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Ultraleicht Trekking

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Kleinere und mittlere Städte (bis ca. 100.000 Einwohner) bieten aus meiner Sicht besonders lebhafte Einblicke in das Leben eines Reiselandes.

Dass Frankreich nicht nur aus Paris, Lyon, Marseille, vielen Dörfern, tollen Landschaften und schönen Küsten besteht, erlebte ich eigentlich erstmals auf einer Straßenradtour vor wenigen Jahren. Seither meide ich die zahllosen mittleren Städte auch auf dem MTB nicht mehr immer. Doch dieses Jahr werde ich voraussichtlich im Haupturlaub zu Fuß unterwegs sein. Da nimmt so eine Stadt natürlich erheblich mehr Durchquerungszeit in Anspruch.

Die meisten Trekker neigen ja dazu, Städten ab 20.000 Bewohner möglichst auszuweichen oder sie allenfalls zu streifen. Aber wer von euch durchwandert sie in voller Absicht? 

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hab ich 83 in buenos aires gemacht. ab hotel im zentrum 4 tage lang alles zu fuss und davon 2x mitm bus abends wieder zum hotel zurück.

aber heute brauch ich den ganzen teer nicht mehr. dann lieber gleich mitm rad. nur in die städte ziehts mich gar nicht mehr, drum lieber drumrum, auch mitm  rad.

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London und Paris... auch wenn die Infrastruktur top ist, bin ich dort immer wieder gern zu Fuß unterwegs. Allerdings dann ohne Gepäck und in für Asphalt geeignetem Schuhwerk. Im Wandermodus (mit Gerödel und in Trekkingoutfit) scheue ich allerdings die Städte wie der Teufel das Weihwasser.

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@martinfarrent Dann ist die Frage gar nicht so einfach zu beantworten. Ich wohne z.B.etwa 30km von Offenburg entfernt (ca. 60k EW), und habe den Schwarzwald und das Weinland der Ortenau direkt vor der Tür. Die Kreisstadt ist potthässlich, und ein Spaziergang durch den Ort lohnt sich bestimmt nicht, aber das Umland wunderschön. Man sollte also nicht von der Provinzstadt auf die Region schließen. ;-)

Im Ausland mag da der Reiz des Anderen (Architektur, Kultur...) überwiegen. Eine italienische Stadt erscheint mir pittoresk (z.Bsp. Bolzano >100EW), ein französischer Ort romantisch (Arles, nur etwas kleiner als Offenburg). Das liegt dann wohl im Auge des Betrachters.

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vor 16 Stunden schrieb dr-nic:

Ich versuche meist schon Dörfer zu meiden. :-D

Ich bin ja gebürtig aus Groß-London... und liebe Dörfer, möglichst kleine. Ich finde, man sieht dort die Menschen, die zu einer Landschaft gehören. Aber ihr Leben erschöpft sich ja nicht in Natur, Landwirtschaft und Dorf - meist gehört das nächstgelegene Provinznest essenziell dazu: Supermärkte, höhere Schulen, Kfz-Werkstatt, Ämter usw.. Für mich ist das alles interessant. Dazu kommt im Ausland der von @Wanderfisch beschriebene Effekt. Ich suche zwar bewusst dünnbesiedelte Gebiete, will aber gleichwohl eine zumindest blasse Ahnung davon bekommen, wie die Menschen dort leben. 

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(kleine) Städte werden gemieden.

Es sei denn man braucht etwas: 1. Lebensmittel; 2. Ne (richtige) Dusche; 3. Brennstoff...

Diese Dinge bekommt ja aber auch schon in größeren Dörfern.

Durch sehr kleine Ortschaften kommt man beim Wandern/Radtouren je nach Region immer wieder mal...

Einen Kaffee beim örtlichen Dorfbäcker oder den örtlichen Döner lehne ich dann meist nicht ab :D

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vor 54 Minuten schrieb martinfarrent:

Ich bin ja gebürtig aus Groß-London... und liebe Dörfer, möglichst kleine. Ich finde, man sieht dort die Menschen, die zu einer Landschaft gehören. Aber ihr Leben erschöpft sich ja nicht in Natur, Landwirtschaft und Dorf - meist gehört das nächstgelegene Provinznest essenziell dazu: Supermärkte, höhere Schulen, Kfz-Werkstatt, Ämter usw.. Für mich ist das alles interessant. Dazu kommt im Ausland der von @Wanderfisch beschriebene Effekt. Ich suche zwar bewusst dünnbesiedelte Gebiete, will aber gleichwohl eine zumindest blasse Ahnung davon bekommen, wie die Menschen dort leben. 

Das sicherlich. Das interessiert mich natürlich auch. Mein Post bezieht sich auch hauptsächlich auf Deutschland. Besonders hier im Norden wird man auch gern mal behandelt wie ein Alien oder Obdachloser, wenn man mit seinem Geraffel, Bart und langen Haaren durch die Gegend zieht. Letzte Woche hat sich in Bispingen ein Anwohner in seinem Haus versteckt und mich durch die Gardiene beobachtet, nachdem er mich die Strasse hat entlang kommen sehen. Ich habe lieb gewunken

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Beim GR 2013 wird die Idee, die Städte und Siedlungen mitzunehmen, vielleicht etwas zu sehr auf die Spitze getrieben. Marseille zu durchqueren finde ich dabei noch interessant, aber die Touristenfalle Aix ist aus meiner Sicht eine einzige Qual.

https://de.france.fr/de/provence/artikel/der-fernwanderweg-sentier-grande-randonnee-2013

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was ist interessant an städten?

klar, das kann auch die wahrnehmung des „pittoresken“ und die selbstwahrnehmung sein, als touristischer konsument zur teilhabe an einer kulisse zugelassen zu sein. es geht (mir) wie in der „natur“ um die blicke, orientierung (die weiten und die spannbreiten), möglichkeiten des bewegens und des eintauchens, der teilhabe an öffentlichkeit, des da-sein-könnens. heute morgen bin ich über einen artikel gestolpert, der ganz soft eine ahnung davon beschreibt, was sich in den städten auch verändert hat: die öffentlichkeit und der zugang zu ihr ist von permanenter virtualität überlagert. 

--> kann man einen ort ohne google kennen?

(die frage als solche kann man ja mindestens doppeldeutig lesen)

so anfang der 80er bis mitte der 90er habe ich es ausgiebig genossen, tage- und nächtelang städte in ihrer ganzen ausdehnung zu fuss zu durchstreifen (auch die, in der ich lebte) und auf orte und leute zu treffen und mir so ein eigenes bild zu machen. beschränkt auf "erste welt" und "dritte welt" in der ersten welt, also europa und usa. und tunesien hab ich auf die art mal allein bereist. jetzt interessieren mich nur noch orte in mir neuen ländern, da gehört frankreich dazu, das für mich früher nur ein land zum möglichst-schnell-durch war.

orte find ich aus ganz unterschiedlichen gründen gut - und natürlich von morgens bis abends zu fuss. großstädte (jedenfalls in der form der innenstädte) finden seit jahren nicht mehr statt. schrecklich voll schrecklich reich überall das gleiche programm (aus meiner sicht), gentrifizierungskreativität, geldmachen, verlieren/gewinnen und shopping und vielzuviele autos. zu geordnete, zu aufgeräumte orte verlass ich möglichst schnell wieder. wo privatfernsehen und internet kein utopisches versprechen mehr sind, sondern herrschaftsmittel, ists in der regel öde und zu voll. das ausgeglichene scheixx-drauf such ich, nicht ein alternatives spiegelbild.

den unterschied machen für mich sichtbare spuren von gegenwärtiger öffentlichkeit des alltags, auch vergangene und zukünftige. und möglichkeiten der (touristischen) teilhabe an den öffentlichen teilen von örtlich wahrnehmbarem, umbautem alltag; jenseits von kulisse, diskretes sehen und schweifen mit möglichkeit zum schlichten gipfelhocken, wenn man mal lange blicken will.

je suis touriste.

bearbeitet von hans im glueck

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