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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 26.06.2024 in allen Bereichen

  1. Winterberger Hochtour mit Trekkingplätzen

    Antonia2020 und 3 andere reagierte auf MarcG für Beitrag im Thema

    4 Punkte
    Tag 1: Nach der Arbeit auf die Autobahn. Irgendwo noch nen Imbiss genommen. Geparkt im Örtchen Hildfeld. Direkt an der Route. Kurz nach 17 Uhr ging es los. Es ist Ende Juni, noch nicht einmal die Kreuzberger Nächte sind jetzt lang. Es bleibt ausreichend Zeit. Bereits nach wenigen Metern geht es einmal kurz steil bergauf, einfach so gerade den Berg hoch. Nicht lang, aber anstrengend, hoffe das bleibt nicht so. Dann geht es über Wiesen zum nächsten Ort, Grönebach. Ich schaue an mir herunter und habe schon die erste Zecke am Bein. Das geht ja gut los. Der Ort scheint keinen Mangel an Wanderwegen zu kennen. Kurze Zeit später wird es auf einem Abschnitt richtig wild. Der Weg ist nur schemenhaft erkennbar, alles ist überwachsen, teilweise gehts um Bäume herum. Nicht lang, aber unerwartet naturnah. Über Feld- und Wirtschaftswege geht es weiter, am Örtchen Elkeringhausen vorbei und wieder aufwärts in Richtung Alte Grimme. Hier begegnen mir die einzigen anderen Leute: Eine Dame mit Hund und zwei Landwirte. Der Aufstieg geht in einen schmalen Pfad über, an einem Bach schöpfe ich nochmals Wasser. Beobachte ein Eichhörnchen. Das Wetter ist warm und freundlich. Am Gipfel angekommen überfallen mich aber eine ganze Armee von Fliegen. Total nervige Bieser, so dass ich nur schnell ein paar Bilder mache und schnell wieder abhaue. Bis zum Trekkingplatz ist es nicht mehr weit. Die Lage ist mir nicht ganz klar, ich schaue auf die Karte und sehe einen Weg oberhalb, gehen wir mal da lang. Auf der einen Seite ist vorher ein Tor im Zaun, steht offen. Ich vermute fast, das soll so nicht sein. Die andere Seite hat nicht wirklich ein Tor, aber man kann den Zaun öffnen. Jedenfalls ist hier nicht der Zugang. Also noch eine Kurve und dann sieht man Platform, Toilette und Tisch neben dem Trail. Toilette ist eine Kompost-Trenntoilette. Sauber und riecht nicht. Platform ist ok. Tisch direkt daneben ist super praktisch, auch wenn ich ihn mehr zum sitzen nutze. Das komische Holz-Sofa ist unbequem, wird nicht verwendet. Ich hatte beim großen Fluss ein paar Platform-Fisch-Anker gekauft. Damit geht's halbwegs gut das Zelt anzubringen. Einen verdreh ich aber mit meinen Wahnsinnskräften einfach so. Vielleicht doch die Premium Zpacks Variante kaufen?
  2. Unterwegs auf dem Fördesteig

    mmaddin und 3 andere reagierte auf bifi für Beitrag im Thema

    4 Punkte
    Tag 4: Heute habe ich einen ganz tollen Plan - laufe nur kurz, baue zeitig auf und umrunde die Geltinger Birk nachmittags ohne Gepäck. Das Wetter ist auch besser als die Tage vorher, der Weg wechselt weiterhin zwischen Strand und Wald, meine Laune ist also bestens! Zwischendurch gibt es im Café leckere Marzipantorte nebst Milchkaffee und ich beömmel mich über die Rentner, die drinnen eine Viertelstunde über den Platz diskutieren und dann doch nach draußen gehen - um 10 Min. später im Platzregen wieder nach drinnen zu flüchten. Ich lieg innerlich echt am Boden vor Lachen... Am Campingplatz Wackerballig kann ich vor der Öffnungszeit der Rezeption am Automaten einchecken, das finde ich super. Allerdings hat der Regen meinen WanderohneGepäckPlan pulverisiert, ich hab jetzt keine Lust mehr und verbringe den halben Nachmittag im Zelt bei einem guten Buch auf der Kindle App. Den Abend lasse ich bei einer leckeren Fischplatte im Restaurant ausklingen und denke dabei viel an meinen Vater, der auch oft in dieser Gegend war und gerne Fotos von Fischplatten gepostet hat, das war so ein Familiending. Die Zeltwiese habe ich dieses Mal nicht ganz für mich alleine, ein halbes Dutzend Kaninchen leistet mir Gesellschaft... Tag 5: Heute geht es um die Geltinger Birk und das ist auch wieder eine tolle Strecke! Am Anfang war es richtig stürmisch, sogar mit Schaumkronen auf dem Wasser. Aber kaum ist man um die Spitze rum, kommt der Wind von hinten und es ist ruhig - echt kurios. Wofür ich ja gar kein Verständnis habe, sind die unvermeidlichen Pinkelhinterlassungen in Form von Papiertaschentüchern - das sich die Leute nicht schämen!!! An jedem Parkplatz gibt es Toiletten, genau wie am Naturschutzwart-Haus, auf den Wegschildern ist das mit km Angaben ausgeschildert. Zusätzlich gibt es zwei hervorragende Komposttoiletten auf jeweils ca der Hälfte der Strecke und super sauber. Und dann wird beim Aussichtsturm neben die Sitzbänke gepinkelt und alles liegen gelassen, da bekomme ich echt Anfälle 🤮 Dieses Mal lande ich auf dem Campingplatz Ostseesonne, teile mir die Zeltwiese mit noch mehr Kaninchen und die offene Holzhütte mit einem Schwalbenpärchen - sooo schön! Nachdem ich nachmittags mal wieder in einem Café der Schokotorte- und Milchkaffe-Lust nachgegeben habe (Hikerhunger ohne zu hiken, irgendwie muss ich daran mal arbeiten), begnüge ich mich abends mit Knäckebrot und Käse - allerdings nur, weil das Restaurant Ruhetag hat *schäm*... Tag 6: Heute hatte es mal einen Vorteil, frühs zum pieseln raus zu müssen - ich hab den Sonnenaufgang erwischt! Das passiert mir als (leider) geborene Nachteule sonst nur im Dienst wenn wir mal wieder durcharbeiten. Dank der Holzhütte kann ich heute beim Frühstück wunderbar die ganzen Sachen trocknen und gehe dann entspannt auf die letzten Kilometer nach Kappeln. Es ist echtes Aprilwetter, heiß in der Sonne, kalt beim Regenschauer. Keine halbe Stunde gelaufen, sitze ich schon unterm Dach einer DLRG Hütte und warte den ersten Schauer ab. Komme dabei mit ein paar Leuten ins Gespräch, die tatsächlich bei mir in der Nähe wohnen und so quatschen wir fast ein Stündchen, bevor ich mich wieder auf die Socken mache. Ich bin so tiefenentspannt, dass ich wiederum eine halbe Stunde später den nächsten Regenschauer bei einem Kaffee unterm Dach eines Kiosk aussitze. Dann reicht es aber. Die Regenhose wird weg gepackt, meine Jacke um die Hüfte gebunden und der Schirm in Reichweite am Rucksack fixiert. So laufe ich dann durch bis Kappeln, lande auf einem Mini-Campingplatz mitten im Wald, habe den Zeltbereich wieder für mich alleine und von den zehn Wohnwagen dort sind grade mal zwei belegt. Hier gibt es eine überdachte Sitzecke, dort lese ich ein bisschen, bevor ich nochmal für ein Fischbrötchen zum Hafen laufe, aber irgendwie finde ich Kappeln nicht sonderlich schön und bin auch traurig, dass der Weg jetzt zu Ende ist. Tag 6, Heimreise: Eigentlich wollte ich heute noch zu einer Tante nach Schleswig, aber die wurde erst operiert und fühlt sich noch nicht fit genug für Besuch. Es ist inzwischen so kalt, dass ich an einer Tankstelle meine Merinoschlafhose drunterziehe und es regnet mal wieder. Passenderweise ist mein Bruder auch grade auf dem Rückweg von DK und so lasse ich mich von ihm in Schleswig einsammeln. (Kappeln-Schleswig mit dem Bus geht super). Und zusammen im Stau steht es sich doch gleich viel besser, hehe... Fazit: Tolle Woche, als Kurztour sehr zu empfehlen, Wildcampen schwierig aber außerhalb der Hauptsaison sind die Campingplätze echt ok. Meine Regensachen sind dicht, das Zelt auch, mein Schlafsack kuschelig, alle Klamotten wurden benutzt, also Test bestanden. Inzwischen hab ich auch halbwegs Ordnung in Zelt und Rucksack, sowie Routine im Auf-und Abbau, das war am Anfang etwas chaotisch... Deswegen will ich im September weitermachen, ab Travemünde bis Stralsund, so die Vorplanung und ich freue mich schon. Meine lieben Kollegen finden es allerdings etwas seltsam, dass ich jetzt mit 58 Jahren auf die Idee komme, mich in ein Minizelt zu falten und im Regen herumzuwandern, da wird ab und an mein Geisteszustand in Frage gestellt, hihi... Aber ich bin ja hier in bester Gesellschaft😉❤️
  3. Unterwegs auf dem Fördesteig

    mmaddin und 3 andere reagierte auf bifi für Beitrag im Thema

    4 Punkte
    Tag 3: Wie war das noch mit der Wetter App? Ich gucke drauf, sehe nix und fange in Ruhe an, das Zelt abzubauen. Natürlich ist grade das Außenzelt verpackt, da fängt es an, zu regnen... Also im Turbotempo den Rest verstaut, aber feucht ist trotzdem alles. Nunja - ich sollte wohl tatsächlich eher mal den Himmel beobachten, als den Bildschirm 🙄 Weiter geht's, halb durch Wald und halb am Strand, unterwegs in einem Strandcafé lecker Currywurst und Pommes gegönnt, praktischerweise geht draußen grade die Welt unter, es schüttet wie aus Eimern und ich schiebe gleich mal Kaffee und Kuchen hinterher. In Noorgardholz bleibe ich auf dem Campingplatz, es klart wieder auf und ich setze mich gemütlich auf eine Bank und genieße den Blick auf's Wasser. Auch dieses Mal habe ich die Zeltwiese für mich alleine und außer dem Gezwitscher der Vögel ist nix zu hören. So mag ich Campingplätze!
  4. Unterwegs auf dem Fördesteig

    mmaddin und 2 andere reagierte auf bifi für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    In meiner einen Woche Urlaub Mitte Juni (genau zur Schafskälte) hab ich mir vorgenommen, den Fördesteig bei Flensburg fertig zu laufen. Vor 2 Jahren mit dem 9€ Ticket war ich mal ein langes Wochenende in Flensburg und bin eher zufällig über diesen Weg gestolpert. Da ich aus dem Norden komme und dort auch noch Verwandtschaft habe, war es also die perfekte Idee für diese eine Woche... Anreise mit der Bahn und gleich so geplant, dass eventuelle Verspätungen kein Drama werden (war dann auch nur eine Stunde später am Ziel, das geht ja noch...) Vom Bahnhof bin ich direkt mit den Bus an die Dänische Grenze gefahren, ich hatte mir schon die SH-V App runtergeladen und damit geht Bus fahren perfekt. Mein Gesamtgewicht vom Rucksack beträgt zur Zeit 9 kg incl. Proviant und Wasser, das sind immerhin 3 kg weniger als bei meinem Debüt auf dem Weserberglandweg, der mit 12 kg, Blasen an den Füßen und Planänderung einherging... Die nächsten Kilos kann ich am ehesten bei Zelt und Luftmatratze einsparen, dazu gehört aber eine vierstellige Investition und im Moment spare ich, um im März '25 meine Tochter in Südkorea zu besuchen und mit ihr den Seoul-Trail zu laufen (danke an @German Tourist) Viele Tipps gerade für Mehrfachnutzung hatte ich hier aus dem Forum und dazu auch in feinster MYOG Manie einen alten Kinderregenschirm zerstückelt und daraus -bis jetzt- einen Kulturbeutel, ein Geldbeutel und ein Brillenetui genäht. Außerdem habe ich die olfaktorischen Grenzen meiner Bekleidung ausgetestet und siehe da - man stinkt weniger, als man denkt (jedenfalls für sich selbst, hehe...) Also bin ich langsam losgestiefelt, das Hauptaugenmerk lag auf meinen Füßen, die ich unter allen Umständen Blasenfrei durch diese Woche bringen wollte! Höhenmeter gibt es ja quasi nicht auf diesem Weg von ca. 90 km immer an der Flensburger Förde entlang bis nach Kappeln an der Schlei und so hab ich auch meine Stöcke zuhause gelassen und statt dessen einen Regenschirm mitgenommen - beste Entscheidung ever und ohne dieses Forum wäre ich niemals auf die Idee gekommen, beim Wandern einen dabei zu haben, ich liebe euch einfach 😄 Von der dänischen Grenze bis Flensburg sind es nur 6 km, also hatte ich ewig Zeit und bin natürlich ins erste Strandcafé eingekehrt, um bei leckerem Kaffee und Kuchen die ersten Blicke auf die Förde zu genießen. Ganz entspannt dann weiter bis zum Hostel Seemannsheim in Flensburg, wo ich die erste Nacht in einem Vierbettzimmer unterkam. Supertolles Hostel, kann ich nur empfehlen! Mit mir auf dem Zimmer drei Jungs, was olfaktorisch gleich mal einen Vorgeschmack auf meine Klamotten ein paar Tage später gab, hehe... Zwei von denen hab ich nur ganz kurz gesehen, aber einer war Fahrradlangzeitreisender, der schon in sämtlichen Ländern unterwegs war und das wurde dann zur megaspannenden Unterhaltung! Wieder eine der Sachen, die ich als Vorteil vom alleine unterwegs sein sehe, ich lerne viel mehr Menschen kennen, als wenn andere Leute dabei sind. Abends war es nur ein Katzensprung zu Bens Fischerhütte am Hafen, die Fischbrötchen sind einfach nur megalecker und mit einem Flens dabei der perfekte Tagesabschluss. Hab noch lange am Hafen gesessen, die Schäden von der Sturmflut sind auch noch zu sehen und man kann sich gar nicht vorstellen, wie es an diesen Tagen hier ausgesehen haben muss. Fortsetzung folgt...
  5. Unterwegs auf dem Fördesteig

    mmaddin und 2 andere reagierte auf bifi für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    Fördesteig Tag 2: Dank Ohrenstöpsel habe ich ganz gut geschlafen und schleiche mich um kurz nach sieben aus dem Schlafsaal. Frühstücken tue ich unterwegs - da das Hostel ausgebucht war, gab es nur vorgebuchte Zeiten und da hatte ich keine Lust drauf. Also auf zum nächsten Bäcker, Kaffee und Brötchen inhalieren und dann zum Bus nach Glücksburg. Von Flensburg bis dahin bin ich schon gelaufen, genau wie rund um Holnis und zweimal brauche ich das nicht. Ist aber sehr schön dort. So biege ich bei Schausende Richtung Außenförde ab und sofort wird es frischer. Man merkt definitiv den Unterschied zwischen Innen-und Außenförde am Wind. Als nächstes lerne ich, dass ich meine Wetter-App in die Tonne treten kann... Beim Päuschen auf einer Bank (und dem Beobachten eines Rehs mitten auf dem Weg) will ich grade die Regenhose ausziehen, als es zuzieht und auf einmal waagerecht schüttet. Hier rettet mich der Schirm zum ersten Mal, hinter dem ich mich so gut wie möglich verkrieche und immerhin geht er nicht kaputt. Die Strecke geht jetzt zum Teil durch Wald und Feld und irgendwie fühle ich mich wie zuhause in Nordhessen - bis es wieder an den Strand geht. Der bremst mich dann nach ein paar Kilometern abrupt aus, Bäume liegen quer und es ist kein Durchkommen (so ungefähr auf der Hälfte zwischen Bockholmwick und Langballigholz). Leider zieht sich das auch bis in den Wald rein, der eigentliche Weg ist quasi weg. Info auf der Website gab es keine und auch kein Hinweisschild oder so. Da ich tatsächlich mehrere Kilometer zurück müsste, suche ich mir unter Todesverachtung einen Weg über und unter den Bäumen durch, bis ich wieder auf einen Weg stoße. Das mache ich aber nicht nochmal, puh... Im Endeffekt lande ich auf dem Campingplatz Langballigholz, wo auf der Zeltwiese außer mir nur 2 Radler und ein Bulli nächtigen. Nach einem Fischbrötchen im Hafen reicht es dann auch, zumal es inzwischen richtig abgekühlt ist und regnet. Fortsetzung folgt...
  6. 2 Punkte
    Winterberger Hochtour 20. - 23.06.2024 KM: 85 (mit allen Umwegen), bin die Hauptroute gelaufen, nicht die Anbindung an Winterberg Downtown. Trekkingplätze Winterberg Vorbereitung: Ich warf einen Blick in den Kalender und sah: Da hab ich zwei freie Tage, und davor eher früh, und danach spät Dienst. Vielleicht kann man da ne kleine Tour machen? Was gibt es denn für 2-3 Tage? Ich warf einen Blick auf ne Liste mit Trekkingplätzen und da stand es gibt nun auch welche an der Winterberger Hochtour (WHT). Hey - die Route hatte ich doch früher schonmal im Auge. Und tatsächlich: Die Termine waren passend frei und so buchte ich die drei Plätze. Donnerstag nach der Arbeit los, Sonntag vor der Arbeit wieder zurück. Ist eine Rundtour, so konnte ich die Kilometer passend wählen. Die Distanzen zwischen den Plätzen ist zwar nicht ganz gleich, aber auch das passt. Ansonsten ist die Tour einfach, es gibt diverse Märkte/Bäcker/Restaurants und man kommt ständig an irgendwelchen Ortschaften vorbei. Insgesamt Deutsches Mittelgebirge, besondere Schwierigkeiten sind nicht zu erwarten. Wettervorhersage war erst gut, dann wurde sie schlechter, dann wieder besser. Gear: Ich beschloss zu experimentieren: Immer wenn ich meine Ausrüstung anschaue, fällt mir mein alter Exos 58 auf. Damals der erste Wanderrucksack. Später wurde die Ladung leichter, das Volumen schmaler und das gute Stück lebt seit Jahren nur noch im Schrank. Ich hab mir gedacht: Komm, der alten Zeiten wegen: nimm den mal wieder mit. Das letzte mal war ich mir einem Rahmen 2019 auf Tour glaub ich. Mit dem Exos noch länger nicht. Als zweites ungewöhnliches Teil war das Portal 2 dabei. Ist natürlich völliger Overkill im Sauerland - aber auch hier, ein Teil was viel zu oft im Schrank liegt. Und für so ne Trekkingplatform ist ein freistehendes Zelt ja auch nett (ich weiß, man kann auch alles andere da fest bekommen). Ein neues Stück auch am Start: Alpenglow Pro Sun hoodie.
  7. Tweaking: Naturehike Cloud Up 2 10D?

    RaulDuke und ein anderer reagierte auf mochilero für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    OT: Ein immer wieder teuer bezahlter Irrtum - dass ein "freistehendes" Zelt weniger Heringe und Abspannungen benötigt, trifft nur bei weitgehender Windstille zu. Seine volle Stabilität erreicht auch ein solches Zelt nur mit vernünftiger Abspannung - mir ist es echt ein Rätsel, warum manche Leute ihre Zelte bei Kack-Wetter auch kacke aufbauen... Bestimmt kannst du an manchen Stellen leichtere Heringe verwenden oder leichtere Schnüre. Aber weglassen, nur weil das Teil "freistehend" ist, würde ich nicht. Ob dich die SP-Heringe überall zufrieden stellen werden, würde ich ebenfalls bezweifeln... Ein billiges Zelt kaufen und es dann für teuer Geld zu pimpen erschließt sich mir jetzt auch nicht wirklich - es sei denn, man hat den Kram irgendwie schon Zuhause liegen. So billig fand ich die hochwertigen DAC-Segmente bei Extex jetzt nicht (falls du ne andere Quelle hast, gerne her damit!)
  8. Ich mit dem Rad unterwegs auf Overnighter. Da es schön warm war, für die Nacht auf lange Hose und Fleece verzichtet. Morgens um vier wars dann doch etwas schattig unterm Quilt. Das einzige was ich noch anzuziehen hatte, war eine dünne Fahrrad-Windjacke. Jacke angezogen und mich sehr gewundert, dass sich plötzlich wohlige Wärme entwickelte. Die Jacke hat ja nun wirklich kein bischen Isolationsschicht. Woher kann da der unerwartete Wärmegewinn überhaupt kommen? Ich verstehe es nicht. Hat das was mit Füsik zu tun? ;-)
  9. Rucksack für Hochtouren gesucht

    notenblog reagierte auf Trinolho für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Vielen Dank für eure netten Antworten! Ihr werdet lachen: Mein jetziger Daypack für alpine Touren ist sogar tatsächlich ein Millet Ubic 20, den ich aufgrund zahlreicher technischer Gimmicks sehr zu schätzen gelernt habe (große Netztasche an der Front, Variloop-System, etc.). Irgendwie war es reichlich dumm von mir, nicht direkt wieder dort zu schauen. 😅 BlueIce hatte ich für Rucksäcke bislang noch gar nicht auf dem Schirm - auch eine tolle Idee! Danke!
  10. 1 Punkt
    Ich habe diesen Flicken auch und finde ihn tatsächlich sehr steif. Die Beschreibung von @khyal stimmt in meinen Augen.
  11. Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread

    Stepston reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    fuer die Stelle ja, erinnert vom Flex-Verhalten eher an ne KF-Visitenkarte, ich wuerde bei Zelten (ausser DCF, Ultra) immer eher Naehen als Patchen.
  12. Hessen hat ein Waschbärproblem

    kra reagierte auf schrenz für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Wobei es dazu mittlerweile auch andere Sichtweisen gibt: https://www.arte.tv/de/videos/115511-001-A/sind-invasive-arten-besser-als-ihr-ruf/ Realistisch gesehen, müssen wir wohl damit leben, dass wir Waschbären wahrscheinlich nie wieder los werden. Früh morgens sehe ich sie um Amöneburg immer mal, viele Hundebesitzer kennen quasi deren feste Wohnorte.
  13. Unterwegs auf dem Fördesteig

    Trinolho reagierte auf RaulDuke für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Kreuzfahrt, brrrrr!
  14. 1 Punkt
    Wenn es irgendwie geht, Gangplatz nehmen. Und wenn grad keine Getränke und Essenausastrager unterwegs sind, dann geh ich ganz gern im Kreis. Langstrecke sind ja meistens ziemlich große Flugzeuge, wo es dazwischen Kombuesen gibt. Dadurch kann man zumindest etwas gehen. Und in einem Notausgangsbereich ohne Sitz gibt es oft ein kleines Fenster wo man dann stehend rausschauen kann. Falls es gerade Tag ist und man nicht komplett in den Wolken fliegt. Wenn man etwas Platz hat, ruhig auch mal Kniebeugen machen. Geht ja auch im WC ueber der Schuessel. Diese Alkoholtips sind für mich zb überhaupt nichts. Anstelle dass ich müder würde, müsste ich nur häufiger aufs Klo. Schlafen kann ich auch so gut wie nie, auch wenn ich, da meine Langstrecke wenn dann beruflich ist, die deutlich bequemere Business Class nutze. Dösen kann ich aber ganz gut, das hilft mir auch schon. Die Thrombosestrümpfe empfinde ich dafür auch ganz angenehm.
  15. 1 Punkt
    Bei meinem 15h Flug nach Japan letztes Jahr hatte ich einen normalen 8h Arbeitstag (Flug ging Abends), Im Flugzeug noch das erste Essen mitgenommen dann 2 Hoggar night und 2 Gläser Wein....... Ergebnis: 10h geschlafen.
  16. 1 Punkt
    Thrombosestrümpfe, Nacht vorher wenig schlafen, Gläschen Wein, Hörbuch und dann schlafen. Letzteres läßt sich durchaus auch üben.
  17. 1 Punkt
    OT: Naja ich habe auch spontan an den Miles High Club gedacht Nein das wollen wir nicht
  18. 1 Punkt
    Knoblauchdragees zur leichten Blutverdünnung wären ggf. eine Überlegung wert. Aber wir wollen jetzt ja nicht zu tief ins Medizinische einsteigen, das wollen wir doch nicht, wollen wir? Wollen wir nicht, indeed. 🧐
  19. Fensterplatzkurze Beine haben, Reisetablette, zweimal Wein ordern, Schlafmaske, Ohrenstöpsel, warme lockere Socken, Hosenbund auf unter der Decke. Möglichst viel Zeit verschlafen. Und das procedere nicht so oft machen. Also möglichst nur alle paar Jahre, wenn es sich zeitlich wirklich lohnt. Inzwischen würde ich vielleicht vorher meinen DOC fragen, was er von Aspirin vorher hält. Bin ja nicht mehr die jüngste.
  20. 1 Punkt
    Hi, ich habe z.B. Übungen angewendet (im Sitz), welche ich vorher vom Arbeitsschutz wegen sitzender Tätigkeit im Büro auf dem Bürostuhl zwischendurch immer machen sollte. Ansonsten sehe ich auch immer wieder Leute, die ein wenig "Strecke" im Flieger machen oder auch mal ein paar Kniebeuge. Es finden sich übrigens auch von verschiedenen Krankenkassen Tipps zu solchen Übungen (auch zu Übungen im Flugsitz) im Netz. Ich persönlich gehöre allerdings zu denen, welche die Flüge meist über Nacht buchen und dann mit Ohrstöpseln (mit Druckausgleich!) und Nackenrolle versuchen zu schlafen. Viele Grüße Denis
  21. 1 Punkt
    😊 Woran denkst du denn .... Ja, ich hatte Spaß mit den zwei Damen, aber auf eine ganz unschuldige Art.
  22. 1 Punkt
    Gegen Trombose in den Beinen, wird auch ganz offiziell micro Gymnastik empfohlen. Im Sitzen kann man zum Beispiel immer wieder die Füße nach oben ziehen, dabei die Fersen auf dem Boden Lassen. Oder man hebt die Beine an, mit dem Knie so weit nach oben, wie man kommt, (eher eine Frage des Platzes) und hält diese Position, so lange man kann. Diese beiden Übungen immer mal wiederholen, soll zumindest recht sicher vor ner Trombose im Bein schützen. Man kann natürlich auch wie einer meiner Vorredner geschrieben hat, Trombosestrümpfe anziehen, oder wer seinen Hausarzt ganz frech anbettelt, vielleicht sogar Trombosespritzen verschreiben bekommen. Ich bin in den Neunzigern 8 oder 9 mal in Latein Amerika gewesen und habe damals diese art von Gymnastik gemacht. Meine anstrengendste Tour waren 37 Stunden, Hamburg -Madrid—Domrep-Bogota-Quito, mit nur relativ kurzen Aufenthalten. Das ging in dem Alter noch ganz prima, war damals in den Zwanzigern, mit Saufen, Saufen und nochmal Saufen. Damals gab es noch Alkohol, solange der Vorrat reicht, auf langen Linienflügen. Habe mal erlebt, das eine Stewardess mir, damit ich nicht so oft klingel, auf einem Trans Atlantik Flug, sechs Flachmänner Wild Turkey Whiskey aus der ersten Klasse vor mir abgestellt hat. Der aus der zweiten, war schon alle. Dazu zwei Dosen Cola und Hwei Becher Eis! Danach konnte ich ganz hervorragend pennen!
  23. 1 Punkt
    Der eine empfiehlt ein Stelldichein mit der Stewardess, der andere Intoxikation. Wo sind wir denn hier gelandet? @croco Exit-row für Beinfrieheit, Sitzplatz am Gang, 1x/h Aufstehen, Wadenpumpe, Waden und Oberschenkel zwischendurch massieren, ggf. Thrombosestrümpfe. Alles um die Durchblutung zu steigern und die Muskulatur zu dehnen.
  24. Zwei Schlaftabletten und zwei Becher Wein. Voila steht man kurz vor der Landung erst wieder auf.
  25. 1 Punkt
    Eigentlich würde ich auch schlafen empfehlen, wenn das aber keine Option ist bleibt nicht viel übrig. Die Möglichkeiten sich zu bewegen beschränkt sich auf den weg aufs Klo... also erst mal viel trinken Um leicht und oft aufstehen zu können hilft ein Platz am Gang. Aufstehen tut gut, selbst wenn es nur sehr kurz ist. Zur Abwechslung ein wenig rumstehen. Ging bei meinen Flügen ganz hinten bei der Tür. Dort konnte ich stehen ohne im weg zu sein. Einmal hat es mit einigen Schnäpsen zusammen mit den flugbegleiterinnen geendet. War gut, weil ich da sehr lange hinten in der Küche gedulet wurde und das bedeutet ein wenig bewegung, nicht nur im Nacken.
  26. 1 Punkt
    Langstreckenfluege habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Als ich frueher wegen Job in die US geflogen bin, fand ich das easy, Nacht vorher Party, uebermuedet in den Flieger und bis US mehr oder minder durchgeratzt.
  27. Sammelthread - myog kleine Basteleien

    hmpf reagierte auf Jonathan für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Sieht richtig schön aus! Warum hast du dich für die Befestigung mit der Schnur statt Klettverschluss entschieden? Ist es besser für den Lack? (Beim Klettverschluss würde ich wahrscheinlich Klebestreifen drunter machen, aber bei der Schnurmethode müsste man dann ja alles abkleben was eher unrealistisch wäre)
  28. Unterwegs auf dem Forststeig im Mai

    Mia im Zelt reagierte auf Dimi für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Nachdem ich den Heidschnuckenweg drei Wochen zuvor gelaufen bin, sollte die Wanderung auf dem Forststeig, die Lehren, die ich aus dieser vorherigen Wanderung gezogen habe, umgesetzt werden. Wo ich noch auf dem Heidschnuckenweg meine Limits ausgetestet habe, wollte ich nun einen guten Mix zwischen sportlichen Anspruch und Genuss finden. Angesetzt waren vier Übernachtungen, wobei jedoch beim ersten und letzten Tag jeweils die Hälfte des Tages für die An- und Abreise draufgehen sollte. Wo am Anfang der Wetterbericht noch bestes Wetter ankündigte, wurde die Vorhersage mit dem sich anbahnenden Starttermin zunehmend ungemütliche. Kurz bevor es losging, waren sogar kurzzeitige Gewitter angesagt. Entsprechend musste die Windjacke der Regenjacke weichen und ich machte mich darauf gefasst, im Fall der Fälle auch mal in einer Trekkinghütte zu übernachten. Zum Glück bietet der Forststeig da genügen Flexibilität, was die Übernachtungsmöglichkeiten betrifft und auch die Möglichkeit, die Strecke abzukürzen, fall es mal nicht alles nach Plan laufen sollte. Was die Ausrüstung betrifft, blieb fast alles beim Alten. Die Windjacke wurde durch die Regenjacke ersetzt. Statt dem Sunhoody kam ein langärmliges Merinoshirt mit, da nicht mit viel Sonne zu rechnen war. Da es aber trotzdem recht warm werden sollte, wurde der Alphafleece durch eine leichtere 60er-Variante ersetzt. Da auf der letzten Tour meine Füße die meisten Probleme bereiteten, habe ich hier besondere Vorkehrungen getroffen. Abgesehen davon, dass ich das Pensum heruntergeschraubt habe, wurden auch zusätzlich Linersocken von Injinji, ein Gleitstift für die Füße und ein paar Blasenpflaster eingesteckt. Zudem habe ich eine zusätzliche Powerbank mitgenommen, da meine Erfahrung von der letzten Tour gezeigt hat, dass ich mit einer geradeso vier Tage auskomme. Da ich die Zeit auf dem Forststeig nicht in Cafés verbringen wollte, um meine Powerbank aufzuladen und auch nicht vorhatte, auf einem Campingplatz eine Pause einzulegen, blieb dies die einzige Option. Die Packliste: https://lighterpack.com/r/96maek Schöna bis Taubenteich Biwak 17 km Los ging es am Dienstag nach einer fünfstündigen Fahrt von Hamburg nach Schöna, wo die Strecke startet. Einen Zwischenstopp habe ich in Dresden eingelegt, um mir beim lokalen Globetrotter vier Trekkingtickets zu besorgen, die man benötigt, um auf den Trekkingplätzen, welche der Forststeig verwaltet, übernachten zu können. In Schöna angekommen ist es noch sonnig und es zeigen sich sogleich die ersten Felsen. Vom Bahnhof geht es eine kleine Anhebung hoch und schon steht man mitten im Wald. Wo der Weg am Anfang noch, bis auf paar umgestürzte Bäume richtig gut zu begehen ist, zeigt sich im Verlauf des Tages auch die wildere Seite des Forststeigs. Teilweise sind die Wege kaum zu erkennen und so verwuchert, dass ich mit meiner kurzen Hose des Öfteren Stopps einlegen muss, um mich nach Zecken abzusuchen. Aber auch die ersten beeindruckenden Felsen sind nicht weit. Dinge, die es im Norden kaum zu sehen gibt und daher für mich immer wieder ein Faszinosum darstellt. Aber auch der Regen ist nicht weit. Nachdem ich schon einige Zeit, bei leichtem von oben Tröpfeln, im Wald gegangen bin, habe ich, als ich die erste Lichtung betreten habe, dann doch das erste Mal meinen Schirm aufgespannt. Und dann geht es auch schon den ersten Berg hoch. Leider ist der Weg zum großen Zschirnstein nicht besonders gut markiert und auch die GPS-Route, die ich mir zusammengestellt habe, scheint veraltet zu sein. Denn der Weg, den mir meine Uhr anzeigt, existiert nur noch in ihrem völlig verwachsenen Zustand. Am Ende finde ich doch noch den offiziellen Aufstieg vom Forststeig. Nach dem Abstieg sehe ich auch schon den ersten Biwakplatz. Ein einsames Zelt steht da schon. Da es aber erst 16:30 Uhr ist, geht es für mich noch ein Stück weiter. Gegen 18:30 Uhr erreiche ich dann den Taubenteich, der schon recht gut befüllt ist. Ich schlage mein Zelt auf, esse noch was und fülle meine Wasservorräte für den nächsten Tag auf. Die kleine Gruppe, die sich in den Schutzhütten einquartiert hat, sind noch länger draußen am Sitzen. Sie haben sich ein schönes Feuer gemacht und sind recht laut am Plaudern. Da für mich aber am nächsten Tag voraussichtlich die längste Ertappe ansteht, geht es früh schlafen. Taubenteich Biwak bis Zehrborn Biwak 35 km Ich starte recht früh. Heute geht es schon zum Anfang auf die tschechische Seite und dort den höchsten Punkt des Forststeigs hoch. Dem großen Schneeberg. Schon der Aufstieg ist beeindruckend, so früh am Morgen. Aber auch oben angelangt, ist der morgendliche Ausblick auf die tschechische Seite wunderschön. Der Turm an der Spitze des Berges erinnert mich ein wenig an das Märchen von Rapunzel. Wieder unten angelangt, geht es Richtung Ostrov. Dem Einzigen besiedelten Teil, den man im Laufe der Tour durchquert. Immer wieder bin ich beeindruckt, wie lange die steinernen Bauwerke wie diese Straße überdauern. Der nächste Teil wird zunehmend schwieriger zu begehen. Zum einen sind die Wege verwachsen, aber auch teils von steilen An- und Abstiegen geprägt. Dazu kommt der ansetzende Regen. Die drei Faktoren zusammen machen ein schnelles Vorrangkommen unmöglich. Aber ich wollte mir auch Zeit lassen und im Fall der Fälle, kann ich auch in der Kamphütte übernachten, die nicht ganz so viele Streckenkilometer erfordert. Nachdem ich den Urwald überwunden hatte, geht es den nächsten Aussichtspunkt hoch. Vom Zeisigstein aus lässt sich durch das trübe Wetter leider nicht sehr viel sehen. Also geht es wieder runter, wo ich unter einem Felsen eine regengeschützte Pause einlege. Beim nächsten Abschnitt stehe ich wieder verwirrt da. Denn meine GPS-Daten zeigen mal wieder was anderes an als die gelben Markierungen des Forststeigs. Im Zweifel folge ich den Markierungen, wodurch ich einen kleinen Umweg laufe. Am Ende des Weges hängt eine Absperrplane, welche anzeigt, dass der von mir soeben begangene Weg wegen Forstarbeiten oder Jagd nicht betreten werden soll. Zum Glück ist nichts passiert. Um 14 Uhr komme ich dann schon an der Kamphütte an. Obwohl es so früh ist, hat sich die darin befindliche Gruppe schon den Ofen angemacht und trocknet wahrscheinlich ihre nassen Sachen. Mir ist es einerseits noch zu früh und andererseits zu voll. Daher fülle ich nur wieder meine Wasservorräte auf, mache eine kleine Pause und mache mich dann wieder auf den Weg Richtung Zehrborn Biwak. Der Weg dorthin ist wohl einer der beeindruckendsten auf dieser Tour. Die Johanniswacht ist zwar ein ordentlicher Anstieg, belohnt dafür aber mit einer fabelhaften Aussicht. Als ich gegen 19 Uhr am Biwakplatz ankomme, bin ich ganz für mich allein. Der Tag war doch anstrengender als geplant und ich mache schön brav meine Dehnübungen, damit ich nicht morgen mit einem Muskelkater bestraft werde. Aber ich lag gut in der Zeit und konnte den Rest der Tour entspannt angehen. Zehrborn Biwak bis Quirl Biwak 35 km Der Tag startet mit einem schönen Waldweg, wird im Verlauf aber teilweise so zugewachsen, dass ich nach kurzer Zeit zum ersten Mal beschließe, auf den parallel verlaufenden Forstwirtschaftsweg auszuweichen. Auch das ist eine schöne Seite des Forststeigs. Es gibt immer Möglichkeiten, auf weniger anstrengenden oder kürzeren Wegen das Ziel zu erreichen. Ansonsten ist der Vormittag wenig spektakulär, aber weiterhin durchgängig schön. Der gesamte Forststeig verläuft bis auf Ostrov vollkommen zivilisationsfern und auch bis auf einen kurzen Abschnitt auf der tschechischen Seite kaum auf Straßen oder Forstwirtschaftswegen. An dem Tag kommt auch endlich wieder die Sonne heraus und auch der Regen ist weit und breit nicht zu sehen. Um den Mittag herum geht es nun endlich einige Anhöhen hoch. Unter anderem den Katzstein mit seiner einzigartigen Felsformation, die, wenn man genauer hinschaut, leicht an eine Katze erinnert. (ok, das war jetzt vielleicht ein wenig gelogen ^^) Aber von der Aussichtsplattform und beim besten Wetter gibt es jetzt zum Glück die großartige Aussicht, die das gestrige Wetter leider nicht hergegeben hat. Ein paar Meter weiter gibt es eine Bank mit schöner Aussicht, wo gleich darauf eine schöne Pause eingelegt werden konnte. Auch der darauffolgende Spitzstein enttäuschte nicht mit seinem Ausblick und ich bewundere immer wieder die Schönheit dieser Landschaft. Den Spitzstein Biwak nutze ich, um kurz eine Pause einzulegen, kommt aber aufgrund der nicht sehr fortgeschrittenen Zeit nicht als Übernachtungspunkt infrage. Es folgt wieder eine Abweichung von der von mir gespeicherten Route und ich muss wohl aufgrund von Forstarbeiten einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Gegen 17:30 Uhr komme ich dann am Nikolsdorf Biwak an. Dies ist ein richtig schöner Platz mit einem Wasserhahn am anliegenden Walderlebniszentrum Ich bin mir bislang nicht sicher, ob ich bleibe, da es noch recht früh ist, mache mir aber schon mein Abendessen und überlege dann beim Warten auf das kochende Wasser weiter. Am Ende war mir auch wegen des danebenstehenden Erlebniszentrums zu viel los, weswegen ich beschloss auch noch das letzte Stück bis zum Quirl Biwak zu gehen. Der Weg dorthin war mit einer Stunde recht kurz. Dort angekommen musste ich jedoch feststellen, dass dort schon ordentlich was los war. Zwei Zelte, ein Tarp und eine Hängematte waren schon aufgebaut. Obwohl alle Biwakplätze für 5 Zelte ausgelegt sind, machte ich mir aufgrund des teils abschüssigen Bodens sorgen keinen guten Platz für mein Zelt zu finden. Das Pärchen mit dem Tarp hat jedoch die Hängematte anscheinend nicht zum Schlafen aufgehängt und machten mit freundlicherweise einen recht ebenen Platz für mein Zelt frei. Während ich noch leicht verschwitzt vom Aufstieg zum Biwakplatz mein Zelt aufbaute, waren die anderen schon fleißig in Gespräche verwickelt. Bald stellte sich heraus, dass sich die beiden Zeltenden ebenfalls als ultraleicht Wandernde verstanden. Schnell kamen wir ins Gespräch über die üblichen Themen im UL und es wurde sich (durchaus zurecht) über meine Alpha Campsocken lustig gemacht. Ein bisschen Selbstironie gehört beim Hineinsteigern ins UL nach meinem Geschmack einfach dazu. Später am Abend kam dann tatsächlich noch eine kleine Gruppe bestehend aus einer Mutter mit ihren zwei Kindern dazu. Sie hatten zwei Zelte dabei und haben es wirklich geschafft noch Plätze dafür zu finden. Eins davon war ein älteres Triplex mit dem schönen Camouflagemuster. Ich war sehr neidisch. Der nächste Tag war bei mir bisher nicht ganz durchgeplant. Ich würde den Forststeig am nächsten Tag wohl einen Tag früher als gedacht abschließen und der Zug nach Hause würde erst am folgenden Tag um 10 Uhr von Bad Schandau losfahren. Daher habe ich überlegt, am Ende der Tour einen direkteren Weg zu einem Biwakplatz zurückzulaufen, um nach der Übernachtung nach Bad Schandau zu laufen und meinen Zug zu erwischen. Beim Gespräch mit der Mutter mit dem Triplex erzählte sie mir aber von einem Privaten Biwakplatz ganz in der Nähe von Bad Schandau und anscheinend kann man auf dem auch die Trekkingticktets vom Forststeig nutzen. Also war der Plan für morgen gemacht. Die beiden ULs in den Zelten haben morgen ebenfalls vor, bis nach Bad Schandau zu laufen. Allerdings sind sie ein Tag früher als ich gestartet und haben die Runde über den Quirl bereits absolviert. Da ich wohl am nächsten Tag ein wenig früher starten würde, dafür aber die Extrarunde mache, wird sich zeigen, ob wir uns am nächsten Tag begegnen. Quirl Biwak à Bad Schandau 18 km Früh am Morgen geht es dann los. Es ist noch recht kalt, aber ich war zu faul, mir die Regenjacke anzuziehen. Aber, nach dem ich den Quirl hoch bin, war der letzte Rest der Kälte verflogen und ich war schon wieder am Schwitzen. Dafür war der Morgen auf dem Berg mal wieder wunderschön. Nach dem Abstieg folgte ich wieder den gelben Markierungen, die aber nicht mit meinem Streckenverlauf übereinstimmten. Naja, hat ja bis jetzt auch immer funktioniert. Dieses Mal habe ich es jedoch geschafft mich zu verlaufen und ab einem bestimmten Punkt trotz mehrmaligem Hin- und Hergehen den markierten Weg nicht mehr gefunden. Also bin ich eine Weile einem recht langweiligen Forstwirtschaftsweg langgegangen und habe ab einer gewissen Stelle wieder Markierungen und Hinweise bezüglich einer Umleitung gefunden. Den Weg zur Umleitung konnte ich aber nicht finden und bin daher wieder ein kleines Stück an der Landstraße entlanggelaufen, um die gesperrte Stelle zu umgehen. Nachdem der Abschnitt aber überwunden war, ging es den Gohrischstein hinauf. Als ich mich dort auf dem Fels ausruhte, hörte ich mir bekannte Stimmen den Felsen hochlaufen. Die beiden ULs von gestern Mario und @rudiebln haben mich eingeholt. Wir machen zusammen Pause auf dem Gohrisch und Rudi teilt mit uns seine Snacks, von denen er anscheinend zu viel mitgenommen hat. Selbstgemachtes beef jerky. Super lecker und schön was zum Herumkauen. Zusammen machen wir uns dann auf den Weg, den Rest der Strecke zu gehen. Beim Papststein wollten die beiden eigentlich einen Kaffee trinken und Rudi sein Handy aufladen. Wir wahren jedoch zu früh da und die Gastro war für den Publikumsverkehr noch nicht geöffnet. Da ich mit meinen zwei Powerbanken gut mit Energie versorgt war, lieh ich Rudi eine aus, damit er sein Handy aufladen konnte. Weiter ging es dann bis zum kleinhennersdorfer Stein, wo die nächste große Pause gemacht wurde. Mario ist anscheinend ein wahrer Zeckenmagnet und hat während der Pause die Achte auf dieser Tour gefunden, die sich in ihn verbissen hat. Ich lieh ihm gerne meine Zeckenkarte, die ich immer griffbereit habe, aber bis jetzt noch nie gebraucht habe (im Gegensatz zum Stichheiler). Nach der Pause ging es die letzte Kilometer Richtung Ziel. Mario kennt sich anscheinend richtig gut mit Pilzen aus und wies uns regelmäßig auf die verschiedenen Pilze, die wir auf dem Weg sahen, hin und erläuterte uns ihre Eigenschaften. In dem Bereich habe ich leider eine klare Bildungslücke und kann mich nur darauf zurückziehen, dass ich in der Großstadt groß geworden bin. Zwischenzeitig fing es auch immer wieder an zu regnen und dann sah es bestimmt von außen sehr lustig aus, wie drei Typen mit ihren Regenschirmen durch den Wald wanderten. Aber immerhin kam ich mir so nicht ganz so albern vor mit dem Regenschirm und alle drei wahren wir uns einig, dass unter bestimmten Bedingungen der Regenschirm einfach die beste Wahl gegen Regen ist. Die angekündigten Gewitter zogen zum Glück an uns vorbei und entluden sich hinter Bad Schandau, wo sich dann die Menschen auf dem Malerweg bestimmt an ihnen erfreuten. Um 12:45 Uhr kamen wir dann in Bad Schandau an. Noch eine viertel Stunde auf der Straße bis zum Bahnhof und dann war die Strecke offiziell geschafft. Nachdem wir noch zusammen am Bahnhof was gegessen und einen Kaffee getrunken haben, verabschiedeten wir uns und ich machte mich nach einem kleinen Einkauf auf den Weg zum Forststeigbiwak „Alte Gärtnerei“. Diese ist nur eine Stunde von Bad Schandau entfern und wirklich wunderschön, mit dem alten Gewächshaus als Zeltplatz und einem kleinen Holzhaus mit drei Betten für Leute, die nicht so gerne zelten wollen. Eigentlich sollte es ein sehr entspannter letzter Tag sein. Ich war um 16 Uhr schon da, habe mein Zelt aufgebaut und wollte die Zeit mit einem gemütlichen Essen und entspannen verbringen und dann am nächsten Tag gemütlich die eine Stunde zur bahn gehen. Leider kam es alles ein wenig anders, denn ich habe mir, anscheinend eine Lebensmittelvergiftung zugezogen, auch wenn ich nicht genau sagen kann woher. Im Verlauf des Mittagessens rebellierte jedoch mein Magen und es war nicht mehr an Entspannung zu denken. Jedoch war es Glück im Unglück. Die Tour war schon beendet, ich habe mein Zelt zwar bereits aufgebaut, bin dann aber doch lieber in das Bett umgezogen. Zudem habe es einen Trinkwasseranschluss und ordentliche Toiletten, für die ich sehr dankbar wahr. Diese Nacht habe ich kaum geschlafen. Aber es ist auch nicht meine erste Lebensmittelvergiftung, denn ich schaffe es tatsächlich regelmäßig mir eine einzufangen (die letzte erst im Dezember letzten Jahres). Obwohl ich nicht viel geschlafen habe, geht es meinem Magen am nächsten Tag deutlich besser, auch wenn ich immer noch tierische Kopf- und Gliederschmerzen habe. Ich baue mein Zelt ab und packe schon mal meinen Rucksack, um auch ja meine Bahn zu erwischen. Anschließend haue ich mich noch mal ne Stunde hin und mache mich dann mehr schleppend als gehend auf den Weg. Bevor ich losgehe, quatsche ich noch mit zwei Jungs mit Titantöpfen, die zwar immer mehr ins UL rutschen, sich aber bis jetzt noch mit Rucksäcken von ca. 15 Kilo bewegen. Da sie aber von den Pfadfindern kommen, ist das Anscheinen für sie schon ein recht leichtes Gewicht. Ich gebe ihnen die Brötchen, die für die Zugfahrt gekauft habe, da ich diese garantiert nicht herunterbekommen werde. Das Wetter hat sich wieder gebessert und die Elbe ist ein herrlicher Anblick. Nun geht es mit dem Zug auf die andere Seite der Elbe in Deutschland, zurück nach Hamburg. Insgesamt hat mich die Tour nicht enttäuscht. Bis auf die bittere Pille am Ende hat wirklich alles funktioniert und die Strecke könnte nicht besser gewesen sein. Die Füße haben dieses Mal keine Zicken gemacht und ich hatte nur zwei kleine Blasen an den kleinen Zehen. Ob es an den kürzeren Strecken, den milderen Temperaturen, den Linersocken oder anderen Faktoren lag, muss ich im Laufe von künftigen Wanderungen noch ergründen. Zudem nehme ich beim nächsten Mal ein paar Kohletabletten mit, die zwar eine Lebensmittelvergiftung nicht verhindern können, aber doch hoffentlich ein wenig abmildern. Auch was die Mücken angeht, waren diese dieses Mal deutlich erträglicher. Die Stiche bewegten sich in einem normalen Rahmen, was mich aufgrund des Regens und den vielen Gewässern ein wenig wunderte.
Diese Rangliste ist auf Berlin/GMT+01:00 eingestellt

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