Geschrieben 29. März 20197 Jr. Wenn der Wind so richtig pfeift, liebe ich meinen Caldera Cone. Perfekter Windschutz mit optimaler Wärmeausnutzung und stabiler Topfständer in einem. Dazu ist man mit dem Ti-Tri-Modell nicht auf Spiritus oder Esbit beschränkt, sondern kann auch Holz verfeuern. Als ich ihn gekauft hatte, war ich zu geizig (oder zu vernünftig?) weitere 60 $ plus EUSt plus Zoll für den Inferno-Einsatz auszugeben. Eine Zeitlang war ich mit der Lösung ohne Inferno-Einsatz recht zufrieden, nur bei nassem Holz tat sich der Cone etwas schwer. Mit einem PC-Lüftungsgitter (38 g) verlief die Verbrennung besser, es war aber mit 10,5 cm Durchmesser leider zu klein für den Cone (Durchmesser unten 16 cm). Ein Teil der Ästchen fiel am Gitter vorbei und lag für die Flammen unerreichbar am Boden. Dazu kam, daß beim Entzünden des Feuers der Cone bereits übergestülpt sein musste. Eine bessere Lösung mußte her. Eigentlich wollte ich das Original nachbauen, also einen nach oben geöffneten Trichter. Die mir zur Verfügung stehenden Titanfolien waren aber nur 10 cm breit, so daß aus dem Kegelstumpf ein Zylinder wurde. Der Funktionalität tut die Zylinderform keinen Abbruch. Der Inferno-Einsatz läßt sich als Feuerschale verwenden und auch die Sekundärverbrennung (Holzvergaserprinzip) funktioniert größtenteils. So, nun die Bilder: (Etwas gebogen passt das Gitter auch noch in die Blechrolle.) (Wenn man genau hinschaut, kann man die Flammen der Sekundärverbrennung entdecken.) (Zurück bleibt ein Häufchen Asche.) Ach ja, das Wichtigste hätte ich fast vergessen! Hier die Gewichtsangaben: 2 Bodenbleche a 6 g, ein Abstandsring mit 3 g, das Titan-Streckmetallgitter zu 13 g und der äußere Ring mit Rouladennadelverschluß zu 20 g. Insgesamt ist der Inferno-Einsatz mit 48 g etwas schwerer als der Caldera Cone selber (47 g). Vielleicht ersetze ich das schwere Gitter noch durch ein mit ganz vielen Löchern versehenes Stück Titanfolie. Damit ließen sich ungefähr 10 g herauskitzeln. Allerdings könnte die Stabilität des Bodenblechs darunter leiden. Schau'n wir mal! Ein erhoffter Nebeneffekt blieb leider aus. Trotz Bodenabstand und untergelegten Titanblechen verkohlte das Gras unter der Kochstelle. Mal sehen, ob ein untergelegtes Stück Karbonfilz Abhilfe schafft.
Geschrieben 29. März 20197 Jr. vor 1 Stunde schrieb Mittagsfrost: Mal sehen, ob ein untergelegtes Stück Karbonfilz Abhilfe schafft. Am besten ist immer noch, möglichst viel Distanz zum Boden zu schaffen. Mit TappsiTörtel´s Konstruktion wurde das eindrucksvoll belegt:https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/3269-bodenschutz-unter-hobo/?do=findComment&comment=45794 Ist das konstruktionsbedingt nicht möglich, hilft eine Kombination aus Carbonfilz und dünnem Blech am besten.https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/3269-bodenschutz-unter-hobo/?do=findComment&comment=73784 Weiter vorne im Faden gibt es eine kleine Testreihe mit verschiedenen Unterlagen. Selbst beim effektivsten Bodenschutz bleibt eine vertrocknete Grasnarbe zurück. Daher suche ich mir lieber eine weitgehend "pflanzenlose" Stelle und kratze den Boden frei. Nachher wird die Fläche gut abgelöscht und wieder verdeckt. VG,. -wilbo- - Signatur von mir gelöscht -
Geschrieben 29. März 20197 Jr. Autor Genau. Höhersetzen geht nicht und Blech zum Unterlegen habe ich ja schon. Daher die Idee mit dem Karbonfilz. Ob das wirklich praxisrelevant ist, weiß ich noch nicht. Da die Grasnarbe, Moos oder Laub alle federn, stelle ich die doch recht filigrane Konstruktion lieber auf festem Untergrund auf.
Geschrieben 27. Januar 20206 Jr. Autor Und wieder 10 Gramm gespart. Es muss nicht unbedingt ein Gitter aus Titan sein. Edelstahldraht tut es auch. So kommt sogar noch mehr Luft von unten an das Brenngut.
Geschrieben 28. Januar 20206 Jr. Brauchst du soviel Gitter? Oder reicht nicht ein 3er oder 4er Schachbrett im Kreis, könnte nochmals 1-2 Gramm bringen.
Geschrieben 28. Januar 20206 Jr. Autor Bei 12 cm Durchmesser ergäbe ein 3-er Schachbrett eine Maschenweite von 4 cm. Das ist wohl etwas grobmaschig bei den bleistift- bis fingerstarken Holzstückchen, die ich verfeuere. Unter 1,5 cm Maschenweite werde ich nicht gehen. Aber klar, optimieren kann man immer. Und wenn’s die Schönheit ist. Mein „Kunstwerk“ ist ohne Zange und freihand in der Hängematte lümmelnd im Wald entstanden.
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