Packmaß ist echt schwierig zu erreichen. 1,5 kg ist definitiv nicht UL. Dazu ausreichend warm für die Berge und ein sehr begrenztes Budget von 200 Euro. Für mich brauche ich einen Komfortbereich in den leichten Minusgraden (ca. -5), da das doch relativ häufig vorkommt, außerdem friert man leichter wenn man nass, müde, hungrig etc. ist. Und gute Erholung ist dann auch essenziell... Kompromisse kannst du hier machen, wenn du nur kurz unterwegs bist, dich nach den Wettervorhersagen richten kannst, im Ernstfall bereit bist, nachts weiter zu laufen oder auf Hütten/Hotel-Infrastruktur zurückzugreifen. Für lange Touren mit praktisch ausschließlicher Zeltübernachtung finde ich die 0 Grad Komfort-Temp zu knapp. Also wäre mein Vorschlag folgender: Du schaust nach einem günstigen Kufa-Quilt im Bereich von 0 Grad (evtl. gebraucht oder MYOG, ist echt nicht so schwierig...) und schaust wie weit du mit guter Matte und deiner zusätzlichen Iso-Klamotte kommst. Das Teil ist dann noch halbwegs leicht und sprengt nicht jedes Packmaß und Budget. Wenn du später etwas mehr Kohle einsetzen willst, holst du dir einen guten leichten Daunenschlafsack dazu. Das ergibt zusammen dann ein System, das zusammen einen sehr weiten Temperaturbereich abdeckt (Sommer Quilt, Übergangszeit Schlafsack allein, Winter Schlafsack und Quilt drüber). Außerdem schwören manche auf Layered Sleeping Bag Systems für kältere Temperaturen aus den bekannten Gründen. (Kufa außen, Daune innen)... Ist jetzt nicht das wonach du gefragt hast, aber vielleicht magst du trotzdem drüber nachdenken... Edit: um den Temperaturbereich unterschiedlicher Schlafsäcke/Quilts etwas besser einzuschätzen und zu vergleichen, könntest du mal nach der Formel von @wilbo hier im Forum suchen... Letztlich ist der Loft des Gesamtsystems dafür maßgeblich relevant.
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Naja - finde ich jetzt nicht so direkt vergleichbar, weil A) Material für ein Zelt ganz andere Eigenschaften haben muß als für einen Rucksack (dcf bei Zelt finde ich günstigeres Material als für einen Rucksack da finde ich zB gewebtes Material passender und Folienmaterial weniger) B ) Ultra 100 oder Ultra 200 (x) ist doch ganz anderes Material als Ultra TNT für die neuen Zelte und keineswegs vergleichbar imho...
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Für das was die Dinger bieten, reichlich teuer finde ich.. Ja kann man einfach zusammen tüdeln. Ich hab welche aus 3 mm Stegplatte und das Paar wiegt in Größe 45 ca 30 g. Die Teile waren auf einigen Wanderungen dabei und dienen hauptsächlich zum Duschen in Hütten und Campings bzw. Abends um das Zelt herum. Noch tun sies einigermaßen aber die Stege sind ziemlich platt. Sind für mich eher kein richtiges zweites Paar Schuhe. Wenn man was haben will um etwas damit zu laufen ist es imho nichts...
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Jemand Erfahrung mit extremtextil Zeltboden 65g/qm?
mochilero antwortete auf derRheinische's Thema in Ausrüstung
Ich habe sowohl den 90g/qm Zeltboden als auch den 65g/qm als Groundsheet benutzt. Geht beides. Aber mir hat es doch durch beide durchgepiekst, zB Disteln auf den Bergwiesen. Als Durchstichschutz haben wir seit wir Luftmatten nutzen immer eine 4mm EVA im Torsobereich (multi use als Sitzmatte, Rückenpolster im Rucki) und den Rucksack im Fußbereich. Als Alternative könntest du dir überlegen ob du das 54g Hard-Tyvek nehmen willst... (besserer Durchstichschutz imho) -
Apex ohne Futterstoff verwenden
mochilero antwortete auf Cullin's Thema in MYOG - Make Your Own Gear
Selbst wenn das Apex das eine Weile mitmachen sollte, ich würde es nicht machen. Es lösen sich mit Sicherheit Fasern beim Stopfen, die dann unnötig in der Natur landen. Außerdem sind immer irgendwelche Fusseln, Tannennadeln, Grashalme etc im Zelt, die dann im Apex landen - viel Spaß beim Popeln (mich nervt das schon genug an den Socken) Wie viel Gewicht sparst du denn? 50g? Mir wär es das nicht wert. Dann lieber zwei kombinierbare aber auch unabhängig voneinander einsetzbare vernünftige Quilts (bzw Schlafsack/ Quilt Kombi)... Ein Stoff wie dieser da ist jetzt nicht gerade tonnenschwer und kostet auch kein Vermögen... My 2 cents... -
Mindestladestrom von Nitecore Powerbanks (bzgl. Laden via Solar)
mochilero antwortete auf gagel21's Thema in Ausrüstung
Ist die aktuelle Nitecore gen 2. Das Entladen über Nacht war mit einer anderen PB, ich hatte die von Sunny BAG und ein paar andere. mit der Nitecore habe ich es nicht getestet da ich eben seit der negativen Erfahrungen alles trenne sobald die Verbindung nicht notwendig ist. Hab eines der ersten Sunny BAG Panels mit glaube ich 7 oder 7,5 W, glaub von 2017 oder 2018...- 51 Antworten
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Mindestladestrom von Nitecore Powerbanks (bzgl. Laden via Solar)
mochilero antwortete auf gagel21's Thema in Ausrüstung
Ich habe schon lange ein Sunny bag leaf. Zuletzt mit der Nitecore 10000. Funktioniert im Sommer einwandfrei. Wir laden 2 Handys regelmässig für Fotos, Navi (ohne Tracking), Hörbuch/Musik. Natürlich habe ich das Panel auf dem Rucksack. In der Regel findet aber die meiste Ladung in der Mittagspause oder alternativ nachmittags/abends am Schlafplatz statt. Eine gute Ausrichtung ist einfach elementar. Ich verbinde die Powerbank eigentlich immer nur wenn nötig mit den jeweiligen Geräten und lasse nichts unnötig verbunden. Wenn die Sachen geladen sind wird abgestöpselt. Jedenfalls war mein Eindruck, dass die PB schneller leer ist, wenn das Smartphone zB über Nacht nach dem Ladevorgang verbunden bleibt... Gibt doch eigentlich auch keinen Grund die PB nachts am Panel zu lassen... (ich kann aber nur mit subjektiven Beobachtungen dienen, bin kein Elektro-Freak, nur Benutzer )- 51 Antworten
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Ich war früher oft mit Tarps unterwegs, Aufbau zuerst mit Ästen und Bäumen und was sich sonst so finden ließ, später dann mit Trekkingstöcken oder auch zwischen 2 Fahrrädern... Fazit: 1. Wenn man in Schwarzwald und Vogesen etc. unterwegs ist, findet sich immer was passendes. In den Bergen, wo es kein Holz mehr gibt, fand ich das Tarp eh oft nicht so richtig geeignet... 2. Tarp mit Groundsheet und Bugnet ist nicht unbedingt so viel leichter als ein leichtes Zelt mit 600-1000g 3. auf kurzen Touren passt das mit den improvisierten Bastellösungen. Wenn man länger unterwegs ist und lange Radel- oder Lauftage hat, dann nervt es voll.. 4. meine Tarps sind praktisch alle in Rente geschickt, ich bin mit einem leichten Zelt einfach besser bedient (mehr Schutz bei Kackwetter, schneller Aufbau ohne Gefrickel, Krabbeltierschutz, Privatsphäre auf dem Campingplatz, das ganze bei ähnlichem Gewicht) 5. und ich habe mir für Bikepacking jetzt die z-flick Stangen von Durston zugelegt. Gutes Packmaß und unter 100g das Stück - noch nicht getestet... Aber bevor ich jeden Abend, möglicherweise im Dunkeln, das Radel demontiere und morgens wieder zusammenbaue und damit irgendwie mein Shelter improvisiere - da sind zwei Stangen für mich irgendwie näher liegend...
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Heringe: Welche Mindestlänge, welche Bauform?
mochilero antwortete auf Trinolho's Thema in Ausrüstung
Keine Ahnung ob es reicht, nur die Firstlinie fest abzuspannen, denn die Belastung durch Wind auf die großen Flächen eines Mids/X-Mids ist schon recht groß. Die Firstlinie wird ja sozusagen noch zusätzlich durch die Abspannungen der Spitzen gespannt, da wird die Kraft ja eigentlich auf die Abspannschnüre und die Eckheringe auf insgesamt 4 Punkte verteilt... Von daher vielleicht eher die zwei längsten Heringe an die anderen beiden Ecken und nicht die Ecken die die Firstlinie spannen? Ich werde jedenfalls bei den Mid-artigen Sheltern definitiv weiter mindestens 4 ordentliche Heringe mitnehmen - ob ich zwei oder 4 lange Groundhogs mitnehme ist mir dann auch egal (Achtung Ketzer-Alarm im UL-Forum! ) Die restlichen 6 Heringe im Sortiment können dann wirklich recht leicht sein, IMHO... Allerdings finde ich die Haltekraft der Shepherd Hooks nicht so berauschend in normalen Böden, daher hab ich nur 2 davon dabei... -
Eure Erfahrungen mit Höhe(nkrankheit)...oder auch nicht?!
mochilero antwortete auf ChrisS's Thema in Tourvorbereitung
Fitness spielt schon eine Rolle wie es einem in der Höhe geht. Ich war damals relativ fit und habe dann noch einige Wochen zur Akklimatisierung auf ca. 3600-3800m verbracht und bin dort auch regelmässig in den Bergen joggen gegangen - das hat auf jeden Fall geholfen, trotzdem kam ich auf 5500-6000m ziemlich schnell aus der Puste. Trotzdem hatte ich dann auf etwa 5000m bei einer Übernachtung richtig Probleme mit der Höhe. Die übelsten Kopfschmerzen ever und Übelkeit. Ruhepuls über 100/min. Ich habe dann schon überlegt, umzudrehen aber bei einer längeren Pause ca. 150m über der Übernachtungsstelle wurde es dann besser und ging dann weg. Schön war es trotzdem nicht... Bei den anderen Touren hatte ich dann nur Probleme mich zu erholen, wenn wir in diesen Höhen übernachtet haben - Zeichen von Höhenkrankheit hatte ich dann nicht mehr. Ich war bisher nie über 6000m, technisch war das alles nicht anspruchsvoll, von daher kann ich nicht sagen, ob ich das vertrage oder nicht... Ich würde schauen, dass man ein bisschen Zeit zur Akklimatisation hat und dass man nicht sofort in die größeren Höhen muss und dass man halbwegs fit ist vor der Tour, damit das ganze auch Spaß macht. Und wenn sich Höhenkrankheit angkündigt, schauen was man für Optionen hat, damit man sich nicht in dumme Situationen bringt. Dann sollte das schon passen, das ist ja nicht die "Todeszone"... -
Wie Tarpschlaufe an Zeltstange befestigen?
mochilero antwortete auf DerLandstreicher's Thema in Einsteiger
OT: Knoten sind im ganzen Leben hilfreich - nicht nur beim Segeln und Klettern... Webleinstek / Mastwurf Palstek / Bulin Achtknoten wurden schon genannt. Mit dem Achtknoten als doppelter Achter kann man auch noch Leinen verbinden oder eine Schlaufe knoten, die sich nicht zuzieht (zum Einbinden in den Klettergurt zB) Für die Tarpologie / Tarp-Skills würde ich noch den Topsegel-Schotstek in den Ring werfen. Der dient als Spannknoten für Abspannleinen oder zum Spannen einer Wäscheleine whatever... -
Heringe: Welche Mindestlänge, welche Bauform?
mochilero antwortete auf Trinolho's Thema in Ausrüstung
Ich finde auf längeren Touren mit teilweise harten Böden lohnt es sich nicht, an den Heringen zu sehr zu sparen. Daher setze ich seit vielen Jahren auf die MSR Groundhogs (nicht mini). Die MSR Core (nicht Carbon) Heringe sind noch einen Tacken länger und die finde ich auch sehr interessant, fand sie aber bisher irgendwie zu teuer. Evlt. teste ich die mal. Mindestens 4 lange, stabile Heringe müssen sein für die Ecken bei einem Trekkingstock-Zelt wie unserem X-Mid. Wir haben insgesamt 10 Heringe mit. 4-6 stabile Groundhogs, der Rest kürzere Y- oder auch leichte V-Heringe und 2 Titan-Shepherd Hooks (multi use für die Hobo Funktion des Cones) Da bei einem Mid und anderen UL-Zelten die Struktur des Shelters maßgeblich durch die Abspannung über die Heringe gewährleistet wird, braucht es mindestens 4 wirklich verlässliche Ankerpunkte. Die restlichen Abspannungen sind nicht ganz so wichtig, da kann man oft etwas sparen bzw. improvisieren... Mit dem Billig-Sch*** aus Fernost habe ich persönlich keine guten Erfahrungen gemacht, wenn man die mal mit Steinen in den harten Boden reinprügeln muss. Die sind auch schon beim Einschlagen gebrochen. Die Groundhogs sind zwar verbogen und oben zerdengelt aber erfüllen weiter ihre Funktion. Es nervt einfach, wenn unterwegs Equipment unnötig kaputt geht. Edit: sorry, mal wieder nicht gesehen, dass es das XUL Forum ist... -
Erste Unterkunft, Lavvu (2.8m × 2.8m) mit SilPoly 30den bei ~800g
mochilero antwortete auf Tao's Thema in MYOG - Make Your Own Gear
Bitte unbedingt gescheites, stabiles Gurtband dafür verwenden, in dem sich eine Öse auch ordentlich verankern lässt und die Naht gut hält - Ripsband ist dafür möglicherweise nicht stabil genug und fiddelt sich evtl. auf, wenn du da n Loch für die Öse rein machst... -
Gewicht Lanshan 4 seasons / solid inner version
mochilero antwortete auf GirlOnTrail's Thema in Ausrüstung
OT: Beim X-Mid 2P liegt der Unterschied zwischen Mesh und Solid Inner bei etwa 30g. Leichtes Mesh wiegt ca. 25g/m2, leichte IZ-Stoffe ca. 30-35g/m2 (ebenfalls zur Einordnung) -
Erste Unterkunft, Lavvu (2.8m × 2.8m) mit SilPoly 30den bei ~800g
mochilero antwortete auf Tao's Thema in MYOG - Make Your Own Gear
Für die Kraftübertragung in der Spitze wäre es vielleicht auch eine Möglichkeit, ein Stück Gurtband mit einer Öse als Aufnahme für die Stockspitze quer durch die Spitze laufen zu lassen. Wenn man das auf den Kappnähten der Flächen vernäht wird die Kraft in diese Nähte übertragen und die Gefahr des Durchspießens in der Spitze ist geringer. Zusätzlich bleibt die Stockspitze/ Stangenspitze auf jeden Fall an Ort und Stelle wenn das Zelt im Wind arbeitet. So ist das beim Stratospire und beim X-Mid gelöst und ich finde das eigentlich ganz gut so. -
Silpoly versus Silnylon - Welches ist besser?
mochilero antwortete auf ULgeher's Thema in Ausrüstung
Glaube das lässt sich nicht so leicht beantworten. Bei backpackinglight gab's mal einen Podcast da war die These dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Fabrikaten von silpoly und silnylon jeweils größer sind als zwischen den beiden Materialien. Auch scheint es teilweise große Unterschiede zwischen verschiedenen Chargen zu geben (zB bei der Beschichtung). Auch die Qualität der Verarbeitung (Nähte/ Verstärkungen) und der Zeltkonstruktion wird vermutlich den größeren Unterschied machen... Früher gab es wohl kein leichtes silpoly für Zelte. Daher war nur die Wahl schweres Zelt oder silnylon. Weil das leichte silpoly jetzt preiswert verfügbar ist, wechseln immer mehr Hersteller weil es eben auch noch andere Vorteile hat. Zudem ist der Unterschied in der Reißfestigkeit wohl anfangs größer und gleicht sich über die Zeit mit der Alterung des silnylons an. Ob's stimmt? Keine Ahnung. Das sind die Sachen die ich zum Thema gelesen habe... -
Zumindest die normalen X-Mids der ersten Generation waren meines Wissens nach auch in Fernost produziert. In den gleichen Fabriken genäht wie die Zelte anderer nahmhafter Hersteller auch (glaube zB The North Face).
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Gibt ja verschiedene Möglichkeiten, abhängig davon, wie dein restliches Schlafsystem so aussieht. OT: Aber: mir persönlich hat ein nur aus Torsomatte und Rucksack gebautes Bett keinen guten Schlaf beschert. Von daher war bei mir mindestens Z-lite im Torsobereich und EVA 4mm unter den Beinen (kann man mit Druckknöpfen verbinden, dann rutscht auch nix auseinander, man hat zwei Mattenteile die man getrennt stauen kann zB als Rucksack-Polster im Rucki und das andere Teil als Sitzmatte griffbereit).... Rucki kommt trotzdem unter die Beine. 1) Mit meinem alten Herrn haben wir früher in den Bergen oft die Matten unter den Zeltboden gepackt - weil sie feucht waren oder zum Schutz des Zeltes vor Steinen (damals kein Groundsheet, mein Vater war auch auf dem Trip mit dem Gewichtsparen) - falls du einen dünnen Zeltboden/Bugshelter etc. hast und Tyvek drunter, evlt den nassen Rucki zwischen die Schichten (damals noch SChlafsack statt Quilt) 2) den Rucksack-Liner auf links gedreht hat ja schon jemand vorgeschlagen, ist ja das einfachste. Nachteil: du machst dir möglicherweise den Liner kaputt wenn du auf den Rucksackschnallen etc. herum rutschst (nasses/feuchtes Regenzeug kann ich mir da nicht vorstellen, dass muss gaaaaanz weit weg von meinem Schlafsack bleiben!!!) 3) ich habe eigentlich immer einen Gelben Sack o.ä. in meinem Krambeutel. Damit kann man eine wasserdichte Verpackung improvisieren, falls nötig oder eben das Schlafsystem pimpen. Bei uns kam die Tüte dann aber eher mit Laub, Gras o.ä gefüllt unter die Matten wenn es sehr kalt war. 4) falls du einen Rucki aus Laminat hast, kannst du vielleicht die Nähte dichten und den Rucki für die Nacht auf Links drehen
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Wie dick trägt die Naht denn auf? Evtl. könnte man ja die komplette Schnittkante mittels einer französischen Naht verschwinden lassen und dann den Überstand flach auf eine Seite nähen?
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Daunenschlafsack bis 1.4 kg ,Komfort -5C, 300 eur, brauch unterstützung
mochilero antwortete auf DerDirch's Thema in Ausrüstung
OT: Entschuldigt bitte. Erstens hätte ich meine Anmerkung als OT markieren sollen, zweitens sollte es nicht überheblich klingen - 300 Euro sind eine gute Stange Geld und gute Schlafsäcke liegen oft nochmals deutlich darüber. Und ich bin ja sonst auch ein Advokat des Spruchs: go small , go simple, go now - also nicht zu viel Kohle für Ausrüstung sondern das Geld eher für die Reisen ausgeben... Ich war lange bei allem knauserig, aber nicht beim Schlafsack... Andererseits werden in Relation dazu mittlerweile Preise beim neuen Iphone aufgerufen (die anderen sind auch ordentlich nachgezogen), die sind jenseits von gut und Böse - und dafür sieht man die Teile doch recht oft in freier Wildbahn. Gutes Material kostet einfach viel Geld, insbesondere durch die Preissteigerungen der letzten 3 Jahre. Für meinen letzten Quilt habe ich 2020 schon Materialkosten um 250 Euro gehabt. Das gleiche gibt man ohne zu meckern aus für 3x voll tanken oder 3-4x Übernachten - das wollte ich nur zu bedenken geben... Bei uns im Haushalt gibt es Schlafsäcke, die sind 20 Jahre und älter und noch verwendbar (natürlich nicht mehr wie am ersten Tag aber noch gut) Zum Thema: ich habe oben WM oder Cumulus angesprochen - vergessen zu erwähnen, dass insbesondere letztere teilweise eher schmal geschnitten sind - das könnte für den TO eng werden... -
Daunenschlafsack bis 1.4 kg ,Komfort -5C, 300 eur, brauch unterstützung
mochilero antwortete auf DerDirch's Thema in Ausrüstung
Du schreibst: a) dass du einen weiteren Fehlkauf vermeiden möchtest und b) 300 Tacken Budget hast für die Schlaftüte... Prinzipiell: ich habe es schon öfter geschrieben. Meiner Meinung nach lohnt es sich nicht beim Schlafsack zu sparen. Lieber sparen zB bei Elektronik usw. Ein guter Daunenschlafsack oder Quilt hält bei guter Pflege jahrelang, da sind zig paar Schuhe durchgelaufen und einige leichte Regenjacken nicht mehr dicht. Es macht also finde ich Sinn bei den üblichen Verdächtigen (zB WM o.ä.) zu schauen und zu überlegen, ob noch ein paar Kröten mehr investiert werden können, wenn man dafür einen Schlafsack bekommt, der lange Freude macht. Da weiß man was man hat. In erster Linie kommt es auf gutes Material und gute Daunenqualität an. Leider weiß man bei den billigeren Anbietern eben oft nicht, wie es um die Qualität der Daune bestellt ist... Ich würde einen Schlafsack mit ganz normaler Hülle nehmen, nichts irgenwie wasserabweisendes o.ä. Ob man hydrophobe Daune im Schlafsack haben möchte, muss man sich auch überlegen, hat auch Nachteile. TAR verwendet imho behandelte Daune und teilweise auch Daune mit relativ wenig Bauschkraft. US-Hersteller verwenden eine andere Norm bei der Beurteilung der Bauschkraft, die ist immer deutlich höher angegeben als bei uns, also Vorsicht beim Vergleich. Sonst könntest du noch bei Cumulus schauen, die sind aber Preisleistungsmässig auch nicht mehr so gut wie früher. Freunde von mir waren damals sehr zufrieden mit ihren Cumulus-Schlafsäcken, es gibt aber kleine Details (Reißverschlüsse, Kapuze usw. die schlechter gelöst sind als bei der teureren Konkurrenz. ich habe von denen das Hüll-Material und die Daune in meinen Quilts verarbeitet, die haben auch lange Jahre gut funktioniert. 1,4 kg Gewicht sind bei einem Komfort-Bereich von -5 Grad finde ich eher viel, das sollte auf jeden Fall leichter gehen. Unser Doppelquilt mit 780g 700er Daune hält uns bis in die leichten Minusgrade gut warm, wiegt glaube ich so um 1100g (weiß ich gerade nicht mehr ganz genau, nur so als Referenz). Du solltest einen Schlafsack um die +/- 1kg bekommen können mit der von @wilbo genannten ungefähren Daunenmenge. Daune mit höherer Bauchkraft macht das ganze noch leichter.. -
12 Tage Zeit in den letzten beiden Novemberwochen
mochilero antwortete auf crunchly's Thema in Tourvorbereitung
Unkompliziert und schnell: Flieger und ab auf die Kanaren, da war ich schon im Dezember und Februar, Wetter hat wandermässig gepasst, nicht zu kalt, nachts manchmal frisch, auf Gran Canaria hatte ich mal 2 Tage ziemlich übles Regenwetter aber sonst war es eigentlich ganz okay. Es gibt einen Fern-Wanderweg über die gesamten kanarischen Inseln, weiß aber die Nummer gerade nicht mehr. Ich hatte mir damals aber selbst was zusammen gebastelt. War im Wesentlichen eine Durchquerung von Gran Canaria, evlt. muss man den Wasservorrat gut planen und manchmal auch ziemlich viel schleppen. Ich hab überwiegend wild gezeltet, man findet auch schöne recht einsame Buchten zum chillen und lesen, wenn man nicht nur laufen möchte. Auf La Palma, Teneriffa, Lanzarote etc war ich nicht mit dem Zelt... Gibt auch noch ne Bikepacking Route, die ebenfalls alle Inseln abdeckt, falls das ne Option wäre, Gran Guanche oder so heisst das... Nach Süditalien/Sizilien, Portugal oder Südspanien könnte ich mir auch noch vorstellen. Vielleicht auch Marokko, aber da war ich überall noch nicht selbst. Für Italien mal einen Abschnitt des Sentiero Italia checken, in Spanien gibt es viele Fernwanderwege, u.a. gibt es einen Bericht von @germantourist, explicit für die Übergangsjahreszeiten, Portugal wurde ja schon was vorgeschlagen... Das würde ich DEFINITIV lassen. Ich war auf der GTA von Mitte September bis Mitte Oktober unterwegs und da war es teilweise schon extrem frisch, teilweise sehr windig, kalt, Schnee/Frost, sodass die kleinen Bäche komplett gefroren waren usw. Das war ziemlich anstrengend und für mich mit der klassischen UL-Ausrüstung (Trailrunner, UL-Zelt, leichtes Regenzeug, dünne Handschuhe etc.) echt ziemlich grenzwertig. Nur wenig mehr und wir hätten evlt. abbrechen müssen bzw. richtige Probleme bekommen. Die Seealpen sind bis relativ weit runter in Richtung Mittelmeer relativ hoch. Wenn es diese Ecke unbedingt sein soll (zB mit dem Flieger nach Nizza, Marseille usw.) dann würde ich eher versuchen, in niedrigen Lagen der Provence zu bleiben, es gibt zB eine Durchquerung der Voralpen (Traveresee des Prealpes (?) oder so ähnlich)- ich würde eher in Ost-West-Richtung laufen als in Nord-Süd - aber das würde ich eigentlich eher für das Frühjahr empfehlen, da ist es sehr schön dort! -
Tourenplanung und Navigation mit Smartphone und Watch
mochilero antwortete auf Querfeldhoch's Thema in Einsteiger
Soweit ich weiß funktioniert ein Abbiege-Alarm nur bei Routen, nicht bei Tracks... (Sowas manuell zu setzen für die ganze Tour, wäre mir persönlich zu blöd aber das wisst ihr ja alle schon )