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Ultraleicht Trekking

Schmutzradierer gegen Schmodder


kai

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Als ich gerade eine Zecke auf einem kleinen Stück Papier in unserer Spühle verbrannt habe, blieb zum Schluss ein gelblicher Fleck zurück. Den wollte ich natürlich weg machen bevor meine Frau nach Hause kommt. 😅 Doch wie erwartet haben weder Spüli noch Schrubben wirklich Abhilfe gebracht. Da ich im Anschluss aber meine Schuhe mit einem Schmutzradierer sauber gemacht habe, wollte ich spontan versuchen, den Fleck damit zu entfernen. Und siehe da, mit einem Wisch war er vollständig verschwunden. Nachdem sich mein Erstaunen ein wenig gelegt hat, hab ich mir direkt meinen Toaks-Titantopf geschnappt um zu sehen, ob ich damit den Esbit-Schmodder weg bekomme. Und wow, das ging erstaunlich gut! 😯

Nachfolgend der besagte Topfboden. Ihr dürft raten, welche Seite ich mit dem Schmutzradierer geputzt habe. 😄

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Was ich faszinierend finde, ist das Gewicht eines Schmutzradierers. Der wiegt nämlich nur 2g, wie man im folgenden Bild sieht:

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Somit wäre das aus meiner Sicht ein recht gutes Mittel um auf Touren seinen Topf von grobem Schmutz zu befreien. Allerdings weiß ich nicht, wie umweltverträglich diese Schwämme sind. Laut Wikipedia besteht ein Schmutzradierer aus "Offenporigem Schaum aus Melaminharz", welches beim Putzen durch die Reibung "abrasive Harzpartikel" entstehen lässt. Weiter steht dort: "Die Partikel werden, zusammen mit den Schmutzpartikeln, vom Schwamm aufgenommen. Der Schwamm verbraucht sich somit beim Reinigen"...

Gut ist, dass man nur sehr wenig Wasser braucht um den Schwamm zum Putzen anzufeuchten. Somit geht das nicht auf Kosten des kostbaren Wasservorrats. 🙂

 

Edit: Ich lese gerade, dass dieses Melaninharz wohl weder biologisch abbaubar noch recycelbar ist. Das sollte man unbedingt beachten, wenn man es in der freien Natur nutzen möchte. Ein kleiner positiver Aspekt ist, dass man den Schwamm gefühlt ewig nutzen kann.

Bearbeitet von kai
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vor 5 Stunden schrieb Konradsky:

Oder noch einfacher, Zahnpasta.

Das Poliermittel in Zahnpasta ist leider häufig Mikropkastik (ich glaube das ist noch immer nicht verboten), d.h. auch Zahnpasta hat, wie jedes andere Reinigungsmittel auch, nix in der Natur zu suchen ... Vorteil von Zahnpasta: wir bekloppten Menschen fressen die Scheiße wenigstens auch selber ...

Bearbeitet von TappsiTörtel
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 Ich liebe ja die Hintergrundgeschichte von Deinem Post. Das Problem mit der Zecke war gelöst doch es drohte ein evtl. noch größeres Problem mit der Frau. 😁
Was ich schon seit Pfadfinder-Zeiten bei Grillrosten und Topfböden anwende, ist diese einfach über Nacht in das Gras zu legen. Die Feuchtigkeit vor allem am Morgen entfernt hier schon sehr viel, zusätzlich kann man die Stellen noch mit Kaffeesatz (falls vorhanden) oder alternativ feinem Sand abschmirgeln.
Aber im Grunde ist es ja nur eine optische Geschichte, oder ergibt sich mit zunehmender Ruß-Schicht auch eine Art Isolationsschicht, die den Topf schlechter erhitzt? 🔥

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Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb DaNilz:

Warum sollte man das überhaupt machen? Ich akzeptiere die Abnutzungsspuren. Der Pott wird ein paar Mal über den Boden gezogen, Gras oder Sand gibt's überall. Danach in die Transporttüte und gut.

Absolut richtig. Viel anders mache ich es bisher auch nicht. Aber hin und wieder mal den Schmodder abmachen, kann sicher nicht schaden. Vielleicht wirkt sich eine dicke Schmodderschicht wirklich auf die Wärmeleistung aus, wie @Bergschlumpfvermutet... Aber ist jeder/jedem, selbst überlassen, der Thread richtet sich ja an diejenigen, die ihren Topf sauber machen möchten. 🤷

Bearbeitet von kai
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vor einer Stunde schrieb kai:

Vielleicht wirkt sich eine dicke Schmodderschicht wirklich auf die Wärmeleistung aus, wie @Bergschlumpfvermutet...

OT: Schwarze Körper geben am meisten Wärmestrahlung ab. Sie nehmen auch am meisten Wärmestrahlung auf.
https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=Schwarz+nimmt+Wärmestahlung+auf

Ich vermute, am Ende ist das eh marginal.

VG. -wilbo-

Bearbeitet von wilbo
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vor 4 Stunden schrieb Bergschlumpf:

Was ich schon seit Pfadfinder-Zeiten bei Grillrosten und Topfböden anwende, ist diese einfach über Nacht in das Gras zu legen. Die Feuchtigkeit vor allem am Morgen entfernt hier schon sehr viel, zusätzlich kann man die Stellen noch mit Kaffeesatz (falls vorhanden) oder alternativ feinem Sand abschmirgeln.

Letztens noch am Nordsee Strand das Grill rost am Morgen danach mit Sand gereinigt, auch hier wieder das Prinzip der Politur, denn Wiese gab es nicht. 

Sauberer als mit der Spülmaschine und dazu noch eine meditative Handlung. 

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vor 4 Stunden schrieb zopiclon:

Letztens noch am Nordsee Strand das Grill rost am Morgen danach mit Sand gereinigt, auch hier wieder das Prinzip der Politur, denn Wiese gab es nicht. 

Sauberer als mit der Spülmaschine und dazu noch eine meditative Handlung. 

Merke: Ab jetzt nur noch Touren an der Nordsee machen. 😄

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