Über Nacht regnete es ein wenig und morgens sah es trübe aus.
Frühstück gab es erst ab acht, so dass ich nah dem Packen noch etwas Zeit im Aufenthaltsraum tot schlagen musste. Das Essen war lecker, selbst gebackenes Brot (sieht aus wie Kuchen), frische Waffeln, Käse, Marmelade und Eier, alles vegetarisch, aber dafür `organic` und selbst zubereitet.
Heute sollte es zum Myvatn gehen, aber vorher wollte in Akureyri noch die Vorräte aufstocken und den botanischen Garten besichtigen. Da ich etwas hungrig in den `Bonus` rein gegangen bin, musste ich mich beim Packen ganz schön anstrengen, irgendwie habe ich es dann aber doch geschafft. Den botanischen Garten fand ich schon beeindruckend, so weit im Norden habe ich nicht mit solch prächtigen Staudenbeeten gerechnet (die Tageslänge gleicht die niedrigen Temperaturen anscheinend wieder aus). Ein paar bekannte Gesichter vom Wale-Watching traf ich hier auch wieder.
Dann ging es weiter auf der Ringstraße Richtung Osten, Freitag Mittag bei gutem Wetter, Berg hoch, vollbeladen bis zum Anschlag, neben mir ein Wohnmobil nach dem anderen – Die Stimmung war im Keller! - Die Straße zog sich und die Landschaft war auch irgendwie langweilig. Einen Kilometer vor dem Godafloss dann dieses Hinweisschild:
Sprengisandur, F 26, 200 km durch Niemandsland, die längste Piste Islands...
Weiter ging es zum Godafloss, wieder ein toller Wasserfall.
Die norwegische Reisegruppe, die ich schon in Akureyri getroffen hatte, traf ich auch wieder, dass passiert auf Island öfter.
Der ganze Rummel ging mir auf die Nerfen, ca. 50 km auf der viel befahrenen Ringstraße sind es von hier aus noch zum Myvatn, dort dürfte es dann mindestens genau so voll sein, wie hier, irgendwie reizte mich die Strengisandur immer mehr. Im Soveniershop überdachte ich meine Lage, essen für mindestens 5 Tage hatte ich mit, leider gab es keine Gaskartuschen zu kaufen, aber ich rechnete damit diese an einer der Hütten im Hochland kaufen zu können. Gegen fünf Uhr Nachmittags bin ich dann nach Süden auf die Piste abgebogen. Die Stimmung wurde schlagartig besser (der Rückenwind trug sicher dazu bei). Ich hatte die Straße wieder für mich alleine und es lief richtig gut. Kurz nach beginn der F 26 fand ich an einem See ein schönes Plätzchen zum Zelten.