Delfino Geschrieben Freitag um 16:20 Geschrieben Freitag um 16:20 Servus zusammen, mein Name ist Delfino bin neu hier! Möchte mal ein Problem ansprechen, das wahrscheinlich einige von Euch kennen: nach ca. 400-500 Bergab-Höhenmetern ging´s los – Knieschmerzen – einfach nicht mehr auszuhalten. Auch regelmäßiges Muskeltraining zur Stärkung hat nicht geholfen. Denke das Problem beim Bergabgehen ist der Kniewinkel. Wenn der Stock zu kurz ist (meist 130 cm), erzielt man nicht genügend Abstützeffekt um die Knie maximal zu entlasten und der Druck geht voll auf die Patella-Sehne oder eben auf die Knie insgesamt. Man braucht beim Abstieg einen viel längeren Hebel, um diese optimale Entlastung zu erreichen. Ich nutze mittlerweile dafür einen speziellen Stock, der sich bis auf 220 cm ausziehen lässt – das entlastet die Knie sofort um gefühlte 50-70%. Weil man sich bei jedem Schritt richtig abstützen kann, schwinden die Knieprobleme nach wenigen Schritten. Für eine flotte bergab Bewegung benötigt man natürlich eine gewisse Eingehzeit! Mir hat`s jedenfalls schnell und nachhaltig geholfen!
Cullin Geschrieben Freitag um 17:42 Geschrieben Freitag um 17:42 Wie genau setzt du diesen langen Stock ein? Ich habe auch Knie. Mein Problem ist eher wenn ich hohe Stufen runter muss. Also abknicken unter Belastung. Da helfen mir meine 120cm Stöcke (sind für mich eigentlich sogar ein wenig zu kurz) schon ziemlich gut weiter.
SML Geschrieben Freitag um 18:27 Geschrieben Freitag um 18:27 Aus meiner Erfahrung hilft Muskeltraining schon. Insbesondere das Sprunggelenk und die Wadenmuskulatur dämpfen den Aufprall. Außerdem sollte man nicht zu flott gehen. Je größer die Schrittlänge, desto heftiger ist der Aufprall. Ich kenne das mit den Knieschmerzen auch. Bei mir treten sie fast immer am Ende einer Etappe auf, wenn die Muskulatur ermüdet und die Stöße nicht mehr gut abfangen kann. Wenn es nicht gerade steil bergab geht, versuche ich, auf Stöcke zu verzichten, da ich mit ihnen dazu neige, deutlich schneller zu gehen. Entscheidend sind kurze Schritte und eine gute Abrollbewegung. Zusätzlich kann es helfen das Knie zu tapen. Bei hohen Stufen nutze ich aber – wie @Cullin – ebenfalls meine Trekkingstöcke zum Abstützen, damit ich den Fuß schonender aufsetzen kann.
Ameisenigel Geschrieben Gestern um 05:28 Geschrieben Gestern um 05:28 Ich habe seit 2008 drei Knieoperationen hinter mir. Alles Reparaturen, keine künstlichen Ersatzteile. Es wird ja diskutiert, in Deutschland gäbe es zu viele Knieoperationen. Mir haben sie jeweils geholfen. Arthrose ist immer noch da. Ich trage orthopädische Einlagen, die die Innenmenisken entlasten. In den letzten drei Jahren war ich beschwerdefrei, auch auf dem Hexatrek dieses Jahr mit 500km und 17.000hm in 16 Tagen. Soweit zum Status. Ich nutze Trekkingstöcke intensiv und ständig, bergab gehe ich bewußt langsam und mit kleinen Schritten. Ein Fokus auf das Körpergewicht hilft auch, zumal meine Größe von 190cm wohl auch nicht optimal für die Gelenke ist. 1kg abnehmen ist einfacher, als 1kg bei der Ausrüstung sparen. Freilich: Ich bin jetzt 63 und frage mich, wie lange es noch geht. https://lighterpack.com/r/bg32x0
reiber Geschrieben Gestern um 06:29 Geschrieben Gestern um 06:29 Jeder hat andere Knieprobleme und seine Methode damit umzugehen. Wenn der TE nach 400-500 bergab "nicht mehr auszuhaltende Scherzen" bekommt, sollte er dringend mal zum Facharzt. Ich laufe mit Knieathrose mit einem normalen Trekkingstock auch längere Abstiege hochalpin. Die Etappen dürfen halt nicht zu lang sein, sonst steigt die Sturzgefahr. Ich kenne meine Probleme, mache entsprechende Körperübungen und viel Sport. Tageswanderungen machen ich ohne Stock. Die Knie müssen auch mal gefordert werden, damit ein richtiger Stoffwechsel stattfindet. Ameisenigel reagierte darauf 1
Epiphanie Geschrieben vor 46 Minuten Geschrieben vor 46 Minuten (bearbeitet) Bei mir hat folgendes geholfen: Ich habe mir meiner Meinung nach das Gangbild beim tragen von Sportschuhen im Alttag ziemlich versaut. Durch die weiche Sohle habe ich mir angewöhnt, die Ferse in den Boden zu rammen, besonders beim bergab gehen. Die Folge, die ganze Kraft landet im Kniegelenk mit wie von Dir beschrieben nach teils weniger als 500hm abwärts Knieschmerzen. Kurzzeithilfe: Sehne dehnen. ZB 20sec in die Hocke gehen hat es gelindert, oder verzögert. Stöcke haben wenig gebracht. Langzeit: Ich bin völlig von Sportschuhen im Alltag weg und auf Schuhe mit wenig Dämpfung und Sprennung umgestiegen. Teils Barfußschuhe, aber langsam, zB nur in der Arbeit. Dazu tägliches Fahrrad fahren in die Arbeit um die Muskeln wieder zu stärken, wie von @zopiclon empfohlen Mein Gangbild hat sich ziemlich geändert. Ich trete wieder eher mit den Ballen oder der ganzen Sohle auf. Hatte hier in Jotunheimen keinerlei Knieschmerzen trotz knackiger Abstiege. Hat aber weit über ein Jahr gedauert.... Bearbeitet vor 45 Minuten von Epiphanie Con Calma Y Con Alma
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