Jump to content
Ultraleicht Trekking
Tsunamis

Tipps für Nähmaschinen Anfänger

Empfohlene Beiträge

Ich war heute im Nähmschinenladen. Dort sagte man mir das Fehlerbild mit den mehrfachen Fäden über der unteren Spule läge am falschen Einfädeln des oberen Fadens. Ich schwöre aber Stein und Bein, dass ich richtig eingefädelt habe. So schwer ist das ja nicht und es ist ja gut bebildert. Außerdem muss der Fuß oben sein, während man den Oberfaden einfädelt, weil beim Absenken der Faden irgendwie festgehalten wird. Aber auch da bin ich mir sicher, das getan zu haben. Desweiteren hieß es, dass zu dicke Garne auf manchen Maschinen nicht gehen würde und ich habe eine günstige Maschine, aber so dick sei mein Faden ja auch nicht. Zu guter Letzt sagte sie mir, dass mein Rasant 75 Garn von schlechter Qualität sei und zeigte mir Unregelmäßigkeiten im Faden. Noch ein Hinweis war, dass meine Maschine eine dreifache Vernähung beim Geradestich kann und das evtl. dickes Garn ersetzen würde.

Also, so richtig weitergeholfen hat mir das alles nicht. Ich bin etwas verunsichert ob ich doch noch irgendetwas falsch mache. Ich werde weiter verschiedene Variante probieren und neu einfädeln, wenn der Fehler wieder auftritt.

Edit: Ich dreh durch: Eben nochmal versucht, wieder das Problem gehabt. Neu eingefädelt, dann ging's. Keine Ahnung was der Unterschied ist, ich fädele eigentlich immer gleich ein. Scheinbar aber nicht.

bearbeitet von Tsunamis

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 30 Minuten schrieb Tsunamis:

Dort sagte man mir das Fehlerbild mit den mehrfachen Fäden über der unteren Spule läge am falschen Einfädeln des oberen Fadens.

Um die Oberfadenspannung einzustellen, wird der Faden ja zwischen zwei Tellerchen hindurchgeführt. Durch Drehen am entsprechenden Rädchen, drückt eine Stahlfeder diese beiden Teller zusammen und erhöht damit die Fadenspannung.

Bei unserer alten Pfaff war diese Feder einfach ausgeleiert und erzeugte selbst bei Max-Einstellung null Druck auf den Mechanismus. Es war ein wenig kniffelig, aber man konnte die Federspannung mittels einer Verstellmutter nachjustieren. Seitdem läuft es wieder.

Ich hatte auch schon Verschmutzungen oder Faserreste zwischen den Tellerchen. Hier sollte man öfter genauer hinschauen und gegebenenfalls mit richtig Druck druchpusten.

VG. -wilbo-

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich bin da der gleichen Meinung wie @wilbo. Guck dir mal die beiden konvexen Scheiben an, welche die Oberfadenspannung regulieren. Evtl Mal versuchen diese zu reinigen bzw. wie gesagt auszupusten.

Ein guter Test ist auch, den Oberfaden durch dieses Spannungsmechanik laut Anleitung durchzufädeln, anschließend den Nähfuss abzusenken (dann wird die Oberfadenspannung nämlich "aktiviert") und anschließend am Faden zu ziehen. Da sollte nun etwas Widerstand zu spüren sein. Dieser muss sich ändern, wenn du die Fadenspannung regulierst. Wenn er ganz leicht durchflutscht, ist da was nicht okay. Kann er evtl beim einfädeln vorbei rutschen? Das würde erklären, warum es manchmal funktioniert und manchmal nicht. 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wenn man beim Fehlerbild anfängt, dann ist relativ logisch, dass der Oberfaden nicht ausreichend hochgezogen wird, um fort zu sein, wenn der Greifer seine "Leerrunde" fährt.

Keine Ahnung wie der Hebel/Apparillo/Pijaukel heißt, der den Faden hochzieht. Wenn er hoch geht, dann hat er es mit zwei Fadenspannungen zu tun. Einmal auf der linken unteren Seite den Widerstand im Stoff, der Nadel und ggf. weiteren elektronischen oder mechanischen Klemmvorrichtungen der Nähmaschine, letztere bei einer günstigen wohl nicht.

Der andere Widerstand auf der rechten oberen Seite des Hebels ist die "Oberfadenspannung", die erwähnten Tellerchen. Sauber und Ölfrei sollten sie sein. Hinzu kommen manchmal klemmende Garnröllchen etc...

Diese Widerstände müssen so ausbalanciert sein, dass Der Pijaukel den Faden HOCH zieht, und nicht RUNTER. Ist klar.

Die Faktoren sind 

1)Fadenspannung Tellerchen

und Kontra

2)Dicke der Nadel

3)Dicke des Fadens

4)Klemmkraft des Stoffes

 

Welcher Stoff verarbeitet werden soll steht fest, das Garn auch. -》 einmal eine Nummer dickere Nadel testen.

Viel mehr kann man auf der Linken Seite erstmal nicht tun.

Also Fadenspannung auseinanderbauen, säubern. Schau mal nach, ob einer der Tellerchen oder beide einen Steg quer durch die Bohrung in der Mitte haben, und ob dieser verbogen ausschaut.

Das Ein- und Ausschalten der Fadenspannung funzt durch ein Metallstäbchen, welches in der Hohlachse der Fadenspannung rausgedrückt wird, gegen den Steg des äußeren Tellers drückt, und damit die Spannung rausnimmt.

Dass soll bei Haushaltsmaschinen ausschließlich dann passieren, wenn der Fuß oben ist, damit man das Nähgut drunter weg bekommt. Ist der Fuß richtig montiert, sodass die Fußstange ganz runter geht?

Bei einer meiner Maschinen musste ich ein solches Stäbchen gegen ein kürzeres tauschen. Keine Ahnung warum es zu lang war. Aber jetzt funzt es optimal.

Wenn die Feder, wie von Wilbo angesprochen, ausgeleiert sein sollte, kann man sie erstmal auch händisch wieder etwas recken.

Wenn der Fehler noch immer besteht kommt jetzt der schwierige Teil ;)

Es kann auch eine ganz andere Ursache haben, nämlich Dreck im Greifer.

Die Frau im Nähgeschäft hat insofern Recht, dass corespungarne wie das Rasant ziemlich unregelmäßig sind, und ziemlich viel fusseln. (Getacor imo weniger als Rasant) Brauchen tut man sie natürlich trotzdem.

Bei den meisten Maschinen kommt die Spule in eine Spulenkapsel, und letztere wird in den Greifer geklipst. Das Teil wo die Spulenkapsel reingeklipst wird, ist aber nicht fest mit dem Greifer verbunden. Es liegt lose drin, und wird nur von einem kleinen, in der Regel abschaubbaren Rand gehalten.

Unter diesem Teil muss der Oberfaden gut durchflutschen können.

Bei mir sammelt sich unter diesen Teilen in regelmäßigen Abständen so viel Mist, dass der Faden dort klemmt. Das führt zu einem sehr ähnlichen Ergebnis, nämlich einem Wuhling Oberfaden um den Greifer...

Also Zerlegen, Säubern, Zusammensetzen.

Wenn es jetzt noch immer nicht klappt, dann kommen als nächstes echt schwierige Abstands und timing Einstellungen am Greifer... Da lohnt es sich fast, erstmal eine andere Maschine zu benutzen ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@FlorianHomeier Danke dir für die ausführliche technische Beschreibung, die finde ich sehr interessant und hilfreich.

Das "Sendung mit der Maus" Video zur Nähmaschine fand ich auch erleuchtend, um überhaupt mal das Prinzip zu verstehen.

Ich habe mittlerweile um die 12 Meter erfolgreich genäht. Nicht schön, aber ich arbeite ja mit meinem "Lernstoff". Ich hatte noch ein Mal den Fehler und konnte ihn erneut durch neu Eingefädeln beheben. Ich habe aktuell den Verdacht, dass ich nach dem Einfädeln des Oberfadens den Faden an der Garnrolle festhalten muss und den Faden unten an der bzw. hinter der Nadel ziehen muss und er dann durch diese Spannung erst richtig zwischen den Tellern der Spannungsregulierung zu liegen kommt. Das scheint nicht immer nötig zu sein.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Super, dieser Thread. Nur möchte ich mal den Faden von vorn aufrollen und mich nach einer Nähmaschine erkundigen. Möchte mich nun mal an verschiedene MYOG's wagen und brauche dazu eine Maschine.

Nur welche? Und welcher Hersteller?

Vor einigen Jahren habe ich mir mal eine vom Albrecht Discount gekauft, "FIF", doch bin ich mit ihr nicht zufrieden. Sie stinkt beim Nähen, man kann nur Vollgas geben und total laut ist sie auch. Weiß auch gar nicht mehr, was ich bezahlt habe. Vielleicht so 80€... 

Deshalb meine Frage als absolute Anfängerin im Nähen, wieviel muss ich denn ausgeben, um wenigstens etwas an Qualität zu bekommen? Ne Freundin empfahl mir eine von "W6", aber von diesem Hersteller habe ich noch nie was gehört (wie vorher übrigens von FIF auch...). 

Welche Art von Maschinen haben denn so die Cracks unter Euch? Muss es eine Overlock sein? Als preisliche Grenze habe ich mir mal 250€ gesteckt - ne preiswertere wäre auch in Ordnung....

 

 

bearbeitet von Ann-Kathrin

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@ Mods: Vllt sollte Man die Nähmaschinenkaufberatung auslagern in einen Extrathread.

Genäht habe ich schon auf Husqvarna, AEG, Meister, Victoria, Singer und Pfaff. Funktioniert haben sie alle.

Für 250 € bekommt man schon eine ältere, gebrauchte, generalüberholte Pfaff in Vollmetall (alt ist gut!). So eine hat mich jahrelang begleitet. Zuletzt hat sie die Grätsche gemacht nachdem eine Feder gebrochen war die man lt. meinem Nähmaschinenmechaniker als Ersatzteil nicht mehr nachgekauft bekommt:-o.

Als Ersatz habe ich mir jetzt mal zum ausprobieren eine billige Einsteigermaschine von Singer geholt (gebraucht, ebay- Kleinanzeigen, 1x von der Vorbesitzerin benutzt, 65 €). Viel Plastik, aber auch kaum Geräusche beim Nähen, schön leicht. Die ersten Nähversuche waren vielversprechend. Bei den ganzen Ultraleichtstoffen sind keine Wahnsinnsanforderungen an die mechanische Stabilität gestellt, aber die nächste untere Rucksackecke mit Hüft- und Schultergurtverstärkungen gleichzeitig kommt bestimmt. Mal sehen wie lange sie hält.

So an fancy Stichen braucht man erstaunlich wenige. Gerade und Zickzack sind völlig ausreichend. Sechsstich-Zickzack und der Geradstich der ab und an ein Zack reinmacht (Keine Ahnung wie der heißt, es ist IMHO der Overlockstich des armen Mannes.) sind nice to have. Meine alte Pfaff hatte nur Gerade und Zickzack.

Falls du viel Pullis und Hosen nähst, dann ist eine Overlock wohl super, für Ausrüstung (Zelte, Rucksack) ist sie allerdings kaum zu gebrauchen. Persönlich habe ich noch nie eine besessen und auch nicht vermisst, ich nähe aber auch kaum Kleidung.

LG, Christian

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Eine schöne Pfaff von Ebay gibts schon für um die hundert Euro.

Nix elektronisches, einfache Mechanik reicht.

Damit habe ich angefangen.

Overlock habe ich noch nie gebraucht. Das kann man auch mit ZickZack machen.

Wichtig bei Hängematten- oder Tarpstoffen ist es, diese mit dem Lötkolben statt

mit der Schere zu schneiden.

 

Gruss

Konrad

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wobei eine gebrauchte ältere Pfaff auf jeden Fall probegenäht werden sollte. Viele haben solche Maschinen geerbt und kennen sich nicht gut genug aus, um zu checken ob sie richtig näht, sondern gucken nur ob der Motor läuft und das wars.

Also entweder von jemandem mit Ahnung kaufen und genau nachfragen oder anschauen das Wunschmaterial mit Nadel und Faden mitnehmen und ausprobieren. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@hmpf berechtigter Einwurf. Auf jeden Fall mindestens eine Nähprobe zeigen lassen. Bei diesen alten, mechanischen Systemen muß man mit einer Wartung rechnen. Ich bekomme die alte Pfaff meiner Mutter (vor ca. 60 Jahren zur Hochzeit geschenkt), mit der habe ich schon durch mehrere Lagen Cordura 1000 plus Schaumstoff und Gurtband genäht - unverwüstlich, aber begrenzt in den Stichen. Gerade, Zickzack in verschiedener Breite, das wars. Aber Fußbetrieb, Gußeisen und unverwüstlich (und kaum transportabel).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

Die 12xx er Reihe (1209, 1212, 1213, 1217, 1221, 1222) werden aktuell sehr gehyped, weil sie i.d.R. Obertransport und einen starken Motor haben. Ganz besonders die 1222 wird oft überteuert und im schlechten Zustand angeboten. Dann zahlt man 250 für eine Maschine und nochmal 200 für die Wartung, das lohnt sich m.E. nicht wirklich. Wenn man so ein Teil testen kann und es sehr gut läuft, sind 250 € aber voll okay.

bearbeitet von hmpf

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 13 Stunden schrieb Ann-Kathrin:

Ne Freundin empfahl mir eine von "W6", aber von diesem Hersteller habe ich noch nie was gehört (wie vorher übrigens von FIF auch...). 

Ich habe seit mittlerweile 5 Jahren eine W6 1235/61 und kann sie durchaus weiterempfehlen - der Preis scheint etwas gestiegen zu sein, aber bei idealo wird sie ab ~120€ aufgeführt. Ich hab damit alles vom Packsack, über Kleidung, bis hin zu Zelt und Umhängetaschen genäht und auch wenn es natürlich manchmal nett wäre, für diesen oder jenen Aspekt eine andere oder speziellere Maschine zu besitzen, kommt man damit schon seehr weit, wenn man ihre Grenzen kennt. 

Ich würde Dir daher empfehlen, einfach loszulegen und nicht gleich das MYOG-Budget für die Maschine zu verpulvern. Das Geld ist imho besonders am Anfang besser in Stoff angelegt - nur so sammelst Du Erfahrung, kannst einschätzen ob das MYOGen überhaupt was für Dich ist, und was Du bei einer Nähmaschine wirklich brauchst/willst, wenn Dich dann der MYOG-Virus gepackt hat ;-) Außerdem kommen ganz schnell noch Kleinigkeiten dazu, die sich auch schnell summieren: Schere, Garne, Nadeln, Rollschneider, Nähfüße, etc.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 14 Stunden schrieb Ann-Kathrin:

Nur welche? Und welcher Hersteller?

Grundsätzlich kannst du dir erstmal überlegen ob du eine Freiarm oder eine Flachbett-Maschine haben möchtest. Lange Nähte wie von einem Tarp oder Quilt oder auch Rucksack lassen sich besser nähen, wenn eine große Auflagefläche wie bei einer Flachbett-Maschine vorhanden ist. Mit einem Anschiebetisch (kann einfach selbst gebaut werden) geht das aber auch mit einer Freiarm-Maschine. Mit dieser lassen sich auch Hemdenärmel und Hosenbeine wesentlich einfacher nähen. Daher ist die Freiarm-Maschine wesentlich flexibler. 

Die nächste Frage ist die nach dem Stichumfang: Brauchst du Zierstiche und eine große an elastischen Stichen, weil du vorhast Kleidung aus elastischen Stoffen wie Jersey zu nähen oder reicht dir ein einfacher Grad- und Zickzackstich?

Dann die Frage, wie stark der Motor sein muss. Einige Maschine schaffen es nicht mehrere Lagen Gurtband zu vernähen, das ist aber bei der Rucksackherstellung nötig, daher sollte sie mindestens 3 Lagen Gurtband + 2 Lagen Stoff können. 

Das sind jetzt aber nur ein paar grundsätzliche Fragen, ganz konkret kann ich empfehlen im Bekanntenkreis und der Familie nachzufragen ob jemand eine Maschine über hat und sie dir schenken würde. Manchmal findet sich auch welche auf dem Sperrmüll.

Drei Modelle, mit denen ich genäht habe:

  1.  Pfaff 90 vom Sperrmüll im Schrank: Kann nur Grad- und Zickzackstich ist aber unverwüstlich, da sie fast komplett aus Metall ist. Der Motor ist super stark und mit etwas Öl schnurrt die Maschine wie ein Kätzchen. 
  2. Pfaff 1209: Hat 90 Euro gekostet. Eine Freiarm-Maschine mit Obertransport, die kompakter ist als andere Modelle ihrer Baureihe. Der Vorteil gegenüber einer 1221 oder 1222 sind die bereits verstifteten Zickzacklager. Das ist so eine Kinderkrankheit, die noch bei 21er und 22er auftrat und verhindert, dass die Stichlage und die Stichart eingestellt werden kann. Nähmaschinenforen sind voll davon (Stichwort Wanderlager). Hier noch ein Link zu Plünnenkreuzer, der ebenfalls eine 1209 besitzt.
  3. Privileg Raffinesse II: Habe ich von meiner Mutter bekommen, als sie sich eine neue Maschine zugelegt hat. Funktioniert einwandfrei und geht ohne zu Mucken über Gurtband oder Jeans. Einziger Nachteil ist, dass Fadenspannung nicht manuell einstellbar ist. Das kann auch ein Vorteil sein, wenn es funktioniert. Wenn die Spannung aber nicht passt, ist es schwierig.

Und hier noch ein Link zum Hängemattenforum, wo Erfahrungen mit verschiedenen Modellen geäußert werden.

bearbeitet von hmpf
Link ergänzt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Für wirkliche Anfänger würde ich eine Anfänger-Maschine empfehlen die mit dem klar kommt was man machen möchte.
D.h. keine komplizierte Maschine die aber trotzdem mehrere Schichten Stoff schafft.
Ich hatte mir für "Schmutzarbeit" wie Apex und stumpfes geradeaus eine 70er Jahre Pfaff Hobby 907 geholt. Die gibts von 8xx bis 9xx. Bekommt man zw. 30 und 80...100 €.  Sind ziemlich leise, leicht und immer noch zuverlässig. Vor allem, weil die meisten kaum genutzt wurden bis auf ab und an mal was zu flicken.  Würde lieber so eine holen als doppelt so teuren aktuellen Plastikbomber.
Meine Hauptmaschine ist eine Pfaff 2023 (ClassicStyle fashion) welche mehr als das 11-fache der gebrauchten 907er gekostet hat.  Laufgereäusch ist identisch, Motorstärke ebenfalls. Die 2023er ist dafür ca. 30% schneller und hat IDT - dass bei sehr vielen Lagen stoff hilft diese zusammen zu halten.  So einen Obertransport gibt es für 20-25 € als Fuß für alle Maschinen zu kaufen. Funktioniert nicht wie das Original IDT von Pfaff, soll aber bei vielen Probleme aushelfen.
 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Am 17.11.2019 um 19:11 schrieb Tsunamis:

Ich habe aktuell den Verdacht, dass ich nach dem Einfädeln des Oberfadens den Faden an der Garnrolle festhalten muss und den Faden unten an der bzw. hinter der Nadel ziehen muss und er dann durch diese Spannung erst richtig zwischen den Tellern der Spannungsregulierung zu liegen kommt. Das scheint nicht immer nötig zu sein.

Stellst Du denn vor dem Einfädeln den Nähfuss hoch? Das sollte die Teller auseinanderschieben, und der Faden sollte automtisch zwischen die Teller zu liegen kommen. Beim Runterstellen sollte der Faden dann automatisch eingeklemmt werden. Wichtig ist natürlich, dass Du nach dem Einfädeln und vor dem Runtenstellen des Fusses den Faden durchziehst, so dass er nirgends mehr lose liegt und vor allem zwischen den Tellern durchgeht.

Schlaufen hatte ich mal, weil das Blech, welches bei der Spulenkapsel die untere Fadenspannung reguliert (es gibt dort eine Schraube), verbogen war. Je nachdem, ob der untere Faden dann links oder rechts unter diesem Blech durchgezogen wurde, war die Fadenspannung dann höher oder tiefer. Bei einer alten Maschine könnte der Greifer auch noch das Problem sein, falls dieser irgendwelche Scharten aufweist, an welchen der Faden hängen bleiben könnte.

Eine oben und unten korrekt eingestellte Fadenspannung ist auf jeden Fall absolut wichtig. Diese muss oben u.U. erhöht werden, wenn Du durch viele Stofflagen durchnähst, da dann mehr Reibung entsteht und mehr Kraft notwendig ist, um den oberen Faden zurück zu ziehen. Ein sehr glatter Faden ohne Fusseln kann das Nähen bei vieler Lagen erleichtern. Der Gütermann Allesnäher ist z.B. recht glatt. Auch sollte die Nadel gross genug sein.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 3 Stunden schrieb ULgeher:

Stellst Du denn vor dem Einfädeln den Nähfuss hoch? Das sollte die Teller auseinanderschieben, und der Faden sollte automtisch zwischen die Teller zu liegen kommen. Beim Runterstellen sollte der Faden dann automatisch eingeklemmt werden. Wichtig ist natürlich, dass Du nach dem Einfädeln und vor dem Runtenstellen des Fusses den Faden durchziehst, so dass er nirgends mehr lose liegt und vor allem zwischen den Tellern durchgeht.

[...]

Auch sollte die Nadel gross genug sein.

Ja, auf all diese Punkte achte ich. Mittlerweile klappt es ja auch meist ganz gut.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 19 Stunden schrieb hmpf:

Pfaff 90 ... ist aber unverwüstlich, da sie fast komplett aus Metall ist.

[Klugscheißermodus an :grin:]

Jain. Der Motor treibt die Maschine über ein Reibrad an. Nach dem Nähen muss das Reibrad entlastet werden. Der Mechanismus dafür ist aus Plastik und geht gerne kaputt. Dann bekommt das Reibrad eine Druckstelle, wenn man länger nicht näht. Dann kann von unruhigem Lauf bis durchrutschen alles passieren, je nach tiefe der Druckstelle und alter des Reibrades.

[Klugscheißermodus aus]

Ich würde noch die Pfaff 130, 131, 260, 261, 262, 360, 361, 362 oder die Singer 316G empfehlen.

mfg
der Ray

bearbeitet von derray

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor einer Stunde schrieb derray:

Ich würde noch die Pfaff 130, 131, 260, 261, 262, 360, 361, 362 oder die Singer 316G empfehlen.

Kannst du noch etwas dazu sagen, was besonders an den Maschinen ist und wofür sie gut geeignet sind und vielleicht auch welche Preisklasse? 

vor einer Stunde schrieb derray:

Der Mechanismus dafür ist aus Plastik und geht gerne kaputt

Danke für den Hinweis, wieder was gelernt. Laut Naehmaschinenverzeichnis.de ist auch "mindestens an einer Stelle, vermutlich um den Preis moderat gestalten zu können, ein Kunststoff-Zahnrad verbaut". Aber immerhin nur eins. Bei den späteren Maschinen, wo fast alle Zahnräder aus Plastik sind ist das Risiko viel höher, dass eins reisst. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 5 Minuten schrieb hmpf:

Kannst du noch etwas dazu sagen, was besonders an den Maschinen ist und wofür sie gut geeignet sind und vielleicht auch welche Preisklasse?

Ich bin am Umsteigen auf solche alten Maschinen, da z.B. u.a. die Pfaff 260/262 ein Schnellnäher ist und gerne mal 2500 Stiche/Min schafft, was bei ein paar Metern nähen oder langem, engen Zickzack das ganze Nähen doch gut verkürzt.

Vorteil dieser Maschinen ist, dass kein Plastik eingesetzt ist.  D.h. die leben noch locker 100 Jahre und länger, wenn man diese richtig pflegt. Und das ist es halt, weshalb ich blutigen Nähanfängern eher von solchen Maschinen abraten würde, da diese weder von der Bedienung einfacher sind noch leicht (15-20 kg) oder klein.  Geölt wollen die auch regelmäßig sein und nicht so komfortabel einstellbar wie aktuelle. Aber halt langlebig und je nach verbautem/angebautem Motor einiges schneller als heutige Haushalts-Nähmaschinen (wenn man dann soweit ist und so schnell nähen kann).
Singer 316g ist eine sehr hübsche, die ich mir auch zum anschauen geholt habe  ;)  Pfaff 260/262 gefällt mir aber bisher am besten. Ist auch quasi lautlos.  Die gibts als Freiarm-Version als 360/362er Pfaff.

Und entgegengesetzt vieler Anzeigen bei eBay+Kleinanzeigen sind dies alles keine Industrienähmaschinen, auch wenn von einigen so genutzt. Die können theoretisch aber so eingesetzt werden, da sehr robust. Mal eben paar lagen Leder oder Planenstoff nähen schafft jede der Pfaffs mühelos, wenn der Motor stimmt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 22 Minuten schrieb hmpf:

Laut Naehmaschinenverzeichnis.de ist auch "mindestens an einer Stelle, vermutlich um den Preis moderat gestalten zu können, ein Kunststoff-Zahnrad verbaut".

Das genannte Zahnrad ist im Antrieb des Greifers verbaut (siehe Bild 24 der Pfaff 92 im Nähmaschinenverzeichnis). 
Bei der Entlastungskontruktion ist ein Exzenter aus Plastik verbaut (siehe Bild 28 und 29 der Pfaff 92 und Bild 6ff der Pfaff 90).
 

vor 12 Minuten schrieb hmpf:

Kannst du noch etwas dazu sagen, was besonders an den Maschinen ist und wofür sie gut geeignet sind und vielleicht auch welche Preisklasse? 

Die sind alle einfach aber dafür robust konstruiert. Man kann quasi nichts kaputt machen. Und es gibt nicht zu viele, möglicherweise überfordernde, Einstellmöglichkeiten. Deshalb würde ich sie uneingeschränkt als Anfängermaschinen empfehlen. 
Preisklasse: Von 5€ bis oben offen... (die Phantasie einiger Verkäufer kennt da offenbar keine Grenzen - betrifft Preis und Beschreibung)
Also alles ähnlich zur Pfaff 90 nur ohne das Plastikzahnrad und mit Riemen, statt Reibrad.
 

vor 6 Minuten schrieb AlphaRay:

wenn man diese richtig pflegt. Und das ist es halt, weshalb ich blutigen Nähanfängern eher von solchen Maschinen abraten würde

Die Pflege ist doch denkbar einfach. Nach jedem größeren Nähprojekt einfach sauber machen und an jeden markierten Punkt ein Tröpfchen Öl. Fertig.
Das moderne Maschinen keine Pflege benötigen, weil sie ja so modern sind ist leider bei vielen ein Trugschluss. Machen kann das aber hier meist nur ein Fachmann, weil die Maschinen viel zu kompliziert aufgebaut sind. Ähnlich wie bei modernen Autos.

mfg
der Ray

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich nähe ja schon einige Jahre Outdoorzeugs.

Ich habe selten die Maschine auf ihre max Stichgeschwindigkeit gebracht. Mein Anlasser an der Pfaff hat einen Schalter, wo ich Vorschubgeschwindigkeit und damit auch die Stichzahl halbieren kann. Das benutze ich nur,  weil man auch ganz langsam und gefühlvoll starten kann.

 

Gruss

Konrad

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.








×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Wir haben Cookies auf Ihrem Gerät platziert, um die Bedinung dieser Website zu verbessern. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass Sie damit einverstanden sind. Lies bitte auch unsere Datenschutzerklärung, sowie unsere Nutzungsbedingungen und die Netiquette.