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Ultraleicht Trekking

Projekt "West" zu Wasser


mawi

Empfohlene Beiträge

43. Tag (Rhein)

 

Als wir gerade unser Nachtlager einrichten, kommt ein Radfahrer. Er hält erschrocken vorm Tarp und dreht wieder um. Er hat uns wohl nicht gesehen und wollte wohl auch hier sein Lager aufbauen.

Die Grillen zirpen laut, es fahren noch viele Schiffe, Stimmen am anderen Ufer und man hört eine Straße, also mache ich die Ohrstöpsel rein. Plötzlich hörte ich Musik. Ich mache sie wieder raus und lausche. Hmmm, ganz undeutlich im Hintergrund ist etwas Musik wahrnehmbar. Ich mache die Ohrstöpsel wieder rein. Und die Musik ist wieder da. Die Stöpsel scheinen den ganzen Lärm bis auf die Musik herauszufiltern. Es scheint ein Konzert zu sein. Es ist schreckliche Musik. Immer der gleiche Beat und ähnliche Hintergrundmusik. Ich habe den Eindruck der Typ singt immer den gleichen Song. Gegen Mitternacht ist dann endlich Schluss und ich kann in Ruhe schlafen.

Obwohl wir nicht so spät aufgestanden sind, kommen wir heute ziemlich spät los. Keine Ahnung wo die Zeit verloren gegangen ist.

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Worms in Sicht.

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Hinter Worms machen wir in einem Biergarten Pause. Hier sehen wir Reklame für einen Jetski-Verleih. Wahnsinn - 59€ für 15 min mitfahren. Also nicht mal selbst fahren. Krass! Vielleicht sollte ich sowas in Berlin anbieten.

Gefühlt sind heute weniger Sportboote und Jetski unterwegs. Aber wieder zwei, drei Speedboote. Das "Race Unlimited", welches hier gerade immer hin und her düst, ist ja so mega brachial laut. Das stellt jeden Düsenjäger in den Schatten. Es vibriert sogar das Wasser und das Boot, wenn der vorbei kommt (trotz über 100 m Abstand).

Da fällt mir ein, dass es ja immer noch dümmer geht. In Berlin am Wannsee gibt es auch ein paar Speedboote. Das absurde daran ist, das man ja auf den meisten Abschnitten der Havel um Berlin nur 6-12 km/h und manchmal bis zu 25 km/h fahren darf. Hier zeigt sich eine deutliche Korrelation zwischen Dummheit und zu viel Geld.

Ansonsten sind heute mehr Kreuzfahrtschiffe unterwegs als die letzten Tage. Gefühlt müssen von denen unzählige auf dem Rhein unterwegs sein
 Scheint ja ein florierendes Geschäft zu sein.

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Wir sind gerade mal 10 min nach unserer Pause wieder unterwegs, da sehen wir einen sehr schönen Strand. Schnell sind wir uns einig, dass das unser Schlafplatz für heute sein soll. Wir sind beide etwas knorke. Der Rhein fließt kaum noch, so dass das Paddeln mühsam ist. Wir haben heute bestimmt mehr Höhenmeter bewältigt (Wellen hoch und runter) als Strecke. :D Vorgestern war noch gut Strömung, da hatten wir locker 50  gemacht, gestern 40 und heute nur noch 30. Wobei heute theoretisch noch Zeit wäre um die 40 km voll zu machen.

Leider ist der Strand total Mückig. Die sind mega aggressiv. Sie stechen durch die T-Shirts und in jeden nicht eingesprühten Fleck, wie um die Augen oder sogar in die Augenlieder. Also bauen wir fix das Tarp auf und verkriechen uns hinein. Wieder einmal ist das Innenzelt Gold wert :)

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44. Tag (Rhein)

Heute morgen sind wir voll knorke. Wir überlegen, ob wir zum munter werden kurz ins Wasser springen. Können uns aber nicht ganz dazu motivieren. :)

Als wir ablegen dreht ein Wasserski gemütlich seine Runden. Das Boot war zur Abwechslung Mal super leise, also alles voll entspannt. Plötzlich pfeift es immer wieder von irgendwo her. Am anderen Ufer ruft ein Typ die Wasserskifahrer zu sich. Er scheißt sie lautstark zusammen. Die Wasserskistrecke sei da hinten blah, blah, blah. Oh Mann, wie spießbürgerlich ist das denn? Gestern war hier noch die Hölle los. Heute dreht da jemand kaum hörbar seine Runden und wird angekackt ....

Erste Weinberge in Sicht

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Bei Oppenheim machen wir am Strandbad halt. Wir füllen unser Wasser auf und nehmen eine Abkühlung im Fluss. Die kleine Schwimmeinlage tut gut, es paddelt sich gleich viel leichter.

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Heute zum Montag ist eine herrliche Stille auf dem Wasser. Bisher begegnete uns kaum ein Sportboot. Auch der Frachterverkehr hält sich in Grenzen. Und die paar Boote die uns begegnen sind eher Rentner, die langsam vorbei tuckern und ebenfalls die Ruhe genießen. Heute ist auch der Tag, an den wir die meisten Paddler antreffen.

Da keine schnellen Sportboote unterwegs sind, gibt es auch keine Wellen. Das heißt es paddelt sich ziemlich leicht.

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Immer wieder gibt es sehr idyllisch Strände und lauschige Plätzchen am Ufer, übrigens nicht nur heute.

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Ab 14 Uhr kommen plötzlich wieder die Rennboote und Jetski aus ihren Löchern und düsen wild lärmend über den Fluss. Benzi- und Abgasgeruch liegt wieder in der Luft. Vorbei ist es mit der Ruhe. Außerdem gibt es dadurch jetzt wieder Wellen, was das Paddeln anstrengender macht.

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Mainz voraus.

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Die Main-Mündung

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Mainz zur linken Seite.

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Bei der Paddler Gilde in Mainz-Amöneburg schlagen wir unser Nachtlager auf. Am Abend kommt noch ein alter Freund, der hier um die Ecke wohnt, kurz auf eins, zwei Bier vorbei.

 

Bearbeitet von mawi
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vor 30 Minuten schrieb Roiber:

Falls Du einen Geschäftspartner suchst: Ich bin dabei. :-D

OT: Das ist natürlich Kommerz und hier völlig unzulässig... aber da die Milch schon vergossen ist, hier noch ein bisschen Werbung: Club Jetski. Das war 1992 eine wackelige Scheune mit Kühlschrank auf Hvar in der Adria. 30 Minuten Jetski ohne Drosselung, Piloten oder sonst irgendwelche Expertise kosteten zehn Mark. Wenn der Kühlschrank ausnahmsweise nicht ausgefallen war, konnte man sich dort prima ein paar Stunden aufhalten. Allerdings wurde der einzige Jetski dreimal am Tag auch zum Bierholen eingesetzt. Dann fielen für die drei Gäste sowohl Konsum als auch Adrenalin aus. So begann in Dalmatien seinerzeit der Kapitalismus. Zehn Tage später bekam ich auf der Nachbarinsel Korcula ein per Bleistift auf einen Zettel geschriebenes Flugticket - das zu meinem großen Erstaunen in Split anstandslos honoriert wurde. 

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45. Tag (Rhein)

 

Das ist der kleine Kerl, der die ganze Zeit Walnüsse auf unser Tarp fallen lassen hat.

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Die Nacht war mäßig. Die drei Bier haben ganz schön reingehauen. Als dann langsam die Luft aus der Matte schwandt und das Liegegefühl schwammig wurde, kann es mir vor wie auf dem Wasser und hatte ein leichtes Gefühl von Seekrankheit :D

Der Kaffee zum Schokiporidge bringt mich jedoch in Schwung. Nach dem Frühstück fahren wir mit den Bus nach Mainz rein. Ein bisschen umschauen ...

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und dann ins Guttenberg-Museum.

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Bei der Druckvorführung ergattern wir die B-42 Demodruckseite. Wir verbringen gute drei Stunden im Museum. Danach gönnen wir uns ein Stück sehr leckeren Zwiebelkuchen, bevor es zum Einkaufen geht. Abschließend noch etwas gefuttert ....

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und zum Nachtisch dann noch ein Eis. Gut gestärkt geht es mit dem Bus wieder zurück zum Bootshaus. Als wir letztlich auf dem Wasser sind ist es bereits 18 Uhr.

Wiesbadener Vorstadt:

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Es gibt eine sehr schöne Lichtstimmung. Ähnlich wie im Winter, kurz bevor die Temperatur steigt und es zu schneien und stürmen anfängt.

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Blick zurück zum Mainzer Hafen.

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Wir fahren genau in den Sonnenuntergang hinein. Irgendwie romantisch, aber auch schon fast  etwas kitschig :)

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In Eltville scheint ganz nett zu sein:

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Und weiter geht's mit dem Sonnenuntergang.

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Und weil es so schön ist noch einmal in die Szenerie hinein gezoomt:

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46. Tag (Rhein) Teil 1

Wir hatten gestern unser Lager am Rand einer Obstplantage aufgestellt. Deshalb hatten wir den Wecker für unsere Verhältnisse ziemlich früh klingeln lassen. Und wie geahnt, mit dem Klingeln des Weckers fahren die Obstpflücker vor. Unsere Ecke war schon abgeerntet, so dass wir in Ruhe abbauen können.

Das frühe Aufstehen hat sich auf jeden Fall gelohnt:

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Bei seichtem Nebel paddeln wir los. Es ist so unglaublich idyllisch.

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Am Fährsteg in Frei-Weinheim machen wir Frühstück. Es ist nicht der schönste Platz, aber es gibt ne große Bank in der Sonne, nen Bäcker mit Kaffee und ne öffentliche Toilette.

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Da ich ein Problem mit einer Mailingliste, die ich verwalte, lösen muss (sie lief Amok und sendete bereits knapp 2000 Mal die gleiche Mail raus :eek::? ), kommen wir erst kurz nach 11 los.

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Wir überlegen zum Niederwald Denkenkmal aufzusteigen. Es ist uns aber zu weit weg bzw. wir sind zu faul. Plötzlich sehen wir, dass da ne Seilbahn hochgeht. Verdammt! Zum noch rechtzeitig Anlanden sind wir zu weit von Ufer weg. Na ja, egal.

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Ab Bingen soll der Rhein angeblich schneller fließen und es soll einige gefährliche Stellen geben. Wir freuen uns schon, dass es von jetzt an rasanter voran geht.

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Bearbeitet von mawi
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46. Tag (Rhein) Teil 2

Wer die Strecke kennt, der weiss bestimmt was jetzt kommt. Genau ein Schlösserburgenkirchenruinenbilderarmageddon :D Ich habe nur einen Bruchteil fotografiert. Hier steht echt aller fünf Meter irgendetwas nettes Sehenswertes.   

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Landschaftlich ist es echt toll, aber die erhoffte Strömung bleibt bisher aus :( Es fließt vielleicht gerade mal 5 km/h? Und dass, wo es doch recht viel Wasser gibt. Dementsprechend gibt es auch keinerlei kritische Stellen (was auch ganz gut so ist).  

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Aber dafür haben sich die vorhergesagten Massen an Ausflugsdämpfern bewahrheitet. Keine Ahnung ob es hier ein Fahrgastschiffwurmloch gibt. Ab Bingen sind davon plötzlich Unmengen unterwegs. Zum Glück fahren die fast alle bergwärts und kaum eins talwärts. So haben wir die rechte Fahrrinnenseite für uns.  

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Mit Sicht auf das Zollhaus bei Kaub machen wir Mittag.      

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Zwischenzeitlich fließt es mal etwas schneller, aber dolle isses nicht. Zum Glück kommt der Wind heute von hinten und schiebt ordentlich. Ab 15 Uhr kommen dann auch die Jetskis wieder aus ihren Löchern.   

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Oberwesel sieht ja auch richtig schnieke aus. Leider liegt es gerade im Gegenlicht.   

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Die Loreley voraus.   

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Auch hier fließt es nicht sonderlich schnell. Es ist immerhin die engste Stelle des Mittelrheins. Auch Wellen oder ähnliches gibt es nicht. Also heute alles völlig unspektakulär. Aber die bergwärts fahrenden Schiffe haben hier sichtlich zu kämpfen.

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Wohooo, 555 km. Das muss mit Kaffee und Kuchen gefeiert werden :)

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Die Loreley-Frau oder so.

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An der Loreley machen wir Stopp und spazieren hoch. Wir haben noch pfälzischen Pflaumenkuchen vom Bäcker von heute morgen dabei, den wir oben mit Kaffee und Aussicht verputzen.   

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Wieder unten am Boot angekommen, ist es halb sechs. Zehn bis fünfzehn Kilometer sollten also heute noch drin sein. Das Problem ist jedoch, dass ungefähr von Bingen bis Bonn links und rechts direkt neben dem Fluss jeweils eine Bundesstraße und eine Bahnstrecke verläuft. Wild campen ist damit ausgeschlossen. Der nächste Campingplatz kommt in 3 km. Das ist etwas früh. Der übernächste kommt jedoch erst in rund 20 km. Wenn die Strömung so bleibt könnte man es vielleicht in drei bis vier Stunden schaffen. Puh. Das klingt aber irgendwie stressig, anderseits sind wir gerade mit Kaffee und Kuchen (Zucker) voll aufgeputscht. Wir paddeln erst einmal los. Als wir beim ersten Zeltplatz vorbei kommen, beschließen wir hier zu bleiben.  

Hier repariere ich erstmal meine Isomatte. Da ist das Ventil rausgefallen. Ich klebe es mit Sekundenkleber wieder ein.  

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Die Matte meiner Freundin hat jetzt übrigens drei(!!!) neue weitere undichte Stellen. Die Matte ist neu. :( Hat auch jemand solch eine Erfahrung mit einer STS Matte gemacht?

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Bearbeitet von mawi
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vor 12 Stunden schrieb mawi:

Die Matte meiner Freundin hat jetzt übrigens drei(!!!) neue weitere undichte Stellen. Die Matte ist neu. :( Hat auch jemand solch eine Erfahrung mit einer STS Matte gemacht?

Ich hatte vorletztes Jahr auch eine, die mir durch das gleiche Problem die Tour verhagelt hat. Konnte garnicht so schnell flicken, wie neue Stellen dazukamen. Ich habe sie dann nach der Tour zurück gegeben und mir bislang keine neue aufblasbare Isomatte gekauft. 

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vor 13 Stunden schrieb mawi:

Die Matte meiner Freundin hat jetzt übrigens drei(!!!) neue weitere undichte Stellen. Die Matte ist neu. :( Hat auch jemand solch eine Erfahrung mit einer STS Matte gemacht?

so kurz vor leverkusen: durchhalten!

in lev einfach auf die wiese legen!

OT: & falls die gute luft in lev nix hilft, einfach in krefeld nochmal versuchen. da gips dann ausser chemie & idylle zwischen lauter ein euro shops bekanntermassen auch den bösen laden, mit dem niemand aus dem forum was zu tun hat. [& scheck mal, obs im unrock noch / schon wieder musik gibt, da könnte was dabei sein damit die kultur nicht zu kurz kommt] nb *öln würd ich komplett umtragen, da is am rhein nich schön.

Bearbeitet von hans im glueck
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47. Tag (Rhein)

Puh, irgendwie, warum auch immer habe ich nicht gut geschlafen. Gefühlt war ich die ganze Nacht wach. Vielleicht zu viele Nachos gestern Abend gefuttert :oops:. Nicht einmal der Kaffee bringt mich in Fahrt.

Auf dem Rhein geht es weiter wie es gestern aufgehört hat:

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Ich kann mich nicht zum Paddeln motivieren. Nach einer Stunde tauschen wir die Plätze. Ich sitze jetzt vorn und lasse mich größtenteils von meiner Freundin paddeln. Bei kritischen oder windigen Stellen helfe ich, ansonsten ist heute nicht viel los mit mir. Wir lassen uns auch viel treiben. Einzig zum fotografieren kann ich mich durchringen :)

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Ich glaube ich will nie wieder hinten sitzen. Vorn ist es viel zu gemütlich :D

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Wir machen eine ziemlich lange Mittagspause und dösen ein wenig. Aber so richtig fit bin ich immer noch nicht.

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Einfahrt in Koblenz:

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Das Deutsche Eck mit Kaiser Wilhelm Denkmal und Mosel (von rechts kommend), die hier in den Rhein mündet. Die Mündung der Lahn in den Rhein hatte ich verpasst zu dokumentieren (war kurz vor Koblenz).

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Am Campingplatz in Koblenz machen wir halt. Nach dem Aufbau gehen wir noch kurz auf ein leckeres Eis in die Stadt.

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Am Deutschen Eck, wo der Campingplatz gegenüber liegt, gibt die Bundeswehr heute Konzert. Ich hoffe, dass geht nicht mehr allzu lange ... :S

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vor 11 Stunden schrieb Brilo:

Ich hatte vorletztes Jahr auch eine, die mir durch das gleiche Problem die Tour verhagelt hat. Konnte garnicht so schnell flicken, wie neue Stellen dazukamen. Ich habe sie dann nach der Tour zurück gegeben und mir bislang keine neue aufblasbare Isomatte gekauft. 

Hmmm, das hört sich ja nicht gut an :( Wir hoffen noch, das wir einfach ein Montagsmodell erwischt haben (wie ich damals bei meinen Kissen).

Meine TAR Matte scheint wieder in Ordnung zu sein. Ich dachte dass Gewinde vom Ventil ist hin. Aber es war wohl nur das Ventil nicht richtig eingeklebt.

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48. Tag

 

Am Abend checken wir noch einmal die Optionen. Eigentlich war angedacht heute zurückzufahren, aber heute würde die Rückfahrt für beide 200€ kosten und morgen zum Samstag nur 60 € für beide! Da war schnell klar, dass wir erst Samstag fahren. Um auf dem Campingplatz zu bleiben soll jedoch das Wetter zu schlecht werden. Deshalb geht es heute bis nach Bad Hönningen. Da gibt es ein Thermalbad, was doch ein netter Abschluss ist.

Ich hole erstmal Kaffee. Na toll, das Camping-Café hat noch zu. Also laufe ich zum Netto. Da steht eine lange Schlange (fast alles Camper). Nach einer gefühlten Ewigkeit bin ich zurück. Trotzdem sind wir früh auf dem Wasser. Deshalb entscheiden wir uns spontan noch schnell zur Ehrenbreitstein-Festung hochzugehen.

Leider zieht sich der Weg zur Aussichtsplattform. Man muss um die ganze Festung herumlaufen. Die Aussicht ist auch nicht die spannend, was vor allem an der industriellen und öden urbanen Umgebung liegt :(

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Unten am Boot angekommen ist es mittlerweile schon zwölf. Hmmm, ich fühle mich heute zwar top fit, aber trotzdem wird es womöglich ein wenig stressig, wenn wir jetzt erst lospaddeln und dann noch in das Thermalbad wollen. Zudem sind wir die letzten Tage auch schon genug gepaddelt. Später soll es auch regnen. Also entscheiden wir uns ziemlich schnell dazu, mit dem Zug nach Bad Hönningen zu fahren (zumal der Bahnhof keine 5 min von unserer Anlegestelle entfernt ist).

Beim Zusammenpacken treiben zwei Packrafts und ein Schlauchboot vorbei.

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Hmmm, irgendetwas ist beim Packen schief gelaufen. Irgendwie ist alles in meinem Rucksack gelandet und meine Freundin spaziert hier mit nem leeren Rucksack rum :mrgreen:

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Gegen zwei sind wir in Bad Hönningen. Kurz noch Obst fürs Frühstück und Snacks für die Fahrt kaufen, letzten Wrap auf dem Campingplatz mampfen und Tarp aufbauen. 16 Uhr legen wir bereits im Salzmineralienwhirlpool. :)

Sauna und Pool tuen echt gut. Der Aufguss in der Sauna erfolgt mit Hardrock Musik und vollem Tanz-Handtuch-Wedeleinsatz.

Als wir das Bad verlassen fühlen wir uns wie Frösche oder Fische. Jetzt was Essen. Die Lokalitätenauswahl ist aber etwas dürftig und nicht viel versprechend. Viele haben wegen dem Regen auch zu. Wir nehmen das Restaurant am Campingplatz. Es ist sehr gut besucht. Das Essen. Na ja, voll der Reinfall. Zurück im Tarp schauen wir interessehalber die Rezensionen an. Durchweg wird dass Essen gelobt. Unglaublich, das war billigstes Convenience Food. Ich bekomme davon Aufstoßen und Blähungen ohne Ende, naja. Zusammenfassend haben wir heute im Wechsel zwei schlechte (Festung und Essen) und zwei gute (mit dem Zug fahren und Therme) Entscheidungen getroffen. Die vier Stunden in der Therme taten aber so gut, dass wir den Tag als gelungenen Abschluss empfinden.

 

49. Tag Rückfahrt

Nach dem Frühstück fahren wir nach Köln. Da kurz auf dem Dom, ne richtig schlechte Chinanudelbox gegessen und dann geht's auch schon mit dem Zug weiter nach Hause.

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vor 5 Stunden schrieb mawi:

Nach dem Frühstück fahren wir nach Köln. Da kurz auf dem Dom, ne richtig schlechte Chinanudelbox gegessen und dann geht's auch schon mit dem Zug weiter nach Hause.

Tja und ich hatte mir schon ausgerechnet, dass Ihr eigentlich Sa Abend / So in Koeln aufschlagen muesstet und wollte Euch anbieten, dass ich Euch via PN schreibe, wo die geilen bzw die miesen Stellen zum Uebernachten sind, durch frueher viele Jahre organisieren des ODS-Stammtisch-Overnight-Grillings haben wir da viel ausprobiert und da gibt es schon echt nette Ecken.

Wenn es Schael Sick geworden waere, haette ich auch evtl noetige Versorgung anbieten koennen, vom Bergischen bin ich ja in 15 min da...8-)

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Sooo, hier noch ein kleines Tourfazit. Insgesamt war es voll schön. Ich hatte voll Glück mit dem Wetter und der Wasserstand war super, quasi optimal.

Nach der Fulda hatte ich das Gefühl, dass ich die durchaus noch einmal fahren würde. Weser und Rhein würde ich auf den gefahrenen Abschnitten nicht unbedingt (gleich) noch einmal fahren. Ein paar Mal wurden wir gefragt, was der schönste Abschnitt auf dem Rhein war. Wir finden, dass jeder Abschnitt seinen eigenen Reiz hatte und keinen Favoriten haben. Die großen Frachtschiffe waren eigentlich nie nervig. Bei dem Wasserstand war es auch nie problematisch. Einzig die extrem lauten Sportboote ab ungefähr Speyer (also hinter der letzten Schleuse) waren extrem nervig und natürlich die Angler :D

Ich war noch nie so lange am Stück im Boot unterwegs. Mal eine oder zwei Wochen, aber noch nie 6 - 7 Wochen. Ab der dritten Woche wurde das ständige Sitzen belastend. Es schlug sich auch auf die Verdauung nieder. Jeder Meter zu Fuß tat so richtig gut.

Paddeln ist auch viel anstrengender als laufen. Wenn man beim Laufen müde ist oder keinen Bock hat, dann tragen einen die Beine trotzem weiter. Die laufen quasi von alleine. Zumindest bei mir. Beim Paddeln musste ich mich sehr oft immer wieder motivieren zu paddeln bzw. die Arme zu bewegen. Es war streckenweise, insbesondere wenn ich müde war, mental sehr anstrengend.

Das war glaube auch meine erste Tour, wo ich nicht an einem Ziel festgehalten hatte und demnach keine tägliche Kilometervorgaben hatte. Anfangs viel es mir extrem schwer nicht nach Kilometern bzw. festen Etappen zu fahren um am Ende ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Erst nach drei Wochen konnte ich mich davon richtig lösen. Es war eine große Herausforderung für mich und eine interessante Erfahrung. Es macht das Reisen extrem entspannend. Ich glaube aber nicht, dass ich jetzt immer so unterwegs sein werde. Aktuell reizt mich u.a. bei meinen Touren immer noch die sportliche Leistung und da braucht es einfach Etappenvorgaben, um sein Ziel zu erreichen.

Die Packliste hat sich soweit gut bewährt.  Ich würde nur ein paar Kleinigkeit ändern. Im Folgendem bewerte ich einige Sachen mit Bezug auf genau diese Tour.

Elektronik:

  • Solarpanel: Das Panel hat sich voll bewährt. Insbesondere bin ich beindruckt, dass es selbst bei Bewölkung und Regen einige Ampere liefert. Auch wenn es dann nur 0,1 - 0,3 A sind, es fließt immerhin etwas in die Powerbank. Und beim Boot kann es ja die ganze Zeit ausliegen. Es macht das Boot fahren entspannter, da man da ja noch weniger Steckdosenmöglichkeiten als wir beim Wandern hat. Selbst auf Campingplätzen ist es nicht immer ohne weiteres möglich. Trotzdem, unbedingt nötig ist es auf solch einer Tour in der Zivilisation nicht, aber dafür sehr komfortabel. Für Touren, z.B. in Skandinavien (mehrere Wochen) und je nach Stromverbrauch ist es sicherlich sinnvoll.
  • Kopfhörer: Das war meine erste Tour jemals, wo ich Kopfhörer dabei hatte. Ich hielt die bisher immer für sehr schwachsinnig. Aber auf so einer langen Tour mit monotonen Abschnitten finde ich die doch ganz nett.
  •  Stirnlampe: Die war eigentlich unnötig. Würde ich das nächste Mal zu Hause lassen.
  • Manchmal wäre es nett gewesen ein kleines Video aufzunehmen oder ein Selfie mit Stativ zu machen. Dazu bräuchte es aber ne kleine Action-Cam bzw. Stativ. Beides wiegt wieder ... Für diese Tour wäre es mir jedoch zu schwer.

Erste Hilfe:

  • Sonnencreme: Bin ja eher ein Sonnencreme-Muffel. Aber auf dieser Tour habe ich echt eine Menge verbraucht. Endlich sind die vier angefangenen Tuben mal weg :)
  • Pflaster: Früher war ich oft mit zu wenig Pflaster unterwegs. Aber gerade wenn es ständig feucht ist, kann man nicht genug mit haben. Diesmal hatte ich genug dabei.
  • Rasierklinge: Die würde ich nicht mehr mitnehmen und dafür lieber Mal mein Messer richtig schärfen lassen. :) Alternativ vielleicht ne kleine Schere.
  • Wenn es ständig feucht ist, entzünden sich kleine Wunden wie Kratzer und fangen an zu eitern usw. Hier fehlt mir noch ein "Rezept", wie man so was am besten behandelt. Hat da jemand einen Tipp für eine Creme oder ähnliches?

Sonstiges:

  • Stift und Zettel: Würde ich nicht mehr einpacken, da ich diesmal die Dokumentation (also Stichpunkte der Ereignisse) direkt mit den Smartphone gemacht habe.

Kleidung:

  • Die Kleidung hat sich voll bewährt, da sie sehr schnell trocknet. Einzig die zweite Fleecejacke würde ich nicht mehr mitnehmen. Ich hatte sie als Backup dabei, falls ich Mal komplett ins Wasser gefallen wäre. Aber ich hatte nie beim Paddeln den Fleecepulli an, so dass ich eh ein trockenes Oberteil gehabt hätte. Und wenn, in 30 min wäre eh alles wieder trocken gewesen.
    Und die Söckchen würde ich auch zu Hause lassen.

Schlafsetup:

  • Innenzelt: Auf der Fulda und Weser gab es nur wenige Mücken und es war insgesamt kühler, so dass es das Innenzelt nicht unbedingt bedurfte. Am Rhein hingegen  war das Innenzelt Gold wert. Da gab es oft Abende mit super aggressiven Mückenschwärmen. Zudem war es immer so warm, dass es im Quilt viel zu warm war. Mit Innenzelt konnte man dann trotz Mücken entspannt den Quilt bei Seite legen, wenn es zu warm wurde.
  • Aufblasbare Isomatte: Ja - das gängige Problem. Ist super bequem, warm, leicht und kleines Packmass. Dafür Gefahr von Undichtigkeit. Evamatte ist einfach zu handhaben, robust, leicht (bei kleinen R-Werten), aber sehr sperrig und unbequem (wenn man nicht gerade jeden Tag drauf schläft und sich an die Härte gewöhnt hat). Vermutlich bleibe ich erstmal wieder bei der aufblasbaren Matte (wahrscheinlich bis zum nächsten Loch :) ), da guter Schlaf durch nichts zu ersetzen ist.
  • Lange Heringe: Waren eigentlich nicht notwendig. Es sehr hätten wahrscheinlich sogar leichte Titannägel gereicht.

Küche:

  • MYOG Faltschale: Die Essenschale aus Tetrapack ist voll praktisch. Ich bin davon voll begeistert. Ich probiere demnächst mal eine aus HDPE oder ähnliches zu basteln und werde bei Erfolg berichten. :)
  • Messer: Memo an mich: Messer schärfen!!!

Boot + Zubehör:

  • Boot: Insgesamt sind wir bisher zufrieden damit. Es lässt sich ganz gut alleine paddeln. Dazu braucht es aber etwas Gewicht vorn, insbesondere bei starkem Wellengang. Zu zweit paddelt es sich auch gut. Allerdings ist es dafür schon recht klein. Vorn ist es ziemlich eng, also eher für schmale und kurze Leute. Hinten ist es breiter. Da man dicht beinander sitzt, kommt man sich immer wieder mit den Paddel ins Gehege. Dass der vorn paddelt und der hinten lenkt funktioniert nicht. Man muss hier mehr kommunizieren, so dass beide lenken oder man setzt den Lenkschlag nur bei jedem zweiten Schlag des Vordermanns. Große Enttäuschungen sind, dass das Verdeck undicht ist und der Reißverschluss des ISS. Hätte mir vor sechs Jahren jemand erzählt, dass er ein Schlauchboot mit Reißverschluss hat, dann hätte ich ihn für nicht zurechnungsfähig erklärt. Hmm, eigentlich tue ich es immer noch. Ich halte es immer noch für schwachsinnig. Ich habe schon so oft darüber nachgedacht, aber mir ist noch kein einziger Anwendungsfall für den ISS eingefallen. Ich habe darüber bisher auch nur negative Erfahrungen mitbekommen. Ebenso das abnehmbare Verdeck. Wozu? Aktuell tendiere ich dazu den Reißverschluss vom ISS rauszuschneiden und die Öffnung zu zukleben. Ähnliches beim Verdeck. Dann hat man Ruhe.
    Demnächst werden wir mal probieren es mir Stechpaddel zu fahren. Insbesondere mit Hinblick auf kommende Wildwasserfahrten, denn dann kommt man sich nicht in die Quere wie im Kayakmodus. Apropos Paddel, hinten braucht es ein ziemlich langes Paddel (wahrscheinlich 250 cm). Meins ist 240 cm und immer noch etwas zu kurz fürs Wanderpaddeln. Dadurch spritzt es nämlich ziemlich doll. Vorn reichen mir 230 cm.
  • Spritzschürze: Die war sehr praktisch. Einmal bei Regen, aber auch an Tagen, wo es kalten Wind gab (dann war es unten rum schön warm :) ).
  • Vaseline: Die war ganz nützlich zum die Reißverschlüsse am Boot abzudichten.
  • Schwimmweste: Auf der Fulda und Weser hatte ich die nicht an. Auf dem Rhein hatten wir sie so gut wie immer an. Es gab von Anfang an immer wieder ziemlich fiese Stellen, wo ich nicht ohne Schwimmhilfe reinfallen würde (Stichwort Strudel und Querströmungen). Es gab aber auch sehr viele Abschnitte so sie meines Erachtens nicht nötig war. Aber da wir den Fluss nicht kannten, hatten wir sie einfach fast immer an.
  • Wurfsack (Seil): Den hatte ich eigentlich nur wegen der Seillänge für die Schleusen mit. Letztlich habe ich ihn aber nie gebraucht. Ich tendiere dazu, dass ich ihn zu dieser Tour nicht mehr mitnehmen würde.
  • Manschetten: Die waren ganz nützlich. So lief kein Wasser in die Ärmel der Regenjacke bei Regen.
  • Kissen für Spritzdecke: Um das Durchhängen des Verdecks zu verhindern, gibt es ein optimales aufblasbares Kissen, was man unter das Verdeck spannt (zwischen den beiden Sitzen). Das führt dazu, dass das Wasser nach hinten unter den Süllring des hinten Sitzes läuft und von da aus auf den Reißverschluss vom Verdeck. Und an dem Reißverschluss läuft es dann ins Boot. :( Deshalb würde ich das Kissen nicht mehr mitnehmen. Es geht auch ohne hervorragen.

Dinge die fehlten:

  • Schwamm: Das nächste Mal würde ich vielleicht nen kleinen Schwamm einpacken, um u.a. Wasser nach dem Regen aus dem Boot zu bringen.
  • Schraubenzieher: Wir hätten zweimal einen kleinen Schraubenzieher gebrauchen können. Anderseits haben wir uns auf den Campingplätzen helfen lassen ...
  • Nähzeug: Nähzeug war eins, zwei Mal nötig. In dem einen Hotel gab es welches, was wir dann mitgenommen haben.
  • Paddelschuhe: Das nächste Mal würde ich meine dünnen Merrell Barfußschuhe oder dünne Paddelschuhe anziehen. Mit Trailrunnern war es zu eng im Fußbereich.

 

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Am 11.9.2021 um 19:39 schrieb doman:

Der Rucksack kommt mir irgendwie bekannt vor!

Hat sich super bewährt :) Werde mir noch einmal ein anderes Gestell besorgen (mein jetziges ist nicht für solche Lasten ausgelegt), aber der rote Packsack bleibt. Nur an der einen Seite hat jemand die Schnallen verkehrt herum angenäht ;)

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