mawi Geschrieben 14. November 2016 Geschrieben 14. November 2016 Prolog Sooo, wie versprochen hier der Reise- und Erfahrungsbericht zu meiner Sarek-Tour vom 01.09. bis zum 23.09.2016. Der Bericht wird ein Mix aus Reisebericht und AusrĂŒstungsreview werden oder so Ă€hnlich. Es gibt leider noch kein klares Konzept und der Anfang wird etwas textlastig sein. Es kommen aber spĂ€ter mehr Bilder. Wenn es langweilig wird oder ihr mehr oder andere Infos wollt, dann gebt einfach Bescheid. Positive und negative Kritik ist willkommen. Um den Bericht etwas besser einordnen zu können, kurz ein paar Infos zu mir. Ich war schon immer ein Fan von Wandern, Berge, Trekking, etc. MehrtĂ€gige Touren mit Zelt hatte ich die letzten Jahre weniger bis gar nicht mehr gemacht, da meine Ex nicht so auf Zelten stand. Mehrwöchige (gar mehrmonatige) Touren, insbesondere Radtouren, hatte ich schon gemacht, aber noch nie lĂ€nger als 2 Tage autark (also ohne Kontakt mit Zivilisation und der Möglichkeit Verpflegung aufzufĂŒllen). Gewicht war schon öfters ein Thema und zwar immer unterwegs, wenn mir der Rucksack zu schwer war Ich kann mich gar nicht mehr erinnern warum bzw. woher der Impuls kam, zumindest hatte ich mir fĂŒr die diesjĂ€hrige Tour vorgenommen, dass der Rucksack nicht mehr als 16kg wiegen soll. Mit diesem Ziel im Hinterkopf bin ich bei meinen Recherchen schnell auf UL gestoĂen und letztlich auch auf dieses Forum. Durch viel lesen, u.a. auch hier im Forum, und vor allem durch eure vielen Tipps und DenkanstöĂen in meinem Packlistenfaden (http://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/4115-packlistenoptimierung-f%C3%BCr-sarek-92016/?page=1) konnte ich mein Gewicht drastisch reduzieren. Ohne all dem wĂ€re ich womöglich mit einem Rucksackgewicht von 25-30kg losgezogen, von daher noch einmal ein groĂes "Danke schön!" an das Forum! Dennis, dirirot, Chobostyle und 6 Weitere reagierten darauf 9
mawi Geschrieben 15. November 2016 Autor Geschrieben 15. November 2016 Vorbereitung  Grobinfos und Inspirationen ĂŒber den Sarek habe ich mir aus Blogs, Reiseberichte, Flickr und Foren angeeignet. Einige Berichte waren mega alt, da wurden noch groĂe Geheimnisse um Routen und ZugĂ€nge gemacht, sowie RucksĂ€cke mit auĂenliegenden Tragegestell empfohlen und ohne Stiefel von Lundhags kommt man da nicht mehr lebend raus ... FĂŒr die konkrete Routenplanung habe ich den "Reise Know-How WanderfĂŒhrer Sarek" von Claes Grundstein benutzt. Darin sind alle TĂ€ler und fast alle Berge beschrieben, wie und wo man am besten durch bzw. hoch/runter kommt und wo ggf. eher nicht so gut. Da ich bis dahin das stĂ€ndige Zelt auf- und abbauen nicht mochte, hatte ich viele Tagestouren eingeplant. Meine favorisierte Route und mögliche Optionen, sowie Tagestouren, hatte ich in die Karte gemalt. ZusĂ€tzlich habe ich scheinbar knifflige Passagen oder wichtige Infos aus dem Buch Stichpunktartig auf einen Notizzettel geschrieben. Der geplante (grobe) Routenverlauf war wie folgt: Kvikkjokk â Prinskullen â VallevĂĄgge â NjoatsosvĂĄgge â LouhttolĂĄhko â JiegnavĂĄgge â Alkavare kapell â ĂlggavĂĄgge â SkĂĄrja â GuhkesvĂĄgge - Sourva  Als Reisezeit hatte ich mir September ausgesucht, da zu dieser Zeit weniger Leute im Sarek unterwegs sind, es eine wunderschöne HerbstfĂ€rbung gibt, keine MĂŒcken mehr gibt, angeblich der niedrigste Wasserstand ist (bezogen auf die FlĂŒsse) und ich zu erwartendes leichtes Schneegestöber als reizvoll empfand  FĂŒr die Verpflegung hatte ich selbst zusammengemischten MĂŒslibrei, selbstgemachtes Pemmikan als Snack, 2 Tafeln Schokolade als Stimmungsmotivator und selbst gedörrte Mahlzeiten fĂŒr abends eingepackt.  MĂŒslibrei:  Snacks (Nein, die Dose landete nicht im Rucksack ):  Abendessen:  Da durch den Entschluss möglichst leicht unterwegs sein zu wollen quasi die komplette AusrĂŒstung neu war, hatte ich vorher ein paar mehrtĂ€gige TestausflĂŒge ins Berliner Umland gemacht. Dies hatte mir geholfen einen guten Eindruck von der AusrĂŒstung zu bekommen. Da aber die Wetterbedingungen nicht im geringsten Vergleichbar waren, blieb eine relative groĂe Unsicherheit bzgl. des Vertrauens in die AusrĂŒstung (insbesondere was die KĂ€lte anging).  Hier ist die AusrĂŒstung im Rucksack zu sehen (bzw. hier noch einmal nachzulesen: https://www.geargrams.com/list?id=34620)  Die Regenhose hatte ich ab dem 2. Tag immer an, war also nicht mehr im Rucksack und die Kufa-Jacke und die Hardshelle Jacke hatte ich auch sehr oft an. Dadurch war der Rucksack unterwegs fast immer rund 900g leichter als in der Liste angegeben. Die PacksĂ€cke hatte ich kurz nach dem Foto noch einmal durchgetauscht (einige rausgeworfen und wasserdichten Kompressionssack fĂŒr den Schlafsack hinzugefĂŒgt), eine Zeltstange (da ich dachte, dass ich die Trekkingstöcke fĂŒr die Tagestouren brauche), einen Kamm, 2 weitere 18650er Akkus und ein Schmerzgel (ich hatte mir drei Tage vorher beim Sport den groĂen Zeh umgeknickt/gestaucht und noch Schmerzen von den TestlĂ€ufen mit den Merrells) hinzugefĂŒgt. Damit sind noch einmal ca. 350g hinzugekommen und das finale Gewicht lag dann wohl so bei knapp 18kg. Also gaaanz weit weg von UL, was vorrangig an der Verpflegung lag. Ich hĂ€tte ein Paket nach Ritsem schicken können, war aber so kurzfristig (mental) nicht mehr in der Lage die Tour noch zu Ă€ndern. Das ist aber auf jeden Fall ein Punkt, den ich das nĂ€chste Mal irgendwie berĂŒcksichtigen werde.  Hier noch kurz die Sachen, die ich am Körper hatte  Weiter geht es dann mit der Anreise, zu der ich hoffentlich am Donnerstag komme. mtp, Zippi, Roroman und 15 Weitere reagierten darauf 18
Gast Geschrieben 15. November 2016 Geschrieben 15. November 2016 schickes abendessen! frĂŒhstĂŒck wĂ€r mir ja auf den zeiger gegangen, wĂ€ren zwiebackbrödli, kĂ€se und schoko leichter gewesen? nĂ€hrwertunterschied - k.a. esbit 241 gr - kocher und kochen fĂŒr 3 wochen?! wow. bin gespannt auf den weiteren bericht.... lg, wr
Outdoorfetischist Geschrieben 15. November 2016 Geschrieben 15. November 2016 Ich freu mich auch auf den Bericht! UL in rauheren Gefilden ist immer spannend. Weiterhin bin ich gespannt, wie sich der Ohm 2.0 mit dem Gewicht getragen hat.
SouthWest Geschrieben 15. November 2016 Geschrieben 15. November 2016 Danke dass du dir die MĂŒhe machst diesen Bericht/AusrĂŒstungsreview zu machen!
Trekkerling Geschrieben 15. November 2016 Geschrieben 15. November 2016 vor 11 Stunden schrieb mawi: ... Damit sind noch einmal ca. 350g hinzugekommen und das finale Gewicht lag dann wohl so bei knapp 18kg. Also gaaanz weit weg von UL, was vorrangig an der Verpflegung lag. ... Wenn ich das richtig verstehe, bist Du doch bei ca. 7,3 kg ohne Nahrung. Aber dafĂŒr hattest Du eine Kamera und den Delorme dabei. Wenn Du jetzt noch den Brennstoff da hin tust, wo er hingehört (Consumables), bist du bei ca. 5,9kg, was fĂŒr ein fast schon 3,5 Jahreszeiten-Setup (wegen spĂ€t im Jahr im Sarek) doch schon super ist! Passt schon!
JanF Geschrieben 15. November 2016 Geschrieben 15. November 2016 Kamera und Kommunikationsmittel gehören jetzt also nicht mehr zum Baseweight?
Trekkerling Geschrieben 15. November 2016 Geschrieben 15. November 2016 Doch, schon. Aber das sind ja eher 'Luxusartikel'. Besonders so ein umfangreiches Kameraequipment mit Stativ etc. Ginge ja auch mit Handykamera. Daher finde ich das BW mit den Sachen ganz ok.
SouthWest Geschrieben 15. November 2016 Geschrieben 15. November 2016 (bearbeitet) Zur besseren Vergleichbarkeit macht es Sinn zumindest das Gewicht des Kameraequipments abzuziehen. Das sollte aber natĂŒrlich nicht heimlich passieren (hat hier keiner gemacht), sondern erwĂ€hnt werden. In meinen Excel Listen berechne ich immer das totale Rucksackgewicht (incl Consumables), das Rucksackgewicht ohne Consumables aber mit Luxusartikeln (das offizielle Baseweight) und das "Baseweight" ohne Luxusartikel. Letzteres berechne ich nicht um so zu tun als ob ich SUL unterwegs wĂ€re, sondern zur Vergleichbarkeit (Was wĂ€re mein Baseweight wenn ich auf Fotoequipment und Kindle verzichten wĂŒrde so wie andere das tun?). Bearbeitet 15. November 2016 von SouthWest
SouthWest Geschrieben 15. November 2016 Geschrieben 15. November 2016 Warum die AnfĂŒhrungszeichen im Titel? "UL" => UL
Trekkerling Geschrieben 15. November 2016 Geschrieben 15. November 2016 Ich schÀtze mal wegen dem 7,nochwas -Rucksack. Streng nach Wikipedia-Definition ist das nicht mehr offiziell UL. (Ist mir persönlich aber egal, siehe meine Posts oben)
pielinen Geschrieben 15. November 2016 Geschrieben 15. November 2016 Ich bin auch schon sehr gespannt auf den Tourbericht, die Route sieht ja schon mal sehr interessant aus.
schrenz Geschrieben 15. November 2016 Geschrieben 15. November 2016 Besonders deine Erfahrungen mit dem ĂLA Ohm interessieren mich, da ich ihn fĂŒr lĂ€ngere Touren und Wintereinsatz auch ins Auge gefasst hab. Toller Anfang schon mal, nur warum deine Wahl auf Esbit gefallen ist kann ich nicht ganz nachvollziehen .
SouthWest Geschrieben 15. November 2016 Geschrieben 15. November 2016 vor 31 Minuten schrieb schrenz: Toller Anfang schon mal, nur warum deine Wahl auf Esbit gefallen ist kann ich nicht ganz nachvollziehen . Er hat ja hauptsĂ€chlich auf kalte KĂŒche gesetzt, mit Esbit um ab und an mal was warmes schlĂŒrfen zu können. Das wĂ€re auch nix fĂŒr mich.
mawi Geschrieben 16. November 2016 Autor Geschrieben 16. November 2016 Vielen Dank fĂŒr die vielen RĂŒckmeldungen! Ich wollte einen Titel der Interesse weckt und nicht so 0815 wie Sarek 2016/09 daherkommt Der Titel soll mehrere Dinge ansprechen. Einmal, dass es meine erste UL-Tour war, dann dass ich das erste Mal im Sarek war und schlieĂlich dass es eine Art Erfahrungsbericht ist. GrundsĂ€tzlich bin ich nicht fanatisch veranlagt und dementsprechend ist es mir egal in welcher Kategorie ich unterwegs war/bin (SUL, UL, UHL, H, mir egal). Folgt man jedoch der UL-Philosophie, dann war ich glaub nicht wirklich UL unterwegs. Schon alleine Verpflegung fĂŒr 19 Tage mitzuschleppen entspricht nicht dem UL-Gedanken. Zumal es möglich gewesen wĂ€re irgendwo ein Verpflegungspaket zu deponieren. Deshalb die AnfĂŒhrungsstriche beim UL. Eine Diskussion zu dem Thema, ob dies noch UL ist, gab es ja schon im Vorbereitungsthread. Zum Thema Luxusdinge; ich glaube, wenn ich etwas als Luxus bewerten wĂŒrde, dann wĂŒrde ich es zu Hause lassen. Zumindest bei diesem Gesamtgewicht. Klar, die Kamera bringt eine Menge Gewicht mit sich. Es sind ja nicht nur die 300g der Kamera, hinzukommen ja noch die knapp 500g der Akkus, das Stativ mit ca 650g, das Filterset usw. Eine Kamera finde ich momentan wichtig fĂŒr mich, da ich sehr gern fotografiere und fĂŒr mich geht es ja bei solch einer Tour auch um etwas zu erleben und das Ganze bildlich festzuhalten (fĂŒr mich und der Familie und Freunden daheim (und dem Forum hier natĂŒrlich )). Da das aber jeder anders sieht, gebe ich das Gesamtgewicht an. Zumal, was bringt die Vergleichbarkeit vom kleinsten gemeinsamen AusrĂŒstungsnenner, wenn das Gesamtgewicht bei knapp 20kg lag? Und wie bewertet man Kleidung, die man oft trĂ€gt, aber einige Zeit auch im Rucksack hat ( wie z.B. Handschuhe oder MĂŒtze)? Von daher denke ich, dass jeder selbst an Hand der Packliste schauen und nach GutdĂŒnken werten kann. Wenn ich was von den elektronischen GerĂ€ten zu Hause lassen mĂŒsste, dann evtl. den DeLorme.
mawi Geschrieben 17. November 2016 Autor Geschrieben 17. November 2016 @wanderrentner Bei mir ist es interessanterweise genau anders herum. Ich liebe MĂŒslibrei! Das gibt es bei mir auch fast jeden Morgen, nur mit frischem Obst. FĂŒr die nĂ€chste Tour werde ich wahrscheinlich auf die gedörrten Mahlzeiten verzichten und auf Pemmikan zurĂŒckgreifen. Da es bzgl. der Verpflegung Fragen bzw. Interesse gibt, hier noch ein paar Details. Zum FrĂŒhstĂŒck hatte ich immer einen Brei, der sich wie folgt zusammengesetzt hatte: 60-80g einer BasismĂŒslibreimischung (hier hatte ich auf 3 verschiedene Produkte zurĂŒckgegriffen), einer getrockneten Banane, min. einer weiteren Frucht (z.B. halbe Ananas, halbe Honigmelone, Mango, etc.), 10g Aroniabeeren und NĂŒsse. ZusĂ€tzlich waren je nach Geschmacksrichtung noch Kokosflocken, Leinsamen, Chia- Samen, Sesam, Hanfsamen und/oder geriebene Schokolade drin. Den Brei habe ich vor dem Aufstehen mit Wasser verrĂŒhrt und ca. 10-15min stehen lassen. In der Zwischenzeit war ich auf Toilette, hab schon ein paar Sachen zusammengepackt und/oder hab im Schlafsack gefaulenzt und die Aussicht genossen. Bei den Varianten mit der geriebenen Schokolade habe ich den Brei nach den 15min mit einem halben bis ganzen EsbitstĂŒck erwĂ€rmt, so dass die Schokolade geschmolzen ist und es einen herrlich schokoladigen und lauwarmen Brei ergeben hat. Die ersten knapp 10 Tage hatte ich auf einen Snack tagsĂŒber verzichtet. Einmal weil ich anfangs einfach nicht so hungrig war und spĂ€ter vor allem weil ich so im Laufen drinnen war und keine Lust hatte anzuhalten und den Rucksack abzusetzen. So hatte ich noch sehr viel Pemmikan ĂŒbrig. Allerdings hatte ich nach ca. 10 Tagen festgestellt, dass die eine Sorte zu schimmeln begann und somit entsorgt hatte. Bei den gedörrten Gerichten hatte ich 5 verschiedene Varianten: Szegediner Gulasch mit Sauerkraut und KĂŒrbis, Hirse mit schwarzen Bohnen und Shiitake, Polenta mit schwarzen Bohnen und GemĂŒse, Chili und ein rote Linsen-Curry. Nachdem ich das Zelt aufgebaut hatte und es als gut empfand, dann habe ich eine Mahlzeit in Wasser eingeweicht und ca. eine Stunde stehen lassen. In der Zwischenzeit hatte ich das Zelt eingerichtet, ggf. ein paar Sonnenuntergangsfotos geschossen, etc. Dann habe ich die Mahlzeit mit 4-6 (je nach Wind) StĂŒcken Esbit aufgekocht (meist mit 4). Bei den gedörrten Mahlzeiten waren die 180iger Gramm-Packungen schon am Maximum (von der Essensmenge her und was in den 900ml Topf gepasst hatte). Die Packungen mit 200g waren definitiv zu viel. Einmal konnte ich gar nicht so viel essen und sie haben ĂŒberhaupt nicht in den Topf gepasst. Die 200er Packungen hatte ich zuerst mit wenig Wasser verrĂŒhrt und eingeweicht und dann nach ca. 30min 1/3 davon entsorgt und den Rest mit Wasser aufgegossen. Da ich noch einiges an Pemmikan ĂŒber hatte, hatte ich glaub 4 oder 5 Abende Pemmikan anstatt der gedörrten Mahlzeiten gegessen. Das fand ich viel besser, da es einfach schneller und komfortabler war. Zelt aufgebaut, eingerichtet, hineingelegt, Pemmikan genossen, fertig. Deshalb werde ich wahrscheinlich bei der nĂ€chsten Tour komplett auf Pemmikan setzen (fĂŒr morgens und abends). Da das Pemmikan sehr sĂŒĂ war und ich eigentlich im Alltag auf Kohlenhydrate verzichte, hatte ich ziemliche BlĂ€hungen vom Pemmikan. Deshalb probiere ich gerade verschiedene Pemmikanrezepte bzw. -eigenkreationen mit weniger Zucker aus. Zum Esbitverbrauch; da ich morgens selten welches genutzt, abends 4-5 mal Pemmikan, 3 mal mit Holz gekocht und 2 mal mit Gas in einer HĂŒtte gekocht hatte, hatte ich min. 1/3 des Ebsits wieder mit nach Hause genommen. Ich hatte ĂŒbrigens 3 dieser kleinen Esbit PĂ€ckchen bei. Den Kocher wĂŒrde ich glaub das nĂ€chste Mal zu Hause lassen. Wenn ich wirklich nur Pemmikan + Snacks (und ggf. MĂŒslibrei) mitnehme, dann brauche ich keinen Kocher mehr. Selbst wenn, dann kann man leicht eine Kochstelle aus Steinen bauen, was ich in der Tat einige Male gemacht hatte. poigfrr, Omorotschka, Dr.Matchbox und 1 Weiterer reagierten darauf 3 1
pielinen Geschrieben 17. November 2016 Geschrieben 17. November 2016 Ja wie wars denn nun im Sarek????
Andreas K. Geschrieben 17. November 2016 Geschrieben 17. November 2016 (bearbeitet) vor 8 Minuten schrieb pielinen: Ja wie wars denn nun im Sarek???? Geduld ist eine Tugend! Am 15.11.2016 at 01:17 schrieb mawi: Weiter geht es dann mit der Anreise, zu der ich hoffentlich am Donnerstag komme. Â Bearbeitet 17. November 2016 von Andreas K. Waldfrau reagierte darauf 1 âWer ans Ziel kommen will, kann mit der Postkutsche fahren, aber wer richtig reisen will, soll zu FuĂ gehen." (Jean-Jacques Rousseau) Waldschneider auf Flickr
Gast Geschrieben 17. November 2016 Geschrieben 17. November 2016 gabs eigentlich tee? ich liebe ja teetrinken..... (was wurde denn gekocht?)
mawi Geschrieben 17. November 2016 Autor Geschrieben 17. November 2016 vor 12 Stunden schrieb pielinen: Ja wie wars denn nun im Sarek???? Na sehr schöööön! Was denn sonst?
mawi Geschrieben 17. November 2016 Autor Geschrieben 17. November 2016 vor 11 Stunden schrieb wanderrentner: gabs eigentlich tee? ich liebe ja teetrinken..... (was wurde denn gekocht?) Tee und Kaffee sind GetrĂ€nke, die ich vornehmlich in Gesellschaft trinke. Auf Arbeit trinke ich locker 2l, wenn nicht gar mehr (denn in der KĂŒche sind immer Leute, mit den man schwatzen kann). Haben auf Reisen Mitreisende Tee oder Kaffee dabei, dann bediene ich mich auch gern Aber wenn ich allein unterwegs bin, dann ist das mir einfach zu viel Aufwand. AuĂerdem tue ich mich morgens immer schwer mit dem Aufstehen. Bin ich aber einmal auf den Beinen, dann habe ich Hummeln im Hintern und muss dann los. Da hĂ€lt ein HeiĂgetrĂ€nk nur auf. Zum Kochen hatte ich gestern weiter oben noch was geschrieben oder wie ist die Frage gemeint? Omorotschka reagierte darauf 1
mawi Geschrieben 18. November 2016 Autor Geschrieben 18. November 2016 Anreise Es gibt viele Möglichkeiten nach Kvikkjokk zu kommen. Viele, die ich unterwegs getroffen hatte, sind ĂŒber Stockholm in nach Nordschweden geflogen (z.B. bis Jokkmokk oder GĂ€llivare) und von da aus das letzte StĂŒck mit dem Bus gefahren. Ich hatte diese Option im Vorfeld ebenfalls geprĂŒft und fand, dass a) fliegen (von Stockholm aus) viel teurer ist als mit dem Nachtzug, ich sehr lange Umsteigezeiten gehabt hĂ€tte (teils ĂŒber Nacht) und c) somit nicht schneller in Kvikkjokk gewesen wĂ€re als mit dem Nachtzug. Am liebsten wĂ€re ich mit dem Zug von Berlin nach Kvikkjokk (bzw. Murjek) gefahren, aber das hĂ€tte mir je Strecke 2 Tage zusĂ€tzlich gekostet. Das wĂ€ren dann also 8 Tage An- und Abreise gewesen und preislich war es ĂŒberhaupt nicht attraktiv. Eine weitere Möglichkeit ist noch mit dem Auto hochzufahren. Ich hatte mich schlieĂlich entschieden bis nach Stockholm zu fliegen und von da aus den Nachtzug weiterzureisen. Berlin - Stockholm Am Mittag des 01.09.2016 bin ich dann von Berlin Tegel nach Stockholm geflogen. Da der Rucksack inkl. der Seitentaschen randvoll war, hatte ich ihn am Flughafen in Folie einwickeln lassen. Was fĂŒr eine Verschwendung, aber ohne Folie wĂ€re womöglich so einiges herausgefallen. In Stockholm angekommen, musste ich beim Auspacken des Rucksacks feststellen, dass es keine gute Idee war das Esbit in die Seitentaschen zu packen. Es waren bestimmt 20% zerbröselt Auch unterwegs hat es sich immer weiter aufgelöst, da die einzelnen StĂŒcke im Beutel aneinander gerieben haben. Es gibt Dinge, die macht man nur einmal Das nĂ€chste Mal werde ich das Esbit nicht in einen Zip-Beutel tun, um das Gewicht der Pappschachtel zu sparen. Der Kochtopf, der ebenfalls in der Seitentasche war, hatte auch gelitten und war etwas verzogen. Zum GlĂŒck lies er sich wieder zurecht drĂŒcken. Vom Flughafen bin ich dann mit dem Bus (kostet ca. 30 Euro und benötigt ca. 40min) in die Innenstadt von Stockholm gefahren. Dort hatte ich ich ca. 3 Stunden Aufenthalt, die ich fĂŒr einen kleinen Stadtbummel und Abendessen genutzt hatte. Die 30Euro kann man sich aber auch sparen, indem man am Flughafen die Zeit totschlĂ€gt und da in den Zug einsteigt. In diesem Fall wird aber eine FlughafengebĂŒhr in Höhe von rund 5Euro (oder waren es 8,5Euro?) fĂ€llig. Stockholm - Murjek Um 18:10 Uhr bin ich dann mit dem Nachtzug nach Murjek gefahren. Das war das erste Mal seit Asien, dass ich so viele Backpacker in einem Zug bzw. am Bahnhof gesehen hatte. Mind. 80% der FahrgĂ€ste waren Wanderer. Ich hatte ein Bett im Schlafwagen gebucht und muss sagen, dass sich der Aufpreis definitiv lohnt. Die Betten sind sehr komfortabel (fĂŒr einen Schlafwagen aus den 70/80igern?) und man ist am nĂ€chsten Tag relativ fit. Am Morgen gab es dann lecker Kaffee, der zwar recht teuer war, aber dafĂŒr mit unbegrenzt NachfĂŒllen Bezahlen kann man ĂŒbrigens mit der Kreditkarte. Essens-technisch war das Angebot im Speisewagen sehr spartanisch und beim Blick auf die Zutatenlisten verging einem ordentlich der Appetit. AuĂerdem gab es fĂŒr Vegetarier bzw. Veganer sowieso nichts. Man ist also gut beraten sein eigenes FrĂŒhstĂŒck mitzubringen. Das Zugticket und die Bustickets hatte ich ĂŒbrigens vorher ĂŒber die https://www.sj.se Seite gebucht. Leider ist die Seite nicht besonders gut. Es werden einem nĂ€mlich nicht alle möglichen Verbindungen angezeigt, sondern nur eine (und das ist leider nicht immer die optimale ). Hier muss man sich selbst helfen und schauen, von wo die Busse nach Kvikkjokk fahren. Hierzu schaut man am besten auf dieser Seite nach und orientiert sich da an den ZeitplĂ€nen: http://www.ltnbd.se/timetables/61/0/ Auf der sj Seite gibt man dann bei der Suche im Via-Feld den Umsteigebahnhof an. In meinem Fall von Stockholm C via Murjek nach Kvikkjokk. Die gröĂte HĂŒrde ist das Bezahlen. Ich brauchte 10!!! Versuche, bis es funktionierte. Die FAQ der Seite sagt zu diesem Problem lediglich, dass meistens die Karte nicht gedeckt sei. Das war aber bei mir nicht der Fall. Ein Bremer, den ich unterwegs getroffen hatte, hatte das gleiche Problem. Er buchte dann die Tickets ĂŒber ein ReisebĂŒro. Ansonsten kann man die Tickets auch vor Ort am Schalter bzw. Automaten kaufen oder im Zug selbst. Die Bustickets können ebenfalls direkt beim Fahrer erworben werden, aber nur mit Kreditkarte (kein Bargeld!). Da es in der Hochsaison sehr voll sein kann, ist man auf der sicheren Seite, wenn man die Tickets bereits im Vorfeld bucht. Murjek - Jokkmokk Als wir in Murjek hielten, hatte ich fast meinen Ausstieg verpasst, da ich dachte, dass wir noch irgendwo in der Pampa stehen. Der Bahnsteig am hinteren Ende ist vom Zuginneren nicht als solcher zu erkennen. Da aber die Zugbegleiter sich notieren wie viele wo aussteigen, hatte man freundlicher weise auf mich gewartet Der Zugbegleiter wollte gerade nach mir schauen kommen, als ich ausstieg (ich war der Einzige der ausgestiegen ist). Der Zug kam mit einer Stunde VerspĂ€tung in Murjek an. Laut Mitreisenden sei das eine sehr gute Zeit gewesen, denn der Zug könne durchaus auch mal 4-6Stunden VerspĂ€tung haben. Das sollte man bei der Planung beachten, wenn man zu knappe Umsteigezeiten hat. Allerdings warten angeblich meistens die AnschlusszĂŒge (deshalb notieren sich die Zugbegleiter auch wer wo aussteigt um ggf. AnschlusszĂŒge zu benachrichtigen), die Busse jedoch nicht (soweit ich das gehört habe). Ich musste dann noch 4 Stunden in Murjek warten. Ich hatte die Zeit mit einem kleinen Rundgang ĂŒberbrĂŒckt bevor es mit dem Bus nach Jokkmokk ging. Bei schlechtem Wetter kann man auch im warmen Bahnhofskiosk warten. Jokkmokk - Kvikkjokk In Jokkmokk hatte ich ca. 2 Stunden Aufenthalt, die ich fĂŒr einen kleinen Stadtbummel und Abendessen genutzt hatte. Danach ging es mit dem Bus weiter bis nach Kvikkjokk. Unterwegs hatte der Bus noch eine Menge Stopps und Umwege eingelegt, da er noch Pakete ausgeliefert hatte. Kurz vor Kvikkjokk tauchten plötzlich auf der rechten Seite schon die ersten markanten Berge auf, was die Vorfreude extrem ansteigen lies: In Kvikkjokk In Kvikkjokk angekommen, sind die meisten sofort losgezogen. Ich war glaub der einzige aus dem Bus, der in der STF FjĂ€llstation (eine Art Jugendherberge) ĂŒbernachtet hatte. Das Zimmer hatte ich schon im Voraus gebucht (ĂŒber deren Webseite), was vermutlich eine gar nicht so schlechte Idee war, da sie sehr voll war. Ich hatte im Vorfeld ebenfalls ĂŒberlegt irgendwo zu Zelten. Da ich aber unsicher war, ob ich halbwegs pĂŒnktlich ankomme, wie lang hell es dann noch ist, ich eh am nĂ€chsten Morgen in Kvikkjokk wegen der BootsĂŒberfahrt sein musste und nicht wusste wie die Gegebenheiten vor Ort sind, hatte ich mich fĂŒr die FjĂ€llstation entschieden. Im Nachhinein empfand ich es als eine sehr gute Entscheidung. So war es ein sehr entspanntes Ankommen. Ich hatte somit keinen Stress noch einen geeigneten Schlafplatz finden zu mĂŒssen und konnte mich somit mental auf die Tour vorbereiten. Ich hatte Kvikkjokk noch erkundet und dann den Sonnenuntergang mit 2 Bier genossen Die Nacht war extrem kalt, aber das störte mich in meinem Einzelzimmer nicht die Bohne. AuĂerdem konnte ich ĂŒber Nacht auch noch einmal alle elektrischen GerĂ€te aufladen (USB-LadegerĂ€te kann man sich an der Rezeption ausleihen). Am nĂ€chsten Morgen gab es ein sehr leckeres FrĂŒhstĂŒcksbuffet und anschlieĂend die letzte warme Dusche fĂŒr die nĂ€chsten 21 Tage. In der FjĂ€llstation kann man ĂŒbrigens auch alles mit der Kreditkarte bezahlen. Stromschnelle unterhalb der FjĂ€llstation: Das letzte Bier:  WĂ€re ich nicht auf das Boot in Kvikkjokk angewiesen, sondern hĂ€tte den Einstieg ĂŒber den Kungsleden gewĂ€hlt, dann hĂ€tte ich ggf. auch nicht in der FjĂ€llstation geschlafen. In dem Fall wĂ€re ich evtl. auch schon ein paar Kilometer gelaufen.  OT: Am Sonntag (hoffentlich) geht es dann endlich mit der eigentlichen Tour weiter bzw. los. Namie, Mario294, Trekkerling und 5 Weitere reagierten darauf 8
Linnaeus Geschrieben 18. November 2016 Geschrieben 18. November 2016 vor 5 Stunden schrieb mawi: Vom Flughafen bin ich dann mit dem Bus (kostet ca. 30 Euro und benötigt ca. 40min) in die Innenstadt von Stockholm gefahren. Ja, prima, dein Start! Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen! In Arlanda nimmst du nÀchstes Mal den flyggbus, der kostet einfach 99.-SEK (zum Cititerminalen).  mawi reagierte darauf 1
pielinen Geschrieben 18. November 2016 Geschrieben 18. November 2016 Kvikkjokk ist schon eine Reise wert, besonders bei so einem schönen Herbsttag.
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