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Gewöhnung, Kasteiung oder Befreiung - ein Weg ohne Rückkehr?
martinfarrent antwortete auf Chabonit's Thema in Philosophie
Damit unterstellst du sehr vielen Menschen, herdenartig Sachen zu kaufen, die sie nicht mal wirklich wollen. Wer aber sagt, wer die anderen sind, die ‚echten Selbstkenner‘? Die Gefahr des elitären Denkens ist da wieder mal ziemlich groß. -
Gewöhnung, Kasteiung oder Befreiung - ein Weg ohne Rückkehr?
martinfarrent antwortete auf Chabonit's Thema in Philosophie
Das ist semantische Spielerei. Selbst radikale Minimalisten besitzen meist so einige Dinge, die sie zum Überleben nicht brauchen. ‚Nötig‘ ist also in diesem Zusammenhang ein so relativer und subjektiver Begriff, dass er unbrauchbar ist. -
Gewöhnung, Kasteiung oder Befreiung - ein Weg ohne Rückkehr?
martinfarrent antwortete auf Chabonit's Thema in Philosophie
Das mag ein valider Einwand sein. Aber dann redest du von Methode und nicht (wie ich) von kultureller Wertigkeit und ‚Moral‘. Was mir an diesem Stück Zeitgeist auf die Nerven geht, ist eigentlich ein alter Hut. ‚Gut‘ sein kann am Besten der Affluente - Elite bleibt also Elite: dieselben Leute und Schichten wie eh und je. Wirklich vorankommen können wir z.B. in der Klimakrise aber nur, wenn sowohl Verzicht als auch der verbleibende materielle Wohlstand gerechter verteilt werden - so dass sich weniger Privilegierte nicht noch als Umweltsäue fühlen müssen und sich Gutverdienende inmitten ihres qualitätsverliebten (und damit oft teuren) Minimalismus nicht frivol als Helden der Einsicht vorkommen können. -
Gewöhnung, Kasteiung oder Befreiung - ein Weg ohne Rückkehr?
martinfarrent antwortete auf Chabonit's Thema in Philosophie
Minimalismus ist aus meiner Sicht eigentlich nur eine triviale Attitüde, so lange affluente Menschen das eventuell eingesparte Geld sowieso nur für sich behalten und anderweitig verwenden. Ähnlich unausgereifte kulturelle Aufwertungen gab es schon immer. So war Ferrari fahren schon vor 40 Jahren oberflächlich, protzig und dekadent…wohingegen ein Haus zu ersparen und bauen, zu bewohnen und an den eigenen Nachwuchs zu vererben, brav und tüchtig und damit moralisch erhaben war. Als hieße beides nicht dasselbe: Geld nach eigenem Wunsch und zur eigenen Befriedigung auszugeben. Gut, heute kommt der Nachhaltigkeitsaspekt dazu. Aber das war‘s auch schon, so wichtig das Thema auch ist. Der Wohlhabende isst weniger Fleisch als früher, dafür stets Bioware. Nennt sich dann Minimalist - oder zumindest Einsteiger in das Genre. Spricht von ‚Verzicht’, obwohl es auch besser schmeckt. Der Mindestlohnempfänger isst ebenfalls weniger Fleisch, weil es selbst bei Lidl zu teuer geworden ist. Der ist aber nur arm. Dass der Wohlhabende der Gesellschaft und dem Gemeinwohl auch einfach mehr schuldet und dafür keine Medaille verlangen kann, ist heute eine vielfach unterschlagene (aber weiterhin gute) Idee. -
Gewöhnung, Kasteiung oder Befreiung - ein Weg ohne Rückkehr?
martinfarrent antwortete auf Chabonit's Thema in Philosophie
Ein solches Verhalten würden wir im Forum nicht fördern wollen! Falls hier ein Mitglied sowas tut, würde ich allermindestens erwarten, dass er offen und sehr deutlich zu seinen Beweggründen steht, die Ausrüstung auch explizit als eigentlich sehr unzureichend beschreibt... und keinesfalls so tut, als habe er eine nachahmenswerte Pionierleistung oder gar eine UL-Selbstverständlichkeit vollbracht. Eigentlich wäre mir aber viel, viel lieber, ein solches Mitglied schwiege sich über das Erlebte aus oder beschriebe es ausdrücklich nur als Warnung. -
Kochen mit Pfanne statt Topf: Energieeinsparung und weniger Brennstoffverbrauch?
martinfarrent antwortete auf Trinolho's Thema in Philosophie
Zuhause haben die beiden Typen unterschiedliche Funktionen, die mit der Flamme / dem Kochfeld nicht unbedingt viel zu tun haben. Dabei ist klar, dass Kreativität eher im flacheren Top stattfindet und im hohen z.B. die Kartoffeln kochen. Von der entsprechenden Vorliebe des häuslichen Hobbykochs sollte man unterwegs aber abstrahieren. Wenn es wirklich um Effizienz geht, führt m.E. kein Weg an einer soliden Messung vorbei. Das Theoretische hier im Thread fällt ja eher spekulativ aus.- 9 Antworten
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- brennstoff
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Wander im Winter - Was tun, wenn‘s dunkel wird?
martinfarrent antwortete auf DaNilz's Thema in Tourvorbereitung
Das hilft natürlich, auch die Einschlafzeit nach vorne zu ziehen. Am Anreisetag achte ich deshalb bereits ein bisschen drauf, schon zuhause früher als sonst aufzustehen. Und dann hilft natürlich noch die Routine: Ungewohntes hält wach, Alltägliches nicht. Wie ich in den letzten drei Jahren gemerkt habe, fluktuiert dieser Routine-Effekt allerdings in beide Richtungen, wenn man eine Zeitlang unregelmäßiger tourt und dann wieder etwas mehr. Will damit unter anderem sagen: Einsteiger brauchen oft einfach eine Weile, bis sie im Zelt (fast) genauso selbstverständlich einschlafen wie zuhause... Wieder- und Immerwiedereinsteiger aber auch. OT: P.S. @Maaslos: Ich verstehe eigentlich nicht, warum du dich durch @khyalindirekt abgestempelt fühlst. Denn erstens waren seine Worte nur allgemein gesprochen und zweitens sind "ein paar Wochenenden und vielleicht mal 14 Tage / Jahr" doch kein Vorwurf. Das ist so ziemlich genau das, was viele Arbeitstätige mit Familie gerade schaffen können und daher für mein Verständnis kein Angriff, sondern Realitätsbeschreibung. Auch ich brachte jahrelang nicht mehr Zeit auf, weil ich es nicht konnte. -
Gewöhnung, Kasteiung oder Befreiung - ein Weg ohne Rückkehr?
martinfarrent antwortete auf Chabonit's Thema in Philosophie
Also verläuft die Entwicklung bei euch überhaupt nicht so unidirektional und 'zwanghaft' ab, wie es zunächst den Anschein haben konnte. Allein schon der Luxusplatz fürs Schlagzeug lässt mich traurig an meine Musikantentage in den 70ern und 80ern zurückdenken. Wie gern hätten wir damals einen Drummer gehabt, der auch mal geübt hätte! Hätte ich auch gern. Aber da gibt es die bekannten Komfortbedürfnisse des steigenden Alters (bin fast 63). Insofern... ... zunächst radikal, bedingt durch die Fortbewegungsart MTB. Eigentlich war ich seit meiner ersten Bikepackingtour vor vielen Jahren UL, ohne eine Philosophie draus zu machen (oder die entsprechende Philosophie als solche sonderlich wahrzunehmen). Dann allmählicher reduzierend, informierter und systematischer, aber auch kommerzfreudiger. Nunmehr aber leider ein bisschen umgekehrt. Es geraten ein paar Sachen in die Nähe der Unerlässlichkeit, die mich früher nicht einmal vage gereizt hätten. -
Gewöhnung, Kasteiung oder Befreiung - ein Weg ohne Rückkehr?
martinfarrent antwortete auf Chabonit's Thema in Philosophie
Provokativ gefragt: Warum mehr Platz schaffen, wenn Ihr ihn gar nicht neu füllen wollt? Steckt da am Ende einfach ein bestimmtes ästhetisches Gefühl hinter? Na ja, ich kann schon einsehen, warum man 'viel Raum' mögen kann. Aber ich schaff dafür meine Sachen nicht gerne ab. Und durch UL-Abenteuer werde ich selber nicht alltagsminimalistisch. Die zeitweise Reduzierung auf Grundbedürfnisse empfinde ich unterwegs zwar als wohltuend... gestehe aber auch, dass ich mich darin ein Stück weit selbst täusche. Die Bilanz funktioniert vor allem deshalb, weil ich auf Tour höchst spaßige Dinge tue (MTB, Packraft... ) und tolle neue Gegenden erlebe... das ist also nicht wirklich 'Askese light', sondern bei Licht betrachtet einfach auch Luxus anderer Art (und fast immer auch gekauft, wenn man genau genug hinsieht). -
Wander im Winter - Was tun, wenn‘s dunkel wird?
martinfarrent antwortete auf DaNilz's Thema in Tourvorbereitung
Wenn man zuhause keine Schlafprobleme hat, dann kann man sich leicht welche anlachen, indem man sich zum Schlafen zu zwingen versucht - weshalb ich erst dann ins Bett gehe, wenn ich müde bin. Vorher bin ich wahrscheinlich am PC oder auf dem Sofa mit einem Buch, schaue TV, rede mit meiner Frau etc... im Sommer natürlich auch gerne draußen im Garten. In dieser weit verbreiteten Routine liegt für mich auch draußen der Schlüssel - nur sabotieren später im Jahr frühe Dunkelheit und kühle Temperaturen die 1:1-Umsetzung derselben Strategie. Gespräche oder Unterhaltung sind per Handy oder E-Reader eigentlich kein Problem, einfach nur rumlungern und den eigenen Gedanken lauschen sowieso nicht. Die Krux liegt aber sozusagen darin, dass eine Trennung von Sofa und Bett nicht so leicht simuliert werden kann. Komischerweise reduziert sich das für mich zum Ausrüstungsproblem mit materiellen Lösungen, wie ich erst spät so ganz bewusst feststellte. Um meine NeoAir zunächst 'als Sofa' und später erst als Bett zu verwenden, brauche ich erstens genügend Isolation, damit ich mich nicht von vornherein im geschlossenen Schlafsack einigeln muss (übrigens auch für die Hände). So kommt mein Liner mit überlangen Ärmeln und Kapuze zum Einsatz (Bergstop MicroStretch). Ideal wäre es noch, im 2er-Zelt diagonal zu liegen und eine nennenswerte Stütze für Kopf und Schultern zu haben. Da habe ich zwar noch nichts Befriedigendes gefunden, hoffe allerdings hier im Thread auf Tipps. -
(Sammelbestellung) beste Preis-Leistung: Down-Quilts von Paria
martinfarrent antwortete auf AnNo6624's Thema in Ausrüstung
OT: Yep. Wobei aber Quilts für mich sowieso ihre Komfortvorteile einbüßen, wo Halbglatzen eine Kapuze brauchen und der Quilt zudem an der Matte befestigt werden müsste. Deshalb also ein Plädoyer für reine Sommerquilts in Verbindung mit einem relativ weiten 3 JZ-Schlafsack (0°C Komfortgrenze, z.B. WM Megalite). Letzterer lässt sich im Winter mit dem Quilt (innen drin!) gut pimpen, im Herbst/Frühjahr konventionell einsetzen und bei etwas wärmeren Temperaturen ganz öffnen und als Decke verwenden. Im Hochsommer kommt wiederum der Sommerquilt solo zum Einsatz. Das ergibt auch eine gute Kaufreihenfolge für Einsteiger: Schlafsack zuerst (dann sind schon sieben Monate des Jahres abgedeckt, notfalls nämlich auch der Hochsommer, zudem eigentlich auch mildere Wintertage). Dann kommt der Quilt, macht Hitzeperioden noch erträglicher und zusätzlich per Kombi noch den echten Winter vorstellbar (hierzulande bis auf selten eisige Kältewellen). Noch weiter zu differenzieren, tut für die allermeisten unter uns nicht wirklich Not. Wer partout keinen Schlafsack will, kann dasselbe Spiel aber natürlich mit zwei Quits betreiben - auch dann wieder mit Haupt- und Nebendarsteller, sozusagen, -
Trailrunner in den Bergen - Nässe-Management
martinfarrent antwortete auf teshino's Thema in Einsteiger
Meinst wohl 'in der Praxis'. Aber wessen? Deine? Magst du den Vergleich mal ein bisschen erörtern (weil er mit meinen eigenen Erfahrungen so ganz und gar nicht übereinstimmt)? Erstens, kann ich die Kritik an einer angeblich kurzen Lebensdauer von Sealskinz nicht bestätigen. Und zweitens, kenne ich die Exped-VBL-Socken nicht. Allerdings machen die Produkte dieser Firma fast ausnahmslos Sinn... weshalb ich mir nicht vorstellen kann, dass sie einer schnöden Plastiktüte nicht überlegen wären (zum Beispiel beim dichten Abschluss). ... ist mitunter auch mal die reichlich antiquierte UL-Lösung, für die es längst bessere Alternativen gibt. -
@dee_gee @T-Travel OT: Vielleicht. Aber merkwürdigerweise ist der Bug im Augenblick auch wieder weg. Ich kriege nun 27 Ergebnisse. Edit: Die Default-Suche geht von der Startseite aus nach 'Überall' - aus einem Thema heraus aber nach 'Dieses Thema'. Möglicherweise ist das neu und verwirrend... mir selbst fällt es jedenfalls jetzt erst auf. Wir werden uns das im Mod-Team anschauen.
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Nächtliches Pinkeln, wie handhabt ihr das?
martinfarrent antwortete auf RaulDuke's Thema in Leicht und Seicht
Nicht nur für Frauen! Es gibt einerseits bekanntlich auch Männer, die nachts recht häufig aufstehen müssen. Andererseits wird das Trinkverhalten mit steigendem Alter häufig erratisch - eher wird zu wenig getrunken, zu manchen Zeiten kommt aber plötzlich der Durst recht intensiv auf (bei mir manchmal eben kurz vor dem Schlafengehen). Allerdings finde ich schon, dass die meisten Lösungen ein bisschen auf der Hand liegen... wobei sich manche vielleicht weniger zum Outen eignen. -
Ein neues Zelt muss her! Fragen zu StratoSpire 1 und DCF!
martinfarrent antwortete auf Namie's Thema in Ausrüstung
Stimmt das wirklich so eklatant? Und wenn doch: Zum Ausgleich ist DCF sehr UV-beständig. -
Bikepacking - eure Räder
martinfarrent antwortete auf martinfarrent's Thema in Bikes und sonstige Ausrüstung, Fahrtechnik usw.
OT: Wenn du überm Lenker gehst rotiert der auch. -
Bikepacking - eure Räder
martinfarrent antwortete auf martinfarrent's Thema in Bikes und sonstige Ausrüstung, Fahrtechnik usw.
Also ich meine, dass schmale Cyclocrossreifen (und Rennreifen erst recht) sowieso keinen Komfort bieten. Weglassen ist da nur konsequent. -
Wieso? Der Typ ganz hinten hat sich doch ganz offenkundig viele Gedanken zur farblichen Stimmigkeit seines Outfits gemacht... oder? ... aber dennoch Zahmwasser, das schon einen höheren Konzentrationsgrad erfordert als bspw. die Lahn. Daher auch ein Schritt 'in die richtige Richtung' für Leute, die ihre allerersten Experimente bereits hinter sich haben... mit guter Führung auch komplett narrensicher. Will sagen: Bei einer Wiederholung des Angebots von @khyal könnten wahrscheinlich ziemlich viele Foristen einen Schritt nach vorne machen. OT: ... umgekehrt war ich ja erfreut, Lufttemperaturen bis 25°C in relativ viel Kleidung noch gut zu ertragen (Long Johns aus 2mm-Neopren, plus 1mm-Neoprenjacke, plus Trockenhose). Das minimiert für einen Nichtautofahrer wie mich die Zahl der per ÖPV und zu Fuß zu transportierenden Kleidungsoptionen auf mehrtägigen Reisen. Kurze Neoprenklamotten brauche ich persönlich vermutlich nur in einer richtigen Hitzewelle unbedingt (obwohl ich sie im Sommer sehr gerne trage). Aber solche Feststellungen sind ja individuell, weshalb ich jedem nur empfehlen kann, die eigenen Temperaturschwellen auszutesten.
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Die Zeltfrage: Tarptent, aber welches Modell?
martinfarrent antwortete auf Dune's Thema in Einsteiger
Nee... aber mit dem Portal 2. Ich benutze eine Tyvek-Unterlage und finde das auch sinnvoll. -
3 Tage Köln/ Hürth: Rheinsteig, Siebengebirge o.ä.?
martinfarrent antwortete auf hhochzwei's Thema in Tourvorbereitung
Niederlahnstein finde ich sehr vernünftig - weil der flussferne Bogen um Neuwied vermieden wird (auch der ist schön, aber nicht charakteristisch für den Rheinsteig). -
Hier bitte keine Zelte entsorgen! (Schild an einem Müllcontainer auf einem Campingplatz in Heimbach.)
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OT: Vielen, vielen Dank für die Autorisierung. OT: ... und für die Auskunft. Schadet ja nicht, oder?
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OT: Wann war das in diesem Sommer der Fall? Hoffentlich während der nasseren Wochen.