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Ultraleicht Trekking

UL im Bergsport. Was taugt die leichte Ausrüstung?


dasbleibtzuhause

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Man stolpert bei Recherchen in der Richtung z.B. über den Petzl Sirocco oder den Gurt Sitta des selben Herstellers. Auch Seile gibt es in leichteren Ausführungen.


Meine Frage: Hat jemand Erfahrungen mit solch leichter Ausrüstung gemacht? Wie haltbar ist diese?

 

Da ja die gleichen Standards gelten sind diese Produkte bestimmt ebenso sicher wie die schwereren (jedoch oft teurer..).  Das ist jetzt zwar nicht 100%ig relevant für reines Trekking, aber manche Leute, gerade in den Alpen, verbinden beide Tätigkeiten miteinander (oder haben es zumindest in naher Zukunft mal vor).

Problematisch (und daher relevant) ist das ganze ja auch, dass durch die schwerere Ausrüstung für alpines Gelände UL Rucksäcke oft an deren Komfortgrenze geraten. Das erfordert dann wiederum einen schwereren Rucksack usw. 
 

Danke!

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Ja, ich habe Erfahrung mit dem Sirocco (dem alten + neuen), Sitta und auch dem UL Klettersteig Set von Edelrid, sowie der ganzen Leichtausrüztung von Petzl zum Skitourengehen, und die sind alle 1A.

Selfie on SeekofelVia della Trincee SignStaying safe!PACKsack at the Summit

 

"...schwerere Ausrüstung für alpines Gelände UL Rucksäcke oft an deren Komfortgrenze geraten." 

Das stimmt so nicht in meiner Erfahrung, ich habe den Packsack seit vier Jahren auf solchen Touren im Einsatz, und der sieht immer noch aus wie Neu, und trägt zudem Ausrüstung (Klettersteigset, Helm, Handschuhe, Gurt, extra Schlinge + Karabiner, extra Kleidung, Snacks, Wasser, 2 kg Kamera) ohne Probleme.

Auch dem Phoenix und ähnlichen Rucksäcken würde ich es zutrauen mehrtägige Bergtouren ohne Probleme zu meistern, und zB Mehrtägige Wanderungen mit Klettersachen + Camping Equipment + Kamera habe ich ohne Probleme im Arc'teryx Alpha FL 45 [Affiliate Link!] in den Dolomiten getragen. 

Aber Du kannst ja mal schreiben was Du vor hast, ist ja ein Unterschied ob Du Klettersteig Touren oder Bergtouren machen möchtest, und was Du sonst noch so an Ausrüstung (Bivy + Tarp oder Zelt, warme oder kalte Küche, etc.?) dabei hast.

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Das Edelrid Set hab ich auch, hinsichtlich Komfort kein Unterschied zum Mammut Vorgänger. Meine ÜLAs wurde schon mehrfach über die Alpen gezerrt und zeigen keinerlei Abnutzung, da dürfte es herkömmliche Alpinrucksäcke geben, die empfindlicher sind, einzig bei SUL Packs aus dünnem Cuben oder Silnylon hätte ich so meine Bedenken. Die "bombproof" Einstellung schläft meiner Ansicht nach auch im Alpinsport zunehmend ein, das einzige Beispiel wo mir auf die Schnelle Nachteile einfallen sind Schlingen, Seile Expressschlingen usw. aus Dyneema, da dieses nicht ganz so UV stabil wie Polyamid ist, ist die Nutzungsdauer kürzer. 

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Vor einigen Jahren gab es mal ne Diskussion bzgl. Lawinenschaufel, LVS und Sonde.
Ergebnis der Diskussion war, dass man bei der Sonde rund 100g, verglichen mit herkömmlichen Sonden, sparen kann, bei Lawinenschaufel und LVS hingegen kein Einsparpotential besteht, wenn man an seinem Leben und dem Leben seiner Begleiter hängt.
 

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Ich habe meinen Windrider diesen Sommer auch in den Alpen benutzt, Mindelheimer Klettersteig und was auch immer der Heilbronner Weg sein mag, der Rucksack ist jetzt nicht der leichteste hat aber alle Misshandlungen klaglos weggesteckt. Auch das Zusatzgewicht von Klettersteigset, Helm und restlichem Gerödel waren jetzt nicht hinderlicher als bei meinem Crux.

 

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Mir scheint es so zu sein, dass sich mit dem Gewicht gleichzeitig vor allem der Einsatzbereich verringert.

Mit dem Gurt Petzl Altitude würde ich nicht zum Sportklettern gehen, mit einem klassischen Gurt kann ich alles machen. Ein zwölfzackiges Steigeisen ist universeller als ein zehnzackiges. Das Seil Petzl Rad Line hat auch einen eher eingeschränkten Einsatzbereich.

Entsprechend wird der Ausrüstungsschrank mit ultraleichter Alpinismus-Ausrüstung voller. Aber auf der konkreten Tour selbst sehe ich keine bis kaum Nachteile für leichte Ausrüstung.

Man muss dann natürlich wissen, bei welcher Tour welche Ausrüstung für einen selbst Sinn macht. Und da vielleicht auch eher konservativ bewerten.

Dann noch der Unterschied Aluminium vs. Stahl bei Steigeisen und Pickeln: Mit Ersterem sollte man Felskontakt vermeiden, mit Zweiterem muss man das nicht unbedingt. Gerade bei den Steigeisen kann einem Stahl also Mühe und Zeit sparen.

Ich habe dieses Jahr meine ersten beiden Hochtouren gemacht (beide mit "wenig schwierig" bewertet) und habe da einen Kompromiss für mich gefunden: Vom Aufbau klassische, aber relativ leichte Hochtourenstiefel, ein zwölfzackiges Stahlsteigeisen, Pickel aus Alu, die Gletscherausrüstung von der Anzahl der Karabiner etc. nach Lehrmeinung, aber von allem das Leichteste genommen.

Sah dann so aus: Packliste (Seil hatte ich nicht dabei, weil ich mich bei einer anderen Seilschaft reinschnorren wollte. Hat nicht funktioniert.)

 

Bearbeitet von JanF
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Ich kann meinem Vorredner nur Zustimmen, aber noch ein paar Ergänzungen:

Bei mir sind im Alpinbereich einige Gegenstände nicht unbedingt UL da sonst schnell kaputt.

Handschuhe wenn Felskontakt und/oder Ski auf dem Programm stehen

Rucksack ebenso wegen Fels, Ski, Pickel ...

Gamaschen (also die Richtigen und keine Dirty Girls sind hier gemeint) da sind Fels und Steigeisen bei den leichten schnell ein Problem.

Hosen leiden auch, vorallem innen unten. Da sind Cordurabesätze oder Keflar ganz hilfreich gegen scharfe Skikanten und Steigeisen. Beim Klettern sind es dann eher mal die Knie.

Blöd ist auch immer der Helm. Der ist hart, sperrig und meist außen am Rucksack. So bekommt er immer was ab. Aber da muß es bei mir trotzdem ein leichter sein. Trägt sich einfach am Kopf deutlich komfortabler.

Natürlich muss es ja trotzdem nicht die sauschwer Variante sein, da findet man gute Kompromisse.

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Genau, also konkret wäre bei mir in diesem Fall: Klettersteig, Bergwandern mit "Kletterpassagen" bzw Klettersteig kombiniert, sodass ggf auch ein Seil nötig wird. Aber auch Gletscherwandern. In der Zukunft würde ich das gerne auchmal mit einem Biwak verbinden, bis dahin max. von Hütte zu Hütte :) 
Darauf bezog sich auch die Aussage bezüglich des Rucksacks, denn mit Seil, Sicherungsequipment, Eispickel, Steigeisen oder Grödel etc wird es ja doch schnell sehr schwer im Rucksack, zumindest solange die Sachen auch im Rucksack sind.
Und da ich eben auch so klettere wollte ich nicht alles doppelt und dreifach anschaffen, nur um bei einer Anwendung ein Kilo zu sparen.



Auf jeden Fall danke für die Berichte. Letztlich scheinen die leichten Sachen ja solide zu performen. Vielleicht sollte man sich aber um deren Grenzen bewusst sein. Wie immer ein Spagat :) 

 

Zitat

Ja, ich habe Erfahrung mit dem Sirocco 

Mir wurde mal gesagt, dass der hinüber sei, sollte es nur ein/zwei Kieselsteine regnen. Aber wahrscheinlich war das übertrieben, oder?
Würdest du den auch zum Klettern oder nur als "Backup" z.B. zum Bergwandern empfehlen?

 

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vor 21 Stunden schrieb dasbleibtzuhause:

Mir wurde mal gesagt, dass der hinüber sei, sollte es nur ein/zwei Kieselsteine regnen. Aber wahrscheinlich war das übertrieben, oder?
Würdest du den auch zum Klettern oder nur als "Backup" z.B. zum Bergwandern empfehlen?

Das ist mMn Humbug und übertrieben, ja. Ich habe den alten echt lange im Gebrauch gehabt, und der hatte absolut keine Probleme mit Felskontakt. Der Sirocco 2.0 ist noch mal überarbeitet worden, etwas schwerer, aber sicherer gegen Steine von oben. Ich benutzte die immer zum Klettern/ Bergsteigen/ Via Ferratas, also definitiv für alles nutzbar. 

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Ich habe in den letzten Jahren viele Teile meiner Ausrüstung für Alpine Unternehmungen gegen ultraleichte bzw. leichtere ausgetauscht und habe damit größtenteils auch nur positive Erfahrungen gemacht.

Es sollte aber dennoch bedacht werden, dass gerade bei Ausrüstungsgegenständen und Sportarten mit viel Felskontakt ultraleichte Ausrüstung teilweise einfach eine kürzere Lebensdauer hat. Das lässt sich meiner Meinung nach gerade bei Seilen und Bekleidung beobachten. So wähle ich für schwierige Alpine Touren, öfters lieber eine etwas schwerere Hardshell, Hose oder Handschuhe da diese sonst schon schnell Löcher bekommen.

Beim Klettersteig gehen sehe ich aber keine wirklichen Nachteile für einen leichten Gurt, Klettersteigset und Helm. Auch bei leichten Gletscher Touren setze ich auf leichte Alu Steigeisen und einen Gletscher Gurt.

Ich finde aber denn noch, dass manche Ausrüstungsgegenstände in der leichten Variante ein nicht so großes Einsatzspektrum haben und deshalb mehr Ausrüstung, zu einem Teilweise recht hohen Preis angeschafft werden muss. Das kann ich beispielweis bei meinem Edelrid Loopo Lite 2 Gurt, der Edelrid Rap Line 2, den Grivel Air Tech Lite Steigeisen, dem Camp Corsa Eispickel oder bei diverser Skitouren Rennausrüstung beobachten. Wohingegen ich meinen Black Diamond Vapor Helm, leichte Petzl Attache Karabiner, Dyneema Schlingen, leichte Daunen- und Regenjacken oder Shorts für viele Einsatz Zwecke benutze.

Aber manchmal ist es vielleicht besser, nicht das aller leichteste aber trotzdem etwas relativ Leichtes zu nehmen um einfach mehrere Situationen abzudecken.

 

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      Hallo Forum,
      nachdem ich mich einige Monate mit dem UL Thema beschäftigt habe bin ich auf dieses Forum gestoßen, und ich bin über die Menge an Kompetenz und vielfalt echt erstaunt. 
      Nach diversen kürzeren Touren in den letzten Jahren soll es in diesem Jahr 1 - 2x etwas länger in die Alpen gehen. Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere einen kritischen Blick auf das Vorhaben und die geplante Ausrüstung werfen könnte und dazu sein Feedback gibt.
      Ein paar Eckpunkte:
      6 Nächte, 7 Tage Tourengebiet ist der Grossvenediger in den Ostalpen in Österreich ca. 110km Strecke, gut 50% davon abseits von ausgetretenen Pfaden ca. 11.000 hm Die Tour verläuft zwischen 2000 und 3600m ü. NN. Es sind 2 - 3 Nächte unter freiem Himmel (bei stabiler Witterung) auf 2500 - 2900m ü. NN. eingeplant Alle weiteren Nächte werden in Hütten verbracht Die Ausrüstung soll so leicht wie möglich sein Gletscherpassagen sind nicht eingeplant, dafür aber (Grat)-Kletterei bis in den 3. Grad Ich plane folgende Ausrüstung mitzunehmen. Die Gewichte sind größtenteils schon nachgewogen:
      Gegenstand Produkt # Gewicht Base Gesamt Wasser Wasser 1 3500         -   3500 Trockennahrung Tactical Foodpack 100g inkl. Verpackung 5 133         -   665 Schlafsack SeatoSummit Spark SP0 inkl. Sack 1 250      250 250 Rucksack Sub-Nero 30L Backpack 1 248      248 248 Paar Stöcke Mountain King Trail Blaze Skyr. Ultra 1 210      210 210 Kocher Bobcat Set inkl.0.6L ECA-251 & Sack 1 170      170 170 006. Hose Decathlon FH500 1 168      168 168 Isomatte INERTIA X LITE™ Isomatte 1 166      166 166 Telefon IPhone 12 1 164      164 164 Solarpanel Sunnybag LEAF MINI 1 158      158 158 Tarp / Zelt GramXpert UL Solo Tarp Blau 10D 1 153      153 153 Riegel Powerbar 5 30         -   150 Helm Petzl Scirocco 1 141      141 141 004. IsoJacke Mont-Bell Plasma 1000 Down Jacket  1 136      136 136 003. Midlayer OMM Core Hoodie 1 116      116 116 Biwaksack Mountain E. Ultralite Bivi Bag Biwaksack 1 108      108 108 Trinkblase Platypus Hoser Trinksystem 3L 1 106      106 106 Plane / Unterlage HMG Ground Cloth ohne Packsack 1 96        96 96 First Aid Kit Lifesystems Light & Dry Nano First Aid 1 95        95 95 002. Baselayer Hütten Shirt PATAGONIA L/S Capilene Cool 1 92        92 92 Powerbank LedLenser Pro3 3400mah 1 88        88 88 Brennstoff Esbit 6 14         -   84 001. Unterwäsche F-Lite Megalight 140 Men's Slip 3 27        81 81 005. Hardshell Berghaus Hyper Smock 2 1 76        76 76 002. Baselayer F-Lite Ultralight 70  1 72        72 72 Kissen SeatoSummit Aeros Down Kissen Reg. 1 70        70 70 Sitzkissen / EVA Unterlage EVA Matte 150x50x0,3  1 70        70 70 Zahnputztabletten Dentabs 12 5         -   60 Trinkflasche mit Filter Katadyn BeFree Wasserfilter 0.6 L 1 59        59 59 Taschenmesser Victorinox Mini Champ Alox 1 40        40 40 Sonnencreme DM LSF50 1 40         -   40 010. Hut Salomon XA Cap 1 37        37 37 Stirnlampe Petzl Bindi 1 35        35 35 007. Strümpfe INOV8 Merino Lite Socks 1 34        34 34 Handtuch StS Airlite Medium 84x36cm 1 28        28 28 Kaffee Blaeck Coffee 5 5         -   25 Becher Relags Falttasse 1 24        24 24 011. Paar Handschuhe Primino 140 Gloves 1 22        22 22 Kompressionssack Osprey 1.5L Drybag 1 20        20 20 Feuerzeug BIC Mini 1 15        15 15 Ladekabel Telefon Standard Lightningkabel 1 15        15 15 009. Mütze RAB  Filament Beanie 1 14        14 14 Ladekabel Uhr Standard Garminkabel 1 13        13 13 Knicklicht Aus Bestand 1 10        10 10 Rettungsdecke Aus Bestand 1 10        10 10 Besteck SeatoSummit Spork Lang 1 7          7 7 Zahnbürste Hydrophil Kids 1 7          7 7                          3.688g             7.948g Ein paar Punkte & Frage:
      Unschlüssig bin ich mir noch beim Schlafsack, der ja nur bedingt für frostige Nächte dient. Ich plane dies auf der Terrasse zu testen, da der April hier im Norden ja herlich kalt ist . Alternativ hätte ich einen SP2, der sicherlich taugt, aber auch fast 3x so viel wiegt. Die Daunenjacke tausche ich ggfs. gegen eine Decathlon Trek 100, die nur ca. 150g mehr wiegt, aber 350,- weniger kostet. Gibt es leichte / warme Merino Baselayer die ihr empfehlen könnt? Bzw. überlege ich die OMM Core Vest (72g) als Baselayer zu tragen und 1x anstatt der F-Lite Ultralight 70 einzupacken. Die 3.500g fürs Wasser sind gesetzt bzw. mein Ansatz ist mit dem Worst case Gewicht zu rechnen und das wären 3L + 500ml in der Katadyn Flasche. Ich finde die Grail Filter besser da sie auch Viren und Co. filtern, aber der wiegt knapp 310g und Viren kann man bei Schmelzwasser wohl vernachlässigen. Am Körper trage ich bei Tourstart dann noch Mammut Taiss Tour Mid GTX, eine Marmot Highland Hose, jeweils Base und Midlayer (wahrscheinlich die gleichen Produkte wie in der Liste oben). Ich überlege noch eine Isolationsweste für längere Abstiege einzupacken, z.B. die OMM Rotor Vest. Ggfs. packe ich noch ein Seil, Expressen, Bandschlingen und einen UL Gurt ein - Hängt von der noch final zu bestimmenden Route ab Die Ernährung ist auf Frühstück und Abendessen + Snack zwischendurch reduziert und auch nur für die Tagen, an denen keine Hütten eingeplant sind. 1000+ Kcal könnten jedoch etwas wenig sein, wobei ich denke dass man das für 2 - 3 Tage tolerieren kann. Finally, der Rucksack ist symbolisch in der Liste - den wähle ich wenn ich alles zusammen habe. Alternativen die mir durch den Kopf gehen: Ferrino Radical 30, Liteway Elementum DCF und ähnliche. Ich überlege das Ganze vielleicht näher an einen Ultralauf zu bringen, bin mir aber unschlüssig ob das mit dem Gewicht auf dem Rücken über die Dauer (20KM+ tgl.) Spass macht. Bei den Schuhen würde ich dann auf die Dynafit Speed MTN GTX setzen.  
      Was meint ihr?
    • Von Aurea
      Grüß euch miteinander! 
      Ich bin aktuell auf der Suche nach einer neuen mobilen Behausung  und sehe langsam den Wald vor lauter Zelten nicht mehr 
       
      Gesucht wird ein 1-Frau-Zelt (oder supertolles Tarp?) für drei Jahreszeiten mit genug Platz um den Rucksack noch drinnen verstauen zu können. 
      Packmaß und Gewicht natürlich so gering wie nur irgendmöglich. 
      Und es muss unbedingt auch simpel aufzustellen sein. Mit 78 Schnüren, 438 Stangen und irgendwelchen exotischen aufhängvorrichtungen für die ich erst einen Baum fällen oder einen Regentanz aufführen muss werde ich absolut nicht warm 
      Außerdem kommen für mich nur Shops infrage bei denen ich klassisch per Überweisung zahlen kann. Ich möchte mir weder Paypal noch ne Kreditkarte anschaffen müssen, nur um ein Zelt irgendwo am anderen Ende der Welt bestellen zu können. 
      So und als wäre das alles noch nicht genug, hat das Frauenzimmer auch noch den tick ihre gesamte Ausrüstung in Blau/Grau/Schwarz zu halten. Allenfalls mit Weiß könnte ich mich noch anfreunden. 
       
      Ich würde mich riesig freuen wenn irgendwem ein Modell, eine Marke oder ein Tipp in den Sinn kommen würde - Viele Grüße 
       
    • Von skullmonkey
      Patagonia hat gestern eine Reihe von kurzen Videos zur Reparatur von Ausrüstung online gestellt. Die Videos sind Lustig und gut gemacht, wer also keine Ahnung hat wie er eine Schnalle oder seine Daunenjacke reparieren soll: 
       
       
       
       
       
       
       
      Wer ähnlich Reparatur Videos kennt, darf Sie gerne hier mit rein posten!
    • Von hans im glueck
      moin,
      es ist nicht mehr so heiss & ich hab mal meine halbschuhe wieder rausgekramt, mit denen ich ende nächster woche in die berge wollte: leider ist in der vorderen hälfte gar kein profil mehr; ich hab sie wohl zu viel auch im alltag angehabt.
      mit schuhen hatte ich mich echt schwer getan, leicht zu werden. mit den acrux sl (approachies) war ich ganz zufrieden, etwas unter 390 gr pro schuh in 46.5.
      jetzt sind von "den gelben" die TX 3 gtx angekommen .... was soll ich sagen? das sind vom passgefühl her BERGSTIEFEL, die sofort die erinnerung an die alten botten wecken, mit denen man durchs geröll einfach so latschen kann. (kann man natürlich mit den tx3 nicht, sind ja halbschuhe). ausserdem krieg ich schon beim anziehen hitzewallungen an den füssen... ergo: die passen, sind objektiv gut und gtx hab ich ja genommen, um mit den ganz leichten söckchen keine kalten füsse zu kriegen. ABER: sie sind 50 gr schwerer als die alten schuhe. pro schuh! skandal!
      ich will auf keinen fall in einen dieser schröcklichen outdoorläden und frage hier lieber erst mal, mit welchen schuhen ihr "eher alpin" (und "mal vom weg ab") unterwegs seid, die ihr empfehlen könnt (für leute, die jahrzehntelang im urlaub in botten durchs geröll getrampelt sind). also konkreter: schuhe, die sehr leicht sind, eine sehr feste und harte sohle haben und eine gute zehenbox und halbwegs -kunsttück- verwindungssteif. eher ein schmaler leisten (hanwag normal hatte seit den 80ern immer blasenfrei gepasst).
      freue mich über alle begründeten empfehlungen.
      oder soll ich weiter an meiner (geh) haltung arbeiten ?
      das acrux nachfolgemodell is mir zu teuer.
    • Von micha90
      Ein leichtes Hallo alle zusammen!
      Seit einiger Zeit bin ich wieder im nasskalten Deutschland gelandet und habe mich schon halbwegs wieder akklimatisiert. Da das beim letzten Mal den Eindruck machte, dass es doch recht viele von euch interessiert, kommt hiermit wieder ein kleiner Überblick darüber, was ich so dabei hatte, was sich bewährt hat und was nicht.
      Die Rahmenbedingungen: Der CDT verläuft durch verschiedene Klimazonen, von nasskalt bis heiß und trocken, von etwa 1200m bis 4300mNN. Ich hatte kein Thermometer dabei, kann also keine akkuraten Angaben über Temperaturen machen, nur schätzen. Ich startete am 21.06.16 an der kanadischen Grenze (Chief Mtn. Trailhead) und kam nach etwa 4500km/ 2800mi am 19.10.16 an der mexikanischen Grenze am Crazy Cook Monument an.

       
      Shelter:
      Tarp: Da ich vor meiner Abfahrt aus Deutschland sehr viel Stress hatte, kam ich leider nicht mehr dazu an irgendwelchen Prototypen zu feilen oder gar ein komplettes Shelter zu nähen, weshalb ich kurzer Hand einfach mit meinem sub100 Tarp losgezogen bin. Genauer genommen dem Nachfolger des vorgestellten Tarps, mit identischen Abmaßen, aber leider ein paar Gramm mehr (Materialschwankungen..  ). Das Tarp ist nicht gerade riesig und man muss doch aufpassen wo und wie man es aufstellt, aber ansonsten war es eine gute Wahl! Ein zusätzlicher Beak wäre schön gewesen, aber so ist das eben. Ich hatte einige Nächte mit ziemlich ungemütlichem Wetter, aber nur zwei in denen ich mir ein etwas geschlosseneres Tarp gewünscht hätte. Bei miesem Wetter kam der Schirm vor die offene Seite um das gröbste abzublocken.
      Das beste an dem Tarp, abgesehen vom winzigen Packmaß und angenehmen Gewicht, war, dass man es in etwa 30-60 Sekunden aufbauen kann. Es benötigt eigentich nur 5 Heringe um stehen zu können, 8Stk wenn es straff sein soll. Ganz anders als auf dem PCT schlief ich die Mehrzahl der Nächte unter meinem Shelter, da es nachts gerne mal kurz nieselte, trotz klarem Himmel am Abend plötzlich zuzog und schüttete und das Wetter schlicht nicht so berechenbar war.
      Würde ich wieder nehmen (wenn auch mit Beak oÄ)!
      Aufstellstange: Die meiste Zeit habe ich tatsächlich einen Trekkingstock mit mir herum getragen. Meine Easton Alu Aufstellstange war viel zu flexibel um das Tarp bei Wind in Form zu halten. Alternativ wäre eine Carbon Stange von MLD eine gute Wahl gewesen (die hatte ich bestellt, dann aber doch nicht genutzt, da ich für den Gila-River den Trekkingstock behalten wollte und es mir zu doof war für die Paar Tage noch meine Ausrüstung zu ändern)
      Heringe: Für den Hauptabspannpunkt nutzte ich einen Easton Nano (der kurze mit ca 15cm). Die Easton Heringe sind deutlich stabiler als die klassischen V-Profile (daovn habe ich schon meherere verboben) und wiegen auch noch weniger. Für die anderen Punkte waren es 8 Titanheringe (3mm dick, ca 15cm lang) wovon einer als Backup gedacht war und bei Wind dazu diente meinen Schirm ebenfalls zu fixieren. In den ersten Wochen habe ich tatsächlich zwei oder drei verloren, so dass ich guten Gewissens den einen Extrahering mit herum trug.
      Würde ich genau so wieder nehmen.
      Unterlage: Klassisches Polycro. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht ganz genau erinnern ob ich zwei oder drei durchgelegen habe. Etwa zwei Wochen vor Schluss musste ich nochmal ein frisches aus der Bouncebox holen, da jemand mein (noch gutes) Poloycro für Müll gehalten und entsorgt hatte...
      Würde ich wieder nehmen, außer in New Mexico (hier wäre Tyvek oder sowas praktischer)
      Mückenschutz: Eigentlich nur ein riesiges Kopfnetz, dass sich auch über den Regenschirm spannen lässt. mit ca 100g durchaus tragbar, wurde nur für Montana genutzt. Die Mücken waren eigentlich echt moderat, bis auf einen Abschnitt (Leadore -> Lima) wo wir zwei oder drei Tage von beißenden Fliegen heimgesucht wurden. Das war der einzige Abschnitt, in dem das Mückennetz auch beim laufen genutzt wurde (und mich definitiv vor dem Wahnsinn gerettet hat!). Das Gute Stück wurde nach kurzer Zeit "BugDome" getauft.

      links: überraschender Schneesturm über Nacht; rechts: der BugDome im Einsatz
      Schlafen:
      Quilt: Custom Cumulus auf Basis des 450. Extralang und mit 30g Overfill in der Beingegend wiegt das Teil geschlagene 720g, wobei ich aber kein Gramm Daune missen wollte (Insgesamt sind es ca 510g Daune!). Die Nächte waren deutlich öfter kalt und definitiv auch kälter als auf dem PCT. In Colorado hatte ich einige Nächte in denen es ganz schön frisch war und ich trotz voller Bekleidung ein wenig frieren musste. Genaue Temperaturen kann ich nicht nennen, geschätzt aber minimal -10°C.
      Isomatte: Das leidige Thema für mich, denn ein Optimum habe ich noch nicht gefunden. Losgezogen bin ich mit einer 5mm EVA (120cm lang, 124g) die an sich OK ist, aber von der Isolationsleistung einfach bald an ihre Grenzen stößt. Nach einiger Zeit wurde diese gegen eine Nunataak Schaummatte ausgetauscht, die zumindest von den Daten & Optik identisch mit der GG Nightlight zu sein scheint, aber im Gegensatz dazu in voller Länge zu kaufen war (die GG ist mir mit 78cm zu kurz, ich bin 1,88cm groß). Gekürzt auf ca 90cm war sie ausreichend lang, musste allerdings als Burrito gepackt werden. Leider ist der Schaum wesentlich schlechter als der von GG, so dass die Matte im Laufe der Tour sehr stark komprimierte. Ab Pie Town hatte ich dann wieder meine 5mm EVA.
      Die EVA würde ich wieder nehmen und nur für Colorado was wärmeres (zB eine Ridgerest). Hier habe ich noch keine Optimallösung gefunden..
      Kissen: meine 11g Kissenhülle erfüllte Ihren Zweck und hielt tagsüber meine Sachen als Packbeutel-Ersatz zusammen.
      Würde beim nächsten mal zu Hause bleiben (siehe Bekleidung).

      Rucksack: Natürlich ein MYOG Pack! Seit Anfang 2016 auch bei mir mit Rolltop, was sich sehr bewährt hat. Ursprünglich hatte ich insgesamt drei Rucksäcke dabei (zwei in der Bouncebox) um zu testen, wie das Materialmäßig hin haut: Der erste aus billigem 50g/m² TPU Nylon und 90g/m² Zeltboden machte eigentlich einen recht fragilen Eindruck, besonders das TPU Nylon hatte ich noch nicht zuvor getestet und habe nicht viel davon erwartet. Die anderen beiden waren einmal komplett DxG bzw X-Pac. Zu meiner eigenen Überraschung hielt der Nylon Pack jedoch den kompletten Trail ohne irgendwelche Defekte durch (Ok zwei Tage vorm Schluss bin ich an einem Stacheldrahtzaun hängen geblieben und riss mir eine 5x5mm Dreiangel in den Boden..). Das TPU Nylon delaminierte sichtbar am Rollverschluss, aber die Beschichtung ist noch nicht abgebröselt.
      Gefunden! Das Geweih konnte ich nicht einfach liegen lassen.. sau schwer aber ziemlich cool
      Küche:
      Ansich nicht vorhanden, ich war den kompletten Weg "no cook" Unterwegs (sprich kein Kocher oder Gefäß zum rehydrieren/ "cold-soaking"). Das ging wunderbar und wurde nur am aller ersten Abend vermisst, danach lief es super!
      Würde ich definitiv wieder so machen!
      Wasser: Die meiste Zeit hatte ich zwei ganz billige 0,5L Plastikflaschen, für New Mexico dann eine 0,7L und eine 0,6L Flasche für mehr Volumen. Zudem eine 2L Platypus (in die eigentlich eher 2,3L passen..). Maximales Volumen waren somit etwas ca 3,6L, was nur wenige Male komplett genutzt wurde.
      Beutel für Essen: einfacher Beutel mit Zugschnur aus Gleitschirmnylon. Tat seinen Zweck, ist noch gut in Schuss. (Der ZPacks Cubenbeutel meines Mitwanderers fiel am Ende dagegen völlig auseinander..)
      Löffel: Titanlöffel von Toaks. Alu versuche ich zu vermeiden und mit einem Plastiklöffel ist es echt kein Spaß sich durch Eiscreme zu arbeiten. Super Teil, ich bin nach wie vor zufrieden damit.
      Am Körper getragenes:
      Schuhe: Los ging es mit meinen geliebten Merrell Trail Gloves. Gute Schuhe, halten ca 900-1000mi/ 1500-1600km bei mir. In Breckenridge hatte ich noch ein Paar Saucony Peregrine liegen, die bei mir allerdings für ziemlich üble Fußschmerzen gesorgt haben! Da es sowieso in Richtung New Mexico ging wurden kurzerhand ein Paar Luna "Leadville Pacer" bestellt, in denen ich zufrieden die letzten 850mi/ 1370km zurück gelegt habe. Für Touren in wärmeren Gefilden werde ich absolut wieder in Lunas gehen, ansonsten bleibe ich den Trail Gloves treu. Lediglich bei Matsch sind die Luna Sandalen nervig.
      Trekkingstock: Fizan Compakt, mit GG Griff. Beim Wechsel der Griffe sollte man die neuen definitiv ankleben, da diese ansonsten langsam runter Rutschen und das Rohr irgendwann oben durchsticht. Als das bei mir passierte zog ich den Griff komplett ab um ihn mit Sekundenkleber wieder anzubringen: Leider wurde der Kleber fest, bevor ich den Griff komplett drauf stecken konnte, so dass ich das überstehende Stück kurzerhand abgeschnitten hatte. Der Griff war weiterhin super ergonomisch und machte keine Mucken mehr! Tatsächlich gelaufen bin ich nicht all zu viel mit dem Stock, bei sehr steilen Passagen war er praktisch, und im Gila River absolut Gold wert. Ansonsten auch öfter mal im Rucksack gelandet.
      Für Colorado und den Gila gut, ansonsten eben nur als Tarpstange.
      Hemd: Kurzarm Synthetikhemd zum Knöpfen. Ich war super zufrieden damit! Solange kein Elasthan im Materialmix ist stinken auch Synthetiksachen nicht so schlimm (aus irgendeinem Grund scheint flexibler/ stretchiger Stoff Gestank zu binden). Das Material trocknet wesentlich schneller als meine Merinoshirts und hielt den kompletten Thruhike durch! Einziger Defekt sind ein paar kleine Löcher (2-3mm) die sich am Rücken gebildet haben, wo der Rucksack über der Hüfte aufsetzt.
      Werde ich auf jeden Fall weiter nutzen!
      Shorts: Klassische kurze Laufshorts, Liner entfernt. Gibt es nichts dran auszusetzen, nach 1,5 Thruhikes sind die langsam durchgescheuert, aber das ist auch ok (Das sind immerhin ca 6000km)
      Socken: Darn Tough sind wie üblich super, ich habe ab und zu zwischen DT und Injinji Run gewechselt, einfach um den Füßen mal was anderes zu gönnen. Die Injinji bekommen relativ schnell löcher, aber sind ansonten auch ganz gut. Später dann Barfuß in den Sandalen und die Injinji waren nur als Backup für besonders kalte morgende noch dabei.
      45Meilen/  72km für einen Milchshake
      Zusätzliche Bekleidung:
      Warme Schicht: Los ging es mit einem Cumulus Climalite Pullover, der allerdings an der ersten Station in die Bouncebox wanderte. Ohne Kapuze und Taschen ist das Teil für mich wertlos, das sind die einzigen beiden Features, die ich Abends im Camp haben möchte! Zum Laufen sind Puffy Jacken mMn ungeeignet, da man zu schnell anfängt zu schwitzen, die Jacke ausziehen muss und dann doch wieder friert.. Zwischenlösung war für mich dann die Kombination aus einem Patagonia Cap4 Hoody und einer Decathlon Daunenweste. Das funktionierte eigentlich ganz gut so, die Weste hat Taschen, in dem Fleeceteil kann man laufen ohne sofort zu überhitzen. In Wyoming hatte ich nur das Patagonia Teil, es war nicht all zu kalt.
      Als ich dann jedoch durch Leadville, CO kam, konnte ich nicht widerstehen und kaufte mir ein Melanzana Microgrid Hoodie, welcher von da an meine einzige Isoschicht war. Insgesamt natürlich nicht ganz so warm wie eine Puffy, aber wesentlich flexibler. Ich kann darin noch laufen ohne zu überhitzen, in Kombination mit meiner Windjacke war die Temperatur super zu regulieren. Außerdem ist das Ding einfach tausendmal kuscheliger und gemütlicher als eine Puffy. Bonusfeature: in den Nächten, in denen es nicht all zu kalt ist, ist die Fleecejacke das beste Kissen überhaupt!
      Nächstesmal von Anfang an den Fleecepullover, evtl für Colorado noch die Daunenweste zusätzlich. Außerdem den Fleecepulli ein wenig anpassen und nochmal 30g sparen (ist vom Werk relativ weit..)
      Regenjacke: Driducks! Die billigste Variante, die bisher am besten für mich funktioniert hat. In allen Membranjacken ist es irgendwie schwitzig und der Plastikartige Stoff klebt an der Haut.. Für nur 20$ kann die Driducks da mehr! Innnenseite ist fleeceartig, scheint unglaublich atmungsaktiv zu sein und wiegt sehr wenig. Einzige Nachteile: Passform (extrem kurz und weit geschnitten) die sich aber leicht ändern lässt. Ich hatte eine XXL gekauft und einfach schmaler genäht. Außerdem sind die Jacken nicht all zu robust, so dass man in Gestrüpp etc aufpassen muss; lassen sich aber super mit Duct Tape flicken. Und ganz ehrlich: Welche Jacke sieht nach einem kompletten Thruhike noch gut aus?
      Windjacke: Ebenfalls aus Zeitmangel (wie beim Shelter) wurde eine eigentlich nicht dafür angedachte Jacke eingepackt, aus dem ExTex 27g/m² Stöffchen (ursprünglich wollte ich noch eine aus 35g/m² Pertex machen). Die Jacke hielt aber erstaunlich gut und hat trotz intensiver Nutzung kein einziges Loch und sieht noch fast aus wie neu! Kein Kleidungsteil habe ich so oft tagsüber an- und ausgezogen, die Wärmeregulierung damit ist einfach zu praktisch und man kann sie aufgrund des Packmaßes (ca so groß wie eine Mandarine) immer griffbereit in der Außentasche haben. Auf dem CDT, der häufig sehr ausgesetzt über der Baumgrenze verläuft würde ich das Teil nicht missen wollen!
      Windhose: Ich bin ebenfalls sehr zufrieden damit. Die Wärmeleistung ist erstaunlich gut, dabei ist aber das Packmaß und Gewicht wesentlich besser als eine ähnlich warme lange Unterhose. Gerade an frostigen Morgen war es doch ganz nett die erste halbe Stunde noch was an den Beinen zu haben... Kommt auf Touren mit kühleren Temperaturen auf jeden Fall wieder mit.
      Buff: Tolles Multifunktionsteil, wärmt den Hals, den Kopf und bedeckt Nase und Mund beim Schlafen, wenn es zu kalt wird nachts. Gelegentlich auch um die Hände gewickelt wenn ich meinen Schirm gehalten habe.
      Fleecemütze: mag für manch einen redundant scheinen, aber ich hatte genügend Nächte in denen ich Buff, Fleecemütze und Kapuze an hatte und nichts davon missen wollen würde. Die Fleecemütze war aus dem Fahrradbereich (eigentlich für unter den Helm) aus winddichtem Material auf dem Kopf, aber nicht an den Ohren (so dass man noch gut hört). Sieht bescheuert aus, aber funktionierte prima.
       
      Verschiedenes:
      Schirm: Das war mein erster langer Trail mit Schirm und ich muss sagen, er ist jedes Gramm für mich wert. Bei Regen hat man den Kopf frei, der ganze Oberkörper und der größte Teil des Rucksacks bleibt trocken, bei Hitze läuft man die ganze Zeit im Schatten (so dass sich das Gewicht des Schirms innerhalb weniger Kilometer durch das zu tragende Wasser amortisiert).
      Lampe: Thrunite TI3. Tolle Lampe, ich bin absolut zufrieden damit. Lediglich für das südlichste Stück des CDTs wäre irgend ein dicker Scheinwerfer praktischer gewesen, da es um 18:00 bereits dunkel wurde und kein Trail vorhanden war, ansonsten war die TI3 perfekt.
      Taschentuch: Eigentlich nur ein Stück eines alten Seideninletts, ca 15x15cm, 4g. Ich hatte öfters mal Nasenbluten und finde es ganz angenehm die Nase mal schnäuzen zu können. Reiner Luxusartikel, aber bei dem Gewicht durchaus tragbar.
      Handy: LG G4. Sehr gutes Handy! Die GPS Ortung geht schnell, das Display ist gut lesbar und die Kamera ordentlich. Super praktisch war der auswechselbare Akku, wodurch man sich die Powerbank (und den damit einhergehenden Verlust) spart. Der Akkuwechsel dauert vielleicht eine Minute und man hat wieder volle 100%. Nächstes mal nehme ich nur das Handy mit und lasse die Kamera ganz zu Hause. Für den CDT wollte ich aber auf jeden Fall Fotos von einer richtigen Kamera und habe es auch nicht bereut (Sony RX100, machte geniale Bilder)
       
      Das wars schon! Im Anhang ist noch die komplette Liste (vom Ende) mit Gewichten etc. Falls noch Fragen aufkommen, immer her damit.
      Schöne Grüße
      Micha

      Gearliste CDT 16.pdf


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