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Ultraleicht Trekking

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Ein leichtes Hallo,

 

endlich habe ich mal die Zeit gefunden mich wieder an die Nähmaschine zu setzen und habe mal ein Tarp fabriziert. Das Tarp ist für einen Freund, der sich dieses Jahr auf den PCT begibt, der Bericht über einen Härtetest des Stöffchens folgt also in einem halben Jahr :mrgreen:

Die Grundform des Tarps ist einfach rechteckig, allerdings sind alle Nähte Kettenlinienförmig ausgefüht um das Tarp besser spannen zu können. Nach einem anderen Prototyp aus 40g/m² SilNylon war klar, dass dies mit Cat-Cut doch wesentlich besser klappt als ohne. Die Bogenhöhe ist bei allen Nähten 1cm pro Meter Naht. Die Eckmaße sind ca 1,8x2.8m.

 

Hier mal ein paar Bilder, wenn auch leider nur aus dem ranzigen Hinterhof.

 

1.) Die "Dackelgarage":

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Am hinteren Ende ist extra eine Schlaue für diese Aufbauform angebracht - etwas was ich an meinem Tarp auf dem PCT gerne gehabt hätte um bei miesem Wetter die Schotten dicht machen zu können..

 

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Der Cat-Cut an der Firstlinie ist hier ganz gut zu sehen.

 

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6 Teile Z-Lite als Größenvergleich.

 

2.) klassisches A-Frame, hinten am Boden, vorne etwas offener:

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Hier auch nochmal ein guter Blick auf die Bogenform der Firstlinie.

 

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Seitenansicht

 

3.) Die Halbpyramide:

 

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Der Cat Cut stört hier absolut nicht!

 

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Ursprünglich garnicht dafür vorgesehen, eignen sich die Flächenspanner hervorragend um bei dieser Aufbauform ein klein wenig mehr Raum zu schaffen - mit nur einem Hering.

 

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Bei der "vorderen" Naht habe ich den Catenary Cut in zwei Kurven geteilt. Das macht vorallem den Aufbau als A-Frame einfacher, aber funktioniert auch hier wunderbar um die Seite zu fixieren.

 

4.) Diamond Pitch:

 

Einfach eine Ecke abstecken und die gegenüberliegende Ecke hochziehen. Diese Aufbauform eignet sich prima bei leichtem Regen ohne Wind, bietet viel Platz und braucht nur 4 Heringe. Am besten ist es, wenn man statt Trekkingstock einen Baum nutzt!

 

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Viel Liegefläche

post-1404-0-18494300-1427037405_thumb.jp

Hier ist der Cat Cut tatsächlich ein wenig unpraktisch und sorgt für ein paar mehr Falten als üblich. Praktisch macht es aber nicht wirklich einen Unterschied..

 

 

Tarps zu nähen ist wirklich einfach (zumindest rechteckige) und ich kann es auch Anfängern empfehlen. Bei der Verarbeitung macht es absolut keinen Unterschied, ob man die Nähte gerade lässt oder in Kettenlinienform, lediglich das Anzeichnen dauert natürlich einiges länger..

 

Ich hoffe euch gefällt es!

 

Edit:

Fast das wichtigste vergessen:

Tarp alleine: 210g

Tarp incl Abspannleinen + Linelocs 247g

Beutel: 5g

Gesamt: 252g

 

Die Leinen sind übrigens 1,5mm Dyneema Schnur von ExTex, mit 1,25mm Schnur könnte man nochmal etwa 10g sparen.

 

schöne Grüße

Micha

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Gefällt mir gut weil: einfach und bewährt - 247g  :)

Würdest Du mal nen Link auf das verwendete Gleischirmnylon machen ?

Und Frage:

Alternativ zur Schlaufe um das Tarp am Ende dicht zu machen wäre ja ein tiefes Beak. Deine Variante verkürzt die Liegelänge etwas wordurch man, gerade bei schlechtem Wetter, mit dem Kopf mehr den Elementen ausgesetzt ist. Warum hast Du Dich gegen ein Beak entschieden ... oder war das kein Thema ?

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Ich bin auch Fan von Rechtecktarps aus genau diesen Gründen.

Das Material ist das übliche Ripstop-Nylon, Gleitschirm-Nylon, PU-beschichtet, 37g/qm, 2. Wahl - auch das hier ist günstig, leicht und hat sich ja bereits bei anderen Projekten bewährt.

 

Ein Beak bedeutet zwangsweise immer Zusätzliches Gewicht, ein zusätzlicher Gegenstand im Rucksack und zusätzliche Leinen und die entsprechenden Befestigungen hierfür. Näht man den Beak an, ist es zwar weniger Gedöhns, aber beschränkt die Aufbaumöglichkeiten auf nur noch das A-Frame.

 

Bei einer Liegelänge von 2,8m mache ich mir keine Sorgen 30cm zu "verlieren", zumahl das Tarp ja nicht mit der offenen Seite im Wind steht, sodass es auch nicht vorne rein regnen sollte. Wenn man sich dann ganz ans Ende legt hat man selbst mit 2m Liegelänge noch 30cm Platz nach vorne. So geschlossen wird außerdem auch nur bei echt miesem Wetter aufgebaut, so dass das eher die Ausnahme sein dürfte. Ist es nicht zu windig, so hat man ja die vollen 2,8m als Liegelänge.

KISS! :mrgreen:

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Ja ich bin etwa 1,90m. In der Pyramide ist die Liegelänge natürlich kleiner als bei den anderen Formen, aber mir reicht es aus. Es kann durchaus vorkommen, dass der Quilt mal an die Wand kommt, aber noch in einem erträglichen Rahmen. Aus diesem Grunf lege ich mich in der Regel diagonal rein, so dass das Fußende ganz hinten in der Ecke ist und mein Kopf neben dem Ausgang liegt. Hierbei hilft es enorm, die eine Seite des Eingangs nicht ganz auf dem Boden zu befestigen, sondern ein paar cm höher. Durch nur 10-15cm Leine verlängert sich die Liegefläche um ein gutes Stück! Man kann das auf dem dritten Bild der Pyramide glaube ich auch erkennen, an der rechten Seite sieht man die leicht angehobene Seite des Tarps. (Ich hoffe, dass das halbwegs verständlich ist)

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Jo, das kenne ich, habe selbst ein Tarp das gerade mal 2,45m oder so groß ist, und da geht das mit der Halpyramide nicht wirklich, dachte, wenn ich mir echt eins selbst nähen muss dann mache ich die Maße so, dass es für micht funktioniert: ganz zum Boden abgespannt und komplett gestreckt reinlegen^^

Deswegen danke für die Info :)

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Ach Menno, du verstehst das auch absichtlich falsch?^^ DIrekt das erste Bild zeigt das doch, ich wische mir dann den Kondens fein säuberlich mit der Stirn und den Füßen vom Tarp...^^ Baue das dann lieber anders auf.

Ist eh keins dass ich heute noch mitnehmen würde (aus alten UH-Bushcraft Zeiten übrig), war nur zur Erläuterung meiner Frage gedacht.

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Nicht absichtlich :???: Ich glaube aber ich versteh jetzt was du meinst.. bei 2,8m Tarplänge sollte das aber kein wirkliches Problem darstellen (wenn richtig aufgebaut). Bisher habe ich nur unter meinem Cubentarp geschlafen (das ist 1,8x2,7) und da gibts ja zum Glück quasi kein Kondens, unter der Nylonvariante wird sich sicherlich mehr sammeln. Ich kann nächste Woche mal berichten, wenn ich mit meinem Kumpel mal wieder draußen pennen kann, so dass er das Tarp testen kann. Wir werden direkt nebeneinander die selbe Aufbauvariante nutzen, um zu sehen wie sich die Tarps so schlagen.

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Und weiter gehts!

 

Heute Mittag habe ich noch schnell ein passendes Moskito Inner dazu genäht. Der Nähaufwand beschränkt sich auf wenige Nähte und ist schnell erledigt, die gesamte Arbeitszeit hierfür waren nur ca 2 Stunden.

Das Inner hat keinen Boden, dafür ist das Groundsheet zuständig, dadurch entfällt auch ein gesonderter Eingang. Man schiebt das Mesh einfach beiseite, setzt sich und hebt das Inner über sich drüber. Die Grundform habe ich von meinem Simblissity Inner Peace übernommen, aber das ganze als volle Länge erweitert.

Das Material ist das 25g/m² Moskitonetz von extex. Es macht einen guten, stabilen Eindruck und wirkt robuster als das von Simblissity verwendete Material.

Die Maße sind folgende:

Länge 225cm

Breite vorne 75cm

Höhe vorne 75cm

Breite hinten ~70cm

Höhe hinten ~45cm

 

Das Beste an der Sache ist das Gewicht: nur 138g!

 

Außerdem benötigt das Inner keinerlei zusätzlichen Heringe, es kann durch die Gummilitzen an den Ecken die Heringe des Tarps mit nutzen.

 

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Natürlich steht das Moskitozelt auch ohne Tarp!

 

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Sämtliche Abspannungen kann man von innen heraus über Minitankas einstellen :)

 

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Ohne Hintere Abspannung - geht auch, ist aber nicht so schön

 

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Unterm Tarp

 

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Im Tarpmodus wird einfach mit einem kleinen Haken an die Abspannleinen des Tarps eingehängt.

 

 

Ich hoffe euch gefällts :)

 

schöne Grüße

Micha

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Bei den Abspannungen, die Du von innen verstellen kannst ... hast Du die Schnur einfach durch ein Loch geführt oder ein kleines Knopfloch genäht oder ne Öse reingedrückt oder ... wie hast Du es vorm Ausfranseln geschützt ?

 

An den Eckpunkten mit der Abspannung habe ich von innen ein kleines Stückchen Gurtband aufgenäht in das ich vorher ein recht kurzes Knopfloch genäht, so ca 5-7mm. Das sollte den Zug ein wenig von dem Netzstoff nehmen und auch nicht ausreißen. Mit Ösen habe ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht.

 

schöne Grüße

Micha

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Hi Micha,

 

das Tarp gefällt mir so gut, dass ich es gerne nachnähen würde. Wärst Du so nett hier ein Schnittmuster bzw. die Maße der Teile bekannt zu geben. Und für mich als Nählaie wären ein paar Fotos oder Worte zur Firstline und den Abspannpunkten sehr hilfreich. Die Firstline hast du abdichten müssen, oder?

 

Liebe Grüße, Roli

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Hi Roli,

 

ein Schnittmuster hatte ich auch nicht, sondern hab das ganze einfach im Wohnzimmer auf den Boden gelegt und mit nem Zollstock die Maße darauf gezeichnet, die ich haben wollte. Die Maße sind wie im ersten Post schon geschrieben ca 1,8x2,8m und die Cat-Cuts je 1cm pro Meter Naht.

Für die Kurven habe ich auch keine Schablone oder sowas verwendet, sondern die Maße direkt mit Filzstift auf den Stoff gezeichnet: Hierfür einfach alle 10cm eine Markierung und von da aus dann die entsprechende Kurventiefe aus der Excel Tabelle mit nem Lineal übertragen. Die Punkte dann verbinden und fertig ist der Catenary Cut! Fotos werde ich demnächst mal noch machen, wenn das Wetter wieder mitspielt!

 

schöne Grüße

Micha

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Danke, verstehe. D.h. das Tarp besteht aus zwei identischen Stoffbahnen die eine Cat Cut bei der Firstline aufweisen und je zwei auf den Seiten. So ähnlich wie in meiner Skizze (übertrieben dargestellt).

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Hast du den Stoff am Rand einmal umgeschalgen oder zweimal und wie macht man selbiges bei der Firstline? Ein Foto von den Abspannpunkten wäre auch super nett, damit ich erkennen kann wie das ans innvollsten zu nähen ist. Ah, genau ;) Wie groß hast Du den Abstand von der Extraschlaufe zum hinteren Tarpende für den Dackelgaragenmodus gewählt?

 

Danke, Grüße, Roli

 

 

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Danke, verstehe. D.h. das Tarp besteht aus zwei identischen Stoffbahnen die eine Cat Cut bei der Firstline aufweisen und je zwei auf den Seiten. So ähnlich wie in meiner Skizze (übertrieben dargestellt).

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Hast du den Stoff am Rand einmal umgeschalgen oder zweimal und wie macht man selbiges bei der Firstline? Ein Foto von den Abspannpunkten wäre auch super nett, damit ich erkennen kann wie das ans innvollsten zu nähen ist. Ah, genau ;) Wie groß hast Du den Abstand von der Extraschlaufe zum hinteren Tarpende für den Dackelgaragenmodus gewählt?

 

Danke, Grüße, Roli

 

Hi Roli,

 

nicht so ganz: die Längsseiten haben nur eine durchgehende Kurve, damit umranden die Cat-Cuts quasi jeweils eine der Beiden Flächen des Tarps.

Leider habe ich kein fancy Zeichenprogramm und hab das mal manuell skizziert, ich hoffe man erkennt alles wichtige auf dem Bild:

post-1404-0-72934300-1427746495_thumb.jp

 

Die Abspannpunkte habe ich folgendermaßen genäht:

  1. Verstärkungen auf der Innenseite des Tarps annähen (bis zum Rand)
  2. äußere Kanten des Tarps umsäumen, so dass auch die Verstärkungen mit eingerollt werden
  3. zuletzt die Schlaufen auf der Außenseite angebracht
  4. abdichten

Die Außenkanten habe ich zweimal umgeschlagen, so dass die Stoffkante nicht mehr zu sehen ist und nicht ausfransen kann.

 

 

post-1404-0-49484400-1427746719_thumb.jppost-1404-0-48871500-1427746741_thumb.jp

Außenseite                                                                                    Innenseite

 

post-1404-0-04192900-1427746781_thumb.jp

Abspannpunkt an der Firstnaht vorne (man erkennt, dass dort die beiden Kurven zusammenlaufen und eine kleine Spitze ergeben)

 

Der Abspannpunkt hinten ist mittig auf die Firstnaht aufgenäht und ca 50cm von der Kante entfernt. Der letzte Prototyp hatte nur 30cm um weniger Liegelänge zu verlieren, aber das war dann letzten Endes zu niedrig. Da hatte ich nicht bedacht, dass der Abstand nicht gleich der nutzbaren Höhe ist. Die 50cm haben sich als ganz gut herrausgestellt, das ergibt dann etwa eine Höhe von 35-45cm am Fußende.

 

schöne Grüße

Micha

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Thread Nekromantie! :-) und mal wieder Fragen.. über Fragen....

1. Ist dein Kumpel den PCT gelaufen und wenn ja, wie hat sich das Tarp bewährt? :-)

2. Mir gefällt diese Tarpgröße unglaublich gut, etwas besser als die 1,50 breite Version von dir. Weil man hier mehr möglichkeiten hat (z.B. Dackelgarage).

3. Dieser Cat-Cut ist anscheinend dafür da, damit sich das Tarp besser spannen lässt, oder?

4. Bin ja noch Nähmaschinenanfänger (aber ich hab jetzt eine Juhuu) gibts irgendwas zu beachten bei der Stichart und -weite?

5. Gibts ne Empfehlung für das Nähgarn?

Ansonsten bestelle ich gerade die Stoffe und Gurtband und dann wird das mal ausprobiert :-)

Edit: und weil das ja noch nicht genug Fragen waren :-)

6. Gibt es ein Schnittmuster für das Bugnet?

bearbeitet von Bauerbyter

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  1.  Ja ist er, zumindest bis Crater Lake. Das Tarp hat sich für ihn bewährt, ich hatte auf dem PCT 2014 ein ZPacks Cuben Tarp mit den selben Maßen dabei und auch das war ok.
  2. Bedenke: je größer das Tarp, desto schwieriger ist es glatt aufzubauen und desto windanfälliger ist es. Mehr Möglichkeiten bedeutet nicht automatisch, dass es besser ist (Tatsächlich bauen die meisten Leute nur auf 1 oder 2 verschiedene Arten auf)
  3. Der Cat-Cut am First sorgt dafür, dass das Tarp faltenfreier steht, allerdings nur, wenn es als A-Frame aufgebaut wird. Bei ziemlich allen anderen Formen ist es eher schlechter dadurch (wenn auch nicht unmöglich - wie man oben sieht)
  4. Generell macht man sowas alles mit dem normalen Geradstich, Stichlänge würde ich irgendwie um die +/- 3 wählen. Die Verstärkungen sind mit Zickzack (oder Doppelzickzack?) genäht, Breite irgendwo um die 3,5-4, die Länge muss man ausprobieren.
  5. Auch wenn einige hier auf Corespun Garn schwören, bin ich kein Fan davon, weil es meiner Erfahrung nach auch nicht 100% dicht macht und man so oder so die Firstnaht abdichten muss. Dann kann man genauso 80er Alterfil nutzen.

Persönlich würde ich trotzdem zu der 1.5x3m Variante Raten..

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Wie immer vielen Dank!

okay dann bau ich zum testen erstmal das 1.5x3m Tarp, ist an sich auch einfacher zu bauen.

Nur stören mich da 2 Sachen:

1. Was ist wenn es mal so richtig schüttet... gibt es ne möglichkeit das so aufzubauen das man trocken ist? Oder ist die halbpyramide schon genug.

2. Kann man da genausogut ein Bugnet einhängen?

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vor 13 Minuten schrieb Bauerbyter:

1. Was ist wenn es mal so richtig schüttet... gibt es ne möglichkeit das so aufzubauen das man trocken ist? Oder ist die halbpyramide schon genug.

mMn (und mein Tarp ist auch ca. 1,8m breit): nein. Bzw. nur als A-Frame, dann wirds bei 1,5m aber ziemlich eng. Allerdings ist ja nicht jeden Tag Sturm. Wenn der Wind nicht die Richtung wechselt und man vllt etwas natürlichen Schutz (Bäume o.ä.) ausnutzt, geht sogar Lean-To, bei leichtem-mittlerem Regen und leichtem - mittlerem Wind. Starkregen mit Sturm mMn nur wie auf dem allerersten Bild hier im Thread, das geht (ungemütlich) aber auch mit 1,5m.

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      Als Schnittmuster habe ich mich nach einer intensiven Recherche im Internet für die Herrenjacke „Fehmarn“ von Farbenmix entschieden (siehe Bild 1).

      Bild 1: Schnittmuster
      Dabei wollte ich zusätzlich auf die Ärmelbündchen, die Taschen und den durchgehenden Reißverschluss verzichten.
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      Die Vorbereitungen waren jetzt abgeschlossen. Der Plan war in groben Zügen klar. Irgendwo habe ich dann noch eine Fotoanleitung (PDF-Datei) aufgetrieben, wo für mich als absoluten Schneider-Laien zu erkennen war, wie ich anfangen muss.
      Go - „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“ (frei nach E.Honecker)
      Dann habe ich das Schnittmuster hergenommen und dass XXL-Modell ausgeschnitten. Die von mir verwendeten Teile sind im Bild 2 zu sehen.

      Bild 2: Einzelteile in Position
      In dem Bild habe ich die Einzelteile so positioniert, wie sie ungefähr zusammengefügt werden müssen.
      1   = eine Hälfte des Vorderteils
      2   = eine Hälfte des Rückenteils
      3   = eine Hälfte der Schulterpasse
      6   = ein Arm
      10 = eine Seite der Kapuze
      11 = Mittelstreifen der Kapuze
      Schei.e! Als ich die ausgelegten Teile des Schnittmusters von oben betrachtet habe, wurde mir mit einem Schlag bewusst, was mir bevorstand. Kurven, teilweise schlimmer als bei der Alpenetappe der Tour de France hoch nach Alp d’Huez. Kurzfristig habe ich daran gedacht das Projekt zu den Akten zu legen. Kurven über Kurven, speziell die Armanschlüsse, schienen für mich auf den ersten Blick in der Klebevariante nicht vernünftig lösbar zu sein.
      Erstmal habe ich das Projekt zur Seite gelegt und überlegt, was ich mache. Nach ein paar Tagen des Grübelns und nach der Aufmunterung durch meine Frau war mein Ehrgeiz wieder erwacht.
      Dann habe ich die Teile mit der Nahtzugabe von 2 cm angezeichnet und ausgeschnitten. Bei den Teilen 1(=Vorderteil), 2(=Rückenteil), 3(=Schulterpasse), 6(=Arm) und 10(=Kapuze) habe ich das DCF-Material doppelt gelegt, weil diese Teile symmetrisch sind.
      Im Bild 3 ist zu sehen, dass ich die Ärmel ab der Mitte etwas breiter habe auslaufen lassen. Zusätzlich habe ich die Länge der Ärmelbündchen dazugegeben. Die wollte ich ja nicht haben.

      Bild 3: Arm verlaengert und verbreitert
      Ich habe lange überlegt und auch getestet, wie ich eine stabile Klebeverbindung herstellen kann. Dass es gehen muss, hat das MYOG-Projekt auf der Internetseite von extremtextil gezeigt. „Normales“ DCF hat einen etwas anderen Aufbau als das atmungsaktive DCF-Material. Bei Klebeversuchen habe ich festgestellt, dass die „weiße“ Membran-Innenseite, nicht besonders stabil ist. Die Klebeverbindung, Außenseite auf Innenseite und umgekehrt, ließ sich relativ leicht lösen. Das kannte ich von „normalem“ DCF aus meinen Test-MYOG-Projekten 1 und 2 so nicht. Mit der Außenseite, der „grau-weißen“ Seite, also Außenseite auf Außenseite, war die Klebeverbindung stabiler, aber für meine Begriffe auch nicht optimal (siehe Zugtest weiter unten).
      In den Bildern 4, 5 und 6 ist an Mustern zu sehen, wie ich letztendlich eine Klebeverbindung, Außenseite auf Außenseite, hergestellt habe.
      Zuerst habe ich die Außenseite (grau-weiß) in der Breite des DCF-Transferklebebandes (10 mm) in Richtung der Innenseite (weiß) gefaltet. Das DCF-Transferklebeband habe ich dann sozusagen auf einer gefalteten Außenseite aufgebracht und mit der anderen, ebenfalls gefalteten, Außenseite verklebt. Auf der Innenseite des DCF-Musters entsteht dann ein Steg, wie er im Bild 4 zu sehen ist.

      Bild 4: Klebeverbindung 1
      Diesen Steg lege ich dann in eine bestimmte Richtung um. In welche Richtung ich das mache, erkläre ich in einem späteren Bild. Im Bild 5 ist dieser teilweise umgelegte Steg zu sehen.

      Bild 5: Klebeverbindung 2
      Zum Abschluss einer Klebeverbindung überklebe ich den umgelegten Steg mit DCF-Reparaturklebeband (Dyneema® Composite Fabric (ehem. Cuben Fiber), Reparaturklebeband, 25mm). Das ist im Bild 6 zu sehen. Bei einer Breite des Steges von 10 mm (, wenn ich genau klebe, was mir nicht immer durchgehend gelungen ist) und einer Breite von 25 mm des DCF-Reparaturklebebandes, überlappt das DCF-Reparaturklebeband den Steg auf beiden Seiten mit 7-8 mm. Dadurch geht das DCF-Reparaturklebeband nicht nur eine Verbindung mit dem Steg ein, sondern auch mit der Innenseite des DCF-Materials. Der „glänzende“ Bereich im Bild 6 ist das DCF-Reparaturklebeband. Man sieht schön, wie es über der Verklebung liegt und auch noch rechts und links von der Verklebung Kontakt mit der Innenseite des DCF-Materials hat.

      Bild 6: Klebeverbindung 3
      Alle Stege auf der Innenseite habe ich zusätzlich mit DCF-Reparaturklebeband überklebt. Das hat das Gewicht der Regenjacke gehörig in die Höhe geschraubt. Am Schluss meines Berichts gehe ich noch auf das Gewicht der Regenjacke ein und welche Rolle das „reichlich“ verklebte DCF-Reparaturklebeband dabei gespielt hat.
      Warum habe ich das getan?
      Der erste Grund ist das negative Ergebnis eines Zugtests der Klebeverbindung.
      Bei Zugtests der Verklebung ohne DCF-Reparaturklebeband auf der Innenseite konnte ich die Verklebung unter mäßiger Kraftanstrengung lösen. Das ist mir auch mehrere Tage später gelungen. Dann habe ich den Steg auf der Innenseite umgelegt und mit DCF-Reparaturklebeband überklebt. Bei dem sofort anschließenden Zugtest ist es mir trotz äußerster Kraftanstrengung nicht mehr gelungen die Klebeverbindung zu lösen. Das DCF-Reparaturklebeband hat offenbar für eine Zugentlastung des Stegs gesorgt.
      Bleibt die Frage, ob solche extremen Zugbelastungen, wie ich sie simuliert habe, bei einer Regenjacke auftreten können.
      Den zweiten Grund für die Benutzung des DCF-Reparaturklebebandes auf der Innenseite des DCF-Materials erkläre ich etwas später.
      Zuerst habe ich die Schulterpasse (Teil 3) mit dem Rückenteil (Teil 2) verklebt. Das war kein Problem, weil die zu verklebenden Seitenkanten gerade waren. Anschließend habe ich das Vorderteil (Teil 1) an die Schulterpasse angeklebt. Alle Stege auf der Innenseite habe ich umgelegt und mit DCF-Reparaturklebeband überklebt.
      Jetzt habe ich mich an das erste „Kurventeil“, den rechten Arm, herangewagt. An den einzelnen Teilen sind Markierungen (Pfeile), die ich vom Schnittmuster auf das DCF-Material übertragen habe. Im Bild 7 ist ein solcher Pfeil zu sehen. Der Arm, das Teil unten im Bild 7, muss mit dem Teil oben genau an der Pfeilposition angeklebt werden.

      Bild 7: Markierungen
       
      Zusätzlich habe ich in regelmäßigen Abständen das gefaltete DCF-Material eingeschnitten, damit ich besser um die „Kurve“ komme. Die Einschnitte habe ich nur an dem Teil gemacht, das ich vorher aus den Teilen 1 (=Vorderteil), 2 (=Rückenteil) und 3 (=Schulterpasse) zusammengeklebt hatte.  
      Die Bilder 8, 9 und 10 zeigen das Kleben eines solchen „eingeschnittenen“ Teiles.
      Bild 8 zeigt das aufgebrachte DCF-Transferklebeband.

      Bild 8: Einschnitt mit DCF-Transferklebeband
      Bild 9 zeigt den Beginn des Ablösens der Schutzschicht vom DCF-Transferklebeband. Genau an dieser Stelle sollte die Schutzschicht vom DCF-Transferklebeband abgezogen werden. Macht man das an einer anderen Stelle, richtet sich die umgeknickte Kante wieder auf und kann nur unter großen Schwierigkeiten verklebt werden. Im Notfall muss man den Kleber mit den Finger berühren und die umgeknickte Kante wieder „flachlegen“ (Ha, der Ausdruck gefällt mir).

      Bild 9: Ablösen der Schutzschicht vom DCF-Transferklebeband
      Bild 10 zeigt den verklebten Steg an dieser Stelle.

      Bild 10: Verklebter Steg mit Markierungen
      Bild 11 zeigt einen Steg, der einige Falten enthält. Diese Falten entstehen,
      -wenn nicht sauber geklebt wird oder
      -wenn die Einschnitte zu weit auseinanderliegen oder
      -wenn es „krass“ um die Kurve geht.
      Die Abstände zwischen den Einschnitten habe ich aber absichtlich etwas größer gewählt, weil ich keine 1 cm- oder 2 cm-Stücke kleben wollte. Da wäre ich zwar besser um die „Kurven“ gekommen, aber das war mir zu viel „Fummel“-Arbeit. Nach dem Verkleben der Arme habe ich besonders faltige Stellen an den Stegen mit etwas Kraftaufwand „glattgezogen“.  
      Das mit den Falten hat mich aber weniger gestört, weil die meisten Falten innen liegen. Die Optik des DCF-Materials geht nach längerer Nutzung eh in einen „Knitterlook“ über, der angeblich die Eigenschaften von DCF nicht beeinträchtigen soll. Ich habe einige Ausrüstungsgegenstände aus DCF, die durch die jahrelange Nutzung genau diesen Knitterlook aufweisen. Einen Verlust von bestimmten Eigenschaften (zB Wasserdichtheit) konnte ich noch nicht feststellen.

      Bild 11: Verklebter Steg mit Falten
      Bild 12 zeigt ein weiteres Problem, ein kleines Loch, das entstehen kann,
      -wenn unsauber eingeschnitten wird oder
      -wenn die Einschnitte unsauber verklebt werden.

      Bild 12: Verklebter Steg mit Loch
      Genau dieses Loch ist der zweite Grund für die Verwendung des DCF-Reparaturklebebandes auf der Innenseite der Regenjacke. Um die Regenjacke an dieser Stelle trotz unsauberen Arbeitens dicht zu bekommen, lege ich den Steg einfach in Richtung des eingeschnittenen Teils um (siehe Bild 13 und 14) und überklebe ihn mit dem DCF-Reparaturklebeband.

      Bild 13: Umgelegter Steg

      Bild 14: Verklebter Steg wird mit DCF-Reparaturklebeband überklebt
      Mit dem 2.Arm bin ich ebenso verfahren.
      Das Ergebnis der für mich sehr komplizierten „Armoperation“ ist im Bild 15 zu sehen.

      Bild 15: Die Arme sind endlich dran
      Die Ärmel sind angeklebt, aber noch nicht geschlossen. Bevor ich die Arme schließen und das Vorderteil mit dem Rückenteil verbinden konnte, musste ich mir überlegen, was ich mit den Ärmelabschlüssen machen wollte.
      Ein Gedanke war eine elastische Kordel einzuziehen, wie es an vielen Regenjacken zu sehen ist. Ein anderer Gedanke war das Annähen eines Klettbandes, was auch oft Verwendung findet. Beide Varianten würden mir einen variablen und einigermaßen wasserdichten Abschluss gewähren.
      Da ich auch bei Minusgraden keine Handschuhe trage, die unter die Ärmel passen müssten, war ein variabler Ärmelabschluss eigentlich nicht unbedingt erforderlich. Deshalb habe ich mich entschieden für den Ärmelabschluss einfache Kam-Snaps zu verwenden. Das war für mich die einfachste Variante mit dem geringsten Aufwand.
      In den Bildern 16 und 17 ist zu sehen, wie ich den Ärmelabschluss einmal umklappe und verklebe und anschließend dann mit DCF-Reparaturklebeband auf der Innenseite verstärke.

      Bild 16: Armabschluss mit DCF-Transferklebeband

      Bild 17: Armabschluss mit DCF-Reparaturklebeband verstärkt
      In den Bildern 18 und 19 ist zu sehen, wie die Kam-Snaps angebracht werden.

      Bild 18: Armbund mit geöffneten Kam-Snaps

      Bild 19: Armbund mit geschlossenen Kam-Snaps
      Die Position der Kam-Snaps an den Ärmelabschlüssen habe ich durch ausprobieren bestimmt, so dass noch etwas „Luft“ zwischen Arm und Ärmel vorhanden ist.
      Jetzt habe ich das Vorderteil mit dem Hinterteil verklebt und gleichzeitig auch den dazugehörenden Arm. Auf der anderen Seite habe ich das auch getan. Das Ergebnis ist im Bild 20 zu sehen.

      Bild 20: Regenjacke nach Armverschluss
      Das Bild 21 zeigt im Gegenlicht die Verklebungen in der Breite (ca. 10 mm) des DCF-Transferklebebandes.

      Bild 21: Klebestellen im Gegenlichtbild
      Jetzt war die Kapuze an der Reihe. Bei der Kapuze habe ich mir überlegt, wie ich bei Regen und starken Winden einen festen Halt erreichen wollte. Bei meinen anderen Regenjacken wird das immer durch einen elastischen Kordelzug bewerkstelligt. Aber erstmal musste ich die 3 Teile der Kapuze verkleben. Dabei habe ich die Techniken verwendet, wie bei den anderen Teilen. In „Kurven“ habe ich das Seitenteil (Teil 10) eingeschnitten, wie bei den Armen, und dann das Seitenteil mit dem Mittelteil (Teil 11) verklebt. Mit dem anderen Seitenteil habe ich das ebenso gemacht.
      Jetzt habe ich im Vorderteil der Kapuze die Kante zweimal umgeklappt und verklebt. So ist ein Kanal für einen späteren Kordelzug entstanden. Leider habe ich von diesem Vorgang keine Bilder angefertigt.
      Zum Abschluss habe ich die Kapuze an den Torso der Regenjacke angeklebt. Dabei war es wichtig auf die Markierungen zu achten, damit die Kapuze genau in die Regenjacke eingepasst werden kann.
      Das Bild 22 zeigt die Regenjacke im fertig geklebten Zustand ohne den Reißverschluss.

      Bild 22: Regenjacke mit Kapuze und ohne Reißverschlss
      Jetzt war der Reißverschluss an der Reihe. Dafür habe ich mir Meterware (YKK AQUAGUARD 3C, Meterware, graphitgrau) nebst einem passenden Schieber von extremtextil besorgt. Den Reißverschluss habe ich auf die passende Länge zugeschnitten und oben und unten mit Metall-Endstücken versehen.
      Jetzt war die Frage: Wie befestige ich den Reißverschluss?
      Hier im Forum war die Meinung, dass es besser wäre den Reißverschluss wegen der zu erwartenden Schälbelastungen anzunähen.
      Also doch nähen.
      Dann habe wir, meine Frau und ich, versucht Probestücke des DCF-Materials mit einer einfachen Naht zu nähen. Nach ca. 1 Stunde haben wir entnervt aufgegeben. Es ist uns einfach nicht gelungen. Hier im Forum habe ich dann nach Problemen in MYOG-Nähprojekten gesucht und bin auf eine Menge von Kommentaren gestoßen, wo die unterschiedlichsten Probleme behandelt wurden. Einige habe ich auch bei unseren erfolglosen Versuchen vorgefunden, aber trotzdem habe ich das mit dem Nähen erstmal zur Seite gelegt.
      Dann habe ich mir überlegt, dass ich den Reißverschluss einfach mal einkleben könnte. Selbst wenn die Verklebung nicht richtig halten sollte, würde mir das später beim Nähen helfen, weil ich dadurch der provisorischen Befestigung des Reißverschlusses mit Stecknadeln aus dem Weg gehen würde.
      Also habe ich den Reißverschluss mit DCF-Transferklebeband eingeklebt. Schon bei der Verklebung habe ich festgestellt, dass die Klebeverbindung des Reißverschlusses mit dem DCF-Material erstaunlich stabil war. Zusätzlich habe ich auf der Innenseite den Reißverschluss mit dem DCF-Reparaturklebeband fixiert. Ein vorsichtiger Zugtest, den ich dann langsam immer weiter verstärkt habe, ergab die Erkenntnis, dass der Reißverschluss „bombenfest“ mit dem DCF-Material verbunden war. Ich war total überrascht.
      Das Bild 23 zeigt den „vorerst“ nur eingeklebten Reißverschluss.

      Bild 23: Regenjacke mit Reißverschluss
      Als letzte Arbeit habe ich das elastische Kordelband in die Kapuze eingefädelt, was im Bild 24 zu sehen ist.

      Bild 24: Regenjacke mit Kordelzug an der Kapuze
      Das Bild 25 zeigt das Endergebnis nach einem ersten Test in leichtem Regen.

      Bild 25: Das Kunstwerk ist fertig
      Gewicht
      Ich hatte ja schon angedeutet, dass das DCF-Reparaturklebeband das Gesamtgewicht der Regenjacke entscheidend beeinflusst hat. Hätte ich es nicht verwendet, würde die Regenjacke weniger als 100 g wiegen.
      DCF-Material (Stoff)                     75 g
      DCF-Reparaturklebeband und
      DCF-Transferkleber                      37 g
      Reißverschluss + Kordel             20 g
      Gesamt                                       132 g
      Das DCF-Material und den Reißverschluss habe ich exakt gewogen. Den Rest, das DCF-Reparaturklebeband und den DCF-Transferkleber (ohne Schutzschicht!!!), habe ich aus dem Gesamtgewicht der Regenjacke „herausgerechnet“. Dabei wird das Gewicht des DCF-Reparaturklebebandes den eigentlichen DCF-Transferkleber deutlich übersteigen.
      Fazit
      Den ersten Test im Regen und unter der Dusche hat die Regenjacke mit Bravour bestanden. Jetzt muss ich noch weitere Tests durchführen und prüfen, wie sich die Regenjacke im täglichen Alltag schlägt.
      Die Regenjacke macht wegen des DCF-Materials einen sehr „gebrechlichen“ Eindruck. Deshalb werde ich Tests mit dem Rucksack sehr vorsichtig angehen.
      Wenn das Problem mit dem Nähen des DCF-Materials gelöst ist, werde ich den Reißverschluss aus Sicherheitsgründen noch annähen. Man weiß ja nie…
      Ob ich das atmungsaktive DCF-Material nochmal verwenden würde?
      Ich kann es nicht genau sagen. Da bin ich zwiegespalten. Unschlagbar leicht ist es ja, wie in der obigen Rechnung zu sehen ist.
      Die nächsten Wochen müssen zeigen, was die Regenjacke kann…
       
    • Von zopiclon
      Wir haben uns entschieden mal länger als zwei Tage am Stück sinnlos durch die Gegend zu radeln.
      Allerdings erstmal mit den Rennrädern.
      Bisher sind es immer nur zwei Tage gewesen, mit minimalen Schlafsetup
      Wie üblich in dieser Szene mit
      Ultralite Notfall Bivi
      (Gruss an Trailrunning Ultralight82 )
      wenns etwas kälter wurde auch mit Seiden(hütten)schlafack in kombination mit einer isolierten Weste. Wobei wir bisher nur im Sommer solche Touren machten.
       
      Um das ganze etwas nachaltiger zu gestalten überlege ich ein etwas "besseres" Bivi zu kaufen, ein paar Gramm mehr fallen aufm Rad nicht auf, da ist das Packmass wichtiger. Hat da jemand Ideen? Sachen aus den USA zu besorgen ist kein Hinderniss
      Gibt es geschlossenzellige Matten oder Luft"matratzen" mit ultra kleinem Packmaß, denn das erachte ich bei mehr als einer Nacht als wichtig? Letzteres wohl eher, merke ich gerade *g*
      Das bessere Bivi und/oder die Matte sollte durch eine Bodenplane geschützt werden oder ist das nicht nötig?
      Bisher habe ich ab und an ein Tarp genutzt (nicht mit Rad), allerdings ist mein Eigentum recht schwer mit ~600g (FRILUFTS CONAVALLA TARP). Gibts da was leichteres, um es mit dem Rad zu benutzen?
       
      Ich peile an mit meiner 12 Liter Satteltasche/Trailsaddle zu fahren. Regenzeugs, Weste und etwas Werkzeug muss noch mit
       
      Glück Auf
    • Von Miji
      Hallo, sicher waren schon Forenmitglieder auf dem GR20 unterwegs. Wir haben den im August vor. Mein Zelt ist nicht freistehend und erfordert auch einige Heringe. Wie häufig bekommt man dort keine Heringe in die Erde? Erfahrungen mit Wind plus Zelt mit Steinen aufgebaut?
      Liebe Grüße 
    • Von einar46
      Ich denke darüber nach mir aus diesem Stoff eine Regenjacke zu machen. Der Reißverschluss soll ca. 25 cm lang werden. Das bedeutet, dass ich die Regenjacke über den Kopf anziehen muss. Den Stoff habe ich bereits.
      Jetzt meine Frage an die MYOG-Profis hier im Forum.
      Welchen Reißverschluss kann ich verwenden?
      Bei extremtextil habe ich mir die Reißverschlüsse angesehen. So richtig schlau werde ich aus den angebotenen Reißverschlüssen und den ganzen Bezeichnungen (3C, Spirale, YKK usw) nicht. Aber ich kann ungefähr formulieren, welche Eigenschaften der Reißverschluss haben sollte:
      wasserdicht weiß oder grau (wie der Stoff) Reißverschluss soll nicht überdimensioniert sein, d.h. muss zum Stoff "passen" Ich möchte die Regenjacke kleben. Das sollte auch mit dem Reißverschluss gehen oder bin ich da auf dem "falschen Dampfer" und der Reißverschluss muss angenäht werden? Danke für Eure Hilfe.
      Gruß Reinhard
    • Von dasbleibtzuhause
      GG Virga 26:

      Bei Sack und Pack im Sommer gekauft, auf 4 Wanderungen getragen. Kein Verschleiß nach gründlicher Begutachtung festzustellen.
      Technische Details:
      Gewicht: 480 gramm (laut TLS)
      Volumen: 26 liter
      Material: 210 D Cordura, 100 D Ripstop, Stretch Mesh
      Preis: 89 Euro VHB, da sehr wenig genutzt.

      Leider suche ich zur Zeit noch das dÜnne Hüftgurtband, weil ich es mal entfernt und scheinbar verlegt habe.
       
       
      Sanctuary Sil Tarp: Konische Plane bzw "tapered" cut. Neuwertig
       
      Paria Outdoor 3m + 2,15 m x 1,5 m
      Gekauft am 12.02.2019 (Amazon) und es war NIE im Einsatz, lag nur im Schrank.
      Gewicht:  285 g 
      Material: 30D Ripstop mit Sil und PU Beschichtung
      Kaufpreis: 65 Euro
      Verkaufpreis: 40 Euro, da nie in Benutzung.
       

       


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