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Ultraleicht Trekking
doman

Wintertour in den Alpen mit UL-Ausrüstung (Teil 3 - Erfahrungen)

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Mit meiner Tour wollte ich - neben dem Genuss der Landschaft und der Freude am Draußen-Sein in diesem schneereichen Winter - auch einiges herausfinden. Zunächst war da die Idee des Hot Tents aus DCF, von der ich nicht wusste, ob sie überhaupt funktioniert. Ein solches Zelt gibt es meines Wissens nach bisher noch nicht und es hätte ja durchaus sein können, dass das Konzept nicht aufgeht - beispielsweise, weil die Klebeverbindungen der Hitze nicht standhalten. Von einem meiner anderen Hot Tents weiß ich, dass die Temperaturen im First an die 70°C betragen können. Dass die Klebeverbindungen diese Temperatur problemlos aushalten, weiß ich erst jetzt. Das Zelt wird durch die Hitze richtig schön aufgepustet.

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Zu den Dimensionen der Hütte muss ich noch sagen: je größer je besser! Meine finanzielle Schmerzgrenze lag bei 7 m DCF, die bei Extremtextil momentan für 230 € zu haben sind. Das Zelt wird deshalb bei einer Kantenlänge von 220 cm (zum Glück habe ich deinen Rat beherzigtigt, @Omorotschka) nur 167 cm hoch und ich kann nicht darin stehen. Mit 10 m Material wäre es 2 m hoch und nur 50 g schwerer geworden. Aber irgendwann ist eben finanziell Schluss. Da ich den großen Seek Outside Titanium Stove habe, wurde es darin phasenweise auch sehr heiß. Mal sehen, irgendwann besorge ich mir vielleicht noch den Cub, der wiegt noch mal ein halbes Kilo weniger und passt größenmäßig besser.

Die täglich Routine beim Lagerbau sah folgendermaßen aus: Zunächst Holz sägen,

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dann zerkleinern,

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dann den Ofen anfeuern. Dabei habe ich auf alle Bushcraft-Spielereien mit Feuerstahl und Zunder verzichtet und statt dessen die Brachialmethode Flammenwerfer gewählt.

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Warum? Um 2 Liter Schnee zu schmelzen braucht man bei zweistelligen Minusgraden von Zustand A

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bis Zustand B

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einschließlich der Holzvorbereitung knapp 2 Stunden. Diese Zeit wollte ich nicht noch verlängern durch das langsame Aufpäppeln des Feuers. Auf diese Weise habe ich für 7 Mal Feuer machen 50 g Gas verbraucht.

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Insgesamt bleibt aber doch recht wenig Zeit, um im Zelt Platz zu nehmen und sich richtig durchzuwärmen. Aber für diese kurzen Intervalle ist man in der Kälte doch sehr dankbar. Bei mir kam das Glück mit dem Wetter dazu und ich konnte immer trockene Sachen einpacken. Ob das bei Schmuddelwetter auch funktioniert, werde ich austesten.

Ein weiterer Aspekt der Tor war das Übernachten in der Hängematte. Wie hoch kann man hängen? Ursprünglich wollte ich bis zum Schachenhaus aufsteigen (unterhalb der Mitte der Rauchwolke), bin aber des erkennbar spärlichen Baumbestandes wegen doch an besagtem Platz geblieben. 

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Zum Aufspannen blieben am Ende eine Baumruine und ein Weihnachtsbaum, den ich nur deshalb nutzen konnte,

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weil ich ihn mit einer Tarpschnur an einem benachbarten Jungbaum gegengelagert hatte. Mit einer normalen Bananenhängematte wäre aber auch das schwierig geworden. Wie auch bei Übernachtung 1 zeigte die Cross Hammock, dass sie einer Gathered End-Hängematte relativ überlegen ist, weil man kürzere Baumabstände nutzen kann.

Die letzte Übernachtung unterhalb der Partenachalm war lagertechnisch dann noch mal ein purer Genuss, weil Zelt und Hängplatz dicht beieinander liegen konnten.

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Mein Fazit dieser Tour: Viel gelernt und noch mehr Spaß gehabt!

Abschließend noch zwei Bilder von den Flops and Fails: Das Ali-Messer verlor beim Batoning seine Mircata-Griffschalen, blieb aber aufgrund der Full Tang-Bauweise benutzbar. Inzwischen habe ich die Hohlniete gegen Vollniete ausgetauscht.

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Die gebrochene Bindung der MSR-Lightning-Ascent-Schneeschuhe ließ sich nur kurzfristig reparieren und ging genau am kritischsten Punkt des Steilabstiegs endgültig kaputt. Wo kriege ich nur dafür Ersatz her - bisher nichts gefunden...

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Siehe auch:

bearbeitet von SouthWest
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Danke, ich nehme das mal als Kompliment! Diese Tour war materialtechnisch relativ aufwendig, aber es ginge auch anders und einfacher. Die Querhängematte ist z.B. mein persönlicher Favorit, weil man darin so herrlich bequem, gerade und bodenfern liegt. Wer die nicht kennt, könnte auch darauf verzichten. Hauptsache man geht raus, genießt die Natur und sammelt Erfahrungen.

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Danke für die tollen Bilder und fur das Teilen Deiner Impressionen. Ich kann mich kaum satt sehen. Das sieht nach richtig viel Spaß aus, und Du machst mir auch einen Eindruck als hättest Du den gehabt. 

 

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Ja, danke, die Bilder sind im Nachhinein auch für mich immer eine Freude, nur leider wiegt das Equipment dafür 2,5 kg - und daran wird sich auch nie was ändern. Und dabei habe ich mit dem Wechsel auf die kleinere Systemkamera und das 4/3 Format schon eingespart was ging. Dagegen sind die paar hundert Gramm, die man mit dem DCF-Material spart, eigentlich ein Klacks. Aber in der Summe macht es eben doch was aus. Was die Freude angeht: zwischendurch hatte ich beim weglosen Abstieg ins Partnachtal gewaltiges Muffensausen, und mir blieb nichts anderes übrig, als die Felsen anzubrüllen. Wie reagiert ihr eigentlich in solchen Situationen?190224-010372-1.jpg.e43b3b6d1b7b1207c53ca9768ea1b8a6.jpg

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vor 21 Minuten schrieb doman:

Ja, danke, die Bilder sind im Nachhinein auch für mich immer eine Freude, nur leider wiegt das Equipment dafür 2,5 kg - und daran wird sich auch nie was ändern. Und dabei habe ich mit dem Wechsel auf die kleinere Systemkamera und das 4/3 Format schon eingespart was ging. Dagegen sind die paar hundert Gramm, die man mit dem DCF-Material spart, eigentlich ein Klacks. Aber in der Summe macht es eben doch was aus. Was die Freude angeht: zwischendurch hatte ich beim weglosen Abstieg ins Partnachtal gewaltiges Muffensausen, und mir blieb nichts anderes übrig, als die Felsen anzubrüllen. Wie reagiert ihr eigentlich in solchen Situationen?

Hi,

Zuerst: Sau geile Tour. Das sieht echt super schön aus.

Zu deiner Frage: In der Regel bin ich selten alleine unterwegs. Aber bei Muffensausen ist es enorm wichtig nicht in Panik zu verfallen. Und ich finde das geht alleine leichter als in der Gruppe. Also alleine muss man sich mehr beherrschen, weil es niemand gibt, der einem helfen könnte. Was genau war denn der Grund für deine Angst? Steiles Gelände, Lawinen, Verirren...

In Schottland bin ich weglos durchs Moor gelaufen und war so angestrengt, dass ich mich auch lauthals beschwert habe. Den Ärger rauslassen hilft, finde ich.

Liebe Grüße,

Felix

Edit: Wie hast du das mit den Langzeit-Aufnahmen mit so kalten Temperaturen gemacht? Bei mir gibt da der Akku immer auf...

bearbeitet von Felix_

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Ich finde auch, dass es geholfen hat, den Druck rauszulassen. Zur Kamera: die GH4 ist zwar nicht mehr das neueste Modell, ist aber absolut zuverlässig und der Akku hält auch bei zweistelligen Minusgraden mehrere Tage und macht dabei viele Langzeitbelichtungen und Zeitrafferfilme mit mehreren tausend Bildern mit. Wenn man sie mal nachts draußen vergessen hat, sieht sie am nächsten Morgen so aus. Macht aber nichts, anschalten, Objektiv putzen, weiterfotografieren.180218-12.thumb.jpg.c34fc92d4c8fc75823f042c09a041693.jpg

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schöne bilder, 

ich weiss nicht ob du andere Messer hast, ansonsten würde ich ein Mora empfehlen, ab dem Mora Bushcraft black(carbonstahl)/oder orange(stainless)  auch batoning möglich- das kriegst du nicht klein. um die  30.- bei HKGT, oder Mila sports. Diese Messer sind auch vom Stabilitäts - Gewichtsverhältnis sehr gut. 

lg  ben

bearbeitet von Ben

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@Ben: Ich habe geschwankt, welches Werkzeug ich zum Holz spalten mitnehmen soll. Das Hultafors Mini Beil liefert zwar die besten Ergebnisse, war mir mit 750 g aber zu schwer. Das Mora Light My Fire (95 g) ist zwar schön leicht und o.k. zum Schnitzen, meiner Meinung nach aber zum Batoning nicht zu gebrauchen. Deshalb habe ich mich schließlich für das Ali-Messer aus D2 Stahl (225 g) entschieden und habe das eigentlich auch nicht bereut. Ich weiß nicht, wie stark die Klinge von dem Mora ist, das du meinst. Die von meinem ist nur 2 mm dick und geht nicht durch den Griff hindurch. Das Ali-Messer ist 4 mm stark und man kann damit das Holz recht gut spalten. Den Griff habe ich schon wieder vernietet und mit massiven 4 mm Nieten sollten die Schalen in Zukunft eigentlich auch halten.

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bearbeitet von doman

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vor 4 Stunden schrieb doman:

Was die Freude angeht: zwischendurch hatte ich beim weglosen Abstieg ins Partnachtal gewaltiges Muffensausen, und mir blieb nichts anderes übrig, als die Felsen anzubrüllen. Wie reagiert ihr eigentlich in solchen Situationen?

Ich bin nicht so der Brüller, ich fokussiere mich auf den Atem und meinen Körper, um die Gedanken aus der Angst- oder gar Panikspirale rauszuholen und mich wieder fokussieren zu können.

  • Langsam einatmen, tief in den Bauch. Und ebenso langsam ausatmen. Bis sich der Puls so weit beruhigt hat, dass ich problemlos langsam bis 5 zählen kann je Ein- und Ausatmer. Falls ich die Hände frei habe, lege ich eine Hand auf den oberen Brustkorb und eine unterhalb der Rippen auf den Bauch. Die Hand auf den Rippen sollte sich nicht bewegen beim einatmen, die Hand auf dem Bauch sehr wohl.
  • Was man auch in fast jeder Situation machen kann, in der man alle vier Extremitäten zur Eigensicherung braucht, ist sich in der Umgebung umzuschauen oder sich ein Gedankenbild zur Hilfe nehmen und überlegen: 5 Dinge, die man sieht. 4 Dinge, die man berühren kann, 3 Dinge, die man hören kann, 2 Dinge die man riechen kann und ein Ding, dass man schmecken kann. Die Kombination der 5-4-3-2-1 Regel mit den Sinneswahrnehmung kann beliebig variiert werden. Hauptsache man erinnert sich an 5-4-3-2-1.
  • Ich finde es auch hilfreich mit dem Daumen die Finger der Reihe nach anzutippen. Also Fingerkuppe an Fingerkuppe kurz berühren. Vom Zeigefinger zum kleinen Finger und wieder zurück. Das geht auch mit einer Hand wenn man gerade nur eine Hand frei hat. Wer hierzu mehr lesen möchte, kann Mal nach stimming und Autismus googlen. Stimming hilft bei der Reizregulierung und ich finde man kann da auch nützliches lernen, wenn man im Alltag weniger mit Reizüberflutung zu tun hat, sondern eher in seltenen mentalen Ausnahmesituationen. 
  • Falls man sich aus der Situation zurück ziehen kann in eine ungefährlichere Situation, kann man sich auch gut wieder erden mit progressiver Muskelanspannung. Dabei wird isoliert ein Muskel bzw. die Muskeln einer Körpertherapie für mehrere Sekunden maximal angespannt, und dann radikal locker gelassen. Das kann man zum Beispiel mit den Fingern machen. Dann mit der Faust, dann mit dem Unterarm, dann den Oberarm, anschließend der ganze Arm. 

Mit klaren Kopf dann die Situation neu beurteilen und somit hoffentlich eine bessere Entscheidung treffen können oder sich wieder ruhig und sicher fortbewegen können.

OT: Beim Brüllen im Gebirge und insbesondere im Winter hätte ich Bedenken dass die Schallwellen Gesteinsschlag oder Lawinen auslösen. Vermutlich reine Paranoia, aber ich lass das trotzdem sein mit dem Brüllen. Kann mir aber gut vorstellen, dass das auch sehr erdet. 

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Ich hatte bisher noch keine Situation, bei der ich auf Tour Druck oder Ärger rauslassen musste. Krasse Situationen gabs schon öfter, aber ich klassifiziere so etwas als Teil meines Abenteuers. (Abenteuer ist ja genau das, was ich draußen erleben will). Allerdings halte ich es im Leben und im Alltag so wie @Kay. Kontrolle durch das Atmen gewinnen oder behalten. Die 5-4-3-2-1-Regel kannte ich noch nicht, werde mich aber mal etwas näher damit beschäftigen, finde ich sehr interessant.

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vor 5 Stunden schrieb doman:

Ich weiß nicht, wie stark die Klinge von dem Mora ist, das du meinst

3.2mm stark 11cm lang, hidden tang 2/3 des griffes, ca 150g mit scheide...ist wie gesagt nicht klein zu kriegen. der griff ist gummiert und lang genug für behandschuhte Hände, bietet guten Grip auch im Winter.

Lg 

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@BenDann ist deine Mora-Klinge stärker als meine, könnte also als Zwischengröße meiner Messer interessant sein. Aber ich werde wahrscheinlich kein neues Messer kaufen, sondern jeweils neu abwägen, welches aus meinem Fundus ich mitnehme.

@KaySchon interessant, wie jeder anders auf eine ungeplante Gefahrensituation reagiert. Panik hatte ich aber nie und musste auch nicht um meine Körperkontrolle ringen, insofern weiß ich nicht, ob das 5-Punkte-Programm mir genützt hätte. Die Situation war folgende: ich wusste irgendwann, dass das nicht der richtige Weg sein kann und mir war zugleich klar, dass ich nicht die Kraft haben würde, die extreme Steigung zurück zu klettern, um nach dem richtigen Weg zu suchen. Also gibt es nur eine Möglichkeit: so kontrolliert wie es nur geht weiter abzusteigen. Aber ich wusste nicht, ob nicht vielleicht am nächsten Felsentor eine senkrechte Stufe kommen und diesem alternativen Abstieg ein Ende bereiten würde. Daher das Muffensausen. Zugleich ärgerte ich mich permanent über den Fehler, den ich gemacht hatte - und diese Spannung musste ich akustisch abbauen. Letztlich habe ich daraus gelernt, dass man im Winter keinem Sommerwanderweg folgen sollte.

bearbeitet von doman

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Alternativ wäre noch das Gransförs Minibeil mit 500g, aber da ist die Durchschlagkraft bei größeren Stücken nicht so toll.

Was genau ist bei deinen Schneeschuhen gebrochen?
Hatte auch bei einer Tour, wo Aufhängung der Bindung gebrochen ist.

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Ja, das Gränsfors ist noch mal etwas leichter als meins. Ich mag die Mini Beilchen eigentlich sehr, weil sie doch viel besser als Messer einzusetzen sind. Letztlich tat es das Ali-Messer aber auch.

Wie man auf dem Foto glaube ich erkennt, ist die Befestigung an dem Punkt gebrochen, wo die Schuhplatte in den Riemen übergeht. Ich war mit den Schneeschuhen beim Globi und einigermaßen enttäuscht, dass die mir mit meinem 12 Jahre alten Modell überhaupt nicht weiterhelfen konnten. Die Teile sehen heute noch haargenauso aus, nur die Schuhbefestigung ist aktuell anders. Dass MSR als Marktführer da keine Ersatzteile für ältere Modelle anbietet, finde ich äußerst merkwürdig.

bearbeitet von doman

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vor 12 Stunden schrieb doman:

Wie man auf dem Foto glaube ich erkennt, ist die Befestigung an dem Punkt gebrochen, wo die Schuhplatte in den Riemen übergeht.

Auf dem Foto ist das schwer zu erkennen, ist Kunststoffplatte hin?

vor 22 Stunden schrieb Ben:

ich weiss nicht ob du andere Messer hast, ansonsten würde ich ein Mora empfehlen, ab dem Mora Bushcraft black(carbonstahl)/oder orange(stainless)  auch batoning möglich- das kriegst du nicht klein.

Ich schlage beim batoning immer auf die Spitze der Klinge. Selbst mein altes Mora aus Karbonstahl macht das ohne zu zicken mit. Mit gut 10 cm, ist mir die Schneide dafür manchmal etwas zu kurz, aber für 100 g ist es ein unglaublich effektives Werkzeug.
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OT: Da das Sägen von größeren Mengen Holz echt mühsam ist, hat die Opinel Klappsäge vor einiger Zeit ein upgrade bekommen. ;-)

VG. -Wilbo-

bearbeitet von wilbo

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@noodles (ich sehe, du bleibst bei literarisch-filmischen Pseudonymen): Ich geb mir Mühe, habe aber in der ersten Nacht eine ganze Reihe Bilder durch eine falsche Blende vermurxt. Was die Funken angeht: zum Glück ist noch kein Loch drin. Immerhin beträgt der Abstand zwischen Schornsteinspitze und Zeltspitze 80 cm. Im Fall des Falles sehe ich diesem Unfall (der bestimmt kommen wird) aber auch gelassen entgegen. DCF lässt sich völlig problemlos durch Klebepatches flicken.

@Einzelkämpfer (der Name gefällt mir): Ich finde auch, man lernt durch solche Unternehmungen ständig dazu. Eine perfekte Tour wäre irgendwie auch eine langweilige Tour. Aber was meinst du genau, was nicht funktioniert hat?

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@wilbo: Was die Größe deiner Holzwerkzeuge angeht, bist du aus Gewichtsperspektive natürlich auf der Gewinnerseite. Aber für meinen Einsatzzweck wäre ich doch skeptisch, ob das funktioniert hätte. Dazu ist zu sagen, dass die Bereitstellung des Feuerholzes für mich existentiell war, sonst hätte ich kein Wasser gehabt. Ich hatte eine Tajima-Säge von 240 mm Länge dabei, die meiner Ansicht nach genau die richtige Größe hatte. Zusammen mit dem Cordura-Futteral, das ich dafür genäht habe, wiegt sie 288 g. Auf dem UL-Treffen im letzten Herbst haben wir einen Vergleich mit der Sägeleistung einer 210 mm-Säge angestellt. Der Unterschied war immens, bei praktisch identischem Gewicht. Deine Opinel-Säge hätte auch gegen diese Säge wahrscheinlich ziemlich alt ausgesehen - wie gesagt immer unter der Perspektive, dass die Bereitstellung von genügend Feuerholz für den Ofen eine zwingende Voraussetzung für meine Tour war. Für ein Wohlfühl-Lagerfeuerchen, auf dem man im Sommer durchaus auch mal was kocht, würde deine Säge wahrscheinlich reichen.

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vor 12 Minuten schrieb doman:

Deine Opinel-Säge hätte auch gegen diese Säge wahrscheinlich ziemlich alt ausgesehen -

Jupp, ganz sicher!
Die Tajima-Sägen schaffen einiges wech.

vor 2 Stunden schrieb wilbo:

OT: Da das Sägen von größeren Mengen Holz echt mühsam ist, hat die Opinel Klappsäge vor einiger Zeit ein upgrade bekommen. ;-)

https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/1651-leichte-säge/?do=findComment&comment=117205

VG. -Wilbo-

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vor 2 Stunden schrieb doman:

@Einzelkämpfer (der Name gefällt mir): Ich finde auch, man lernt durch solche Unternehmungen ständig dazu. Eine perfekte Tour wäre irgendwie auch eine langweilige Tour. Aber was meinst du genau, was nicht funktioniert hat?

Servus Doman, falsche Ausdrucksweise von mir Pardon. Ich hatte schon einige Erlebnisse bei denen Ausrüstung nicht dass gehalten hat was ich mir von ihr versprach und planen tue ich auch nicht gerade gerne. Ich zieh am liebsten von der Haustüre aus los, immer der Nase nach und gerne ohne Karte und Vorinformation. 

Nasse Füße bei Minusgraden, da heißts schnell und zielgerichtet handeln oder abbrechen.

Der Name ist Programm weil ich meist alleine unterwegs bin und vor einigen Jahren einen Lehrgang bei der BW gemacht habe, 

seitdem darf ich mich so nennen. :grin:

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Ah, verstehe. Die nassen Füße habe ich mir ja erst ganz zum Schluss an einem Nebenbach der Partnach geholt. Da war schon absehbar, dass ich nur noch eine knappe halbe Stunde brauchen würde, bis auf der Alm wieder der Ofen brennt und es entsprechend warm werden würde. Was wirklich dumm war: ich habe beim Abstieg meine Tyvek-Unterlage aus der Netztasche verloren und hatte im Zelt nur den Rucksack und zwei DCF-Säckchen als wasserdichte Unterlage im Schnee. Aber ich habe tatsächlich am selben Abend noch ein Paar Socken getrocknet und die Merino-Long-Johns waren nur noch klamm, als ich in den Schlafsack gestiegen bin. Am nächsten Morgen war alles trocken. Bei Dauerregen in einem nasskalten Hebst hätte das anders ausgehen können.

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