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Ultraleicht Trekking

UL-Einsteiger: Die großen 4 komplett ersetzen


Urbex

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Hallo zusammen,

langfristig möchte ich die großen 4 komplett ersetzen und dann auch ultraleicht ausgestattet sein.

In der Vergangenheit war ich primär mit dem Auto unterwegs und musste meine Ausrüstung nur kurze Strecken zum Schlafplatz tragen. Daher spielte das Gewicht eine nicht ganz so große Rolle, wobei ich zumindest darauf geachtet habe, dass ich nicht ultraheavy unterwegs war.

Nun habe ich das Wandern für mich entdeckt und möchte meine Ausrüstung Stück für Stück ersetzen.

Leider habe ich Zelt und Schlafsack erst in diesem Jahr neu gekauft. Zu der Zeit waren mir die Ausmaße und Möglichkeiten im UL-Bereich noch nicht bewusst, sonst hätte ich mich wohl anders entschieden.

Aktuell sieht mein Setup so aus:

 

  • Rucksack: Deuter ACT Lite 40 + 10 (1571g)

  • Zelt: Nordisk Svalbard 1 SU (1700g)

  • Schutzplatze: Geertop 20D (129g)

  • Schlafsack: Carinthia G180 M (1066g)

  • Isomatte: Exped AirMat Lite 5 M mit Pumpe (533g + 47g)

 

Das sind zusammen 5046g. Mein Zielgewicht liegt bei 3000g für eine Sommerausrüstung. In den anderen Jahreszeiten werde ich weiterhin primär mit dem Auto unterwegs sein und dafür habe ich noch ausreichend andere Ausrüstung.

Leider bin ich mit meinem Studentenbudget stark eingeschränkt, sodass ich das Vorhaben eher langfristig betrachte. Ich frage mich jetzt wo ich am besten anfangen soll bzw. ob der Plan mit einem so eingeschränkten Budget überhaupt aufgeht oder ob ich doch noch warte bis ich als Vollverdiener (in ca. 2 Jahren) mehr Möglichkeiten habe. Ich befürchte, dass ich aktuell nur schlechte Kompromisse eingehen kann.

Von Vorteil ist, dass ich es nicht eilig habe und so ausgiebig nach Schnäppchen und gebrauchter Ausrüstung Ausschau halten kann. Bevor es um eine konkrete Kaufempfehlungen geht, würde ich gerne ein Paar Meinungen und Anregungen hören: Jetzt kaufen, warten, wo beginnen, wo kann ich günstig viel Gewicht sparen usw.

Am Ende muss ich das natürlich selbst entscheiden, aber ich bin erstmal für jeden Input dankbar :)

Viele Grüße

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Rucksack am Ende kaufen, wenn man weiß wieviel Volumen man für die restliche Ausrüstung braucht. 

Wenn man darauf schlafen kann: Eine einfache Schaummatte oder Zlite ist sehr günstig zu haben. 

Für Tips zu Zelt und Schlafsack sollte man ne Idee haben in welche Bedingungen und Gegenden es denn gehen soll. 

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- Ein günstiges China Zelt (Lanshan 1 pro) mit 700g ist der größte Quickwinn für dich imo..

- 3F Ul Rucksack spart Dir auch gleich 600-700g und kostet um die 140 wenn es einer mit Gestell sein soll. 

Das wären in Summe ca. 300€ aber auch 1,5kg Gewichtseinsparungen und ein echt großer Sprung...

 

Edit: Edit

Bearbeitet von gerritoliver
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Der beste Start ist erstmal die Packliste. www.lighterpack.com hilft da beim erstellen. Also jeden Ausrüstungsgegenstand wiegen ( nicht nur die großen vier im Auge haben). Durch ausmisten/weglassen kannst du völlig kostenlos unglaublich viel Gewicht sparen. Auf die Art findest du auch Stück für Stück das Volumen raust as ein möglicher Rucksack Kandidat benötigt. Letztlich ist dieses von der Art deiner Touren abhängig. Wie viel Tage Essen müssen reinpassen, wie viel Wasser. 
Wie bereits empfohlen: Rucksack nach hinten stellen. 

Dann kannst du dir Zelt, Schlafsack und Isomatte vornehmen. Bei der Neuanschaffung bedenken was für dich mehr Sinn macht. Lieber länger sparen und dann das für sich beste Gear kaufen oder erstmal günstig und dafür später doppelt oder möglicherweise dreifach kaufen weil es doch nicht das war was zu dir passt. Ich empfehlen das länger Sparen ist meistens wirklich günstiger. Sonst gehst du beim günstigen kaufen Zuviele Kompromisse ein, die du später bereust.

Leis dir viele Packlisten von andern ul-Hikern durch, so lernst du schnell worauf es ankommt. Wenn dann deine virtuelle Packliste steht, lässt du sie vom Forum hier mal auseinander nehmen und erst dann wird neu gekauft ;)

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Hi,

für ein Sommersetup könntest du dir überlegen, ob für dich, wie @schwyzi schon gefragt hat, eine Kombi aus Tarp und Bivy/Bugbivy/Netzzelt (alles zum Schutz vor Mücken oder Zecken) in Frage kommt. Bei gutem Wetter kann man das Tarp dann weg lassen und Cowboycamping machen. Mit Bivy und Bugbivy kann man auch gut in Schutzhütten übernachten.

Tarp gibt es preiswert von Herstellern wie DD Hammock oder Pariah Outdoor. Oder noch preiswerter auf Aliexpress. Alternativ, wenn du dir zutraust zu nähen oder bereits Näherfahrung hast, geht natürlich auch ein MYOG Tarp. Bivy oder Bugbivy würde ich selber nähen, Anleitungen dazu gibt es hier im Forum. Ist eines der simpelsten Projekte für Näheinsteiger. Oder alternativ von Aliexpress, passend zum Tarp. Allerdings wohl nicht für große Leute geeignet.

Ansonsten wurde Lanshan 1 (Pro) ja schon empfohlen.

Preiswert als Sommerschlafsack wäre ein selbstgemachter MYOG Kunstfaser-Quilt aus Apex eine Option. Für unsere Breitengrade vielleicht mit 100er oder 133er Apex. Kosten wohl so zwischen 70 und 90€ plus halt deine Arbeitszeit. Je nach Körpergröße, Füllung und Stoff wäre das Gewicht eines solchen Quilt wohl zwischen 500 und 600g.

Isomatte ist für den Sommer für den Anfang vollkommen okay. Eventuell mal ausprobieren, ob dir eine dünne Schaumstoffmatte reicht. Guter Schlaf ist imho aber wichtiger als 300g weniger am Rücken. Da ich auch eine Exped-Matte habe: Ist der Pumpsack diese runde kleine Ding, das mit Schaumstoff gefüllt ist? Wenn ja, kannst du dir überlegen stattdessen eine Schnozzel Pumpbag von Exped anzuschaffen. Gibt es in verschiedenen Größen. Ist zwar schwerer als der Pumpack, kann dafür aber als wasserdichter Packsack verwendet werden, also Dual Use. Und die Matte lässt sich besser damit aufpumpen.

Rucksack wie empfohlen erst zum Schluss, wenn du weißt, wieviel Krams du hast. Mit dem Deuter bin ich aber auch schon gewandert. Der sollte dich nicht davon abhalten, auf Wandertour zu gehen.

Ansonsten wie schon empfohlen, Packliste anfertigen und gucken, was zuhause bleiben kann.

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Falls das von @Gibbon verlinkte Ali Tarp interessant sein könnte - https://www.bushcraft-deutschland.de/thread/28523-kurzvorstellung-tarptent-aricxi/ 

das ebenfalls oben verlinkte, dort hineinpassende bugbivy hatte ich auch.:( Das ist wirklich nur was für Ultraleichte, also max. 1,80 m große, schlanke und schmal gebaute Trekker. Ich passte da rein - oder mein Schlafsack...:unsure:

Edit mit allen Schnüren, Heringen und nem selbstgebauten Ikea-groundsheet mit Verstärkungsringen und Gummischnüren wiegt es insgesamt unter 500g.

Bearbeitet von schwyzi
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Hallo zusammen,

vielen Dank für die zahlreichen Tipps und Infos. Nachdem ich mich in den letzten Tagen in jeder freien Minute mit dem Thema UL beschäftigt habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es besser ist das Ganze vorerst ruhen zu lassen und zu einem späteren Zeitpunkt mit einem vernünftigen Budget anzugehen. Aus anderen Interessenbereichen/Hobbys kenne ich es zu gut, wie sehr ich mich in Dinge vertiefen kann und wie gerne ich etwas optimiere. Wenn ich das Thema UL angehe, dann richtig und ohne faule Kompromisse, improvisierte Bastellösungen oder minderwertige Ausrüstung. Mit meinem derzeitigen Budget würde ich nicht glücklich werden.

Bis dahin werde ich schauen wie gut ich mit meiner derzeitigen Ausrüstung zurechtkomme. Es ist ja nicht so, dass ich ultra heavy unterwegs bin und gar nicht vom Fleck komme. Für die aktuell geplanten Wochenendtouren sollte das vorübergehend passen.

Bis das Geld etwas lockerer sitzt, werde ich hier weiterhin regelmäßig reinschauen und so viele Infos mitnehmen wie möglich :)

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Keineswegs möchte ich Dir zu Nahe treten, aber die Argumentation Student und die Erwähnung Auto beißt sich bei mir etwas, sofern das Dein eigenes Auto ist, bei dem Du alle Kosten trägst.

Daher. Vielleicht ein guter Weg das Auto loszuwerden. Du wirst Dich wundern, wieviel Geld da übrig bleibt für Reisen und Ausrüstung nach Deinem Geschmack.

Ansonsten würde ich nicht zu dogmatisch rangehen an die Gewichtsgrenze und evtl. überlegen, welches Deiner Ausrüstungsteile noch gut Geld bringt und dieses verkaufen. Dabei hilft es auch zu gucken, wieviel Geld Du für den Nachfolger brauchst. Dann tut auch ein Verlust nicht so weh, wenn Du für was Besseres zwar draufzahlen musst, aber nicht zuviel.

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vor 33 Minuten schrieb danobaja:

dann ersetz doch eines nach dem anderen und freu dich jedesmal wie dein rucksack ein bischen leichter wird.

finanziell aufgehen wird die rechnung nie, nichtmal mit gebrauchten dingen. aber so kannst du dich immer freuen und zum sparen auf das nächste teil motivieren.B)

Genau so hab ich das auch gemacht, und genau so würde ich das zum aktuellen Zeitpunkt dann auch vorschlagen. Stück für Stück zum UL-Glück. Bringt ja auch absolut nichts, wenn Du Dir jetzt 'die Ausrüstung schlechthin' kaufst, und dann merkst, dass ein Quilt nix für Dich ist.

Fang mit dem Zelt an, lass das Footprint weg und nimm für den nächsten Trip einfach mal ne Baumarktplane oder wie von @Gibbon vorgeschlagen ein DD oder Pariah-Tarp mit. Finanziell machste da nicht viel kaputt, hast aber locker ein Kilo Einsparpotential. Und weglassen ist immer kostenlos, bei einer vollständigen Packliste können wir besser helfen...

vor 23 Stunden schrieb Urbex:

improvisierte Bastellösungen

HA! Davon _lebt_ dieses Forum doch! ;)

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vor 17 Stunden schrieb danobaja:

dann ersetz doch eines nach dem anderen und freu dich jedesmal wie dein rucksack ein bischen leichter wird.

finanziell aufgehen wird die rechnung nie, nichtmal mit gebrauchten dingen. aber so kannst du dich immer freuen und zum sparen auf das nächste teil motivieren.B)

So mach ich das auch.  Im letzten Jahr von 1.6kg Schlafsack auf 560g Daunen Quilt (von Cumulus) umgestiegen.  Und mit einem DD Hammock (ca 800g und 80€) losgezogen.  Wobei wir 2 Wochen zuzweit waren.  Wollte mal probieren, wie es mit einem Tarp für mich klappt.  Dieses Jahr ist neuer Rucksack an der Reihe.  Klar, wenn man UL gehen will und trotzdem Qualität braucht, um lange Touren auch in problematischem Wetter überstehen zu können, dann geht das nur mit teuren Materialien, die halt entsprechend teuer sind.

Ich finde es faszinierend, wieviel man als UL Anfänger hier und auf einigen Youtube Kanälen lernen kann.  Z.B. finde ich die Videos von Homemadewanderlust sehr informativ.  Sie hat oft Gear Reviews und Vergleiche zwischen teuren und billigeren Produkten.  Siehe z.B. https://youtu.be/c1lzPuyX7bM  Und hoffentlich kann ich Schritt für Schritt mich an MYOG Projekte wagen.  Was Leute hier vorstellen ist inspirierend.Mein erster Versuch war erfolgreich, als ich ein Frontnetz an meinen altern Raidlight Rucksack annähte, und damit die Kapazität deutlich vergrößern konnte.   

 

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