Ich bin gestern vom Westerwaldsteig gekommen (und noch einem kleinen Happen Rheinsteig), der ist definitiv nicht überlaufen, wie erwartet bin ich stundenlang niemandem begegnet, der Weg ist also definitiv derzeit eine Corona-Empfehlung, gerade weil er mich generell sehr positiv überrascht hat, ich kannte den Westerwald eigentlich und hatte mit langen Waldabschnitten gerechnet, aber der Weg führt oft durch offene Landschaften und an Seen vorbei (und mit einem, wenn auch eher simplen, Klettersteig hatte ich wirklich nicht gerechnet).
Coronabedingt gab es nach meiner Beobachtung folgende Besonderheiten:
Ein Wegabschnitt war wegen angeblich enger Wege gesperrt, dienstagmorgens war da natürlich kein Mensch , der Klettersteig genauso.
Wasserversorgung muss man etwas mehr vorplanen, da Gaststätten nunmal flach fallen, ich bin zu 80% auf Friedhöfe ausgewichen, der Weg führt an zahllosen vorbei (keine Ahnung, ob sich beim Entwurf da was bei gedacht wurde).
Den Locals sind die Wanderer egal, die sind cool .
Aufgrund der zahllosen Campingplätze wäre es auch ein empfehlenswerter Weg für Leute, die ungern wildzelten oder erst ins Wandern reinschnuppern.
Ganz anders war der Rheinsteig. Geplant war von Bad Hönningen nach Bonn zu laufen, aber da war mir echt zuviel los. Am Rheinsteig gibt es ja zahllose Schutzhütte, aber als nachts nach 2200 da noch Leute rumdappelten wurde mir das zu stressig und ich bin am Folgetag runter ins Tal und in einem Rutsch am Rhein entlang nach Bonn gelaufen.