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Ultraleicht Trekking

Wintertour Pfälzer Waldpfad - Januar 2021


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5 Tage Pfälzer Waldpfad

Am ersten Januar 2021 sind wir, Stephan und ich, beide aus Karlsruhe, ins neue Jahr gestartet mit einer 5- Tagetour durch den Pfälzer Wald. Als Weg hatten wir uns den Pfälzer Waldpfad ausgesucht, den wir aber im Verlauf der Tour immer häufiger verlassen und die Strecken individuell und eher kurzfristig gestaltet haben. Startpunkt war Kaiserslautern und die Laufrichtung somit gen Süden. Das Highlight der ersten Etappe war in der Abenddämmerung eine kreuzende Wildschweinrotte im gestreckten Galopp (Adrenalin) und eine nette Schutzhütte (Amseldellhütte bei Trippstadt), ansonsten leider wenig Pfad und viel Forstweg. Dieses Bild zeigte sich auch zu Beginn des zweiten Tages, der uns über das Johanniskreuz und nun abweichend vom offiziellen Fernwanderweg zur zweiten Übernachtung unter dem vorderen Winschertfelsen bei Merzalben führte. Der dritte Tag versöhnte mit zunehmendem Schnee und bot vom Luitpoldturm eine herrliche Aussicht, der Abstieg nach Hauenstein bracht etwas Schneeeregen, die Schutzhütte Weimersborn kam gerade recht für unsere dritte Nacht. Der vierte Tag bot uns das schönste Wegstück über Busenberg und dort zum Schlüsselfels am Heidenberg mit herrlichen Wegen und schönen Ausblicken. Als Schlafplatz steuerten wir nun das offene Winterkirchel hinter Erfweiler an, dort angekommen fühlte sich es aber irgendwie komisch an, das Lager hier aufzuschlagen, also haben wir eine kleine „Nachtwanderung“ (es war zwar dunkel, aber erst 17.30 Uhr) angehängt und bei Erfweiler unter einer ortsnahen, schmucklosen Holzhütte die Nacht verbracht. Der letzte Tag führte uns über recht nette Wege nach Hauenstein, von wo aus wir die Rückreise mit der Bahn angetreten haben.

 

Die Betitelung „Waldpfad“ ist auf den ersten beiden Etappen südlich von Kaiserslautern sicherlich geschönt und dieser Abschnitt aus unserer Sicht nicht lohnenswert. Der weitere Verlauf ab Merzalben und besonders die Region um Busenberg und Dahn bietet da schon wesentlich mehr. Die Tourenplanung kann man unserer Erfahrung nach getrost abschnittsweise abseits des offiziellen Pfälzer Waldpfads vornehmen und gezielt nach Pfaden suchen. Zur Hochsaison ist diese Ecke sicherlich gut bevölkert, im Januar begegnet man stundenlang niemandem. Die Wälder sind teilweise stark bewirtschaftet und auch die Jäger sind unterwegs, Schutzhütten und Felsvorsprünge (ist der Begriff „Boofe“ eigentlich der Sächsischen Schweiz vorbehalten?) sind vorhanden.

Im Winter draußen heißt auch gefühlt ewig im Schlafsack zu liegen. Erstaunlicherweise funktioniert das richtig gut und es ist immer wieder schön, nachts dem Wald zu lauschen.

 

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Allen ein gutes Jahr 2021

 

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vor 18 Stunden schrieb Biker2Hiker:

Ihr habt es gut - bei uns gilt eine nächtliche Ausgangssperre! Wohnung nachts verlassen ist hier nur mit triftigem Grund erlaubt... Deine Bilder machen echt neidisch!

Also die Schutzhütte / das Zelt nachts zur zum triftigen Pipimachen verlassen?! :ph34r:

 

Danke für deine Eindrücke, nitram! Der Schnee steht den Bildern gut ...

Ich hatte schon überlegt, um Ostern herum dort zu wandern. Forstwege sind tatsächlich aber nicht gerade das, was mich anzieht. Wenn man jedoch auch Pfade nebenher finden kann, brauche ich keinen ausgeschilderten Weg. Ich war noch nie in der Gegend, sieht aber insgesamt schon schön aus.

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Am 6.1.2021 um 19:36 schrieb nitram:

ist der Begriff „Boofe“ eigentlich der Sächsischen Schweiz vorbehalten?

Boofen ist ein altsächsisches Wort für „schlafen“. Deshalb würde ich deine Frage mit Ja beantworten. Aber mir fiel bei dem einen Bild auch sofort das Boofen ein.

Das sind echt sehr schöne stimmungsvolle Fotos. Da bekomme ich auch gleich wieder Lust...

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vor 27 Minuten schrieb tib:

Boofen ist ein altsächsisches Wort für „schlafen“. Deshalb würde ich deine Frage mit Ja beantworten.

Diese Überlegung setzt voraus, dass ein Wort regional begrenzt nur dort verwendet werden darf, wo es entstanden ist. Diese Regel würde unsere Sprache so löchrig machen, dass wir gar nicht mehr miteinander sprechen können, ohne Hände und Füße zu Hilfe zu nehmen. Daher bin ich sehr dafür, den Sprachexport zuzulassen. Also, ich würde gern auch in der Pfalz "boofen", statt "unter einem Felsvorsprung biwakieren". Und "boofen" steht in RLP vielleicht nicht explizit auf der Liste verbotener Nächtigungsformen....

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  • 5 Wochen später...

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