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Ultraleicht Trekking
FlorianHomeier

Bezugsquelle für hochwertige Gänseaune aus D

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Hallo Magnus. 

Zur Beurteilung der Decke- Sie wiegt laut Artikelbeschreibung 2500g, ist 200cmx220cm groß, und hat eine Kammerhöhe von 4cm.

Welchen Anteil die Daune am Gesamtgewicht hat, kann ich nur schätzen. Die Hülle hat ca.9m^2 Stoff, vermutlich Baumwoll-Batist oder sowas, in relativ leicht. 1500g Daune? Das wären etwa 50oz. Das Volumen sind inkl. 15% overfill 12200 cuin, das macht 244 cuin/oz. Wobei das für eine Bettdecke ok ist, wenn man relativ schwere Decken mag. Mich würde es nicht stören. Für UL Ausrüstung ist das eher nix.

Nicht aus Lebendrupf: Es geht darum, zu wissen, dass kein Lebendrupf gemacht wird. Wichtig ist dabei imo die Möglichkeit, selbst als Kunde unangemeldet den Daunenerzeuger besuchen zu können, und sich selbst überzeugen zu können was da gemacht wird. Wenn da irgendwo Gänse mit nackten Bäuchen rumrennen, müsste das auffallen.

Bei der Amazondecke mit masurischen Daunen ist das imo schwierig umsetzbar.

Sollte sich jetzt in den Versuchen herausstellen, dass die Classen Daune gut geeignet für hochwertige und leichte quilts ist, dann werden einige user dieses Forums mit Augen, Ohren und Kameras bewaffnet bei Classen und Heintzen vorbeischauen, und den Weg der Daunen vom Ei bis ins Pertex dokumentieren können.

Das ist es, was Classen für mich so interessant macht. Die haben eigene Elterntiere, das Futter wird selbst erzeugt, die Schlachtung und der Rupf erfolgen ebenfalls bei Classen. Da hat man wesentlich weniger Verantwortungsdiffusion. (Und keinen Viehtransport)

Diese Gewissheit wird man mit einem höheren Daunenpreis bezahlen müssen. Wer das kann und will, hat dann die Möglichkeit.

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Hola Florian,

nun, ich bin qualitativ von der Amazon-Decke absolut unüberzeugt. Aber so mies wie Du sie machst, finde ich sie (noch) nicht. Deine Sachangaben:

Höhe: 4cm
Gewicht: 2.500g

Nun, ich habe bewusst nicht die Wortdefinitionen von Dir verwendet wie "Deckenhöhe" oder "Gesamtgewicht". Tatsache ist, dass diese Angaben so in den technischen Daten zu finden sind, sich diese Angaben aber auch mit der Produktbeschreibung beissen und diese technischen Angaben lediglich technische Daten für die Versandautomation von Amazon ist, hier geht es darum wie viel Kartonvolumen und wie viel Gesamtgewicht das Produkt INKL Verpackungg hat. Der Händler Amazinggirlde - dessen Angebotsbreite wirklich sehr amazing ist, besonders wenn man das Analdildoset aus Ihrem Repertoire anschaut, verschickt jedoch selbst und somit interessiert es so gut wie niemanden, welche Angaben hier gemacht werden. Die Daten "4cm" betreffen die Innenstege, die wohl auch bei Komprimierung (oder Vakuumisierung) der höchste Punkt sein dürften. Die 2500g betiteln die in der Beschreibung gemachte Angabe zur Füllung, die eben mit 2500g Daune angegeben wird.

Ich denke wir haben eine verdammt gute Chance der Qualitätsprüfung, nämlich voraussichtlich morgen wenn ich die Decke in der Hand halten werde. Ich werde dann erste Tests machen, die das verkaufte Produkt nicht beschädigen. Sprich ich werde das Gesamtgewicht messen und werde auch dilettantisch genommene Maße festhalten, die eine erste Volumenberechnung ohne Versandoptimierung festhalten. Die werde ich dann hier einstellen. Wenn das Teil schon bei Test#1 durchfällt, geht die Decke retour. Wenn nicht, biete ich Dir nocheinmal eine Probe zum Testen an, um dann mal wirkliche Werte ohne Mutmaßungen heranziehen zu können.

Viele Grüße,

Magnus

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Magnus, Du kannst mir die Daune gerne zuschicken, und ich stecke sie in den Testzylinder. Kein Thema.

Ich wollte mit der sehr groben cuin-Einschätzung nur darauf hinaus, dass es vermutlich sinnfrei ist, wenn keine Werte im Bereich über 600cuin dabei herauskommen. Darunter hat imo KuFa die Nase vorn, der Gewichtsvorteil der Daune geht dann flöten.

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Die erste Messung nach der US2000 ergab übrigens ca. 875cuin für die reine Oldenburger. (28,5g Daune, Volumen nach 60sek Belastung 44g auf 194mm Durchmesser)

Die zweite und die dritte Messung ergaben einen reproduzierbaren Wert von 790cuin.

Ich erkläre mir das so, dass die Daunen vor dem ersten Versuch mehrere Tage lang unangetastet im Testzylinder vor sich hin loften durften. Zwischen den Messungen habe ich die Daunen nur eine Weile "umgerührt". Ein paar Daunen gehen bei den Wiederholungen leider immer verlustig, außerdem haben die Daunen natürlich die Luftfeuchtigkeit meiner Werkstatt angenommen, und kommen nicht frisch aus dem Trockner...

Ich lasse den Kolben jetzt 24h drauf, Morgen kommt dann der Wert nach EN.

Im Augenblick steht der Kolben bei 730cuin.

Meiner Ansicht nach sind die Classen Daunen absolut geeignet für UL Ausrüstung.

Bin gespannt auf die Extexdaunen im direkten Vergleich, erst dadurch wird der Versuch imo wirklich aussagekräftig, da meine Messvorrichtung und Präparate nicht ganz normgerecht sind.

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vor 9 Minuten schrieb FlorianHomeier:

außerdem haben die Daunen natürlich die Luftfeuchtigkeit meiner Werkstatt angenommen, und kommen nicht frisch aus dem Trockner...

interessant wäre, wie sich die daunen bei hoher luftfeuchte verhalten. das wäre ja eigentlich der normalzustand auf tour.

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vor einer Stunde schrieb wilbo:

interessant wäre, wie sich die daunen bei hoher luftfeuchte verhalten. das wäre ja eigentlich der normalzustand auf tour.

in diesem normalen Zustand behalten dann aber Daunen mit Federn gemischt und Mischungen mit weniger cuin bessere Werte!

 

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Naja, erstmal möchte ich, so gut es geht, mit der Norm vergleichbare Werte. Wenn ich jetzt tatsächlich Produkte mit dieser Daune anbieten will, dann sollte eine möglichst gute Vergleichbarkeit gegeben sein. Da hilft es wenig, feuchte Daunen zu messen.

Beispielsweise die Praxis von Cumulus, bei der 850er Daune mit 15% overfill zu arbeiten, geht ja schon in die Richtung einer Anpassung an die tatsächlichen Lofteigenschaften im Einsatz. Zumindest begründen sie den overfill genau damit.

Dass eine zB 700er Daune weniger schnell kollabiert als eine 850er, beziehungsweise eine schlechtere Sortierung, sprich weniger cluster und mehr Fasern und Federn, weniger loftverlust durch Feuchte hat als eine clustermaximierte Sortierung, das glaube ich auch. Hierbei müsste man aber noch darauf eingehen, ob man über Verhältnisse oder absolute Lofthöhen redet.

Eine Unze um 15% kollabierte 850er kann ja durchaus noch besser dämmen, als eine Unze um 10% kollabierte 700er.

Der Kolben bewegt sich übrigens keinen mm mehr seit ein paar Stunden. Der wird auch morgen früh noch bei 730cuin stehen. Dann nehme ich den Kolben weg, lasse die Daube wieder loften (1Minute? Finde keine Angabe dazu...) und kann den ersten "EN Wert" ablesen.

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Update:

Nach 24h habe ich den Kolben vorsichtig entfernt. Über Nacht hatte sich trotz Schütteln, Wackeln und leicht auf den Kolben tippen nichts weiter nach unten bewegt. Stand auch heute Morgen noch bei 730cuin. Die Oldenburger ist sofort nach dem Entfernen des Kolbens auf knapp über 800cuin hochgegangen. Bedenken: Für die EN sind eigentlich 1,5gramm zu wenig Daune im Zylinder.

Meine Quintessenz soweit:

Vermutlich würde diese Daune ein US rating von 875cuin, und ein EN rating von 800cuin bekommen. Die Aussage von Herr Dietzen mit den 800cuin sehe ich mal als belegt an.

So, jetzt kommt das große Daunenumfüllen, der Herr Karg hat freundlicherweise eine Probe 860er Extexdaune zur Verfügung gestellt, die kommt jetzt in den Zylinder...

....

Jetzt habe ich die Oldenburger zurück in der Papiertüte, und Extex im Zylinder.

Optischer/händischer Vergleich:

Extex hat größere Cluster, und diese kletten mehr zusammen. Die Oldenburger kletten auch etwas, aber die Extex deutlich mehr. Die Extex sind dadurch zB schwerer vom Rührstab abzustreifen, und es gibt teilweise ganz leise "Klettgeräusche".

Die Extex sind eine Mischung mit 5% Federn. Diese Federn sind auch deutlich vorhanden im Vergleich zur Oldenburger Probe, allerdings sind sie durchweg relativ klein.

Beim Einfüllen fällt mir auf, dass sich die Extex vom Volumen her ziemlich exakt gleich zu den anderen verhalten. Der Zxlinder ist erstmal bis ca.900 voll, erst durch Rühren und Schütteln auf dem Kopf mit Deckel drauf loften die Daunen nach und nach den Zylinder fast vollständig voll, es bleiben kleinere Lufträume bei beiden Proben.

Ich lasse die Extex jetzt frei loften und akklimatisieren, am Besten über das Wochenende, dann sind die Bedingungen identisch.

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Hola,

heute kam dann doch noch meine Daunendecke. Jetzt bin ich nur am überlegen, sehe ich das richtig, dass wenn ich 650 cuin als Minimum heranziehe, dass dann 2,5kg Daune in etwas 0,9m³ Raum einnehmen sollten? Ich will die 80€-Decke nicht zerschneiden, wenn sich von Vornherein davon ausgehen lässt, dass es Müll ist.

Viele Grüße,

Magnus

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In der Zwischenzeit habe ich sowohl die Extexdaune, als auch die Classen mehrfach nach beiden Methoden gemessen. Die Ergebnisse sind durchaus "interpretationsbedürftig", weil erstmal nicht besonders nachvollziehbar.

Meine aktuelle Quintessenz ist, dass die Daunen krass unterschiedliche Tagesformen haben. Mal bekommt sie (gilt für beide) nichtmal ohne Kolben den 1100cuin Zylinder vollgeflufft, mal quillt sie oben raus. Die Messwerte mit Kolben schwanken entsprechend.

Interessanterweise sind die schlechtesten Werte nach US2000 gemessen, und zwar bei beiden Daunen unter 800cuin, und die besten auch, bei der Classen 875cuin, und bei der Extex 890.

Im allgemeinen Umgang macht die Extex den geringfügig besseren Eindruck, bei den EN Werten liegt die Extex um etwa 60-70cuin vorne.

Als grobe Einschätzung reicht das, aber es ist doch ein Bisschen unbefriedigend...

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Am 4.1.2018 um 10:49 schrieb FlorianHomeier:

Ich muss mich korrigieren, die Extex cluster sind nicht wirklich größer, das hat nur so gewirkt. Anbei ein schlechtes Händi Foto.

Jetzt muss ich mal saugen...

20180104_104827.jpg

Das sieht deutlich besser aus als vor einigen Jahren.

Wobei sich beide geändert haben,würde ich sagen. Die Classen Daune ist besser geworden, die ExTex schlechter.

Jetzt müsste man noch die Bedingungen der Polnischen Daunen raus finden um Preis und Etik vergleichen zu können..

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Moin, ich möchte mich nur mal kurz melden, das Projekt ist nicht gestorben, ich habe nur ziemlich Stress, weil Friederieke mir das Dach von der Werkstatt geklappt hat, und ich letzte Woche mal spontan mit der Firma umziehen musste. Jetzt wird in einem ehemaligen Getränkemarkt genäht... Die Wassermassen haben meinen Testkolben zerstört, den muss ich neu basteln.

Das Daunenmuster aus der Amazon-Decke ist angekommen, das wird demnächst mal mit Cumulus 860er und Classen 800er Daune verglichen.

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Vielleicht hilft diese Information weiter. Es gibt mitten in Deutschland nämlich einen sehr großen Dauenfabrikanten, der weltweit operiert. Das ist mit Sicherheit keine Bezugsquelle für kleine Mengen, die Mindestabnahmemenge dürfte da auf Palettenbasis liegen, die nur an Hersteller oder Wiederverkäufer/Großhändler abgegeben werden. Aber gegebenenfalls kann man hier mal nachfrgen, wer von denen mit hochwertiger Ware beliefert wird, die dann kleinere Mengen auch an Endverbraucher abegeben. Bei dem Hersteller handelt es sich um die Peter Kohl Nachfolger Franz Kohl AG in Flörsheim bei Frankfurt am Main. https://www.peterkohl.com/

Hier lässt sich auch nachlesen, was dort alles hergestelt wird, nämlich alles bis zu 900 cuin Gänsedauen und sogar Eiderdaunen: https://www.peterkohl.com/down-and-feathers/

Gutes Gelingen.

bearbeitet von hotbird

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Am 5.3.2018 um 23:39 schrieb hotbird:

Hier lässt sich auch nachlesen, was dort alles hergestelt wird, nämlich alles bis zu 900 cuin Gänsedauen und sogar Eiderdaunen: https://www.peterkohl.com/down-and-feathers/

Dieser Part ist zum Thema "Daune komprimieren" auch nicht ganz uninteressant :shock:

bearbeitet von moritz

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