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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 06.08.2018 in allen Bereichen
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So, da im Augenblick ja saisonbedingt eh weniger los ist und ich mich im Zug nach Pirna langweile, will ich einfach mal dem gesamten Forum meinen Dank ausdrücken! Wieviel Spass ich am Wandern dazugewonnen hab lässt sich nur schwer in Worte fassen, vor ein paar Jahren erst stiller UH Mitleser hab ich mich zuerst etwas halbgar weiterentwickelt, aber immerhin wurden die Rucksackgewichte einstellig und irgendwie hab ich jetzt noch mehr Freude am Experimentieren entdeckt, jetzt steht für 5 Tage Elbsandsteingebirge ein Nigor Moyo neben mir (5-6 Kilo inkl. 2 Liter Wasser und Verpflegung ). Danke liebe Mit-ULiminaten Jens10 Punkte
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Six Moon Designs Gatewood Tarp-Poncho
mawi und ein anderer reagierte auf Stromfahrer für Thema
Wieder mal erlesene Bilder, @wilbo. Danke. Ich stimme dir in allen Punkten zu, nur in einem habe ich andere Erfahrungen (mit dem vorhergehenden Modell) gemacht: Meine Eckleinen (die ich ja typischerweise am Inner lasse), sind alle gleich lang. Die (inzwischen fest eingeknotete) Schlaufe für die Heringe sitzt bei allen vieren an derselben Stelle ca. 45 cm von der Ecke des 3F-UL-Gear-Inners (also der Ecknaht) entfernt: (Danke an @baenjo, der mir vertretungshalber dieses Bild von dem von mir übernommenen Solid Inner sandte.) Der einheitliche Abstand hat 2 Gründe: Geometrie: Die vier Eckpunkte des GWC formen bei mir immer ein Rechteck, dass durch das Inner bestimmt wird. Daraus ergibt sich ein immer „perfekter“ Aufbau mit gleichmäßigen Abständen zum Inner. Die Rückseite wird dadurch ausgestellt und kommt etwas höher mit besserer Sicht und weniger Faltenbildung auf den Falllinien zu den Ecken sowie besserem Abstand zum Inner, gerade bei Wind. Auf deinen Bildern wirkt es so, als ob die Eckpunkte eher ein Trapez formen und die Rückseite auf gleicher Höhe wie die Ecken liegen. Die Falten auf den Falllienien deuten ebenfalls darauf hin. Mein Trekkingsstock steht dabei übrigens typischerweise auf 130 cm, nicht 135 cm. Das steht im Text meines ersten Aufbauvideos an dieser und an dieser Stelle falsch, im Bild sieht man es an letzterer Stelle jedoch richtig mit 130 cm. Praktischer Einsatz: Bei Regen nehme ich die Eckleinen ja ausnahmsweise vom Inner (an dem sie mit Handschuhkarabinern hängen), um unterm Cape trocken einpacken zu können. Beim nächsten Aufbau muss ich nicht erst kurze von langen unterscheiden, sondern kann jede der vier Leinen an jeder Ecke einsetzen und erhalte stets wieder denselben satten Aufbau mit gleichmäßigen Abständen. Ist das so nachvollziehbar beschrieben?2 Punkte -
Absolute Minimal-Ausrüstung für Alpen
Jedi_im_Morgenmantel und ein anderer reagierte auf danobaja für Thema
hi jedi, also geht mal von null komfort aus, was brauchst du denn dann wirklich noch? eigentlich nur was zu essen, den willen und die durchhaltekraft wieder ins tal abzusteigen bei problemen. trotzdem würd ich ne schaummatte mitnehmen, einen leichten schlafsack in dem ich die nacht mit aller kleidung an auch dann gut überstehe wenn die temperatur kräftig fällt. weil es dann in der regel auch schneit oder eher regnet um diese jahreszeit unbedingt etwas das dich und dein zeug halbwegs trocken hält. also ein überzelt, ein tarp oder evtl. auch nur ne plane zum einwickeln. alternativ reichen auch ohrenstöpsel damit du deine zähne nicht klappern hörst und schlafen kannst. schuhe hast du, rucksack auch. keine schnellschuss-experimente ohne erfahrung, sonst wird das teuer mit der zeit. kleidung hast du auch schon, eine garnitur am körper. soviel dass du durch die nacht kommst wenns du alles an hast bis auf das nassgeschwitzte wanderzeug. da würd bei mir eine lange unterhose, eine windstopperhose, ein ein t-shirt, ein langarmshirt oder leichter fleecepulli dazuhören. dazu windstopperjacke und evtl. regenjacke (kannst dich auch in deine plane, zelthülle einwickeln beim laufen). leichte mütze (hab kaum haare) auf handschuhe würd ich verzichten, so hoch bist du nicht dass das ein problem wird ( und du hast ein 2. paar socken dabei, die tuns auch an den händen). socken natürlich und je nach kälteempfinden noch eine leiche jacke, du magst wolle, dann einen dünnen wollpulli zusätzlich. so das sollte reichen um dich gut durch ne nacht bei +0grad zu bringen. das musst du nicht alles anziehen zum wandern, sondern nur soviel wie nötig damit du komfortabel laufen kannst ohne dich tot zu schwitzen. sprich, windstopperhose, t-shirt, windstopperjacke evtl. ist alles was du brauchst zum laufen bis temperaturen die sogar leicht unter null gehen können solange du dich bewegst. der rest muss in den rucksack und wird bei bedarf angezogen. unbedingt wechselunterwäsche zum schlafen, du musst aus dem nassgeschwitzten zeug raus, oder es trocken laufen bevor du ins bett gehst. abends waschen erhöht die temperaturunempfindlichkeit. sauber hältst du locker 2-3 grad mehr aus. evtl. kleines "handtuch". meines ist son kunstfaserteil mit ca. 10x20 cm. geschützten platz suchen, plane gefaltet auslegen ( da tuts ne etwas kräftigere plastikfolie mit ca 3x3m aus dem malerbereich im baumarkt) schaummatte drauf, schlafsack drauf und rein in das teil. wenns kalt wird was anziehen. wenns regnet oder tau kommt plane unter der matte rausziehen und über dich drüber, evtl. einwickeln bei wind (deswegen sind 3m breite ganz gut, da hast du für wenig gramm viel spielraum). wenns ganz übel wird absteigen ins tal. da werden sie holfen! so was isst du? hütte, naja passt nicht zu null komfort? alles geregelt. sonst brot, salami, käse reichen weit und halten gut. tee? dann nen kleinen teelichtkocher, ne alutasse und bissl spritus. wenn du die kleinen kugelförmigen lila blüten entdeckst, die sehen aus wie blühender schnittlauch, riechen dezent nach knoblauch und schmecken saugut. passt prima aufs brot, aber sei gewarnt. wenn du das zeug ausschwitzt am nächsten tag stinkst du so, dass ein nasser iltis vor dir die flucht ergreift. du kannst alleine ein ganzes zugabteil so vollstinken dass keiner mehr drinbleibt ausser dir und dem geruch. ansonsten, wenn du dich mit kräutern auskennst, die machen prima tee und beilage zum brot. kleines messer, zahnputzzeug als luxus, skistöcke evtl., ne wasserflasche oder 2, sonnenbrille, evtl. sonnencreme. personalausweis einpacken, damit man deine knochen identifizieren kann in ein paar jahren nicht ganz ernst gemeint! bissl geld. landkarte? brauchst du wohl nicht wenn du den gleichen weg zurückgehst. feuerzeug. kleines licht? den rucksack mit nem stabilen müllsack auskleiden damit der inhalt trocken bleibt. abends spät hinlegen, in der früh früh zusammenpacken, erspart jede menge ärger. das ist schon ne völlig andere geschichte wenn jemand kommt und du alles im rucksack hast aber noch deinen tee trinkst, als wenn dein zeug noch verstreut auf der wiese rumliegt. selbst wenn dann noch der schlafsack zum lüften auf nem fels oder busch in der nähe liegt und jeder weiss dass du da übernachtet hast. freundlich sein, kein müll, und aufgeräumt ist der trick. und los gehts. viel spass, und wenn ich noch was vergessen hab wirst du´s merken und beim nächsten mal wissen.... aber vielleicht sagt da ja noch jemand was dazu.... happy trails!2 Punkte -
Six Moon Designs Gatewood Tarp-Poncho
fatrat und ein anderer reagierte auf wilbo für Thema
Netterweise hat mir @mawi sein neues gatewood cape zum testen ausgeliehen. Vielen Dank dafür! So nutzte ich die Gelegenheit um das Tarp zu vermessen und mit unterschiedlichen Stangenlängen aufzubauen. Da mawi sich das original SMD inner gekauft hat, konnte ich es direkt mit dem 3F inner vergleichen. ... Aber eins nach dem anderen. Das Tarp ist wirklich einfach und flott aufzubauen. Standardmäßig, mit der 120iger Stocklänge aufgebaut, passt das 3F inner immer noch gut drunter und man hat ausreichend platz. Im oberen Bereich liegen die hinteren Ecken des inners zwar schon am fly an, aber nicht so ausgeprägt wie es beim SMD inner der Fall ist. Der Abstand vom Saum zum Boden ist nicht so groß wie erwartet und das beak an der Front gibt noch ausreichend Schutz. Möchte man einen durchgehenden Abstand zum fly erreichen kommt man nicht um Peters hohen Aufbau herum. Mit 135cm Stocklänge bekommt man wirklich einen luftiges Setup. Beim einsetzen der inner ist zu beachten, dass je nach Stocklänge die Aufhängung an der Spitze verlängert werden muß. (Peter hat das kurz in seinem vid. erwähnt) Im inner liegend hat man unter dem Saum einen netten 180 Grad Rundumblick und sehr großzügigen Ausblick unter dem beak hindurch. Leider muß man hierfür die Standardkonfiguration verändern und drei der sechs Abspannschnüre verlängern. Ich empfinde das jetzt nicht als besonders großen Aufwand und würde in jedem Fall diesen „Schönwetter-Aufbau“ in meine Setups mit einplanen. Die notwendigen Verlängerung betragen an den beiden hinteren Ecken 50 cm ... ... und vorne 70 cm. Allerdings ist die Apsis so recht offen und bietet wenig Schutz vor fieser Witterung. Bei etwas mehr Wind würde ich immer den Standardaufbau bevorzugen da ich beführchte, dass sich eine Bö in der Apsis fangen und mir die Heringe ziehen könnte. Was leider eher mau funktioniert, ist ein bodenbündiger Schlechtwetter-Aufbau, (110 cm). Ich habe es trotzdem einmal durchgespielt um zu sehen wie es sich im shelter anfühlt. Von der Liegelänge würde das setup für mich mit 1,86 gerade noch so hinkommen. Man hat aber so gut wie keine Kopffreiheit mehr und berührt schon an allen Seiten das fly. Ich würde schätzen, dass ich ein bis zwei Nächte in diesem Schlafsarg abwettern könnte, aber ein Spaß wäre das sicher nicht. Es ist zu erwarten, dass man sich eine Menge Kondenswasser abstreift und zum Schietwetter Draussen, die Feuchtigkeit von innen hinzukommt. Liegelänge bei 20 cm Höhe, 185 cm. (Da das inner eh direkt am fly anlag habe ich es ausgebaut.) Hier zum Vergleich nochmal der 120iger und 135iger Aufbau mit einer Liegelänge von 195 cm. Für die meisten Witterungsbedingungen unterhalb der Baumgrenze schätze ich das Tarp als vollkommen ausreichend ein. Mit dem cape als Poncho, habe ich bisher keine Erfahrungen machen können. Zusammen mit einer Windjacke könnte ich es mir als sinnvolle Kombi vorstellen. Der Vergleich der beiden inner und die Abmessungen vom Tarp kommen demnächst … VG. -Wilbo-2 Punkte -
Packliste 10 Tage Nordkalottruta
Freierfall und ein anderer reagierte auf SouthWest für Thema
OT: Hab mir das ganze gerade durchgelesen und finde es eigentlich respektvoll und sachlich und nett im "Ton".2 Punkte -
Hallöchen, mein erster richtiger Wandertrip ging in die Slowenischen Alpen, genauer gesagt den Triglav hoch und dann abwärts die 7-Seen Tour gemacht. Meine Ausrüstung war leider eher lückenhaft Ultraleicht, da wir ein Zelt einer bekannten genommen hatten welcher alleine knapp 3 kg hatte. Mein LighterPack findet sich hier: https://lighterpack.com/r/8h197z (Nicht in dem Lighterpack genannt ist ein Klettersteigset) Ganz klare Verbesserungen beim Gewicht würde sich beim Rucksack und Zelt machen lassen, beim ersteren würde Ich vielleicht sogar die MYOG Variante gehen, wobei Ich sehr viel schwitze und dadurch dieses "Luftpolster" beim Exos ziemlich grandios finde. Die Klamottenwahl war eigentlich durchgehend passend, das Fleece von Decathlon war vielleicht schwerer als nötig, aber hat seinen Zweck gut erfüllt. Zum Trip selbst. Wir haben im 1A Hostel übernachtet und von dort aus am nächsten Tag ein Taxi nach Rudno Polje genommen und sind dann auf Richtung der Hütte Dom Planika, welche leider eher durch Kundenunfreundlichkeit geglänzt hat als alles andere. So gab es leider kein fließendes Wasser und trotz Reservierung, war unser Zimmer vergeben worden was das alles leider komplizierter gemacht hat, da wir einen Hund dabei hatten. Zum glück konnten wir uns dann mit Franzosen ein Zimmer teilen, sieben Menschen in einem Zimmer für sechs und Hund dazu. Aber es hat gut geklappt und zum Glück hat keiner geschnarcht (außer dem Hund und der Freundin). Am nächsten morgen sollte es dann also los gehen Richtung Triglav, inkl. Gepäck und dann der Abstieg Richtung Koca no Dolicu, leider hatte mich die Freundin aber wohl angesteckt mit irgendwas, weswegen Ich mit Übelkeit aufgewacht bin und das Frühstück leider auch wieder ausgekotzt wurde. Den Triglav so zu besteigen mit den ganzen Gewicht auf den Rücken und Hund dazu war also leider nicht mehr drin, statt dessen sind wir Richtung Koca no Dolicu gegangen, also praktisch um den Berg herum. Für diese geplante 1.5 Stunden Route, haben wir aufgrund meiner Kondition leider knapp 3 Stunden gebraucht und Ich habe andauernd pausieren müssen und unterwegs nochmal schön kotzen müssen. Angekommen sind wir dann um knapp 12:00 Mittags, die Freundin hatte die sehr netten Mädels in der Hütte gefragt ob Ich direkt ein Zimmer haben könnte und das ging zum Glück, hab mich dann hingelegt und knapp 18 stunden geschlafen, außer einer 30 Minuten Pause um mühsam ein bisschen Brühe zu trinken damit mein Körper nicht komplett abkackt. Am nächsten Morgen ging es mir dann zum Glück wesentlich besser, hatte zwar trotzdem nur 3 Spiegeleier im Magen in den letzten knapp 48 Stunden, aber den Triglav haben wir dann von der anderen Seite bestiegen. Das ging zum Glück, auch mit Hund (welcher ein extra Klettergeschirr hatte und abgesichert war). Wir haben übrigens das Gepäck inkl. Klettergeschirr an der Hütte gelassen, da die Mitarbeiter an der Hütte uns versicherten das es sich kaum lohnt (was stimmt). Wir hatten das Glück das wir sogar die einzigen an der Spitze waren, manchmal hört man ja leider davon das der Triglav so beliebt ist, das man anstehen muss um überhaupt auf die Spitze zu kommen. Der Abstieg lief auch gut und ohne Probleme, war zwar leicht schwieriger mit dem Hund, da wir Ihn teilweise über bestimmte Stellen tragen mussten, aber das ging dank seinem extrem guten Klettergeschirr echt gut. Wir hatten uns entschieden noch eine Nacht in der Koca no Dolicu zu verbringen und am nächsten Tag den Abstieg Richtung Koea pri Triglavskih jezerih also der Berghütte am Bergsee. Der Weg lief über ziemlich nerviges Geröll und war am Anfang leider ziemlich steil, windig und nicht all zu einfach, da man einige Schneefelder übersteigen musste. Aber mit viel Vorsicht ging das dann auch. Die Route ging dann theoretisch über die 7-Seen Tour, da wir aber keine Lust auf einen Umweg hatten, sind wir nur 5-Seen entlang gegangen. Diese sind wirklich Bildhübsch und jedem zu empfehlen. Die Berghütte war durchweg sympathisch mit fließenden Wasser und guten Essen, kann Ich wirklich jeden Empfehlen dort einen Stop zu machen. Dann sind wir abgestiegen, dabei haben wir den direkten, schnellsten Abstieg gewählt welcher praktisch senkrecht runter geht. Das war für uns alle, gerade den Hund sehr anstrengend. Der hat sich teilweise hingelegt und wollte einfach nicht mehr weiter. Die restlichen Tage haben wir dann auf einen Camping Platz verbracht (Ukanc war leider voll) und haben Tagestouren nach Ljubljana und Bled gemacht. In Ljubljana kann man sich schon ziemlich gut die Zeit vertreiben, hier haben wir lustigerweise sogar Leute getroffen die den Hund erkannt haben von der Wanderung (kleine Welt). Bled ist leider komplett überlaufen von Touristen und Schülern die wohl auf Abschlussfahrt waren. Gefühlt war es da eher die Ausnahme nicht Leute englisch oder deutsch sprechen zu hören - schade! Sehr empfehlenswert ist in Bled die Confectionery Zima, dort gibt es extrem guten Kaffee und Kuchen. Fazit: Gute erste Wanderung, Ich würde aber def. empfehlen das man sich einen Wasserfilter alá Sawyer mitnimmt und vielleicht sogar einen sehr kleinen Campingkocher + Gaskartusch um Schnee zu schmelzen, ansonsten muss man leider 4.4 € für 1.5 Liter Wasser bezahlen (und für jemand wie mich, der gut und gerne mal 4-6 Liter pro Tag trinkt, ein teurer Spaß). Am Equipment kann noch viel gemacht werden, aber grundsätzlich bin Ich zufrieden.1 Punkt
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Six Moon Designs Gatewood Tarp-Poncho
questor reagierte auf Stromfahrer für Thema
?-) @questor: Leider schreibst du nicht, an welcher Stelle mein Beitrag so verstanden werden könnte. In der Tat führen die Leinen bei mir ja vom Inner zum Cape, nur eben um den Hering. Beim Serenity von SMD ist es (ohne Modifikation) aber tatsächlich Usus, die Gummizüge, die am Inner fest vernäht sind, mit den Handschuhkarabinern an den Schnurschlaufen des Capes einzuhängen. Das liegt daran, dass man das Serenity eher nach dem Aufbau des Capes einhängt und dann unterm Cape leichter an die Schurschlaufen als an die weiter außen liegenden Heringe kommt.1 Punkt -
PCT 2019
SouthWest reagierte auf rudidercoole für Thema
Hi, verdammt cool das du 2019 auch los willst. Ich möchte 2019 nämlich auch mein Glück versuchen. Dieses Jahr hatte ich ziemlich Pech. Ich habe meine Karpatenwanderung abbrechen müssen weil ich mich verletzt habe. Ich habe jetzt richtig Lust auf den PCT. Gleichzeitig habe ich allerdings auch verdammt schiss mich unterwegs wieder zu überlasten und abbrechen zu müssen. Naja, ich stecke voll in der Planung. Wenn ich mir das nächste Sommersemester frei nehme, passt es auch perfekt vom Zeitraum.1 Punkt -
@hmpf Jein, da di einen Kreis aus 150m breitem Stoff ausschneidest würden Theoretisch 30cm reichen (es passen ja zwei nebeneinander). Allerdings ist es selten schlecht einen Meter Stoff mehr zu haben, als du eigentlich benötigst, dann hat man beim bearbeiten noch ein wenig Spiel. 5m Stoff und 2,50-3m Apex sollten gut sein, schlimmsten Falls hast du noch was für ein anderes Projekt übrig. Falls du Membrane bestellst, denk daran, dass das Zeug pro Yard verkauft wird und rechne entsprechend um schöne Grüße Micha1 Punkt
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Wilkommen im Forum Wurde erst vor wenigen Wochen hier diskutiert..sollte sich schnell finden lassen. Gits in Edelstahl und Titan. Frage: wieso willst du diese unbedingt direkt zum Kochen nehmen können? Hat meiner Meinung nach mehrere Nachteile: - hohes gewicht gegenüber "normaler" Flasche (z.B. PET) und Alutopf zum abkochen - gesamter Inhalt der Flasche muss erhitzt werden. Kein kaltes Wasser zum trinken vorhanden - Flasche wird 100%ig verrußt sein. D.h. ein "Umschlag" müsste genäht/gebastelt werden, damit man sich und vor allem die Ausrüstung im Ruckasck mit der Flasche nicht einsaut.1 Punkt
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Beim trekking-lite Store geben sie sogar 15d als Materialstärke an! https://www.trekking-lite-store.com/six-moon-designs-gatewood-tarp-poncho.html Ich empfinde im Vergleich zum Vorgängermodell die Farbe zwar schöner, aber das Material als zu empfindlich. Hier sieht man schön wie sich das dünne Material entlang und diagonal zur Webrichtung dehnt. Eigentlich müssten die Lifter weiter hinten, bei den Falten angebracht werden. An der aktuellen Stelle ziehen sie hauptsächlich die hinteren Diagonalen flach. Und dort ist eh schon wenig, oder Null Abstand zum inner. Gerade mit dem dünnen Material, finde ich die Lösung mit der Öse in der Spitze nicht wirklich vertrauenserweckend. Man kann den Stock zwar auch umdrehen und den Griff oben nutzen, aber dafür fehlt eigentlich so eine Tasche wie sie @ThomasD angeregt hatte. Mir ist jedenfalls einmal der Griff rausgerutscht ... Jupp, das sieht man gut von innen. VG. -Wilbo-1 Punkt
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Neue Ultraleicht-Ausrüstung
der_ploepp reagierte auf ulkeater für Thema
Neues Sawyer Modell http://www.adventurealan.com/sawyer-micro-squeeze-filter1 Punkt -
Absolute Minimal-Ausrüstung für Alpen
Jedi_im_Morgenmantel reagierte auf notenblog für Thema
Hi, Erfahrung mit Wandern in den Alpen hast du? Und du weißt, dass (Wild-)Zelten in den Alpen nicht so richtig gern gesehen wird? LG1 Punkt -
Absolute Minimal-Ausrüstung für Alpen
Jedi_im_Morgenmantel reagierte auf Martin für Thema
Ich denke es ist sinnvoller, du schaust dir zuerst Erfahrungsberichte und Vorbereitungsthreads für Alpentouren an. Dort siehst, was erfahrenere Wanderer einpacken. Mit diesen Infos kannst du dann eine Packliste/Shoppingliste bauen und hier zur Diskussion stellen. Ein Beispiel:1 Punkt -
Absolute Minimal-Ausrüstung für Alpen
Jedi_im_Morgenmantel reagierte auf Craftsman für Thema
Ausrüstungsgewicht unter 3kg einschließlich Rucksack ist realistisch möglich. Für diese Lasten braucht man weder Hüftgurt noch sonst ein Tragesystem. Kommt auf die Jahreszeit an. Im Winter nicht, im Sommer geht das schon. Zielvorgabe war ja Null Komfort Das Schließt das Zelt de facto schon aus. Trekkingstöcke kann man zum Tarpaufbau nutzen. Wenn du keine Erfahrung mit Tarps hast würde ich dir das trotzdem nicht unbedingt raten. Zumindest aber solltest du dich über Aufbauformen informieren, und das richtige Aufstellen/Abspannen üben. KatabaticGear, EnlightendEquipment, Schlafsäcke-Cumulus, AsTucas, ... gibt viele Hersteller.1 Punkt -
Packliste 10 Tage Nordkalottruta
Freierfall reagierte auf JanF für Thema
Ich furte in den Schuhen, das sind dann aber auch keine GTX-Teile, sondern schneller trocknende Trailrunner. Das ist aber zugegebenermaßen nicht ideal, wenn der Wanderpartner es anders macht. Vielleicht sind die hier eine Alternative, die kenne ich aber selbst nicht. Edit: Die emotionale Bindung an Ausrüstungsgegenstände ist der Erleichterung sehr abträglich. Und gerade eine Hüttentour ist doch ideal, um Neues auszuprobieren, da man nach ein paar Stunden immer an einer warmen Hütte landet.1 Punkt -
Grüße aus der Schneehöhle! 2 Wochen Sarek im März (2018)
dermuthige reagierte auf mawi für Thema
8. Etappe: Scheißtag!!! Ich wache auf und es scheint, als würde irgendwie die Sonne scheinen. Aber draußen ist tristes Wetter. Das liebe ich an diesem Zelt, egal wie mies es draußen ist, wirkt es immer hell und freundlich. Während des Abbaus zieht zunehmend Wind auf und ich muss ganz schön aufpassen, dass nichts davon weht. Außerdem ist es irgendwie außergewöhnlich warm. Die Weitsicht ist ganz gut, aber das Licht ist sehr diffus. Man kann überhaupt nicht erkennen, ob es bergauf oder hinunter geht. Und das schlimmste ist, dass man die vereisten Schneewehen ebenfalls nicht sieht. So gestaltet sich das Laufen zum Horror. Ich stakse schon wieder wie ein Hund auf Glatteis durch die Gegend. Plötzlich rutsche ich nach rechts, erst langsam dann immer schneller, obwohl ich eigentlich in der Ebene geradeaus laufe. *Plautz* Es haut mich hin. Erst jetzt bemerke ich, dass ich im Hang bin und es ziemlich steil ist. Ich ziehe die Ski wieder aus, so komme ich deutlich leichter voran. Aber auch zu Fuß geht es wacklig zu. Das Ruohtesvágge ist durchzogen mit Spuren, was mich wieder in die Realität zurück holt, dass ich hier nicht alleine unterwegs bin. Außerdem bin ich froh ins Guhkesvágge zu gehen, da ist meist weniger los. Huch?! Wo kommt denn die Queen von England plötzlich her? Das linke Bein rutscht nach rechts und das rechte Bein nach links, so das ich einen Knicks wie am königlichen Hofe mache Ich halte Kurs auf den Niják und überlege ihn noch schnell zu besteigen, da der Gipfel noch frei liegt und die Weitsicht eigentlich ganz gut ist. Aber das Wetter scheint schlechter zu werden und somit lasse ich es lieber. Ich will den Niják ziemlich dicht und hoch umrunden, da ich keine Lust habe in die kleine Schlucht zu laufen und dann wieder zum Gássaláhko hinaufzusteigen. Plötzlich ist die Laune im Keller. In der Ferne sehe ich eine Gruppe von 9 Leuten (Wer sie sieht, darf sie gern behalten ) Der Wind wird zunehmend stärker, jetzt teilweise auch böig. Der Hang wird immer steiler und ist eine einzige Eisplatte und der Wind dazu, das macht mir zunehmend zu schaffen. Ich mache nur noch Tapsi-Schrittchen. Innerhalb von ein paar Minuten ist aus dem Wind ein Sturm geworden mit teilweise heftigen Böen. Der Sturm kommt von hinten. Ich komme nur noch zentimeterweise voran. Ich muss meinen Oberkörper gegen beide Skistöcke pressen, damit ich nicht nach vorn umgeworfen werde. Zudem zieht und zerrt der Wind am Rucksack, hier ist der Rucksack einer Pulka klar im Nachteil. Zudem habe ich auch noch die Ski dran, die dem Wind zusätzliche Angriffsfläche geben. Einige Male haut es mich sogar nach vorn um, als ich die Stöcke nicht richtig in die Brust presste. Aufstehen ist kaum möglich, da der Wind einen immer wieder runter drückt. OH SCHEIßE!!! Ich stehe mitten im vereisten Hang, die Brust tut mir von den Stöcken schon weh, die Sicht ist bescheiden, ich komme kaum vorwärts – Puuuuhh! Ich hätte heute einfach im Zelt bleiben sollen. Noch ne Schneemauer aufgebaut und fertig! Was nun?! Ich lade mir die Wettervorhersage runter. Okay, 13km/h Wind??!?!? Alter!! Das ist doch voll für den Arsch! Aber 3°C, das kann gut hinkommen, Plusgrade waren auch mein Tipp. Und nun? Zurück ins Ruohtesvágge? Keine Chance. Ich muss irgendwie von dem Hang weg. Runter rutschen ist keine Option, da auch immer wieder frei liegende Steine im Hang sind und durch die schlechte Sicht ich nicht einschätzen kann, wie weit und steil es runter geht. Also gehe ich in Micro-Mini-Tapsi-Tipsi-Schrittchen leicht den Hang hinab. Okay, aber was wenn ich unten bin? Ich habe zweifel, ob ich bei dem Wind überhaupt das Zelt aufgestellt bekomme und überhaupt eine ebene Fläche bei den Lichtverhältnissen zu finden. Also entscheide ich mich ins Gássaláhko durchzuschlagen und da hinter einem großen Stein Schutz zu suchen und am besten einzugraben. Außerdem hoffe ich, dass hinter dem Njiák etwas Windschatten ist. (Njiák, zumindest was davon noch sichtbar ist.) Irgendwann bin ich aus dem steilsten Stück raus und sehe ein paar große Steine voraus. Der Sturm bläst indes unerbittlich. Ich halte Kurs auf die Steine, in der Hoffnung, dass ich da etwas Windschutz finde und mich vielleicht etwas eingraben kann. Ich habe mich schon mental voll auf das Eingraben eingestellt und wenn es bei den Steinen nicht klappt, werde ich runter zum Flusslauf des Suottasjjahka steigen. Er formt da eine kleine Schlucht und ich verspreche mir da ausreichend Schnee zum eingraben. Die Steine entpuppen sich als große Felsbrocken, an denen sich große Schneeverwehungen gebildet haben. Ich zögere nicht lange und packe die Schaufel aus. Ich mache ein paar Stiche. Okay, geht ganz gut. Aber wie zur Hölle gräbt man eine Schneehöhle?! Ich habe ein konkretes Bild im Kopf wie sie aussehen soll, aber wie gräbt man das am besten? Puh! Ich habe keinen wirklich Plan, grabe aber einfach drauf los. Habe ja nicht viele Optionen. Beim Graben muss ich an die beiden Belgier denken, die ich bei der Anreise traf und ein Iglu mit bloßen Händen graben wollten ... Nach ca. 3 Stunden bin ich fertig, nur noch den Eingang verschließen. Die Höhle hätte durchaus noch einen Tick komfortabler sein können, aber ich bin einmal völlig durchnässt (Bäh! ) und anderseits ist die Schaufel total am Ende. Sie ist total verbogen, hängt nur noch an einem kleinem Stück am Schaft und das Blatt wackelt schon locker flockig hin und her. Es ist ganz offensichtlich, dass sie nicht mehr bis zum Ende der Tour durchhalten wird. Dennoch bin ich sehr überrascht, dass sie so gut durchgehalten hat. Dabei musste sie sich durch mehrere zentimeterdicke Eisschichten durchkämpfen. Ich ging aber, soweit es möglich war, auch sehr sorgfältig mit ihr um. Na ja, für meine erste Schneehöhle ist es jedenfalls ganz gut geworden, finde ich. Ich mache mich bereit zum Schlafen und stehe vor der Frage, was ich mit den nassen Sachen machen soll. Hmm, ich checke den Wetterbericht. Für morgen sind -10°C angesagt. Hmm, das ist glaub nicht so cool bei -10 mit nassen bzw gefrorenen Klamotten loszuziehen. Anderseits, wenn ich die nassen Sachen mit in den Schlafsack nehme, dann ist der Schlafsack nass *grummel * Einen Tod muss ich sterben und entscheide mich für den nassen Schlafsack. Nur die Jacke muss draußen bleiben, die ist nicht mehr zu retten. OT: Heute würde ich es vermutlich anders machen. Während ich im Schlafsack liege, frage ich mich, was heute hätte besser laufen können. Als erstes ärgere ich mich, dass ich die Wetterzeichen nicht für voll genommen habe. Gestern waren noch unter 20° und heute morgen plötzlich Plusgrade. Da hätten die Alarmglocken läuten müssen. Aber was hätte ich dann gemacht? Die Stelle war ziemlich exponiert, da hätte es schon eine fette Schneemauer gebraucht. Ich hätte Richtung Skarja gehen können … Keine Ahnung ob es da gerade besser ist. Ich blicke zum Eingang, sehe wie der Wind an einer winzigen Öffnung Schnee hinein bläst, schließe die Augen – Totenstille! In dem Moment bin ich mir sehr sicher, dass es eigentlich nicht viel besser hätte laufen können. Die Schneehöhle ist geräumig, ich kann sitzen, stehen, sogar etwas hin und her laufen, es ist gar nicht mal so dunkel und man bekommt überhaupt nichts von dem miesen Wetter draußen mit. Um nichts in der Welt würde ich jetzt draußen im Zelt sitzen wollen, wo der Wind gegen die Zeltwände hämmert ... In der Nacht wache ich auf und muss feststellen, dass der ganze Oberkörper eingeschneit ist. Die Liegehöhle ist leider nicht tief genug, da am Fußende wieder eine Eisschicht kommt und die Schaufel am Ende war um weiter zu graben. Es hat Unmengen an Schnee in die Höhle geweht, ich kann gar nicht mehr aufrecht stehen. Am Eingang ist ein Block verrutscht, so dass eine kleine Öffnung von vielleicht 5cm Durchmesser ist. Durch dieses Löchchen kommt der Schnee wie durch eine Schneekanone in die Höhle hineingeblasen. Das Loch ist schnell gestopft, der Schlafsack von Schnee befreit und schlafe selig wieder ein. OT: Bilder der Höhle gibt es am Folgetag.1 Punkt -
Grüße aus der Schneehöhle! 2 Wochen Sarek im März (2018)
dermuthige reagierte auf mawi für Thema
3. Etappe: Goodbye Padjelanta! Ich finde den VBL einfach widerlich. Zumal die nassen Schlafsachen tagsüber gefrieren und man dann abends in die kalten Sachen schlüpfen muss. An sich ist es nicht schlimm, da die Sachen ruckizucki auf Körpertemperatur sind, aber die mentale Überwindung … Das schlimmste ist aber immer das Aufstehen. Die nasse Kleidung macht es noch viel schwerer als es eh schon ist. Eigentlich, was heißt eigentlich, es ist nicht schlimm, aber die mentale Barriere ist immer hoch. Zudem mache ich den Fehler und blicke auf das Thermometer: -18°C! *Brrr* In der Nacht waren es -22°C. Jetzt komme ich gar nicht mehr hoch, die Blockade im Kopf ist einfach zu groß. Wieder einmal ist es die Sonne und das abtropfende Wasser, was mich aus dem Schlafsack holt. (Keine Ahnung was beim Aufbau der Unterschied zum Vortag war. Jedenfalls sieht es immer noch nicht gut aus. Für heute Abend habe ich eine weitere noch bessere Idee ) (Die ersten beiden Tage grub ich noch eine kleine Sitzgrube für die Beine, wo ich auch den Rucksack hineinstellen konnte. Das war super praktisch, aber sie kostete zu viel Platz im Inneren und erschwerte das Abdichten der Tür. Außerdem nutzte ich sie nicht wirklich zum Sitzen, weshalb ich es in den folgenden Tagen nicht mehr tat.) Die ganze morgendliche Prozedur dauert immer ewig (ca. 1,5 bis 2h) und wird sich im Laufe der Tour auch nicht bessern. Das nervt gewaltig. So komme ich wieder erst gg. 10Uhr los und ich laufe wirklich keine 5min, als mich die ersten Scooter mit einem Toilettenhäuschen im Schlepptau überholen. Bin also gerade so noch rechtzeitig los Der Scooterbetrieb nimmt im NP deutlich ab, aber Strom an Versorgungsscootern reißt nicht ab. Hab ja volles Verständnis dafür, aber es nervt trotzdem und stört gewaltig das Natur- und Wildniserlebnis. Da kann ich ja gleich in Berlin bleiben! (Die Tarra voraus.) An der Tarra mache ich eine lange Pause, um die Sachen ein wenig trocknen zu lassen. Derweil knabbere ich an einem NCFPR herum. Mmmh, voll lecker! Hier noch ein Häppchen, da eine Ecke - puh! Stopft ganz schön, aber noch ganz lecker. Noch 2 Happen und endlich ¼ geschafft! Der Blick wandert langsam den Riegel entlang. Oh Mann! Der scheint immer größer zu werden. Ich schließe die Augen und knabbere weiter brav an dem NCFPR herum. Ich versuche mir noch ein Häppchen hineinzuwürgen, aber ich falle nur nach hinten und kugle mich auf der Veranda. Ufff, gerade einmal einen halben NCFPR geschafft!!! Also gerade mal 112g. Und dabei hatte ich 2 NCFPR pro Tag eingeplant Die Sachen sind noch nicht wirklich trocken, packe aber nach 1h alles wieder zusammen. In dieser Stunde hatte ich es übrigens noch geschafft mir den ganzen NCFPR hineinzuschieben. Ich fühle mich, als ob ich eben 6 oder mehr Pizzen gegessen hätte. Irgendwie ist die Verlockung groß hier zu bleiben und in einer Hütte zu nächtigen. Die Vorstellung von einer urigen Hütte mit einem schönen Öfchen, der mollige Wärme verbreitet – hach! Aber die Tarra-Hütten sehen mir zu modern aus und außerdem ist es erst der 3. Tag. So breche ich auf und folge weiter den Scooterspuren den Hang hinauf. Ich gewinne sehr schnell an Höhe und während die Spuren nach links über den Kamm führen, gehe ich weiter geradeaus. *Schnief* Nun ist es soweit, ich verlasse den wunderschönen Padjelantaleden. Aber ich bin mir sicher, dass wir uns wiedersehen werden. Ein letzter Blick zurück: Okay, weil es so schön ist noch ein Blick: Huh, eine Padjelantasommerwanderwegmarkierung *Klick* Der Hang ist stellenweise ganz schön vereist, so dass ich ordentlich die Skikanten in den Hang hauen muss. Ich will runter, aber plötzlich taucht diese offene Schlucht auf: (Auf dem Bild sieht es harmlos aus, aber ich schätze, dass sie gute 10m tief war.) Ich entscheide mich doch auf dieser Seite zu bleiben und es ist eine gute Warnung für Tage mit whiteout! Der Akku glüht! Die Aussicht und das Licht sind überwältigend! Ich hab schon seit 3 Tagen ein Dauergrinsen: Ist aber auch kein Wunder bei dem Panorama: Und die ganze Tour über kreuze ich unzählige Tierspuren, oftmals auch ganz frische, sehe aber bis auf paar Rentiere keines: Im letzten Sonnenlicht baue ich das Zelt auf. Jetzt habe ich den Aufbau ganz gut optimiert. Ich grabe jetzt immer einen etwa 10cm breiten und tiefen Graben, in den ich das Zelt setze. Dann fülle ich den Graben außen mit Schnee. Dadurch ist es unten herum Schneedicht und die Seiten werden nicht mehr so eingedrückt. Das hat sich soweit bis zum Ende der Tour bewährt. Nur die Eingangstür abzudichten war etwas tricky. Hier brauchte ich ein paar Tage, bis ich den Dreh raus hatte. Am Ende nutzte ich die Ski, indem ich einen von außen und einen innen platzierte und bei Bedarf die letzten Löcher mit Schnee stopfte. Der einzige Nachteil ist, dass es ziemlich dauert. Durch das Absenken geht natürlich etwas an der Grundfläche verloren und ich bin froh, dass ich letztlich doch das DuoMID anstelle des SoloMID mit genommen habe. Mit dem Verschwinden der Sonne hinter den Bergen wird es auch ziemlich kalt, so dass ich mich mit dem Aufbau beeile. Im Eifer des Gefechts steche ich die Schaufel in den vereisten Schnee und trete, wie beim Garten umgraben, auf die Schaufel, um sie in das Eis zu treiben. *Hand an den Kopf klatsch* Wie dumm, mir war die Labilität der Schaufel bewusst und so kommt es, dass die rechte Ecke der Schaufel Senkrecht nach vorn biegt * Schock* Zum Glück kann ich sie wieder halbwegs gerade biegen, ohne dass sie Schaden nimmt. Ich schwöre mir, in Zukunft mehr Rücksicht auf die Schaufel zu nehmen. Wie die letzten Abende bekomme ich beim Zeltaufbau wieder eiskalte Zehen. Damit fällt auch groß rumsitzen aus und ich schlüpfe immer gleich in den Schlafsack. Diesmal waren zu meiner Überraschung alle 3 Layer im Zehenbereich des rechten Fußes gefroren/vereist. Also die dünne Socke, die Tüte und die Isosocke. Keine Ahnung wie das passiert ist und es kam zum Glück auch nicht mehr vor. Ich überlege, ob ich das nächste Mal Thermofüßlinge für die Zeit im Zelt mitnehme. *Brrr* Heute ist es mir arschkalt. Ich zittere regelrecht. Das Thermometer zeigt -20°C, also eigentlich ganz okay. Ich weiß nicht was los und krieche schnell in den Schlafsack. Leider dauert es immer, bis es im Schlafsack mollig warm wird. Das stellte ich auch schon zu Hause beim Probeliegen in der warmen Wohnung fest. Da dauerte es mindestens 15 min, bis es warm wurde und ich langsam raus musste. Bei -20°C geht es nicht schneller, eher langsamer. Keine Ahnung was heute los ist, ich friere und beginne leicht zu zittern. Selbst der Kamerakku möchte heute nicht laden, der Stift will nicht recht schreiben und der inReach meckert, dass es ihm zu kalt ist. Ich entschließe mich eine Wärmflasche zu machen. Whoop, Whoop! Das war die beste Idee ever!!!! Der Schlafsack ist in null Komma nix auf mollig Warm und ich schlafe entspannt ein. Bei der nächtlichen Pinkelpause finde ich einen Wunderschönen Sternenhimmel vor. Also zücke ich schnell die Kamera und mache ein Bild:1 Punkt