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Ultraleicht Trekking

Schlechter Wetterbericht für geplante Tour - was nun?


r0bin

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Hallo zusammen,

meine Freundin und ich wollten eigentlich am Samstag unsere erste größere Tour mit Zelt und Rucksack starten: den B1 von Brülisau nach Airolo. Wir haben wir uns jetzt wochenlang darauf vorbereitet (Ausrüstung, Route, Übernachtungsmöglichkeiten, Re-Supply usw.), damit auch ja nichts schief gehen kann und sind schon voller Vorfreude.

Doch wie es aussieht, will uns jetzt das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen. Nachdem jetzt wochenlang gute Bedingungen herrschten sind jetzt für unsere erste Woche massig Regen, Gewitter und sogar Schnee gemeldet. Die längeren Wettertrends (14 Tage) sind zwar erfahrungsgemäß kaum zu gebrauchen aber auch hier ist die Tendenz schlecht.

Wie geht ihr mit sowas bei euren Touren um? Startet ihr trotz erschwerten Bedingungen, wenn's nicht gerade auf dem Kamm gewittert? Schmeißt ihr in der letzten Minute alle Pläne über Bord und sucht euch eine andere Destination?

Viele Grüße,
Robin

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Seid ihr von der Ausrüstung her auf solches Wetter vorbereitet? Vor allem auf den Regen in Verbindung mit Kälte.

Falls JA, würde ich die Tour trotzdem starten und mich mental darauf vorbereiten, dass es eventuell härter wird wie geplant.

Falls NEIN, würde ich umplanen und eine Tour auf weniger Höhe wählen, sprich wo es wärmer ist. Ist dann zwar Schade, aber besser als nix.

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Also ich würde sagen die Alpinvariante sicher nicht an diesem Wochenende.

Die Hauptroute bis T3 könnte auch schwierig werden. Wenn der Regen dieses Wochenende wirklich so kommt, dann wird es sehr ungemütlich (in der Detailsicht steht, dass die 30 mm in ein paar Stunden fallen sollen).

Wenn es geht, würde ich den Start der Tour leicht nach hinten verschieben. @Jever (meines Wissens Autor der Route) kann es sicherlich besser einschätzen, da ich den Weg persönlich nur in Abschnitten kenne.

vor 46 Minuten schrieb r0bin:

Nachdem jetzt wochenlang gute Bedingungen herrschten sind jetzt für unsere erste Woche massig Regen, Gewitter und sogar Schnee gemeldet.

Vor 2-3 Wochen auch schon. Das ist eher normal im alpinen Bereich und damit muss man umgehen können (sprich flexibel sein und mal ein paar Tage aussitzen können).

Bearbeitet von Patirou
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Vorab: ob ihr startet oder nicht, könnt nur ihr selbst entscheiden, das wird euch keiner abnehmen können.

Aber: du schreibst, dass es eure erste größere Tour mit Rucksack und Zelt ist. Bestehen sonst Erfahrungen im alpinen Gelände, zB von Hüttentouren o.ä.? Denn der B1 ist ja von Becks/Jever entworfen worden, da könnte ich mir vorstellen, dass schon die eine oder andere ausgesetzte Stelle dabei ist - bei Neuschnee ist das dann eine komplett andere Nummer, zur felsigen Rutschbahn kommen evtl. noch Schwierigkeiten bei der Wegsuche hinzu, man bewegt sich sehr (!!!) viel langsamer, Pausen sind evtl zeitlich nicht drin oder weil man dabei zu sehr auskühlt etc. pp. Bei einer längeren UL-Tour finde ich es schwierig für derartige Bedinungen korrekt ausgerüstet zu sein. Ich habe zB nicht immer richtiges Regenzeug oder Handschuhe dabei, auch die Trailrunner kommen dann an Grenzen. abgesehen davon, dass ich persönlich nicht über die notwendige Erfahrung verfüge, mich unter diesen Bedingungen sicher im alpinen Gelände zu bewegen. Ich hatte einmal Probleme mit Schneeregen, der auf den Felsen fest gefroren ist. Der Weg war einfach aber (wasserdichte) Handschuhe wären fein gewesen - Hände und Füsse waren echt kalt (hätte aber leicht abbrechen können, Skigebiet mit laufender Seilbahn war leicht erreichbar). Einen schwierigeren Weg hätte ich mir unter diesen Bedingungen aber definitiv nicht zugetraut.

Es bleibt also nur, das Wetter sehr genau zu beobachten und sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, Alternativ-Routen und Abstiegswege und Abbruchmöglichkeiten in petto zu haben. Man sollte einfach wissen, in welcher ungefähren Zeit eine Hütte, Paß-Straße, Bus- oder Seilbahnstation erreichbar ist und wie schwierig der Weg dorthin ist. Für einen Abbruch darf man sich auch nicht zu spät entscheiden, weil man ggf. ein paar Stunden braucht um in tiefere Lagen zu kommen...

Kälte, Nässe, Wind - keine tolle Kombination und auf 2-3000m kann das sehr sehr ungemütlich werden... (ein Aspekt kommt noch dazu: ich will gerne, dass meine Frau auch in Zukunft mit mir in die Berge geht und zum Segeln - heißt: ich plane so, dass die Unternehmungen möglichst nicht "zum abgewöhnen" sind, gelingt natürlich nicht immer ganz ;-) )

Starten oder nicht? Ein längeres Projekt (5 Wochen) haben wir mal eine Woche nach hinten geschoben, weil ein Wintereinbruch vorhergesagt war. Es hat dann auch ordentlich Neuschnee hingelegt in den höheren Lagen - bei unserem Start war dann alles wieder sommerlich... Kürzere Touren starten wir meistens wie geplant, wenn das schlechte Wetter 4-5 oder gar mehr Tage in der Zukunft vorhergesagt ist und planen eben Abbruchmöglichkeiten, Alternativrouten und Orte, wo man mal 3 Tage absitzen kann (das schöne Hotel mit gutem Essen und Sauna wird in der Schweiz aber leider ziemlich teuer). Im Sommer ist sowas ja oft schnell durchgezogen und danach kann man die Tour problemlos weiterführen. Bei kurzen Sachen finde ich es auch nicht schlimm, wenn am Ende das geplante Ziel nicht ganz erreicht wird. Alpenüberquerung, was ist das schon. Einmal in ein paar Tagen über den Hauptkamm rüber kann jeder - wichtiger ist es eine schöne Tour und eine gute Zeit miteinander zu haben... Wenn das eure erste derartige Unternehmung ist: nicht stressen. Urlaub geniessen.

In der Schweiz fahren ja überall Bahnen, Postautos, Züge - wir sind manchmal auch einfach über die Pässe rüber ins Engadin oder nach Italien - dort ist das Wetter oft besser als auf der Nordseite. Und die "Transplantation" ist oft innerhalb weniger Stunden zu machen...

Gewitter: im Sommer sind sehr oft Gewitter vorhergesagt, teilweise mit Unwetterwarnungen. Auch das kann sehr ungemütlich sein, mit Hagel, Temperatursturz, heftigem Wind, abgesehen von den Gefahren des Gewitters selbst. Das Geschehen ist aber oft sehr lokal und wo das Unwetter niedergeht, weiß man nicht so recht - heißt: wenn man wegen einer Gewitterwarnung eine längere Tour abbläst, dann kann man oft gar nicht mehr los. Bleibt auch hier: einfach mal los, Geschehen im Auge behalten, wenn die dicken Wolken anrücken, vielleicht eine längere Grat-Wanderung abblasen, früher Feierabend machen. Damit das keine Grat-Wanderung wird ;-) . Morgens früh los ist auch ein gutes Rezept gegen Gewitter, so ist man nachmittags, wenn das Gewitter-Risiko steigt, vielleicht schon in der Hütte oder im Zelt...

Ich habe dieses Jahr für die 3,5 Wochen Sommerurlaub übrigens 3 verschiedene Unternehmungen geplant. Nicht wetter- sondern verletzungsbedingt. Es sind am Schluß dann deutlich weniger km und Hm zusammen gekommen, aber wir hatten eine sehr gute Zeit, haben eine für uns komplett neue Ecke der Alpen kennen gelernt, gut gegessen, gelesen, gebadet... Kurz: es war trotzdem schön.

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Ich hatte gerade das gleiche Problem.

Nun - ich bin bekennender Schönwetterwanderer. Statt Tschechien wurde es Schwarzwald und der Start zwei Tage später. Dann war das Wetter bis auf wenig nieseln ok.

Es soll Spass machen, nicht wahr? Es soll auch Deiner Freundin Spass machen und Du willst sicher, dass sie auch weiter mitkommt. Meine Frau kommt nicht mehr auf die Langstrecke mit, seitdem wir bei Regen im Wald übernachtet haben.

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Ich wuerde umplanen, wenn die Wettervorhersage so bleibt.

Da kommt evtl Anfang der Woche ne richtig heftige Front, selbst hier Sued-Toskana soll es etwas Regnen, 40 oder 30 l / Tag im Gebirge, da geht es nicht mehr darum, ob man vernuenftiges Regenzeug, Zelt, Schuhe hat, das geht heftig an die Substanz und kann auch richtig gefaehrlich werden.

Sucht Euch was suedlich des Alpenhauptkamms aus, wo die Wettervorhersage evtl nicht so heftig ist.

Evtl lasst es mit den Bergen sein und geht nen Pilgerweg o A. z.B. Toskana, ich hatte auch vor in gut einer Woche in Nord-Slowenien zu WW-Packraften, aber da sind teilweise bis 70 l / Tag angesagt, wenn das so bleibt, bleibe ich lieber noch was hier unten, wenn es ordentlich regnet, wird der Ombrone auch zum WW :-D

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Hallo,

also ich bin weit davon entfernt, Tipps für Bergwanderungen zu geben, aber wenn die Möglichkeit besteht, diese Tour auch zu einem späteren Zeitpunkt zu machen, wäre es doch schade wenn das Wetter euch den Urlaub "verdirbt". Es ist hier ja nicht von ein zwei Tagen Regen die Rede sondern einer richtigen Front. Ganz davon abgesehen, welches Gefahrenpotential dadurch entsteht....

Eigenes Beispiel: Bei meiner geplanten Radtour durch das Ahrtal waren auch Gewitter angekündigt. Da ich das Tal kenne (eng und wenig Ausweichmöglichkeiten), bin ich am Bahnhof spontan in einen anderen Zug gestiegen und bei schönstem Wetter an der Nordsee geradelt. Die Kosten des verfallenen Zugticktes waren mir egal.

An diesem Wochenende hatte sich die Warnung nicht bestätigt, aber vier Wochen später gab es das Ahrtal nicht mehr....

Ich wünsche euch einen tollen Urlaub, wo immer er jetzt stattfinden wird!

LG, Birgit

 

 

Bearbeitet von bifi
Rechtschreibung
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Aus meiner Sicht ist das eine ganz normale sommerliche Wetterlage in den Alpen. Ich dachte bei se Überschrift an eine Woche Dauerregen und Überflutung oder Wintereinbruch....

Jetzt zum Fall: Ab Mittag entwickelnde Gewitter am Samstag und Sonntag sind eher standard im Gebirge. Ab Montag bildet sich dann ein Tief über dem Golf von Genua mit Südstau (und Regen in der Toskana) und zieht am Dienstagabend ab. Ich würde schauen ob ich nord-süd laufen kann wegen des Tiefs. Ansonsten der Standard: Wetterbericht für den Folgetag checken, früh los, nicht trödeln und im Zweifel eine niedriger Route oder einen Pausentag machen. 

 

Bearbeitet von Martin
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Hallo zusammen,

vielen Dank für die zahlreichen hilfreichen Antworten. :)

Unsere alpine Erfahrung ist noch sehr begrenzt. Wir haben in Norwegen einige anspruchsvolle Wanderungen (>20-30 km, > 2000 Hm) gemacht und auch in den Alpen mal hier und da aber das alles immer nur als Tagestouren mit Zelt und Auto. Mehrtagestouren haben wir bis jetzt nur im Mittelgebirge und auf La Gomera gemacht. Der geplante B1 wäre unsere anspruchsvollste Tour, obwohl wir nur den Hauptweg ohne die alpinen Varianten laufen wollen.

Wenn wir also trotz schlechtem Wetterbericht loslaufen und der sich dann als "wahr" herausstellt, würde es wohl ziemlich sicher auf einen Abbruch hinauslaufen. Wenn es mal einen Wolkenbruch gibt oder auch mal ein paar Tage nieselt, stehen wir das schon durch. Tagelangen Dauerregen eher nicht. Auf noch schlechtere Bedingungen mit Eis & Schnee sind wir definitiv nicht vorbereitet. Wenn jetzt am Sonntag 30mm Niederschlag als Schnee (d.h. dann 30cm+) an der Bifertenhütte fallen, dann überfordert das sowohl unser Können als auch unsere Ausrüstung. Ich kann nicht einschätzen, wie lange der dann liegen bleibt aber das würde das Durchkommen für uns ja vermutlich mehrere Tage verhindern.

Objektiv ist aktuell vermutlich eine andere Route viel weiter südlich die bessere Wahl für uns. Andererseits haben wir uns jetzt auf genau diese Route intensiv vorbereitet und auch wirklich mega drauf gefreut. Bei einer Alternative stehen wir jetzt wieder komplett bei Null da. Wir müssten vermutlich auch wirklich in eine ganz andere Gegend, da das Tief wohl halb Europa überzieht. Wir hatten ursprünglich mal noch die Dolomiten, die Picos de Europa und die Sierra de Gredos in die engere Auswahl für diesen Urlaub gefasst. Dolomiten sehen noch abschreckender aus (Sonntag 75l/m²). Picos de Europa sind zwar besser (< 10l/m²) aber trotzdem jeden Tag Regen und die Sierra de Gredos fanden wir von Anfang an nicht sooo toll im Vergleich (zudem 17 statt 4 Stunden Anfahrt). Falls jemand noch einen konkreten Tipp hat für eine schöne Route mit Zelt, bei der man kaum planen muss, nehmen wir das auch gerne entgegen. :D

Uns fällt es wirklich schwer zu entscheiden, wie lange wir an Plan A festhalten bzw. ob und wann wir jetzt die Reißleine für Plan B ziehen sollen. Wir haben 3 Wochen Urlaub, könnten also ggf. auch ein paar Tage später starten, nach Hinten haben wir aber keine Möglichkeit zu verlängern. D.h. wenn wir jetzt 1 Woche warten und es hat sich dann immer noch nicht gebessert, wird es je nach Alternativroute schon knapp.

Bzgl. "früh morgens starten": Das machen wir sowieso immer bei anspruchsvollen Touren, teils schon um 4:00 oder 5:00 Uhr morgens, um nach Hinten ausreichend Puffer zu haben.

Viele Grüße,
Robin

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vor 1 Stunde schrieb Martin:

Ab Mittag entwickelnde Gewitter am Samstag und Sonntag sind eher standard im Gebirge.

Also ich sehe nur für Donnerstag und Freitag das klassische Sommergewitter. Ab Samstag auf Sonntag ist eine schöne Kaltfront angekündigt. Nicht ganz so heftig wie vor knapp 2 Monaten, aber auch nicht easy und Standard. Schneefallgrenze liegt Stand jetzt nächste Woche mindestens bis Mittwoch bei 2500-2000 m

Keine Situation wo man im alpinen Gelände im Zelt ausharren möchte.

vor 1 Stunde schrieb Martin:

nicht trödeln

Das darf man bei den Etappen wie vom Jever beschrieben sowieso nicht grossartig.

vor 5 Stunden schrieb r0bin:

unsere erste größere Tour mit Zelt und Rucksack starten:

Im Anbetracht dessen würde ich umplanen. Ein paar Tage nach hinten sollten reichen. Falls das Aufgrund AG nicht möglich ist, musst Du leider umplanen. Ich weiss es ist schwierig und nicht schön, die Vorfreude ist da und man möchte unbedingt. Aber es gibt zig Möglichkeiten noch ein schönes Erlebnis daraus zu machen. Diese Flexibilität beim Bergwandern muss man sich meiner Meinung nach aneignen (wenn man Sie nicht schon von Anfang an hat). 

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Hallo,

vor einer ähnlichen Situation sehe ich uns auch... Wir wollen am 4.9 den Vier Quellen Weg starten, der ja recht nah gelegen ist. Bis jetzt dachte ich, ich gebe nicht all zu viel auf die Prognosen soweit im Voraus, aber falls die Kaltfront bis dahin nicht weggezogen ist müssen wir uns auch etwas anderes überlegen. Zugtickets dahin sind allerdings schon gekauft und eine zeitliche Verschiebung ist auch nicht drin... Was nun?

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Erstmal: ned uffresche. Das Wetter ist wie es ist - da können wir eh nix machen.

Ich denke auch dass da am Wochenende was durchziehen wird - schaut für mich jetzt aber irgendwie nicht danach aus, dass es eine Woche durchregnet / schneit - bin aber jetzt auch nicht so der Wetter-Guru. Aber selbst wenn es oben schneit, sollte das eigentlich innerhalb kurzer Zeit wieder weg sein - das ist jedenfalls meine Erfahrung mit Schnee um die 2-2500m in den Alpen im Juli - September. Oft war der Spuk schon am nächsten Tag wieder vorbei. Nur wenn das Ding runtergeht, sollte man halt nicht oben rum tappen. Die Infrastruktur ist in der Schweiz doch hervorragend, sodass Planänderungen sehr leicht umsetzbar sind. Hüttenwirte helfen einem bzgl. der Bedingungen auf den jeweiligen Wegen üblicherweise auch gut weiter. Einfach fragen.

Ich würd mich jetzt erstmal nicht komplett verrückt machen - 3 Wochen sind doch ein ordentlicher Urlaub, der B1 ist ja nicht soooo lang und auch für den 4 Quellen Weg finde ich bloß 5 Etappen. Und der 4.9. ist ja beinahe noch ewig hin. Mit 3 Wochen und dieser Vorhersage würde ich jetzt nicht ein komplett anderes Reiseziel wählen...

Wenn man Tickets hat, die sonst verfallen, würde ich in dem Fall einfach mal losfahren und notfalls halt ein paar Tage irgendwo ausharren - vielleicht gibt es ja ein paar interessante Dinge anzuschauen? Mit dem Auto / und auch mit dem Zug ist man von der Schweiz auch schnell nach Italien weiter gefahren - wie gesagt, südlich des Alpenhauptkamms ist es oft wärmer (muss aber natürlich nicht immer so sein). Das Essen ist oft besser und das Hotel auf jeden Fall billiger ;-) . Weit südlich im Mittelmeerraum und im Flachland wäre es mir im Sommer eher zu heiß, aber um die großen oberitalienischen Seen oder in den französischen Seealpen gibt es hunderte Möglickeiten für mehrtägige Wanderungen (voll wird es wohl überall ohnehin sein) - kann mir nicht vorstellen, dass diese Gebiete alle  nächste Woche unter einer Meterdicken Schneedecke liegen... Manche Sachen lassen sich nicht so genau planen wie wir das gern hätten.

Freut euch doch auf die Ferien, ich würd auch gern direkt wieder los. Ein beschissener Tag auf dem Trail ist doch meistens besser als einer im Job ;-) Und: um 4 oder um 5 Uhr los? Im Urlaub? Ernsthaft? Das sind bei uns wirklich einzelne Tage, wenn es sehr weit oder sehr heiß ist. Zwischen 6:30 und 8 reicht uns meistens...

Bearbeitet von mochilero
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vor 2 Stunden schrieb r0bin:

Falls jemand noch einen konkreten Tipp hat für eine schöne Route mit Zelt, bei der man kaum planen muss, nehmen wir das auch gerne entgegen. :D

Ich könnte den Jura Höhenweg empfehlen, offziell in 16 Tagen, in 12-14 Tagen machbar wenn man flott unterwegs ist. Planung braucht man im Voraus nicht viel. Man findet immer einen Platz um ein Zelt aufzubauen, ohne gross zu stören (ausser in den Schutzgebieten). Ich würde das mit einem Hoteltag (bzw. Herberge) in Solothurn und La Chaux-de-fonds planen.

Start ab Zürich, Ankunft bei Genf. Bei guten Tagen hat man hervorragende Sicht über das Alpenpanorama und auch der Jura selbst ist sehr schön und abgelegen (und man mag es kaum glauben, aber grad am ersten Tag gibt es dîe Möglichkeit eines T3 Abschnitts der schön "Luftig" ist -> Lägeren)

https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-5

 

Andererseits Ihr habt 3 Wochen, Jevers Route sind 11 Etappen, da könnt Ihr gut eine halbe Woche nach hinten schieben. Sommerneuschnee ist auch flott wieder weg.

 

vor 20 Minuten schrieb Nero_161:

4.9 den Vier Quellen Weg starten

Bis dahin hat es ja noch Zeit, ich würde jetzt nicht zu sehr stressen. 

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Guck Dir ne stundenweise Wettervorhersage an, mit Wind. Und ner Europakarte mit Bewegung, zB meteored.

30mm am Tag sind keine 30 Liter! (edit: whrschl doch, aber der Unterschied zwischen pro Stunde und pro Tag ist gewaltig:-) ) Schnee bleibt nach Deinen Screenshots wohl über 2000... 

Ab 30 mm / Stunde ists dicht verregnet und nass, wir wechseln dann in unbewirtschaftete Hütten (Valgrande? Schweizer Seite östlich der Bahnstrecke?) oder FeWos (oder Campingplätze). Bezahlte Unterkünfte sind preiswerter auf der italienischen Seite, Tessin ist aber leider so naja (2-3 Campings eher westliches ital Tessin), Domodossola und die Täler drumrum finden sich ganz gute Sachen auf airb..usw. Auf Schweizer Seite eher Campingplatz und Tagestouren, Simplon würde ich gucken (Tessin auf Schweizer Seite ist auch nicht so preiswert und die Campings an der Bahnstrecke eher naja).

Bei deinen Screenshots kanns sein, dasses ganz schönes Wetter ist (was ich nach Khyals Meldung zur Toskana eher nicht glaube).

Bearbeitet von t123
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vor 12 Minuten schrieb t123:

30mm am Tag sind keine 30 Liter!

Da bin ich jetzt mal auf Deine Rechnung gespannt...

Nach meiner Rechnung :
30 mm = 3 cm, das Wasser steht also sozusagen 0,3 l hoch, der qm hat in der Laenge und Breite 100 cm also jeweils umgerechnet 10 l -> 0,3*10*10=30 l / qm

Wir koennen auch das Ganze statt dessen in cm³ rechnen
100cm * 100cm * 3 cm=30.000 cm³, ich glaube wir sind uns einig, dass ein Liter 1000 cm³ hat, also 30.000 cm³ / 1000 = 30 l / qm

So jetzt bitte Deine Rechnung, die zu einem anderen Ergebnis kommt...

Ich finde btw die l / qm anschaulicher, als die mm, da aber der Zahlenwert eh gleich ist, ist es eigentlich Wurscht, was dahinter steht...

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Ich glaube T123 meinte das ein Dauerregen mit 30 l pro Tag sich anders anfühlt als nen Gewitter mit 30l in 30 Minuten. 

Es ist allerdings auch so, das Wettermodelle die Niederschlagsmenge eines Gewitters häufig unterschätzen. 

Aber der Regen ist ja hier eigentlich nicht unser Problem, sondern Blitzschlag, Sturmböen, Hagel oder Schneeschauer....

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Ich habe mir mal Größenordnungsmässig gemerkt:

Ein mittelstarker Regenschauer hat so ca 5mm/Stunde

20-40mm/Stunde sind (sehr starker) Starkregen (was dann evtl Probleme mit Flussüberquerungen und andere Schwierigkeiten geben kann)

Unwetterartig kann man denke ich alles darüber bezeichnen...

15mm pro Tag (=24 Stunden) sind also beispielsweise nicht so mega viel...

 

(Die Zahlenwerte für mm Niederschlagshöhe und l/qm entsprechen sich soweit ich weiß, also 30mm entspricht 30l/qm, oder hab ich das falsch im Kopf??? Oben hat das ja jemand auch so ausgerechnet..)

Bearbeitet von mochilero
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vor 2 Stunden schrieb Genusswanderer:

Wie hoch steht denn ein Liter Wasser?

1 l / qm = 1 mm
 

vor 2 Stunden schrieb mochilero:

Ich habe mir mal Größenordnungsmässig gemerkt:

Ein mittelstarker Regenschauer hat so ca 5mm/Stunde

20-40mm/Stunde sind (sehr starker) Starkregen (was dann evtl Probleme mit Flussüberquerungen und andere Schwierigkeiten geben kann)

Unwetterartig kann man denke ich alles darüber bezeichnen...

15mm pro Tag (=24 Stunden) sind also beispielsweise nicht so mega viel...

 

(Die Zahlenwerte für mm Niederschlagshöhe und l/qm entsprechen sich soweit ich weiß, also 30mm entspricht 30l/qm, oder hab ich das falsch im Kopf??? Oben hat das ja jemand auch so ausgerechnet..)

yes habe ich oben vorgerechnet :mrgreen:

Was Du ueber die Werte schreibst, wuerde ich so, wenn Du geschrieben haettest mm aus der Wettervorhersage, was mm/24 std sind, so bestaetigen, aber wenn Du mal rechnest, bei 5mm = l pro std hast Du in 24 std seit ueber 100 l / qm das ist nicht mittelstarker Regenschauer, das ist voellig landunter und 40 mm pro std waeren rund 1000 l / qm in 24 std, soviel kommt in vielen Gegenden Deutschlands nicht im Jahr runter, in Koeln waren es 2022 z.B. gut 600 mm bzw l / Jahr... Bist Du sicher, dass Du da wirklich mm/std und nicht mm/Tag meinst ?

Eigentlich git es imho Unwetterwarnungen wegen Starkregen ab ca 50-60 mm bzw l in 24 std...meist sind natuerlich die Niederschlaege auf weniger std konzentriert,  da geht das auch los, dass haeufig die Keller ueberflutet werden, wenn die Hauskanaele zu klein sind, oder es Grundwasser durch die Wand drueckt.

Ich habe hier in der Suedtoskana mal vor ein paar Jahren im Sommer 100 l / qm an einem Tag innerhalb von 8 std gehabt, da waren unsere Fusswege im Gelaende Baeche, der kleine Bach war so breit / reissend, da waerst Du nicht mehr durchgekommen und nach 2 Tagen mit so einem Niederschlag stand mal wieder die halbe Maremma unter Wasser (wir sind ja was weiter oben und im Wald mit viel Hanglage, da laeuft alles ab...).

Ihr habt ja wohl in D die letzten Wochen auch leicht erhoehte Luftfeuchtigkeit :mrgreen: und soll ja wohl jetzt fuer Sueddeutschland Starkregen kommen, bei mir sind sie sich nicht einig, die letzten Wochen war es nur trocken / heiss, teilweise sehr heiss, gestern nacht selbst bei uns oben 26 Grad, tagsueber an der Kueste gut 40, glaube ich der YR-App, sollen hier am Mo 60 l runter kommen, Drops schreibt 20 l, wetter.com sieht nur 6 l, ich werde es erleben :mrgreen:

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Ganz abgeschrieben haben wir die Tour noch nicht aber wir haben jetzt schon mal definitiv entschieden, dass wir nicht vor Dienstag loslaufen, da es da zwar immer noch regnen soll aber nicht mehr so heftig wie an den Tagen davor. Für Samstag/Sonntag/Montag werden die Wetterberichte aktuell allerdings immer schlimmer. An der Bifertenhütte sind jetzt für Sonntag 72mm und an der Scaletta-Hütte (eher gegen Ende der Tour) sogar 94mm Regen. Und damit sind wir ja laut @khyal in der Kategorie schwester Unwetter. In den Bergen sind 94mm ja denk ich auch nochmal deutlich heftiger, da sich da Wasser ja in den Tälern konzentriert. Meint ihr, dass das in den Tagen danach noch Nachwirkungen hat (Schlamm, Erdrutsche o.ä.)? Oder denkt ihr, dass da 1-2 Tage später wieder alles normal ist, wenn der Regen nachlässt?

 

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Khyal liegt fast richtig. Für Deutschland gibt es vom DWD eine Tabelle mit Wetterwarnungen und den dazugehörigen Mengen: https://www.dwd.de/DE/wetter/warnungen_aktuell/kriterien/warnkriterien.html

60 mm /6h ist die Grenze zwischen Markantem Wetter und Unwetter. Für 24h wäre die Grenze bei 80l. Extremes Unwetter wäre Ahrtal- 150mm+ würde ich annehmen.

Für die Schweiz gilt diese Tabelle: https://www.meteoschweiz.admin.ch/dam/jcr:a5aa1c52-b634-45dd-9757-12004070c8af/beschreibungenzudengefahrenstufen.pdf

Schwellenwerte sind für die Nordseite ähnlich, für die Südseite erheblich höher. Das spricht auch deine Frage zu den Auswirkungen an. Die Auswirkungen im Tal haben viel mit der baulichen Gestaltung zu tun und sollten heftiger sein, als am Berg. Überall fällt gleich viel, im Tal sammelt sich alles und Flüsse können über die Ufer treten etc.

Ich nehme mal an, wenn die Warnschwelle der Meteo Schweiz für Stufe 4 von 5 erst 130 mm bzw 200mm beginnt, wird das schon OK sein. Die 94 mm sind eine "markante"/ "orange" Warnung. Da würde ich kaum Einschränkungen erwarten. Erdrutsche sind etwas für hohe rote Stufe oder die dunkelrote Unwetterstufe.

Edit: Es würde sich eh anbieten den Wetterbericht der Meteoschweiz zu lesen. Sonntag sprechen die Kollegen von "ergiebigen Niederschlägen". Weltuntergang hört sich anders an, man würde das Wort Unwetter lesen.

Bearbeitet von Martin
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Puuh. Da ist jetzt Dreckswetter angesagt für Sonntag/Montag. Achtet man drauf, wie schlimm es werden soll. Bei Erwartung schlimm/länger: würde für uns heissen: Wetterkarte und möglichst an den Rand der Wetterlage/-bewegung fahren (wos zuerst vorbei ist oder vorbeizieht) oder spätestens beim ersten Anblick von "Front": Abstieg/Dorf; Hütte unds Wetter da aussitzen geht auch. Sollte man eigentlich spätestens morgens entscheiden. Plötzlich ganz niedriger Luftdruck und suppengrau ist auch kommendes Unwetter.

Ist toll, wenn man zuguckt, wies wieder schön wird (und auch während Unwetter ganz beeindruckend und lehrreich). Wieder schön, kann man "oben genug" auch weiter wandern und mal auf Erosionsformen achten.

"Nachwirkungen" - richtig, sollte man mit fortschreitender Klimakatastrophe vermehrt drauf achten und ist für Ortsfremde kaum einzuschätzen. Infos zum Stichwort "Muren" googeln, auch lokal, gibts reichlich. Angstwandern oder übervorsichtig ist doof. 

Ich denke laienhaft: am häufigsten, aber objektiv immer noch "seltene Ereignisse", sind Schlamm-muren an Hängen = während oder kurz nach starkem Regen, (Murengebiete: Wiesen-/Waldhänge, geknickte Bäume, grossflächige Verfärbung im Gras, Risse - alles: "???", schwierig, aber auch bei "orange" möglich).

Bergsturzgefahr: muss man sich darauf verlassen, dass lokal gewarnt wird (Wegesperrung, Ansage auf Hütte etc.).

Murengefahr kommt auch im Bergwetterbericht vor. Weiss jetzt nicht, wie "Mure" in der Schweiz heisst...

Die gute Nachricht: richtiges Dreckswetter scheint ja nur einen Tag und dann in den Montag hinein zu sein. Plusminus 2 Tage, Grosswetterlage auf der Karte gucken und beobachten...

Ganz schwierig, dazu was zu Vernünftiges zu sagen.

Die o.g. Schweizer Werte versteh ich nicht. Bei so ner Ansage wär ich aus der Gegend raus. 94mm in 3 Stunden = katastrophal, meine laienhafte Meinung. Über den Tag verteilt dauernasses Wetter.

 

Bearbeitet von t123
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