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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 09.07.2018 in allen Bereichen
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Myog: Pyramide mit zwei Eingängen
GirlOnTrail und 8 andere reagierte auf nivi für Thema
Am Wochenende habe ich es endlich geschafft das Innenzelt fertig zu nähen. Materialien: TPU-Nylon 40den (70g/m²), Ripstop-Nylon 30den (40g/m²), Moskitonetz (25g/m²), 3C Reißverschluss Maße: 260cm x 140cm mit 10cm Bathtub, also echt viel Platz für zwei Personen! Gewicht: 810g für das Innenzelt mit allen Schnüren Mir gefällt das Innenzelt super! Da die langen Seiten nahezu senkrecht sind, bleiben Kopffreiheit und Sitzhöhe der Pyramide erhalten. In der Mitte kann man sich sogar hinknien oder hinhocken. Ich finde es ein bisschen schade, dass das Gesamtgewicht nicht unter dem Ziel von 2kg geblieben ist. Wenn ich nochmal so ein Zelt nähen würde, würde ich wahrscheinlich einen leichteren Außenzeltstoff nehmen und eventuell einen Lüfter weglassen. Beim Innenzelt könnte man den Boden aus leichterem Stoff machen, aber mir gefällt es sehr gut, dass auf diesem Stoff nichts rutscht und er relativ stabil ist. Eine Sache stört mich noch ein bisschen: Dort wo sich die drei Reißverschlüsse treffen ist ein Loch entstanden. Wie könnte ich das sinnvoll schließen? Zwei Eingänge: Ein Bild vom Inneren: Man kann es nicht gut erkennen, aber die Stange geht durch ein Loch in der Spitze, sodass man das Außenzelt auch mal höher aufbauen kann. Achja: Die Lüfter habe ich überarbeitet, jetzt steht er von alleine.9 Punkte -
Einfach mal drübergebügelt ... TPU-Backpack
Red.Green.Blue und 3 andere reagierte auf #PackLessPlayMore für Thema
Aufgrund eines MYOG-Rückfalls (ich hatte einige Monate nicht genäht) und mit Materialien aus einem naiven MYOG-Fail kam folgender ungeplante Rucksack zur Welt: Anforderungen: größtenteils wasserdicht stabile L-Öffnung im Rücken für schnellen Zugriff Geschütztes Laptop-Fach (jaja, damit ist er schon nicht mehr klassisch UL ) hohe Seitentaschen große Netztasche Reststücke nutzen, nix Neues bestellen Das einzig besondere ist die Laptop-Tasche mit Rückenöffnung und die gebügelten Nähte. UL war nicht das oberste Ziel, aber 300g sind trotzdem noch im Rahmen meine ich. Zum Einsatz kamen u.a. 70er TPU-RipStop-Nylon-Reststücke, ein recycelter O-5C-RV mit zwei Schiebern, ein 3C-RV, ein upcycletes Tragegeschirr und recyceltes Netzfutter aus einer Jacke. Das Schnittmuster war darauf ausgelegt die Front wasserdicht zu gestalten: Hier sind alle Nähte (z.B. solche für die Netztasche) von innen mit schmalen Streifen wasserdicht (zumindest sind das die Erfahrungen aus sechs Monaten) gebügelt worden. Einige STreifen doppeln innen als Seitentaschen. Maße: Hauptfach: 68*30*17 Netztasche und zwei Seitentaschen sind 40cm hoch, Flaschentasche 17cm Durch die eingeschobene Z-Lite ist die Rückenöffnung sehr leicht und sogar einhändig zu bedienen (ein Lerneffekt daraus, dass ich bei zwei Backpacks Front-U-Öffnungen hatte, die schwer und nur zweihändig bedienbar waren). Das Laptopfach geht nicht ganz bis zum Boden, sodass die Z-Lite bei einem Sturz wohl einiges abfedert. Die RV-Schiene ist beidseitig regenverdeckt. Der Body ist nicht so hoch, muss dank RV dafür nicht elends lang heruntergerollt werden und bei maximalen Volumen ist kein Korpusstoff eingerollt. Der Rolltop-RV nutzt einen Blitzer mit integriertem Feuerstahl. Das hat mir bei Flugreisen schon häufiger den Feuerzeug-Stress beim Handgepäck erspart. Der Rucksack leistete bei Kurzausflügen und einem Trip in die USA gute Dienste. Das Tragegeschirr werde ich allerdings noch verbessern (z.B. Brustgurt oder komplett myoggen). Anders, als @Wanderfalter es gestern beim spontanen Leipziger Forumstreff prophezeite, hoffe ich, dass meine Packs dann bald auch wieder leichter werden4 Punkte -
Bergslagsleden Ein wunderschöner Wanderweg in Mittelschweden mit unglaublich guter Infrastruktur. Er ist ca 280 km lang und leicht in 10 Tagen zu schaffen. Es gibt ca alle 15 km eine halboffen Schutzhütte mit Lagerfeuerplatz. Meist wunderschön idyllisch an einem See gelegen. Die Gegend ist sehr einsam und abgeschieden. Man ist meist im Wald unterwegs. Der Pfad ist relativ anspruchsvoll da über Stock und Stein, wenig Straße oder Schotter. Und auch wenn diese Berge dort nicht hoch sind so geht es doch ganz schön bergauf und bergab. Mein Kurzbericht vom Juni diesen Jahres.3 Punkte
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Myog: Pyramide mit zwei Eingängen
fatrat und ein anderer reagierte auf nivi für Thema
Da mir in diesem Thread geholfen wurde, wollte ich gerne kurz vorstellen, was dabei rumgekommen ist. @wilbo hat mir freundlicherweise eine passende Stange gebaut, deswegen war ich heute nochmal draußen, um Fotos bei gutem Wetter machen zu können. Das Zelt habe ich mit einer Freundin zusammen gebastelt, sie hat dabei den Großteil der Näharbeit gemacht. Ein paar Eckdaten: Materialien: Silnylon 40den (60g/m²), Zeltboden (Verstärkungen), Moskitonetz (Lüfter), YKK 5C Reißverschluss Maße: Eine der sechs Seiten ist 170cm lang, also haben gegenüberliegende Ecken einen Abstand von 340cm. Die Pyramide ist 180cm hoch, obwohl ich mit 160cm geplant hatte... Gewicht: 910g für das Zelt mit allen Schnüren und 318g für die Stange Bei den Materialien habe ich vorrangig auf den Preis geschaut, daher auch der schwere Stoff. Mit 4cm Catcut zwischen den Flächen ist die Pyramide nahezu rund, wenn man alle Abspannpunkte benutzt. Mir gefällt's! Fotos: Die Lüfter mit einer Schnur abzuspannen funktioniert ganz gut, danke für den Tipp @danobaja! Die Türbefestigungen kann man auch gut mit einer Hand und Handschuhen bedienen. Zum einfacheren Aufbau kann man zwei Ecken mit Klett zusammen heften. Und die zwei Eingänge gefallen mir wirklich gut!2 Punkte -
Hallo Gemeinde, Ich tüftel wieder mal an meinem Schlafkonzept rum. Es geht darum das beste Iso-Gewichtsverhältniss bei bestmöglicher Flexibilität zu finden und würde mich über eure Konzepte freuen. Temperatur die abgedeckt werden sollte wäre so um die 0° im Idealfall bis so -3°. Es geht mir auch darum die Anzahl der Teile zu minimieren. Ausgangslage am Abend ist das alle getragene Kleidung naß ist und nachts nicht zusätzlich als Iso dient. Konzept 1: Dünner Quilt 133er Apex 510g Isojacke Cumulus 67er Apex Hoody 342g Longsleve 140g Isohose 67er Apex Hose 167g Kufa Socken 35g Das würde so bis 0° gehen, tiefer würde auf Dauer denke ich unangenehm. Es würde auch ohne das Longsleve gehen, aber die Jacke nackt auf der Haut finde ich wenn mann noch feucht ist nicht so prall. Nachteil daran ist das es viele Teile sind. Vorteil an dem Konzept ist das die Isokleidung sehr warm ist und mann nicht zwingend sofort in den Quilt muss. Gewicht: 1210g Konzept 2: mittlerer Quilt 200er Apex 750g Fleecepulli 245g Unterhemd 65g Fleecemütze 25g Longjohn 135g Das wäre so mein Favorit, da Fleece NOTFALLS unter Tags noch getragen werden kann. Unterhemd wiegt 65g da müsste mann mal testen obs ohne geht. Gewicht: 1220g Konzept 3: dicker Quilt 267er Apex 950g Windhose 80g dünnes Fleece 169g Fleecemütze 25g Das wäre vermutlich das wärmste, wenn ich statt Windhose die Longjohn nehmen würde wäre das ne sichere Bank. Vorteil ist das es wenig Teile sind und Fleece auch unter Tags tragen könnte und auch ohne diesem nachts nicht erfriere. Nachteil wäre hier das Packmaß, da bin ich nicht sicher ob da nicht der große Pack her muss. Gewicht: 1224g Gewicht mit Longjohn: 1280g Welches würdet Ihr nehmen und warum?1 Punkt
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Schnäppchen
rudidercoole reagierte auf Andreas K. für Thema
Ebenfalls bei Ebay Kleinanzeigen ein Tarptent Rainbow für 290,-€ https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/tarptent-rainbow-ultraleicht-zelt-kaum-gebraucht/903154010-230-48101 Punkt -
Schnäppchen
rudidercoole reagierte auf Andreas K. für Thema
Ein HMG Southwest 3400 Rucksack für VB 230,-€ bei Ebay Kleinanzeigen https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/hmg-southwest-3400-rucksack-wie-neu-ultralight-schwarz-m/903734661-230-64261 Punkt -
Wasserversorgung Filter
JanF reagierte auf Einzelkämpfer für Thema
Servus, benutze schon länger den MSR GUARDIAN. Kein Leichtgewicht ca. 550 Gramm soll aber auch Viren rausfiltern. Das Ding gibts inzwischen für ca. 260,00 €, der Ersatzfilter kostet c. 130,00 €. Wie lange der hält ? hängt vom Verschmutzungsgrad ab. Die Anschaffung seh ich aber auch als Krisenvorsorge. Gruß EK1 Punkt -
Wasserversorgung Filter
rudidercoole reagierte auf zeank für Thema
OT: Ja, stimmt eigentlich. Ich vergess nur immer erstens, dass es sie gibt, zweitens sie zu kaufen. Und Not ist auch nicht gleich Not. Vielleicht Not as in kommt schon mal vor auf einer Tour von vier bis zehn Tagen oder sollte eigentlich wirklich nicht vorkommen. Die Wartezeit bei Tabletten finde ich nämlich auch nicht so prickelnd. Wenn ich durstig bin, bin ich durstig und dann warten müssen, macht es nur noch schlimmer.1 Punkt -
Leipziger Stammtisch
#PackLessPlayMore reagierte auf waldgefrickel für Thema
Damn it, da ist man mal spontan n Wochenende weg, und dann verpass ich das schon wieder. Nuja—ich bin noch ne Weile in Leipzig und habe nicht vor das UL-Hobby aufzugeben. Wir sehen uns und @#PackLessPlayMore zur Not wieder beim nächsten Tapir-Flohmarkt1 Punkt -
Wasserversorgung Filter
zeank reagierte auf rudidercoole für Thema
Für eine Notfalllösung würde ich Chlortabletten nehmen. In Gegenden wo man auf einen Filter angewiesen ist würde ich sogar Sawyer Squeeze + Chlortabletten nehmen. Der Mini als Notfalllösung macht bei dem Gewicht keinen sinn, verglichen mit Chlortabletten.1 Punkt -
Der Mini ist scheiße....ich hab den schon länger. Es hängt nicht von der Anzahl Personen, sondern von der Wasserqualität ab. Auch sauber aussehende Bäche können den nach einem Liter so verstopfen, dass man dann nen halben Liter Rückspülen muss, dass wieder einigermaßen was unter viel Druck durchträufelt...und bei Wasser mit knapp über 0°C macht das nicht mal bei warmen Wetter spass da 1,5 Liter mit zu filtern mit ständigem Rückspülen usw.... Ich hab den Katadyn BeFree seit Januar. Zwei Wochen jetzt Dauereinsatz in Skandinavien - 0,5 Liter in ca. 15 Sekunden durch (in der Zeit hat man bei dem Sawyer gerade mal so viel Wasser IN die Blase gefüllt). Auch nach den zwei Wochen bei gut 4 - 5 Litern am Tag. Ab und zu nur Schütteln um den durchzuspülen. Ein Nachteil: eine der Filterfilamente ist "gebrochen". Es ist anscheinend ein Kunststoff, welcher nicht brennbar ist und auch noch "zerfällt"...es war mir nicht möglich diesen zu verschließen. Hoffe der Ersatz kommt schnell und hält länger. Wenn dieser auch kaputt ist, hole ich mir den PointOne, der eine ähnliche Durchflussrate hat, aber dann nicht mehr so schnell kaputt geht.1 Punkt
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Wasserversorgung Filter
Dean reagierte auf rudidercoole für Thema
Der Squeeze ist was die Flow Rate angeht einfach besser. Wenn man wirklich regelmäßig filtern will ist die Gewichtseinsparung beim Mini es für mich nicht wert. Denn die Einsparung geht einher mit einer deutlich niedrigeren Flow-Rate.1 Punkt -
Ausrüstungscheck: Soo, und als letztes gehe ich hier noch einmal kurz auf einige Ausrüstungsteile ein, wie gut sie sich bewährt haben und was ich das nächste mal ggf. ändern werde. Wenn ein Teil aus meiner Packliste hier nicht aufgeführt ist und ihr gern was dazu hören möchtet, dann einfach nachfragen. Genauso, wenn ihr zu bestimmten Sachen mehr Details wünscht oder Fragen habt. Wasserflaschen statt Thermosflasche: Hätte ich vorher nicht gedacht, dass das funktioniert. Selbst bei Temperaturen von unter -20°C. Selbst dass es reicht, wenn man die Flasche in eine Jacke oder Schlafsack einwickelt. Der OR-Parka kann das Wasser kaum länger warm halten. War aber in meinem Fall praktisch, da ich nicht genügend Kleidung im Rucksack hatte, um die 2. Flasche auch noch einzuwickeln. Aber klar, nach 6-8 Stunden hat man kein warmes Wasser mehr, aber das stört mich nicht. Meine Notiz zu diesem Punkt, die ich auf der Tour ins Tagebuch schrieb: „Geht echt super! Scheiß auf Thermoskanne!“ Nalgene Faltflaschen: An sich super. Die große Öffnung macht das Einfüllen von Wasser einfach. Nur dass mir eine kaputt gegangen ist, hinterlässt bei mir ein ungutes Gefühl. Hier werde ich noch schauen, ob es äquivalente Flaschen von anderen Herstellern gibt. Denn das Vertrauen in die Nalgene Flaschen ist weg und möchte damit nur ungern noch einmal losziehen. Aber wenn es keinen Ersatz gibt, werde ich wohl wieder drauf zurückgreifen. MSR Reactor: Über den MSR Reactor selbst braucht man glaub nicht viel schreiben, dazu findet man ja viele Sachen im Netz. Er startet selbst bei widrigen Bedingungen. Im Riesengebirge hatte ich eine Kartusche bei unter -20°C über Nacht draußen liegen lassen. Ich hatte ein paar Probleme, den Kocher zu starten, was aber auch daran lag, dass ein eisiger Wind wehte und die Flamme des Feuerzeugs immer wieder aus blies. Aber der Brenner zündete letztlich, brauchte aber eine Weile bis er auf Touren war. Aber es ging. Verbrauchte allerdings eine große Menge Gas. Leider ist er sehr schwer Mit anderen Gaskochern kann man viel leichter unterwegs sein. Trotzdem werde ich den Reactor bei der nächsten Tour wieder mitnehmen, da er so sagenhaft einfach zu handhaben ist. Einfach Kartusche aufdrehen, hinstellen, anzünden, Topf drauf, fertig. Kein steifer Schlauch, man benötigt keine Unterlage, man braucht keinen Windschutz, einfach hinstellen und fertig. Neben dem Gewicht finde ich noch nachteilig, dass ich draußen nicht höre, wenn das Wasser kurz vor dem Kochen ist (also so ca. 80°C). Manchmal hatte ich sogar nicht mitbekommen, dass es schon längst kocht/sprudelt. Das ist ärgerlich, da ich erstens nicht so viel heißes Wasser brauchte, gerade wenn man es zeitnah trinken möchte und es schlägt sich auf den Gasverbrauch nieder. Ich hatte noch einen Neoprenmantel für den Topf und die Kartusche und einen Wärmetauscher zum erhitzen der Gaskartusche. Bei beiden bin ich mir sehr unsicher, ob das was im Falle des Reactors bringt. Mein Gefühl sagt nein. Entweder brauche ich mehr Wärmetauscher oder einen größeren/breiteren. Das will ich vor der nächsten Tour auf jeden Fall noch einmal austesten. Zum Thema Geschwindigkeit, auf der Tour hatte ich keine Zeiten mehr gemessen aber gefühlt dauert es schon immer ziemlich lang (10min+ für 1,5l Wasser aus Schnee). Für zwei Personen würde ich zwei Kocher oder einen etwas größeren (vielleicht sogar auch einen Benzinkocher) mitnehmen. Im Netz liest man ja auch oft, dass sich die Zeit reduzieren ließe, wenn man den Schnee im Topf stark komprimiert. Meiner Erfahrung nach macht es keinen nennenswerten Unterschied, ob ich den Schnee stark komprimiere oder einfach lose in den Topf packe und immer wieder nachlege. Gas als Brennstoff: Entgegen den vielen Unkenrufen im Netz zum Thema Gas im Winter, funktionierte es tadellos! Insgesamt habe ich 17 Tage damit Schnee geschmolzen und hatte nicht einen Tag das Gefühl oder Zweifel, dass es nicht geht. Wie oben schon geschrieben, habe ich Zweifel, ob der Wärmetauscher (zumindest in dieser Form) etwas beim MSR Reactor bewirkt. Auf der Tour habe ich es so gehandhabt, dass ich die Gaskartusche kurz (für ein paar Sekunden) ins Wasser gestellt habe. Dadurch wurde das Gas wieder flüssig, was sich positiv auf den Verbrauch auswirkt. Das habe ich aber nur bei der initialen Zündung gemacht, danach, für die weiteren ein bis zwei Schmelzwassertöpfe, nicht mehr. Dazu braucht es nicht viel Wasser, vielleicht 100 – 150ml Restwasser vom Vortag. Deshalb musste ich mir auch keine Gedanken machen, wie ich die Kartuschen halbwegs warm halten kann und brauchte sie somit auch nicht mit in den Schlafsack nehmen. Ich war sehr verschwenderisch mit dem Gas, zum einen durch die häufigen Wärmflaschen und weil das Wasser fast immer unnötiger Weise gekocht hatte. So kam ich 12 Tage mit zwei 450g Kartuschen hin und musste für den letzten Abend die Dritte anreißen. Da ich den Verbrauch immer noch nicht so gut abschätzen kann, würde ich für die nächste 14-tägige Tour zwei 450g und eine 230g Kartusche (statt dreimal 450g) mitnehmen und noch einmal schauen, wie gut ich damit hinkomme und bei der Übernächsten ggf. noch weiter reduzieren. Ebenfalls entgegen der Unkenrufe zum Thema Gas im Winter, waren die beiden Kartuschen völlig leer. Vor der Entsorgung hatte ich zu Hause noch einmal versucht damit den Brenner zu starten, aber bei der einen kam gar nichts mehr raus und bei der anderen hatte der Brenner nur mal kurz geröchelt und dann war er wieder aus. Es ist aber zu beachten, dass sich diese Erfahrungen mit Gas ausschließlich auf die Verwendung mit einem MSR Reactor beruhen. Da dieser nach einem anderen dem Prinzip arbeitet, kann ich es nicht ausschließen, dass die Erfahrungen mit anderen Kochern abweichen. Bin mir aber ziemlich sicher, dass es mit einem anderen Brenner genauso gut geht. Verpflegung: Die Nusschipsfettpampenriegel (kurz NCFPR) haben sich hervorragend bewährt. Hab auch schon diverse Sommer und Frühlings/Herbst-Varianten entwickelt (mit weniger Fett und festere Konsistenz). Die einzigen Nachteile die mir spontan einfallen sind, dass sie ziemlich krümeln und man durch den hohen Fettgehalt viel Trinken muss, sonst gibt es Aufstoßen. Ich habe ja schon viel mit diversen Rezepten für Riegel (also Pemikan und Eiweiß- und Kalorienreiche Riegeln/Kuchen/undefinierbare Massen etc.) herum experimentiert und bei den meisten hatte ich immer Probleme mit der Verdauung, was sich in Form von lästigen Blähungen wieder gespiegelt hatte. Das Problem hatte ich bei den NCFPR nicht. Die kommen bei der nächsten Tour definitiv wieder mit. Ich weiß noch nicht, ob ich beim nächsten Mal nur NCFPR mitnehme oder auch wieder ein wenig Pemikan zur Abwechslung. Wenn, dann würde ich aber das Pemikan mit weniger Fett zubereiten. Ansonsten, auf jeden Fall weniger Essen mitnehmen, hatte locker rund 3kg davon wieder mit nach Hause genommen. Isomatte: Wie im Bericht schon geschrieben, die Kombination aus der gekürzten Exped Doublemat + 14mm Eva-Matte hat sich super bewährt. Auch wenn es deutlich kälter und unbequemer als eine aufblasbare Matte ist, werde ich die Kombination beibehalten. Allerdings werde ich die bereits gekürzte Doublemat noch weiter kürzen, da sie etwas zu breit war. EVA-Matten sind so einfach zu handhaben, einfach ausrollen und fertig. Im Winter würde ich deshalb keine aufblasbare Matte mehr mitnehmen. Schlafsack: Da hatte ich mich ja auch schon im Bericht ausgelassen, wie schlecht der ist. Den kann ich überhaupt nicht empfehlen Hauptkritikpunkte sind der viel zu kurze und tief sitzende Wärmekragen, die außen angebrachte Tasche und dass er einige Zeit braucht, um warm zu werden. Was er ganz gut weggesteckt hatte war Feuchtigkeit. Obwohl er am Ende richtig Nass war und damit tagsüber zu einer Eiskugel gefror, hatte ich in ihm nicht gefroren und empfand ihn auch nicht kälter als die Nächte davor (die Nächte waren da aber auch ein wenig wärmer als zuvor). Sicher ist, dass ich für die nächste Tour einen anderen Schlafsack kaufen werde. Würde Gewicht und Volumen keine Rolle spielen, dann würde ich den Ajungilak Denali nehmen. Aber der wiegt komplett fast 4kg und das Volumen ist gigantisch Der Ajungilak Tyin 5 season ist von den Specs her dem MH Bonfire sehr ähnlich. Allerdings fand ich, dass der Komfortbereich (ich würde sagen so um die -18°C) des Bonfire grenzwertig ist. Es ist nicht, dass ich gefroren hätte. In den Morgenstunden mit Temperaturen unter -20°C war es zwar durchaus okay, aber mollig ist was anderes. Anderseits könnte es auch daran gelegen haben, das oben warme Luft entwich. Deshalb schiele ich auch Richtung Daunenschlafsack, wie zum Beispiel den Cumulus Excuistic 1400. Der hätte genügend Wärmereserven und das Packmaß und das Gewicht wären geringer. Hach, anderseits hat sich Kunstfaser bei Nässe sehr gut bewährt und ich habe wegen der Daune schon ein schlechtes Gewissen. Aber in diesen Temperaturbereichen ist es schwierig mit Kunstfaser (bzgl Gewicht und Packmaß). Die Entscheidung wird mich jedenfalls noch ein Weilchen sehr beschäftigen. VBL-Sack: Das war das erste Mal, dass ich einen VBL-Sack nutzte und kam damit nicht gut zurecht. Wie im Bericht bzw. der Diskussion schon raus kam, war das Hauptproblem, dass ich den Sack oben nicht schließen konnte und so ein Luftaustausch stattfand und sich kein gutes Klima im Sack bilden konnte. Bei der nächsten Tour probiere ich es mit dem WM Hotsac. Die Rettungstüte, die ich hatte, hatte auch schon nach ein paar Tagen Löcher, so dass etwas robusteres eh nicht schlecht wäre. Schlafsachen: Bei der nächsten Tour probiere ich mal mit meinen Klamotten zu schlafen und nicht mehr in Schlafklamotten zu schlüpfen. Ich hoffe, dass ich so morgens besser aus dem Schlafsack komme, da das Umziehen entfällt (was ja eigentlich nie unangenehm war, nur die Barriere im Kopf). Zelt: Das DuoMID hat sich bestens bewährt. Kommt das nächste Mal auf jeden Fall wieder mit. Optimal wäre es, wenn es Schneelappen dran hätte. Das würde den Aufbau bzw. das Abdichten vereinfachen. Ich hatte ja im Vorfeld schon überlegt welche an mein DuoMID anzubringen. Die Frage ist aber wie (Klett oder Druckknöpfe)? Oder ich kaufe mir noch ein zweites als Winterzelt und lasse da welche annähen. Wegen der großen Grundfläche wirkt sich der Schneelappen wiederum auf das Gewicht aus. Oder ich nehme ein Solid-Inner mit. Hätte den Vorteil, dass es den Schlafsack vor Nässe schützen würde (da der Wind kein Eis mehr auf den Schlafsack spritzen kann). Das wäre gerade bei einem Daunenschlafsack von Vorteil. Außerdem macht es sich bei Pulverschnee besser, dann muss man den Schnee nicht so sehr verdichten, wie wenn man keinen Boden hat. Aber ein Inner wiegt halt auch wieder 300g+. Hmmmmm. Ja, die Entscheidung ist jedenfalls noch nicht getroffen, ob alles so bleibt, ich Schneelappen anbringe oder ein Solid-Inner mitnehme. Laubschreck: Ich hatte zwei Laubschreck, wie sie wilbo vorstellte, in verschieden Größen zum Testen mit. Ich stand denen sehr skeptisch gegenüber, bin jetzt aber voll begeistert davon. Das Packmaß ist zwar nicht so gut wie von Heringen, aber deutlich leichter und sitzen Bombenfest im Schnee. Das nächste Mal werde ich nur noch 2-4 Heringe mitnehmen und 3-5 Laubschreck. Schaufel: Die Arva Ultra hält was ihr Name verspricht. Sie ist gebaut um den Ultra-Rennreglen zu entsprechen, mehr eigentlich nicht. Wenn der Schnee nicht zu sehr mit Eisschichten durchzogen ist und man behutsam mit ihr umgeht, dann geht das schon. Ich bin jedoch in dieser Hinsicht einfach ein Grobmotoriker und werde mir deshalb eine etwas robustere zulegen. Aktuell liebäugele ich mit der MSR Responder, da sie auch einen Teleskopstiel hat. Schneesäge: Hatte ich zwar nicht dabei, aber @Heinrich hat mich auf den Trichter gebracht. Ist nicht unbedingt notwendig, aber wenn man eine Schneemauer oder Schneehöhle bauen muss, dann ist sie glaub sehr hilfreich und kann die Bauzeit enorm verkürzen. Wenn ich wieder in ein Gebiet mit ähnlichen Schneebedingungen (sehr hart und durchsetzt mit Eisschichten) fahre, dann nehme ich mal eine zum Testen mit. Rucksack vs. Pulka: Mit einer Pulka fährt es sich definitiv besser als mit 22kg auf dem Rücken, insbesondere bei Sturm. Anderseits würde ich damit nicht unbedingt auf die Berge hoch. Das müsste man dann als Tagestour machen. Stellenweise lagen auch viele Steine frei, da wäre es mit der Pulka sehr schwierig gewesen durchzukommen und man hätte einen Umweg fahren müssen. Auch die An- und Abreise ist mit einem Rucksack viel entspannter. Mit einer Pulka ist es viel zu anstrengend und wird auch mal nicht mitgenommen (zum Bsp. als Anhalter oder im Bus (beides ist uns letztes Jahr passiert)). Ein Rucksack ist schon praktischer, solange er nicht zu schwer wird. Eine Faltpulka wäre ein guter Kompromiss, ist aber mit rund 3kg viel zu schwer! @Heinrich regte eine kurze Toboggan aus Carbon an, auf die der Rucksack geschnallt wird (ähnlich zum Faltplukaprinzip). Allerdings schreckt mich der Bau(zeit)aufwand noch etwas ab. Ich habe mir fürs Packrafting einen alten Gestellrucksack gekauft und frage mich, ob man den nicht als Schlitten nutzen könnte. Man müsste halt eine Platte am Rücken anbringen, damit der Packsack nicht im Schnee schleift und damit bremst. Ski: Ich finde, dass ich mit den Ski letztes Jahr viel besser klar kam. Da schlugen sie sich bei jeder Schneeart gut. Weil sie so kurz sind, schlugen sie sich auch sehr gut im dichten Wald. Ich weiß nicht genau was diesmal das Problem war. Entweder greifen die Felle nicht mehr so gut (warum auch immer) oder, wahrscheinlicher, die Ski waren mit dem Gesamtgewicht überfordert. Letztes Jahr bin ich trotz Pulka im Schlepptau jeden Hang ohne große Mühen hoch, egal ob vereist oder lockerer Schnee. Vermutlich ist die Gewichtsobergrenze der Ski bei 80kg. Diesmal wog ich ja durch den Rucksack über 100kg. Das überforderte wohl die Ski. Ich hatte schon bei kleinsten Steigungen sehr große Problem hoch zu kommen. Was allerdings wiederum für ein Problem mit den Fellen sprechen könnte ist, dass auf den ebenen Strecken kaum druckvolles Abstoßen möglich war. Die Ski rutschen einfach durch. Was echt toll an den Ski ist, dass man beliebige Schuhe tragen kann. Das ist Top. Allerdings hat man das Problem, dass die Ski echt schwer zu kanten sind, was bei Abfahrten ein Problem ist, da man keinen Schneepflug machen kann. Es ist nicht ganz unmöglich und hängt auch stark von den verwendeten Schuhen ab. Um so steifer die Schuhe im Knöchelbereich sind, um so besser wird das Kanten gehen. Ich glaube, dass die Ski eher für Ausfahrten mit leichtem Gepäck und bei Abfahrten eher für Telemark als Schneepflug und Schwünge geeignet sind. Aber Telemark kann ich leider (noch) nicht. Für die nächste Tour werde ich mir mal die Fischer E99 mit Schuppen zulegen/ausleihen. Mal schauen, ob die besser gehen. Und je nach Tour werde ich auch lange Felle und/oder Grödel mitnehmen. Socken: Wegen dem Problem mit meinen kalten Zehen, werde ich euren Tipp mal ausprobieren und zwei Paar zusätzliche Wechselsocken mitnehmen. Ich frage mich, ob es helfen würde eine weitere Tüte über die Isosocken zu ziehen, damit sie nicht nass werden … Handschuhe: Das nächste Mal werde ich ein drittes Paar Handschuhe mitnehmen. Denn manchmal waren die Liner zu dünn und die Fäustlinge wiederum viel zu warm. Also noch ein Paar, dass von der Isolation her zw. den Linern und den Fäustlingen liegt. Dafür werde ich vielleicht die wasserfesten Überzieher zu Hause lassen. STS Mini-Karabiner: Ich hatte zwei Mini-Karabiner von STS dabei. Die sind so was von Kacke, dass ich sie zu Hause gleich weggeschmissen hatte. Die sind überhaupt nicht mit Handschuhen bedienbar und selbst ohne ein Krampf, da die Schnur immer in er Kerbe des Schnappers fest hing. Die Minikarabiner von Edelrid haben sich dagegen super geschlagen, auch mit Handschuhen.1 Punkt
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MYOG Cuben Hexamid
Idgie reagierte auf hinkelstein für Thema
Kosten: 4 yards * 30 USD+Versand = c.a. 120 Euro plus 25 Euro für den Kleber 2 Euro für die Schnüre und 1 Euro für die Linelocs (china) also grob 150 Euro. (ja, dafür bekommt man schon ein Poket Tarp von Zpacks ) Wie lange ich gebraucht habe... schwer zu sagen. Schneiden und Kleben bestimmt 2 volle Tage insgesamt. Konzept habe ich hier und da ein wenig gefeilt, ausgehend vom Tschum und vom Tramplite Hexamid. Mein schönes gefertigtes Modell ist leider irgendwann im Papierkorb gelandet. Habe mal schnell das noch mal ungefähr rekonstruiert. Wo auf Teilstück C der Strich ist, muss abgeschnitten werden (das habe ich pi mal Daumen gemacht - erst auf einen rechten Winkel gekürzt aber das hat nicht gereicht, danach musste ich weiter kürzen, in meinem Modell hatte das so funktioniert)1 Punkt -
Den habe ich mir auch schon zurecht gemacht, gut zu hören das man damit was anfangen kann Guten Trip dir weiterhin!1 Punkt
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Man muss die Reise einfach über sj.se buchen. Und zwar komplett - was Schweden betrifft. Dann übernimmt SJ nämlich die Verantwortung und wenn es hart auf hart kommt, schicken die auch ein Taxi. Ist Gang und Gäbe. Nachtrag: mit komplett meine ich, nicht nur den Zug sondern die ganze Strecke buchen. Also bspw Stockholm - Kvikkjokk. Verpasst man sämtliche Anschlüsse, so hat man Anspruch auf ein Taxi.1 Punkt
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1 Punkt
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Kurze 65km Bikepacking Runde, diesmal ohne Übernachtung. Die Ortlieb Rahmentasche wiegt sehr wenig und ist wasserdicht. Die Revelate Designs Satteltasche ist auch eine der leichtesten auf den Markt und kann ich nur empfehlen da sie fest hält an der Sattelstütze. Und die Laufbursche Hüftgurt Tasche passt perfekt dazu Die crank brothers double shot Pedale kann ich auch sehr empfehlen! Auf der einen Seite das genial funktionierende click System von cb, auf der anderen Seite das Plattform Pedal um mit normalen Schuhen auch sonst unterwegs zu sein. Und die Revelate Designs Cockpit Taschen halten Wasserflaschen griffbereit oder kleine Snacks die man dringend braucht beim biken ;-). Außerdem stecke ich in die kleinen Netztaschen meinen Müll rein oder ein Biketool. Mit solchen Taschen beschwert man das Bike wesentlich weniger als mit Gepäckträger plus Satteltaschen, ist auch dadurch agiler unterwegs und hat somit mehr Spaß! Ich befürworte also ganz stark ein Setup mit Bikepacking Taschen um tendenziell UL auch auf den Fahrrad unterwegs zu sein Warum habe ich soviel dabei bei einer solch kurzen Runde fragt ihr euch vielleicht? Bin zur Arbeit geradelt plus Übernachtung dort. Hatte also noch Ersatzklamotten und Schlafsachen etc. die.1 Punkt
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Irgendwo muss ein Segment unterteilt werden, da das Silnylon nur 150cm breit ist. Ich habe es so gemacht, weil der Saum dann parallel zu den Ripstopfäden verläuft und ich mit 11 lfm auskomme.1 Punkt
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Erste "UL"-Erfahrung im Sarek 2016/09
dermuthige reagierte auf mawi für Thema
16. Etappe: Vom Skárja zurück bis zum Bierikjávrre Schnief – nun isses soweit. Es geht auf den Rückweg. Ein letzter Rundumblick am Skarja und ich meinte geglaubt zuhaben, dass ich gar ein wenig Pippi in den Augen hatte. Hach – trotz der körperlichen Strapazen viel es mir sehr schwer zu gehen und wünschte für immer hier bleiben zu können. Der Fuß hatte sich nicht mehr erholt. Er war jetzt definitiv hinüber, so dass ich mich quasi nur noch schleichend, jeden Tritt bedacht setzend, fortbewegen konnte. Die Nacht verbrachte ich an der gleichen Stelle wie zwei Nächte davor.1 Punkt -
Erste "UL"-Erfahrung im Sarek 2016/09
dermuthige reagierte auf mawi für Thema
14. Etappe: Vuojnesvárásj (westlich der Brücke) bis zum Bierikjávrre An diesem Morgen klingelte der Wecker so früh wie noch nie auf dieser Tour. Da ich so knorke war, kam ich jedoch etwas später raus als gewünscht und war nicht wie geplant zum Sonnenaufgang auf dem Vuojnestjåhkkå. Der Aufstieg ging sehr schnell voran und der Fuß steckte die Belastung erstaunlich gut weg. Dies ärgerte mich ein wenig, weil ich aus Sorge um meinen Fuß und die Tour ggf. vorzeitig beenden zu müssen, Bergtouren bisher mied. Hier ein Blick zurück zum Zelt (links von dem Tümpel, wo sich die Sonne spiegelt): Ich hatte mir die Tour auf der Karte vorher nicht mehr angeschaut, da es ja im Prinzip immer nur nach oben ging. Von daher war ich sehr überrascht, dass sich der Aufstieg trotz schnellen Vorankommens sich ganz schön zog. Ständig dachte ich, okay noch bis da vorn und dann bin ich oben. Aber es ging immer weiter. Ganz am Anfang hatte ich zweimal überlegt wieder umzukehren, da ich dachte, dass ich eh so gut wie oben bin und lieber an diesem Tag noch zum Skarja laufe. Zum Glück fällt es mir immer schwer Besteigungen abzubrechen. Ich sage immer: ‚Eine Bergbesteigung abzubrechen ist wie mit einer Nymphomanin im Bett zu landen und dann einfach aufzustehen und zu gehen, ohne dass es zum eigentlichen Akt kam.‘ Mit zunehmender Höhe wurde die Aussicht immer phantastischer und das Thema Umkehr war vergessen. Oben angekommen, war ich doch sehr über den Weitblick überrascht. Ich warf einen Blick auf die Karte und sah das erste Mal, dass der Vuojnestjåhkkå ja fast 2000m hoch ist und somit einer der höchsten Gipfel im Sarek ist. Es war sehr verlockend von hier aus über den Spijkka und Máhtutjåhkkå zum Skarja zu gehen. Aber ohne Spikes erschien es mir zu riskant, da die Schneefelder in den Hängen vereist und somit sehr rutschig waren. Also ging es auf dem gleichen Weg wieder runter. Auf dem Abstieg entdeckte ich Spuren im Schnee. Ich bin mir unsicher, ob sie von einem Bär oder Vielfraß waren: Puuuuh, der Abstieg zog und zog und zog und zog und zog und zog und zog und zog und zog und zooooooooog sich. Das Zelt war schon von Weiten zu sehen, aber es kam und kam und kam und kaaaaaam einfach nicht näher. Ich weiß nicht, ob ich es vorher durch die Euphorie nicht bemerkte, aber jetzt bemerkte ich zunehmend, dass der Fuß ermüdet und öfters umknickt. Auch die Schmerzen nahmen deutlich zu. Am Zelt angekommen packte ich alles zusammen und zog weiter Richtung Skarja. Hier sah man sehr schön wie lang der Aufstieg war und am Abend maß ich auf der Karte nach, dass es gut 10km waren. Die Nacht verbrachte ich am Bierikjávrre. Ich fand die Stelle traumhaft schön. Die Landschaft zusammen mit der Lichtstimmung erinnerten mich an eine Prärie, wie in einem Western. Es fehlten nur noch die Indianer Leider kommt die empfundene Stimmung für mich überhaupt nicht auf den Fotos rüber:1 Punkt -
Erste "UL"-Erfahrung im Sarek 2016/09
Omorotschka reagierte auf dani für Thema
an den klasse bildern und daran dass du der lebend beweis bist, dass man den sarek auch ohne 90 liter rucksack und statt in lundhags-stiefeln auch in kaputten turnschuhen machen kann.1 Punkt -
9. Etappe: Niják bis Kisurisstugan Am Morgen hatte ich zwei Eiterstellen an den Füßen entdeckt. Die eine am linken Knöchel, an einer alten Narbe, und die andere am rechten Fuß. Da hatte ich mir am zweiten Tag einen Zeh am Fels leicht aufgeschramt, also nur ein kleiner Kratzer. Zuerst konnte ich mir beide Eiterstellen nicht erklären, insbesondere die am linken Knöchel. Dann hatte ich aber bemerkt, dass es von den Neoprensocken kam. Über beide Stellen lief genau eine breite Naht und hatte an den Stellen gescheuert und in Verbindung mit der ständigen Feuchtigkeit kam es zu den Eiterstellen. Nachdem ich die Stellen jeden Tag mit Jod behandelt hatte, waren sie schnell abgeklungen. Bei den Pflasterstreifen fühlte ich mich ein wenig stuipd-light. Beim Packen hatte ich nämlich min. die Hälfte der Pflasterstreifen rausgenommen, da ich dachte, dass ich niemals so viele Wunden haben werde. Allerdings hatte ich dabei nicht berücksichtigt, dass man ja, insbesondere bei der Feuchtigkeit, jeden Tag ein neues benötigt. Na ja, zum Glück bin ich gerade so hingekommen. Der rechte Fuß ist jetzt sichtbar geschwollen, aber das Laufen ging erstaunlich gut. Dafür schmerzte jetzt das linke Handgelenk … Ich hatte oft den Trekkingstock nicht richtig gehalten bzw. gegriffen, sondern die Hand in der Schlaufe Hängen lassen. Schwierig zu beschreiben. Jedenfalls war das voll dämlich von mir, da somit eine Sehnenscheidenentzündung vorprogrammiert war. Rollbewegungen gingen gar nicht mehr, wie zum Beispiel Isomatte einrollen, etc. Zum Glück störte es nicht allzu sehr, da ich die Hand ja gut entbehren und somit schonen konnte. Die Landschaft wurde zunehmend flacher und es mehrten sich knallrote Birkenwälder. Leider war das Licht und die Landschaft so uninteressant, dass mir kein gutes Foto gelang. Direkt aus einem Gletscher umringten Tal kommend, wirkte die Landschaft eher langweilig. Kurz vor dem Padjelantaleden wurde es wieder deutlich interessanter. Man läuft zwischen zwei großen Strömen entlang und kommt in wunderschöne Birkenwäldchen mit grün leuchtenden Lichtungen. Es hatte irgendwie was Märchenhaftes. Eigentlich hatte ich erwartet eine ranzige Hütte in Kisurisstugan vorzufinden. Aber dort angekommen, musste ich feststellen, dass da ja eine moderne Ferienanlage, bestehend aus 6-8 Häusern, steht. Zu dieser Zeit war sie natürlich geschlossen und es war „nur“ eine Hütte offen. Diese war regelrecht luxuriös mit Solarstrom und Gasheizung ausgestattet. Beim Eintreten und Ablegen des Rucksacks viel plötzlich so einiges ab und es machte sich Erschöpfung breit. Es fühlte sich ein wenig an, wie wenn ich eben von einer langen Wanderung zu Hause angekommen wäre.1 Punkt
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7. Etappe: Kapelle von Alkavare bis Skárjá Als ich morgens Austreten musste, begrüßte mich draußen ein wunderschöner weinroter Sonnenaufgang. Leider war das Spektakel schon wieder vorbei als ich die Kamera am Start hatte: Und hier noch ein Blick aus der Kapelle, der die Stimmung in der Kapelle ganz gut wiedergibt: Das Zusammenpacken dauerte länger als sonst, da alles verteilt herum lag. Im Zelt hingegen war immer alles kompakt am selben Platz und die Griffe waren somit routiniert. Bevor ich los bin hatte ich noch schnell meine Schuhe mit Tape umwickelt. Ich befürchtete noch immer, dass demnächst die Zehen rausschauen. Allerdings begann das Tape, wie befürchtet, sich nach wenigen Kilometern wieder zu lösen, so dass ich es wieder abwickelte. Wie aber schon im Vorbereitungsfaden berichtet, haben die Schuhe am Ende doch noch erstaunlich gut durchgehalten. Der Start war sehr müßig, da mein rechter Knöchel extrem schmerzte. Ca. 5 cm oberhalb des Knöchels war ein stechender Schmerz, als würde da jemand mit einer großen Nadel hineinstechen. Ich habe keinen Plan woher das gekommen sein könnte. Ich bemerkte später, dass längere Furten dem Fuß gut taten und den Schmerz kurzzeitig spürbar linderten. Massagen kamen gar nicht gut an, das hat es nur noch schlimmer gemacht. Ich vermute, dass sich entweder ein Nerv oder eine Sehne verklemmt hatte, bin mir da aber nicht sicher. Zumindest konnte ich nur noch gerade auftreten. Immer wenn ich schräg aufkam, gab es einen starken stechenden Schmerz. Zu meinem Pech verlief der erste Teil am Hang mit viel Gestrüpp und Steinen entlang, so dass ich mich im Schneckentempo fortbewegte (was ja nicht gerade meine Stärke ist). Hinter dem See ging es runter ins Álggavágge, das zwar überwiegend sumpfig war, aber dafür leicht zu laufen. Dadurch konnte ich wieder Tempo machen. (Wie man sieht war ich nicht der Erste, der das Tal durchschreitet ) (Hmmm, lecker Matsch. Hier noch voll harmlos, andernorts war man schnell mal knietief weg.) Am Ende des Álggavágge gibt es einen wunderschönen Blick auf ein Gletscher- und Gipfelpanorama. Solche Momente ließen die Schmerzen fast vergessen. Kurz darauf erreichte ich die Rentierhütte, wo ich den Gouhperjåhkå furtete. (Hey @SouthWest, wie kommt denn dein Profilbild hier rein? ) Eigentlich wollte ich hier nächtigen und hier den ein oder anderen Berg erklimmen. Aber da es wieder etwas zuzog und zu regnen begann und das Bein alles andere als fit war, entschloss ich bis zum Skárjá, dem Mittelpunkt des Sareks, weiterzuziehen. Das letzte Stück war noch einmal sehr anstrengend, da es im Hang mit viel Dickicht und Steinen entlang ging. Aber dafür mit toller Aussicht: In der Dämmerung erreichte ich dann den Skárjá, konnte aber die Schutzhüte mit dem Notruftelefon nicht finden. Da eine Menge Spuren den Hang runter gingen und ich im Netz mal ein Foto von der Hütte im Dickicht gesehen hatte, dachte ich, dass sie unten im Tal sein müsse. Es war mir aber zu müßig im Dunkeln da noch runter zu gehen, das war es mir nicht wert.1 Punkt
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UL Bikepacking: Eure Ausrüstung (und unterschiede zum Wandern)
aboyandhistree reagierte auf Freierfall für Thema
Zum Thema Taschen: Ich habe mir jetzt von bikepacking.pl die Repack X (346g) https://bikepack.pl/pl/podsiodlowe/8-repack-x.html sowie den DT Evo Harness (271g) und die DT Evo Fronttasche (166g) gegönnt. Benutze ich zusammen mit einem bereits vorhandenen Ultraheavy-duty Ortlieb Packsack. Sind gut verarbeitet und funktional, praxistest steht noch aus da ich dieses WE zwar zeit gehabt hätte aber krank zuhause bin. Mache aber gerne Bilder o.ä. falls interesse besteht. DIe besonderheit des o.g. Herstellers ist der vergleichsweise günstige Preis & dass das ganze "made in europe" ist. Mit dem 10l Packsack vorne, der Aufsatztasche und dem Seatbag bekomme ich theoretisch alles für kurze touren im Herbst (bzw. Wetter wie jetzt in NRW) unter, es ist aber sehr eng & proviant ist sehr begrenzt, mit 5-8l mehr müsste ich alles weniger komprimieren und hätte etwas platz für trockene Wechselsachen. Überlege nur noch, was für einen Framebag ich möchte, schwanke noch zwischen Apidura und der burgfyr Rahmentasche. Aber erst für nach Weihnachten....1 Punkt