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Ultraleicht Trekking

MYOG Daunenschlafsack oder Quilt - wie macht man's und für welchen Zweck braucht man was?


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I see, ok.

Ich werde immer mehr dazu. Habe kürzlich wegen zunehmende Schulter und Nackenschmerzen mal wieder probiert, mir das Rückensschlafen anzutrainieren, diesmal quasi cold turkey auf harter Unterlage. Da kommt man dann nicht auf die Idee, sich auf die Schulter drehen zu wollen. Die vorigen Versuche auf der heimischen Matratze scheiterten am Schweinehund, der irgendwann doch immer zu einer Drehung führte.

Vor allem im der Hängematte neige ich immer mehr dazu, lediglich etwas einzudrehen und das Gewicht mehr auf die eine oder andere Seite zu verlagern anstelle mich wirklich zu drehen. Dadurch, das die Seiten der Hängematte einen wer was umschließen ist das Liegegefühl dann ähnlich der Seitenlage.

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Zum Thema Schlafsack ohne Zipper: Ich hatte einen cumulus x lite der ersten Generation. Ich habe ihn ohne Bauchschmerzen nach 2 Jahren verkauft. Er war gut als Inlet für einen Quilt im Herbst. Im sommer hatte ich das Problem, das ich entweder drin lag und geschwitzt habe oder darunter und dann ist immer etwas kalt geworden. daher sind Schlafsäcke ohne Zipper für mich gestorben.

Ich mag Kaputten an Schlafsäcken auch nicht besonders und das im Schlafsack/ mit dem Schlafsack drehen nervt mich. Außerdem liege ich auf der Seite normalerweise mit einem Arm unterm Kopf. Der friert bei Schlafsäcken. Daher werde ich wohl meinen letzten richtigen Schlafsack auch verkaufen.

Quilt ist seit diesem Jahr bei mir das letzte, was geblieben ist. Ich war auf dem PCT mit Bivy und Quilt sehr zufrieden.

 

 

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vor 17 Stunden schrieb doman:

Nur wie vergleicht man dessen Wärmeleistung mit einem Daunenschlafsack?

Gute Frage!
Dafür müssten wir die Lofthöhen vergleichen. 
Habs gerade versucht über die reine Füllmenge zu berechnen, funktioniert aber auf Grund der unterschiedlichen Schnitte nicht.
Das Packmaß werde ich messen, wenn ich das nächste Mal im Lager bin. Die 133er Tüte hatte 8,1l.

mfg
der Ray

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vor 8 Stunden schrieb questor:

Wenn es euch hauptsächlich um Vermeidung von draft im Vergleich zum Quilt geht, könnte man bei Euren Tüten nicht unten die Isolation weg lassen um gesucht zu sparen?

Könnte man schon, aber die Flächen, auf denen Ich als Seitenschläfer wirklich aufliege sind doch recht klein. Und die Punkte müsste ich immer genau treffen und mich nicht mehr bewegen. 
Dazu kommt, dass es bei meinem Entwurf kein Oben und Unten gibt. Beide Seiten sind nicht voneinander zu unterscheiden. So liegt man mal auf der einen und mal auf der anderen Seite und beide halten länger.

mfg
der Ray

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@questor Manchmal versuche ich auch, nur etwas einzudrehen, aber damit ich richtig weiterschlafe muss ich doch meistens ganz rum.

@Martin Auf eine PCT-Tour würde ich auch keinen Winterschlafsack mit Kapuze mitnehmen. Da hat man aber auch keine zweistelligen Minusgrade auszuhalten - bzw. muss damit rechnen, dass es auch deutlich wärmer werden kann. Bis etwa +5 Grad würde ich auch meistens den Quilt nehmen (obwohl ich dieses Jahr zu Ostern damit etwas gefröstelt habe). Aber warum muss man deshalb den reißverschlusslosen Schlafsack gleich ganz verwerfen? Immerhin bietet er die beste Isolation bei geringstem Gewicht. Ich kann mir nicht vorstellen, mit nur einem Schlafsack-Typ durch alle Jahreszeiten zu kommen. Im Sommer Quilt, im Frühjahr und Herbst mäßig gefütterter Schlafsack ohne Kapuze (mein rotes Modell) und im Winter dicker Schlafsack mit Kapuze - so sehe ich die Sache.

@derray Dann ist das Volumen meines Winterschlafsacks ungefähr mit deinem gelben Modell vergleichbar.

Bearbeitet von doman
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Am 8.12.2019 um 23:36 schrieb doman:

Und wie sieht es mit dem Packmaß aus?

Hallo doman!

Habs gestern mal geschafft, die rote 200er Tüte in einen 13l StS-Packsack zu stopfen. Das ging ohne Probleme, heißt: Mit etwas mehr Krafteinsatz wären bestimmt auch 12 oder 11l möglich gewesen.

 

Am 30.11.2019 um 19:12 schrieb wilbo:

... gib doch bitte gleich dazu die Höhe des Lofts an.

9,5cm. :shock:

Keine Ahnung wo der her kommt. Das nackte Apex hatte ja nur 6cm. Aber ich beschwer mich mal nicht. :grin:

mfg
der Ray

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  • 2 Wochen später...

Doman, wow! Deine Nähkünste sind beeindruckend! Da steckt offensichtlich eine ganze Menge Arbeit und Erfahrung drin. 

Ich lese, du nähst deine Schlafsäcke ohne Reißverschluss um Gewicht zu sparen und Kältebrücken zu vermeiden. Wie kommst du nachts in die Tüte rein? Ich hatte mir mal einen sehr alten Schlafsack bei ebay Kleinanzeigen geschlossen, der keinen Reißverschuss hatte. Um trotzdem reinzukommen war er weiter geschnitten. Das funktionierte so zwar, aber dadurch war er mir auch viel zu weit. Habe ihn dann weiterverkauft. 

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Am 16.12.2019 um 08:28 schrieb doman:

Muss man halt einen größeren Rucksack mitnehmen. Was mich noch interessiert: um wieviel kleiner hast du das Innenfutter gemacht (Differentialschnitt)?

Hallo doman!

Das mit dem größeren Rucksack stört mich gar nicht. Mein großer wiegt weniger als mein kleiner. :grin:

Beim Differentialschnitt habe ich die Tüte als flaches Teil gesehen und einfach rechts und links jeweils die 3cm Apexloft abgezogen. In der Breite ist das Innenteil also 6cm schmaler. Im Umfang macht das einen Unterschied von 12cm. 
Hätte ich die Tüte als Röhre berechnet wären 19cm nötig gewesen. Das kam mir aber etwas viel vor, weil ich durch die begrenzte Stoffbreite die Außenhülle nicht größer machen könnte und innen nicht noch mehr Platz aufgeben wollte.
Sollte ich die Tüte mal unter Spannung bringen mache ich das aber auch nicht in einem perfekten Kreis. Von daher sollte es reichen, um das zu erreichen, was ich wollte.

Am 27.12.2019 um 00:39 schrieb Mia im Zelt:

Wie kommst du nachts in die Tüte rein? ... Um trotzdem reinzukommen war er weiter geschnitten.

Die erste Tüte, die ich genäht habe, hatte die weiteste Stelle am "Eingang". So war rein und raus kommen kein Problem. Dafür hatte sich die Tüte bis zu den Ellenbögen so weit verjüngt, dass mir das schon fast zu eng war. Zumindest, wenn ich darin noch eine Puffy getragen hab.
Bei der neuen ist der "Eingang" immer noch genauso weit, sie verjüngt sich aber erst unterhalb der Ellenbögen. > Platz um den Oberkörper, wo ich ihn brauche mit den Armen, Schultern und ggf. Puffy. > Verjüngung um die Hüfte > Nicht zu weit und kuschelig an den Beinen.

mfg
der Ray

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  • 2 Wochen später...

OT: OT:

Am 25.11.2019 um 20:57 schrieb Andreas K.:

Mit Daunenbestellung aus Nicht-EU-Ländern wäre ich vorsichtig. Ich wurde bei einer Bestellung von hydrophobierter Daune (Ripstipbytheroll), also keine Rohdaune, vom Zoll vor die Wahl gestellt diese entweder zu vernichten oder auf eigene Kosten zurückzusenden. 

Wenn Du das Risiko dennoch eingehen willst wirst Du auf Aliexpress fündig. 

Ich bin das Risiko mal eingegangen und habe 50 Gramm bestellt. Sie sind heute gut verpackt (Im Karton, einer Plastiktüte und einem Stoffsack) angekommen. Auf dem Label war auch angegeben, dass es sich um Daune handelt. Allerdings lag der Preis bei 50 Gramm sehr niedrig, vielleicht wird es bei größeren Mengen heikler.

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  • 3 Wochen später...
Am 29.12.2019 um 16:59 schrieb doman:

Das Reinkommen ist bei mir zum Glück kein Problem. Dazu muss ich aber ergänzen, dass ich ziemlich schmale Schultern habe und deshalb reinrutsche ohne mich zwängen zu müssen. Die obere (einzige) Öffnung hat bei mir einen Umfang von 120 cm. 

Innenumfang oder Außenumfang?

Habe selber als Frau auch eher schmale Schultern. Bei hapert es beim reinkommen eher an der Hüfte. Hab es gerade mal bei einer Tüte mit geschlossenem Reißverschluss probiert. Komme schon rein, ist aber sehr mühselig und ich brauche viel Platz. 

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Da ich wie oben beschrieben auf einen Differentialschnitt verzichtet habe, ist der Innen- gleich dem Außendurchmesser. Am oberen Rand treffen die aber ohnehin aufeinander. Um die bequemste Einstiegsgröße zu ermitteln, musst du einfach deine Maße abnehmen. Ich z.B. habe einen Schulterumfang von 110 cm und einen Hüftumfang von 100 cm. Dafür ist der Öffnungsumfang des Schlafsacks von 120 cm optimal.

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  • 2 Monate später...

Vorletzte Woche hat jemand ein Video Tutorial für einen Daunenschlafsack auf Youtube geladen: 

 

Es ist sehr kleinschrittig beschrieben und in der (Achtung Witz :D) "Fußbox" des Videos sind auch nochmal die einzelnen Schritte aufgelistet mit Links zum Video. 

Als Endprodukt kommt ein 930g Sack mit 695G Daune heraus. Also sehr ähnlich, wie der von @doman. Nur eben mit Zipper und mit Membrane 10 anstatt HyperD. An Materialkosten wären es angeblich 100Dollar, das kommt aber nicht hin. Alleine das 10D kostet 50€ und die Daune liegt selbst aus China bei 75 Euro. 

 

Auch ganz interessant ist vom selben Uploader die Daunen Sortier Maschine, um Federn von Daunen zu trennen. 

Bearbeitet von hmpf
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  • 11 Monate später...

Wow, danke für deine genaue Beschreibung! Ich spiele schon länger mit dem Gedanken mir einen Daunenschlafsack selbst zu nähen, konnte mir aber beim besten willen nicht vorstellen wie das in der Praxis funktioniert die Innen und Aussenhülle aneinander zu nähen.

Versteh ich das richtig, dass du die Innen - über die Aussenhülle stülpst, die Kammer bis auf ein kleines Loch annähst, dann Daune rein und zu nähen? Wie kompliziert ist das in der Handhabung an der Nähmaschine? :'D

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  • 3 Wochen später...

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