Sebastiaan Geschrieben 7. Juni Geschrieben 7. Juni Hallo zusammen, ich war die letzten 4 Tage in der Eifel, einfach mal um mein Equipment zu testen. Dabei habe ich nicht direkt alles leicht gekauft, weil ich noch gar nicht wusste / weiß was ich den so brauche. Nachts waren es 9 Grad laut DWD, es hat immer wieder mal geregnet und dann gabs wieder Sonne. Ich hab einen 100 Euro Heber Peak Kufa Schlafsack dabei gehabt. Komfort 10 Grad. Das war mir beim Einschlafen zu warm und nachts hat es mich dann irgendwann trotz komplett eingemümmelt mit der Kälte geweckt. Hab dann mein Merino longsleeve und Kufa Puffy angezogen. Iso war die Z-Lite (R=2). Morgens dann super gerädert. Lag das nun an mir, dass ich gefroren habe oder ist der Kufa Schlafsack einfach von so geringerer Qualität, dass Komfort 10 Grad vielleicht gar nicht stimmt? Auch fand ich das Klima in dem Schlafsack nicht schön. Habe festgestellt, dass ich am besten auch im Schlafsack auf dem Bauch einschlafe. Drehe mich gerne mal nach links und wieder nach rechts und habe hin und wieder restless Leg. In dem Mumienschlafsack hab ich dann Beengung bekommen und die letzten Tage mit dem DIng als Decke geschlafen und mehr auf den Puffy gesetzt. Ich möchte gerne in Skandinavien trekken. Abgeschiedenheit und EInsamkeit. Campingplatz ist ja quasi ne Kirmes. Frage 1: Quilt? Rechteckiger Schlafsack? Mich "dran gewöhnen"? Frage 2: Ich sehe hier viele die auch mit Daune in nass feuchte Gebiete fahren. Scheint daher kein Problem zu sein?! Oder doch lieber Apex?
SvenW Geschrieben 8. Juni Geschrieben 8. Juni Ich finde nen Quilt deutlich angenehmer zum schlafen und wähle den idr. so das die Komforttemperatur unter den zu erwartenden Temperaturen liegt. Nachts nur halb unter dem Quilt zu liegen ist deutlich einfacher als vor kälte wach zu werden und sich nochmal zusätzliche Klamotten anzuziehen. Zusätzlich würde ich auch die Matte nochmal hinterfragen. Ich hab in Skandinavien ne Thermarest Xlight und ne Torsolange sehr dünne Schaumstoff Matte (glaub 3mm). Mit Daune hab ich in Skandinavien keine Probleme, und ich bin öfters in eher sumpfigen gegenden unterwegs und stehe immer dicht am Wasser also maximal Kondens im Zelt. Nach mehreren feuchten Tagen in folge kommt es manchmal vor das der Quilt nicht mehr ganz so stark aufpufft, das gibt sich aber wieder wenn man erstmal drin liegt oder wenn man ihn für 10 min in Sonne und Wind hängt. Sebastiaan reagierte darauf 1
reiber Geschrieben 8. Juni Geschrieben 8. Juni vor 17 Stunden schrieb Sebastiaan: Nachts waren es 9 Grad vor 17 Stunden schrieb Sebastiaan: Schlafsack dabei gehabt. Komfort 10 Grad Da würde ich auch frieren, trotz Kleidung und Markenschlafsack. Nimm einen Schlafsack mit genug Reserven nach unten. Für Skandinavien brauchst du eh was warmes. Sebastiaan und trekkman reagierten darauf 2
Sebastiaan Geschrieben 8. Juni Autor Geschrieben 8. Juni @SvenW Danke dir für den kurzen Erfahrungsbericht. Dann würde ich das mal mit Daune doch in Erwägung ziehen. Hatte irgendwas gelesen, dass R=2 bis 5 Grad ausreicht. Also lieber zu warm in den Rucksack packen als später frieren. Eine TAR XTherm Wide hab ich hier. Die wiegt nur fast doppelt soviel wie ne Xlite Regular... werd da auch nochmal probieren müssen. @reiber Spannend. Dachte Komfort Angabe wäre dann locker machbar. So lernt man dazu. Überlegung wäre ein Cumulus Quilt 450 (Komfort -1) oder GramXpert Apex 233 (Irgendwo zwischen Komfort und Extrem -3). Der Kufa Quilt würde "nur" 80 Gramm mehr wiegen. Hört sich für mich irgendwie unrealistisch an. Aber ich hab halt auch keine Ahnung.
Splash Geschrieben 8. Juni Geschrieben 8. Juni Dafür hat der Apex Quilt mindestens das Doppelte an Packvolumen. Und bei den Temperatur Angaben wäre ich vorsichtig. Ich hab einen 200er und der reicht mir nicht bei der angegebenen Komforttemperatur. Sebastiaan reagierte darauf 1 https://lighterpack.com/r/kka7ba
Sebastiaan Geschrieben Mittwoch um 14:16 Autor Geschrieben Mittwoch um 14:16 Hier mal eine Info die ich von Cumulus bekommen hab: Zitat many years ago, hydrophobic down treatments were often based on acrylic coatings. Over time, those coatings could become brittle and break down, which is likely where many of these concerns originated. Today, hydrophobic treatments are typically based on elastic silicone compounds rather than acrylics. These treatments remain flexible and do not break in the same way, so I would not expect them to negatively affect the insulation performance or longevity of the down. Also, whether the down is treated or untreated does not in itself cause the down to clump. Clumping is generally related to moisture, contamination or poor maintenance. Ich hab so viele Threads gelesen die Probleme mit der hydrophoben Daune aufgewiesen haben.
Kellox Geschrieben Mittwoch um 21:17 Geschrieben Mittwoch um 21:17 (bearbeitet) Meine Erfahrung ist, dass man mit einem Daunenschlafsack einen viel größeren Komfortbereich abdeckt- man schwitzt nicht so schnell und die Feuchtepufferung ist besser, so dass man insgesamt ein angenehmeres Schlafklima hat- von Ausnahmen und optimalen Temperaturen mal abgesehen. Dabei sollte man aber eben einige Temperaturreserven einplanen. Ich war von Ende April bis Mitte Mai mit meinem Sohn auf Radtour- wir sind von West nach Ost einmal quer durch Deutschland und hatten in den ersten Nächten noch Bodenfrost und knapp unter Null. Dann gab es einige Tage mit 25 Grad und nachts knapp unter 15. Wir hatten etwa 1kg schwere Daunensäcke dabei (WM Apache und ein alter The North Face mit Drylofthülle). Das war alles gut möglich, auch wenn wir die Teile einige Nächte als Decke genutzt haben. Dann hatten wir aber ne gute Woche Regen, teils so, dass man sie Säcke tagsüber nicht auslüften konnte. In den feuchten, regnerischen Nächten zwischen 5 und 10 Grad waren wir dann froh über die eigentlich überdimensionierten Tüten (ca. -5 Komfort), weil sie durch die Feuchtigkeit sicher schlechter waren. Ich habe nach der Tour den einen gewogen, bevor ich ihn in den Trockner gegeben habe- er wog über 100g mehr... Bearbeitet Mittwoch um 21:19 von Kellox Sebastiaan und BleiStift reagierten darauf 2
wilbo Geschrieben Donnerstag um 06:28 Geschrieben Donnerstag um 06:28 vor 16 Stunden schrieb Sebastiaan: Ich hab so viele Threads gelesen die Probleme mit der hydrophoben Daune aufgewiesen haben. VG. -wilbo- Gibbon und Sebastiaan reagierten darauf 1 1 - Signatur von mir gelöscht -
reiber Geschrieben Donnerstag um 07:40 Geschrieben Donnerstag um 07:40 vor 10 Stunden schrieb Kellox: Ich habe nach der Tour den einen gewogen, bevor ich ihn in den Trockner gegeben habe- er wog über 100g mehr... Wieso in den Trockner ?
Gibbon Geschrieben Donnerstag um 14:49 Geschrieben Donnerstag um 14:49 (bearbeitet) Zum Thema Apex-Quilt: Hier vom Nachbarforum eine (oft zitierte) Tabelle mit Apex-Dicken und gefühlten Werten: https://www.haengemattenforum.de/thread/26617-isolationswerte-komforttemperatur-von-climashield-apex/?postID=62376#post62376 Ich hab mit meinem 167er Apex Quilt schon mehrmals bei 0 Grad übernachtet (friere jedoch auch nicht so leicht). In Kombination mit einer vernünftigen Isomatte sowie Decathlon Kufa Jacke und einer 67er Apex Hose ging das immer. 233er Apex ist schon echt viel, den würde ich nur mitnehmen, wenn dauerhaft Temperaturen unter 0 grad erwartet werden. Da ich beim Wandern ein Messi bin, was Ordnung und Achtsamkeit mit meinen Sachen angeht, bin ich sehr froh darüber, Apex zu benutzen. Da muss ich mir nicht so viel Gedanken machen wenn der mal etwas Nass wird (Abgesehen davon mangelt es mir dank Daunenallergie an Alternativen...) Die Frage, die du Dir stellen solltest, ist, wie kritisch wird es, wenn in Skandinavien die Daune dann doch mal versagt? Kannst du die Nacht in Klamotten durchmachen und am nächsten Tag zurück in die Zivilisation? In einem der Bücher von Christine Türmer hat Sie das beschreiben, dass Sie mit Daune gewandert ist, bis die Daune dann in einer Nacht wegen Feuchtigkeit zusammen gefallen ist und nicht mehr gewärmt hat. Weil Sie als Gruppe unterwegs war, konnte die Situation noch gerettet werden. Am 8.6.2026 um 14:15 schrieb Splash: Dafür hat der Apex Quilt mindestens das Doppelte an Packvolumen. Zum Volumen von Apex-Quilts findet man gute Tabellen bei GramXpert. Quilt würde ich im Zweifel immer ne Nummer größer nehmen. Rucksack mit mehr Volumen ist in der Regel nicht viel teurer und auch nicht viel schwerer. Beim z.B. Durston Kawka reden wir hier beim Upgrade von 40L auf 55L von 20€ mehr Kosten und ca. 30g mehr Gewicht. Bearbeitet Donnerstag um 14:50 von Gibbon
Kellox Geschrieben Donnerstag um 15:03 Geschrieben Donnerstag um 15:03 vor 7 Stunden schrieb reiber: Wieso in den Trockner ? Warum nicht? Empfehlen einige Hersteller (Grüezi z. B.)- trocknet dann zuverlässig und schnell…
Kellox Geschrieben Donnerstag um 15:06 Geschrieben Donnerstag um 15:06 Apropo Grüezi, das Konzept Daune + Wolle überzeugt mich theoretisch ziemlich, so dass ich gerne mal den Grüezi Alpin austesten werde als Alternative zum Apache- damit sollte feuchte Daune der Vergangenheit angehören…
Antonia2020 Geschrieben Freitag um 09:22 Geschrieben Freitag um 09:22 Ich kenn das, dass man beim Einschlafen schwitzt und irgendwann nachts friert. Daher habe ich meist einen selbstgenähten knielangen "Rock" (super simpel) aus Alphadirekt an. Der wiegt kaum was, und ich kann ihn beim Einschlafen Richtung Hüfte hochschieben und beim Frieren runterziehen.
Lolaine Geschrieben Freitag um 09:42 Geschrieben Freitag um 09:42 vor 20 Minuten schrieb Antonia2020: Ich kenn das, dass man beim Einschlafen schwitzt und irgendwann nachts friert. Daher habe ich meist einen selbstgenähten knielangen "Rock" (super simpel) aus Alphadirekt an. Der wiegt kaum was, und ich kann ihn beim Einschlafen Richtung Hüfte hochschieben und beim Frieren runterziehen. Das liest sich sehr interessant. Vielleicht kannst du davon ein Foto posten?
Antonia2020 Geschrieben Freitag um 16:08 Geschrieben Freitag um 16:08 vor 6 Stunden schrieb Lolaine: Foto posten Klar, ich nutze in gerade auf dem Pieterpad in Holland. Da waren es zunächst nur 10 Grad nachts und zusammen mit dem 100er Apex-Quilt ging es gut. Der Rock sieht so seltsam aus, weil ich ihn aus Resten genäht habe, mehr Alpha war einfach nicht da. Oben ist ein Gummizug drin und der Rock (mit der komischen Öffnung vorne, die keinerlei Sinn hat), geht mir so bis zwischen Hüfte und Knie. Genau da friert es mich sonst, wenn ich auf der Seite liege und die Hüfte so nach oben ragt. schwyzi reagierte darauf 1
khyal Geschrieben Samstag um 09:51 Geschrieben Samstag um 09:51 Am 18.6.2026 um 17:06 schrieb Kellox: das Konzept Daune + Wolle überzeugt mich theoretisch ziemlich bleibt bei theoretisch, mein Ratschlag, ohne jetzt über die Teile zu sehr zu lästern , lass es... Am 19.6.2026 um 11:22 schrieb Antonia2020: Ich kenn das, dass man beim Einschlafen schwitzt und irgendwann nachts friert. Daher habe ich meist einen selbstgenähten knielangen "Rock" (super simpel) aus Alphadirekt an. Der wiegt kaum was, und ich kann ihn beim Einschlafen Richtung Hüfte hochschieben und beim Frieren runterziehen. yes ist was, was häufig "falsch gemacht wird" mal auf vernünftige Schlafsäcke mit Reißverschluß bezogen... Abends wenn man sich in die Penntüte legt, wird der Reißverschluß komplett zugezogen, damit es am frühen Morgen, wenn es am Kältesten ist, nicht kalt wird im Schlafsack. Am Abend ist es nicht so kalt, häufig ist es nicht allzulange her, daß man (warm ?) gegessen hat, der Körper "produziert" einerseits also noch ordentlich Wärme und die Umgebungstemp ist höher. Evtl wird das Ganze noch dadurch verschlimmert, daß man einen Schlafsack mit zuviel Isolierung benutzt... In Beratungen muß ich häufiger User ausbremsen, daß sie einern Schlafsack mit zuviel, als zu wenig, Isolierung nehmen.... Dadurch schwitzt man dann ordentlich in den Schlafsack und darf sich am nächsten Morgen darum kümmern, die Feuchtigkeit wieder raus zu trocknen, im Extremfall kann sich das auch enrsthaft gewichtsmäßig auswirken. Ich rate dann eher dazu, abends den Reißverschluß nur soweit zu schliessen, daß es der momentanen "Körperwärmeproduktion" & Umgebungstemp entspricht und wenn es dann am frühen Morgen richtig schattig wird, im Halbschlaf den Reißverschluß weiter zu schliessen. btw nutze ich seit vielen Jahren unterwegs nur noch Daune in hochwertigen Schlafsäcken bzw Decken, bin zu allen Jahreszeiten in jedem Wetter unterwegs und auch in sehr feuchten Umgebungen (wer denkt, daß es schon an einem Bachufer feucht ist, sollte mal probieren, bei Temps, bei denen es nachts bis unter 0 geht, auf einem kleinen unbeheizten Boot zu schlafen ) und hatte noch nie irgendwelche Probs mit feuchter Daune o.A. Umgekehrt schätze ich das im Verhältnis zu KF deutlich bessere Schlafklima (klar es gibt da auch noch gewichts / Packmaß-Vorteile...) Terranonna.de
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