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Packraft : Rucksack für Hybridtouren Zpacks Arc Haul Ultra 70 oder HMG Windrider 70?

Featured Replies

Geschrieben

Moin!
Den Transport von schwereren Lasten, so ab 15-Plus, können verschiedene Tragesysteme gut wegstecken. Ob die Ruckis dann noch halbwegs komfortabel zu tragen sind, ist eine ganz andere Sache.

Ich habe einige Zeit den Epic von ULA und den Flex-Pack von Six Moon Design getestet.
Beide Tragesysteme sind eigentlich nicht wirklich für schwerere Lasten geeignet. Das liegt weniger an der Verarbeitung oder am Material, sondern dass man den Schwerpunkt der Last einfach nicht hoch genug aufbauen kann. Die beste Lastaufnahme beginnt so ab Höhe der Schulterblätter aufwärts und dort haben die meisten Rucksäcke kein Volumen mehr zur Verfügung. Mann kann natürlich zusätzlich eine schwere Packrolle obendrauf schnallen, doch ist sowas meistens eine wackelige Angelegenheit. Grundsätzlich ist das Tragen von Lasten mit hohem Schwerpunkt eh gewöhnungsbedürftig, da sollte alles so fest wie möglich fixiert sein.

Bei den Lastenträgern, die extrem große Gewichte transportieren, erkennt man das Prinzip sehr gut: https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/877-bewegte-bilder/?do=findComment&comment=553164

vor 15 Stunden schrieb ultraleichtflo:

Leider sind die nix für höhere Lasten und längere Wanderungen, dafur sind vor allem die Schultergurte zu dünn

Ich glaube inzwischen, dass die Polsterung der Schultergurte eigentlich nur wenig bringt. Anatomisch gut angepasste, breite Schultergurte können dagegen die Last besser verteilen. (Siehe Feuerwehrschläuche im Film) ;-)

Wenn ich längere Strecken ein Packraft mit 15-Plus Gepäck schleppen müsste, würde ich einen alten Aussengestellrucksack wie den Gyro von Flällräven oder die Jan Sport Kraxe nehmen. Beide Tragesysteme kann man hoch packen und zusätzlich einen guten Teil der Last auf den speziellen Hüftgurt legen.
Dass sowas nicht wirklich platzsparend im Packraft verstaut werden kann, würde ich als „faulen“ Kompromiss hinnehmen.

VG. -wilbo-

Bearbeitet von wilbo

- Signatur von mir gelöscht -

  • 1 Jahr später...
Geschrieben

Moin

Als Packraft Rucksack gibts auch von SWD den Wolverine oder Big Wild in 70 und 95 Liter (Innenvolumen)

Mir würde es nur drum gehen Paddelzeug und den übliche UL Kram unterzubringen ohne extrem quetschen zu müssen (Schlafsack freut sich)

Ist der 95l Overkill oder braucht’s den für cleanen Aufbau.

 

Von SWD gibts auch noch ne Packrafttasche zum draufschnallen auf den Rucksack.

Taugt die was oder ist das Quatsch

Grüßle

 

Bearbeitet von Onkelchris
Schreibfehler

Geschrieben

Halte ich für absolut ungeeignet.

Zum Einen kommt es bei einem Packraft-Rucksack, daneben, daß man damit hohe Gewichte transportieren kann (kommt ja nun mal Packraft, Paddel, Kanusandalen, Sicherheitsausrüstung dazu) sehr auf die Wasserdichte an.
Ruchsäcke mit angenähten Aussentaschen, evtl Durchlassen für ein Trinksystem usw, erfüllen das nicht.

Noch wichtiger finde ich aber den Sicherheitsaspekt :

Bei einer Kenterung auf einem Fluß mit Strömung dürfen einfach keine losen Leinen, Gurte, offenen Taschen o.A. da sein, in denen man sich mit Armen / Beinen verfangen kann, ist eine der häufiigsten Todesursachen bei Packraftunfällen (kann man gut bei L.Mehl nachlesen der ja jeden schweren Packraft-Unfall "auseinandernimmt")

d.h. ein Rucksack ohne Aussentaschen, mit dem Rahmen nach unten gedreht, Schultergurte, Hüftgurt drunter geschoben, dann sehr stramm auf´s Boot geschnallt, das auf keinen Fall bei einer Kenterung die Riemen vorrutschen, mit einem Rahmen, der das aushält (das sind wir beim HMG Porter mit seinen Voll-Alustäben, habe ich in der 70 & 90 l Variante dafür schon häufiger benutzt) oder halt ein spezieller Packraft-Rucksack, da sind wir bei der vor Jahren verbesserten Variante vom SMD Flex PR (Plus) Pack, den ich für "heftigeres" Wildwasser benutze, kann ich auch sehr empfehlen, von der Sicherheit her Top, das Prinzip ist klasse, das beim Laufen alle nassen Sachen abtropfen können, mit dem ganzen WW-Schutzkram wie WW-Weste, Helm, Trocki usw habe ich da auch schon häufiger 20 kg mit getragen, geht ganz gut...

Aber mir wäre für Wanderungen das morgentliche zurechtschnallen zu nervig, das ist bei mir der Rucksack für heftigeres WW mit dem Packraft mit "Laufanteilen" zum Zurückkommen, als Wander bzw Hybridrucksack für gemischte Touren ist meine klare Empfehlung HMG Porter für die Meisten wird die 70 l Variante ausreichen.

Geschrieben
vor 20 Stunden schrieb khyal:

Halte ich für absolut ungeeignet.

Zum Einen kommt es bei einem Packraft-Rucksack, daneben, daß man damit hohe Gewichte transportieren kann (kommt ja nun mal Packraft, Paddel, Kanusandalen, Sicherheitsausrüstung dazu) sehr auf die Wasserdichte an.
Ruchsäcke mit angenähten Aussentaschen, evtl Durchlassen für ein Trinksystem usw, erfüllen das nicht.
 

Ich dachte am Anfang auch immer, dass ich zum Packraften zwingend einen wasserdichten Rucksack bräuchte. Seit dem ich auf ein Boot mit TIZIP nutze habe ich daran jedoch keinen einzigen Gedanken mehr verschwendet. M.M.n. ist der TIZIP gerade im Wildwasser die mit Abstand beste Variante sein Gepäck im Boot zu transportieren. Der einzige wirkliche Nachteil ist die Empfindlichkeit des Reißverschlusses - früher oder später (ca. 3 Jahre) geht  der halt kaputt und muss ersetzt werden. Ich selbst hätte tatsächlich keine Lust mehr schweres Gepäck aufs Boot zu schnallen. Für eine Tagestour ist das okay, aber im WIldwasser mit viel Gepäck ist ein TIZIP um etliche Längen angenehmer und sicherer. Das Boot lässt sich viel besser fahren, ist kippstabiler, hat keine losen Items und ich kann easy den Wet Reentry machen wenn ich umkippe, was mit schwerem Gepäck auf dem Boot deutlich schwieriger ist. Der SWD Big Wild ist ein ziemlich perfekter Rucksack fürs Packraften, sofern man einen Tizip nutzt. Wenn nicht, kann ich den ja auch immer noch in einen Packsack stecken und vorne aufs Boot schnallen. 

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