Das nette an Virusgrippen dieses Jahr ist: aus Schniefen, Kopfweh und Knockout wird "na, immerhin kein COVID-19". Nachdem das aber auch fast ausgestanden wäre, Stand der Dinge:
Quilt: nachdem Cumulus mit freundlichem Bedauern auf die Hochsaison hingewiesen hat (gegönnt sei's ihnen!) und ich mir für die diversen Second-Hand-Angebote das fehlende Rückgaberecht nicht zugetraut habe... Deuter Alpstein 200 vs STS Traveller TrII large. Ersterer ist mir schlicht zu kurz und zu eng, obwohl ich die lange Fußbox mag. Und während der TrII für normale Rücken/Bauchschläfer:innen meiner Größe (ca 178cm) evtl. zu lang ist, kann ich Seitenschläfer mich an Hals und Schultern schön in den Loft vergraben. Beine anziehen? Geht. Drehen? Geht. Wieviel Platz unter so einem Quilt sein kann, hätte ich nie gedacht! Dafür sehe ich eine Chance, dass mein nächtliches Körperteile-Chaos zu Drafts und Zuglüftens und Brrs tendieren wird. Mal sehen.
Muss mir deshalb noch ein besseres System aus Knopflochlitze oä schneidern, hab zum Vergleichen beiden nur schnell Gummizüge und Tankas angebastelt. (Ja, werd die Suchfunktion bedienen. Tipps dennoch gerne!)
Isomatte: Die lokalen Wanderwarenhändler haben Uberlites und NeoAirs, toll zum Anfassen, blöd fürs Budget. Also bei Decathlon eine Trek Air-Torsomatte mitgenommen, shoutout @sknie und @ultraleichtflo nochmal für die Idee. R-Wert sommerlich (1,6) - dafür bei deutlich weniger Gewicht deutlich mehr Komfort an den richtigen Stellen als die TAR Prolite im Fundus. Raschelt nicht, schwankt nicht. An sich gut.
Aber was kommt unter die Haxen? Der Mut sagt 'der leere Rucksack', die Experimentierfreude 'mit ganzer 5mm Evazote anfangen und Nacht für Nacht nach Bedarf zuschneiden', die Erfahrung zuckt die Achseln und zeigt auf euch... also? Volle Länge kaufen wäre möglich, ja, aber mich reizt dieses Torsodings. Und sobald der übernachste Rucksack ein Pad braucht, bastel ich mir evtl eins aus einer Zlite oä.
Bugtent: Jetzt weiß ich, was @sknie mit dem merkwürdigen Schnitt des MSR Mesh House 1 meint. So sehr mir das leichte Zeltgefühl gefällt... auch wenn es 100% straff ist, streift der Schlafsack am Beindrittel. Entweder baue ich das konsistent falsch auf, oder die Geometrie ist bisserl off. Und ja, links wie rechts ist sehr viel Tarp frei. Hätte ich eine MYOG-Wünschefee, oder wahlweise Nähmaschine+Ahnung, würd ichs mit Verbesserungen (angepasste Geometrie, etwas robusterer Bodenstoff, dafür mehr Meshnetz obenrum) nachbauen. Aber so werd ich mir halt das STS Pyramid Nano umbauen, sobald es da ist.
Rucksack: Der G4Free geht retour, vermutlich wäre er super zum Basteln und Modden und Reindenken und 20€-Budget - aber halt nicht hier, jetzt&ich. Dafür macht der Fast Hike einen guten Eindruck. Wenn der Rest steht, belade ich ihn und laufe herum und finde heraus, ob er passt.
Küche: Von Freunden ein Dörrgerät geliehen, um nur mal ein bisschen mit dehydrierter Verpflegung herumzuspielen. Dass mir das so eskalierte, naja, war abzusehen. Ich dörre seit 2 Tagen, was mir in die Finger kommt... und mische heut&morgen mal in meiner Hexenküche umher. Dass ich im Schwarzwald die Kilojoules problemlos mit Supermarkt und Schnitzeltellern reinstellen könnte, geschenkt - wenn das schon der Worst Case ist, kann ich um so besser mit Ziploc-Haute Cuisine experimentieren. Resultate folgen als neuer Thread.
OT: Randnotiz: Das wird kein UL-Gramm-Sparschälen - das wird ein Selbstversuch. Hike your own hike, ich weiß. Trotzdem merke ich, wie das Fernziel gelegentlich von "mehr Freude am Draußensein" zu "fünfzig verdammte Gramm weniger" rutscht. Muss mich da gelegentlich selber am Riemen reißen, den Prozess mehr zu feiern als das Ergebnis auf der Waage.