jessi Geschrieben Gestern um 16:28 Geschrieben Gestern um 16:28 Hallo zusammen, ich bin aktuell dabei, mein Schlaf-Setup für sommerliche Alpentouren zu überdenken. Bisher war ich ausschließlich im Biwak unterwegs. Ich hoffe auf euren Input, da ich noch wenig Erfahrung mit Alternativen habe. Ich schlafe meistens oben auf Gipfeln oder Graten, oft sehr exponiert auf Fels und Karst. Dabei mag ich die Flexibilität, die mir das Biwakieren bietet. Bisher nutze ich den Biwaksack vor allem als Schutz für meine NeoAir Xlite gegen scharfe Steine sowie als Schutz vor Wind und starkem Morgentau. Rucksack und Matte habe ich bisher mit mit hinein genommen und fand das sehr praktisch. Bisher habe ich keine wetterfeste Lösung gefunden, die mich wirklich trocken hält. Ein Zelt kam für mich wegen der exponierten Lagen bisher eher nicht infrage ("Notbiwakieren"). Gleichzeitig schrecke ich vor den schweren 3-Lagen-Gore-Tex-Säcken zurück. Meine Idee für die Zukunft sieht deshalb so aus: Bei gutem Wetter schlafe ich oben auf dem Berg ganz ohne Dach, nur auf einem Groundsheet mit Matte und Schlafsack (Wie ist das bei euch mit starkem Tau?). Wenn Regen droht, bleibe ich gar nicht erst oben stehen, sondern steige rechtzeitig in geschütztere Lagen oder an die Baumgrenze ab und baue dort meinen Regenschutz auf. Ich schwanke aktuell zwischen zwei Wegen. Zum einen überlege ich ein 3x3m Tarp wie das Liteway Biggie zu kaufen (Platz für die Ausrüstung und lässt sich im Wald gut an Bäumen festmachen, was mir entgegenkommt, da ich keine Stöcke nutze). Allerdings habe ich Respekt vor dem Aufbau auf schwierigem Boden. Die Alternative wäre ein UL-Zelt wie das Durston X-Mid, was schnellen Schutz bietet, aber dazu müsste ich extra Gestänge oder Stöcke als totes Gewicht mitschleppen und brauche zwingend guten Boden für Heringe? Privatsphäre ist mir eigentlich egal und Mückenschutz könnte ich über ein Kopfnetz lösen. Mich würde brennend interessieren wie ihr die Strategie beurteilt bei Regen gezielt abzusteigen und sonst nur auf der Plane zu schlafen. Reicht Tyvek Hardstructure auf scharfem Karst wirklich aus, um die NeoAir ohne Biwaksack vor Löchern zu schützen? Und übersehe ich als Biwak-Umsteiger vielleicht noch einen Denkfehler bei der Wahl zwischen Tarp und Zelt ohne Trekkingstöcke? Danke euch für eure Einschätzungen!
Martin Geschrieben Gestern um 18:57 Geschrieben Gestern um 18:57 Ich bevorzuge es mir etwas geschützte Orte zu suchen und ein Hextarp mit einer Stange zu nutzen. Die Stangen wiegen 80-100g, ein Tarp zwischen 120 und 340g. Beispielsetup: zpacks Hexamid Pocket Tarp, Groundsheet, 6 Heringe, S2S nano pyramid net. Oder den Bivy ins Tarp als Groundsheet und Mückenschutz: ein Bora Ultralight Bivy oder Cumulus Mosquito Bivy. Es gibt auch UL Bivys mit festem Kopfteil. Die können alle die Lösung gegen Kondens sein. Weitere Beispiele für Tarps wären: SMD Gatewood Cape, SMD Deshutes, Bonfus Middus 1p, und viele weitere. Kondens gibts auch nur ohne Wind (außer du bist in Wolken). Kannst also auch dein Tarp aufbauen. Lange Leinen und dann die Heringe unter Steine packen. Damit bin ich bisher ziemlich weit gekommen.
Genuss Geschrieben vor 18 Stunden Geschrieben vor 18 Stunden + Hexamid Pocket Tarp oder Gatewood ohne Innenzelt, aber mit Folie. Nach meiner Meinung, bist so schon so taff, dass diese Variante schon Luxus ist. Plätzchen findet man eigentlich immer, auch über Baumgrenze. Alle Bilder in diesem Beitrag sind von mir.
Tomsi Geschrieben vor 15 Stunden Geschrieben vor 15 Stunden Ich habe carinthia biwakzelt observer, gtx, mein Begleiter die letzten 15 jahre, ärgste stürme, dauerregen kein Problem, innen trocken, zu Füssen den rucksack, dann ist es wie ein zelt, heringe gabe ich nie verwendet. Was super ist, niemand sieht dich so leicht..der preis ist arg, billige alternativen kann ich nicht abschätzen, gewicht ist auch relativ hoch… aber ich liebe es
Christian Wagner Geschrieben vor 14 Stunden Geschrieben vor 14 Stunden Ich finde 3x3 für eine Person zu groß. Nimm ein 3x1,5 Tarp, einen Rechteckponcho, oder o.g., Hexamid Pocket Tarp oder Gatewood Cape und behalte den Biwaksack (ist der wasserdicht?). Eine 1,2m Zeltstange und 6 Heringe wiegen jetzt auch nicht die Welt.
Gibbon Geschrieben vor 12 Stunden Geschrieben vor 12 Stunden vor 17 Stunden schrieb jessi: Bisher nutze ich den Biwaksack vor allem als Schutz für meine NeoAir Xlite gegen scharfe Steine sowie als Schutz vor Wind und starkem Morgentau. Rucksack und Matte habe ich bisher mit mit hinein genommen und fand das sehr praktisch. Was verwendest du denn für einen Biwaksack? Es gibt leichte Bivys, wie z.B. den erwähnten Borah Gear, der Schützt dich vor Wind und Spritzwasser, jedoch nicht vor richtigem Regen und auch nicht vor spitzen Steinen am Boden. Unter dem Begriff Biwakcsack laufen auch jede Menge robustere Varianten bis hin zum Mini-tunnel mit eigenem Gestänge in Tarnfarben. Die wiegen dann jedoch 1.5Kg+ anstatt 250g wie ein Spritzwasserbivy. Ansonsten probier das mit Tarp einfach mal aus. Das SMD Gatewood Cape braucht zwingend einen Stock/Tarpstange und würde ich auch nur für Personen bis 1,85m empfehlen. Du sparst dir zwar dann eine Regenjacke, jedoch ist ein rechteckiges Tarp flexibler. Für erste Ausprobieren würde ich mir wohl entweder ein DD Tarp S superleicht 2,8 x 1,5m (ca. 260g) oder ein Bushmen Ultralight Tarp 3 x 2m (ca. 300g) holen. Beide sind für unter 100€ zu bekommen. Als Unterlage beim Tarp würde ich immer noch eine Plane mitnehmen. Mit Tyvek habe ich keine Erfahrung, ich verwende Plastikfolie aus dem Abfallcontainer. vor 18 Stunden schrieb jessi: Mich würde brennend interessieren wie ihr die Strategie beurteilt bei Regen gezielt abzusteigen und sonst nur auf der Plane zu schlafen. Ich bin kein Berg Experte, kann mir jedoch vorstellen, dass es genügend Situationen gibt, wo der Regen da ist, bevor du weit genug absteigen kannst. D.h. ich würde mich nicht darauf verlassen wollen, dass ich immer absteigen kann bei Regen sondern wäre lieber mit einem Setup unterwegs, dass im Notfall auch in höheren Lagen mich einigermaßen warm und trocken hält.
Epiphanie Geschrieben vor 2 Stunden Geschrieben vor 2 Stunden vor 12 Stunden schrieb Tomsi: Ich habe carinthia biwakzelt observer, gtx, mein Begleiter die letzten 15 jahre, ärgste stürme, dauerregen kein Problem, innen trocken, zu Füssen den rucksack, dann ist es wie ein zelt, heringe gabe ich nie verwendet. Was super ist, niemand sieht dich so leicht..der preis ist arg, billige alternativen kann ich nicht abschätzen, gewicht ist auch relativ hoch… aber ich liebe es Hmnja, mit 1,7kg und dem Preis kannst du Dir auch fast schon ein freistehendes Hilleberg hinstellen..... 😁 Con Calma Y Con Alma
fettewalze Geschrieben vor 2 Stunden Geschrieben vor 2 Stunden Ich liebe mein Gatewoodcape (Ponchotarp GWC: 310g, 140€) mit Bivy (Alpidex 275g oder Terra Nova 210g), bin damit seit über 10 Jahren bei allen Wettern in den Bergen unterwegs und schätze es sehr als superleichte, multiuse "Traktorlösung" (keine Extras, stabil, funktioniert). Es ist für mich, 180cm, selbst mit 120cm Stock sehr geräumig. “That’s the cool thing about having a path. Even when you get lost, it’s still there waiting for you to find your way back.”
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