3. Tag
Als ich um 6 Uhr wach werde geht gerade die Sonne auf, ich bleibe noch ein wenig liegen
und schaue so vor mich hin in die Landschaft.
Blauer Himmel, Sonnenschein, super Tag.
Nach einem kleinen Frühstück packe ich und um 7 Uhr laufe ich los.
Man hört schon den Lärm der Autos und ich weiss, es ist nicht mehr weit bis Landstuhl.
Es liegt noch etwas Nebel über der Landschaft.
An einem Aussichtspunkt mache ich ein Foto vom imperialen Flughafen auf der anderen Seite des Tales auf einem Plateau.
weiter geht’s durch einen Wald voller Esskastanienbäumen, der Weg macht einen Schlenker und
stehe vor der Burg Nanstein.
ich laufe einmal rund und gehe über einen schönen Weg mit geschnitzten Gestalten bergab,
bis ich mitten in dem Städtchen laufe.
Eine kurze Runde durch Landstuhl zum Bahnhof, denn da gibt es eine Einkaufscenter, und ich
bräuchte unbedingt noch Wasser.
Der Einstieg befindet sich oberhalb des Bahnhofs. Ab hier wird die Beschilderung des
Jakobsweges etwas besser. Ich folge dieser und dem schwarzen Punkt auf weissem Grund
und komme in den Naturwald Fleischackerloch.
Im Anschluß geht es über eine Brücke über die A 62 und weiter über das Gelände der Reha
Westpfalz. Kurz darauf steht man vor diesem Schild:
da sollte man nicht reinlaufen. Der richtige Weg geht zuvor links über die freie Fläche bis zu einer
Strasse und dann gegenüber weiter zu einem Bauernhof. Seine Hühner sind recht zutraulich, vielleicht wollten die mitkommen.
kurze Zeit später stehe ich vor den Mammutbäumen. Sie wurden 1861 vom Oberförster Schütz
gepflanzt, sind also mit einem Alter vom rund 160 Jahren für diese Baumart bestensfalls Teenager.
Nach einer Rast geht’s weiter Richtung Bruchmühlbach-Miesau. Die Wege sind nicht so doll,
überwiegend geschotterte Wirtschaftswege.
Ich komme nochmals an einer Schutzhütte vorbei, die Zweite und Letzte auf meinem Weg.
Kurz vor Bruchmühlbach-Miesbach findet man noch eine letzte Wasserstelle, den Hubertusbrunnen.
Ein letztes Mal Wasser auffüllen, und das kurze Stück Weg hinab zur Fritz-Claus-Hütte (mit Gastronomie ) laufen. Jetzt ein kühles Hefeweizen wäre bei der Hitze das Beste.
Leider ist die Hütte heute geschlossen, wie schade.
Als kleine Entschädigung geht es aber in eine sehr schöne kleine Schlucht und es geht weiter auf
dem sagenhaften Waldpfad, und ich laufe kurzerhand fast den gesamten Rundweg, weil er so schön ist. Dann geht’s weiter nach Vogelbach.
An dieser Stelle war es der Plan den Jakobsweg zu verlassen und über eine Brücke über die A 6
Richtung Waldmoor zu laufen. Hab ich nicht gemacht, Strasse entlang, Brücke über A6, nochmal
ein gutes Stück Strasse, nee, keine Lust.
Stattdessen bin ich weiter den Jakobsweg nach Homburg gelaufen, dann hab ich den
Weg verloren so in Gedanken, ok, einfach weiter Richtung Homburg.
Weg wieder gefunden,
dann war er wieder weg der Weg, egal. Ich laufe mal einfach weiter, mal sehen, wo man so rauskommt. Man kommt in einer Wohnstrasse an Ortsaland raus, klar, es ist immer noch schwül,
ich laufe zum Bahnhof und weg bin ich.
Fazit:
Es war schön, die drei Tage haben Spass gemacht. Insgesamt hab ich rund 110 Kilometer gelaufen.
Interessant war, wie zeitfressend das Fotografieren und Notizenmachen doch ist. Das permanente
Unterbrechen des Laufschrittes und wieder anlaufen nervt.
Das nächste mal wahrscheinlich wieder ohne Knipse.
Brunnen zum Wasser auffüllen gab es bei Kilometer 5/6/9/10/14/23/52/56/75
Beschilderung des Jakobsweges war eher bescheiden, aber dafür ist die Ausschilderung der
mitlaufenden Wanderwege – Blau/Rot bis Elmstein, Gelbes Kreuz bis Johanniskreuz,
Rotes Kreuz bis vor Landstuhl, kurz Gelb/Blau, dann Schwarzer Punkt auf Weiß bis
Homburg – hervorragend. Alleine mit diesen Infos kann man den Weg locker laufen.
Was man auf den Bildern nicht sieht sind die häufige, anfänglich ausschließlich mit einer Strasse parallel laufende Strecke.
Mir macht's nix aus.
Überwiegend ist es aber ein schöner, besinnlicher Abschnitt des Jakobsweges durch eine super
Kultur/Landschaft.
Mitgenommen hatte ich:
GG-Murmur, darin: SMD Lunar Solo LE, TAR Neoair x-lite, Cumulus Magic Zip, STS Aeros Pillow Ul reg, Euroschirm Light trek ultra, Windjacke Decathlon 90g, Küche 100g, Falke TK2,
Pulli, 2x0,5l + 1x 1,5l PET-Flaschen, Futter 2kg.
Am Körper: Hose Schoeffel ACF, Schuhe Adidas Durano 7, Socken Falke TK2, Unterhose,
Shirt, Mütze, Kamera, Papier+Stift, Stöcke Black Diamond, Tüte mit Kohle usw., Brille,
Karte, Uhr, Petzl e+lite,