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Ultraleicht Trekking

Schlafsetup optimieren


Backpackerin

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Für eine Langstreckenwanderung nächstes Jahr möchte ich mein Schlafsetup optimieren. Zuletzt hatte ich beim Wandern eine Neo Air wms dabei. Die Gute ist noch aus dem Jahr 2014 und ich bezweifle irgendwie, dass sie den R-Wert von neuerdings 5,4 hat, da ich zuletzt bereits bei 7 Grad Außentemperatur (im Zelt waren es nach kurzer Zeit 9) vor dem Einschlafen gefroren habe. Bis unmittelbar vor dem Schlafengehen haben wir noch am Lagerfeuer gesessen. Getragen habe ich zunächst Merino Long-Johns, Merino Longsleeve, Merino-Wander TShirt, leichte Socken und einen dünnen Fleece Kapuzenpulli. Als mir lange nicht warm werden wollte habe ich dann noch meine Lauftights, Wandersocken und den Windbreaker drüber gezogen. Über den Schlafsack habe ich dann von unten noch die Regenjacke von meinem Mann drüber gezogen und das Zelt so niedrig wie möglich abgespannt (soweit das mit einem Duplex halt geht) dann ist es so langsam geworden. Ach ja, ich benutze einen Cumulus Quilt 450.... Ich hatte mir die Wetterdaten angeschaut und hatte bewusst keinen Puffy eingepackt, der kommt nächstes Mal definitiv wieder mit, ebenso mein Buff, damit ich mir das noch über die Nase ziehen kann.

Morgens war dann zwar alles gut und mir war warm, aber ich habe folgende Überlegung angestellt.

- zusätzlich EVA 3mm mitnehmen, ist bereits vorhanden und wiegt leicht gekürzt 106 gr.
- StS EtherLite XT Insulated W testen, hat zwar einen leicht geringeren R-Wert, aber der Aufbau im Inneren weicht ja ab (fühlt sich wattig an), evtl. müsste ich hier weniger Luft mit meiner Körperwärme aufwärmen
- Tyvek Groundsheet verwenden, dann hätte mein Mann auch gleich was davon und wenn wir in Sheltern schlafen sollten, haben wir einen Mattenschutz
- Merino Long-John durch Thermoleggings tauschen, wiegt bei höherer Stoffdichte sogar weniger
- wie oben erwähnt, nicht am Puffy oder Buff sparen

Ein Gedanke ist mir dabei auch noch durch den Kopf gegangen: macht es Sinn, die Matte erst unmittelbar vor dem Schlafen aufzublasen, damit ich durch meine Körperwärme nicht so viel aufheizen muss?

Hat jemand zufällig Erfahrung oder Vergleichswerte zu den beiden oben genannten Matten?
Was könnt ihr zur Isolationsleistung von Tyvek sagen? Für unser Double Rainbow hatten wir immer ein Tyvek als Groundsheet, mit dem Duplex wollten wir aber drauf verzichten.

Vielen Dank schon im Voraus!

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vor 3 Stunden schrieb Backpackerin:

Für eine Langstreckenwanderung nächstes Jahr möchte ich mein Schlafsetup optimieren. Zuletzt hatte ich beim Wandern eine Neo Air wms dabei. Die Gute ist noch aus dem Jahr 2014 und ich bezweifle irgendwie, dass sie den R-Wert von neuerdings 5,4 hat, da ich zuletzt bereits bei 7 Grad Außentemperatur (im Zelt waren es nach kurzer Zeit 9) vor dem Einschlafen gefroren habe. Bis unmittelbar vor dem Schlafengehen haben wir noch am Lagerfeuer gesessen. Getragen habe ich zunächst Merino Long-Johns, Merino Longsleeve, Merino-Wander TShirt, leichte Socken und einen dünnen Fleece Kapuzenpulli. Als mir lange nicht warm werden wollte habe ich dann noch meine Lauftights, Wandersocken und den Windbreaker drüber gezogen. Über den Schlafsack habe ich dann von unten noch die Regenjacke von meinem Mann drüber gezogen und das Zelt so niedrig wie möglich abgespannt (soweit das mit einem Duplex halt geht) dann ist es so langsam geworden. Ach ja, ich benutze einen Cumulus Quilt 450.... Ich hatte mir die Wetterdaten angeschaut und hatte bewusst keinen Puffy eingepackt, der kommt nächstes Mal definitiv wieder mit, ebenso mein Buff, damit ich mir das noch über die Nase ziehen kann.

Morgens war dann zwar alles gut und mir war warm, aber ich habe folgende Überlegung angestellt.

- zusätzlich EVA 3mm mitnehmen, ist bereits vorhanden und wiegt leicht gekürzt 106 gr.
- StS EtherLite XT Insulated W testen, hat zwar einen leicht geringeren R-Wert, aber der Aufbau im Inneren weicht ja ab (fühlt sich wattig an), evtl. müsste ich hier weniger Luft mit meiner Körperwärme aufwärmen
- Tyvek Groundsheet verwenden, dann hätte mein Mann auch gleich was davon und wenn wir in Sheltern schlafen sollten, haben wir einen Mattenschutz
- Merino Long-John durch Thermoleggings tauschen, wiegt bei höherer Stoffdichte sogar weniger
- wie oben erwähnt, nicht am Puffy oder Buff sparen

Ein Gedanke ist mir dabei auch noch durch den Kopf gegangen: macht es Sinn, die Matte erst unmittelbar vor dem Schlafen aufzublasen, damit ich durch meine Körperwärme nicht so viel aufheizen muss?

Hat jemand zufällig Erfahrung oder Vergleichswerte zu den beiden oben genannten Matten?
Was könnt ihr zur Isolationsleistung von Tyvek sagen? Für unser Double Rainbow hatten wir immer ein Tyvek als Groundsheet, mit dem Duplex wollten wir aber drauf verzichten.

Vielen Dank schon im Voraus!

Halli hallo,

der R-Wert einer Matte sollte relativ gut die Isolationswirkung wieder spiegeln. Ich würde daher unbedingt davon abraten eine Matte zu nehmen die einen geringeren R-Wert hat als die Neo Air. Da StS und TaR beide nach ASTM F3340-18 messen kannst du die R-Werte guten Gewissens vergleichen. In der Neo Air wird die Isolation ja hauptsächlich durch die Wärmestrahlung reflektierende Folie im Inneren realisiert.

Tyvek hat, wenn überhaupt nur eine minimale Isolationswirkung. Die Überlegung würde ich streichen wenn es um Wärme geht. Was du vielleicht im Kopf hast, ist dass die Amis mit dem Zeugs ihrer Häuser einwickeln. Dort wirkt das Tyvek aber als Dampfsperre und isoliert dadurch. Bringt dir aber bei Benutzung als Unterlage absolut nichts.

Wenn du in die Richtung überlegst dann google mal nach VBL Kleidung bzw. Schlafsack Inlet. Gibt einen guten Artikel von Andrew Shurka zu dem Thema. Ist aber eigentlich eher für den Winter gemacht sowas..

Die 3 mm EVA sollte plus die Neo Air ordentlich was bringen. Ich hab irgendwo mal eine Schätzung von jemandem gelesen der meinte es würde ihm ungefähr -5°C Puffer geben. Halte ich für realistisch.

Ich nehme wenn es kalt wird auch eine 3 mm EV50 zusätzlich zur Neo Air mit. Die kann man zur Not auch doppelt nehmen und erfriert nicht falls die LuMa ein Loch hat welches sich nicht finden lässt.

Die Idee die Matte erst kurz vorm Schlafengehen aufzupusten finde ich super. Hab ich noch nicht drüber nachgedacht aber natürlich bringt das was! Die Luft die du ausatmest ist ja warm. Ein bisschen blöd ist es, dass die Matte dann über Nacht viel Spannung verliert aber wenn einen das nicht so stört ist das sicher eine gute Möglichkeit um ein bisschen schneller warm zu werden..
 

PS: Wenn dir morgens warm war dann heisst das für mich, dass die Neo Air eigentlich ausgereicht hat. Hätte mich ehrlich gesagt auch gewundert wenn nicht. Ich empfinde die als super warm.

Das man beim Einschlafen nicht warm wird ist ein bekanntes Problem. Meine Freundin hat damit auch große Probleme. Die beste Abhilfe dagegen ist ohne Witz: Bevor du in den Schlafsack gehst 20 Kniebeugen machen! Und vernünftig, warm gegessen haben vorher. Man ist da zwar manchmal zu faul zu aber ich garantiere dir, dass du damit den größten Effekt erzielst und das für 0 g mehr Gewicht.

Der Körper fährt nach einem langen Lauftag, gerade wenn man gemütlich am warmen Feuer sitzt, natürlich runter und geht in den Regeneration- und Energiespar Modus. Wenn man dann in den kalten Schlafsack hüpft dauert es lange bis er nachgeheizt hat. Das kann man mit den Kniebeugen ganz gut in den Griff bekommen.

Bearbeitet von janphilip
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vor 7 Minuten schrieb janphilip:

der R-Wert einer Matte sollte relativ gut die Isolationswirkung wieder spiegeln. Ich würde daher unbedingt davon abraten eine Matte zu nehmen die einen geringeren R-Wert hat als die Neo Air

Deswegen hatte ich mir vor zwei Jahren extra die Ether Lite gekauft, da sie damals zumindest noch einen höheren R-Wert (4,2) als die Neo (3,9) hatte, mit den überarbeiteten Standards ist das ja nicht mehr so (3,2 zu angeblich plötzlich 5,4). Von 3,9 auf 5,4 ist schon ein ordentlicher Sprung. Weiß man zufällig, wie das zustande kam? Wurde die Matte überarbeitet?

Einen Schlafsackliner von Cocoon (Seide) hätte ich, allerdings hat mich der nicht überzeugt da er so rutschig ist und wenn ich in der Nacht raus muss ist das Ein- und Aussteigen lästig. Ich weiß, jammern auf hohem Niveau, aber sich verpennt da rein und raus wursten ist echt nicht so der bringer. Und temperaturtechnisch hat der nicht viel gebracht.

vor 18 Minuten schrieb janphilip:

Das man beim Einschlafen nicht warm wird ist ein bekanntes Problem. Meine Freundin hat damit auch große Probleme. Die beste Abhilfe dagegen ist ohne Witz: Bevor du in den Schlafsack gehst 20 Kniebeugen machen! Und vernünftig, warm gegessen haben vorher. Man ist da zwar manchmal zu faul zu aber ich garantiere dir, dass du damit den größten Effekt erzielst und das für 0 g mehr Gewicht.

Habe ich definitiv gemacht, sogar Hampelmänner. Gegessen hatten wir schon früher weil wir einfach Hunger hatten. vielleicht muss ich einfach eine Portion Kartoffelbrei in Zukunft mehr mitnehmen.

 

vor 19 Minuten schrieb janphilip:

PS: Wenn dir morgens warm war dann heisst das für mich, dass die Neo Air eigentlich ausgereicht hat. Hätte mich ehrlich gesagt auch gewundert wenn nicht. Ich empfinde die als super warm.

Den Verdacht hatte ich schon auch, aber wenn ich mich kleidungstechnisch bei 7 Grad und einem 450er Quilt dermaßen einzwiebeln muss, scheine ich ja dann doch schon ein recht kalter Schläfer zu sein. Vielleicht habe ich durch die knapp bemessene Kleidung aber auch einfach untertags schon zuviel Energie fürs warmhalten verbrannt, wir hatten kalten Ostwind....

 

vor 22 Minuten schrieb janphilip:

Die Idee die Matte erst kurz vorm Schlafengehen aufzupusten finde ich super. Hab ich noch nicht drüber nachgedacht aber natürlich bringt das was! Die Luft die du ausatmest ist ja warm. Ein bisschen blöd ist es, dass die Matte dann über Nacht viel Spannung verliert aber wenn einen das nicht so stört ist das sicher eine gute Möglichkeit um ein bisschen schneller warm zu werden..

Mit der Spannung könnte ich leben, wenn ich sie ganz aufblase.
 

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vor 6 Minuten schrieb Backpackerin:

Deswegen hatte ich mir vor zwei Jahren extra die Ether Lite gekauft, da sie damals zumindest noch einen höheren R-Wert (4,2) als die Neo (3,9) hatte, mit den überarbeiteten Standards ist das ja nicht mehr so (3,2 zu angeblich plötzlich 5,4). Von 3,9 auf 5,4 ist schon ein ordentlicher Sprung. Weiß man zufällig, wie das zustande kam? Wurde die Matte überarbeitet?

Einen Schlafsackliner von Cocoon (Seide) hätte ich, allerdings hat mich der nicht überzeugt da er so rutschig ist und wenn ich in der Nacht raus muss ist das Ein- und Aussteigen lästig. Ich weiß, jammern auf hohem Niveau, aber sich verpennt da rein und raus wursten ist echt nicht so der bringer. Und temperaturtechnisch hat der nicht viel gebracht.

Habe ich definitiv gemacht, sogar Hampelmänner. Gegessen hatten wir schon früher weil wir einfach Hunger hatten. vielleicht muss ich einfach eine Portion Kartoffelbrei in Zukunft mehr mitnehmen.

 

Den Verdacht hatte ich schon auch, aber wenn ich mich kleidungstechnisch bei 7 Grad und einem 450er Quilt dermaßen einzwiebeln muss, scheine ich ja dann doch schon ein recht kalter Schläfer zu sein. Vielleicht habe ich durch die knapp bemessene Kleidung aber auch einfach untertags schon zuviel Energie fürs warmhalten verbrannt, wir hatten kalten Ostwind....

 

Mit der Spannung könnte ich leben, wenn ich sie ganz aufblase.
 

Ich weiss es nicht genau aber ich denke nicht, dass die Matte überarbeitet wurde sondern eine andere Norm zur Messung benutzt wird.

Ein Schlafsack Inlet aus Seide bringt wärmetechnisch nichts. Ich sprach aber von einem VBL (Vapor Barrier Liner).  Das ist was gaaanz anderes.. :) -> https://andrewskurka.com/vapor-barrier-liners-theory-application/

Mehr Essen ist immer gut auf Tour! ;-)

Aber im Ernst: Wenn dir morgens warm war dann ist das Setup für die Temperatur ausreichend und du solltest eher gucken wie du deinen Körper warm bekommst bevor du dich in den Schlafsack legst.

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vor 1 Minute schrieb janphilip:

Aber im Ernst: Wenn dir morgens warm war dann ist das Setup für die Temperatur ausreichend und du solltest eher gucken wie du deinen Körper warm bekommst bevor du dich in den Schlafsack legst.

Gut, dann liege ich ja nicht ganz daneben ;).

vor 4 Minuten schrieb janphilip:

Ein Schlafsack Inlet aus Seide bringt wärmetechnisch nichts.

Das Gefühl hatte ich auch :-D, immerhin haben wir den Dreck einigermaßen aus der Tüte raus gehalten.
Dann werde ich mir die VBL-Sache noch genauer anschauen.

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Wenn die Matte von 2014 ist würde ich mal schauen wie die Mylarfolie im Inneren aussieht.

Dazu die Matte gegen die Sonne/starke Lichtquelle halten und die Schichten im Inneren sollten sichtbar werden. Die reflektive Bedampfung auf der Folie kann wohl auf Dauer durch knicken und rollen abblättern.

Ich kann die genauen Bilder gerade nicht raussuchen, aber auf Reddits /r/ultralight wurde das schon mehrmals gezeigt und diskutiert.

Mit kaputtrr Beschichtung sinkt dann natürlich auch der R Wert - wohl relativ deutlich.

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vor 11 Stunden schrieb Backpackerin:

die Matte erst unmittelbar vor dem Schlafen aufzublasen, damit ich durch meine Körperwärme nicht so viel aufheizen muss?

Heißt das, dass Du die Matte mit Atemluft aufbläst? Dann könnte das die Ursache sein, dass Du auf der Neoair wms frierst. Ich habe die sogar bei Temperatur um Null bis hin zu leichtem Frost mit TAR  Vester Quilt umterm Tarp benutzt und nicht gefroren. Nicht mal meine Tochter als echte Frostbeule  friert damit. Wenn Du allerdings mit Atemluft aufblasen solltest, kommt Luftfeuchtigkeit in die Matte und kondensiert aus. Wasser hat eine 4fache höhere spezifische Wärmekapazität und eine 10fach höhere Wärmeleitfähigkeit  als Luft. Das  würde den R-Wert beeinträchtigen können. 

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vor 15 Stunden schrieb Gibbon:

Nalgene Flasche 0,5L + Buff / Handschuh / Socke (wenn trocken und sauber) = Wärmflasche

Mütze und Co kommen das nächste Mal definitiv wieder mit. Das mit der Nalgene als Wärmflasche habe ich auch schon überlegt, allerdings habe ich nur eine 1L und das ist mir dann für eine längere Wanderung vom Gewicht zuviel, aber bei kürzeren Tripps werde ich das mal berücksichtigen.

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vor 9 Stunden schrieb Tichu:

Heißt das, dass Du die Matte mit Atemluft aufbläst?

Jepp, bisher aber immer direkt beim Erreichen des Camps, sie liegt dann gerne 2-3 Stunden, bis wir auch ins Zelt kriechen. Deshalb kam mir ja der Gedanke mit dem Aufblasen unmittelbar vor dem Schlafen. Wenn ich mich recht erinnere, war '14 nur diese elektrische Pumpe eine Alternative zum selbstaufblasen. Bei meiner Ether wäre ja der Pumpsack dabei.

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vor 22 Minuten schrieb Backpackerin:

Ich frage mich nun, ist der restliche Zustand noch in Ordnung oder nicht?

Nein, über all wo Licht durch scheint reflektiert die Matte nahezu keine Wärme mehr. Die Wärmestrahlung geht dann in den Boden und es fühlt sich kalt an. Ich würde behaupten der R Wert liegt dann deutlich unter 3, vielleicht sogar unter 2

Bearbeitet von wernator
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Ich habe zwar keine NeoAir sondern eine Z-Lite, kann aber folgendes beitragen, da meine Frau ebenfalls eine Neo Air Wms hat. Bei ihr passte das Quilt Konzept nicht. Trotz mehrere Lagen und Puffy war ihr bei 5 Grad zu kalt. Daher ist sie vorerst wieder auf einen Daunenschlafsack umgestiegen, der nur unwesentlich mehr wiegt als der Kufa Quilt, aber bei dem die Komfort Temperatur Angaben realistisch sind. Was ebenfalls etwas gebracht hat, ist eine Polycro Folie unter dem Zelt. Die ist wirklich leichter als Tyvek und man hat keine aufsteigende Feuchtigkeit von unten. Zumindest gefühlt brauchte das auch etwas. Das Zelt war morgens von unten trocken und sauber, die Folie klatschnass. 

Dein Argument mit Merino Leggins vs. Thermo Hose kann ich auch so bestätigen. Ich habe mich neulich auch gegen meine Merino und für meine ganz alte Jack Wolfskin Kustfaser Thermo Hose entschieden. Bei Merino hatte ich permanent das Gefühl, dass die Beine gekühlt werden und nicht gewärmt. Die alte Thermo Hose wiegt auch noch weniger und kommt somit ins Standard Setup.

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vor 54 Minuten schrieb wernator:

Ich würde behaupten der R Wert liegt dann deutlich unter 3, vielleicht sogar unter 2

Also hat man dann von der Wärmeleistung her eigentlich eine Uberlite statt einer Neo Air.

Die Uberlite ist ein faszinierendes Konzept, jedoch nur brauchbar, wenn hochsommerliche Temperaturen vorhanden sind. Sinkt die Temperatur unter 10 Grad in der Nacht, greife ich gerne direkt zur XTherm. Diese hält bis deutlich unter den Gefrierpunkt.

VBL über dem Gefrierpunkt macht wohl keinen Sinn. So wie ich das verstanden habe, nutzt Skurka dies, um ein Gefrieren der Nässe im Schlafsack zu vermeiden und um zu verhindern, dass der Schlasa Feuchtigkeit sammelt, wenn er ihn tagsüber nicht trocknen kann. Wenn es nun grundsätzlich nicht gefriert, schränkt dies eher den Komfort ein. Man liegt halt dann in der eigenen Sauce, da die Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Alle Menschen verlieren Feuchtigkeit auch über die Haut während dem Schlafen. 

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vor 2 Stunden schrieb FlowerHiker:

Ich habe zwar keine NeoAir sondern eine Z-Lite, kann aber folgendes beitragen, da meine Frau ebenfalls eine Neo Air Wms hat. Bei ihr passte das Quilt Konzept nicht. Trotz mehrere Lagen und Puffy war ihr bei 5 Grad zu kalt.

Mir war ja lediglich beim Einschlafen kalt, morgens war es schön angenehm warm. Grundsätzlich möchte ich den Quilt nicht mehr hergeben, da ich als unruhiger Bauchschläfer gefühlt damit am meisten Komfort habe. Ich werde es definitiv das nächste Mal mit Puffy probieren, den hatte ich da nicht dabei.

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vor 2 Stunden schrieb FlowerHiker:

Dein Argument mit Merino Leggins vs. Thermo Hose kann ich auch so bestätigen. Ich habe mich neulich auch gegen meine Merino und für meine ganz alte Jack Wolfskin Kustfaser Thermo Hose entschieden. Bei Merino hatte ich permanent das Gefühl, dass die Beine gekühlt werden und nicht gewärmt. Die alte Thermo Hose wiegt auch noch weniger und kommt somit ins Standard Setup.

Exakt! Wenn ich die gegen das Licht halte, kommt da noch so viel Licht durch, da habe ich mich halt gefragt, inwiefern die vernünftig meine Körperwärme zurück halten kann...

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vor 14 Stunden schrieb Backpackerin:

war '14 nur diese elektrische Pumpe eine Alternative zum selbstaufblasen.

Wasser gehört nicht in die Matte. Kein Wunder, wenn Du frierst. Es gab auch 2014 einen Pumpsack, der aber a) teuer, b) schwer und c) unpraktisch war. Hab soch so ein Teil rumliegen...Ich hab mir einen besseren aus nem Stück Schlauch und einem Packsack selbst gebaut. Schau mal hier

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vor 10 Stunden schrieb Tichu:

Wasser gehört nicht in die Matte. Kein Wunder, wenn Du frierst

Versteh ich das richtig dass die Feuchtigkeit der Atemluft deiner Meinung nach einen signifikanten Unterschied bei der Isolationswirkung der Matte gegenüber der Nutzung eines Pumpsacks macht? Ich benutz zwar einen Pumpsack kann mir aber nicht vorstellen dass das eine (real spürbare) Rolle für frieren oder nicht frieren spielt

OT: Weiß jemand ob das Ablössen der inneren Folie von Thermarest als Garantiefall akzeptiert wird? Könnte man ja ehrlicherweise nach einigen Jahren Nutzung durchaus als Verschleißerscheinung sehen

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vor einer Stunde schrieb AudioHitchhiking:

 der Nutzung eines Pumpsacks macht?

Aktuell liefert TAR einen Pumpsack ungefragt mit. Dies ist jedoch nur die Basisversion, unter UL-Aspekten eine Beleidigung. "Added value", ja sehr wahrscheinlich, eher added trash.

Eine wasserdichte Version kann separat erworben werden, diese beeindruckt aber mit Gewicht. TAR sagt, aufpusten habe keinen negativen Effekt, ich sah in meiner Uberlite auch schon Kondensation.

Ich denke nicht, dass Feuchtigkeit gewaltige Kältebrücken entstehen lässt, die dann die Kälte direkt an die hintere Körpermitte leitet. Die Matte wärmt sich ja auch wieder auf. 

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vor 12 Stunden schrieb Tichu:

Wasser gehört nicht in die Matte. Kein Wunder, wenn Du frierst.

vor 22 Minuten schrieb Mars:

TAR sagt, aufpusten habe keinen negativen Effekt, ich sah in meiner Uberlite auch schon Kondensation.

Dass es vielleicht einen minimalen Einfluss haben könnte, kann gut sein, pauschal aber zu sagen, dass das der Grund war ist etwas zu einfach, dann müsste ja jeder, der aufpustet frieren, was ja nicht der Fall sein dürfte.

Pumpsäcke waren für mich immer aus Gewichtsgründen verzichtbar, bei der StS ist einer mit 58 gr dabei gewesen, der auch recht funktioniert.

vor 2 Stunden schrieb AudioHitchhiking:

OT: Weiß jemand ob das Ablössen der inneren Folie von Thermarest als Garantiefall akzeptiert wird? Könnte man ja ehrlicherweise nach einigen Jahren Nutzung durchaus als Verschleißerscheinung sehen

OT: Gute Frage, da hätte ich damals nach nicht einmal 100 Nächten gleich kontrollieren müssen, denn die Matte von meinem Mann ist definitv schon durch an einigen Stellen, finde das auch recht schwach. Da sie aber die letzten Jahre höchstens mal für ein WE benutzt wurde, kann ich die zumindest nicht mehr reklamieren. Bei dem Frauenmodell ist es relativ schwierig, das zu beurteilen, durch die abweichende Verarbeitung muss man die Matte schon recht flach pressen, um das gegen das Licht einschätzen zu können.

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vor 5 Stunden schrieb AudioHitchhiking:

Weiß jemand ob das Ablössen der inneren Folie von Thermarest als Garantiefall akzeptiert wird? Könnte man ja ehrlicherweise nach einigen Jahren Nutzung durchaus als Verschleißerscheinung sehen

Bei meiner Matte wurd dies akzeptiert. Allerdings war sie zum Zeitpunkt der Reklamation erst wenige Monate alt und ich hatte gerade einmal 10 - 15 Nächte auf ihr verbracht. In dem Faden hier hatte ich Bilder gezeigt, da die Auflösungserscheinungen schon nach wenigen Nächten sichtbar waren.

Bei der neuen Matte es ist genauso. Scheint leider standardmäßig so zu sein.

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vor 4 Minuten schrieb Meyerkurt:

In dem Faden hier hatte ich Bilder gezeigt, da die Auflösungserscheinungen schon nach wenigen Nächten sichtbar waren.

Bei der neuen Matte es ist genauso. Scheint leider standardmäßig so zu sein.

OT: Großartig. Dann werde ich zukünftig wohl keine mehr kaufen, was nutzt mir das geringe Gewicht, wenn sie letztendlich nur wenige Nächte das tut, was sie laut Hersteller soll.

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Ein spürbarer Verlust der Isolationsfähigkeit war nach den 10-15 Nächten noch nicht da. Das Ablösen der Alubeschichtung beschränkte sich bis dahin auf den äußeren Rand. Ich war davon ausgegangen, dass ich ein Montags-Modell erwischt hatte und habe sie deshalb frühzeitig getauscht. Ich vermute, dass es recht lange dauert, bis ein spürbarer "Wärmeverlust" auftritt.

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Ich hab meine NeoAir nun schon seit über 5 Jahren.

Da die Matten vor 5 Jahren noch kein Pumpsack Ventil hatten puste ich sie jede Nacht auf. Teilweise läuft da nach ner Tour ein gutes Pinnchen Wasser aus dem Ventil.

Außerdem sieht meine Matte gegen das Licht gehalten auch nicht mehr besonders gut aus was die Alu Folie drinnen angeht.

Trotz Wasser drin und sich auflösendender Alufolie kann ich keinen signifikanten Unterschied im Wärmeverlust feststellen. Die Matte ist bis - 5°C locker zu gebrauchen. Da macht vorher in jedem Fall mein Schlafsack schlapp bevor ich von unten friere.

Ich denke man sollte das also nicht überbewerten.

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