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Ultraleicht Trekking

Projekt: APEX Quilt für Zwei - ein paar Fragen


micha90

Empfohlene Beiträge

Ein leichtes Hallo!

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür - Zeit sich warme Gedanken zu machen und Bastelprojekte zu planen.
Was mir im Moment vorschwebt ist ein Quilt für zwei Personen, womit ich aber noch absolut Null Erfahrungswerte habe, besonders was die Maße angeht.

Bisherige Gedanken:

  • Als Füllung würde ich gerne Apex verwenden, da es einfach zu verarbeiten, extrem angenehm in der Handhabung und ethisch vertretbarer als Daune ist
  • das Teil soll für Touren im Sommer in den Alpen genutzt werden können, ansonsten auch mal Frühjahr/ Herbst in gemäßigteren Gegenden, Komforttemperatur sollte ca 0°C sein
  • Innen- und Außenstoff wird wohl wieder Membrane 0.66 von RBTR, da es sich bei meinem AT Quilt bereits wunderbar bewährt hat.

 

Fragen:

  • Welche Apex Dicke würdet ihr anraten? Ich tendiere zu 167g/m², wobei ich mit meinem 133er schon bis ca 4°C klarkomme
    • dazu: wie viel "Wärme-Bonus" kann man erwarten, wenn der Quilt zu zweit genutzt wird? Reicht evtl 133er Apex für ein Pärchen doch bis 0°C?
  • Welche Breite ist sinnvoll? EE und ZPacks haben beide 220cm Breite, was mir aber ehrlich gesagt sehr viel erscheint -> beide Nutzer sind recht schmal gebaut und schlafen bequem zusammen unter einer 130cm breiten Bettdecke -> reichen 180cm Breite nicht aus?
  • haltet ihr es für Sinnvoll den Quilt teilbar zu machen (für einfacheren Transport/ aufteilen des Gewichts und vA Volumens)
    • falls ja, wie stelle ich das am besten an ohne, dass es an der Schnittstelle rein zieht? Teilbare RVs finde ich nur bis 150cm..

 

Ich würde mich freuen, wenn Leute mit entsprechender Erfahrung ein paar der Fragen beantworten können :D ( @ys76 ?) Pärchen Trekking ist für mich bisher Neuland und ich kann hierbei viele Faktoren nicht so recht einschätzen.

 

schöne Grüße
Micha

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Du kannst mal @Basti alias Beuteltiere fragen. Der hatte vor Jahren einen Duo quilt genäht. Entweder findet sich hier im Forum noch ein Thread, oder auf seinem Blog. Ich kann aber nicht mir Bestimmtheit sagen ob der mit Kunstfaserisolation war. Naheliegend wäre das aber, denn er ist Vegetarier, wenn nichts sogar Veganer. 

Edit: den Blog hat er wegen der DSGVO geschlossen :( aber via PN sollte er noch zu erreichen sein. Ansonsten via Twitter 

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@Andreas K. Schade ich kann nichts finden, auch nicht hier im Forum.

@crelm Danke, immerhin nutzt RJ wohl auch nur 185cm Breite bei seinem 2P Quilt. Generell muss ich aber sagen, dass ich bei seinen Projekten extrem vorsichtig bin mit den Angaben die er macht. Vielleicht kann ich mal ein Test Quilt nähen (Mysa Gras!) um die Breite herauszufinden.

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Ich habe mal eine Decke mit 100er Apex genäht, die Maße sind 180cm x 220cm. Meiner Meinung nach reichen 180cm in der Breite. Da die Decke uns nur bis minimal 12 Grad warm halten soll, habe ich auf eine Fußbox und Kordelzüge verzichtet.

Aus eigener Erfahrung würde ich sagen, wenn eine der Personen eher warm schläft, kann man 3-5 Grad rausholen. Dazu vielleicht ein Beispiel: Mir ist abends meist sehr warm, aber ich kühle im Verlauf der Nacht ab, sodass mir dann morgens kalt ist. Bei meiner Freundin ist es genau umgekehrt, sodass wir uns da gut ergänzen können ;)

Ich persönlich würde trotzdem auch für 0 Grad mindestens 167er Apex (wenn nicht sogar mehr...) nehmen, aber das solltest du selbst einschätzen, da ist sicher jeder anders!

Ich hoffe das hilft ein bisschen :)

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vor 3 Minuten schrieb nivi:

Ich persönlich würde trotzdem auch für 0 Grad mindestens 167er Apex (wenn nicht sogar mehr...) nehmen, aber das solltest du selbst einschätzen, da ist sicher jeder anders!

133er reicht normal bis ca. 10..13° (Komforttemp).  Für um 0°-2° braucht man schon eher 233 - oder 266er, wenn man eher mehr friert.

Hatte man diverse Zwischenwerte für verschiedene Apex-Kombinationen mit Komforttemperaturen berechnet:

 

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vor 1 Stunde schrieb nivi:

Ich habe mal eine Decke mit 100er Apex genäht, die Maße sind 180cm x 220cm. Meiner Meinung nach reichen 180cm in der Breite. Da die Decke uns nur bis minimal 12 Grad warm halten soll, habe ich auf eine Fußbox und Kordelzüge verzichtet.

OT: Hat sich das bewährt ich hatte das auch ein paar mal überlegt. Viel mehr als ein großes Stück Apex in einen alten Bettbezug einzunähen und dann diesen wiederum in einen normalen zum Schlafen zu stecken wäre es ja nicht oder ?

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@nivi Danke für die Einschätzung, das klingt gut! Wie kommt ihr denn mit den 180cm Breite zurecht? Ist das eher knapp, weit oder gerade recht?

 

@AlphaRay Danke für die Tabelle, aber du schreibst ja schon selbst Komforttemperatur rein - ich gehe eigentlich immer von der LimitT aus und bin damit bisher sehr gut gefahren. Wie gesagt komme ich (allein) mit meinem 133er Quilt bis 4-5°C gut hin (mit Windhose und Fleecepulli). Mein Hauptanliegen ist hier eher der Faktor der zweiten Person im Quilt, da man sich durchaus gegenseitig wärmt. Rein rechnerisch hat man ja auch weniger Quiltoberfläche (über die Wärme verloren geht) bei doppelter Wattzahl die an Wärme produziert wird.
AsTucas listet auch 167er is 0°C - und das für eine Einzelperson. (Ich weiß die Werte dort sind großzügig, aber es gibt wenige Vergleichsoptionen.)

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vor 4 Stunden schrieb ekorn:

OT: Hat sich das bewährt ich hatte das auch ein paar mal überlegt. Viel mehr als ein großes Stück Apex in einen alten Bettbezug einzunähen und dann diesen wiederum in einen normalen zum Schlafen zu stecken wäre es ja nicht oder ? 

OT: Ist vielleicht falsch rübergekommen, aber wir benutzen die Decke nur auf Touren. Dort hat es sich für die warme Jahreszeit bewährt! Es spricht wahrscheinlich nichts dagegen, so etwas auch Zuhause zu benutzen.

vor 3 Stunden schrieb micha90:

@nivi Danke für die Einschätzung, das klingt gut! Wie kommt ihr denn mit den 180cm Breite zurecht? Ist das eher knapp, weit oder gerade recht?

Das ist schon luxuriös (Zuhause haben wir 140cm) :)  Aber ich würde es beim nächsten Mal auch nicht schmaler machen, da ich gerne mal eine Seite unter mich stopfe. Also: gerade recht!

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  • 4 Wochen später...

@micha90
Wir haben unseren Duo-Quilt schon ein wenig sehr knapp gemacht - Manchmal raecht es sich einfach, wenn man nicht genuegend Material bestellt  und kurz auf knapp vor dem Urlaub noch fertig werden muss/will.
Somit geht unser Quilt von 1.50m auf 1m Breite bei 2.2m Laenge. (2-Lagen-Laminat aussen, PTX Quantum innen)
Auch wenn das unglaeubige Blicke nach sich zieht: ja es funktioniert zu zweit, allerdings muss man schon recht gut eingespielt sein - Selbst im Schlaf! :grin:  Unsere naechste Version wird aber circa 30-40 cm breiter werden.

Ein groesseres Problem als die Zugluft von den Seiten war der Waermeverlust nach oben hin. Obwohl wir hier ein 10cm breites Stueck als "Draftstopper" an den oberen Abschluss genaeht hatten, zog hier immer wieder die kalte Luft rein. Ob es jetzt bei der naechsten Iteration ein breiterer "Waermekragen", ein Mittelsteg, oder  was anderes wird, wissen wir noch nicht.

Als Iso-Schicht haben wir 233 Apex verwendet - Aber hier gehen unser Temperaturempfinden  doch eigene Wege - Schwitzen und Schnattern gleichzeitig , sprich: Einem von uns  war es bei 3°C deutlich zu kalt, waehrend dem anderen noch deutliche Reserven nach unten blieben. Aber das kann man ja durch unterschiedlich dicke Kleidung einigermassen ausgleichen.

 

Als Isomatte kam bei uns zuerst ne "Exped Hyperlite Duo" (814g) zum Einsatz, aber so wirklich ueberzeugt hat uns der Schlaf auf dieser noch nicht. Seitdem suchen wir auch hier noch den heiligen Gral - unsere aktuellen Favoriten: Solomatten - solange es leicht bleiben soll, entweder Z-Lites, RidgeRests, oder ne Kanchen Junga. Gegen das Auseinanderrutschen nutzen wir zwei Gummibaender, als Acht um die beiden Matten gelegt.

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  • 2 Wochen später...

@micha90 Unser Quilt ist einteilig, an eine Teilung hatten wir gar nicht gedacht, war ja kurz vorm Urlaub und musste noch schnell noch fertig werden :-)

Was das Packvolumen angeht, so ist der Quilt definitiv nix fuer deine kleine Rucksaecke  :mad: Da kommt halt einiges an Material zusammen - Wenn wir dran denken, messen wir heute abend mal den Packsack aus...

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Interessantes Thema. An die Idee den Duo-Quilt teilbar zu machen hatte ich noch gar nicht gedacht.

Zum teilbaren Zipper: Online kannst du diverse Quellen für Zipper-Reparaturkits (o.ä.) finden mit denen man aus Meterware einen teilbaren Reißer machen kann.
Das Teil zum Zusammenführen der Reißerseiten nennt sich 'Kastenteil', oder 'Stopper, Unten'. In Kombo mit einem 'Einführstift' solltest du einen trennbaren Zipper hinbekommen. Ob das dann dauerhaft hält ist eine andere Frage...

Alternativ hat RTBR ja auch einen teilbaren Reißer der 240'' lang ist. Leider aber 5C :-?

Dritte Idee: Du teilst den Quilt horizontal statt vertikal. Einer trägt dann die Fußbox, der andere das Oberteil. 
Wenn du den Quilt trapezförmig auslegst, solltest du ja nur ein paar cm rechts und links ohne RV haben. Da du dann eh sowas wie einen Wärmekragen unter- oder drüberlegen musst, muss der Reißer ja nicht die komplette Breite abdecken.
quilt.jpg.d650a6932075bac04e68f966d4b1d81f.jpg

Bearbeitet von heilaender
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@heilaender Ich hätte evtl eine Quelle für 180cm teilbaren RV, dass Quer geteilt wird ist klar, längs würde das glaube ich weniger Sinn machen (längerer RV, Abdeckleiste und damit einhergehender Wärmeverlust, zudem stört es in der Mitte wohl eher als auf Hüfthöhe).

Zipper selbst basteln ist mir nichts, ich vermute, dass das nicht so ewig hält und ne ordentliche Fummelarbeit sein wird..

vor 4 Stunden schrieb ys76:

definitiv nix fuer deine kleine Rucksaecke 

Das passt mir so gar nicht in den Kram! :D Dann wird er wohl teilbar ;)

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  • 1 Monat später...

I slept with my partner under a 150 cm wide APEX 200 duvet. When the wind came from the sides (tarpaulin, tent, hut), it was not easy to pull the blanket without disturbing the other one.

I would use APEX 200 and try to make at least 200 cm wide. And with a rectangular shape!

Bearbeitet von Francisco
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  • 2 Jahre später...

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    • Von tillkm
      Hallo,
      ich möchte gerne von einem 1500g Daunenschlafsack abspecken und suche daher einen 0°-Komfort Quilt.
      Schöne Grüße,
      Till
    • Von micha90
      Ein weiteres Projekt, das schon seit mehreren Jahren im Hinterkopf steckt ist endlich erledigt!
      Seit 2015 hatte ich für alle Touren mit zwei Personen mein gutes, altes Silpoly Tarp (hier kurz vorgestellt). Auch wenn es von Anfang an kleinere Verbesserungen vertragen hätte, blieb es mein einziges Shelter für zwei, da einfach nicht der ernsthafte Bedarf bestand. Seid ich aber mit Freundin mehr und längere Touren plane, wurde es endlich Zeit für das lang ersehnte Update.
      Welche Probleme hatte das alte Shelter, die es zu beheben galt?
      Silpoly dehnt sich zwar nicht bei Nässe, aber ist sehr flexibel. Bei Wind werden die Seiten schnell sehr stark eingedrückt, der Platz ist dann sehr schnell begrenzt Auch mit Schirmen vorne dran ist bei heftigem Regen keine ordentlicher Schutz gewährleistet, da Beaks im alten Design fehlten mit 320g war das alte Teil nicht schlecht, aber ich hatte durchaus die Hoffnung nochmal 100+g einsparen zu können das Silpoly ist (wie alle beschichteten Stoffe) nicht 100% dicht und es bildet sich durchaus mal Kondens an der Innenseite, in Kombination mit dem flexiblen Material wurde das schnell ungemütlich Die Lösung: das Shelter aus Cuben neu bauen und Beaks anbringen Nichts dehnt sich mehr, es gibt's weniger Kondens und mit den Beaks mehr geschützten Raum.
      Das Tarp besteht aus vier Teilen, zwei für die Hauptflächen (mit hinterem Beak) und zwei weitere Teile für den Vorderen Beak. Gerne hätte ich die Teile auch aus einem Stück gemacht, aber das hätte mich einen guten Meter mehr Cuben gekostet und zudem wäre die Überlappung am Eingang nicht möglich gewesen. Alle Nähte haben einen 2% Catenary Cut (also 2cm Tiefe pro Meter Naht). Hierfür habe ich mir eine kleine Kette aus dem Baumarkt besorgt, die Teile mit Malerkrepp an die Wand geklebt und die Kette nach belieben gespannt und anschließend abgepaust - das ging erstaunlich gut und ist deutlich weniger Arbeit als den Cat-Cut zu berechnen und von Hand zu plotten. Als Material habe ich das übliche 19g/m² Cuben in Oliv genommen, 7lfm waren dafür notwendig
      Maße:
      die Seiten sind am Boden ca 2,6m lang, die Firstlinie etwa 2,8m vorne hat das Tarp eine Spannweite von 2,8m, hinten 2m Der Beak hinten ist ~50cm hoch und 1,8m breit, was auch der maximalen Breite entspricht der Vordere Beak ist geteilt und 70cm lang, die Breite damit variabler und von der Höhe abhängig, maximale Breite sind ca 2,3m (geschätzt)  

      Es empfiehlt sich sehr den Saum vor dem nähen ordentlich zu falten und zu fixieren, dann näht es sich deutlich leichter und schneller. Statt Nadeln habe ich mal diese Papierclips genutzt.
       
         
      So sieht das gute Stück aus. hier das Hinterteil tiefer, vorn etwas höher gespannt (für mich die Go-To Variante), Referenz: das Groundsheet ist 1,45m breit
       


      Oben die Variante hoch abgespannt - für gute rundum-Sicht und viel Platz. Beide Beak-Hälften lassen sich separat öffnen.

      Da sich die Beaks beim Abspannen immer etwas aufziehen, habe ich einen kleinen Haken angebracht um bei schlechtem Wetter ordentlich dicht machen zu können.
       


      Bei ganz miesem Wetter kann man noch gut alle Seiten bis zum Boden ziehen. Da wird's natürlich etwas kuscheliger, aber es bleibt geräumig genug für zwei. So weit unten bildet der Beak sogar eine kleine Apsis.
       

      Kaum aufgebaut kommt auch schon der erste Regen - das Tarp hält wunderbar dicht
      Leider ist das Tarp erstmal nass, ein Gewicht werde ich nachreichen, sobald es wieder trocken ist. Ich denke unter 250g sollte es haben. Ich freue mich auf die erste Tour damit und werde weiter berichten, wie es sich schlägt!
       
      liebe Grüße
      Micha
       
       
       
    • Von micha90
      Hallo zusammen,
      nachdem das Projekt ja schon etliche Jahre ansteht, wurde es endlich realisiert. Naja eigentlich schon vor etwa einem Jahr, aber jetzt habe ich auch mal Fotos für euch machen können und kann Erfahrungswerte zusteuern
      Planungs-Thread: "Projekt: APEX Quilt für Zwei - ein paar Fragen"
      Der Quilt ist für meine Freundin und mich gedacht, sollte also prinzipiell zwar natürlich leicht sein, aber keine Abstriche am Komfort haben, heißt nicht zu knapp geschnitten sein. Daher ist das Teil ca 200cm lang zzgl. 25cm für den Kragenteil. Die obere Hälfte ist 190cm breit, die untere verjüngt sich auf 150cm - die Füllung ist allerdings nicht bis an die Seiten geführt, die äußeren 10cm sind ungefüllt, also nur Draftstopper.
      Die Fußbox ist 25cm hoch, 50cm breit und aus einem Stück mit dem Quilt ausgeschnitten, sodass keine Naht oben auf der Box liegt (gibt kalte Füße..)
      Das Material wurde wie geplant schwarzes Membrane 0.66 von RBTR, als Füllung hatte ich mich für das etwas dickere 167g/m² APEX entschieden. Von der Konstruktion her ist das ganze nicht viel anders als mein (hier schon bekannter) APEX-Quilt den ich seit 2017 nutze, lediglich die Fußbox ist wie gesagt abgeändert und natürlich das ganze doppelt.
       

      Der Plan war es, den Quilt mit Zipper teilbar zu machen, damit das Packmaß nicht all zu schlimm wird und man sich das Volumen teilen kann. Der Versuch den Zipper so zu positionieren, dass auch möglichst beide Teile gleich viel wiegen ist nicht ganz aufgegangen, aber nah genug dran.

      Die Fußbox ist nur ca 30 oder 35cm lang, dadurch kann man entspannt die Füße rausstrecken, wenn es einem zu warm wird.

      Der Zipper bereitete mir anfangs ein bisschen Kopfzerbrechen, da es keine teilbaren 3C Zipper über 150cm gibt und ich auf keinen Fall einen 5C oder etwas zusammengebasteltes haben wollte - die Lösung lag nahe, ich hab einfach nur den 150er Zipper verbaut und außen noch jeweils ein KamSnap dran gepackt, der den Zipper auch gleich noch entlastet. Da die Seiten normalerweise sowieso eingeschlagen sind, fällt das beim Gebrauch nicht auf - daher Bonus Punkte für gespartes Gewicht . Auf der Innenseite ist der RV ca 5cm "nach oben" versetzt um hier keine Kältebrücke zu haben
       

      Die beiden Krägen sind einfache Kordelkanäle und ein normaler 10mm Gurtclip zum um den Hals schließen. Meine Freundin bevorzugt es aber sich einfach komplett unter dem Quilt zu verkriechen, wenns kalt wird

      Hier noch meine Skizze, nach der ich das Teil in etwa gebaut hatte. Das Teil oben in der Mitte bedeckt die Schulter, wenn man nebeneinander liegt und ist mit den angegebenen 40+ cm sehr gut dimensioniert.

      Der Quilt hat jetzt schon ein paar kleinere Touren hinter sich und ich muss sagen: er hat sich absolut bewährt! Das Packmaß erstaunt mich ehrlich gesagt selbst ein wenig, ich bekomme den auch komplett in einen Rucksack, ohne dass es all zu riesig wird, aber wenn jeder nur die Hälfte nimmt ist das Packmaß absolut top! Die Beiden Packsäcke hatte ich nur gerade herumliegen, beide Teile passen auch gut in den etwas kleineren Packsack.
      Ich weiß nicht wie lange der Zipper überleben wird, aber bisher macht er sich gut und verfängt sich auch kaum im Oberstoff.
      Nach denn paar Touren würde ich sagen, dass der Quilt für Frostbeulen bis ca 5°C klar geht, wenn man einen ordentlichen Stoffwechsel hat und nachts selbst heizt ist 0°C kein Problem, evtl sogar leichter Frost (mit entsprechenden Isomatten). Damit ist das erhoffte Ziel auf jeden Fall erreicht!
      Das Wichtigste zuletzt: Der Quilt wiegt 831g - 466 für die obere und 365 für die untere Hälfte.
       
      liebe Grüße
      Micha
      @ys76 @crelm@AlphaRay@ekorn@heilaender
    • Von LJSchumi
      Hallo zusammen,
      ich suche für unsere nächsten Touren ein neues Schlafsytsem.
      Aktuell planen wir im Frühjahr ein Teil des Bohusleden zu wandern.
      Auf der letzten Tour im Oktober auf dem Soonwaldsteig hatte ich folgende Kombi mit:
      Therm-A-Rest Women's NeoAir Xlite Isomatte (R-Wert: 5,4) Sea to Summit Thermolite Reactor Compact Plus Liner Deuter ORBIT +5° - SL - Kunstfaserschlafsack Zusätzlich dazu habe ich immer folgende Kleidung beim Schlafen getragen:
      Icebreaker Merino 200 Oasis Leggings Super Natural Damen Base 140 Longsleeve ein Buff ggf. eine Fleecejacke: The North Face 100 Glacier  trockene Merino Socken Im Großen und ganzen habe ich aufgrund der warmen Kleidungsschicht relativ gut geschlafen.
      Für die zukünftigen Touren möchte ich gerne meinen Schlafsack austauschen.
      Aktuell versuche ich die Vor- und Nachteile von Schlafsack und Quillt sowie Kunstfaser und Daune abzuwägen.
      Grundsätzlich bin ich ein Rückenschläfer, aber wenn ich mich dann doch mal gedreht habe hat mich der Schlafsack reichlich genervt.
      Anhand meines bisherigen Schlafsytems und den vielen Kleidungstücken könnt ihr sicherlich erkennen, dass ich relativ schnell friere und ich deshalb total unsicher bin ob ein Quilt dort die richtige Wahl ist.
      Noch als Kurze Info zu mir: ich bin 1,60m klein, wiege ca. 60kg und recht gebärfreudig gebaut.
      Ich würde mich freuen, wenn ihr mit mir eure Schlafsystem Erfahrungen teilen würdet und ggf. welche Kleidungskombi ihr bevorzugt.
    • Von DickGischt
      Hallo.

      Ich nutze bis jetzt nur Schlafsäcke. Aber da eine Neuanschaffung ansteht, würde ich gerne einen Quilt ausprobieren.
      Mein Set Up besteht aus einer 90 Grad Hängematte (Crosshamock) einer TAR Xtherm/ Xlite/ Uberlite und einem DCF Tarp.
      Ich selbst bin männlich, 170 cm klein, wiege 68 kg und nicht sehr verfroren.
      Der Quilt sollte für Temperaturbereich bis ca. 0 Grad gehen und für hohe Luftfeuchtigkeit/Nebel ausgelegt sein.
      Mit Daunenschlafsäcke (Cumulus Panyan 650 Custom/Lite Line 200) habe gute Erfahrung und daher sollte der Quilt auch Daune sein.
      Nur die Frage welcher Quilt ist der Richtige? Ist ein Quilt überhaupt sinnvoll für meine Anwendung? Worauf muss man bei einem Quilt achten auch auf Bezug auf mein Set Up mit 90 Grad Hängematte, TAR Isomatte, Tarp? Gibt es da besonders gute Befestigungen für an die Luftmatte?
      Ein Auge habe ich auf die Cumulus Quilt. Diese würde ich mit hydrophobe Daune ausstatten.
      Was gefällt mir an diesen Quilt? Ich kann ihn komplett als Decke nutzen und die befestigung sieht für mich als Ahnungsloser recht gut aus.
      Ob es der 350 oder 450 wird habe ich mich nicht entschieden. Auch sind natürlich alle anderen Hersteller interessant für mich. Hier gibt es bestimmt den ein oder anderen mit Innovationen.
      Jetzt seit Ihr an der Reihe mit guten Vorschlägen die Ihr aus Eurer Quil Nutzung gezogen habt.
      Danke!
       


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