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Ultraleicht Trekking

MYOG Daunenschlafsack oder Quilt - wie macht man's und für welchen Zweck braucht man was?


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Wie angekündigt möchte ich hier meine Schlafsack- und Quiltprojekte vorstellen, von denen ich im Lauf der Jahre sechs verschiedene Modelle hergestellt habe. Über das erste Exemplar kann ich hier nicht mehr viel sagen, denn den habe ich schon vor 32 Jahren weiterverkauft. Nur so viel: Der Schlafsack bestand aus blauem Baumwoll-Inlettstoff, enthielt ein knappes Kilo Daune (1984 in Elsterwerda direkt auf der Gänsefarm erworben), hatte einen 2,40 m langen YKK-Reißverschluss, den mir eine Freundin aus dem Westen besorgt hatte und wog in H-Kammerkonstruktion etwas über 2 Kilo. Seit 1986 selbst im Westen habe ich dann über 20 Jahre einen Salewadaunenschlafsack genutzt, der mir erst auf auf einer Sarekdurchquerung 2008 auseinanderzufallen begann - soviel zur Haltbarkeit von Daunenschlafsäcken. Bereits 2007 hatte ich mir für eine Kilimanjarobesteigung einen Mountain Equipment Classic 750 gekauft, der heute noch gefertigt wird. UL waren diese Modelle beide nicht. Was mich aber am meisten gestört hat, waren bestimmte Ausstattungsmerkmale, die so ziemlich alle Daunenschlafsäcke aufweisen, die es bis heute zu kaufen gibt. Das sind 1. der Reißverschluss und 2. der Wärmekragen - für mich völlig nutzlose Ausstattungsdetails, die den Komfort und die Wärmeleistung vermindern und gewichtstechnisch kontraproduktiv sind.

Aus diesen Erfahrungen entstand der Entschluss, einen Schlafsack zu entwerfen, der diesen Ballast nicht hat und dafür besser isoliert. Etwas Kopfzerbrechen bereitete mir zunächst der Gedanke an den Differentialschnitt, den moderne Daunenschlafsäcke haben und den ich mir ohne Versuchsballon nicht zugetraut habe. Ich habe einfach darauf verzichtet - und glaube, damit gut gefahren zu sein (dazu später mehr). 2015 habe ich mir schließlich von Extex je 3 m 27g-Material für außen und 22 g-Material für innen besorgt, die es beide heute noch gibt - und natürlich 300 g polnische Gänsedaune.

Die Konstruktion ist folgende: Der Stoff wird in eckiger Mumienform zugeschnitten und dann werden die Baffles auf den Außenstoff aufgenäht. Anschließend wird die Röhre zugenäht und die Baffle-Ringe werden an den Schmalseiten geschlossen.

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Das identisch geschnittene Innenteil wird (auf links gedreht) mit einer Moskitonetz-Baffle mit dem Außenteil am Fußende vernäht.Ein Stück bleibt offen, denn durch diesen Spalt muss die Daune eingefüllt werden.

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Dann wartet man bis die Familie im Bett ist, bugsiert die Nähmaschine ins Bad und dann geht die Sauerei los. Kammer für Kammer werden die Baffles mit dem Innenstoff vernäht

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und jedesmal kurz bevor eine Kammer geschlossen ist, werden die abgewogenen Daunen von Hand eingefüllt.

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Der Schlafsack wächst also vom Fußende zum Kopfende und erst mit der letzten Naht wird er oben geschlossen. So sieht das gute Stück am Ende aus.

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Leider sind etliche der 15 Kammern ungleich groß, weil ich bei der Fertigung die angezeichneten Kreidestriche ausgewischt habe, aber das macht nichts. Entstanden ist ein Schlafsack, der keine Kältebrücke aufweist, keine Kapuze hat und auch keinen Wärmekragen besitzt, sodass man nachts nicht aufwacht, weil man mal wieder auf dessen Tankaverschluss zu liegen kam.

Nach ähnlichem Schema habe ich mir im Frühjahr 2017 noch einen Quilt genäht, der aus Argon 67 besteht und 200g Daune enthält.

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Der Loft fällt auch bei dem 200 g - Modell nicht schlecht aus.

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Mir war aber klar, dass ich für Winterübernachtungen noch einen weiteren Schlafsack brauche, den ich mit 750 g Daune füllen wollte. Die Daune dafür habe ich mir aus China bestellt.

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Die Hülle dieses Modells vom Herbst 2017 bestand außen aus Argon 90 und innen wieder aus Argon 67 und wurde auf gleiche Weise mit Baffles versehen.

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Diesmal habe ich auch eine Kapuze integriert und kann wenn es sein muss bis zur Nasenspitze drin verschwinden.

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Die Wärmeleistung ist fulminant - bis -15 Grad bleibt man darin kuschelwarm und hat wie gesagt keine einzige Kältebrücke. Der Schlafsack wiegt knapp über 900 Gramm und ich fragte mich heute, wieso er im Vergleich zu den anderen so leicht ist. Bis mir einfiel: Ich habe hier extrem dünnes Moskitonetz für die Baffles verarbeitet, und das macht im Vergleich zum 25g-Extexnetz eben was aus.

Im letzten Sommer habe ich noch zwei weitere Quilts für Freunde genäht, die es ganz leicht haben wollten. Deshalb habe ich das dünnste Material benutzt, das man derzeit kaufen kann.

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Drin sind wieder 200 g China-Daune, aber das Gesamtgewicht ist noch einmal deutlich geringer.

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Und auch das Packmaß kann sich sehen lassen.

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Ob sich das ganz dünne Material bewährt, muss die Zeit zeigen. Für die anderen Materialien kann ich bestätigen, dass sie sehr robust sind, sowohl die Extex- als auch die Dutch-Stoffe. Bei der Daune bin ich von dem China-Produkt angenehm überrascht. Die Daunenherzen sind zwar kleiner als bei der polnischen Extexdaune, aber der Loft ist mindestens genauso gut, weil es kaum Federkiele darin gibt, von denen man in der Extex-Cumulus-Daune doch einige findet.

Und was den Differentialschnitt angeht, bin ich mir inzwischen sicher, dass der zwar wünschenswert sein mag, in der Praxis isolationstechnisch aber doch kaum ins Gewicht fällt. Möglicherweise hat man bei meinen Modellen sogar einen Robustheitsvorteil, denn wenn man sich mal drin räkelt, belastet man immer Innen- und Außenmaterial, sodass nur geringe Gefahr besteht, dass man sich den Schlafsack zerreißt. Das Rein- und Rausschlüpfen empfinde ich viel angenehmer als beim Reißverschlusseinstieg. Den habe ich bei meinen gekauften Modellen kaum genutzt - und bin so ja auch erst auf die Idee gekommen, ihn ganz wegzulassen.

Was den Einsatz angeht, benutze ich die Schlafsäcke in der kühleren oder kalten Jahreszeit und den Quilt im Sommer.

Was haltet ihr von dieser Lösung?

Zum Schluss noch zwei Bilder:

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Bearbeitet von doman
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Damit brauchst du nicht auf das nächste Leben zu warten, denn das ist kein Hexenwerk. Für den Quilt überlege ich mir, ein nächstes Modell von oben bis zur Hüfte mit Längsbaffles auszustatten, damit die Daunen nicht immer verrutschen und aufgeschüttelt werden müssen. Das wurde hier auch schon irgendwo beschrieben.

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Respekt. Das sind tolle Arbeiten. Als jemand der gerne ein Bein oder Knie nachts raushängen lässt sind reißverschlußlose Schlafsäcke für mich nix - ich bin deshalb auch immer mehr zum Quiltschläfer geworden.

Das Argonmaterial kenne ich nicht. Wie unterscheidet es sich denn zum Extexmaterial?

LG, Christian

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Hallo doman!

Tolle Vorstellung! Ich nähe mir ja auch ähnliche Tüten ohne SchnickSchnack, nur eben mit Apex als Füllung, aus den gleichen Gründen. Hab auch lange mit Quilts rumprobiert. Hatte aber immer große Probleme mit kalter Luft, die beim Umdrehen immer irgendwo rein zog, egal wie die der Quilt geschlossen war.
Noch zwei Vorteile von geschlossenen Tüten, die ich erst bei der Benutzung beobachtet habe: Wenn man in den Sack steigt, pumpt man automatisch Luft mit hinein und der Loft steht sofort. Und wenn man nachts raus muss bleibt, im Gegensatz zu einem klassischen Schlafsack mit Reißverschluss, den man komplett aufschlägt, die meiste warme Luft im Sack zurück, bis man wiederkommt.

Ich habe auch das 27g Ripstop-Nylon von extex verwendet, aber leider verschieben sich hier die Maschen im Stoff. Bei Apex beeinträchtigt das die Funktion überhaupt nicht, sieht aber nicht schön aus.

vor 10 Stunden schrieb doman:

Und was den Differentialschnitt angeht, bin ich mir inzwischen sicher, dass der zwar wünschenswert sein mag, in der Praxis isolationstechnisch aber doch kaum ins Gewicht fällt.

Ich arbeite tatsächlich gerade an einem ersten Sack mit Differentialschnitt. Glaube auch nicht, dass er zwingend notwendig ist, wenn man penibel darauf achtet, dass der Sack nirgendwo spannt, aber mit bin ich auf der sicheren Seite. Und ich wollte es einfach mal ausprobieren.

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mfg
der Ray

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Das sieht sehr schön genäht aus! Welches Apex hast du verwendet und was für Temperaturen kann man darin ertragen? Ich habe eine Cross Hammock mit 133er Apex isoliert und kann darin im Herbst bis etwa +5 Grad eine Stunde liegen. Dann wird’s zu kalt. Und ja, die Vorteile der Reißverschlusslosen Röhre sind schlagend. Deine Beobachtung beim 27er Stoff kann ich bestätigen. Der 22er ist leichter UND robuster, aber eben auch teurer und nur in schwarz erhältlich. Der Stoff ist bei genauerer Überlegung auch besser als Argon 67.

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vor 5 Stunden schrieb doman:

Welches Apex hast du verwendet und was für Temperaturen kann man darin ertragen? Ich habe eine Cross Hammock mit 133er Apex isoliert und kann darin im Herbst bis etwa +5 Grad eine Stunde liegen.

Habe auch das 133er verwendet. Arbeite gerade an einem 200er (2x100).
Sehe die +5°C auch als Limittemperatur. Wenn ich alles anhabe, inklusive Puffy und co. kann ich darin bei +5°C gerade so schlafen. Hängt aber auch stark von Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Erschöpfung, Essen usw. ab.

vor 5 Stunden schrieb doman:

Der 22er ist leichter UND robuster, aber eben auch teurer und nur in schwarz erhältlich. Der Stoff ist bei genauerer Überlegung auch besser als Argon 67.

Also wäre deine Staffelung von gut zu noch besser:
27g/m² 10D Ripstop-Nylon
22,7g/m² 10D Ripstop-Nylon namens Argon 67
22g/m² 7D Ripstop-Nylon
?!

Wäre bei Dutch der Versand nicht so teuer...:sad:

mfg
der Ray

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Ja, diese Reihenfolge stimmt. Und der Versand ist schon immer ein Batzen. Als ich den teuren 17 g Stoff von Ripstop zum Einführungspreis (-20%) gekauft habe, hatte ich allerdings Glück. Die 9 yd wurden im Briefumschlag für 5 $ verschickt und sind bei der Auslieferung unterm Zoll durchgetaucht...

Was mir noch zur Frage Quilt oder Schlafsack einfällt. Mir gehts genau wie dir: Zunächst war ich von der Quilt Idee begeistert. Zumal auch UL-Pioniere wie Ray Jardine damit sogar in der Arktis übernachtet haben wollen. In der winterlichen Praxis führt auch meiner Meinung nach nichts am Schlafsack vorbei. Der von dir genannte Zugluftaspekt ist schlechterdings entscheidend.

Bearbeitet von doman
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Am 30.10.2019 um 17:35 schrieb Puffin:

Hier wie versprochen mein Berechnungsprogramm.

Gelbe Felder sind die Variablen zum Eingeben wie Länge, Daunenqualität oder Gewicht der Stoffe.

Die nicht farbigen Kästchen nicht überschreiben. Diese liefern diverse Ergebnisse oder sind Umrechnungsdaten.

Für Richtigkeit übernehme ich keine Gewähr. Sollte also jemanden ein fehler auffallen bitte melden.

Wenn noch etwas unklar ist auch bitte melden.

Quilt berechnung.xlsx 15 kB · 18 downloads

Hier habe ich eine Berechnungstabelle für die Daunenmenge hochgeladen. Für einen Schlafsachk kannst du denke ich die Tabelle für den "geraden Teil" eins zu eins übernehmen. Durchmesser=Breite. Rest über Kleine Flächen nochmal berechnen.

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vor 2 Stunden schrieb hmpf:

Welche Maße hast du genommen für den Winterschlafsack und wie hast du die Daunen-Menge pro Kammer ausgerechnet? 

Ich habe den Schnitt mit kleinen Änderungen vom ME Classic 750 übernommen, den ich vorher besaß. Die Daunenverteilung habe ich manuell ausgerechnet. Mit dem schönen Tool von @Puffin geht das natürlich viel schneller. Nur die Fußkammer fehlt bei dieser Berechnung. Aber die kann man leicht ergänzen.

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Am 16.11.2019 um 16:18 schrieb derray:

Wenn ich alles anhabe, inklusive Puffy und co. kann ich darin bei +5°C gerade so schlafen.

Das kann ich bestätigen. In Schottland hatte ich meinen GramXpert 133er Quilt dabei. Ich hatte laut Wetterbericht eine nächtliche Temperatur von 5 Grad. Ohne Puffy, aber mit Decathlon Fleece, Windjacke und Regenjacke habe ich es als schnell frierender Schläfer gute 7 Stunden leicht frierend im Quilt ausgehalten.

 

 

Am 15.11.2019 um 23:47 schrieb doman:

Die Daune dafür habe ich mir aus China bestellt.

Kannst du uns bitte einen Link zu der China Daune geben? Das klingt interessant.

Nachdem es im Sale bei ripstopbytheroll, dutchwear & co. diese Woche angenehme Rabatte gibt, wäre es Zeit sich für die dunkle Jahreszeit mit Material einzudecken. Daune macht dabei aber meist einen Großteil der Kosten aus. Ich bin immer auf der Suche nach alternativen Quellen.

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vor 20 Minuten schrieb ice_machine:

Kannst du uns bitte einen Link zu der China Daune geben? Das klingt interessant

Mit Daunenbestellung aus Nicht-EU-Ländern wäre ich vorsichtig. Ich wurde bei einer Bestellung von hydrophobierter Daune (Ripstipbytheroll), also keine Rohdaune, vom Zoll vor die Wahl gestellt diese entweder zu vernichten oder auf eigene Kosten zurückzusenden. 

Wenn Du das Risiko dennoch eingehen willst wirst Du auf Aliexpress fündig. 

Das Tierwohl ist in dem Fall aber noch fragwürdiger als bei bekannten europäischen Quellen. 

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Ich habe aus Garatiegründen von Hammockgear 5 Unzen Hydrodaune zugeschickt bekommen.

Ich sollte zum Zoll wegen Einfuhrumsatzsteuer. Als ich denen dann sagte, dass die eine

Reklamation wäre und entsprechende Unterlagen vorlegte, konnte ich das Paket

ohne Einfuhrumsatzsteuer mitnehmen.

 

Meine Erfahrungen bei Hammockgear und Locolibre mit Querkammern in der 90° sind

sehr schlecht. Bei beiden rutscht über Nacht die Daune nach rechts und links, so dass

oben kaum bis keine Daune mehr ist.

 

Gruss

Konrad

 

 

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@Leichtmetall: Ich habe alle Schlafsäcke kammerngenäht und nie durchgesteppt. Kann aber sein, dass das bei einem Sommermodell nicht ganz so wichtig ist. Die meisten - auch teuren - Daunenjacken sind ja durchgesteppt und wärmen trotzdem.

@ice_machine: Ich habe, aus Gründen die @Andreas K. anspricht, gegenüber der Chinadaune schon auch Vorbehalte und möchte deshalb keine Links posten. (Tipp: Such bei Ali einfach nach der pfundweise verkauften Gänsedaune mit zwei 5-Sterne Bewertungen aus Deutschland.) Letztlich habe ich mich für diese Daune entschieden, weil auch bei den europäischen Alternativen nicht völlig klar ist, ob sie nicht doch aus Lebendrupf gewonnen wurde. Wer konsequent aufs Tierwohl achten will, müsste wohl auf Daune verzichten.

Mit hydrophober Daune habe ich keine Erfahrung, bin aber sehr kritisch, was deren Effektivität betrifft. Mal ehrlich: wer tränkt seinen Daunenschlafsack in Wasser und erwartet dann, dass der noch die gleiche Isolation bietet wie ein trockener Schlafsack? Das legen einem manche „Tests“ mit hydrophober Daune nahe. Die Stoff-Materialien, die ich verwende, sind ausreichend wasserabweisend und ich nähe mit einer 60er Microtexnadel, die nur sehr kleine Löcher macht. 

Was die Frage der Längs- oder Querkammern angeht, bin ich mir inzwischen sicher, dass Längskammern bei Quilts im Bereich oberhalb der Hüfte sinnvoller sind. Bei meinem 750g Winterschlafsack, den ich, unterwegs mit 3 Freunden aus dem Hängemattenforum, letzte Nacht erst wieder benutzt habe, sind Querkammern hingegen die bessere Wahl, weil man so sensible Bereiche wie Fußteil, Knie und Hüfte extra stark füttern kann. Außerdem ist da soviel Daune drin, dass die Kammern immer prall gefüllt sind und nicht viel verrutschen kann.

Bearbeitet von doman
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Shapedtüte200 ist fertig:

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2 Schichten a 100g Apex Climashield. Außen und innen Pertex Quantum. Versetzte, kältebrückenarme Nähte. Mumienform ...

Und: ... vergessen zu wiegen ... :shock: :eek: :sad:

Wenn ich Zeit finde poste ich nochmal einen eigenen Fred dazu.

mfg
der Ray

Bearbeitet von derray
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Ja, der sieht auch gut aus. Nur wie vergleicht man dessen Wärmeleistung mit einem Daunenschlafsack? Und wie sieht es mit dem Packmaß aus? Mein oben gezeigter blauer Daunenschlafsack ist etwa 100 g schwerer und passt in einen DCF-Packsack von 18 cm Durchmesser und 35 cm Länge. Und ich habe damit bei -15 Grad in der Hängematte geschlafen und hatte nur dünne Merinowäsche an. Da geht also noch mehr, oder besser gesagt, noch weniger.

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Als Seitenschläfer ist das meiner Meinung nach keine gute Idee, weil ich beim Drehen immer den Schlafsack mitnehme und die Unten-Isolation dann nach links oder rechts weist. Wer die ganze Nacht ohne Drehung auf dem Rücken liegt, könnte drüber nachdenken, unten etwas weniger zu isolieren, aber gibt es wirklich so disziplinierte Schläfer?

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