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Ultraleicht Trekking

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Beliebte Inhalte

Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 28.05.2019 in Beiträge

  1. 12 Overnighter im Jahr 2019

    Mario294 und 2 andere reagierte auf mosven für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    #1 Hallo allerseits, ich wollte mal meine leichte Ausrüstung testen und habe meinen ersten echten Overnighter des Jahres gemacht, die Nächte im Garten zum Test einzelner Ausrüstungsgegenstände möchte ich mal nicht zählen. Los ging's am Freitag um 18:00 mit der S-Bahn ab München zunächst nach Otterfing. Von dort 11km über Palnkam durch den Teufelsgraben zum Hackensee. Wegen der vielen Regenfälle in letzter Zeit waren die Wege oft sehr schlammig. Der See war auch weit über die Ufer getreten, weshalb ich im angrenzenden Wald mein Lager aufschlug. Dummerweise hatte ich vorher nicht gecheckt ob die Stirnlampe geladen war. Sie war es natürlich nicht Also Hängematte aufgehängt, während das Wasser fürs Abendessen kochte und erst mal was essen, Chicken Chipotle mit Reis, während es noch hell ist. Das nickelnagelneue Tarp im Dunkeln abzuspannen lieferte nicht so das Ergebnis, wie ich mir das vorgestellt hatte. Zu hoch über der Hängematte, in der Mitte der Seite fehlte eine Abspannung... Also z'samgepackt und auf die gute Wettervorhersage vertraut Am nächsten Morgen entschädigt der Sonnenaufgang und das Vogelgezwitscher für die doch recht kühle Nacht. Der Daunenschlafsack wird auf der Unterseite der Hängematte doch so sehr zusammengepresst, dass es von unten zu kalt ist. Eine Isomatte hatte ich absichtlich nicht mit, war ja schließlich ein Test Weiter gings dann 10km zum Kirchsee. Nach ausgiebigen Schwimmen, sonnen- und lufttrocknen am Steg und einem schönen Stück Kuchen am Seekiosk kamen die letzten 15km nach Bad Tölz, wo um 13:00 schon die Bahn nach Hause wartete. Insgesamt eine geile Aktion in schönster Gegend und ein guter Test für das ganze Zeug. Ganz besonders der Rucksack, der zum Test mit Proviant für zwei Tage und zwei Litern Wasser beladen immer noch nicht voll und nucht mal 6 kg schwer war hat es mir echt angetan. Das ruft nach der nächsten Tour Viele Grüße, mosven
  2. Impressionen von Touren

    Mario294 und ein anderer reagierte auf Matthias für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Cape Wrath Trail
  3. München Venedig im September

    Tipple und ein anderer reagierte auf Chiemgauer für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Für 95% der Strecke ...alles OK..."Ich" würd jetzt eher ungern von Birkkarspitze in Barfußschuhen absteigen wollen. (Tagelanges Wurzeltraining hin oder her )
  4. Selbstgemachte Trekking-Menüs

    Eowyn reagierte auf Serviervorschlag für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich hoffe, dass ich einen entsprechenden Thread nicht übersehen habe... Ich mache mir meine Trekking-Menüs gern selber, da mir die gekauften zu teuer und zu wenig Nahrhaft sind. Mit der Zeit habe ich mir folgende Menüs ausgedacht, die mir schmecken und folgenden Anspruch erfüllen: 1. Wiegen maximal (knapp über) 200 g 2. Haben einen Nährwert von mindestens 400 kcal/100 g 3. Sind ungekühlt eine gewisse Zeit lang haltbar 4. Brauchen zur Zubereitung nur heißes Wasser bzw. kurz aufgekocht werden. Menü 1 Nudeln in Käsesoße: 100 g Fadennudeln 20 g (1/2 Packung) Maggi Rahmchamignons 50 g geriebener Parmesan 20 g Kokosfett Zubereitung: Alles mit 300 ml Wasser in einen Topf geben, unter ständigem Rühren zum Kochen bringen und danach im "Pot-Cozy" 5 min quellen lassen. Wiegt (ohne Wasser) 190 Gramm und enthält 840 kcal und 30,8 g Protein. Menü 2 Kartoffelbrei: 70 g Maggi Kartoffelbrei 30 g geriebener Parmesan 30 g Kokosfett 30 g Röstzwiebeln 30 g zerbröselte Tortillachips. (Brösel, NICHT Pulver!) ca. 5 g Salz, Pfeffer und Chilipulver (gesamt) Es werden zwei Ziplockbeutel gepackt: einer mit Kartoffelbrei, Parmesan, Fett und den Gewürzen, der zweite mit Röstzwiebeln und Tortillas. Zubereitung: 350 ml Wasser zum kochen bringen und Kartoffelbreipulver, Käse, Fett und Gewürze dazugeben und glattrühren. Anschließend mit den Röstzwiebeln und Tortillabröseln bestreuen. Ich mag es, wenn sie knusprig bleiben, daher gebe ich immer nach und nach dazu. Man kann sie jedoch auch direkt unterrühren. Wiegt (ohne Wasser) 195 Gramm und enthält 944 kcal und 20,7 g Protein. Menü 3 Tomatencouscous: 90 g Couscous 50 g Nüsse 20 g Tomatencremesuppe 20 g geriebener Parmesan 20 g Kokosfett 1 g Salz 300 ml Wasser Zu Hause die Nüsse hacken (nicht zu klein, sie geben dem ganzen nachher etwas mehr Bissfestigkeit) Zubereitung: Wasser mit Salz, Fett und Suppenpulver aufkochen. Anschließend Couscous, Käse und Nüsse dazugeben, umrühren und 5-10 min in den Potcozy stellen und ziehen lassen. Das Ganze ist nachher von der Konsitenz her eher ein Risotto. Couscous kenn ich eigentlich als etwas trockenes, ähnlich locker wie Reis. Aber so "breiig" mag ich es lieber. Wer es trockener mag muss dann mit der Wassermenge experimentieren. Wiegt (ohne Wasser) 201 Gramm und enthält 960 kcal und 28,0 g Protein. Menü 4 Pikante Tomaten-Käse-Suppe (das habe ich mal für eine Freundin entwickelt, die wenig bis gar keine Kohlehydrate zu sich nimmt) Zutaten: 160 g Aubergine (in Würfeln mit einer Kantenlänge von 1 cm) 50 ml Olivenöl 1/2 Zwiebel (in feine Würfel gehackt) 1 Knoblauchzehe (zerstampft) 400 g gehackte Tomaten ein Schuss Baisamicoessig 1/2 Bund Basilikum 100 g Morzarella 25 Parmesan Salz, Pfeffer, Chili Die Aubergine mit dem Öl anrösten, im Anschluss die Zwiebeln und den Knoblauch dazugeben und mit anrösten. Sobald alles Farbe bekommen hat kommen die Tomaten, der Baisamico-Essig und der gehackte Basilikum dazu und alles wird auf kleiner Flamme gekocht, bis die Auberginen weich sind. Ich habe alles pürriert. Im Anschluss Morzarella und Parmesan dazugeben und schmelzen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken. Ich hatte danach noch ca. 800 ml Suppe. Die kam dann in den Dörrautomaten und wurde bei 60°C ca. 12 Stunden getrocknet. Durch das Öl und das Fett im Käse wird das ganze nicht krümelig trocken sondern bleibt "pappiger". Luftdicht verpackt und ungekühlt war das Ganze 3 Wochen problemlos haltbar. Zubereitung: einfach in einen Topf und mit Wasser auf 800 ml auffüllen. Dann unter Rühren aufkochen, kurz ziehen lassen und fertig. Wiegt (ohne Wasser) 170 Gramm und enthält ca. 912 kcal und 30,0 g Protein. Menü 5 Nudeln mit Basilikumpesto Zutaten: 90 g Gabelspaghetti 15 g frischer Basilikum 25 g Pinienkerne 25 g Parmesan 1/2 Knoblauchzehe 40 ml Olivenöl Salz Alle Zutaten für das Pesto mit einem Pürierstab zu einer Paste verarbeiten. Das Pesto und die Nudeln separat verpacken. Die Nudeln vor Ort kochen und anschließend mit dem Pesto vermischen Wiegt 200 g und enthält ca. 922 kcal und 23,5 g Eiweiß. Die kommende Woche experimentiere ich ein wenig mit einer Idee für ein "Thai Pad", die ich auf YT aufgeschnappt habe und guck, wie/ob ich das für mich umgesetzt kriege. Bei Erfolg/Interesse poste ich das hier. Und was macht IHR Euch, wenn Ihr draußen unterwegs seid?
  5. Lampe fürs Zelt

    sambucus reagierte auf Michas Pfadfinderei für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hallo, nimm doch einfach deine Stirnlampe welche du eh dabei hast. Ich nehme meine Petzl Bindi (35 Gramm) und hänge diese an einen Mini Alukarabiner (2 Gramm).
  6. Ich bin dann mal weg ...

    cafeconleche reagierte auf st3vie für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    So Leute, morgen geht's nach Schottland. East Highland Way von Fort William nach Aviemore... und falls noch etwas Zeit bleibt ein Übernachtungsausflug zum Loch Avon. Bleibt schön leicht unterwegs und bis denne!
  7. [Suche] Beinlinge/Chaps

    gregoreasy reagierte auf Konradsky für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Luxe hat welche. Sind aber nicht atmungsaktiv. Gruss Konrad
  8. West Highland Way

    Michas Pfadfinderei reagierte auf zweirad für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hallo liebe Leute Nachdem ihr mich mit Ratschlägen zu meiner Ausrüstung unterstützt habt, schreibe ich gerne noch etwas zu meinen Erfahrungen. Genau genommen war ich mit meinen 5.3 kg Basisgewicht nun nicht UL unterwegs. Gleich vorweg. Ich hatte die ersten Tage ausschliesslich sehr gutes und warmes Wetter. Tagsüber teilweise über 20 Grad C. Nachts gefühlte 2 - vielleicht etwas über 5 Grad C in den wärmeren Nächten. Angereist bin ich Sonntag Abend nach Glasgow und habe im Eurohostel übernachtet. Danke nochmals an @Felix_ für den Tipp. Ich kann die Unterkunft empfehlen. Einfach, günstig aber sauber. Spiritus aufzutreiben war leider etwas schwierig. Tiso hatte bereits geschlossen. Leider kam ich erst spät in Glasgow an, da Lufthansa meinen ersten Flug nach Frankfurt annullierte und der andere Flug hatte deutlich Verspätung. So blieb ich erzwungenermassen eine Nacht in Glasgow, statt direkt nach Milngavie zu reisen. Am Montag war der Spiritus in der einen Tiso Filiale ausverkauft. Also eine kleine Wanderung zur anderen Filiale, wo ich gleich noch ein Baseballcap kaufte. Einerseits als Sonnenschutz, da ich die Sonnenbrille zu Hause liess, andererseits auch fürs Kopfnetz, damit dieses nicht ins Gesicht kommt. Cap hat sich bewährt, auch wenn ich das Kopfnetz (übrigens nicht auf der Liste) nur einmal am Abend getragen habe. Rucksack: Grundsätzlich bin ich mit meinem Atompacks sehr zufrieden. Das Tragegestell hatte ich nicht dabei. Leider hatte ich während der Tour immer wieder starke Schmerzen im Nackenbereich die kamen und gingen. Auch jetzt noch schmerzt der Nacken leicht. Keine Ahnung woher das kommt und ob es lediglich Verspannungen sind. Was mich besonders irritiert ist, dass die Schultern ja kaum Gewicht trugen, sondern dieses auf den Hüften lastete. Ich werde das weiter beobachten und das nächste mal wieder das Tragegestell mitnehmen. Hoffe das kommt nicht wieder vor, ist unangenehm. Hat da vielleicht jemand eine Idee? Schlafen: Die Uberlite, welche ich kurz vor der Abreise noch auf die Knopflochmethdoe von stromfahrer umgerüstet habe, hat sich sehr bewährt und wird in Zukunft die Standardmatte im Sommer. Der Quilt hat sich einmal mehr ebenfalls bewährt, auch wenn ich in der einen Nacht „etwas kühl“ hatte. Genau genommen war ich aber einfach zu faul, mich wärmer anzuziehen. Tarp hat sich ebenfalls bewährt. Ich hatte ziemlichen Respekt vor der Regennacht am letzten Abend. Ich und die Ausrüstung blieben aber trocken. Einen deutlichen Nachteil erlebte ich in der dritten Nacht bei Bridge of Orchy. Der Wind kam abwechselnd aus etwa drei verschiedenen Seiten und so fand ich irgendwie keine optimale Aufbauvariante fürs Tarp, was etwas unbefriedigend war. Einerseits sicher einer der Nachteile gegenüber einem Tarptent/ Zelt. Andererseits habe ich was den Tarpaufbau und die Varianten anbelangt noch sehr wenig (5 Nächte) Erfahrung. Ich habe das Tarp jeweils als „Dackelgarage“ aufgebaut. Einmal habe ich die Halbpyramide versucht, war mir für meine 193 cm aber zu eng. Das Bugnet ist ein Sea to Summit Escapist Vis Bug Net, welches ich etwas umgebaut habe. Um dieses Teil war ich enorm froh! Was die Evazote anbelangt bin ich nicht sicher, ob die in Zukunft wieder mitkommt. Ist als Schutz für die Matte gedacht und als Polster für den Rucksack. Meistens ist das Ding in der Nacht aber verrutscht und die TAR war nahezu ungeschützt. Ich spiele mit dem Gedanken in Zukunft allenfalls ein kurzes Stück als Rückenpolster mitzunehmen. Zur Folie kann ich nichts sagen. Hat nun leider bereits einen Riss. Die Regennacht war nicht so heftig, als dass ich die Folie wirklich gebraucht hätte. War aber auch ganz nett eine Unterlage und somit eine Art „Insel“ für sich und die Ausrüstung zu haben. Kleiderschrank: Mit der Kleiderwahl war ich äusserst zufrieden und ich werde hier vorerst nichts ändern. Fleece hat sich gegen die Daunenjacke/ Daunenpuli sehr bewährt. Danke an @zeank für den Tipp. Da ich doch etwas kalte Füsse bekam, habe ich zum Schlauchtuch noch eine Kappe mitgenommen, was nicht nötig gewesen wäre. Bei kälteren Temperaturen hätte es aber wohl wieder anders ausgesehen. Einzig auf dem Ben Nevis hatte ich beides im Einsatz (Schlauchtuch für den Hals). Die wasserdichten Handschuhe von Raidlight haben sich ebenfalls bewährt, die hatte ich einige Male in Benützung. Zum Baseballcap habe ich oben bereits was geschrieben. Dieses trug ich täglich als „Sonnenbrille“ und ich mag das Teil auch wenn ich eigentlich kein Cap Typ bin. Gewaschen habe ich die Kleider und mich jeweils im Bach/ öffentliche Toiletten. Schuhe habe ich am Tag vor der Abreise noch gegen die Brooks Cascadia ausgetauscht. Küche: Im Gegensatz zu Touren zu zweit ist der Spirituskocher (Beercan Stove) für Singletouren die perfekte Lösung für mich. Spiritus war am Ende noch rund 3 dl der 5 dl übrig, aber es gab ja nur die 5 dl Flaschen. Überhaupt empfand ich die Beschaffung von Spiritus als sehr schwierig. Hier in der CH bekomme ich das Zeuge in jedem Dorfladen. Ich würde auch in Zukunft nicht ohne Kocher los, da ich gerade Morgens und Abend froh um meinen Kaffee/ Tee/ Ovi war. Der Kocher hat mit Abstand am meisten Reaktionen ausgelöst. Wirklich jeder der das Ding sah, war davon fasziniert Werkstatt/ Erste Hilfe: Da ich mir bei einer Tour kurz vor der Abreise noch einige (fiese) Blasen einfing, packte ich einige Blasenpflaster auf Reserve ein. Auch wenn ich wiederholt darauf hingewiesen wurde, dass ich hier abspecken kann, finde ich nichts mehr was ich rauswerfen mag. Necessaire: Badetuch war gold wert, auch wenn das natürlich noch etwas kleiner ginge. Seife habe ich nie gebraucht. Die Schaufel ebenfalls nicht, da ich glücklicherweise immer in der Nähe einer Toilette war als ich „musste“. Elektronik: Zugegeben eher schwer, hatte aber abgesehen von der Lampe alles „gebraucht“. Kamera muss einfach mit. Batterien hatte ich zu viele, da das Etrex 30 sehr sparsam unterwegs war und das trotz reger Nutzung (Geocaching). Ein Satz hielt 3-4 Tage. Taschenlampe habe ich überraschenderweise nie gebraucht. Mobiltelefon ist halt auch recht schwer. Ist halt ein Firmentelefon und ich mag kein zweites kaufen Apropos Geocaching. Hier und hier findet sich ein kleiner Bericht (Logeintrag) und hier einige Fotos. Herzlichen Dank nochmals an alle die mir hier Tipps gegeben haben. Den Weg kann ich übrigens sehr empfehlen, auch wenn er durch die kommerziellen Gepäcktransporte sehr gut besucht ist. Von überlaufen mag ich nicht reden, aber ohne die Gepäcktransporte wäre dort nur ein Bruchteil der Leute unterwegs.
  9. 1 Punkt
    Sie wird ihre Gründe haben auf Daune zu verzichten. Bis +5/0 Grad ist KuFa noch recht leicht und gut komprimierbar. Drunter wird es schwer. Multiuse Klamotten schon ausgelotet? Soll der Schlafsack auch weit über Null eingesetzt werden? Falls nicht dann MH Hyperlamina Flame. Auch da wird es knapp mit -5 Grad. Derzeit ab ca 130 Euro zu kriegen. Cumulus könnte Dir evtl den Comforter mit KuFa nähen. Oder die netten Slowenen von Gram XPerts. Die machen auch Sonderanfertigungen.
  10. Impressionen von Touren

    apiko reagierte auf fettewalze für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Gezwungenermaßen Ende März nur mit Handgepäck nochmals auf dem GR221/Mallorca unterwegs, da der für die Einführung ins Wandern vorgesehene Begleiter sich kurzfristig schwer am Bein verletzt hatte. 4 Nächte unter freiem Himmel bei sehr gutem, aber kaltem Wetter verbracht und viele neue Alternativ-Routen ausprobiert. Relevant gear: GG G4, Biwaksack, 20 Jahre alter Yeti-DaunenSs +5°, Salomon XA Enduro W, kaltes Essen Bilder sind unbearbeitet und stammen von einem "Knipser". Definitiv sollte man auf dem Weg von Lluc nach Pollenca von der Standardroute abweichen und den Weg über den Puig Tomir einschlagen. Wahnsinnig schöne Blicke bis Cap Formentor vom Gipfel und dann einem Hochplateau sind weitaus angenehmer als stures durch den Wald und Vorstadtgelaufe.
  11. Impressionen von Touren

    momper reagierte auf Dr.Matchbox für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Über Ostern 100km auf der Lahn bis nach Wetzlar. Bei traumhaftem Wetter und 0 Strömung eine anstrengende Tour die aber mit super Landschaft belohnt wurde. (Den Abschnitt Weilburg bis Diez von vor 3 Jahren habe ich als nciht so schön in Erinnerung.) Der Vorteil im Kanu, man kann auch mal ein bissl Luxuszeugs und auch das ein oder andere Kaltgetränk mitnehmen. Umtragen war kaum notwendig, einzig die Wehre (Die Lahn wird erst kurz vor Wetzlar zur Bundeswasserstraße mit Schleusen, etc.) erforderten manchmal etwas Mühe. Ansonsten ist Wasserwandern eine super Abwechslung zum Trekking und macht wirklich Laune.
  12. Evolution einer leichten Küche - Teil 2

    immermüde reagierte auf mosven für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    So, ich hoffe mit Teil 2 kann ich endlich @schwyzi zufriedenstellen Ich hatte ja in versprochen, im zweiten Teil meine Suche nach Eleganz und weiterer Gewichtsersparnis - sprich weiterer Optimierung darzustellen: Meine nächste Überlegung war, dass es einen Topfständer und eine guten Windschutz doch auch in einem Stück geben müsste, und dass dies leichter sein müsste, als meine zwei Teile. Ich war angefixt von der Idee der Cones und wurde fündig: Das ist der Traildesigns Sidewinder Ti-Tri (16g) https://www.traildesigns.com/products/evernew-400ml-cup-sidewinder-ti-tri-bundle , hier noch mit dem Esbit Titan Dreibein, welches dafür aber nicht mehr benötigt wird. Die Cones werden passend zum Topf hergestellt und passen zusammengerollt in den Topf. Eine Tyvekhülle wird mitgeliefert, um ein Zerkratzen von beschichteten Töpfen zu verhindern. Mitgeliefert wird als Kocher auch der Traildesigns Gram Cracker, gefaltete Titanfolie, die wie der Name sagt nicht mal ein Gramm wiegt: Das Stückchen feste Alufolie zum Drunterlegen wiegt glatt 2 Gramm mehr als der Kocher... Der Topf passt super in den Cone: Allerdings finde ich den Abstand zum brennenden Esbit zu klein, die Rußentwicklung ist zu groß, weshalb wohl auch dieses 6g wiegende Beerband mitgeliefert wird, mit dem man die Topfhöhe etwas einstellen kann, weil es auf dem Rand des Cones aufliegt. Das hält gut und verschmort auch nicht: Wie man sieht, @Ann-Kathrin, waren mir die unteren Ecken der Griffummantelung auch schon weggebrutzelt, ich hab die häßlichen Reste einfach abgeschnitten. Hier hab ich nun also mein leichtestes Setup: Topf mit Deckel 60g Cone 16 g Alufolie 2g Kocher <1g Beerband 6g insgesamt also <85g Aber hoppla Das ist ja gar nicht viel leichter als mein altes Setup Dafür aber viel teurer... Der Cone kostet $90, ich hab, obwohl er schon nach drei Tagen aus den USA in Frankfurt war, nochmal 4 Wochen auf ihn warten müssen und dann noch Einfuhrumsatzsteuer, DHL-Handling-Gebühr und Parken vor dem Postamt bezahlen müssen... definitiv mein Teil mit dem höchsten Geld*Aufwand/Gewicht-Verhältnis... Aber! Ich liebe diesen Sidewinder-Cone! Das sitzt, kippelt nicht und verbessert die Brennstoff-Effizienz ungemein. Auch auf die Folie darunter möchte ich nicht mehr verzichten. Sie reflektiert noch mehr Hitze und sorgt für wirklich geringen Esbit-Verbrauch. Insofern also genial und eigentlich die höchste Evolutionsstufe der Küche erreicht... ... wenn es nicht so etwas wie YouTube gäbe und man damit nicht auf alle möglichen Ideen käme ... So bin ich auf Johns Kanal von FlatCatGear gestoßen https://www.youtube.com/user/FlatCatGear und ich finde es genial, was er alles mit Esbit kocht und sogar backt. Insbesondere die Funktion des langsamen Abbrennens von Esbit mit seinem Epicurean Stove fand ich so faszinierend, dass ich mir einen bestellt habe: Den kann man auf seiner Seite fertig kaufen, oder sich als Do-It-Yourself Teil zuschicken lassen https://www.flatcatgear.com/shop/diy-projects/ Das kostet dann nur $15 inklusive Versand und kommt innerhalb weniger Tage in einem Briefumschlag. Man muss die zwei Blechteile dann nur noch selbst in Form biegen. Ich habe die mitgelieferte Büroklammer um den Ring zusammenzuhalten weggeworfen und eine kleine Aluniete verwendet. Den Kocher finde ich richtig toll. Er wiegt (Unterlage+Ring) nur 6g, bringt mein System also auf 85 g... weil ich das Beerband weglassen kann. Die Rußentwicklung ist unter normalen Umständen minimal. Unter "normalen" Umständen... doch dazu später mehr. Das tolle ist, dass ich diesen Ring des Epicurean um den zusammengewickelten Cone legen kann, und alles in den Topf geht, dass ich zusätzlich noch unterschiedliche Sachen, wie ein Mini-Bic, ein kleines Messer, einen Feuerstahl und einen Esbitwürfel, sowie meine kleinen Toaks Titan Schnapsbecher (2 Stück á 7g + Beutel 1g) in den Hohlraum des Cones bekomme: Das Alles passt zusammen mit weiteren Esbitwürfeln (je 14g) und einem Esbit Titan Faltlöffel (13g) in den Topf: Die Titan Schnapsbecher von Toaks hab ich hier schon einmal beschrieben, Sie sind die Evolutionsstufe meiner vorherigen Plastik-Schnapsgläser aus dem Campingladen: Auch der Löffel ginge eigentlich leichter mit dem STS Alpha short (7g), der passt aber nicht so gut in den Topf... Das Taschenmesser ist ein Gerber LST ultralight mit 13g, inzwischen anstatt meines Kinder-Opinel (wegen des leichteren Nutella-Brote Schmierens mit der abgerundeten Spitze): So könnte ich eigentlich zufrieden sein, aber "Evolution is a bitch" ... Der Boden des Epicurean ist so dünn und scharf, dass ich mich schon mehrmals daran geschnitten habe. "Unnützes Fleisch muss weg", sagt man zwar, aber gestört hat es mich dennoch. Also hab ich aus dem Esbit Edelstahl Hobo (z.B. bei https://www.globetrotter.de/shop/esbit-2-in-1-kochsystem-175427/ ) den Boden hergenommen: Der ist zwar deutlich schwerer, aber schön stabil, denn der alte Boden verzieht sich bei Kälte (-10C), wenn heißes Esbit darauf liegt. Für mich ein Nachteil, weil ich viele Wintertouren mache. So sieht die Küche also nun komplett "beladen" aus - nicht mehr so leicht wie möglich, aber für mich sehr zweckmäßig: Sie kann bei Bedarf durch ein Wildo Berghaferl (34g) und eine GSI Outdoors Bugaboo Alutasse (52g) ergänzt werden. Uups, ich erwähnte weiter oben noch die "normalen" Umstände: Tja, bei starken Minustemperaturen ist die Lösung mit der Blechplatte auf dem Boden suboptimal: Das Esbit wird auf dem Untergrund soweit abgekühlt, dass es nicht vollständig verbrennt, sondern eine Schicht umverbrannten erst verflüssigten und dann wieder erstarrten Esbits auf dem Boden des Bleches verbleibt. Die Verbrennung ist dann so schlecht, dass auch sehr viel Ruß entsteht. Im Winter werde ich also wieder zu meinem Dreibein zurückkehren und vielleicht auch wieder den kleinen Trangia Topf dazunehmen... Die Evolution hört eben nie auf... Viele Grüße, mosven
  13. Ich bin dann mal weg ...

    roli reagierte auf Wallfahrer für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hallo..... ich bin dann mal weg......... ....eine Woche wandern auf La Palma..... Wallfahrer
  14. 1 Punkt
    1. Tag (8.6.2018) Nice - Nationalpark Mercantour Aufstehen: 4h15, Abflug: 6h15. Ich verlasse um ca. 9h45 den Flughafen Nice-Cotè d`Azure und fahre mit dem Bus in das Zentrum von Nizza um bei expe.fr eine Gaskartusche zu holen. Um 12h20 soll der Train des Merveilles nach St.Dalmas de Tende vom Bahnhof Nice Ville fahren. Ich beeile mich also. Umsonst. Der SNCF Streikt. Ein Ersatzbus steht um 17h30 bereit. Eine Alternative (früherer Bus) gibt es nicht. Mein Plan um ca. 14Uhr in St.Dalmas losgehen zu können zerschlägt sich. Wo zu der Stress? Ich springe also am Plage Publique de l'Opéra ins Mittelmeer und erkunde bis 17uhr noch die Stadt. Mit dem Bus geht es dann leider nicht über Sospel ins Val Roya sondern, Richtung Osten nach Italien und später bei Ventimiglia (dort ergibt sich die Roya dem Mittelmeer) in den Norden nach Breil-sur-Roya (kurze Kontrolle an der Grenze) und weiter bis nach St.Dalmas de Tende. (ca.20h30). Die Landschaft ist sehr schön. Ich kaufe in einem kleinen Laden noch ein bisschen Obst, Wurst und Baguette und mache mich gleich auf den Weg Richtung Lac des Mesches. Von dort weiter Richtung Lac Long Superieur (Nationalpark Mercantour). Auf ca. 1800m und dem Ende der Dämmerung komme ich zu einer winzigen Hütte mit Brunnen und schlage dort mein Nachtlager auf. Ich schlafe bestens!:) Achja, ich bin nicht so der begnadete Fotograf .
  15. 1 Punkt
    10. Tag (16.6.2018) Kurz vor Rorá - Torre Pellice Mein letzter Tag. Ganz glücklich bin ich mit meinem Tourenaustieg nicht. Rucas war gruselig. Die Nacht im Heu prima. Ich geniesse mein Frühstück (Kuchen!) und mach mich dann auf den Weg nach Rorá. Leider hat die Bar dort noch nicht offen, so dass ich gleich weiter nach Torre Pellice gehe. An der Brücke über den Torrente Péllice sehe ich einen jungen auf seinem Mountainbike. Er schaut in sein Handy. Ich hole mein Opinel aus der Hosentasche und drücke es ihm in die Hand. Er ist freudig überrascht Ich trinke dann noch einen Espresso am Piazza Libertà. Und warte auf den Bus nach Pinerolo. Von dort geht es mit dem Zug weiter nach Turin. Ich komme Mittags in Turin an und beziehe eine Bleibe in der Via Nizza (wie sollte es auch anders sein :)) Ich bummle durch Nizza. Esse, trinke. Schaue mir ein kleines Programmkino an und halte ein Schwätzchen mit einem der Betreiber. Ich verbringe den späteren Abend dann alleine auf meiner Terrasse und schaue in den Himmel..... Ich schlafe bestens 18km, ↑750hm, ↓1350hm 
  16. 1 Punkt
    9. Tag (16.6.2018) Ostana - Kurz vor Rorá Ich war ja dann doch am Col delle Porta. Aber die Norseite war komplett im Nebel. Hatte ich wohl keine Lust mehr auf den Schnee. Und bin dann doch zum Col del Vallone und über die Punta Rumella an Rucas vorbei weiter Richtung Touren Ausstieg. Ich verbringe die Nacht in einem wunderschönen Heuschuber - talseitig geöffnet. Achja. An diesem Tag ist mir doch mal das Wasser ausgegangen. Hinter Rucas - das ich im Schweinsgalopp passiert habe. Jedenfalls laufe ich so weiter. Habe durst. Kein Bach weit und breit. Bin ja auch schon relativ weit unten. Ich höre stimmen. Verlassen den schönen weg über den Bergrücken Richtung Stimmen. Und komme alsbald zu einer kleinen Schotterstraße und einem kleinen Häuschen. Im "Garten" sitzen mehrere Ältere Damen am Tisch und spielen Karten. Die Männer lungern rum Ich grüße und frage nach Wasser. Ich dachte die haben eine Quelle da am Haus. Einer der Männer kommt sogleich mit einer Wasserflasche an. Sie fragen mich wo ich herkomme. Ich lasse die letzten Tage grob Revue passieren. Sie sind beeindruckt:) Die älteste Dame bietet mir mitleidig Kuchen an Ich nehme dankend an. Und weil es so schön ist bleibe ich noch eine Weile. Als ich aufbrechen will wollen die Damen wissen wo ich denn schlafe. Ich wusste es natürlich noch nicht. Das fanden sie sehr beunruhigend. Ich bekomme also noch eine Flasche Wasser und zwei Stücke Kuchen damit ich auch ja nicht verhungere:) Solche Begegnungen sind einfach nur gut für die Seele. 25km, ↑1500hm, ↓1750hm 
  17. 1 Punkt
    9. Tag (16.6.2018) Rif. Alpetto - Ostana Um 6 Uhr kommt die Sonne um den Berg. Ich habe sie seit guten 20 Sekunden voll im Gesicht. Dann keine 30 Sekunden später stehen 4 Menschen neben meine Terassentarpaufbau. bzw. dem was davon übriggeblieben ist. Ich brülle ein "BON GIORNO" aus meinem Schlafsack. Der Hüttenwirt samt Anhang ist hier. Wunderbar. Der Hubschrauber kam aus dem Nichts. Mich und mein Tarp durcheinander. Es hat gehalten. Aufgewirbelt wurden ein Packsack und der Packsack vom Schlafsack. Letzterer blieb verschollen. Es folgen 17 weitere Flüge. Sie wollen einen Winterraum anbauen. Unter anderem ein Kompressor (Baujahr '67) und Zubehör landen hier oben. Jede menge Essen. Ich bekomme ein paar Weintrauben. Ich helfe beim Ausräumen der Transportsäcke. Mittags werde ich zum Essen eingeladen. Es sind zwei ältere Hüttenwarte der Sektion anwesend und ihre jungen Nachfolger. Schön wie respektvoll und geduldig sie miteinander umgehen. Ich bleibe viel zu lange. Und mache mich dann kurz vor einem warmen Gewitterguss auf den weg ins Tal.Und lande ins Ostana. Dort übernachte ich im Refugio - ich muss trocknen. Im Nachhinein hätte ich besser nach Crissolo gehen sollen. Und von dort über den Colle dela Porte weiter nach Rorà. Oder gleich in der Rif. Alpetto eine Nacht verbringen. Trotzdem war der Tag ein spannender. Achja hier im Val Po entspringt der PO 12km, ↑250hm, ↓1200hm 
  18. 1 Punkt
    8. Tag (15.6.2018) San Martino Superiore - Rif. Alpetto Prolog: Hätte mir jemand vorher gesagt, wie viele Höhenmeter ich heute machen werde, ich hätte es nicht geglaubt Ich stehe früh auf. Das ist überhaupt das beste am Draußensein: Mit der Dämmerung aufwachen und einschlafen. Die Tage sind allerdings gerade sehr lang:) Ich verlasse San Martino und mache mich auf den Weg zum Colle de Sampeyre. In der Sonne vor dem Refugio La Sousto trinke ich einen Cafè. Mit Blick auf die Spitze des Monviso, der sich hinter dem Colle de Sampeyre befindet. Ins Tal geht es über einen wunderschönen Steig nach Gamen und weiter auf die andere Talseite nach Calchesi bzw. Roccia. Etwas oberhalb von Roccia gibt es Pasta.Von dort hoch zum Colle di Luca. Der Monviso liegt nun ziemlich genau nordwestlich von mir. Kurz vor der Meira Bulé überfliegt mich dann ein Steinadler mit seinen zwei Jungvögeln. Ein tolles Bild. Der Adler und die beiden genau unter seinen Flügeln. Das war magisch. Oder so. Eine kleine Herausforderung hatte ich dann am Meira Bulé. Es war einfach unglaublich viel Wasser unterwegs die ganze Zeit. Regen. Schneeschmelze. Jedenfalls war die ganze eben ein großer See. Und der Hauptbach den ich überqueren musste war "leicht" ausgeweitet. Nach 20min alternativen Weg suchen. Bin ich dann doch durchgewatet (unten ohne). Mit Stöcken kein großes Problem. Kurz vor der Hütte erwarten mich dann noch 4 Steinböcke und verfolgen mit Ihren Blicken meinen Weiterkommen. Es ist kurz nach 20Uhr und ein kleinen bisschen spüre ich den Tag Ich komme dann bei beim Rif. Alpetto an und sie ist entgegen meiner Erwartung geschlossen. Macht nichts. Es liegt eine angebrochene Palette Sprite rum. Mundraub. ) Die Holzterrasse ist prima für mein Nachtlager. Ich mache es mir gemütlich. Schaue nochmal auf den Felsen wo die Steinböcke waren. Es ist sehr schön hier oben. 28km, ↑2650hm, ↓1800hm 
  19. 1 Punkt
    7. Tag (14.6.2018) Rif. Gardetta - San Martino Superiore Ich stehe früh auf, mache mich fertig und finde ein kleines Frühstück vor Grazie! Ich lasse meine Seele in der Morgensonne eine ganze weile neben einem Murmeltierbau baumeln Aber dann, auf geht's: Am Rocca la Meja vorbei zum Col d'Ancoccia. Die Landschaft ist wunderschön. Das Bild vom Col d'Anoccia zeigt den Blick zurück Richtung Col de Gardetta. Unglaublich, dass in sich hier in diese grandiosen Landschaft die Menschen so feindselig gegenüberstanden. Das Becken (6. Bild) zwischen Col d'Anoccia und Colle dei Morti ist auch wunderschön. Hier mache ich eine längere Pause ehe ich zum Col del Mulo weitergehe. Und schon (ein paar Höhenmeter später) bin ich im Sagen umwobenen Val Maira. In der BAR BISTRO' NEGOZIO L'APE MAIRA mache ich eine ausgiebige Pause. Geniesse ein Panini, zwei Lurisia Chinotto und Obst Am späten Nachmittag mache ich mich auf den Weg nach San Martino Superiore. Dort konsumiere ich noch ein Glas Rotwein in tierischer Begleitung. Der Blick zurück geht bis zum schneebedeckten Col del Mulo. Ein wenig abseits von San Martino schlafe ich wieder exzellent im Tarp. 36km, ↑1700hm, ↓2500hm 
  20. 1 Punkt
    6. Tag (13.6.2018) Pietraporzio - Rif. Gardetta Schäfchen am morgen geben einem irgendwie ein kuschliges Gefühl Ich lasse mir Zeit. Das Wetter ist grau in grau. Wolkenverhangen im Tal und am Berg. Ich verwerfe meinen Plan weiter nach Westen bis nach Larache zu gehen (und dabei den Bus zu benutzen was meinen Vorsatz alles per Pedes zu machen widerspricht). Ich mache mich etwas planlos auf den Weg Richtung Sambuco umd dann nach Norden zum Colle della Guia aufzusteigen. Die Bewölkung nimmt mit der Höhe zu. Es beginnt wieder zu Regnen und es ist sehr windig. Am Pass eh noch mehr. Über den Colle di Salas Blancias geht es weiter Richtung Gardetta Hütte. Der Regen lässt nach. Es folgt ein Schneefeld nach dem Anderen. Kein Tag um es sich irgendwo mal gemütlich zu machen. Schade. Die Hochebene auf die ich zwischen Bric Servagno und Rocca la Meja (ein wirklich extrem ästhetischer Fels) hinab blicke ist wundervoll. Ich erreiche am frühen Nachmittag durchnässt die Rif. Gardetta die zu meiner freudigen Überraschung geöffnet ist. Es ist noch alles kalt. Die Hüttenwirte selbst sind auch erst seit einer Stunde da. Ich setze mich an den Ofen und mache es mir gemütlich. Es kommt noch die Hüttenreferentin mit einer Freundin. Später gibt es Pasta&Gulasch und ein . Fein. Wir unterhalten uns lange. Der Hüttenwirt erzählt mir, dass er schon lange mal von Nizza aus durch die See&Kottischen Alpen gehen wollte. Er kommt nur nicht dazu Er gibt mir Tipps wie es weiter gehen könnte und ruft für mich bei der Rif. Alpetto an um zu hören, ob Sie offen ist. Ist sie. Sic! Es kommen noch die Kinder vom Hüttenwirt mit Freunden. Es wird ein lustiger Abend. Ich sage dem Hüttenwirt, dass ich kein Frühstück brauche und gehe irgendwann ins Bett - bzw. lege mir eine Matratze auf den Boden. Und schaue noch zum Fenster hinaus in den Sternenhimmel. 20km, ↑1400hm, ↓300hm 
  21. 1 Punkt
    5. Tag (12.6.2018) St.Anna di Vinadio - Pietraporzio Das Bett war zu kurz und irgendwie ists draussen schöner Ich gehe ohne Frühstück los - Essen wird sowieso überbewertet. Es wird ein sonnige Vormittag, ich komme alsbald an den schönen Seeen vorbei und stelle fest, dass es ein prima Schlafplatz gewesen wäre. Irgendwie doch schade. Aber der Zivilisationskontakt war auch schön Über den Passo d Bravaria gehts weiter nach Bagni di Vanadio. Es ziehen Wolken auf. Ich kaufe im Dorf Alimentari Pasta&Pesto und ein paar Kekse. 100hm weiter in Besmorello fängt es an stark zu Regnen. Ich stelle mich unter und mache die Pasta. Der Regen hört auf. Ich gehe weiter über die Rc di Monte Vaccia zum Monte Vaccia Ich sehe in Süden wieder bedrohliche Wolkenbildung und machen mich alsbald auf den Weg nach Pietraporzio (und werde vom Gewitter eingeholt). Dort nächtige ich nahe Castello an einem Schafsstall. 24km, ↑1500hm, ↓2300hm
  22. 1 Punkt
    4. Tag (11.6.2018) Alm am Le Bor' nordwestlich vom Lac de Boréon - St.Anna di Vinadio Der Morgen ist Wolkenverhangen, die Nacht war trocken. Ich beeile mich. Noch vor dem Col de Salése beginnt es zu regnen. Ich entschliesse mich den Gr52 zu verlassen und das zu tun, was ich eigentlich vermeiden wollte. Ein Skigebiet passieren. Es geht also Richtung Col Merciére nach Isola 2000. Der weg zum Pass ist wunderbar. Schönster einsamer Waldweg. Der Regen hat zugenommen. Ich lasse Isola 2000 links liegen und gehe einen Teil des Sentirio Italia Tappa E11 bis zum Col de Lombarde. Ich bin in Italien. Es hat aufgehört zu regnen. Vom Pass geht es westlich zunächst über eine aufgelassene Militärstrasse über einen lang gezogenen Grat zum Téte Grosse du Cheval. Weiter zum Lago del Col di S.Anna zum Rifugio Tallone, in dessen Winterraum ich nächtigen wollte. Aber zum einem ist es erst 15Uhr und zum anderen ist es modrig feucht in im Winterraum. Ich entschliesse mich nach einer längeren Pause zu den Seen vor dem Passo Bravaria zu gehen um dort zu schlafen. Ich kann sie gegenüber gerade so erkennen. Dort sieht es sehr einladend aus. Als ich auf dem Weg dorthin jedoch das Sant Anna di Vinadio passieren will stehen dort zwei Italiener und eine Italienerin. Ich grüße - sie fragen mich wo ich herkomme. Wir kommen ins Gespräch.... am Ende laden Sie mich ein bei Ihnen zu nächtigen. Prima. Duschen. Trocknen. (normal) Essen. Auch irgendwie schön Sie waren sehr herzlich. Gemeinsam mit 8 weiteren Mitstreitern (alles Freiwillige) haben sie heute das Santuario aus dem Winterschlaf erweckt. Es gibt ein gemeinsames Abendessen. Ich verlasse das Santuario am nächsten morgen um 5Uhr. 30km, ↑1600hm, ↓1300hm
  23. 1 Punkt
    3. Tag (10.6.2018) Ein wenig oberhalb von St. Grat - Alm am Le Bor' nordwestlich vom Lac de Boréon Morgens wieder schöner Sonnenschein. Es gibt (schon)wieder meine 175g Müslimischung mit Himbeeren und einen Kaffee. Dann geht's zum Baisse de Prals an der Madone de Fenestre (War in der Kirche und habe eine Kerze angezündet und zwei kleine Souvenirs gekauft) vorbei einen schönen Bergrücken hinunter bis zum GR52 und ein wenig weiter hinter den Lac de Boréon. Dort im Tal am Le Bor' spanne ich an einer geschlossenen Alm mein Tarp auf. 21km, ↑1500hm, ↓1300hm
  24. 1 Punkt
    2. Tag (9.6.2018) Schöne kleine Hütte vor Lac Long Superieur - ein wenig oberhalb von St. Grat Der Morgen ist Wunderbar, ich frühstücke in der Sonne und freue mich auf den Tag. Nach 30min erreiche ich den schönen Vallon de la Miniere. Es hat viel Wasser. Mit dem Refuge des Merveilles ist auch das Vallée des Merveilles in Sichtweite. Ich mache mich auf den Weg Richtung Refuge Nice. Am Baisse de Valmasque (2549m) kehre ich um. Bis hier her war es nicht schwer. Allerdings entmutigt mich der Blick auf den Baisse du Basto. Schnee. Schnee. Schnee. Extrem viel dieses Jahr. Es hatte bis auf 2100m Nachtfrost. Ich werde also den Rest der Tour "engere" Regionen oberhalb von 2500m meiden. Ich treffe später noch zwei Franzosen, sie begleiten mich eine Weile. Nachmittags ziehen Wolken auf. Aus mangel an Alternativen steige ich ins Vallée de la GORDOLASQUE nach St. Grat ab und nächtige etwas oberhalb auf der anderen Talseite. 22km, ↑1300hm, ↓1500hm
  25. Reisebericht Annapurna-Runde Nov. 2017

    Mario294 reagierte auf Barbarix für Beitrag im Thema

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    Hallo zusammen, hier mein Reisebericht zu der Annapurna-Runde, die ich zusammen mit Felix im Nov. 2017 gewandert bin. Nicht speziell UL, aber durch die Infrastruktur mit einem sehr geringen Base Weight machbar. Wir hatten trotzdem Zelt und Kocher dabei, beides haben wir allerdings nicht benutzt. Die Unterkünfte und das Essen dort sind top! Vielen Dank für die Fotos an Felix (dank seiner Spiegelreflex deutlich bessere Fotos als mit meiner Knipse). Viel Spaß beim Lesen! Erik Reisebericht Nepal Hamburg, Regenschauer Sa 29.10.17 Heute morgen bin ich um 6:00 aufgestanden. Noch schnell zur Probe gepackt und mich in letzter Minute für den kleineren Rucksack entschieden. Kleiner, leichter und bequemer als ein halbvoller großer Rucksack. Allerdings musste ich noch schnell einen Brustgurt improvisieren. Dann alles in Luftpolsterfolie und in eine Ikea Tasche verpackt. Diesmal habe ich keinen Karton als Versandverpackung gewählt. Danach steht nur noch relaxen auf dem Plan und um 17:45 geht´s zum Bus. Vor lauter Aufregung steige ich in die falsche S-Bahn, bemerke aber nach 1 Station noch rechtzeitig den Fehler. Schlussendlich komme ich zeitgleich mit Felix am Flughafen an. Der Flug nach Dubai ist ganz OK und ich habe immerhin 2h geschlafen. Den Rest der Zeit verbringe ich mit dem neuen (leider schlechten) Alien-Film. Dubai / Kathmandu So 30.10.17 In Dubai gibt es erst einmal ein ordentliches Frühstück und wir legen uns 3h aufs Ohr. Gut dass ich meine Neo Air S im Handgepäck mitgenommen habe. Das werde ich zukünftig immer so machen! Wir fliegen mit der Billig-Airline flyDubay weiter nach Kathmandu . In Kathmandu hat die Abholung am Flughafen durch das Hotel leider nicht geklappt, aber ein Taxi ist einfach zu bekommen. Leider brauchen wir für die kurze Strecke wegen kompletten Verkehrschaos fast 1h. Ob das Verkehrschaos normal ist oder an dem starken Regen liegt, erschließt sich uns nicht. Am Abend versuchen wir verzweifelt Geld an Automaten zu bekommen. Irgendwann nach dem 10. Automaten klappt es bei Felix mit seiner Visa-Karte und er kann zumindest 300€ ziehen. Bei mir klappt es leider nicht und ich habe schlechte Laune. Im Hotel überlegen wir wie wir zum Trailhead kommen und beschließen einen Wagen mit Fahrer zu nehmen. Das ist zwar teuer (160€ geteilt durch 2) aber wir sparen so einen kompletten Tag. Zum Abendessen bekommen wir gerade noch eine Portion Momo bevor die Küche schließt. Momo sind gefüllte Teigtaschen (ein wenig wie Ravioli nur anders geformt). Dann geht´s früh in Bett. Kathmandu / Besisahar, sonnig warm, später ein wenig bewölkt Mo 30.10.17 Wir sind früh aufgestanden und Felix konnte dem Automaten noch einmal 300€ entlocken. Ich habe mein Bargeld (670€) getauscht und mir geschworen, dass ich niemals ohne Bargeld auf Reisen gehe! 670€ müssten knapp reichen. Im Hotel gibt es ein tolles Frühstück mit Omlett. Der Fahrer wartet pünktlich um 9:30 und dann geht´s los das Permit zu besorgen. Das Permit ist kein Problem und am Geldautomaten vor dem Gebäude kann ich mit meiner EC Karte immerhin noch 80€ ziehen. Das hebt die Laune! Um 11:00 geht es dann los und wir kommen nach fast 7h Fahrt und einer netten Mittagspause in Besisahar an. Die Landschaft ist toll und es gibt einen ersten Blick auf die Berge. Der Fahrer war sehr nett und hat mir am Schluss noch seine Karte des Annapurnagebiets geschenkt. Das ordentliche Trinkgeld hat er sich wirklich verdient! Das Zimmer in Besisahar ist sehr einfach aber wir können duschen und bekommen auch ein leckeres Abendessen (Parata –Fladenbrot und Dahl). Gespart wird bei dem Zimmer nur an überflüssigem: Statt einem Lichtschalter muss man 2 Drähte in die Steckdose stecken, funktioniert auch nur zeitweise, manchmal rutscht ein Draht heraus und dann ist es plötzlich dunkel Nachdem auch die letzten Einkäufe erledigt sind wird noch ein wenig gelesen und geschrieben und dann geht´s wieder früh in Bett. Der Wecker wird um 6:00 klingeln. Besisahar – Khanigaou, sonnig bis leicht bewölkt, 1 kurzer Schauer Di 31.10.17 Wir brauchen 1/2h um unsere Sachen zu packen. Als Frühstück gibt´s eine Banane und dann geht es los! Der Trail ist wunderschön und führt durch Reisterrassen und urwaldartige Gebiete. Der Fluss dem wir dann folgen sieht toll aus – grandios! Frühstück (Omelett mit Kartoffeln und Ciapati) gab es in Bulbhule nach 2 h Wandern. Mittagessen (Omelett mit Appel Pie) gab es dann in Bahmdanda. Wir sind dann noch weiter nach Kangiori wo wir und an einem Wasserfall gewaschen haben und in einer sehr einfachen Unterkunft übernachtet haben. Die Unterkunft war aus Brettern gezimmert und von einer 7cm großen Spinne geschmückt. Insgesamt haben wir heute 1,5 Etappen geschafft. Zur Feier des Tages und weil wir ungern unnötig schleppen, gibt’s den kleinen Cognac aus dem Flugzeug.
  26. [IT] GTA 2018 vom Valle Maira bis Valle Gesso

    Pfotentrail reagierte auf sja für Beitrag im Thema

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    Sonntag 29.07.2018 Heute geht es mit dem Zug über Turin nach Mailand, drücke mich da noch zwei oder drei Stunden in der Stadt rum. Am Flughafen wird es nochmal etwas nervig, weil mein Flug überbucht ist. Es sieht so aus, als könne ich erst am nächsten Morgen fliegen. Darf dann aber doch noch in der Bussiness Class sitzen und komme gut zu Hause an.
  27. [IT] GTA 2018 vom Valle Maira bis Valle Gesso

    zeank reagierte auf sja für Beitrag im Thema

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    Freitag 27.07.2018 Rifugio Genova Figari - Entracque (490+200/1290+200 Hm) Heute ist mein letzter Wandertag. Ich habe mich unter anderem auf einen Tipp hin entschieden, direkt nach Entracque durchzulaufen und nicht im Posto Tappa San Giacomo zu übernachten. Entracque soll ein nettes Bergdörfchen sein, in dem man abends noch nett durch den Ort schlendern kann. Es wird zwar ein sehr langer Abstieg, aber ich kann früh los, da es im Rifugio Genova schon ab 6:30h Frühstück gibt. Falls es doch zu viel wird, kann ich immer noch in San Giacomo nach einem Bett fragen, oder ab da ein Taxi ordern. Das Albergo in Entracque kann ich leider nicht reservieren, da das Telefon nicht recht funktioniert. Werde es aber darauf ankommen lassen, da es nett wäre, dort nochmal mit den Geschwistern Basel/Friedrichshafen abends zu essen. Ich komme gut los, das Wetter is wieder prima. Werfe nochmal einen Blick zurück auf das Rifugio. Der Aufstieg zum Pass Fenestrelle (2463m) klappt gut. Zwar muss ich wieder kleine Schneefelder überqueren, aber sie sind flach und gespurt. Ich laufe zügig durch bis San Giacomo, denn nachmittags ist wieder Gewitter vorher gesagt und meine Etappe ist netto auf 7h angesetzt. Nach dem Pass ist der Weg auch gut zu gehen. In Sant Giacomo angekommen, freue ich mich aber auf eine Pause. In der Bar/Restaurant gönne ich mir eine kalte Cola (wer hätte das gedacht, dass ich da nochmal drauf stehe...) dann geht's weiter in den nächsten Ort. Zuerst an einem Campingplatz vorbei, dann an einem sehr schönen Weg am Bach entlang. Immer wieder etwas Auf und Ab. Irgendwann, wenn man nicht über den Pass nach Trinita will, kommt man über eine Brücke, dann am Stausee entlang (hier ein Stück Strässchen) nach Entracque. Das Problem nur: Die Brücke gibt es nicht mehr. Als ich nach knapp 1,5h an der Stelle ankomme, fehlt das Mittelteil. Ich zweifle wieder an meiner eigenen Kompetenz, vergewissere mich mit allen mir zu Verfügung stehenden Mitteln der Orientierung. Nein, da is keine andere Brücke. Ich überlege ganz kurz, ob man auch irgendwie anders über den Bach kommt. Glaube aber nicht, dass das Sinn macht. Der Bach hat Schmackes. Steine oder Untergrund sind bestimmt sehr rutschig und sehe mich schon mit allem Drum und Dran drin liegen und von der Strömung erfasst. Aber wie haben die Geschwister das gemacht? Sie sind vor mir losgegangen. Sind die gleich die Straße gegangen? Getrampt? Hilft nix, muss zurück und mir am Campingplatz ein Taxi rufen lassen. Trampen und nochmal 1 1/2h Straße ist mir zu anstrengend. Also im Auf und Ab wieder zurück. Es wird wieder dunkler am Himmel und ich will so schnell wie möglich am Campingplatz sein. Keine Lust nochmal ein Gewitter zu erleben. So quäle ich mich zurück, es ist sehr heiss, ich befinde mich ja im Tal. Halte immer mal Ausschau nach ner weiteren Brücke. Es gibt sogar eine provisorische Holzbrücke auf halben Weg, aber da ist ein fettes Schild: "STOP - Pericoloso!" Auch hier entscheide ich mich dagegen. An der Bar frage ich das sehr sympathische Pärchen, das den Campingplatz betreibt, ob sie mir ein Taxi rufen. Ich erkläre meine Situation und die Frau bietet mir sofort an, rumzufragen, ob jemand sowieso ins Dorf will. Eine ältere Frau will mit ihrem Mann und Camper 30min später abreisen und mich mitnehmen. Ich freue mich ziemlich und habe nichts dagegen, erstmal bei einem Kaltgetränk etwas runterzukommen. Der Campingplatz ist klein, ganz entspannt, familiär und super charmant. Solltet ihr mal mi Zelt in der Gegend sein... Die Fahrt mit dem Camper ist auch supernett, der Mann spricht ein wenig deutsch, ich ein wenig Italienisch und ich freue mich, dass aus solch einer Situation eine so nette Begegnung wird. Kurz vor dem Ort lassen die Beiden mich raus und es ist nicht mehr weit ins Albergo Pagari. Dort hängen die älteren Herrschaften in der Bar vor dem Fernseher. Tour de France? Als ich nach einem Zimmer frage, bin ich mir nicht sicher, ob sie sich wirklich vom Fernseher wegbewegen wollen ;-), aber ich bekomme eins. Sehr nett, typisch einfach, altmodisch. Gefällt mir aber sehr gut. Sogar mit Balkon. Als ich später durch das schöne Dorf schlendere, trotz müder Knochen, erfahre ich von den Geschwistern, dass es ein Schild gab, wo auf das Brückenproblem hingewiesen wird, es gab wohl ganz am Anfang eine intakte Brücke, aber man musste quasi Straße gehe. Das Schild habe ich nicht gesehen, weil ich einfach durch den Zeltplatz gelaufen bin und an der Stelle nicht ganz genau den offiziellen Weg geachtet habe. Aber - es hat sich alles trotzdem gelohnt, ich hatte nette Begegnungen und einen schönen Abend mit den Geschwistern. Auch Wirt und Wirtin sind wieder zum Schmunzeln. Die Wirtin pfeift beim Bedienen immer wieder vor sich hin, bestens gelaunt, der Wirt ist in seiner Erscheinung auch irgendwie ein Original, ohne das weiter ausführen zu wollen...
  28. [IT] GTA 2018 vom Valle Maira bis Valle Gesso

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  29. [IT] GTA 2018 vom Valle Maira bis Valle Gesso

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  30. [IT] GTA 2018 vom Valle Maira bis Valle Gesso

    Pfotentrail reagierte auf sja für Beitrag im Thema

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    Donnerstag 26.07.2018 Terme du Valdieri - Rifugio Genova Figari (1290/640 Hm) Heute ist viel passiert. Komme erst spät los. Um 9h bin ich beim Etappeneinstieg. Anfangs geht es gemütlich durch einen Buchenwald nach oben, irgendwann öffnet sich das Tal. Man hat Sicht auf die beiden Argentera Gipfel. Es geht später durch Blockgestein. An einer Stelle weiß ich nicht sofort, wo es weitergeht. Da hinter mir zwei Schweizer sind, die ich eh überholen lassen will, kann ich denen hinterher gehen. Später kurz vor dem Pass passiert mir das nochmal, da kommt von oben ein älterer super fitter Italiener vom Pass gehüpft, und zeigt mir, wo es lang geht. Aber es war eigentlich ein gut markierter Weg. Ich bin froh, als ich am Rifugio Morelli Buzzi ankomme und Pause machen kann. Das Rifugio, liegt kurz vor dem Pass sehr schön am Berg. Bislang war das Wetter super, ziemlich heiß sogar auf 2300m. Ich freue mich auf mein Panino und ein Kaltgetränk. Ich halte noch einen kurzen Schnack mit den 4 Norddeutschen, die grade aufbrechen. Nach meiner Pause breche ich glücklich und bestens gelaunt wieder auf. Ich sehe weiße Wölkchen kommen und will möglichst am Pass noch eine gute Aussicht haben. Am Colle del Chiapous (2526m) angekommen, sehe ich, dass dunkle Wolken am Himmel aufziehen. Hatte ich diese Woche schon mal, ohne dass was passiert ist, aber will trotzdem nach paar Minuten absteigen. Und ich werde nach kurzem immer schneller. Die dunklen Wolken werden so schwarz, dass mir langsam Bange wird und ich nicht mehr an den Himmel gucken mag. Im Laufschritt, so schnell es geht, springe ich den Berg hinunter. Die Wege sind ganz gut, aber ich weiß, ich muss trotzdem aufpassen. Mittlerweile grollt und donnert es auch mal, aber kein Blitz. Jetzt wird mir doch echt anders. Ich weiß, der Abstieg sollte nicht zu lang sein. 1-2h? Irgendwann fängt es an zu schütten und zu hageln, aber noch keine Blitze und kaum Donner. Ich laufe weiter. Über mir kreist immer wieder ein Heli. Irgendwann stoße ich auf die vier Norddeutschen, die unter einem Schirm stehen und warten. Sie haben die Ruhe weg. Wollen aber auch gerade wieder los. Verstehe nicht, warum sie gewartet haben, würde jeden Meter mitnehmen, um weiter unten zu sein - weg vom offenen vegetationslosen Berg. Unten muss ich über die Staumauer. Wieder ein Blitz, unter mir der Stausee. Fange an zu rennen, denke aber die Straßenlaternen, die wären sicher ein Blitzableiter. Auf der anderen Seite steht einer der Bremer, der auch nicht warten wollte. Es gibt da vom Wasserkradtwerk einen sicheren Unterstand. Wir warten eine Weile, denn Richtung Hütte, die schon zu sehen ist, sieht es nicht gut aus am Himmel. Aber so mit nassen Füßen habe ich ein ausgeprägtes Bedürfnis weiterzugehen. In dem sehr schönen Rifugio, das am Lago di Chiotas auf 2010m liegt, ist ordentlich was los. Nach einer heißen Dusche verbringe ich mit sehr netten Leuten einen sehr schönen Abend auf dieser Hütte.
  31. [IT] GTA 2018 vom Valle Maira bis Valle Gesso

    apiko reagierte auf sja für Beitrag im Thema

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    OT: Zwischendurch ein Rezept meiner unglaublich leckeren, selbstgemachten Riegel. Nicht pappsüss, liefern aber trotzdem Energie: 90 g Datteln (gut sind etwas subschige, sehr klein schneiden - evtl. geht das auch mit einer sehr guten Küchenmaschine?) 50 g gehackte geröstete Mandeln) 20 g gemahlene Mandeln oder Erdmandelflocken 10 g Amaranthpops 5 g Sesam 25 g Kokosraspel 1 EL Kokosöl Alles zu einem Teig verkneten. Das dauert recht lang. Man denkt erstmal, das hält nie zusammen, aber irgendwann dann doch! Zu einem Quader formen und in den Kühlschrank legen. Dort wird er dann fest. Anschließend kann man den Quader in mehrere Riegel schneiden.
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    zeank reagierte auf sja für Beitrag im Thema

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  33. [IT] GTA 2018 vom Valle Maira bis Valle Gesso

    ChristianB reagierte auf sja für Beitrag im Thema

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    Montag, 23.07.2018 Sant' Anna du Vinadio - Rifugio Malinvern (810/1000 Hm) Zum Montagmorgen gehört eigentlich noch der Sonntagabend. Der Grund, weshalb ich schlecht aus den Federn komme ist, dass ich am vorabend viel zu lange im Internet rumdaddle und mich etwas verrückt mache. Ich lese in einem Reisebericht von 2014, dass da auf der morgigen Etappe mehrere Schneefelder waren. Das letzte musste sogar umklettert werden - auch Ende Juli. Da ich gehört habe, dass es im Mon Viso Gebiet dieses Jahr im Juli (?) auch Schneefelder gab, bin ich leicht panisch. Ich habe noch nie ein Schneefeld überquert, naja bis auf vorgestern, was semi erfolgreich war. Schneefeld umklettern? Never ever. Lieber lasse ich die Etappe ausfallen, denke ich. Das hieße aber auch, dass ich morgen nicht nach Malinvern laufen kann/muss. Denn von dort geht es nur weiter oder zurück. Dann kann ich gleich von hier den Bus nach Terme di Valdieri nehmen. Aber das will ich ja aber eigentlich auch nicht. Ich erinnere mich, dass bei "Outdoorseiten.de" ein Typ geschrieben hat, dass er kurz vor mir, eine ähnliche Strecke geht. Ich schreibe ihm schnell (und sicherheitshalber gleich auch noch der Hüttenwirtin von Malinvern) und frage nach. Zu meiner großen Freude und Erleichterung habe ich nach dem Aufwachen eine Antwort im digitalen Briefkasten. Er schreibt, es kein Problem, ich solle mir die Etappe nicht entgehen lassen. Schnee gibt es, ist aber er ist nicht schwer zu begehen und auch gespurt. Puh. Auch Katy von der Hütte schreibt, kein Problem. Das beruhigt mich wirklich. Also gehe ich an dem Tag los, wegen dem gemaile etwas später als sonst, aber das Wetter soll ja gut sein. Die heutige Etappe ist zum einen geprägt durch den Weg auf dem Grenzkamm. Linker Hand Italien, rechter Hand Frankreich, permanent ein unglaubliches Bergpanorama. Später lese ich bei Bätzing von einem "Grat"auf 2300m. Wenn ich das so vorher gelesen hätte, hätte ich mich sicher wieder angestellt. "Grenzkamm" klingt irgendwie nicht so schlimm. War total easy und der Ausblick wunderschön. Dann komme ich zum Colle della Lombarda (2350m). Hier treffe ich auf viele Rennradfahrer, die auf den Pass schnaufen. Ich laufe ein Stück auf der Straße, die so wirkt, als wäre sie nur für die "cicliste" gebaut worden. Schmal, kaum Autoverkehr. Ich steige rechts in Serpentinen einen relativ steilen, steinigen Berg hinauf. Ziel ist der Passo d'Orgials (2600m). Beim Abstieg gibt es eine kurze, aber steile, rutschige Stelle, als es um die Kurve geht - und das sage nicht nur ich hinterher...! Auch vor dem Pass finde ich es schon ganz schön alpin, was gleichzusetzen ist, mit "mental etwas angespannt", aber alles durchaus noch im Rahmen. Auf der anderen Seite dieses hübschen Steinhaufens kommt man an den Laghi della Vallettta vorbei. Die Aussicht bleibt toll. Durch einen Lärchenwald gehe ich zum wunderschön gelegenen Rifugio Malinvern. Die Kinder, die hier ein Zeltcamp machen, läuten die Glocke, die vor dem Rifugio hängt. Dies soll vermutlich die Ankunft neuer Gäste ankündigen. Zu bemerken bleibt noch, dass das Rifugio von Katy, einer sehr netten Wirtin betrieben wird. Katy zaubert uns zum Abendessen ein vorzügliches Polenta mit Gorgonzolasauce. Außerdem kommen 4 neue GTAler aus Brenen an. Sie waren auch schon mehrmals auf der GTA unterwegs und werden am nächsten Tag auf einer anderen Hütte übernachten, aber vielleicht sehe ich sie noch mal wieder?
  34. [IT] GTA 2018 vom Valle Maira bis Valle Gesso

    zeank reagierte auf sja für Beitrag im Thema

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    Sonntag, 22.07.2018 Strepeis - Sant' Anna di Vinadio (1180/430Hm) Gestern Abend habe ich mich wohl bei der Hüttenwirtin vom Albergo Strepeis unbeliebt gemacht. Ich habe Frühstück für 7h erbeten, das fand sie gar nicht gut. Immerhin auf 7:30h hat sie sich eingelassen. Hätte es ja auch ausfallen lassen, aber das wollte sie auch nicht. Letztendlich saßen noch 2 italienische Mountainbiker um 7:30h beim Frühstück... 8:15h gehts dann los. Heute nehme ich nicht die "Original GTA-Etappe", die durch das Insciauda-Seitental führt, sondern gehe durch das Tessina-Tal und über den Passo Tessina (2400m). Ich gehe die San Bernolfo-Straße talaufwärts. Nach 45min gehts links zur Grange Marina ab, einem schönen Wasserfall. Der Weg durch den Wald ist hier nicht sonderlich ausgeprägt, aber ich kriege es hin. Lange gehts dann am Bach entlang. Ich stapfe durch den Weg der dicht bewachsen ist, bevor sich das enge Tal weitet und eine sehr schöne Bergkulisse bietet. Nach einem kurzen Steilstück erreicht man eine Hochterasse mit Moorbiotop und See. Hoch gehts zum Passo Tessina. Von dort ist es nicht mehr weit zum Kloster Sant' Anna, zu dem auch eine Straße führt.. Das - und die Tatsache, dass Sonntag ist, führen dazu, dass es da oben vorbei ist mit der Ruhe. Italienische Großfamilien tummeln sich lautstark am Pass, auf der nachfolgenden Militärpiste und an den beiden Bergseen. Noch krasser wird es beim Kloster selbst. Absoluter Ausflugsrummel. Picknick auf dem Parkplatz, Schlangen an der Bar. Ich trinke in der Bar trotzdem eine heisse Schockolade. Tatsächlich enthält die so viel Schockolade, dass der Löffel fast stecken bleibt. Ich verschwinde aber wenig später in meine Zelle, da mir der Lautstärkepegel eindeutig zu stressig wird. Einen kurzen Besuch statte ich noch der Kapelle ab. Interessant finde ich, dass die Wände voller kleiner selbstgemalter oder selbstgezeichneter, fotografierter Bilder hängen. Ganz häufig ist ein Auto drauf zu sehen, das einen Unfall nicht gut überstanden hat oder Babies, bzw. andere Alltagssituationen. Es scheinen irgendwie Bilder zu sein, die eine Art Danksagung ausdrücken. Sie sind mit den Worten "Grazie Santuario" unterschrieben. Das Abendessen findet in einem nüchternen Speisesaal statt. Es wird immer wieder von einem unangenehmen Ton unterbrochen. Ich denke, es sind Rückkopplungen der Lautsprecheranlage... Beim dritten Mal schaue ich den Kellner fragend an und deute auf meine Ohren, er fragt mich tatsächlich, ob ich Ohrenschmerzen hätte. Als ich ihn auf das unangenehme Pfeifen aufmerksam mache, erklärt er mir, das sei das Zeichen, dass im Backofen irgendwas fertig sei. Nun gut. Kurz darauf zieht er mir mein noch nicht ganz leeres Weinglas unter der Nase weg. Tja wieder mal Feierabend. Aber - der Pfarrer hat uns noch nett begrüßt und gefragt, woher wir Schäfchen denn kommen. Ich würde sagen, da hatten wir noch Glück, habe von anderen Wanderern gehört, die intensivst nach ihrem Glauben befragt wurden...
  35. [IT] GTA 2018 vom Valle Maira bis Valle Gesso

    zeank reagierte auf sja für Beitrag im Thema

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    Rifugio Migliorero, nach der Gewitternacht am nächsten Morgen:
  36. [IT] GTA 2018 vom Valle Maira bis Valle Gesso

    apiko reagierte auf sja für Beitrag im Thema

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    Freitag 20.07.2018 Sambuco - Rif Migliorero (1720/810 Hm) Recht nervös stehe ich heute auf. Meine beiden GTA-Bekanntschaften von gestern, ein hatten sagen wir mal Respekt vor meiner heutigen Etappe. 1700 HM rauf, 800 runter. Respekt hab ich auch. Aber die Alternative hat mich auch nicht überzeugt. Um noch genug Zeit im Valle Gesso zu haben, hätte ich statt dem gestrigen kurzen, entspannten Tag 1000 HM machen müssen und heute trotzdem 1500 in angegebenen 7h und 3 Pässe. Als ich mir das morgens nochmal ansehe, denke ich, vielleicht wäre das doch besser gewesen? Was solls, du packst das schon. So bin ich pünktlich um 7h beim Frühstück und um 8h unterwegs. Es geht steil durch den Wald aufwärts und noch steiler durch einen Wiesen- und Heidelberghang. Um 11:45h stehe ich auf einem Wiesenplateau, der Caserma, dem höchsten Punkt der Etappe (2241 m) und bin wirklich beeindruckt von dem Panorama und den Blick in die tief eingeschnittenen Täler rundherum. Eine halbe Stunde später mache mich an den ebenfalls als steil prophezeiten Abstieg. Die Variante über den Grat würde die Aussicht verlängern, ist mir aber zu doll, zumal es sich etwas zuzieht. Ich bin froh, als der Abstieg geschafft ist, und nicht unglücklich, dass der Gegenanstieg zunächst "nur" eine Schotterpiste ist, die sich in Serpentinen hochzieht. Nur einmal versuche ich mich an einem "Abschneider", fühle mich für konzentrierte Schritte auf steilen Wegen nicht mehr so fit und will einfach nur ohne denken zu müssen die letzten 400 Hm machen. Der Weg führt bald durch eine sehr schöne saftig grüne Landschaft gesäumt von hohen, schroffen Bergen durch das Vallone dell'Ischiator. Ziel ist das Rifugio Migliorero, ein altes Rifugio, das in seiner Zeit einmal was sehr besonderes war. Im Rother steht, es wäre eine der schönsten Hütten der Alpen. Hm, es gibt sicher sehr viele sehr schöne Hütten... Das besondere hier ist, dass es aussieht, wie ein schottisches Schlösschen, das einzeln, erhöht in einer mystischen Landschaft steht, dahinter der Lago Ischiator. Dies kann ich bei meiner Ankunft, die sich schier endlos hinzieht, bestätigen. Auf den letzen Kilometern fühlen sich meine Wanderstöcke eher wie Krücken an. Gut, das der Weg jetzt so einfach ist. Das Rifugio liegt wirklich sehr schön und sieht von außen auch sehr schön aus. Von innen hat es schon bessere Tage gesehen, aber ich brauche heute nur noch ein Bett und ein großes Abendessen. Beides soll ich bekommen. Na ja, da ich die einzige Weitwandererin bin, die Essen bekommt, fällt es einfach aus, werde aber satt. Ich darf sogar eine der Schlafzellen alleine bewohnen, denn es sind heute wohl nur "poco" Leute da - genau genommen ich und ein Deutsch-italienisches Pärchen aus Turin, die einen Wochenendauslug machen (müssen sich selbst verköstigen). Ich bin so fertig wie lange nicht mehr und muss mir sehr viel Mühe geben, gerade Sätze herauszubekommen, als ich mich mit der Frau beim Abendessen unterhalte. Aber es ist sehr unterhaltsam, erfahre z.B. das die Turiner grad ziemlich aus dem Häuschen sind, weil Ronaldo da jetzt Fußball spielt, außerdem gibt es in einer Kirche "das Grabtuch Jesu". Was ebenfalls zu "Extase" bei Turinern und Menschen aus aller Welt führt... Das Frühstück bestelle ich wieder auf 7h, denn es ist für nachmittags des nächsten Tages ein Gewitter angesagt. Muss aber angeblich nur 4h. Sollte doch wohl klappen. Ob das mit 5:30h am übernächsten Tag auch klappt... entscheide ich morgen. Wer weiß, ob ich morgen überhaupt noch in der Lage bin, einen Fuß vor den anderen zu setzen....
  37. [IT] GTA 2018 vom Valle Maira bis Valle Gesso

    Pfotentrail reagierte auf sja für Beitrag im Thema

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    Mittwoch 18.07.2018 Chialvetta - Pontebernardo (1160/1340 Hm) Heute wirds anstrengend: 1200 Höhenmeter rauf und 1300 runter. Rother sagt 6:15 und Bätzing (war ich mit Schrecken erst kurz vor dem Frühstück...) 7:30h! Was solls, Abendessen gibt es nicht vor 19h. Werde ich schon schaffen. Bis auf den Gardetta Pass kenne ich den Weg von 2015, den kann ich gut gehen. Dort angekommen mache ich noch einen Abstecher ins gleichnamige Refugio, um den grandiosen Blick auf die Hochebene zu genießen und mir ein Mittagessen zu gönnen. Irgendwie traue ich dem Braten (im wahrsten Sinne des Wortes) nicht, sprich, ob ich in der Hütte am Abend tatsächlich was zu essen kriege. Laut Wanderbuch gibt es dort keine Verpflegung und laut Internet ist die einzige Osteria im Weiler seit Ostern zu. Bei der Reservierung wurde mir dann ein Abendessen zugesagt... Aufgrund meiner notorischen Verhungerungsängste spare ich mir also mein Brötchen doch lieber noch auf. Letztendlich sitze ich dann aber im Rifugio viel zu lange, weil ich das Mittagessen mit 5 Schweizer Mountainbikern einnehme... Bevor es abwärts ins Stura-Tal geht, bleibe ich erst mal auf der Höhe, dann noch ein paar Höhenmeter rauf auf den Passo di Rocca Branca (2620 m). Der Abstieg, u.a. vorbei an dem türkisfarbenen Lago Oserot, ist schier endlos und auf der ganzen Strecke keinen Schatten. Ich merke, wie meine Konzentration schwer nachlässt und reiße mich immer wieder mächtig zusammen, bewusst die Schritte zu setzen und weder zu stolpern, noch umzuknicken. Habe mich lange nicht mehr so nach einem Baum gesehnt, den die Sonne bruzelt ganz schön. Will mich aber nicht beschweren, bin froh, wenn es nicht regnet. Schließlich komme ich gegen 17:45 an. Das Posto Tappa ist offen, weder ein Bett scheint belegt zu sein, noch ein Wirt in Sicht. Ich zweifle schon wieder an meinem mir versprochenen Abendessen. Ich gehe erschöpft durch den Ort, um jemanden zu fragen, wie ich den Hüttenwirt finden kann. Finde dann auch einen Jugendlichen in Fahrradklamotten, der mir erklärt, sein Vater wäre in der Bar... Aha, da habe ich also den Richtigen gefragt. In der Bar erwartet mich auch schon Walter, wie er sich mir vorstellt, und es duftet nach Sugo du Pompdori mit einem Hauch Knoblauch. Yeah! Walter erklärt mir, das Posto Tappa sei "vouoto", also leer oder nicht belegt und ich könne mir ein Bett aussuchen. Im ersten Moment finde ich es seltsam so allein in dem offen stehenden Posto Tappa. Aber klar ist, diese 10-Häuser-Ort ist sicher nicht gefährlicher als die heimatliche Grosstadt ;-). Aus Pontebernardo kommt übrigens eine bekannte Skiläuferin aus den 70er oder 80er? Überall hängen Schautafeln (konnte den Namen aber nicht mehr recherchieren...) Beim Abendessen bin ich doch nicht der einzige Gast, wie zuerst vermutet, nein ein Pärchen ist noch anwesend. Der Kleidung nach sind es auch Wanderer. Ich frage sie natürlich und es stellt sich raus, dass sie die GTA schon komplett durch haben und jetzt ein paar Varianten gehen wollen. Ich habe mal wieder "mezzo" und "quarto" beim Bestellen meines Weins verwechselt, und so fachsimpeln wir etwas länger über Routen und erzählen Geschichten, bis die Nonna sich bemerkbar macht und sagt, dass jetzt mal "chiuso" ist. Feierabend.
  38. [IT] GTA 2018 vom Valle Maira bis Valle Gesso

    zeank reagierte auf sja für Beitrag im Thema

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    Dienstag 17.07.2018 Ponte Maira - Chialvetta (von Campo Base 810/970 Hm) Heute geht es über den Colle Ciarbonet (2206m) nach Chialvetta. Es gibt auch eine alpinere Variante über den Colle d'Enchausia (2740m) - aber da es meine erste Etappe ist, entscheide ich mich für die einfachere Variante. Über die Sorgenti del Maira (Maira-Quellen) steige ich durch auf einem Waldweg auf. Am Pass hat man einen schönen Blick ins Vallone d'Unerzio. Der schöne Ausblick begleitet mich, während ich auf der Militärpiste mit bequemen Gefälle absteige. Ich komme an zwei schönen Weilern vorbei und erreiche auf einer sehr schönen blumengesäumten Mulatteria Chialvetta. Mein Posto Tappa ist die Osteria Gardetta von Rolando Combo. Ein witziger Typ, der hier recht bekannt zu sein scheint. Die Lüneburger sind die alpinere Variante gegangen und berichten von Schneefeldern. Sie kommen etwas später, aber sehr beeindruckt von der Etappe an. Nun heißt es wieder aufs Abendessen warten, während am Ortsrand vor der Kirche zwei kleine Eselchen stehen und immer mal wieder ihre Esellaute von sich geben.
  39. 1 Punkt
    Ausrüstungscheck: Soo, und als letztes gehe ich hier noch einmal kurz auf einige Ausrüstungsteile ein, wie gut sie sich bewährt haben und was ich das nächste mal ggf. ändern werde. Wenn ein Teil aus meiner Packliste hier nicht aufgeführt ist und ihr gern was dazu hören möchtet, dann einfach nachfragen. Genauso, wenn ihr zu bestimmten Sachen mehr Details wünscht oder Fragen habt. Wasserflaschen statt Thermosflasche: Hätte ich vorher nicht gedacht, dass das funktioniert. Selbst bei Temperaturen von unter -20°C. Selbst dass es reicht, wenn man die Flasche in eine Jacke oder Schlafsack einwickelt. Der OR-Parka kann das Wasser kaum länger warm halten. War aber in meinem Fall praktisch, da ich nicht genügend Kleidung im Rucksack hatte, um die 2. Flasche auch noch einzuwickeln. Aber klar, nach 6-8 Stunden hat man kein warmes Wasser mehr, aber das stört mich nicht. Meine Notiz zu diesem Punkt, die ich auf der Tour ins Tagebuch schrieb: „Geht echt super! Scheiß auf Thermoskanne!“ Nalgene Faltflaschen: An sich super. Die große Öffnung macht das Einfüllen von Wasser einfach. Nur dass mir eine kaputt gegangen ist, hinterlässt bei mir ein ungutes Gefühl. Hier werde ich noch schauen, ob es äquivalente Flaschen von anderen Herstellern gibt. Denn das Vertrauen in die Nalgene Flaschen ist weg und möchte damit nur ungern noch einmal losziehen. Aber wenn es keinen Ersatz gibt, werde ich wohl wieder drauf zurückgreifen. MSR Reactor: Über den MSR Reactor selbst braucht man glaub nicht viel schreiben, dazu findet man ja viele Sachen im Netz. Er startet selbst bei widrigen Bedingungen. Im Riesengebirge hatte ich eine Kartusche bei unter -20°C über Nacht draußen liegen lassen. Ich hatte ein paar Probleme, den Kocher zu starten, was aber auch daran lag, dass ein eisiger Wind wehte und die Flamme des Feuerzeugs immer wieder aus blies. Aber der Brenner zündete letztlich, brauchte aber eine Weile bis er auf Touren war. Aber es ging. Verbrauchte allerdings eine große Menge Gas. Leider ist er sehr schwer Mit anderen Gaskochern kann man viel leichter unterwegs sein. Trotzdem werde ich den Reactor bei der nächsten Tour wieder mitnehmen, da er so sagenhaft einfach zu handhaben ist. Einfach Kartusche aufdrehen, hinstellen, anzünden, Topf drauf, fertig. Kein steifer Schlauch, man benötigt keine Unterlage, man braucht keinen Windschutz, einfach hinstellen und fertig. Neben dem Gewicht finde ich noch nachteilig, dass ich draußen nicht höre, wenn das Wasser kurz vor dem Kochen ist (also so ca. 80°C). Manchmal hatte ich sogar nicht mitbekommen, dass es schon längst kocht/sprudelt. Das ist ärgerlich, da ich erstens nicht so viel heißes Wasser brauchte, gerade wenn man es zeitnah trinken möchte und es schlägt sich auf den Gasverbrauch nieder. Ich hatte noch einen Neoprenmantel für den Topf und die Kartusche und einen Wärmetauscher zum erhitzen der Gaskartusche. Bei beiden bin ich mir sehr unsicher, ob das was im Falle des Reactors bringt. Mein Gefühl sagt nein. Entweder brauche ich mehr Wärmetauscher oder einen größeren/breiteren. Das will ich vor der nächsten Tour auf jeden Fall noch einmal austesten. Zum Thema Geschwindigkeit, auf der Tour hatte ich keine Zeiten mehr gemessen aber gefühlt dauert es schon immer ziemlich lang (10min+ für 1,5l Wasser aus Schnee). Für zwei Personen würde ich zwei Kocher oder einen etwas größeren (vielleicht sogar auch einen Benzinkocher) mitnehmen. Im Netz liest man ja auch oft, dass sich die Zeit reduzieren ließe, wenn man den Schnee im Topf stark komprimiert. Meiner Erfahrung nach macht es keinen nennenswerten Unterschied, ob ich den Schnee stark komprimiere oder einfach lose in den Topf packe und immer wieder nachlege. Gas als Brennstoff: Entgegen den vielen Unkenrufen im Netz zum Thema Gas im Winter, funktionierte es tadellos! Insgesamt habe ich 17 Tage damit Schnee geschmolzen und hatte nicht einen Tag das Gefühl oder Zweifel, dass es nicht geht. Wie oben schon geschrieben, habe ich Zweifel, ob der Wärmetauscher (zumindest in dieser Form) etwas beim MSR Reactor bewirkt. Auf der Tour habe ich es so gehandhabt, dass ich die Gaskartusche kurz (für ein paar Sekunden) ins Wasser gestellt habe. Dadurch wurde das Gas wieder flüssig, was sich positiv auf den Verbrauch auswirkt. Das habe ich aber nur bei der initialen Zündung gemacht, danach, für die weiteren ein bis zwei Schmelzwassertöpfe, nicht mehr. Dazu braucht es nicht viel Wasser, vielleicht 100 – 150ml Restwasser vom Vortag. Deshalb musste ich mir auch keine Gedanken machen, wie ich die Kartuschen halbwegs warm halten kann und brauchte sie somit auch nicht mit in den Schlafsack nehmen. Ich war sehr verschwenderisch mit dem Gas, zum einen durch die häufigen Wärmflaschen und weil das Wasser fast immer unnötiger Weise gekocht hatte. So kam ich 12 Tage mit zwei 450g Kartuschen hin und musste für den letzten Abend die Dritte anreißen. Da ich den Verbrauch immer noch nicht so gut abschätzen kann, würde ich für die nächste 14-tägige Tour zwei 450g und eine 230g Kartusche (statt dreimal 450g) mitnehmen und noch einmal schauen, wie gut ich damit hinkomme und bei der Übernächsten ggf. noch weiter reduzieren. Ebenfalls entgegen der Unkenrufe zum Thema Gas im Winter, waren die beiden Kartuschen völlig leer. Vor der Entsorgung hatte ich zu Hause noch einmal versucht damit den Brenner zu starten, aber bei der einen kam gar nichts mehr raus und bei der anderen hatte der Brenner nur mal kurz geröchelt und dann war er wieder aus. Es ist aber zu beachten, dass sich diese Erfahrungen mit Gas ausschließlich auf die Verwendung mit einem MSR Reactor beruhen. Da dieser nach einem anderen dem Prinzip arbeitet, kann ich es nicht ausschließen, dass die Erfahrungen mit anderen Kochern abweichen. Bin mir aber ziemlich sicher, dass es mit einem anderen Brenner genauso gut geht. Verpflegung: Die Nusschipsfettpampenriegel (kurz NCFPR) haben sich hervorragend bewährt. Hab auch schon diverse Sommer und Frühlings/Herbst-Varianten entwickelt (mit weniger Fett und festere Konsistenz). Die einzigen Nachteile die mir spontan einfallen sind, dass sie ziemlich krümeln und man durch den hohen Fettgehalt viel Trinken muss, sonst gibt es Aufstoßen. Ich habe ja schon viel mit diversen Rezepten für Riegel (also Pemikan und Eiweiß- und Kalorienreiche Riegeln/Kuchen/undefinierbare Massen etc.) herum experimentiert und bei den meisten hatte ich immer Probleme mit der Verdauung, was sich in Form von lästigen Blähungen wieder gespiegelt hatte. Das Problem hatte ich bei den NCFPR nicht. Die kommen bei der nächsten Tour definitiv wieder mit. Ich weiß noch nicht, ob ich beim nächsten Mal nur NCFPR mitnehme oder auch wieder ein wenig Pemikan zur Abwechslung. Wenn, dann würde ich aber das Pemikan mit weniger Fett zubereiten. Ansonsten, auf jeden Fall weniger Essen mitnehmen, hatte locker rund 3kg davon wieder mit nach Hause genommen. Isomatte: Wie im Bericht schon geschrieben, die Kombination aus der gekürzten Exped Doublemat + 14mm Eva-Matte hat sich super bewährt. Auch wenn es deutlich kälter und unbequemer als eine aufblasbare Matte ist, werde ich die Kombination beibehalten. Allerdings werde ich die bereits gekürzte Doublemat noch weiter kürzen, da sie etwas zu breit war. EVA-Matten sind so einfach zu handhaben, einfach ausrollen und fertig. Im Winter würde ich deshalb keine aufblasbare Matte mehr mitnehmen. Schlafsack: Da hatte ich mich ja auch schon im Bericht ausgelassen, wie schlecht der ist. Den kann ich überhaupt nicht empfehlen Hauptkritikpunkte sind der viel zu kurze und tief sitzende Wärmekragen, die außen angebrachte Tasche und dass er einige Zeit braucht, um warm zu werden. Was er ganz gut weggesteckt hatte war Feuchtigkeit. Obwohl er am Ende richtig Nass war und damit tagsüber zu einer Eiskugel gefror, hatte ich in ihm nicht gefroren und empfand ihn auch nicht kälter als die Nächte davor (die Nächte waren da aber auch ein wenig wärmer als zuvor). Sicher ist, dass ich für die nächste Tour einen anderen Schlafsack kaufen werde. Würde Gewicht und Volumen keine Rolle spielen, dann würde ich den Ajungilak Denali nehmen. Aber der wiegt komplett fast 4kg und das Volumen ist gigantisch Der Ajungilak Tyin 5 season ist von den Specs her dem MH Bonfire sehr ähnlich. Allerdings fand ich, dass der Komfortbereich (ich würde sagen so um die -18°C) des Bonfire grenzwertig ist. Es ist nicht, dass ich gefroren hätte. In den Morgenstunden mit Temperaturen unter -20°C war es zwar durchaus okay, aber mollig ist was anderes. Anderseits könnte es auch daran gelegen haben, das oben warme Luft entwich. Deshalb schiele ich auch Richtung Daunenschlafsack, wie zum Beispiel den Cumulus Excuistic 1400. Der hätte genügend Wärmereserven und das Packmaß und das Gewicht wären geringer. Hach, anderseits hat sich Kunstfaser bei Nässe sehr gut bewährt und ich habe wegen der Daune schon ein schlechtes Gewissen. Aber in diesen Temperaturbereichen ist es schwierig mit Kunstfaser (bzgl Gewicht und Packmaß). Die Entscheidung wird mich jedenfalls noch ein Weilchen sehr beschäftigen. VBL-Sack: Das war das erste Mal, dass ich einen VBL-Sack nutzte und kam damit nicht gut zurecht. Wie im Bericht bzw. der Diskussion schon raus kam, war das Hauptproblem, dass ich den Sack oben nicht schließen konnte und so ein Luftaustausch stattfand und sich kein gutes Klima im Sack bilden konnte. Bei der nächsten Tour probiere ich es mit dem WM Hotsac. Die Rettungstüte, die ich hatte, hatte auch schon nach ein paar Tagen Löcher, so dass etwas robusteres eh nicht schlecht wäre. Schlafsachen: Bei der nächsten Tour probiere ich mal mit meinen Klamotten zu schlafen und nicht mehr in Schlafklamotten zu schlüpfen. Ich hoffe, dass ich so morgens besser aus dem Schlafsack komme, da das Umziehen entfällt (was ja eigentlich nie unangenehm war, nur die Barriere im Kopf). Zelt: Das DuoMID hat sich bestens bewährt. Kommt das nächste Mal auf jeden Fall wieder mit. Optimal wäre es, wenn es Schneelappen dran hätte. Das würde den Aufbau bzw. das Abdichten vereinfachen. Ich hatte ja im Vorfeld schon überlegt welche an mein DuoMID anzubringen. Die Frage ist aber wie (Klett oder Druckknöpfe)? Oder ich kaufe mir noch ein zweites als Winterzelt und lasse da welche annähen. Wegen der großen Grundfläche wirkt sich der Schneelappen wiederum auf das Gewicht aus. Oder ich nehme ein Solid-Inner mit. Hätte den Vorteil, dass es den Schlafsack vor Nässe schützen würde (da der Wind kein Eis mehr auf den Schlafsack spritzen kann). Das wäre gerade bei einem Daunenschlafsack von Vorteil. Außerdem macht es sich bei Pulverschnee besser, dann muss man den Schnee nicht so sehr verdichten, wie wenn man keinen Boden hat. Aber ein Inner wiegt halt auch wieder 300g+. Hmmmmm. Ja, die Entscheidung ist jedenfalls noch nicht getroffen, ob alles so bleibt, ich Schneelappen anbringe oder ein Solid-Inner mitnehme. Laubschreck: Ich hatte zwei Laubschreck, wie sie wilbo vorstellte, in verschieden Größen zum Testen mit. Ich stand denen sehr skeptisch gegenüber, bin jetzt aber voll begeistert davon. Das Packmaß ist zwar nicht so gut wie von Heringen, aber deutlich leichter und sitzen Bombenfest im Schnee. Das nächste Mal werde ich nur noch 2-4 Heringe mitnehmen und 3-5 Laubschreck. Schaufel: Die Arva Ultra hält was ihr Name verspricht. Sie ist gebaut um den Ultra-Rennreglen zu entsprechen, mehr eigentlich nicht. Wenn der Schnee nicht zu sehr mit Eisschichten durchzogen ist und man behutsam mit ihr umgeht, dann geht das schon. Ich bin jedoch in dieser Hinsicht einfach ein Grobmotoriker und werde mir deshalb eine etwas robustere zulegen. Aktuell liebäugele ich mit der MSR Responder, da sie auch einen Teleskopstiel hat. Schneesäge: Hatte ich zwar nicht dabei, aber @Heinrich hat mich auf den Trichter gebracht. Ist nicht unbedingt notwendig, aber wenn man eine Schneemauer oder Schneehöhle bauen muss, dann ist sie glaub sehr hilfreich und kann die Bauzeit enorm verkürzen. Wenn ich wieder in ein Gebiet mit ähnlichen Schneebedingungen (sehr hart und durchsetzt mit Eisschichten) fahre, dann nehme ich mal eine zum Testen mit. Rucksack vs. Pulka: Mit einer Pulka fährt es sich definitiv besser als mit 22kg auf dem Rücken, insbesondere bei Sturm. Anderseits würde ich damit nicht unbedingt auf die Berge hoch. Das müsste man dann als Tagestour machen. Stellenweise lagen auch viele Steine frei, da wäre es mit der Pulka sehr schwierig gewesen durchzukommen und man hätte einen Umweg fahren müssen. Auch die An- und Abreise ist mit einem Rucksack viel entspannter. Mit einer Pulka ist es viel zu anstrengend und wird auch mal nicht mitgenommen (zum Bsp. als Anhalter oder im Bus (beides ist uns letztes Jahr passiert)). Ein Rucksack ist schon praktischer, solange er nicht zu schwer wird. Eine Faltpulka wäre ein guter Kompromiss, ist aber mit rund 3kg viel zu schwer! @Heinrich regte eine kurze Toboggan aus Carbon an, auf die der Rucksack geschnallt wird (ähnlich zum Faltplukaprinzip). Allerdings schreckt mich der Bau(zeit)aufwand noch etwas ab. Ich habe mir fürs Packrafting einen alten Gestellrucksack gekauft und frage mich, ob man den nicht als Schlitten nutzen könnte. Man müsste halt eine Platte am Rücken anbringen, damit der Packsack nicht im Schnee schleift und damit bremst. Ski: Ich finde, dass ich mit den Ski letztes Jahr viel besser klar kam. Da schlugen sie sich bei jeder Schneeart gut. Weil sie so kurz sind, schlugen sie sich auch sehr gut im dichten Wald. Ich weiß nicht genau was diesmal das Problem war. Entweder greifen die Felle nicht mehr so gut (warum auch immer) oder, wahrscheinlicher, die Ski waren mit dem Gesamtgewicht überfordert. Letztes Jahr bin ich trotz Pulka im Schlepptau jeden Hang ohne große Mühen hoch, egal ob vereist oder lockerer Schnee. Vermutlich ist die Gewichtsobergrenze der Ski bei 80kg. Diesmal wog ich ja durch den Rucksack über 100kg. Das überforderte wohl die Ski. Ich hatte schon bei kleinsten Steigungen sehr große Problem hoch zu kommen. Was allerdings wiederum für ein Problem mit den Fellen sprechen könnte ist, dass auf den ebenen Strecken kaum druckvolles Abstoßen möglich war. Die Ski rutschen einfach durch. Was echt toll an den Ski ist, dass man beliebige Schuhe tragen kann. Das ist Top. Allerdings hat man das Problem, dass die Ski echt schwer zu kanten sind, was bei Abfahrten ein Problem ist, da man keinen Schneepflug machen kann. Es ist nicht ganz unmöglich und hängt auch stark von den verwendeten Schuhen ab. Um so steifer die Schuhe im Knöchelbereich sind, um so besser wird das Kanten gehen. Ich glaube, dass die Ski eher für Ausfahrten mit leichtem Gepäck und bei Abfahrten eher für Telemark als Schneepflug und Schwünge geeignet sind. Aber Telemark kann ich leider (noch) nicht. Für die nächste Tour werde ich mir mal die Fischer E99 mit Schuppen zulegen/ausleihen. Mal schauen, ob die besser gehen. Und je nach Tour werde ich auch lange Felle und/oder Grödel mitnehmen. Socken: Wegen dem Problem mit meinen kalten Zehen, werde ich euren Tipp mal ausprobieren und zwei Paar zusätzliche Wechselsocken mitnehmen. Ich frage mich, ob es helfen würde eine weitere Tüte über die Isosocken zu ziehen, damit sie nicht nass werden … Handschuhe: Das nächste Mal werde ich ein drittes Paar Handschuhe mitnehmen. Denn manchmal waren die Liner zu dünn und die Fäustlinge wiederum viel zu warm. Also noch ein Paar, dass von der Isolation her zw. den Linern und den Fäustlingen liegt. Dafür werde ich vielleicht die wasserfesten Überzieher zu Hause lassen. STS Mini-Karabiner: Ich hatte zwei Mini-Karabiner von STS dabei. Die sind so was von Kacke, dass ich sie zu Hause gleich weggeschmissen hatte. Die sind überhaupt nicht mit Handschuhen bedienbar und selbst ohne ein Krampf, da die Schnur immer in er Kerbe des Schnappers fest hing. Die Minikarabiner von Edelrid haben sich dagegen super geschlagen, auch mit Handschuhen.
  40. Ich möchte Euch kurz von meinem 2-tägigen Kurzausflug am vergangenen Wochenende berichten. Nachdem ich im letzten Jahr bereits ein Stück des Maximilianswegs gegangen bin, hatte ich mir dieses Mal die letzten Etappen vom Gipfel des Hochfelln bis nach Berchtesgaden vorgenommen. Für die Profis ist das natürlich wie Kindergeburtstag, aber wenn man zwischen einer 60 Stundenwoche Arbeit und Familie sich die Zeit für eine Solotour abzwicken muss, bin ich über diese Tour mehr als froh. Zur Orientierung hatte ich mir die GPS Tracks von Fernwege.de heruntergeladen. Auf der Tour wollte ich auch meine neuen Schuhe (Salomon Speedcross), den Esbit Kocher und vor allem mein selbstgenähtes Tarp testen. Für diejenigen, die es interessiert, hier meine Packliste: https://lighterpack.com/r/cnvs9g Die ersten Kilometer nach dem Gipfel des Hochfelln auf dem es sonntags um halb 10 noch ruhig zuging, ging es auf sehr schmalen, fast schon überwachsenen Pfaden bergab Richtung Ruhpolding. Sobald die Ausläufer von Ruhpolding begannen, wurden die Wege breiter und waren durchgängig asphaltiert. Auf diesem Abschnitt bis nach Inzell bin ich sicherlich 2 ½ Stunden oder mehr entweder direkt auf Straßen oder neben Straßen auf asphaltierten Rad-/Gehwegen gelaufen und hatte den Entschluss, diesen Teil des Maximilianswegs zu laufen schon ziemlich bereut. Ganz anders war dann der Abschnitt ab dem Einsiedlhof in der Nähe von Inzell. Es geht beständig bergauf, im wahrsten Sinne der Worte bis auf twa 1.450m. Der Weg führt an der Kohleralm vorbei, wo man, wenn man freundlich fragt, ohne Weiteres seine Wasservorräte aufstocken kann. Von hier ist es ein Katzensprung auf den Gipfel des Gamsknogel, der aber nicht direkt auf dem Maximiliansweg liegt. Da ich noch weiter Richtung Bad Reichenhall laufen wollte, ließ ich ihn links liegen. Dieser Abschnitt bis hin zum Listsee in der Nähe von Bad Reichenhall war für mich der schönste Teil dieser Wanderung. Man bewegt sich eine Zeitlang knapp an der Baumgrenze entlang. Mit ein bisschen Trittsicherheit war dieser Abschnitt kein Problem und die Aussichten waren umwerfend. Auf der Zwieselalm gönnte ich mir einen Strammen Max und begann auf den Kilometern danach einen schönen Schlafplatz zu suchen. Ich fand ihn ganz in der Nähe des Listsees, etwa 4km vor Bad Reichenhall. Der Listsee selbst ist nicht groß, aber die Farbe des Wassers ist außergewöhnlich und man kann wunderbar Forellen beobachten. Bei trockenem Wetter, kaum spürbaren Wind, gab es an dem Tarp nichts auszusetzen. Danke und Gruß an Alex von Bergreif für das Schnittmuster und Wilbert für die Abspannleinen. Sie halten wirklich bombig! Obwohl der Untergrund nahezu komplett eben war, rutschte meine Neoair auf der Polycryo Unterlage wie schon beim letzten Mal ständig hin und her. Hier suche ich noch Abhilfe. Mückenprobleme gab es überhaupt nicht, aber beim nächsten Ausflug ist ein Bugbivy dabei und die Polycryo bleibt daheim. Der Esbitkocher war prima, etwas Wasser für das Thai Curry Fertigpack vom DM und anschließend kochendes Wasser für einen Tee. Danach brannte die 14g Esbittablette noch munter weiter. Vielleicht muss ich auf eine kleinere Tablettengröße umsteigen. Am zweiten Tag war das Tarp um 6 Uhr abgebaut und die Strecke nach Bad Reichenhall schnell gelaufen. Zu so früher Stunde war die Stadt noch recht ausgestorben, aber eine frische Butterbrezn gab‘s trotzdem. Für einige Kilometer hatte man wieder Asphalt unter den Füßen. Richtig schön wurde der Weg wieder nach Bayerisch Gmain. Ab da läuft man quasi bis nach Berchtesgaden weitestgehend auf ungeteerten Wegen mit ständigem Blick auf den Watzmann. Ich habe in diesem Abschnitt festgestellt, dass der von mir verwendete GPS-Track vom richtigen Maximiliansweg auf den letzten Kilometern abwich. Berchtesgaden lebt noch vom Ruhm der Vergangenheit und wartet heute mit viel Touristenklimbim auf. Es gibt schönere Orte. Würde ich diese Abschnitte des Maximilianswegs anderen empfehlen? Eine Aussage fällt mir schwer, es gibt auf diesen ca. 60km, die ich gelaufen bin, wunderschöne Abschnitte und andere an denen ich geflucht habe, weil mir vom Asphalt die Füße in den Salomons weh taten. Für mich war es trotzdem eine anstrengende und zugleich erholsame Auszeit aus dem Alltag.
  41. 1 Punkt
    12. Etappe: la máquina Ich lasse es heute ruhig angehen und, ohne mir schlechtes Gewissen machen zu lassen, von der Sonne wecken. Komme wie immer los, also gg. 10Uhr. Das Stück bis zum Bietsávrre ist mühselig, da hier stellenweise viel Schnee liegt und ich immer wieder tief versinke. Eigentlich wollte ich rechts am Rand des Sees entlang, aber ich finde an der Stelle, wo ich auf den See treffe, ein Angelloch und eine Scooterspur vor. Beides muss von heute Morgen sein. An dem Loch liegen nämlich interessanter Weise noch 5 Fische. Sie sind noch nicht richtig hart. Keine Ahnung warum die da liegen gelassen wurden. Ich zögere ein wenig, denn die letzten Tage waren ziemlich warm und ich weiß ja nicht, wie dick das Eis hier ist. Allerdings ist da ja schon jemand mit dem Scooter drüber. Anderseits fahren die ja so schnell, dass dünne Stellen für die weniger ein Problem sind. Ich messe die Eisdicke am Angelloch. Es sind locker 70cm. Ach was solls, ich habe keine Lust auf Tiefschnee am Rand des Sees. Ich marschiere los. Ich folge der Scooterspur, die direkt über den See führt. Es läuft sich sehr gut, aber der Weg ist lang und monoton. Ich richte den Blick nach unten, beuge den Oberkörper leicht nach vorn und nehme ordentlich Fahrt auf (zumindest gefühlt). Erstmals auf der Tour ist Abstoßen und Gleiten möglich. Jetzt kommt auch noch die Sonne raus. Ich muss anhalten und die Jacke ausziehen. Es fährt sich wie auf Schienen und ich komme mir wie eine Maschine vor Ich lasse mich nicht ablenken (auch nicht von den vielen Eisanglern, die hier unterwegs sind), aber irgendwann muss ich doch anhalten und ein paar Fotos machen. (Am Anfang ist es noch nicht so eindeutig, ob es heute schneien oder aufklaren wird.) (Doch mit der Zeit klart es auf und der Sluggá zeigt sich in voller pracht.) Am Ende des Sees ist ein kleines Dorf(?) Das hatte ich gar nicht erwartet, dass hatte ich der Karte gar nicht so entnommen. Von hier aus geht es auf einen gespurten und markierten Winterwanderweg. Es erinnert mich irgendwie an die ewig langen Highways durch das outback in Australien. Leider fährt es sich hier ein wenig beschissen, da es leicht uneben ist und die Ski nicht die Spur halten wollen. (Die Spur der 5 Belgier auf dem "Highway".) (Das Ziel zum greifen nah.) An dem Abzweig, wo dieser Weg auf den Kungsleden trifft, sehe ich schon von weiten eine große Gruppe jugendlicher vor dem Wegweiser posieren und rumspringen und ich kann sie schon rumkreischen hören. Willkommen in der Zivilisation. Das ist ein schneller und harter Einstieg. Ich passiere die Gruppe schnell und möglichst unauffällig. Das letzte Stück nach Saltoluokta ist der Horror. Es geht nur noch bergab. Mir schmerzen schon die Knien von den vielen Kantversuchen. Ich versuche große Kurven zu fahren, aber die Ski rutschen einfach seitlich in Hangrichtung hinunter anstatt in Fahrtrichtung quer zum Hang zu gleiten. Die große Gruppe von vorhin hängt mir auch schon dicht an den Fersen. Ich gebe es auf, schnalle die Ski ab und laufe das letzte Stück. Obwohl ich denke, dass ich einen guten Schritt drauf habe, überholt mich die Gruppe kurz vor dem Ziel. Da es an dieser Stelle so eng ist und ich nett sein will, trete ich an den Rand der Scooterspur. Da sacke ich mit einem Bein ein und die gehen einfach vorbei ohne mir hoch zu helfen. Da bin ich schon voll bedient! (Das ist das letzte Bild der Tour Aber irgendwie ein schöner Abschluss, wie auch immer es entstanden ist.) Ich kann mich gar nicht richtig freuen, als ich in Saltoluokta ankomme. Gefühlt tausende Jugendliche. Ich komme mir wie in einem Kinderferiencamp vor. An der Rezeption muss ich nicht lange überlegen, ich buche das komplette Luxuspaket: Einzelzimmer mit eigenem Bad und das Dinner. Das Zimmer ist sehr schön, aber von oben tönt lautstark Technomusik. Egal, ich breite erst einmal die ganze Ausrüstung im Trockenraum aus und springe unter die Dusche. Huuuuuuuuuuu, wie herrlich!!!! Darauf hatte ich mich schon seit sooo vielen Tag gefreut! Hach, herrlich! Danach checke ich die Anlage ab und erkunde die nähere fußläufige Umgebung. Dann ist auch schon Dinnerzeit. Das ist voll lecker! Aber durch die volumenmäßig kleinen Portionen der letzten 2 Wochen, kann ich leider gar nicht so viel Essen wie ich gern würde. Ich muss meinen Magen erst wieder an die großen Portionen gewöhnen. Ich sitze an einem Tisch mit anderen Deutschen und Schweizern. Das Deutsche Paar ist ziemlich anstrengend, es unterhält den ganzen Tisch und erzählt von ihren ach was weiß ich was für tollen Touren und Reisen, die sie so gemacht haben. Aber es kommt mir irgendwie entgegen, da ich noch nicht so recht Lust auf Kommunikation habe. Also schalte ich auf Durchzug und nicke ihnen hin und wieder mal zu. Nach dem Dinner checke ich am PC im Shop den Wetterbericht und die Nordlichtvorhersage. Whoop,Whoop!!! Es sieht sehr gut aus. Fast die ganze Nacht KP5 und klarer Himmel. Ich packe die Kamera, das Zelt, Isomatte und den Schlafsack, der schon einen trockenen Eindruck machte, in den Rucksack und ziehe los. Ich bin viel zu spät dran, am Himmel tanzen schon die Nordlichter. Ich gehe den Kungsleden bis kurz vor dem Abzweig zum Bietsávrre hoch. Da baue ich das Zelt auf und mache eine Fotosession. Als das Zelt steht, geht es richtig ab. Ich habe schon intensiveres gesehen, aber das ist dem schon sehr nahe. Sie sind teils schön bunt und bewegen sich schnell. Leider braucht es immer etwas Zeit und einige Probeaufnahmen, bis die Kamera optimal eingestellt und ausgerichtet ist. Weil es so schön ist, genieße ich auch zwischendurch das Spektakel und lasse die Kamera links liegen. Als ich endlich so weit bin, ist es leider auch schon wieder vorbei. Zumindest der intensive Teil. Ich fotografiere so lange bis nichts mehr am Himmel zu sehen ist. Es ist glaube so gegen 1:30Uhr, als ich mich in den Schlafsack begebe.
  42. 11. Etappe: Auf Irrwegen In der Nacht schneite und stürmte es ordentlich. Der Wind boxte wild in die Zeltwände und immer wieder wurden die Zeltwände während der Wind etwas aussetzte fast bis nach oben zur Spitze mit Schnee bedeckt, so dass es die Wände ordentlich eindrückte. Außerdem lies der Wind Eis auf meinen Schlafsack spritzen, so dass er noch nasser wurde, als er eh schon war. Am Morgen scheint es noch ein wenig, aber der Wind hat nachgelassen. Beim Abbau nimmt der Wind jedoch wieder schnell an Fahrt auf und ich habe zunehmend mühe alle Sachen beisammen zu halten. Bevor ich losgehe haue ich schnell noch 8 Lagen Wachs auf die Ski, denn gestern wurden sie zum Abend wieder etwas rutschig. Als ich aufbreche stürmt es ziemlich heftig und es haut mich gleich zu beginn zweimal um. Damit ist die Entscheidung klar: ich gehe direkt nach Saltoluokta. Es schneite ja auch die ganze Nacht und damit haben sich Ausflüge auf Berge für diese Tour eh erledigt. Und die Sicht ist auch so mies, dass ich keinen Sinn darin sehe, dass ich hier weiter im „Nichts“ umher irre. Zumal die Vorhersage auch für die kommenden 3 Tage weiterhin Bewölkung und Schneefall angibt. Die Sicht ist mittlerweile ziemlich schlecht, so dass keine Orientierungspunkte mehr erkennbar sind. Ich muss erstmals auf der Tour auf den inReach zurückgreifen, komme aber mit diesem Minidisplay nicht klar. Laufe also grob der Nase nach. Plötzlich realisiere ich, dass ich im Hang unterhalb des Sjuodji stehe. Ach verdammt, genau diese Berggruppe wollte ich eigentlich rechts oder links umlaufen … Ich habe ein verdammt ungutes Gefühl. Zum hinauf gehen bin ich schon zu weit im Hang. Plötzlich geht ein Mark durchdringendes „Wummmm!“ durch meinen Körper. Das Herz rutscht in der Hose. Ich versuche es nach oben, aber der Schnee ist einfach zu locker um nach oben zu kommen. So bleibt mir nichts anderes übrig als vorsichtig schräg zum Hang hinab zu fahren. Zum Glück ist er nicht sehr hoch und ich bin heil froh, als ich sicher unten ankomme. Nach einer kurzen Pause mache ich mich wieder auf den Weg und treffe nach ein paar Metern auf die Nationalparkgrenze. Hier treffe ich auch auf erste Scooterspuren seit Tagen. Einfachheitshalber folge ich der Grenzmarkierung, da sie ja genau zum Sluggá führt. Irgendwann verliere ich sie, laufe aber einfach immer weiter in östliche Richtung. Irgendwann taucht links von mir eine steile Felswand auf. Ich werfe verdutzt einen Blick auf die Karte. Hmmm. Hmmmmmm. Hmmmmmmmmmm. Was ist das?! Kann es sein, dass ich zu weit nach links abgedriftet bin und Richtung Norden laufe? Ich checke das GPS! *Hand an den Kopf klatsch* Oh nein! Ich bin 1h im Kreis gelaufen! Das ist wieder der Berggruppe, wo ich zuvor in den Steilhang geraten war. Wie ärgerlich! Und ich hatte mich kurz vorher noch gefragt, wie es sein kann, dass der Wind hier innerhalb von ein paar Minuten sich um 180° drehen kann Oh Mann, wie dumm von mir! Ich korrigiere meinen Kurs und stoße schon bald auf die kleinen Schluchten, wo sich der Sluggájahka durchschlängelt. Hier bricht heute das erste Mal die Wolkendecke ein wenig auf und lässt den Sluggá in voller Pracht für ein paar Minuten erscheinen. Dann verschwindet er wieder im Nichts. Ich brauche ein wenig Zeit um eine geeignete Stelle für den Abstieg zu finden. Der Fluss liegt über weite Abschnitte frei, kann ihn aber an einer kleinen Schneebrücke queren. Um den Sluggá herum stürmt es ordentlich. Langsam geht mir der Wind auf den Sack. Den ganzen Tag und eigentlich die Tage zuvor auch, bläst er unerbittlich und zerrt und rüttelt und wackelt an mir herum. Es schlaucht langsam. Und außerdem ist dadurch seit Tagen keine Sicht, was mich eigentlich am meisten ärgert. Ich bin doch primär wegen der guten Aussicht hier. Anderseits finde ich das raue und unbequeme Wetter auch irgendwie geil. Umso mehr ich darüber nachdenke, umso besser gefällt mir das Wetter. Ich grinse selbstzufrieden und laufe entspannt weiter. Das Passieren des Sluggás zieht sich ewig. Ich habe das Gefühl, dass ich ihn schon 2 mal umrundet habe. (Ich habe mehrfach versucht das schlechte Wetter und den Wind einzufangen, aber es gelang mir nicht recht. Da hätte ich noch ein wenig mehr experimentieren müssen, aber dafür war es zu ungemütlich.) (Endlich bin ich um den Sluggá rum.) Zum Ende des Tages wird es freundlicher und es reißt sogar kurz auf. Bevor ich jedoch die Kamera gezückt habe, ist es schon wieder zugezogen. (Eben noch großflächig blauer Himmel und im nächsten Moment ist es wieder zugezogen.) Ich suche mir ein geschütztes Plätzchen unterhalb der Steilwand des Giehpes. Beim Zeltaufbau fahre ich aus Versehen mit den Ski über die Schaufel und dabei bricht das Schaufelblatt ab. Es hing aber eh nur noch am seidenen Faden an der gebrochenen Schafhalterung. Da hier Pulverschnee und es der letzte Tag ist, ist es nicht weiter tragisch. Der Schlafsack ist wieder eine gefrorene Kugel, heute gefühlt mehr als die Tage zuvor. Ich mache mir heute zwei Wärmflaschen. Die erste lege ich mir auf die Beine, während ich noch den Schnee für die 2. schmelze. Da bemerkte ich, dass es um den Kocher relativ viel Wasser ist. Hmm, ich bin vorhin an den Kocher gekommen, vielleicht ist da etwas Wasser hinaus geschwappt? Hmm, die Isomatte schwimmt ja regelrecht?! Als ich die Wärmflasche von den Beinen nehme, geht ein Wasserstrahl durch das ganze Zelt. Ach her je! Die Trinkflasche hat ein Loch! Zum Glück hatte ich die Flasche noch nicht in den Schlafsack gelegt, dass hätte blöd ausgehen können. Es scheint ein Materialfehler zu sein. Es hat sich die Verklebung der Folie an dem Öffnungsstück gelöst. (Zu hause, nach der der Tour aufgenommen) Zum Glück ist morgen der letzte Tag, es war die kleine Flasche und die Etappe morgen ist nicht so lang. Ich falle heute irgendwie erschöpft in den Schlafsack. Ich weiß auch nicht, so geschafft war ich noch nie auf der Tour.
  43. 9. Etappe: Aufbruch OT: Mit „Nacht war bescheiden.“ beginnt der Tagebucheintrag. Kann mich aber nicht mehr erinnern, warum und das Tagebuch gibt hierzu auch nichts weiter preis. Es ist 7 Uhr und laut Wettervorhersage sollte es ja in der Nacht etwas aufklaren. Es weht immer noch am Eingang hinein, hoffe aber, dass es nicht mehr schneit und nur Treibschnee ist. Ich werfe einen Blick hinaus. Es scheint zwar weniger zu schneien, aber es ist noch null Sicht und es windet noch sehr. Also verkrümle ich mich noch einmal in den Schlafsack und nicke weg. Shit! 10:30Uhr! Diesmal scheint es nicht zu täuschen, draußen scheint die Sonne! Ich werfe einen Blick hinaus und tatsächlich – blauer Himmel!! Ich ärgere mich, dass ich erst noch einmal in den Schlafsack gekrochen bin und nicht schon mit dem Zusammenpacken begonnen hatte. Ich beeile mich, denn ich will heute etwas Strecke machen. Wobei, daraus wird wohl nichts mehr, da es schon wieder so spät ist. Zudem mache ich gleich zu beginn schon wieder viel zu viele Fotostopps. (Noch einmal der Eingang der Höhle.) Es gibt auch den nächsten Ausrüstungsverlust. Bei der Skibrille hat sich irgendwie viel Feuchtigkeit zwischen den Scheiben angesammelt, so dass sie nicht mehr zu gebrauchen ist. Na toll, nur einen Tag benutzt und schon hin. Dabei hatte ich sie mir erst kurz vor der Tour gekauft, da die alte Brille keine Kontrastverstärkung hat und die Belüftung nur mäßig ist. Leider trocknete die Feuchtigkeit zw. den Scheiben während der gesamten Tour nicht mehr weg. Erst zu Hause nach 2 Tagen auf der Heizung. Zum Glück nahm sie mir der Händler wieder zurück! (An den Bändern vom Rucksack kann man gut sehen, dass noch ein ordentlicher Wind weht.) Laufe schon wieder wie ein Hund auf Glatteis Wo zum Teufel ist der ganze Schnee geblieben?!?!?!??!?!??!?!?!?!? Das kann doch nicht wahr sein!!!?!?!?!? Ich Laufe wieder. Eigentlich bräuchte ich einen Caddy: „Steigeisen bitte!“, „Abfahrtsski bitte“, „Die Felle bitte“ … Ich komme nicht drauf klar, dass die Ski so hin und her rutschen. Alter! Mehr oder weniger aus Verzweiflung wachse ich die Ski. Hmmmm, täuscht das jetzt? Oder ist der Schnee hier gerade nicht so verharscht? Hmm, ich kann mir nicht helfen, aber ich würde behaupten, dass es sich ein wenig besser läuft. Und ich dachte immer, dass man die Ski wachst, damit sie besser rutschen (okay, mal abgesehen vom Steigwachs). Nach ein einiger Zeit wird es wieder rutschiger und ich wachse in der Pause noch einmal nach und ich glaube, dass es doch was bringt. (Ich liebe diese sensationelle Weite) Hach, das Gássaláhko und das Guhkesvágge sind einfach mit meine Lieblingstäler/-ebenen. Wunderschön diese Weite, es wirkt leicht unwirklich, wie eine Mondlandschaft, und weit und breit keine Spuren von anderen Menschen zu sehen. Herrlich! Und der Akku glüht schon wieder. (In Wolken verhangener Áhkká) (Richtung Sarek sieht es noch sehr grau aus.) (Und in die andere Richtung voll freundlich. Ich liebe diese Kontraste!) Das mit der Strecke hat sich definitiv erledigt und schaffe es wegen der unzähligen Fotostopps (das ist hier wirklich nur eine ganz kleine Auswahl) nur bis zum Sarekvárásj und baue da mein Zelt auf. Als ich den Schlafsack aus dem Packsack ziehe, halte ich einen klumpen Eis in der Hand Ich ziehe ihn vorsichtig auseinander, damit die Isolation nach Möglichkeit nicht beschädigt wird. Er ist steif wie ein Brett, aber nach dem ich mich mit der Wärmflasche hineinlege habe, wird er schnell wieder weich und bauschig. Da die Wettervorhersage eigentlich eine klare Nacht vorher sagt, schaue ich regelmäßig mal raus. Es gibt sogar einige Nordlichterchen, aber es hängt immer ein leichter Schleier am Himmel.
  44. Pausentag! Es schläft sich wunderbar in der Schneehöhle! Wache am Morgen hin und wieder mal auf, sehe wie es am Eingang noch Schnee hineinbläst, also drehe ich mich wieder um und nicke ein. Es scheint jedoch, als ob draußen die Sonne scheint. (Der verschneite Eingang (von der Nacht, wo es hinein schneite). Nein, nicht da oben wo die Skibindung runter hängt. Das ist Teil der Eingangsdecke. Geradeaus in der Bildmitte ist der Eingang Das Ein-/Ausstiegsloch hatte ich mit dem Rucksack verschlossen, der nicht mehr zu sehen ist.) Obwohl es immer noch hinein weht, ist die Neugier zu groß. Also stehe ich auf und lege den Eingang frei. Aber die Ernüchterung folgt auf dem Fuße. Es stürmt zwar nicht mehr ganz so heftig, aber es haut noch ordentlich Schnee runter und die Sicht ist gleich null. Da es inzwischen schon 11:30Uhr, lohnt es nicht mehr aufzubrechen. Die Entscheidung fällt mir leicht, ich bleibe also noch eine Nacht hier. Für morgen sagt der Wetterbericht auch nur noch leichten Schneefall an. Bei der Vorhersage von dem Wind bin ich immer noch sehr skeptisch. Aktuell sollen 20km/h sein, dass sind aber definitiv mehr. (Der Eingang von außen. Auf dem Bild davor sieht es aus, als ob draußen die Sonne scheint. Aber draußen war es voll grau.) Ich räume den Eingangsbereich und die Höhle wieder frei, mache eine kurze Fotosession und mache es mir im Schlafsack wieder bequem. (Der frei geräumte Eingang.)) (Sieht doch ganz gemütlich aus ) Ich nutze die Zeit, um das „Tagebuch“ weiter zu schreiben und um ein paar Fotos auszusortieren. Eigentlich habe ich es mir ja abgewöhnt unterwegs Fotos anzuschauen. Nur in sehr wenigen Ausnahmen kontrolliere ich das Ergebnis auf dem Display. Ich schaue sie mir in der Regel erst zu Hause an und das auch erst nach ein paar Tagen. Einmal ist die Vorfreude auf die Bilder groß, da man gar nicht weiß, ob alle Bilder so geworden sind, wie man es sich beim Zeitpunkt der Aufnahme vorgestellt hatte. Zum anderen, da man die Bilder noch nicht kennt, kommen ständig neue Erinnerungen an die Tour hoch, an Sachen, die man schon längst wieder vergessen hat (ähnlich wie wenn man Bilder von vor 10 oder 20 Jahren anschaut). Da macht das Aussortieren noch Laune. Früher, als ich bereits unterwegs ständig die Fotos anschaute und ggf auch schon aussortierte, hatte ich dann zu Hause keine Lust mehr die Fotos anzuschauen. Man kannte sie ja schon alle und riefen somit keine besonderen Erinnerungen an die Tour hervor. Genau dieses Gefühl hatte ich diesmal daheim auch wieder. Das nächste Mal werde ich das Anschauen wieder unterlassen. (Die Liegehöhle) Ach ja, das Pemikan flutscht übrigens seit gestern wieder und ich schlafe wieder besser. Es lag wohl daran, dass ich die Tage zuvor zu wenig getrunken hatte. Das Pemikan und die NCFPR haben einen hohen Fettanteil und das braucht wohl viel Wasser zur Verdauung. Das ist ein kleiner Nachteil dieses Konzepts, aber ansonsten bin ich rundum sehr zufrieden damit.
  45. 8. Etappe: Scheißtag!!! Ich wache auf und es scheint, als würde irgendwie die Sonne scheinen. Aber draußen ist tristes Wetter. Das liebe ich an diesem Zelt, egal wie mies es draußen ist, wirkt es immer hell und freundlich. Während des Abbaus zieht zunehmend Wind auf und ich muss ganz schön aufpassen, dass nichts davon weht. Außerdem ist es irgendwie außergewöhnlich warm. Die Weitsicht ist ganz gut, aber das Licht ist sehr diffus. Man kann überhaupt nicht erkennen, ob es bergauf oder hinunter geht. Und das schlimmste ist, dass man die vereisten Schneewehen ebenfalls nicht sieht. So gestaltet sich das Laufen zum Horror. Ich stakse schon wieder wie ein Hund auf Glatteis durch die Gegend. Plötzlich rutsche ich nach rechts, erst langsam dann immer schneller, obwohl ich eigentlich in der Ebene geradeaus laufe. *Plautz* Es haut mich hin. Erst jetzt bemerke ich, dass ich im Hang bin und es ziemlich steil ist. Ich ziehe die Ski wieder aus, so komme ich deutlich leichter voran. Aber auch zu Fuß geht es wacklig zu. Das Ruohtesvágge ist durchzogen mit Spuren, was mich wieder in die Realität zurück holt, dass ich hier nicht alleine unterwegs bin. Außerdem bin ich froh ins Guhkesvágge zu gehen, da ist meist weniger los. Huch?! Wo kommt denn die Queen von England plötzlich her? Das linke Bein rutscht nach rechts und das rechte Bein nach links, so das ich einen Knicks wie am königlichen Hofe mache Ich halte Kurs auf den Niják und überlege ihn noch schnell zu besteigen, da der Gipfel noch frei liegt und die Weitsicht eigentlich ganz gut ist. Aber das Wetter scheint schlechter zu werden und somit lasse ich es lieber. Ich will den Niják ziemlich dicht und hoch umrunden, da ich keine Lust habe in die kleine Schlucht zu laufen und dann wieder zum Gássaláhko hinaufzusteigen. Plötzlich ist die Laune im Keller. In der Ferne sehe ich eine Gruppe von 9 Leuten (Wer sie sieht, darf sie gern behalten ) Der Wind wird zunehmend stärker, jetzt teilweise auch böig. Der Hang wird immer steiler und ist eine einzige Eisplatte und der Wind dazu, das macht mir zunehmend zu schaffen. Ich mache nur noch Tapsi-Schrittchen. Innerhalb von ein paar Minuten ist aus dem Wind ein Sturm geworden mit teilweise heftigen Böen. Der Sturm kommt von hinten. Ich komme nur noch zentimeterweise voran. Ich muss meinen Oberkörper gegen beide Skistöcke pressen, damit ich nicht nach vorn umgeworfen werde. Zudem zieht und zerrt der Wind am Rucksack, hier ist der Rucksack einer Pulka klar im Nachteil. Zudem habe ich auch noch die Ski dran, die dem Wind zusätzliche Angriffsfläche geben. Einige Male haut es mich sogar nach vorn um, als ich die Stöcke nicht richtig in die Brust presste. Aufstehen ist kaum möglich, da der Wind einen immer wieder runter drückt. OH SCHEIßE!!! Ich stehe mitten im vereisten Hang, die Brust tut mir von den Stöcken schon weh, die Sicht ist bescheiden, ich komme kaum vorwärts – Puuuuhh! Ich hätte heute einfach im Zelt bleiben sollen. Noch ne Schneemauer aufgebaut und fertig! Was nun?! Ich lade mir die Wettervorhersage runter. Okay, 13km/h Wind??!?!? Alter!! Das ist doch voll für den Arsch! Aber 3°C, das kann gut hinkommen, Plusgrade waren auch mein Tipp. Und nun? Zurück ins Ruohtesvágge? Keine Chance. Ich muss irgendwie von dem Hang weg. Runter rutschen ist keine Option, da auch immer wieder frei liegende Steine im Hang sind und durch die schlechte Sicht ich nicht einschätzen kann, wie weit und steil es runter geht. Also gehe ich in Micro-Mini-Tapsi-Tipsi-Schrittchen leicht den Hang hinab. Okay, aber was wenn ich unten bin? Ich habe zweifel, ob ich bei dem Wind überhaupt das Zelt aufgestellt bekomme und überhaupt eine ebene Fläche bei den Lichtverhältnissen zu finden. Also entscheide ich mich ins Gássaláhko durchzuschlagen und da hinter einem großen Stein Schutz zu suchen und am besten einzugraben. Außerdem hoffe ich, dass hinter dem Njiák etwas Windschatten ist. (Njiák, zumindest was davon noch sichtbar ist.) Irgendwann bin ich aus dem steilsten Stück raus und sehe ein paar große Steine voraus. Der Sturm bläst indes unerbittlich. Ich halte Kurs auf die Steine, in der Hoffnung, dass ich da etwas Windschutz finde und mich vielleicht etwas eingraben kann. Ich habe mich schon mental voll auf das Eingraben eingestellt und wenn es bei den Steinen nicht klappt, werde ich runter zum Flusslauf des Suottasjjahka steigen. Er formt da eine kleine Schlucht und ich verspreche mir da ausreichend Schnee zum eingraben. Die Steine entpuppen sich als große Felsbrocken, an denen sich große Schneeverwehungen gebildet haben. Ich zögere nicht lange und packe die Schaufel aus. Ich mache ein paar Stiche. Okay, geht ganz gut. Aber wie zur Hölle gräbt man eine Schneehöhle?! Ich habe ein konkretes Bild im Kopf wie sie aussehen soll, aber wie gräbt man das am besten? Puh! Ich habe keinen wirklich Plan, grabe aber einfach drauf los. Habe ja nicht viele Optionen. Beim Graben muss ich an die beiden Belgier denken, die ich bei der Anreise traf und ein Iglu mit bloßen Händen graben wollten ... Nach ca. 3 Stunden bin ich fertig, nur noch den Eingang verschließen. Die Höhle hätte durchaus noch einen Tick komfortabler sein können, aber ich bin einmal völlig durchnässt (Bäh! ) und anderseits ist die Schaufel total am Ende. Sie ist total verbogen, hängt nur noch an einem kleinem Stück am Schaft und das Blatt wackelt schon locker flockig hin und her. Es ist ganz offensichtlich, dass sie nicht mehr bis zum Ende der Tour durchhalten wird. Dennoch bin ich sehr überrascht, dass sie so gut durchgehalten hat. Dabei musste sie sich durch mehrere zentimeterdicke Eisschichten durchkämpfen. Ich ging aber, soweit es möglich war, auch sehr sorgfältig mit ihr um. Na ja, für meine erste Schneehöhle ist es jedenfalls ganz gut geworden, finde ich. Ich mache mich bereit zum Schlafen und stehe vor der Frage, was ich mit den nassen Sachen machen soll. Hmm, ich checke den Wetterbericht. Für morgen sind -10°C angesagt. Hmm, das ist glaub nicht so cool bei -10 mit nassen bzw gefrorenen Klamotten loszuziehen. Anderseits, wenn ich die nassen Sachen mit in den Schlafsack nehme, dann ist der Schlafsack nass *grummel * Einen Tod muss ich sterben und entscheide mich für den nassen Schlafsack. Nur die Jacke muss draußen bleiben, die ist nicht mehr zu retten. OT: Heute würde ich es vermutlich anders machen. Während ich im Schlafsack liege, frage ich mich, was heute hätte besser laufen können. Als erstes ärgere ich mich, dass ich die Wetterzeichen nicht für voll genommen habe. Gestern waren noch unter 20° und heute morgen plötzlich Plusgrade. Da hätten die Alarmglocken läuten müssen. Aber was hätte ich dann gemacht? Die Stelle war ziemlich exponiert, da hätte es schon eine fette Schneemauer gebraucht. Ich hätte Richtung Skarja gehen können … Keine Ahnung ob es da gerade besser ist. Ich blicke zum Eingang, sehe wie der Wind an einer winzigen Öffnung Schnee hinein bläst, schließe die Augen – Totenstille! In dem Moment bin ich mir sehr sicher, dass es eigentlich nicht viel besser hätte laufen können. Die Schneehöhle ist geräumig, ich kann sitzen, stehen, sogar etwas hin und her laufen, es ist gar nicht mal so dunkel und man bekommt überhaupt nichts von dem miesen Wetter draußen mit. Um nichts in der Welt würde ich jetzt draußen im Zelt sitzen wollen, wo der Wind gegen die Zeltwände hämmert ... In der Nacht wache ich auf und muss feststellen, dass der ganze Oberkörper eingeschneit ist. Die Liegehöhle ist leider nicht tief genug, da am Fußende wieder eine Eisschicht kommt und die Schaufel am Ende war um weiter zu graben. Es hat Unmengen an Schnee in die Höhle geweht, ich kann gar nicht mehr aufrecht stehen. Am Eingang ist ein Block verrutscht, so dass eine kleine Öffnung von vielleicht 5cm Durchmesser ist. Durch dieses Löchchen kommt der Schnee wie durch eine Schneekanone in die Höhle hineingeblasen. Das Loch ist schnell gestopft, der Schlafsack von Schnee befreit und schlafe selig wieder ein. OT: Bilder der Höhle gibt es am Folgetag.
  46. 7. Etappe: Der Berg ruft wieder Die zweite Nachthälfte war grausig, habe kaum geschlafen. Nicht wegen der Kälte. Schwierig zu sagen, woran es lag. Apropos Kälte, ich habe mittlerweile das Problem der letzten Tage identifiziert. Wie schon beim Probeliegen zu Hause festgestellt, sitzt der Wärmekragen des Schlafsacks viel zu tief und geht nur bis zu den Schulterseiten. Das habe ich so noch nie gesehen, normalerweise sitzt er höher und geht rings herum. Außerdem hat er keine Kordel zum zuziehen. Deshalb entweicht überall die warme Luft. Keinen Ahnung was Mountain Hardware gut kann, aber das mit den Schlafsäcken sollten sie sein lassen. Das ist für mich wieder einmal ein typisches Produkt, was niiiiiiiiiiie getestet wurde. Da lag nie im Leben auch nur einer von denen bei Kälte drin. Auch dass die kleine Tasche außen angebracht ist. Wie dämlich ist denn das? Erstens werden die Sachen in der Tasche nicht so warm gehalten und zweitens muss man immer den Schlafsack öffnen, um da dran zu kommen, was zu Wärmeverlust führt Meinerseits absolut nicht empfehlenswert. Ab jetzt dichte ich obenrum alles mit Kleidungsstücken ab, so dass die warme Luft nicht entweichen kann. Na ja, stehe jedenfalls wieder viel zu spät auf. Diesmal sogar erst 8:30Uhr. Scheiße! Schwer zu sagen woran es lag, es war glaub der einzige Tag auf der gesamten Tour, wo ich weniger als 1,5h vom Aufstehen bis zum Loslaufen brauchte. Damit komme ich wenigstens gegen 10Uhr los. Schiebe mir beim Aufbruch noch schnell einen Pemikanriegel rein. Puh, ich muss ihn mir regelrecht hineinzwingen. Pemikan war bisher noch nie mein Highlight, aber heute schmeckt es mir überhaupt nicht. Es liegt mir auch sehr schwer im Bauch und muss fürchterlich aufstoßen. Mir ist sogar etwas schlecht. Der Aufstieg ist ziemlich steil und zieht sich. Allmählich realisiere ich , dass der Ruohtestjahkka noch ziemlich weit weg ist und ärgere mich, dass ich gestern nicht noch ein Stück weiter gelaufen bin. (Huh! Wo läuft denn mein Schatten lang?) Stellenweise ist es wieder sehr vereist und ich frage mich, ob sich der Aufstieg lohnt. Insbesondere, weil der letzte Gipfelabschnitt sehr steil und vereist aussieht, also nicht machbar. (Auf dem Bild sieht es wieder einmal gar nicht so steil aus ) Nach einer ganzen Weile stoße ich auf eine Skispur, die den Hang hinauf führt. Hmmm, das nächste Mal muss ich auch Felle mitnehmen! Die Spur sieht frisch aus und hoffe, dass sie nicht von heute ist. So oder so, macht sie jegliches Wildnisgefühl kaputt. Ich folge der Spur, da es sich leichter läuft. Irgendwann biegt die Spur nach rechts ab und hoffe, dass sie nicht zum Ruohtestjahka gegangen sind. Ich gehe weiter gerade aus und nach einiger Zeit komme ich oben auf dem Kamm an. Ich rechne noch mit 2h bis zum Gipfel. Ich ärgere mich wieder, dass ich so spät aufgestanden bin. Gleichzeitig versuche ich es auch wiederum schön zu reden, da es ja irgendwie auch Urlaub ist. Aber die kurzen Tage … (Niják und Áhkká) Zu meiner Überraschung bin ich rucki-zucki am Gipfelaufstieg, also nix mit 2h. Hier treffe ich auch wieder auf die Skispur – na toll Es ist zwar steil, aber es ist nicht vereist, so dass ich gut und zügig hinaufsteigen kann. (Blick ins Ruohtesvágge) (Blick Richtung Skárja mit Boajsájahkka links) d (Ruothes) (Ruohtes-Panoramablick) (Zur Abwechslung ich wieder mal ) (Uh, lustige Wolken am Himmel: *klick* ) Nach einer ausgiebigen Fotosession begebe ich mich wieder auf den Rückweg. Ich schaue kurz, wo die Skifahrer runter sind, ist aber mit meinen Ski ausgeschlossen. Den Hang hätte ich mich nicht mal mit Alpinski hinabgestürzt. So gehe ich den gleichen Weg zurück. Als ich den vereisten Abschnitt erreiche, überlege ich wieder, ob ich nicht einfach auf dem Rucksack hinunter rutsche. Stehe dem runter Rutschen aber immer noch skeptisch gegenüber. (Bei der kleinen Auflösung kaum zu sehen, am Hang rechts, direkt neben den frei liegenden Steinen rechts, sausten die Skifahrer runter.) Unten angekommen gehe ich über die eigentliche Aufstiegsroute zum Ruohtesvágge hinab. Hier gibt es sogar Passagen, die sich richtig gut hinabfahren lassen, da dort eine Schicht Pulverschnee liegt. Das letzte Stück ist leider wieder extrem vereist und habe Schwierigkeiten heil runter zu kommen. Die vereisten Hänge machen echt keinen Spaß und machen mir schwer zu schaffen. (Im Ruothesvágge) (Im Ruothesvágge mit Blick Richtung Skárja) Im Ruohtesvágge angekommen stellt sich die Frage, wo ich jetzt hingehen soll. Es wird zunehmend bewölkt und es macht den Anschein, als ob es morgen schneien würde. Damit kommen weitere Bergtouren erst einmal nicht in Frage und somit brauche ich nicht in Richtung Skárja zu gehen. Außerdem ist die Gefahr groß, dass man in diese Richtung auf andere Leute trifft und das ist das letzte, worauf ich Bock habe. Also entscheide ich mich die Schlechtwetterperiode mit einem Abstecher durch das Gássaláhko und das Guhkesvágge zu überbrücken.
  47. Reisebericht Annapurna-Runde Nov. 2017

    Mario294 reagierte auf Barbarix für Beitrag im Thema

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    Birethanti – Nayapul – Kathmandu Do 16.11.17 Wir haben in aller Ruhe gefrühstückt und sind danach noch ein wenig Souvenirs einkaufen gegangen. Danach geht es das kurze Stück zu Fuß nach Nayapul, wo auch gleich Santos, unserer Fahrer eintrifft. Wir benötigen 9h nach Kathmandu, wobei wir für die letzten 5km mind. 1h brauchen. Kompletter Verkehrskollaps! So etwas wie diesen Moloch Kathmandu habe ich noch nicht erlebt. In der Millionenstadt gibt es so gut wie keine geteerten Straßen, sondern nur staubige Schotterpisten. Kein Wunder, dass die halbe Stadt dauernd hustet. Na ja irgendwann um 18:00 kommen wir im Blue Horizon an und bekommen wieder ein ordentliches Zimmer. Danach geht es zum Abendessen (sehr ausgiebig)! Kathmandu Fr 17.11.17 Nachdem wir gemütlich ausschlafen essen wir Kuchen zum Frühstück. Das Java Café kann ich echt empfehlen – leckerer Kuchen, toller Kaffee insgesamt so ein nepalesischer Starbucksverschnitt. Heute ist Sight Seeing angesagt und wir werfen uns ins Gewühl. Auf dem Weg zum Durbar Square sehen wir viele Läden, staubige Straßen und erleben ein lebendiges Gewusel. Die Tempel am Durbar Square sind von dem Erdbeben 2015 leider fast alle stark beschädigt. Da bezahlen wir gerne das Eintrittsgeld, das für den Wiederaufbau verwendet wird. Wir haben Glück und können sogar einen Blick auf Kumari werfen. Ein Kind, das die Reinkarnation des Gottes Taleju ist und nicht fotografiert werden darf. Zum Mittagessen suchen wir uns einen ruhigen Innenhof um dem Gedränge und Gehupe zu entfliehen. Souvenir-Shopping, ein Café Latte im Java und ein reichliches Abendessen runden den Tag ab Kathmandu, Sonne pur und klare Luft! Sa 18.11.17 Heute ist es gar nicht staubig! Wahrscheinlich, weil weniger Autos unterwegs sind. Den Tag beginnen wir mit einem Kaffee im Java und bestellen dann im Hotel ein Frühstück, das wir im schönen Hotelgarten essen. Frisch gestärkt geht es wieder auf Shopping Tour. Wir besuchen noch den Kaiserlichen Palast mit dem schön renovierten Garten und schauen immer mal zwischendurch im Java vorbei. Wir kaufen noch etwas Proviant für den Rückflug ein und um 22:30 startet unser Rückflug über Dubai nach Hamburg. In Dubai machen wir es uns einige Stunden auf unseren Iso-Matten bequem und dösen ein wenig. Am Sonntag um 12:55 landen wir pünktlich in Hamburg. Einige Anmerkungen zur Annapurna-Runde: Das Essen ist fast ausnahmslos sehr lecker und immer frisch! Zimmerpreise zwischen 2€ und 6€ für ein Doppelzimmer pro Nacht, wenn man auch in der Herberge isst. Safe Drinking Water Stations nutzen oder das Wasser selbst behandeln. Touristen verursachen mit den unzähligen Plastikflaschen ein Müllproblem. Auf den Toiletten (Stehklos) gibt es in der Regel kein Papier Oft gibt es keine warme Dusche, also jede Gelegenheit nutzen! Viel trinken gegen die Höhenkrankheit! Permit in Kathmandu nicht vergessen, man wird auf dem Trail an den Checkpoints kontrolliert.
  48. Reisebericht Annapurna-Runde Nov. 2017

    Mario294 reagierte auf Barbarix für Beitrag im Thema

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    Jomsom - Sauru – strahlend blauer Himmel mit einigen Gipfelwolken Fr 10.11.17 In der Nacht wache ich leider mit starken Halsschmerzen auf und kann nicht gut schlafen. Wir brechen wie immer um 6:00 Uhr auf und frühstücken in dem sehr schönen Dorf Dhumba. Es gibt Kartoffel Omelett und Apfelpfannkuchen – sehr lecker! Diese Etappe ist wirklich wunderschön, vielleicht eine der schönsten. Das entschädigt für die gestrige Schotterpiste. Leider bin ich ziemlich platt und wir machen um 14:00 in Sauru schluss für heute Es gibt Chomei (gebratene Nudeln) zu Mittag. Heute haben wir nur 19km geschafft, es fehlen noch 8km bis Kalopani. Sauru - Ghasa – strahlend blauer Himmel, morgens immer noch Frost Sa 11.11.17 Die heutige Etappe hat wieder einmal wunderschön begonnen. Wir haben das Alpenglühen am Dhaulagiri fotografiert und danach ging es 2-3h auf einem herrlichen Wanderweg immer am steilen Flussufer entlang. Der Wald ist eine tolle Abwechslung. Später wechseln wir die Flussseite und finden in der tiefer gelegenen Region wieder wilden Hanf. Meine Halsschmerzen sind etwas besser, dennoch bin ich noch ziemlich schlapp. Heute übernachten wir im Eagle Nest Guest House. Das Zimmer ist OK, der Apple Pancake schmeckt und das Dhal Baht ist auch OK. Ghasa – Dana – Sonne pur! So 12.11.17 Der Weg führt uns heute auf einem schmalen, in den Fels gehauenen Pfad. Wir machen nach einer wunderschönen 2/3 Etappe Feierabend. Pausennachmittag! Ich verbringe den Nachmittag im Schlafsack und ich merke wie gut mir das tut. Felix erkundet in der Zwischenzeit den Ort und macht tolle Aufnahmen. Langsam geht es mit wieder besser und ich schlafe in dieser Nacht richtig gut.
  49. Reisebericht Annapurna-Runde Nov. 2017

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    Brathang - Ghyaru, wolkenloser Himmel Fr 3.11.17 Das Bett war echt bequem und nach dem Aufstehen gibt es erst einmal für jeden 2 Kaffee. Der Weg nach Dhibur Pokhari ist wirklich toll, er wurde teilweise aus dem Fels herausgesprengt. Die Pfützen haben eine 5mm dicke Eisschicht und beim Wandern ist mir fürchterlich kalt. Weiter führt der Weg durch schöne Wälder und dann in einer Ebene nach Upper Pisang. Es ist ein nettes Dorf und wir probieren zum ersten Mal Tsampa. Schmeckt ganz OK, muss ich aber nicht jeden Tag haben. Nach dem Frühstück schlendern wir durch den Ort, fotografieren und besichtigen die Gompa. Dann geht es einen wunderschönen Trail flach weiter nach Ghyaru. Nur das letzte Stück zieht sich, weil 300m steile Höhenmeter zu überwinden sind. Kurz nach 13:00 kommen wir an und finden ein nettes und günstiges Zimmer. Jetzt gibt es erst einmal ein Special Dal Bhat zu Mittag. Am Nachmittag habe ich die 250 Jahre alte Gompa besucht und im Dorf viel fotografiert. Annapurna II ist natürlich das Hauptmotiv. Von Ghyaru kann man die beindruckende Nordwand sehe, rechts daneben sind Annapurna III und Gangapurna. Mit der Dämmerung wird es wieder sehr kalt und wir sitzen mit Mütze und Handschuhen im Speiseraum. Hier gibt es keine Dusche und schon gar kein warmes Wasser – ich vermisse sie nicht. Nachts wache ich wieder um 2:30 mit leichter Atemnot auf und schlafe nach 20min wieder ein. Ansonsten habe aber keine Symptome einer Höhenkrankheit. Ghyaru - Bhrakag, leicht bewölkt, am Nachmittag ein kurzer Graupelschauer Sa 4.11.17 Bis auf mein Aufwachen um 2:30 wegen Atemnot habe ich sehr gut geschlafen. Heute haben wir wieder eine leichte und kurze Etappe. Kurz nach Ghyaru sehen wir eine Gruppe riesiger Greifvögel. Die Landschaft ist heute wieder überwältigend. Wir passieren Annapurna II und Gangapurna und blicken in Bhraka auf Annapurna III. Um 8:00 gibt es ein leckeres Frühstück in Nawal im Peaceful Hotel. Auf dem Weg dorthin haben wir noch eine alte Festungsruine passiert. In Nawal besuchen wir das Kloster auf dem Weg nach Julu. Der Weg nach Bhraka liegt zwar am Schluss auf der Straße, ist aber trotzdem schön. Kurz vor Bhraka essen wir einige Samossa zu Mittag. Samossa sind frittierte Teigecken, gefüllt mit Kartoffeln und Linsen – super lecker! Den Nachmittag nutzen wir noch um die über 500 Jahre alte Gompa zu besichtigen. Wir haben Glück, dass die Gompa für uns aufgeschlossen wird und nutzen die Gelegenheit für Fotos. Die Gompa liegt höher als der Ort und die Aussicht von dort lohnt den Aufstieg. Am Abend gibt es Knoblauchsuppe und Kartoffeln mit Gemüse und Ei. Wir besprechen was wir nun machen: Annapurna Circuit mit Thorung La Pass oder den Tilicho See und von dort weiter nach Jomsom. Der Hüttenwirt rät uns dringend ab, die Strecke Tilicho Lake – Jomsom zu wandern. Es sei zu gefährlich. Die Alternative „Abstecher zum See und zurück“ würde 3 Tage benötigen. Dann könnten wir den Circuit nicht vollenden. Wir entscheiden uns beide einfach den Circuit weiter zu wandern. Am Abend haben wir beide leichte Kopfschmerzen und ab und zu leichten Schwindel. Die Symptome sind aber sehr leicht und kaum wahrnehmbar.
  50. Reisebericht Annapurna-Runde Nov. 2017

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    Khanigaou – Dharapani (1900m), Sonne, Sonne, Sonne Mi 1.11.17 Das Bett war sehr wackelig und so hart, dass ich die Neo Air verwenden musste, aber ich habe gut geschlafen. Der Wecker hat um 5:30 geklingelt und um 6:15 ging´s los. Der Trail ist super schön und sehr abwechslungsreich. Ab Chanje hat sich die Landschaft geändert. Weniger Reisterrassen, weniger Ackerbau und das Tal wird enger, felsiger. Aber immer noch nicht alpin. Wir folgen immer noch dem Fluss Marsyangdi. Mit Dharapani haben wir das Ziel der 3. Etappe nach 2 Tagen erreicht und uns so einen zusätzlichen Akklimatisierungstag erwandert – sehr beruhigend. Unser Running Gag ist übrigens „German Belehrung“. Den Begriff haben wir erfunden, weil wir uns wunderten, dass die Nepalis die geernteten Reishalme mit den Ähren auf dem Boden ablegen. Da fallen doch die Körner raus! So geht das nicht! Da müssten die Nepalis aber echt mal von uns Germans belehrt werden Heute gibt es ein richtig nettes Zimmer mit WiFi und warmer Dusche. Jetzt konnten wir auch mal endlich die Wäsche waschen. Als Abendessen haben wir Fried Rice mit Gemüse und teilen uns dann noch eine Portion Bratkartoffeln. Für morgen erstehen wir jeder 3 Croissants! Dharapani – Brathang (2880m), wolkenloser Himmel Do 2.11.17 Was für ein Tag! Ein tolles Zimmer, ein leckeres Frühstück (Croissants) und eine atemberaubende Landschaft. Zuerst ging es nach Toche wo wir ein ca. 100 Jahre altes Kloster besichtigt haben. Die Mönche sind sehr nett und nach einem Tee und einer Spende gehen wir weiter auf dem alten Trail um der Straße auszuweichen. Für mindestens 2 km begleitet uns ein Hund aus dem Dorf, geht voraus und wartet immer wieder auf uns. Etwas später sind wir auf einer Hochebene mit Gerstenfeldern. Am Wegesrand wächst neben Brennnesseln auch Hanf. Das Mittagessen gab es in Koto mit Blick auf Annapurna II (7937m) – Wahnsinn! Der Rest der Strecke bis Brathang ist ziemlich öde, weil der Trail auf der Straße verläuft. Angeblich gibt es aber auch einen höher gelegenen Pfad. In Brathang gibt es leider nur eine Luxusunterkunft (2500 Rupi statt üblichen 300-500 Rupi). Warmwasser und WiFi funktionieren trotzdem nicht. Aber der nächste Ort ist zu weit weg und obwohl ich noch einmal losziehe, finde ich auch keinen Platz zum campen. Dafür gibt es einen Wasserkocher für Kaffee im Zimmer und das Essen ist lecker und nicht teurer als sonst. Ob es wegen der Höhe ist oder einfach so: Ich habe seit Mittag leichte Kopfschmerzen und merke, dass meine Atemzüge tiefer werden. Außerdem wache ich ungewöhnlicher Weise um 2:30 Uhr auf, schlafe aber bald wieder ein. Übrigens Heute haben ca. 250 Wanderer den Checkpoint in Daraphani passiert, trotzdem ist der Trail nicht überlaufen obwohl ich sonst meist in entlegeneren Gegenden unterwegs bin.
Diese Rangliste ist auf Berlin/GMT+01:00 eingestellt

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