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Ultraleicht Trekking

Vom Bergstiefel zum Trailrunner - Frauenschuhe gesucht!


Tie_Fish

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Nun sind wir so ziemlich beim letzten schweren Teil unserer Ausrüstung angekommen und obwohl meine Liebste sich ein wenig dagegen wehrt, sieht sie doch ein, dass es keinen rechten Sinn macht, mit unter 5kg Basisgewicht noch 2 Kilo Bergstiefel (Hanwags) durch die Gegend zu schleppen.

Probleme / Herausforderungen:

  • Sie ist nicht besonders trittsicher und kippelt schnell mal und tritt auch mal daneben, was man an den Seiten der Hanwags deutlich sehen kann
  • bei längeren Touren leidet sie oftmals an sog. Sportlerkrankheit, also geschwollene Füße und roter Ausschlag auf der Haut. Wir dachten es läge an den Kontakt mit/Ausdünstungen von Chrom aus den Stiefeln, passiert aber bei anderen Schuhen oder mit den Füßen in Plastiktüten auch
  • Sie ist nicht wirklich bereit, vor der Tour durch Training auf dem Kippelbrett oder beim Laufen die Muskulatur zu stärken, wie ich das tue
  • wir gehen in rauhes Gelände in den Alpen oder weglos durchs Fjell
  • sie mag keine nassen Füße auf Dauer und läuft sich mit nassen Füßen schnell Blasen (in den Stiefeln)
  • sie hat sehr schmale und schlanke Füße, ihre Laufschuhe werden aber recht schnell weiter und dann eiert sie lose drin herum, was die Verletzungsgefahr erhöht

Jetzt die Frage: Welche Schuhe würdet ihr empfehlen? Gleich mit Trailrunnern (welche?) losstarten oder erst mit leichten Stiefeln (welche?) probieren?

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Ich bin jetzt nicht der Super Alpinist, aber in rauhem Gelände in den Alpen sind die 2kg Bergstiefel manchmal total toll schon einfach weil es mit Trailrunnern kacke wird Stufen in den Schnee zu treten und man mit der harten Sohle auf einer 2cm breiten Stufe besser steht.

Im Mittelgebirge und auf Wanderwegen kann man sich Problemlos mit Trailrunnern bewegen wenn man es auch verletzungsfrei durch die Fußgängerzone schafft. Die meisten Frauen schaffen das ja auch rückwärts auf Highheels.

 

Ich würde sagen gleich Trailrunner aber eventuell nicht gleich ins verblockte Gelände in den Alpen.

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Hallo,

 

es gibt ja auch durchaus Zwischenlösungen. Ich hatte aktuell ein ähnliches Problem mit meinem Vater. Der ist auch relativ tritt unsicher und knickt gerne mal um. Deswegen kam ein Trailrunner nicht in Frage. Er wollte aber auch nicht die Oben genannten 2kg Bergstiefel.

 

Man könnte ja etwas in der Form ausprobieren

https://www.sport-redler.de/a-8886/adidas-terrex-swift-r-mid-gtx-w-damen?size=6&gclid=CMyF3cyo98wCFfEV0wod3JcHug

 

Adidas ist zudem auch sehr schmal geschnitten. 350g pro schuhe ist sicher nicht leicht, aber wahrscheinlich leichter als jeder Bergstiefel. Schuhe in der Form produzieren aber auch etliche andere Hersteller. Bspw. Salomon sind auch sehr schmal geschnitten.

Zum Thema Wasserdichtigkeit scheiden sich ja die Geister. Jede Membran gibt irgendwann nach, oder man steht irgendwann im eigenen saft ;)

 

MFG

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@Tie_Fish

hatte eine ähnliche situation mit meiner liebsten. wenn sie auch nicht gerade mit superschweren bergstiefeln anfing, so wollt sie doch unbedingt was, das über die knöchel reicht und wasserdicht ist. heute ist sie diejenige von uns zweien, die den umstieg auf five-fingers lange vor mir vollzogen hat.

ein gradueller umstieg verspricht wohl am meisten erfolg. z.b. merrell moab oder keen voyager (gibts beide in gtx). vielleicht erst mal als mid, sprich über-knöchel-hoch. danach fällt der umstieg auf den low, sprich knöchel-frei leichter usw. usf. so wird die muskulatur nach und nach gestärkt, statt dass sie vom einen tag auf den anderen umstellen muss.

vor einer Stunde schrieb Tie_Fish:

nicht besonders trittsicher und kippelt schnell mal und tritt auch mal daneben

typisch für bergstiefel mit steifer, hoher sohle. der schwerpunkt ist viel weiter oben als bei einem flachen trailrunner. auch kann der starr verpackte fuss und knöchel die unebenheiten nur ungenügend ausgleichen. statt dass sich der fuss dem boden anpasst, knallt man ihn auf den boden.

vor 41 Minuten schrieb dennisdraussen:

weil es mit Trailrunnern kacke wird Stufen in den Schnee zu treten

viele trailrunner haben erstaunlich feste zehenkappen, damit lassen sich auch stufen schlagen. daneben bieten z.b. microspikes einen wesentlich sichereren gang auf schnee und eis, als das auch die besten bergstiefel können. der vorteil an den microspikes: ist das schneefeld überquert, zieht man sie aus, was sich mit bergstiefeln eher nicht so machen lässt, ohne dass man danach barfuss unterwegs ist.

vor einer Stunde schrieb Tie_Fish:

Laufschuhe werden aber recht schnell weiter

wie wärs ein zusätzliches paar (dickere) socken zu tragen oder eine zusätzliche innen-sohle in den schuh zu legen? was die hautrötungen angeht, vielleicht mal mit unterschiedlichem sockenmaterial testen, ob es eventuell daran liegt z.b. reine kufa, kufa-merino-gemisch, reine merino oder zur not eben baumwolle.

vor einer Stunde schrieb Tie_Fish:

läuft sich mit nassen Füßen schnell Blasen (in den Stiefeln)

seit ich und meine liebste mit luftigen, nicht-wasserdichten schuhen unterwegs sind, haben wir uns, trotz nasser füsse, nie mehr blasen gelaufen.

 

Bearbeitet von dani
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Hallo,

bis vor einem guten Jahr glaubte ich auch noch, dass es Meindls sein müssen. Für mich (ich wollte gleich loslaufen und nicht lange üben) war der Speedcross 3 von salomon eine gute Wahl. Er stützt noch das Gewölle, stabilisiert meinen Fuß und lässt sich durch das Schnürsystem gut eng an den Fuß ziehen. Ich habe mich für das Modell ohne Membran entschieden, es gibt sie aber auch in wasserdicht. Laut Internet sollen sie auch wirklich dicht sein.

Ich habe mir jetzt einmal Blasen gelaufen, mich dabei aber denkbar blöd angestellt. Einen Tag mit normalen Socken und nassen Füßen ca. 12 km gelaufen und am nächsten Tag (dann mit passenden Socken) und sehr nassen Füßen eine lange Tour und nicht auf die ersten Signale geachtet. War aber nach einem Tag wieder gut. Sonst hatte ich nie Probleme mit Blasen.

Der nächste wird definitiv einer mit weniger Stütze und Sprengung, mittlerweile ist es mir zu viel. Jetzt laufe ich aber erstmal den platt.

Ich wünsche Euch eine gute Wahl und wenn sie die erste Runde mit Trailrunnern gedreht hat will sie bestimmt nicht zurück.

Lieben Gruß, Waldfrau

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Vielen Dank schonmal! Ich selbst laufe Speedcross 3 LT (ohne Membran) in jedem Gelände, egal ob zum Wandern oder im Blockfeld. Aber ich trainiere auch, damit die Bänder nicht gleich reißen. Oder Fivefingers, aber da kommt die Holdeste nicht dran, sagt sie, weil die sche**e aussehen :-)

Ich denke die Adi Terrex sind auch zu hoch und falls die Sohle nicht brutal hart ist, was ich annehme, knickt man damit noch schneller um als in den Hanwag-Schraubstöcken.

Salomon, Merell und Keen schaue ich mir jetzt nochmal an. Was ist mit Inov8, haben die einen im Programm?

Membrane brauche ich persönlich nicht, die lässt ja kein Wasser raus. Meine Schuhe ohne Membrane trocknen viel schneller, auch am Fuß. Die Rötungen und Schwellungen haben definitiv nichts mit Socken und Schuhmaterial zu tun, das haben wir in umfangreichen Experimenten herausgefunden. Da helfen vielleicht Kompressorsocken, das werden wir in Kürze testen. Die könnten dann auch die Knöchel etwas schützen, damit die nicht gleich bei jedem Kontakt Schrammen kriegen.

Oder wir probieren mal sowas: http://www.salomon.com/us/product/x-ultra-trek-gtx-w.html?article=378388 Hat jemand damit Erfahrungen?

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Ich hab mir vor kurzem Inov-8 Roclite 295er geholt. Bin zwar jetzt noch keine so langen Touren mit denen geloffen, aber die bisherigen Erfahrungen waren mehr als posititv. Perfekter Halt im Fersenbereich. Trittsicherheit und extrem viel Grip. An deiner Stelle würde ich einfach mal in einen Laufladen deines Vertrauens gehen und die Anforderungen schildern. Einfach ein paar anprobieren. Wenn man dann auf Tour 1-2 Tage unterwegs ist und etwas aufpasst, gewöhnt sich der Fuß auch daran, dass der hohe Schaft fehlt, welchen Sie dann definitiv nicht mehr vermissen wird. 

 

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@Tie_Fish

das wichtigste: deine liebste muss entscheiden! denn sie muss damit rumlaufen und sich darin wohlfühlen

statt dass du dich nach schuhen umsiehst, wäre es viel vorteilhafter, wenn sie sich danach umsehen würde.

lass sie lieber in ihren zentnerschweren klötzen rumlaufen bis sie selber merkt, dass das scheisse ist und sie von sich aus was anderes sucht.

Bearbeitet von dani
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@dani Mit den Meindls, jetzt Hanwags hat sie schon ein paar Jahre und einige Kilometer Erfahrungen. Mit L und UL auch. Und sie sieht auch, dass ich seit Jahren in Trailrunnern keine Verletzungen habe, obwohl wir dasselbe Gelände passieren.

Dass es besser ist, weiß sie schon, aber traut sich halt nicht. Ich möchte etwas vorselektieren und dann kann sie gucken, welche Option die beste ist. Farbe und Aussehen sind ihr mittlerweile auch egal. Ausrüstung ist nicht so ihr Ding, da vertraut sie mir vollkommen.

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aus deiner aussage zu den five-fingers schloss ich, dass ihr das ganze nicht so egal ist.

vorselektion ist sicher nicht schlecht. aus eigener erfahrung weiss ich, dass schuhe nicht zu vergleichen sind mit rucksack oder zelt. musste meiner liebsten auch erst einen GG mariposa schenken, bevor sie so richtig vom UL-virus gepackt wurde. aber bei den schuhen geht das nicht. wenn die nicht passen, bringt weder wissen, noch langjährige UL-erfahrung etwas.

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Klar müssen die passen und auch gefallen. Und am Ende funktionieren!

Ich will nur mal den ersten Schwung vorselektieren und dann gehen wir es an. Macht ja keinen Sinn, völlig unbedarft einen Laden zu stürmen, sondern eher vorher zu schauen und sich dann an 5 Modell praktisch ranzutasten.

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rantasten ist gut.

auf unserer ersten mehrwöchigen tour vor rund 10 jahre trug meine liebste noch stiefel der kategorie B (mit schon recht steifer sohle). die ersten nicht-knöchelhohen trekkingschuhe kamen 2-3 jahre danach. seither probiert sie immer wieder mal was aus. darunter auch merrel trailgloves oder wie letztes jahr das erste paar five-fingers.

was sie auch gerne trägt, sind scarpa mojito (gibts auch überknöchelhoch). die lassen sich auf der ganzen länge schnüren, für den fall, dass sie sich mit der zeit ausweiten sollten.

Bearbeitet von dani
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Hi! Ich werfe noch einen weiteren Vorschlag in den Ring, mit dem man kurze Trailrunner egal welchen Modells etwas "pimpen" kann:

Da ich an den Knöcheln leider mit einer Bänderschwäche "gesegnet" bin (und daher sehr leicht umknicke), war ich anfangs auch ziemlich zögerlich, auf Schuhe ohne Knöchelsupport umzusteigen. Mittlerweile behelfe ich mir mit Knöchelbandagen, die meinen Fuß sogar besser stützen als Stiefel, deutlich leichter sind als das Zusatzgewicht selbiger und darüber hinaus aus Neopren bestehen, wodurch sie meine Füße auch bei Nässe warm halten. Außerdem sind sie in der Kombination mit Trailrunnern deutlich flexibler als Stiefel oder halbhohe Mids, d.h. ich kann sie ausziehen, wenns mir zu warm wird oder auf leichteren Wegen. Im Hochschwarzwald hat dieses System für mich sehr gut funktioniert, der "Sprung" rüber zu den Alpen steht allerdings noch aus.

Wär das vielleicht eine Lösung?

Mein favorisiertes Modell sind übrigens diese hier (nein, ich werde nicht für Werbung bezahlt!), weil die sich gut an die Fußform anpassen lassen. Wiegen ca. 50g pro Stück.

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Danke, interessanter Vorschlag, das könnte sowohl das Stabilisierungsproblem (was ja bei meiner Frau keines ist, sondern nur gemutmaßt wird!), als auch das Problem der Schwellungen und Rötungen durch Kompression lösen. Leicht ist es dazu auch und die Füße schwitzen sicher nicht so sehr wie in den fetten Stiefeln.

Wir werden das hier im Harz probieren! Super! Danke!

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