Zum Inhalt springen
Ultraleicht Trekking

Wie repariere ich meinen Daunenquilt?


Empfohlene Beiträge


Mein geliebter Cumulus Taiga 250 Topquilt löst sich auf. Dort, wo Längs- und Querkammern aufeinanderstoßen, ist direkt an der Naht der Stoff gerissen. Vermutlich bin ich beim Hineinschlüpfen mit den Zehen hängengeblieben und die Zugkraft war zuviel für die schlecht genähte Naht. So sieht die Sache jetzt aus:

IMG_5028.thumb.jpg.a44e325afe0b419024c58cf2c73f94d7.jpg

Hier sieht man es noch besser:

IMG_5029.thumb.jpg.40afe346fae8d03739727fcf7f20d5ca.jpg

Nun meine Frage an die begnadeten Bastlerinnen und Bastler unter uns: Wie repariere ich den Schaden am Besten?

1.) Nähe ich von Hand einen Flicken aus dünnem Stoff auf? Mit der Nähmaschine geht es ja nicht, da ich durch den ganzen Quilt nähen müsste.

2.) Versuche ich, den Stoff am Riss etwas zu raffen und mit der Maschine so eine Naht wie unterhalb gezeigt zu nähen? In ASCII-Art sähe die Naht wohl so aus:

-U-*-U-

Legende:
U umgefalteter Stoff
- Naht
* Daunen

IMG_5030.thumb.jpg.a36eea15d547e5b5eb56adb4615e89c6.jpg

Oder versuche ich,
3. die kaputte Naht einfach zu überkleben? Hat jemand Erfahrungen mit Tear-Aid A ("alles außer PVC/Vinyl") auf Pertex Quantum? Davon habe ich nämlich noch eine Packung im Schrank.


Ich bin gespannt auf Eure Ideen.

Bearbeitet von Mittagsfrost
Tipfehlerkorrektur
Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich habe Tenacious Tape (das ist meinem Verständnis nach das selbe wie ein Tear-Aid A-Flicken) auf ein Loch in meiner Daunenjacke aus Pertex Quantum geklebt. Das Tenacious Tape hat gehalten und ließ sich aber auch wieder abpfriemeln (sieht unschön aus, wenn die weiße Daune aus dem blauen Stoff rausschaut).

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wenn Löcher nicht belastet werden, sind Reparaturen mit Tear-Aid-Flicken und Spinnaker Tape für mich in Ordnung.
Bei Stellen wo Druck oder Zug drauf kommen kann, würde ich immer nähen.

Sollten die Ränder so arg ausgefranst sein, dass man mit eingeschlagen keine anständige Naht mehr hinbekommt, würde ich zuerst die Ränder ausbessern.
Dazu einen Flicken aus einem ähnlich dünnen Stoff von außen oder innen gegenkeben*, sodass wieder eine gerade Stoffkante entsteht. Nach dem Trocknen, so wie Du es oben beschrieben hast, einfalten und vernähen.

VG. -wilbo-

*(Je nach Material mit Seamgrip oder Silnet)

Bearbeitet von wilbo
Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 24 Minuten schrieb wilbo:

Bei Stellen wo Druck oder Zug drauf kommen kann, würde ich immer nähen.

Sollten die Ränder so arg ausgefranst sein, dass man eingeschlagen keine anständige Naht mehr hinbekommt, würde ich zuerst die Ränder ausbessern.

Yes, sehe ich auch so, naehen ist besser, nur dass ich dann eher das ergaenzte Material auch naehen wuerde, wenn die Strecken nicht zu lang sind, geht das ja auch mit der Hand fix, aber das ist Ansichtssache, da macht jeder auch seine eigenen Erfahrungen und davon hat ja wilbo auch genug 8-)

btw wenn sich durch eine zu grob (z.B. mit der Hand) genaehte Naeht Daunen durch druecken, mit Nahtdichter einschmieren, der verstaerkt bei miesen Naehten an Fertigprodukten an besonders belasteten Stellen auch die Naht.
Und dann halt, wie Wilbo schrieb, Seamgrip oder Silnet...

Wobei ja, wenn der Stoff "an der Naht gerissen ist" entweder die Stoffqualitaet fuer den Zweck zu mies war oder die Nahtzugabe zu knapp war (passiert haeufiger)...

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wenn es schnell und einfach sein soll und die Optik nicht entscheidend ist kann ich dir Leukoplast empfehlen. Das Zeug eignet sich wunderbar für KISS Reparaturen. Hab ein völlig zerlöcherten WM Schlafsack damit geflickt. Weiss nur nicht, ob es einen Gang in der Waschmaschine aushalten würde, es würde mich aber nicht überraschen.

Grüße Magic

DSC03828.thumb.JPG.ac0c3326a6ebcc69dd047f1fd70f1d0a.JPG

DSC03830.thumb.JPG.c7ad4103bdb4ff3f907937723c915ee0.JPGDSC03831.thumb.JPG.7856c5d0dd5676c63f0bd8fedc84190c.JPGDSC03829.thumb.JPG.3717934b4471e078fda02ce2eabab58b.JPG

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Deine Meinung

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Benutzerkonto hast, melde Dich bitte an, um mit Deinem Konto zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Nur 75 Emojis sind erlaubt.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

  • Gleiche Inhalte

    • Von Carsten K.
      Hallo zusammen! Ich suche eure Hilfe:
      Meine Montane Podium Regenhose hat bereits nach ihrem ersten Lauf über 15 km einen Riss auf der Innenseite des Beins, direkt an der Nahtversiegelung. Es gab keine äußeren Einwirkungen und ich war auch nur auf Forststraßen unterwegs. Sehr ernüchternd. 
      Ohne langes Hin und Her, ich möchte die Stelle selbst reparieren. Mit was klebt man so eine Stelle? Laut Etikett (zum Glück noch nicht abgeschnitten) sind es 88 Prozent Polyester und 12 Prozent Elasthan (Waterproof (15,000mm Hydrostatic head) and breathable (15,000g/m2/24hrs MVTR) Aqua Pro Lite). 
      Was kann ich verwenden? Tuff-Tape? Tear-Aid? Wo bekomme ich die Sachen von McNett (Tenacious Tape) in D, ohne die Versandkosten aus dem Ausland?
      Danke! 
       
       

    • Von christopher1984
      Hallo!
       
      Zur Vorgeschichte. Ich habe letzte Jahr ein Jahr „Weltreise“ gemacht und war zum wandern in Italien, Kanada, USA und Alaska sowie Patagonien. Gestartet bin ich mit einem Cumulus 450 und habe mir in den USA noch günstig einen EE Re. 20 gekauft. Beide habe ich nach meiner Rückkehr nach Deutschland verkauft.
      Ich möchte mir einen individuell angepassten Cumulus Quilt kaufen. Basis ist entweder das 350er oder 450er Modell. Mir persönlich hat der Cumulus besser als der EE gefallen. Ich habe während des Jahres die Quilts immer abwechselnd genutzt und hab mich mit dem Cumulus einfach „wohler“ oder „besser“ gefühlt.
      Wofür benötige ich den Quilt. Erstmal keine Fernreisen. Die nächsten Urlaube mit Quilt werden Richtung Skandinavien  im Sommer (Juni-Anf. Sep) oder Frühling/Herbst ans Mittelmeer gehen. Schottland will ich auch mal hin. Außerdem nehme ich den Quilt wenn ich mal im Auto schlafe oder auch wenn ich mit Freunden Segel und auf einem Boot schlafe. 
      Gewicht ist keine Toppriorität aber schön wäre es wenn wir bei um die 600-650 Gramm liegen würden.
      Es sind die folgenden Fragen aufgetaucht bei der ich gerne auf das Schwarmwissen der Community zurückgreifen möchte.
      Man hat mir als Option angeboten statt Pertex das leichteres Toray Gewebe zu nutzen. Das wäre wesentlich leichter. Pro qm 19g statt 29 g. Ich kenne Toray nicht bzw. habe keine Erfahrungen damit. Welche Vorteile bietet es gegenüber Toray. Das Pertex hat finde ich ein angenehmes Hautgefühl und ist ja auch noch mit DWR.
       
      Außerdem bin ich mir unschlüssig welche Daunen ich nehmen soll und in welcher Menge.
      Gibt es ein weiterer Vorteil als das geringere Gewicht das für die 900er sprechen würde?
      Wenn ich Cumulus richtig verstanden habe benötige ich bei 900er Daunen weniger um den gleichen Loft (Wärme) wie mit 800ern zu erzeugen. Stimmt das?
       
      Für Patagonien und Kanada war der 450er schon ganz gut. Italien(Ligurien) im April war er schon fast zu warm.
      Welches Modell bzw. welche Daunen und wieviel würdet ihr empfehlen. Es gibt ja so viele Kombinationen.
      Toray ohne DWR dafür behandelte Daunen. Oder doch das schwerer Pertex und dafür unbehandelte Daunen aber dann vielleicht die 900er. Oder einfach den Standard aber in einer schönen Farbe…..
    • Von Schutzhüttencamper
      Ich erwäge mir fürs Lunar Solo eine Zeltstange selber zusammenstellen (Radreisen), die Stangen würde ich hier beziehen
      https://www.extremtextil.de/dac-zeltgestaenge.html
      Welcher Durchmesser ist sinnvoll, wenn auch höhere Windgeschwindigkeiten und weniger windgeschützte Gegenden wie zb Alpen ins Spiel kommen oder empfehlt ihr die Stange fertig zu kaufen ?
      Schwanke zwischen 10.2 (32g pro 45 cm Segment) und 11.1 mm (38g pro Segment)
      Ist Carbon oder ALU empfehlenswerter ?
      Der Carbon FX wöge bei ähnlicher Länge nur 54 g - verwendet den jemand ?
       
    • Von Southern Flyer
      Pimp your Regenjacke - Belüftungsreißverschlüsse (pit zips) nachträglich einnähen
       
      Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man die Schere ansetzt mit dem Ziel, seine Regenjacke zu zerschneiden, nur um sie anschließend wieder zusammen zu nähen. Hintergrund der ganzen Aktion war die Tatsache, dass meine Regenjacke (Outdoor Research Helium II) zwar ausreichend robust, dicht und leicht ist, aber leider keine Belüftungsreißverschlüsse unter den Achseln hatte. Vermutlich jeder, der schon mal in den Genuss dieser zusätzlichen Lüftungsmöglichkeit gekommen ist, möchte das zumindest bei längerem Tragen nicht mehr missen. Lange hatte ich mich vor diesem Schritt gescheut, aber mit der entsprechenden Corona-Muse dann schließlich doch in Angriff genommen:
       
             die ungefähre Reißverschlusslänge beträgt 32cm. Bei anderen Herstellern sind die mitunter auch etwas länger.        dann den Schnitt an der Regenjacke mit Kreide anzeichnen (von der Achsel jeweils 16cm)        wichtig dabei ist, dass die Naht sich an den Enden auf dem letzten Zentimeter jeweils Y-förmig aufgabelt (auf 12mm Breite)          vorhandene Naht zuerst auftrennen und dann aufschneiden, da die Nähte idR. mit Seamtape abgedichtet sind           Reißverschluss (zB. YKK Aquaguard 3C Spirale als Meterware) auf ca. 40cm Länge schneiden, dann auftrennen        die Reißverschlusshälften jeweils rechts auf rechts (glatt auf glatt) im Abstand von 6mm zur Stoffkante annähen (der Reißverschlussstoff hat da eine Weblinie zur Orientierung). Darauf achten, dass bei den Reißverschlusshälften die Spirale nach außen zeigt und die Naht nur so lang ist, wie die Endlänge von 32cm. Nahtenden gut verriegeln         Reißverschlusshälften nun nach innen klappen           Ärmel auf links ziehen, Schieber einfädeln, 1x komplett durchziehen und dann ein zweites Mal einfädeln (wenn man nur einmal einfädeln würde, wäre das andere Ende nicht geschlossen). Darauf achten, dass der Griff des Schiebers außen ist           den zuen Reißverschluss an beiden Ende nun soweit abschneiden, dass jeweils 1 cm übrig bleibt           das kleine Stoffdreieck an den Y-Enden nach innen umstülpen und vernähen. Da diese Naht gleichzeitig auch den Schieber begrenzt sollte diese mehrfach genäht sein           zum Schluss eine 2. Naht knapp entlang der Stoffkante des Reißverschlusses nähen. Fertig!  
       
      Fazit: letztendlich doch einfacher als gedacht. Die größte Herausforderung bestand darin, sich zu überwinden die Schere an die Regenjacke anzusetzen. Pro Reißverschluss schlägt der Komfortgewinn mit 6,5g zusätzlichem Gewicht zu Buche. Da ich eine 80er Nadel und das 75er Rasant-Garn benutzt habe hoffe ich, ohne zusätzliche Nahtabdichtung auszukommen. Test folgt ….
       



       
       
       
    • Von rahu
      Hallo, der Tragegurt meines Gossamer G4 beginnt leider auszureissen. Wie repariert man das am besten? Danke für Tipps, Ralf 

  • Benutzer online   18 Benutzer, 0 Anonym, 123 Gäste (Gesamte Liste anzeigen)







×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Diese Website benutzen Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Lies bitte auch unsere Datenschutzerklärung, sowie unsere Nutzungsbedingungen und die Netiquette.