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Ultraleicht Trekking

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Geschrieben (bearbeitet)

Winterflucht mit Handgepäck - das war der Plan.

Wandern, aber in festen Quartieren übernachten mit einigermaßen leichtem Gepäck kompatibel zu den Vorschriften des irischen Billigfliegers führten zu einem speziellen Design eines „AirPacks”:

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Das Konstruktionsprinzip entspricht in etwa dem Design von Ray Jardin. Folgende Überlegungen und Randbedingungen standen am Anfang:

  • Maximal Größe (konstruiert) 40cm x 30cm x 20cm entsprechend den Vorschriften für kostenloses Handgepäck.
  • klares Design für sicheres Handling beim Transport
  • robuste, stabile Außenhülle um Flixbus und Co. gewachsen zu sein
  • hohes Maß an Wasserfestigkeit
  • trinkblasenkompatibel
  • verstaubare Schulterträger und ggf. Hüftband
  • unauffällige Erweiterungsmöglichkeiten
  • komfortable Kontaktflächen

So entstand ein Entwurf mit folgende Features:

  • kubisches Design
  • 300den RS Cordura außen
  • leichtes RS Nylon als Futter und für den Rollverschluß
  • komplett separat eingehängter Inliner aus dünnem, hellen RS-Material
  • mehrlagige Schulterträger mit verstellbarem Brustgurt und Schlauchführung
  • große RV-Tasche an der Front (Innenmaß 25x25cm)
  • separates Rückenfach für Trinkblase und ggf. Sitzmatte 
  • pro Pack insg. 12 kleine Schlaufen für optionale Bekordelung (Wanderstöcke anbringen usw.)
  • stabile Befestigung für Reflektorband oder Blinklicht
  • auffällige Greifschlaufe aus Mantel von gebrauchtem Kletterseil
  • Reflektorschlaufen am Schulterträger

Da diesmal ein Wandermädel mit am Start war, wurden zwei Exemplare gefertigt. Das Wandermädel bekam exklusiv ein 25mm Hüftband, ich hingegen meine 38mm MOTASY-Schnittstelle zur Handybefestigung mittels SP Connect Adapters und taktischer Schnalle (im Bild unten am linken Träger zu sehen).

MOTASY heißt „Modulares Taschensystem“ und ist meine hauseigene Schnittstelle an allen meinen Backpacks, um eine einheitliche Befestigung von Zubehör zu gewährleisten. Zusammen mit den Brustgurten und dem Gummikordel-Gebamsel konnte ich so Dinge aus dem Bestand nachnutzen.

Ein weiterer Unterschied betraf leicht eingekürzte Schulterträger beim Wandermädel, aufgrund der sehr kleinen Rumpfgröße. Ansonsten passt der AirPack mit seinen konstruierten Außenmaßen von 38x28x17cm gerade für kleine Menschen hervorragend.

Im Flieger

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Nach problemloser Sicherheitskontrolle und Boarding passten die AirPacks einwandfrei unter den Sitz vom Vordermann. Da ist sogar noch Luft! Ich schätzte dann die Breite, anhand der auf dem Rückflug mitgenommenen (vor Ort erworbenen) Wanderstöcke, auf 48cm. Da kann man also noch was unter den Rolltopverschluß packen.

Auf dem Trail

Wir waren 2 Tage auf dem GR 221 unterwegs und die AirPacks haben sich auf Anhieb bewährt. Die wurden nur einmal probe getragen, ich bin mit meinem Exemplar Getränke und Snacks holen gegangen, kurz vor der Abreise. 

Auch bei starkem Regen drang kein Wasser ein, das Volumen war für eine Art „Hüttentour” mit ca. 20l mehr aus ausreichend und die Kontaktflächen aus einer Art Netzmaterial und 5mm offenem Schaumstoff erwiesen sich als sehr bequem.

Was nicht so gut funktionierte:

Beide Trinkblasen waren mit meinem gedachten Aufhängemechanismus nicht wirklich kompatibel (hier ohne Trinkblase)

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Während beim Wandermädel die Sirex Sitzmatte auf den Millimeter genau hineinpasse, hatte der steife und dicke Plastehaken der Camelbag-Kopie keine Chance, an dem G-Haken oder den Schlaufen Platz zu finden. Ein Stück Schnur, zur Schlaufe geknotet, schaffte dann Abhilfe.

Meine Schnallen am Schulterträger, waren mangels Neuteile irgendwelchen gebrauchten und das recht dünne extex 20-mm-Band rutschte gerade lastfrei recht schnell durch.

Das blaue RS-Außenmaterial war in punkto Wasserfestigkeit leider ein Fehlgriff, aber die innere (teurere) Polyestervariante hat letztlich das eindringende Wasser abgehalten.

Aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit hatte ich kein System zum „inneren“ Schließen des Rolltopverschlusses. Aber wir bekammen das immer irgendwie wasserfest zusammengerollt.

Wenn man die Handgepäckmaße wirklich einhalten möchte, gestaltet sich das formgerechte Packen sehr anspruchsvoll. Mit Trinkblase beult der Rücken schon deutlich aus. Sonst hängt bei meinen MYOG Rucksäcken die Blase hinter der eingerollten Isomatte, da ist die Form viel stabiler. Hier kann man nur möglichst locker Packen, damit sich das von selber zurechtzurrt, sobald man damit wandert.  

Das wichtigste - die Waage!

Mein Airpack wiegt nackig 327g, die Wandermädel-Edition 340g (nun ein paar Gramm mehr, dazu später).

Noch ein paar Detailfotos:

Das verstaubare Hüftband der Wandermädel-Edition (hier ganz faul nur außen zusammengezurrt):

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Detail am Träger:

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Rolltopverschluß (die Schnalle hat eine geniale Klemmwirkung!):

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Die RV-Tasche:

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Abnehmbare Gummikordel:

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BTW, wenn man den Stopper lange am selben Platz lässt, bricht der Gummi regelrecht durch. Stopper immer ans Ende schieben beim Lagern, ist nun meine Devise, und einige Zentimeter Reserve einplanen.

Mitten im Tramuntana-Gebirge:

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Die Jacke hinten zu befestigen hat sich nicht bewährt, ungünstiger Hebel. Aber wir konnten an dem Kordelzeug letztlich die Stöcke seitlich gut befestigen und sind auf der Rückreise so auch unbehelligt in den Flieger eingestiegen, obwohl die Stöcke deutlich länger als 40cm waren. 

Fazit: auch wenn das nicht das klassische UL-Setup ist, haben sich die UL-Prinzipien hier auch bewährt: an die Situation angepasst, mit den nötigen Features eine individuelle Lösung zu finden. Wir waren sehr zufrieden mit den AirPacks und werden die vielleicht sogar mal für eine extrem leichtgewichtige Übernachtung mir Tarp in klassischer UL-Manier nutzen.

Bearbeitet von icefreak
Geschrieben (bearbeitet)

Etwas zum Nähen und den Features:

Die Träger wurden aus mehreren Lagen genäht:

  • 300den RS Cordura
  • 5mm Evazote (aus Isomatte gewonnen)
  • 5mm offener Schaumstoff (aufgrund Mindestbestellmenge habe ich jetzt einen Vorrat fürs Leben)
  • festes Netzgewebe (Eyelet? Müsste mal alte extex Rechnunge rauskramen)

Die Träger wurden, teils durch Teppichklebeband fixiert, am Rand zunächst mit Zickzackstich geheftet und dann wurde 20mm Ripsband angesteppt. 

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So kann ich optimal alle Schlaufen anbringen und erhalte mein gewünschtes flaches Design.

Ein sehr spezielles Feature sollte ein absolutes Low-Profile Band sein, für Reflektoren oder Blinkies. Habe ich mir irgendwo abgeschaut, natürlich. Die Verstärkung mit Schrumpfschlauch erforderte eine spezielle Methodik: man schrumpft ein passende Stahlmaß mit ein, dann schrumpft es nicht zu klein. Man könnte auch ein passenderes Material mit der korrekten Endgröße verwenden, aber das hatte ich nicht.

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Bei den Schlitzen ist Präzision vonnöten. Abgesteppt dann mit schmaler Raupe AKA Bartack:

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Anschließend mit einer übriggebliebenen Tube Reparaturkleber rückwärtig versiegelt. Hoffentlich hält das Zeug, ich hatte leider keinen Seamsealer da, war wieder mal alle.

Das Innenleben, das muss vor allem hell sein, die Augen werden ja auch nicht besser:

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Ja, ist ein spürbarer Mehraufwand, aber extra für Euch habe ich mal den Taschenrechner gequält: bei ca. 0,7m² Inlinerfläche mit 70g/m² Flächengewicht kommt man auf rund 49g. Und es ist sehr wasserfest sowie extrem handlich, man spart sich die Hantiererei mit Müllsack-Inlinern, die nach einiger Zeit dann selber Müll sind.

Nach der Tour hatte ich dann Zeit, die innere Befestigung am Wandermädelrucksack vorzunehmen. Dazu verwende ich ein festes planenartige Material von extex, das ist auch teilweise als Verstärkung im Hohlsaum drin.

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Das ist definitiv nicht auf meinem Mist gewachsen, wollte ich aber mal als sehr schlanke Lösung probieren. Man wickelt tatsächlich einen sehr kompakten, faltenfreien Falz, scheint zu funktionieren.

Aber ich hatte wieder mal etwas ELEMENTAR wichtiges vergessen! Dann suche ich jedesmal nach einer Fläche, wo ich das da noch rantackern kann, ohne „Dichtflächen“ zu lochen.

Das ist nur ein Spaßetikett, ich nähe im Grunde nur für mich (und das Wandermädel):

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Verwendete Garne und Nadeln:

  • belastete Stellen 60er Aman Serafil / Seraton und 100er Jeansnadel mit „Titan“beschichtung
  • unbelastete Stellen, vor allem der Liner: 60er Microtex-Nadel und Corespun (müsste 75er sein)

Warum die 60er Microtex? Die 70er habe ich alle beim Tarp Nähen verbraucht, da bleiben die 60er über.

Maschinen:

  • Gritzner Tippmatic 1035 mit DFT
  • Schließnähte mit der guten alten Veritas 8014/2 aus den 50ern
Bearbeitet von icefreak
Geschrieben (bearbeitet)

@icefreak

Also ich hab in den letzten 2 Jahren öffter Flugreisen mit dem ganze Kleinen Handgepäck unternommen. 40x30x20.

Einmal 14 Tage „Fishermens Trail“, Portugal und einmal ungefähr 10 Tage „Cami de (oder da?) Ronda“, Costa Brave, Spanien und noch ein paar mehrtägige Winterfluchten ohne Wandern.

Ich habe als kleinsten, bequem zu tragenden Rucksack, den Huckepacks Packl Special. 

Der hat die Maße (ungefähr) 50x30x20.

Wenn man den halt nicht ganz füllt, passt der auch prima in diese Testkäfige, (zu hause mit Maßband ausprobieren!) die an den Sicherheitskontrollen stehen. Einmal musste ich es sogar vorführen. 

Ich empfehle dir, solltest du so etwas nochmal neu nähen, auf jeden Fall, den Rucksack etwas zu groß zu nähen, dann paßt vor Ort einfach noch ein bisschen mehr hinein!

Den Rucksack finde ich wirklich super bequem und den großen Reißverschluss in der Mitte finde ich prima. 

Er hat zwar keine Meshtasche an der Rückseite und an den Seiten, aber er hat an den Schultergurten jeweils eine Meshtasche, wo ne 1/2 Liter Wasserflasche reinpasst. Sowas würde ich in jedem Fall nachrüsten, an deinen Rucksäcken.

Desweiteren hat er untern, also an der unterern schmalen „Seite“ eine Meshtasche, in die easy meine Regenjacke und die Rainchaps passen. (Rainskirt passt in die Deckeltasche, die ich aber überflüssig empfinde. ich würde die einfach in den Fannypack tun)

So ein Fannypack kann man ja relativ großvolumig machen. Da geht einiges rein, während des Fluges und der wird nicht beanstandet, als weiteres Gepäckstück. Weder bei Ryan Air, noch bei Eurowings. (Die beiden einzigen Fluggesellschaften, die ich gebutzt habe, in den letzten Jahren)

Ich würde mir noch wünschen, der Rucki hätte noch je 1 Strechtasche pro Seite, wo man einen Liter Wasser rein bekommt. 

Trekkingstöcke habe ich mir insgesamt 2x bei Decathlon am Startort gekauft. Und zwar die billigsten, die es da gibt, für 5€ das paar. 

Für 14 Tage haben sie hervorragend gehalten und am Ende habe ich einfach in dem Hostal, wo ich die letzte Nacht geschlafen habe, die Angestellten gefragt, ob sie nicht jemanden kennen, der die Stöcke gebrauchen kann. Hat beide Male geklappt.

Auf jeden Fall ein schönes MYOG Projekt, deine Mini Ruckies und hervorragend, das das Thema Handgepäck Reisen hier mal Thematisiert wird.

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Bearbeitet von RaulDuke
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb RaulDuke:

dann paßt vor Ort einfach noch ein bisschen mehr hinein!

Das tut es, dank Rolltopverschluß.

vor 3 Stunden schrieb RaulDuke:

aber er hat an den Schultergurten jeweils eine Meshtasche, wo ne 1/2 Liter Wasserflasche reinpasst. Sowas würde ich in jedem Fall nachrüsten, an deinen Rucksäcken.

Bin Team Trinkblase. An den Trägern würden je Seite 0,5l Flaschen bei mir passen, mittels speziellem Haltegummi, aber ich mag das nicht und wohin dann mit dem Handy.

vor 3 Stunden schrieb RaulDuke:

Trekkingstöcke habe ich mir insgesamt 2x bei Decathlon am Startort gekauft. Und zwar die billigsten, die es da gibt, für 5€ das paar. 

Ja, genau die haben wir auch vor Ort geholt, aber die gingen problemlos mit zurück. Mal sehen, ob wir die am BER schon hinzu auch durchkriegen, ist einen Versuch wert.

 

vor 3 Stunden schrieb RaulDuke:

Auf jeden Fall ein schönes MYOG Projekt, deine Mini Ruckies und hervorragend, das das Thema Handgepäck Reisen hier mal Thematisiert wird.

Danke für die Blumen!

Geschrieben

Tolle Rucksäcke! Ich war im Laufe der Jahre auch oft nur mit Handgepäcksrucksack unterwegs. Habe das Tatonka Flightcase in uralter Ausführung. Das gefiel mir so gut dass meine Frau dann eine Kopie gemacht habe. Aus Cordura 500. Der Stoff ist nach Jahrzehnten nicht mehr wasserdicht, aber immer noch robust. Muß man dann halt deinen Kram in Plastiktüten verpacken. Allerdings habe ich den Rucki immer nur in warme Gefilde mitgenommen, da hat es dann eh nicht wesentlich geregnet. 

Ich sehe das wie @RaulDuke, und würde den Rucksack größer machen. Meiner hatte die Maße 55x30x20 cm und wurde noch nie beanstandet. Wichtig ist daß er beim Fliegen nicht proppevoll ist man ihn noch easy in die Testcubes bekommt. Man hat dann vor Ort deutlich mehr Möglichkeiten noch Proviant etc. zu zuladen. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 16 Minuten schrieb Christian Wagner:

Aus Cordura 500. Der Stoff ist nach Jahrzehnten nicht mehr wasserdicht, aber immer noch robust. Muß man dann halt deinen Kram in Plastiktüten verpacken.

Eins vorweg: Ich bin oft im Karpatenbogen unterwegs, wo die fetten Nordseewolken abregnen. Der Extremtest für alle Materialien. 

Das Cordura-Zeug, was ich bisher zum Nähen in den Händen hatte, war noch nie 100% wasserfest. Der Trick der kommerziellen Rucksäcke besteht darin, dass die durch die Deckeltasche bedingt, und da der "Schneelatz" oben aus dünnerem Material ist, teils mehr als 4 Lagen Material da haben, wo der Regen direkt auftrifft. Vermutlich würde eine dickere Beschichtung das Cordura sehr steif machen und dann durch Knicken ohnehin nicht lange halten.

Deshalb der eingehängte Inliner, und es hat funktioniert.

vor 16 Minuten schrieb Christian Wagner:

Meiner hatte die Maße 55x30x20 cm und wurde noch nie beanstandet.

Die Handgepäckmaße differieren etwas zwischen den Fluggesellschaften. Bei Ryanair steht da auch niemand mit einem Maßband am Gate. Da sind Leute mit ganz normalen Daypacks eingestiegen.

vor 16 Minuten schrieb Christian Wagner:

und würde den Rucksack größer machen.

Durch den Rollverschluß sind die ja etwas größenflexibel, das passt schon. Bei Deiner Variante oder @RaulDukes Rucksack ist das anders, da muss man den Zuwachs schon in das Grundvolumen einberechnen.

 

 

Bearbeitet von icefreak
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb icefreak:

Durch den Rollverschluß sind die ja etwas größenflexibel, das passt schon. Bei Deiner Variante oder @RaulDukes Rucksack ist das anders, da muss man den Zuwachs schon in das Grundvolumen einberechnen.

Das stimmt, ich würde für den nächsten Handgepäcksrucksack auch keinen klassischen Reiserucksack mit Reißverschluß mehr bauen. Eher etwas mit Rollverschluß wie bei dir. Dann kann ich auch bei 55 cm Höhe bleiben und beim Sonderfall Ryanair eben auf 40 cm runterwickeln. Bei "richtigen" Fluggesellschaften ist das ja alles nicht so krass, wir haben dann oft auch einfach unserer Handgepäcksrucksäcke aufgegeben dann hat man weniger Streß bzgl. Taschenmesser, Kocher usw. 

Eine Frage hat sich mir noch aufgedrängt hat, warum meinst du "Ray Jardine Style"? Ich kenne von Jardine nur die ersten Designs aus Beyond Backpacking und das was er so auf seiner Webseite so gezeigt hatte, aber da kann ich eigentlich keine Parallelen erkennen (also "fehlende" drei Netztaschen, kein Schnürzugverschluß, Hüftgurt, Reißverschlußtasche, Liner etc.).

Trotzdem Toller Rucki und für euch scheint er ja gut gepasst zu haben. Glückwunsch. Wart ihr auf Mallorca?

Geschrieben

Saubere Arbeit! Mein Rucksack für Flüge und Wanderungen hat mir mittlerweile auch einiges an Airline-Kosten und Diskussionen gespart, auch wenn er nicht ansatzweise so gut verarbeitet ist wie deiner. Ich dir würde empfehlen, eine Form von seitlichen Kompressionsmechanismen zu montieren, dadurch lässt sich der Rucksack zum einen schön flach ziehen (und geht auch recht voll noch als "kleiner Rucksack" durch), zum anderen kann man Jacke oder Pulli easy dort anhängen und hat sie schön nah am Rücken. Ich verwende da mittlerweile dünnes (2mm) Dyneema und gedruckte Linelocks, die sich auch nachträglich in Gurtschlaufen einsetzen lassen.

Die Probleme mit der brechenden Kordel kenne ich von meinen (Deca und Ali) Kordeln nicht, evtl. bist du das Problem ganz los, wenn du sie austauscht.

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb Christian Wagner:

Eine Frage hat sich mir noch aufgedrängt hat, warum meinst du "Ray Jardine Style"?

Das betrifft nur den Korpus: rechteckige Grundform mit abgerundeten Ecken unten an der Frontseite, weniger den Rest. Lässt sich verbal schlecht erklären, keine Ahnung ob ich hier aus dem Buch Fotos machen darf.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 18 Stunden schrieb Christian Wagner:

Eine Frage hat sich mir noch aufgedrängt hat, warum meinst du "Ray Jardine Style"? Ich kenne von Jardine nur die ersten Designs aus Beyond Backpacking und das was er so auf seiner Webseite so gezeigt hatte, aber da kann ich eigentlich keine Parallelen erkennen (also "fehlende" drei Netztaschen, kein Schnürzugverschluß, Hüftgurt, Reißverschlußtasche, Liner etc.).

 

Nochmal eine ausführlichere Antwort:

Sagen wir mal, ich wurde dadurch heftig inspiriert (aus dem Buch „Trail Life"), aber es ist natürlich keine 1:1 Kopie.

Ich habe mal den Korpus aus dem o. g. Buch nachgezeichnet:

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WOBEI auf den Fotos im Buch der Radius Rückenseitig nicht sichtbar ist, auch auf einer anderen Skizze, macht ja auch Sinn wegen dem Ansatzpunkt für die Trägerbänder (die Teile, die man durch die Schnalle schlauft).

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Ja, ist etwas anders, da mein Korpus komplett aus 300er Cordura ist, aber es ist ja dieselbe quaderförmige Grundfigur mit dem ausgerundeten Seitenpanel (aber eben nur frontseitig).

Wie nahe oder fern das am Original ist, mag nun jeder selbst entscheiden.

vor 18 Stunden schrieb Christian Wagner:

Wart ihr auf Mallorca?

Jup, Tramuntana Gebirge. Hat auch zwei Tage ordentlich geschüttet, da hatte ich direkt meinen Test der Wasserfestigkeit. 

Bearbeitet von icefreak
Geschrieben
vor 17 Stunden schrieb rajatas:

Ich dir würde empfehlen, eine Form von seitlichen Kompressionsmechanismen zu montieren,

Schon passiert, zumindest im Ansatz:

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Es befinden sich an den Seitenpanels vorne und hinten je drei kleine Schlaufen aus Paracord-Hülle. Die elastischen Kordeln habe ich von anderen MYOG-Rucksäcken ausgeborgt.

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Das ist zum Befestigen der Stöcke nützlich gewesen, zum Komprimieren müsste ich noch zwei von den kleinen Verbindern benutzen:

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Aber generell ist das gar nicht nötig, die die AirPacks auch unkomprimiert gut unter den Sitz passen, man darf nur nicht zu prall packen. 

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