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Ultraleicht Trekking

Barfuß Trailrunner


Gast

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Um das Thema mal wieder aufzugreifen.

Ich suche ein paar neue Treter. Bin schon viele Jahre in Barfußschuhen unterwegs.

Für den Trail waren es meist Vivo Barefoot. Von der Passform und Breite der toebox gefallen sie mir von dem, was ich kenne bisher am besten. Allerdings war die Haltbarkeit der Sohle bisher ein Problem. Inzwischen gibt es eine firm ground version der Sohle, die haltbarer sein soll, habe ich noch nicht getestet - jemand anders vielleicht?


Innov-8 habe ich letztes Jahr probiert - und hatte danach ein halbes Jahr taube kleine Zehen - für mich zu eng in der toebox, das extrem grobstollige Profil und Obermaterial waren nach erschreckend wenig Kilometerleistung auch durch.


Merrell trail gloves - war mir von der Passform auch eher zu eng, ich musste über zwei Größen Größer nehmen, bis ich das Gefühl hatte, es passt. Vor allem der äußere Bereich der toebox ist allerdings stark nach innen gerundet, sodass der effektive Platz für die Zehen dich deutlich geringer ist, als die Optik suggeriert. Nach dem letzten längeren Trail habe ich nun auch wieder einen etwas tauben kleinen Zeh. Das Mesh bekam schon nach kürzester Zeit Risse, das Profil hat es mittelmäßig schnell weggehobelt.

 

Ich bin also auf der Suche nach einem neuen Paar Schuhe.
Innov-8 und Merrell sind raus, Vivo mit neuer Sohle wäre noch mal einen Versuch wert - was gäb's denn noch?

Altras habe ich noch nicht probiert, aber eigentlich ist mir die Dicke der Sohle zu viel. Werde aber mal testweise

Xero habe ich mit den Sandalen vor Jahren angefangen, die ersten Schuhe wirken eher billig und wenig vertrauenserweckend. Auch die äußere Seite der toebox sieht ähnlich der merrells eher stark nach innen gezogen aus. Problem ist, sie in D nicht ohne weiteres bestellen/anprobieren zu können, Rücksendung nach UK ist etwas nervig. Besonders der neue Mesa Trail ist allerdings schön leicht und luftig und macht neugierig, das review auf backpackinglight liest sich auch ganz gut.
https://xeroshoes.co.uk/xero-shoes-mesatrail.html
https://backpackinglight.com/xero-shoes-mesa-trail-review/

Wie sind denn die Langzeiterfahrungen mit dem terraflex (gerade übrigens im Sale),

@danobaja

@derray

 

Und - gibt es sonst noch was spannendes, was ich nicht auf dem Radar habe?

Bearbeitet von questor
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Ist ein schöner Schuh und klar gibt es Bilder.  Der Schuh ist recht weit und beim Schnüren wirft er auch Falten auf dem Fußrücken, ich empfinde es aber nicht als störend. Ist eher ein Altagsschuh

Die Schuhe von Freet sind sehr breit geschnitten. Im Alltag laufe ich mittlerweile nur noch mit Bedrock oder Shamma Sandalen rum. Meine Füße sind seit dem recht breit geworden, so dass selbst Altras n

Die "Stabilität" (soweit man bei Barfußschuhen davon sprechen kann) gibt es bei mir immer am Mittelfuß, nicht an der Zehenbox. Das heißt: Der perfekte Barfußtrailrunner müsste für mich am Mittefuß u

Veröffentlichte Bilder

@questor , ich weiß nicht ob du den nimbleToes Trail spannend findest:

https://www.joe-nimble.com/de/herrenschuhe/sport/nimbletoes-trail-443?number=1739-179-06.0

Breite Zehenbox, mein (zweites) Paar in UK 9,5 wiegt 610 g. Abgesehen von dem individuellen Kriterium Passform finde ich hier den Service vom Hersteller (Bär Schuhe) überzeugend. An meinem ersten Paar hatten sich die Nähte an der Zehenkappe gelöst - wurde im Rahmen der 3 Jahre Herstellergarantie kostenlos und handwerklich einwandfrei (Nahtführung in den exakt gleichen Löchern) repariert.

zu XERO: Dieser Händler in Freiburg (und Berlin und Internet) hat den Hersteller im Sortiment.

https://voycontigo.de/

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vor 52 Minuten schrieb questor:

Wie sind denn die Langzeiterfahrungen mit dem terraflex (gerade übrigens im Sale),

so gut, dass ich nix anderes mehr trage. keine campschuhe mehr, ich vergess meist sie auszuziehen wenn ich angekommen bin. in der werkstatt, auf der baustelle, zum radeln, ich hab die echt so gut wie immer an, habnoch nix bequemeres gefunden.

bauartbedingt sind es halt schühchen und keine schuhe im sinne von unkaputtbar. ich hab n problemfuss, der die sohle immer durcharbeitet, die hält das beim terrex verdammt gut aus. lediglich leichte abnutzung wo andere schon kein profil mehr hätten.

ich würd mir einen etwas robusteren aussenstoff wünschen. ich ruinier meine immer im wald in den brombeeren und beim kraxeln. beim allerersten model ging die sohle ab, wurde aber anstandslos und kostenfrei ersetzt. bei allen folgenden schuhen löste sich im laufe eines jahres der oberstoff oberhalb der sohle, besonders im bereich hinter der zehenkappe, auf. ich denk, wenn man nur weg oder pfad läuft tut sich dieses problem nicht so auf wie bei mir. ich bin echt hart zu den teilen, und sehe auch deutlich den unterschied in der abnutzung zwischen problemfuss und dem anderen.

ich kauf mir jedes jahr ein neues paar. und das gerne.

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vor 7 Stunden schrieb questor:

Xero ... Auch die äußere Seite der toebox sieht ähnlich der merrells eher stark nach innen gezogen aus. 

Wie sind denn die Langzeiterfahrungen mit dem terraflex

Moin questor!

Meine Terraflex haben nun irgendwas zwischen 800 und 1000km (und noch deutlich mehr auf dem Rad) runter und ich mache mir auch Gedanken um was Neues. Ich weiß bis heute nicht, ob ich von dem Schuh überzeugt sein soll oder nicht. Erster Eindruck: Ganz schön viel Schuh für einen Barfußschuh! Und die Zehenbox ist zwar sehr weit, aber, wie du es richtig beschreibst, die Außenseite ist zu schräg geschnitten. Meine kleinen Zehen stießen an. Eine halbe Größe größer hat das Problem gelöst. War aber halt noch "mehr Schuh"...

Das Laufgefühl ist super! Grip super! Schnürung super! Eine Kleinigkeit, die mich dennoch stört: Der Rand um den Knöchel ist relativ dick. Sehr viel von dem, was darauf landet, rutscht dann weiter in den Schuh. Daher ist der Terraflex der erste Schuh, bei dem ich Verlangen nach Dirty Girl Gaiters bekam. 

Die ersten Auflösungserscheinungen zeigt de Schuh lustigerweise am Geröllband. Das sollte ja eigentlich am stabilsten sein. Die Sohle ist zu 99% noch Top.

 

Mich hat bei den Trail Gloves bisher die Pronationsstütze am meisten genervt. Laut einigen Stimmen soll die bei den 6ern kleiner ausfallen oder sogar wegfallen. Daher stehe ich gerade gedanklich zwischen dem Mesa Trail (Terraflex mit weniger Schuh) und Trailglove 6(mal sehen wie die Stütze tatsächlich aussieht).

mfg
der Ray

(Ich hätte übrigens noch Terraflex in 45 abzugeben! :-D)

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vor 1 Stunde schrieb Capere:

das aktuelle Paar Primus Trail Soft Ground

Oh, sogar die soft ground! Ich hatte mir, als die Unterscheidung SG und FG eingeführt wurde erklären lassen, dass die vorige Sohle den SG entsprechen würde, aber vielleicht haben sie da auch noch mal was gemacht...

Werde bei voycontigo mal anrufen, vieleicht haben sie den Mesa ja auch vor Ort zum mal rein schlüpfen, guter Punkt.

@Kardemumma ich habe ein paar nimble toes als Alltagsschuhe hier. Sind mir auch, was die toebox angeht eher zu schmal geschnitten.
Immer mal für den Alltag geht's, aber als Wanderschuhe scheiden die glaube ich aus.

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Die Schuhe von Freet sind sehr breit geschnitten. Im Alltag laufe ich mittlerweile nur noch mit Bedrock oder Shamma Sandalen rum. Meine Füße sind seit dem recht breit geworden, so dass selbst Altras nicht mehr so ganz richtig passen. 

Habe mir jetzt den Freet Tanga bestellt und einen richtig breiten Schuh bekommen. 

https://freetbarefoot.com/de/

Vom Preis her finde ich ihn auch ok. Haltbarkeit steht noch aus. Da ich mich an Barfussschuhe erst einmal gewöhnen muss, werde ich vorerst auch nicht damit wandern. 

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@questor (eher/sehr/zu/etwas) breit und (eher/sehr/zu/etwas) schmal sind auch wirklich subjektive Äußerungen - ich bin zwar überrascht, dass du eine breitere toebox brauchst (weil ich eigentlich dachte, ich sei der Hobbit ;-)) - aber so isset.

OT:

Vielleicht wäre eine absolute Maßangabe in Richtung: Innensohlenbreite in mm / Innensohlenlänge in mm (Breite im Verhältins zur Länge) hilfreich für einen Vergleich zwischen Modell X und Modell Y.
Für meine nimbleToes Trail in UK9,5 wäre das 95mm/284mm = 0,334.

In gleicher Länge, aber

100mm breit ergibt 0,352,

105mm breit ergibt 0,370,

110mm breit ergibt 0,387.

Keine Ahnung, ob das irgendjemand hilft.

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Natürlich ist das subjektiv - und lässt sich auch schwer bis nicht objektivieren.

Nicht nur die Sohle, auch das Obermaterial hat einen gewichtigen Anteil daran, wie breit der Schuh effektiv ist. Die Barefoot Academy hat das hier sehr schön aufbereitet, vor allem in Bezug auf die oft zu stark nach innen gezogene Außenseite der toebox.

 

Die Freet kannte ich noch gar nicht. Sind ja wirklich fair gepreist und sehen gut verarbeitet aus. Etwas skeptisch bin ich bei der toebox auch da, aber vor allem die Sohle wirkt mir vom Profil her etwas zu zahm. Und wie ob das sockenartige Obermaterial längeren trail-Einsatz übersteht, bin ich auch etwas zweifelnd...

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Die Vivobarefoot Primus Trail FG nutze ich regelmäßig für Trailläufe und Wanderungen. Die Sohle macht tatsächlich einen sehr stabilen Eindrucken, und wenn du die Einlegesohle rausnimmst ist auch das Groundfeeling super. Der Grip ist ziemlich gut, außer bei sehr nassen matschigen Trails. Bisher habe ich mit denen aber nur 200km gemacht, mal schauen...

Xero nutze ich nur den Prio für die Stadt und Straßenläufe bzw. Wanderungen auf trockenen Trails. Super Schuh, wirkt aber sehr klobig mit seinen breiten Polstern. Hab mich kürzlich mit einem Wanderer unterhalten der seinen letzten Thru Hike mit dem Mesa Trail gemacht hat und sehr zufrieden war was die Haltbarkeit angeht, aber der Grip bei Nässe soll sehr schlecht sein – was wohl auch für den Terraflex gilt. 

Bei den Merrell Trail Gloves bin ich ganz bei dir, schreckliche Passform zumindest für breite Füße, nerviger arch support und der Grip bei Nässe ist wirklich schlecht (rutsche schon wenn ich die Einfahrt hochlaufe). Gibt aber viele, denen er gut passt und gefällt. 

Auf dem Schirm habe ich noch den NimbleToes Trail von Joe Nimble, kann dir dazu aber bisher keine eigene Erfahrung berichten.

Für längere Wanderungen nehme ich Schuhe, die nicht ganz so minimal sind und etwas mehr Schutz bieten, aber deren Sohle dennoch nicht so dick ist. Momentan in Betrieb sind die Altra King MT 1.5, ein super Schuh. Minimal enger als andere Altra Schuhe, dafür eine Vibram Sole mit viel Grip und einer härteren Sohle unter der Ferse. Trotzdem wesentlich minimaler als z.B. die Lone Peak, und der Schuh ist so konzipiert, dass Wasser einfach ablaufen kann und das Material schnell trocknet.

Inov8 habe ich die TerraUltra G ausprobiert, angeblich deren breitester Schuh. Was den Grip angeht der beste Schuh den ich je anhatte, aber zu wenig Zehenfreiheit. 

Joe Nimble sammelt gerade Geld im Crowdfunding für den NimbleToe Trail Addict, sieht sehr interessant aus und ich werde berichten wenn er da ist. Ähnelt vom Konzept dem Altra King MT. 

Topo Runventure ist ein andere Modell welches eine eine ähnliche Nische fällt. Ebenfalls mit breiter Zehenbox. 

 

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vor 6 Stunden schrieb Fabrice:

aber der Grip bei Nässe soll sehr schlecht sein – was wohl auch für den Terraflex gilt. 

Kann ich nicht bestätigen. Bei meinen TerraFlex ist der Grip bei Nässe sehr gut. Wenn ich mit meiner Freundin unterwegs bin hat sie mit ihren Trail Gloves deutlich mehr Probleme.

Kennt jemand schon den Ballop Pellet?

mfg

der Ray 

Bearbeitet von derray
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vor 6 Stunden schrieb Fabrice:

aber der Grip bei Nässe soll sehr schlecht sein – was wohl auch für den Terraflex gilt. 

da schliesse ich mich dem ray an! ich find den super, egal welcher untergrund.

der prio ist bei nass gerade noch ok, aber bei schnee ist der wien paar ski.

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vor 9 Stunden schrieb Fabrice:

NimbleToe Trail Addict

Interessant, die Infos sind allerdings wiedersprüchlich.
Im FAQ ist oben von 10mm Sohle, weiter unten von 11mm+6mmStollen die Rede - dubios :unsure:
Und sie sieht so gar nicht nach 10mm und zero drop aus - schräg.
Von Revolution im Trailschuh-Markt würde ich aber nun nicht unbedingt sprechen :lol:
Ist auch ganz schön viel Schuh, gewichtsmäßig wie von der Polsterung des Obermaterials her.
Das Bild des Schuhs von oben lässt allerdings auch wieder auf eine im Außenbereich stark nach innen gezogene toebox schließen, wie bei den Alltagsmodellen, die ich habe. Vielleicht erkundige ich mich mal beim Hersteller, ob das Sizing identisch ist und ordere mal ein Paar testweise.
 

 

vor 9 Stunden schrieb Fabrice:

wesentlich minimaler als z.B. die Lone Peak

Inwiefern sind die Altra King denn weniger Schuh als die Lone Peak? Das Gewicht ist jedenfalls identisch.
Und - gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen den 1.5ern und den 2.0ern?
1.5er hat 5mm zwischensohle, aber satte 21mm stack height sohle nennt sich MaxTrac
2.0er 6mm und immer noch 19mm, Sohle nennt sich MegaGrip

Wie fallen die im Vergleich zu Vivos aus?

Danke

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Am 26.8.2020 um 17:05 schrieb derray:

Kann ich nicht bestätigen. Bei meinen TerraFlex ist der Grip bei Nässe sehr gut. Wenn ich mit meiner Freundin unterwegs bin hat sie mit ihren Trail Gloves deutlich mehr Probleme.

  

Am 26.8.2020 um 17:47 schrieb danobaja:

da schliesse ich mich dem ray an! ich find den super, egal welcher untergrund.

der prio ist bei nass gerade noch ok, aber bei schnee ist der wien paar ski.

Meine Aussage war nur Hörensagen bzw. ein persönlicher Erfahrungsbericht und Rezensionen im Internet. Ich glaube schon dass der Grip okay ist, aber viel Vertrauen habe ich in den Halt durch die mittelmäßig aggressive Außensohle nicht – zumindest auf anspruchsvollen Trails auf denen ich unterwegs bin, die oft sehr steil und matschig sind. Vielleicht liegts auch an dem Material (Xero nutzt ein härtes Gummi als Vibram angeblich, spricht zumindest für die Haltbarkeit). Freut mich jedenfalls, auch positive Berichte zu den TerraFlex zu hören, mag Xero schon gerne. Die Trail Gloves sind natürlich darunter anzusiedeln, deren Sohle ist auch eher für trockenes Terrain gemacht. 

Am 26.8.2020 um 20:58 schrieb questor:

Interessant, die Infos sind allerdings wiedersprüchlich.Im FAQ ist oben von 10mm Sohle, weiter unten von 11mm+6mmStollen die Rede - dubios :unsure:
Und sie sieht so gar nicht nach 10mm und zero drop aus - schräg.
Von Revolution im Trailschuh-Markt würde ich aber nun nicht unbedingt sprechen :lol:
Ist auch ganz schön viel Schuh, gewichtsmäßig wie von der Polsterung des Obermaterials her.
Das Bild des Schuhs von oben lässt allerdings auch wieder auf eine im Außenbereich stark nach innen gezogene toebox schließen, wie bei den Alltagsmodellen, die ich habe. Vielleicht erkundige ich mich mal beim Hersteller, ob das Sizing identisch ist und ordere mal ein Paar testweise.

Das Aussehen ist Absicht, das ist wie beim normalen Addict teilt des Konzepts. Sieht quasi nach normalem Schuh aus, ist aber Zero Drop und 10cm. In der weißen "Mittelsohle" außen verläuft eine dünne horizontale Linie, das ist dort, wo das eigentliche Fußbett beginnt. Vielmehr kann ich dir zu dem Schuh nicht sagen, bevor er ankommt. Vielleicht auch etwas doof, quasi das Versuchskaninchen für einen neuen Schuh zu spielen. Ich stimme dir zu, das Obermaterial wirkt schon relativ dick. 

Am 26.8.2020 um 20:58 schrieb questor:

Inwiefern sind die Altra King denn weniger Schuh als die Lone Peak? Das Gewicht ist jedenfalls identisch.
Und - gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen den 1.5ern und den 2.0ern?
1.5er hat 5mm zwischensohle, aber satte 21mm stack height sohle nennt sich MaxTrac
2.0er 6mm und immer noch 19mm, Sohle nennt sich MegaGrip

Wie fallen die im Vergleich zu Vivos aus?

Danke

Lone Peak 4.5 hat 25mm stack height, King MT 1.5 (nachgemessen) 19mm, wovon 6cm auf die relativ aggressiven Lugs entfallen. Hauptsächlich fehlt dem King das weiche Dämpfungsmaterial in der Mittelsohle, das erhöht das Groundfeeling und die Haltbarkeit. Im Vorfußbereich ist der Schuh extrem biegsam, im Fersenbereich scheint es eine Art Rockplate zu geben. Die Sohle des 1.5 ist übrigens auch MegaGrip.

Auf dem Papier ist der Gewichtsunterschied von LP (298g) zu King MT (241g) schon relativ hoch. Das Gefühl hatte ich auch direkt, als ich im Laden beide in die Hand genommen habe. Zum einen auf die Mittelsohle zurückzuführen, aber das Obermaterial ist beim King MT schon sehr minimal, das könnte dir gefallen. 

Was die Unterschiede zum King MT 2 sind kann ich dir nicht genau sagen. Die Daten sind recht ähnlich, der 2 hat aber Öffnungen unten in der Sohle damit das Wasser aus dem Schuh gepresst werden kann. Damit werden die Füße wahrscheinlich schon nass, wenn man über feuchtes Gras läuft. Ansonsten klingen die Veränderungen alle nach ein bisschen Marketinggeschwätz. 

Im Vergleich zu den Vivos fehlt natürlich viel Flexibilität und "Barefoot feeling", sie sind auch merkbar schwerer. Dafür kann man auch mal über spitze Steine spazieren ohne das Gesicht zu verziehen, und die Füße ermüden nicht ganz so schnell. Deswegen ist meine persönliche Wahl wie gesagt Vivos für Tageswanderungen oder einfache Overnighter, Altras für alles darüber. 

Bearbeitet von Fabrice
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Danke für den Input!

Was den Addict angeht, so war ich wie der Zufall will in Store-Nähe und habe mir den bereits existierenden Addict angesehen und probiert. Das Obermaterial und Sohle des Trail addict werden wohl anders sein, ansonsten schien er mir aber optisch schon sehr ähnlich.
Ist für mich viel zu viel Schuh. Mit Einlegesohle erst recht. Die Nimble Toes sind im Gegensatz zu anderen Barfußschuhen nicht so gefertigt, dass man sie optional mit- und ohne Innensohle nutzen kann.
Ohne Innensohle ist es etwas besser, aber man merkt dann die 'Schalenartige' Formung der Sohle, der Fuß ist darin 'eingebettet', was mir ebensowenig gefällt. Und man merkt, dass Nähte etc. nicht sauber genug verarbeitet sind, um den Schuh so zu nutzen.

Ich habe dann den NimbleToes Trail mal spaßhalber probiert, um meinen Eindruck von den Alltagsschuhen zu überprüfen.
Die Toebox hat mir besser gefallen, was den Außenbereich angeht!
Auch hier musste ich die Innensohle raus nehmen, damit sic der Fit gut anfühlte.
Allerdings hatte ich in dem Schuh durch sehr dünnes Obermaterial, zu den Zehen hin eher kurz geratene Schnürung und in alle Richtungen sehr weite Toebox kaum Halt. Das kann ich mir wiederum bergab kaum vorstellen, das gibt viel Bewegung im Schuh - und bei mir als Blasenkandidat ist da übles vorprogrammiert.

Das ist wohl insgesamt ein Stück weit generell der tradeoff - wie geräumig darf die Toebox sein, um einerseits nicht die Zehen einzuzwängen, aber andererseits den Fuß nicht im Schuh schwimmen zu lassen, vor allem bei Gefälle.
Wie geht Ihr damit um?

@Fabrice
Bei den Altras nennst Du andere Daten als auf der .eu page ersichtlich - steht andernorts anderes?
https://www.altrarunning.eu/de/king-mt-1-5.html
https://www.altrarunning.eu/de/king-mt-2.html
-> 245g, bei den 1.5ern Laufsohle: MaxTrac
https://www.altrarunning.eu/de/lone-peak-4-278.html
-> 224g

Bin gespannt, wie viel Schuh das ist, ich werde spaßenshalber wohl trotzdem mal rein schlüpfen.
Den Mesa werde ich auch noch testen - und mir die Vivo FG Sohle noch mal genau ansehen.

Sonst noch jemand ein paar Lieblinge, die wir noch nicht hatten?

Bearbeitet von questor
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Am 28.8.2020 um 11:00 schrieb questor:

Das ist wohl insgesamt ein Stück weit generell der tradeoff - wie geräumig darf die Toebox sein, um einerseits nicht die Zehen einzuzwängen, aber andererseits den Fuß nicht im Schuh schwimmen zu lassen, vor allem bei Gefälle.
Wie geht Ihr damit um?

Die "Stabilität" (soweit man bei Barfußschuhen davon sprechen kann) gibt es bei mir immer am Mittelfuß, nicht an der Zehenbox.
Das heißt: Der perfekte Barfußtrailrunner müsste für mich am Mittefuß und an der Ferse gleichmäßig (nicht zu eng) anliegen. Die Zehen sollten aber viel Spiel zum Ausbreiten haben.

mfg
der Ray

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Das hilft natürlich, war mit das, was mich an der eher kurzen Schnürung am nimble toes störte. Bei den immer leichteren, sockenartigen Übermaterialien ist da aber auch nicht mehr viel Stabilität, in Bewegung nach vorne/hinten noch am ehesten, aber gegen seitliches bewegen, wenn man schrägen begeht, wenn in der toebox in alle Richtungen Platz ist, hab ich da schnell Probleme durch die Reibung.

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Ich möchte mich auch etwas im Barfuß Trailrunning ausprobieren. Momentan habe ich nur Barfuß Freizeitschuhe von leguano. Zum Laufen nehme ich nach langem Ausprobieren Assics. Da sie die größte Fußbox von den Schuhen, die ich zu Hause habe, besitzen. Davor hatte ich auch mehrere Probleme mit Blasen, die jetzt weg sind. Aber die Fußbox ist mir trotzdem etwas zu klein. Diese Woche hatte ich einen blutigen Zeh, da sich ein Fußnagel in ihn reingebohrt hat. 

Bei vielen Barfußschuhen ist ja aber das Problem, dass die Fußbox nur so groß ist, weil die Innenkante stark nach innen geht. Dabei ist dann nicht so viel Platz mehr für den kleinen Zeh. Im bereits verlinkten Video von der Barfuß Akademy wird als Lösung genannt, Schuhe mit einer einzelnen Box für den großen Zeh zu haben. Hat jmd sowas schon ausprobiert und kann eine Marke empfehlen? Ich hab gesehen bei freet gibt es solche Modelle, die nicht so teuer sind. Ansonsten wollte ich seit längerem auch mal fivefingers ausprobieren.  Obwohl man da schon Glück haben muss, dass sie mit der eigenen Fußform passen. Denkt ihr dieses Modell hat genug Profil? https://www.vibram-fivefingers.de/vibram-fivefingers/v-trail-2.0

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vor 9 Minuten schrieb Marlene vgn:

Zum Laufen nehme ich nach langem Ausprobieren Assics

Kleiner Laufschuh-Tip: Ich nutze zum Laufen (joggen) seit Jahren Brooks Ghost. Die haben einen sehr komfortablen Vorderfußbereich, empfinde ich noch breiter als die Asics. Zu den Barfußschuhen kann ich leider nichts sagen.

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Am 24.8.2020 um 18:59 schrieb Brilo:

Die Schuhe von Freet sind sehr breit geschnitten. Im Alltag laufe ich mittlerweile nur noch mit Bedrock oder Shamma Sandalen rum. Meine Füße sind seit dem recht breit geworden, so dass selbst Altras nicht mehr so ganz richtig passen. 

Habe mir jetzt den Freet Tanga bestellt und einen richtig breiten Schuh bekommen. 

https://freetbarefoot.com/de/

Vom Preis her finde ich ihn auch ok. Haltbarkeit steht noch aus. Da ich mich an Barfussschuhe erst einmal gewöhnen muss, werde ich vorerst auch nicht damit wandern. 

Sieht auf den (Werbe-)Bildern nach nem richtig schönen Schuh aus. Gibt's davon auch "echte" Bilder?

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vor 14 Stunden schrieb yoggoyo:

Sieht auf den (Werbe-)Bildern nach nem richtig schönen Schuh aus. Gibt's davon auch "echte" Bilder?

Ist ein schöner Schuh und klar gibt es Bilder. 

Der Schuh ist recht weit und beim Schnüren wirft er auch Falten auf dem Fußrücken, ich empfinde es aber nicht als störend. Ist eher ein Altagsschuh, da er nicht besonders viel Halt gibt. Schwierige Trails würde ich nicht damit gehen, Wanderwege schon. 

Ich finde auf dem einen Bild kann man gut erkennen, dass der Schuh von vorne gesehen nicht großartig nach innen geht und dem Vorfuß seinen Platz klaut. 

Es gibt als Beilage noch feste Schnürsenkel zum Austauschen und wer einen dickeren Fuß hat, der dürfte auch mehr Halt haben, denn der Stoff an sich dehnt sich nicht. 

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Bearbeitet von Brilo
Ergänzung
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Am 24.8.2020 um 10:07 schrieb questor:

Für den Trail waren es meist Vivo Barefoot. Von der Passform und Breite der toebox gefallen sie mir von dem, was ich kenne bisher am besten. Allerdings war die Haltbarkeit der Sohle bisher ein Problem. Inzwischen gibt es eine firm ground version der Sohle, die haltbarer sein soll, habe ich noch nicht getestet - jemand anders vielleicht?

Ich hab mir vor ca 1 oder 2 Monaten die primus trail firm ground gekauft. Hatte die auf meinem letzten thru-hike auf dem bergischen Panoramasteig mit. nutzte sie seit dem Kauf auch als normale Alltagsschuhe und bin damit ab und zu joggen gewesen. Im Sauerland war ich auch schon damit.

Nach geschätzen 300 - 350km auf dem Trail (Panoramasteig + Sauerland + joggen) und vielleicht maximal 100km im Alltag (kann den Wert persönlich schwer einschätzen) ist der Schuhe aus meiner Sicht noch brauchbar. Allerdings ist schon in der ersten Woche der Kleber etwas gelöst, was die Funktion der Schuhe allerdings nicht eingeschränkt hat. Was das Profil angeht, sieht man schon deutliche Abriebe im Ballenbereich, jedoch ist der Rest der Sohle eigentlich noch in gutem Zustand. Mein Plan ist die gelöste Verklebung mit Sekundenkleber selber zu reparieren. Laut einem Kumpel der jahrelang Geld sparen musste geht das wohl ziemlich gut. Wenn ich eine persönliche Schätzung abgeben muss, würde ich sagen, dass die Sohle im Ballenbereich vielleicht noch die 500km Trailweg schaffen könnte, allerdings spätestens bei 600km wohl ihr Profil zu 95% verloren haben wird.

Ich muss auch dazu sagen, dass die Schuhe zwischendurch nass geworden sind. Und in den letzten zwei Tagen auf dem Panoramasteig wurden die komplett getränkt. Meine Socken hab ich unterwegs mehrmals ausgewrungen, weil mir das *patsch patsch patsch* geräuscht auf die Nerven gegangen ist. Gegen Ende am letzten Tag ist das Wasser sogar förmlich aus den Schuhen geschäumt. Vielleicht trug das auch dazu bei, dass sich die Verklebung an manchen Stellen besonders gelöst hat.

Aus dem Grund hab ich aktuell auch die xerosheos terraflex und xcursion ins Auge gefasst. Bin aber noch nicht sicher welchen Schuhe ich als nächstes ausprobieren will. Aber ich bin definitiv überzeugt von Barfußschuhen und werde mir vivobarefoot wohl in Zukunft als Alltagsschuhe zulegen.

Alles in allem kann ich zu den vivos sagen, dass sie mir sehr gefallen haben zum wandern. Ich hatte nur eine winzige Blase auf der Spitze von einem Zeh (was von kurzen jogging einheiten bergab gekommen sein könnte :/ ). Die Blase hat auch nicht wirklich geschmerzt. Das größte Problem waren wundgelaufene Ballen, was vermutlich daran liegt, dass meine Füße zum ersten Mal so eine Dauerbelastung in Barfußschuhen durchlebt haben. Die Ballen waren eigentlich jeden Morgen wieder fit und fingen so ab der 15km Marke an sich zu melden. Ab 20km wurde es nervig. Bei 25 - 30km haben die Füße nach Pause geschrien. Aber auch wenn die Ballen schon weh getan haben, war es doch sehr angenehm in den Schuhen zu laufen nachdem ich den Rucksack abgenommen hab. Der müsste zu den Zeitpunkten so um die 8 - 10kg gewogen haben.
Einziges (großes) Manko für mich ist, dass die Schuhe nicht aussehen, dass sie noch mehr als 200 - 300km trail aushalten. Auf der Vivo webseite steht ja, dass man den hersteller kontaktieren kann wenn die schuhe kaputt gehen, ich weiß aber nicht wie gut der support ist.

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