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Ultraleicht Trekking

247g 1P Tarp aus Gleitschirmnylon


micha90

Empfohlene Beiträge

Ein leichtes Hallo,

 

endlich habe ich mal die Zeit gefunden mich wieder an die Nähmaschine zu setzen und habe mal ein Tarp fabriziert. Das Tarp ist für einen Freund, der sich dieses Jahr auf den PCT begibt, der Bericht über einen Härtetest des Stöffchens folgt also in einem halben Jahr :mrgreen:

Die Grundform des Tarps ist einfach rechteckig, allerdings sind alle Nähte Kettenlinienförmig ausgefüht um das Tarp besser spannen zu können. Nach einem anderen Prototyp aus 40g/m² SilNylon war klar, dass dies mit Cat-Cut doch wesentlich besser klappt als ohne. Die Bogenhöhe ist bei allen Nähten 1cm pro Meter Naht. Die Eckmaße sind ca 1,8x2.8m.

 

Hier mal ein paar Bilder, wenn auch leider nur aus dem ranzigen Hinterhof.

 

1.) Die "Dackelgarage":

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Am hinteren Ende ist extra eine Schlaue für diese Aufbauform angebracht - etwas was ich an meinem Tarp auf dem PCT gerne gehabt hätte um bei miesem Wetter die Schotten dicht machen zu können..

 

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Der Cat-Cut an der Firstlinie ist hier ganz gut zu sehen.

 

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6 Teile Z-Lite als Größenvergleich.

 

2.) klassisches A-Frame, hinten am Boden, vorne etwas offener:

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Hier auch nochmal ein guter Blick auf die Bogenform der Firstlinie.

 

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Seitenansicht

 

3.) Die Halbpyramide:

 

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Der Cat Cut stört hier absolut nicht!

 

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Ursprünglich garnicht dafür vorgesehen, eignen sich die Flächenspanner hervorragend um bei dieser Aufbauform ein klein wenig mehr Raum zu schaffen - mit nur einem Hering.

 

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Bei der "vorderen" Naht habe ich den Catenary Cut in zwei Kurven geteilt. Das macht vorallem den Aufbau als A-Frame einfacher, aber funktioniert auch hier wunderbar um die Seite zu fixieren.

 

4.) Diamond Pitch:

 

Einfach eine Ecke abstecken und die gegenüberliegende Ecke hochziehen. Diese Aufbauform eignet sich prima bei leichtem Regen ohne Wind, bietet viel Platz und braucht nur 4 Heringe. Am besten ist es, wenn man statt Trekkingstock einen Baum nutzt!

 

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Viel Liegefläche

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Hier ist der Cat Cut tatsächlich ein wenig unpraktisch und sorgt für ein paar mehr Falten als üblich. Praktisch macht es aber nicht wirklich einen Unterschied..

 

 

Tarps zu nähen ist wirklich einfach (zumindest rechteckige) und ich kann es auch Anfängern empfehlen. Bei der Verarbeitung macht es absolut keinen Unterschied, ob man die Nähte gerade lässt oder in Kettenlinienform, lediglich das Anzeichnen dauert natürlich einiges länger..

 

Ich hoffe euch gefällt es!

 

Edit:

Fast das wichtigste vergessen:

Tarp alleine: 210g

Tarp incl Abspannleinen + Linelocs 247g

Beutel: 5g

Gesamt: 252g

 

Die Leinen sind übrigens 1,5mm Dyneema Schnur von ExTex, mit 1,25mm Schnur könnte man nochmal etwa 10g sparen.

 

schöne Grüße

Micha

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Gefällt mir gut weil: einfach und bewährt - 247g  :)

Würdest Du mal nen Link auf das verwendete Gleischirmnylon machen ?

Und Frage:

Alternativ zur Schlaufe um das Tarp am Ende dicht zu machen wäre ja ein tiefes Beak. Deine Variante verkürzt die Liegelänge etwas wordurch man, gerade bei schlechtem Wetter, mit dem Kopf mehr den Elementen ausgesetzt ist. Warum hast Du Dich gegen ein Beak entschieden ... oder war das kein Thema ?

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Ich bin auch Fan von Rechtecktarps aus genau diesen Gründen.

Das Material ist das übliche Ripstop-Nylon, Gleitschirm-Nylon, PU-beschichtet, 37g/qm, 2. Wahl - auch das hier ist günstig, leicht und hat sich ja bereits bei anderen Projekten bewährt.

 

Ein Beak bedeutet zwangsweise immer Zusätzliches Gewicht, ein zusätzlicher Gegenstand im Rucksack und zusätzliche Leinen und die entsprechenden Befestigungen hierfür. Näht man den Beak an, ist es zwar weniger Gedöhns, aber beschränkt die Aufbaumöglichkeiten auf nur noch das A-Frame.

 

Bei einer Liegelänge von 2,8m mache ich mir keine Sorgen 30cm zu "verlieren", zumahl das Tarp ja nicht mit der offenen Seite im Wind steht, sodass es auch nicht vorne rein regnen sollte. Wenn man sich dann ganz ans Ende legt hat man selbst mit 2m Liegelänge noch 30cm Platz nach vorne. So geschlossen wird außerdem auch nur bei echt miesem Wetter aufgebaut, so dass das eher die Ausnahme sein dürfte. Ist es nicht zu windig, so hat man ja die vollen 2,8m als Liegelänge.

KISS! :mrgreen:

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Ja ich bin etwa 1,90m. In der Pyramide ist die Liegelänge natürlich kleiner als bei den anderen Formen, aber mir reicht es aus. Es kann durchaus vorkommen, dass der Quilt mal an die Wand kommt, aber noch in einem erträglichen Rahmen. Aus diesem Grunf lege ich mich in der Regel diagonal rein, so dass das Fußende ganz hinten in der Ecke ist und mein Kopf neben dem Ausgang liegt. Hierbei hilft es enorm, die eine Seite des Eingangs nicht ganz auf dem Boden zu befestigen, sondern ein paar cm höher. Durch nur 10-15cm Leine verlängert sich die Liegefläche um ein gutes Stück! Man kann das auf dem dritten Bild der Pyramide glaube ich auch erkennen, an der rechten Seite sieht man die leicht angehobene Seite des Tarps. (Ich hoffe, dass das halbwegs verständlich ist)

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Jo, das kenne ich, habe selbst ein Tarp das gerade mal 2,45m oder so groß ist, und da geht das mit der Halpyramide nicht wirklich, dachte, wenn ich mir echt eins selbst nähen muss dann mache ich die Maße so, dass es für micht funktioniert: ganz zum Boden abgespannt und komplett gestreckt reinlegen^^

Deswegen danke für die Info :)

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Ach Menno, du verstehst das auch absichtlich falsch?^^ DIrekt das erste Bild zeigt das doch, ich wische mir dann den Kondens fein säuberlich mit der Stirn und den Füßen vom Tarp...^^ Baue das dann lieber anders auf.

Ist eh keins dass ich heute noch mitnehmen würde (aus alten UH-Bushcraft Zeiten übrig), war nur zur Erläuterung meiner Frage gedacht.

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Nicht absichtlich :???: Ich glaube aber ich versteh jetzt was du meinst.. bei 2,8m Tarplänge sollte das aber kein wirkliches Problem darstellen (wenn richtig aufgebaut). Bisher habe ich nur unter meinem Cubentarp geschlafen (das ist 1,8x2,7) und da gibts ja zum Glück quasi kein Kondens, unter der Nylonvariante wird sich sicherlich mehr sammeln. Ich kann nächste Woche mal berichten, wenn ich mit meinem Kumpel mal wieder draußen pennen kann, so dass er das Tarp testen kann. Wir werden direkt nebeneinander die selbe Aufbauvariante nutzen, um zu sehen wie sich die Tarps so schlagen.

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Und weiter gehts!

 

Heute Mittag habe ich noch schnell ein passendes Moskito Inner dazu genäht. Der Nähaufwand beschränkt sich auf wenige Nähte und ist schnell erledigt, die gesamte Arbeitszeit hierfür waren nur ca 2 Stunden.

Das Inner hat keinen Boden, dafür ist das Groundsheet zuständig, dadurch entfällt auch ein gesonderter Eingang. Man schiebt das Mesh einfach beiseite, setzt sich und hebt das Inner über sich drüber. Die Grundform habe ich von meinem Simblissity Inner Peace übernommen, aber das ganze als volle Länge erweitert.

Das Material ist das 25g/m² Moskitonetz von extex. Es macht einen guten, stabilen Eindruck und wirkt robuster als das von Simblissity verwendete Material.

Die Maße sind folgende:

Länge 225cm

Breite vorne 75cm

Höhe vorne 75cm

Breite hinten ~70cm

Höhe hinten ~45cm

 

Das Beste an der Sache ist das Gewicht: nur 138g!

 

Außerdem benötigt das Inner keinerlei zusätzlichen Heringe, es kann durch die Gummilitzen an den Ecken die Heringe des Tarps mit nutzen.

 

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Natürlich steht das Moskitozelt auch ohne Tarp!

 

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Sämtliche Abspannungen kann man von innen heraus über Minitankas einstellen :)

 

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Ohne Hintere Abspannung - geht auch, ist aber nicht so schön

 

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Unterm Tarp

 

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Im Tarpmodus wird einfach mit einem kleinen Haken an die Abspannleinen des Tarps eingehängt.

 

 

Ich hoffe euch gefällts :)

 

schöne Grüße

Micha

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Bei den Abspannungen, die Du von innen verstellen kannst ... hast Du die Schnur einfach durch ein Loch geführt oder ein kleines Knopfloch genäht oder ne Öse reingedrückt oder ... wie hast Du es vorm Ausfranseln geschützt ?

 

An den Eckpunkten mit der Abspannung habe ich von innen ein kleines Stückchen Gurtband aufgenäht in das ich vorher ein recht kurzes Knopfloch genäht, so ca 5-7mm. Das sollte den Zug ein wenig von dem Netzstoff nehmen und auch nicht ausreißen. Mit Ösen habe ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht.

 

schöne Grüße

Micha

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Hi Micha,

 

das Tarp gefällt mir so gut, dass ich es gerne nachnähen würde. Wärst Du so nett hier ein Schnittmuster bzw. die Maße der Teile bekannt zu geben. Und für mich als Nählaie wären ein paar Fotos oder Worte zur Firstline und den Abspannpunkten sehr hilfreich. Die Firstline hast du abdichten müssen, oder?

 

Liebe Grüße, Roli

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Hi Roli,

 

ein Schnittmuster hatte ich auch nicht, sondern hab das ganze einfach im Wohnzimmer auf den Boden gelegt und mit nem Zollstock die Maße darauf gezeichnet, die ich haben wollte. Die Maße sind wie im ersten Post schon geschrieben ca 1,8x2,8m und die Cat-Cuts je 1cm pro Meter Naht.

Für die Kurven habe ich auch keine Schablone oder sowas verwendet, sondern die Maße direkt mit Filzstift auf den Stoff gezeichnet: Hierfür einfach alle 10cm eine Markierung und von da aus dann die entsprechende Kurventiefe aus der Excel Tabelle mit nem Lineal übertragen. Die Punkte dann verbinden und fertig ist der Catenary Cut! Fotos werde ich demnächst mal noch machen, wenn das Wetter wieder mitspielt!

 

schöne Grüße

Micha

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Danke, verstehe. D.h. das Tarp besteht aus zwei identischen Stoffbahnen die eine Cat Cut bei der Firstline aufweisen und je zwei auf den Seiten. So ähnlich wie in meiner Skizze (übertrieben dargestellt).

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Hast du den Stoff am Rand einmal umgeschalgen oder zweimal und wie macht man selbiges bei der Firstline? Ein Foto von den Abspannpunkten wäre auch super nett, damit ich erkennen kann wie das ans innvollsten zu nähen ist. Ah, genau ;) Wie groß hast Du den Abstand von der Extraschlaufe zum hinteren Tarpende für den Dackelgaragenmodus gewählt?

 

Danke, Grüße, Roli

 

 

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Danke, verstehe. D.h. das Tarp besteht aus zwei identischen Stoffbahnen die eine Cat Cut bei der Firstline aufweisen und je zwei auf den Seiten. So ähnlich wie in meiner Skizze (übertrieben dargestellt).

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Hast du den Stoff am Rand einmal umgeschalgen oder zweimal und wie macht man selbiges bei der Firstline? Ein Foto von den Abspannpunkten wäre auch super nett, damit ich erkennen kann wie das ans innvollsten zu nähen ist. Ah, genau ;) Wie groß hast Du den Abstand von der Extraschlaufe zum hinteren Tarpende für den Dackelgaragenmodus gewählt?

 

Danke, Grüße, Roli

 

Hi Roli,

 

nicht so ganz: die Längsseiten haben nur eine durchgehende Kurve, damit umranden die Cat-Cuts quasi jeweils eine der Beiden Flächen des Tarps.

Leider habe ich kein fancy Zeichenprogramm und hab das mal manuell skizziert, ich hoffe man erkennt alles wichtige auf dem Bild:

post-1404-0-72934300-1427746495_thumb.jp

 

Die Abspannpunkte habe ich folgendermaßen genäht:

  1. Verstärkungen auf der Innenseite des Tarps annähen (bis zum Rand)
  2. äußere Kanten des Tarps umsäumen, so dass auch die Verstärkungen mit eingerollt werden
  3. zuletzt die Schlaufen auf der Außenseite angebracht
  4. abdichten

Die Außenkanten habe ich zweimal umgeschlagen, so dass die Stoffkante nicht mehr zu sehen ist und nicht ausfransen kann.

 

 

post-1404-0-49484400-1427746719_thumb.jppost-1404-0-48871500-1427746741_thumb.jp

Außenseite                                                                                    Innenseite

 

post-1404-0-04192900-1427746781_thumb.jp

Abspannpunkt an der Firstnaht vorne (man erkennt, dass dort die beiden Kurven zusammenlaufen und eine kleine Spitze ergeben)

 

Der Abspannpunkt hinten ist mittig auf die Firstnaht aufgenäht und ca 50cm von der Kante entfernt. Der letzte Prototyp hatte nur 30cm um weniger Liegelänge zu verlieren, aber das war dann letzten Endes zu niedrig. Da hatte ich nicht bedacht, dass der Abstand nicht gleich der nutzbaren Höhe ist. Die 50cm haben sich als ganz gut herrausgestellt, das ergibt dann etwa eine Höhe von 35-45cm am Fußende.

 

schöne Grüße

Micha

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  • 10 Monate später...

Thread Nekromantie! :-) und mal wieder Fragen.. über Fragen....

1. Ist dein Kumpel den PCT gelaufen und wenn ja, wie hat sich das Tarp bewährt? :-)

2. Mir gefällt diese Tarpgröße unglaublich gut, etwas besser als die 1,50 breite Version von dir. Weil man hier mehr möglichkeiten hat (z.B. Dackelgarage).

3. Dieser Cat-Cut ist anscheinend dafür da, damit sich das Tarp besser spannen lässt, oder?

4. Bin ja noch Nähmaschinenanfänger (aber ich hab jetzt eine Juhuu) gibts irgendwas zu beachten bei der Stichart und -weite?

5. Gibts ne Empfehlung für das Nähgarn?

Ansonsten bestelle ich gerade die Stoffe und Gurtband und dann wird das mal ausprobiert :-)

Edit: und weil das ja noch nicht genug Fragen waren :-)

6. Gibt es ein Schnittmuster für das Bugnet?

Bearbeitet von Bauerbyter
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  1.  Ja ist er, zumindest bis Crater Lake. Das Tarp hat sich für ihn bewährt, ich hatte auf dem PCT 2014 ein ZPacks Cuben Tarp mit den selben Maßen dabei und auch das war ok.
  2. Bedenke: je größer das Tarp, desto schwieriger ist es glatt aufzubauen und desto windanfälliger ist es. Mehr Möglichkeiten bedeutet nicht automatisch, dass es besser ist (Tatsächlich bauen die meisten Leute nur auf 1 oder 2 verschiedene Arten auf)
  3. Der Cat-Cut am First sorgt dafür, dass das Tarp faltenfreier steht, allerdings nur, wenn es als A-Frame aufgebaut wird. Bei ziemlich allen anderen Formen ist es eher schlechter dadurch (wenn auch nicht unmöglich - wie man oben sieht)
  4. Generell macht man sowas alles mit dem normalen Geradstich, Stichlänge würde ich irgendwie um die +/- 3 wählen. Die Verstärkungen sind mit Zickzack (oder Doppelzickzack?) genäht, Breite irgendwo um die 3,5-4, die Länge muss man ausprobieren.
  5. Auch wenn einige hier auf Corespun Garn schwören, bin ich kein Fan davon, weil es meiner Erfahrung nach auch nicht 100% dicht macht und man so oder so die Firstnaht abdichten muss. Dann kann man genauso 80er Alterfil nutzen.

Persönlich würde ich trotzdem zu der 1.5x3m Variante Raten..

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Wie immer vielen Dank!

okay dann bau ich zum testen erstmal das 1.5x3m Tarp, ist an sich auch einfacher zu bauen.

Nur stören mich da 2 Sachen:

1. Was ist wenn es mal so richtig schüttet... gibt es ne möglichkeit das so aufzubauen das man trocken ist? Oder ist die halbpyramide schon genug.

2. Kann man da genausogut ein Bugnet einhängen?

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vor 13 Minuten schrieb Bauerbyter:

1. Was ist wenn es mal so richtig schüttet... gibt es ne möglichkeit das so aufzubauen das man trocken ist? Oder ist die halbpyramide schon genug.

mMn (und mein Tarp ist auch ca. 1,8m breit): nein. Bzw. nur als A-Frame, dann wirds bei 1,5m aber ziemlich eng. Allerdings ist ja nicht jeden Tag Sturm. Wenn der Wind nicht die Richtung wechselt und man vllt etwas natürlichen Schutz (Bäume o.ä.) ausnutzt, geht sogar Lean-To, bei leichtem-mittlerem Regen und leichtem - mittlerem Wind. Starkregen mit Sturm mMn nur wie auf dem allerersten Bild hier im Thread, das geht (ungemütlich) aber auch mit 1,5m.

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      Durch die dünnere Sommer-Isomatte wird das Volumen nur wenig reduziert (Burrito-Methode), die 47 cm breite Isomatte passt perfekt in den Korpus. Aufgrund schlechter Erfahrungen mit der Zuverlässigkeit von Luftmatrazen kommt deren Einsatz nur im Sommer und nur zusätzlich zu einer Isomatte in Frage. Deshalb bleibe ich ganz oldscool bei der eingerollten Isomatte.

      Die Träger sind mit ca. 60 mm Breite und 5 mm Polsterung aus Evazote ausreichend komfortabel. Die gerade Linienführung benötigt keine stärkere Ausführung, die Ripsbandeinfassung überträgt die Kräfte optimal vom oberen Befestigungsband zu den mit Cordura innen einlagig verstärkten Lastwinkeln am unteren Ende des Rucksacks.
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      Knifflig war das Ansteppen des Trinkschlauch-Durchlasses, den ersten konnte ich direkt wieder abtrennen und musste erstmal das Nähen damit üben. Letztlich war eine mit Sekundenkleber aufgebrachte innere Verstärkung aus 500den Courdura die Rettung, zusammen mit einer Nähmaschine, die zum Glück extrem langsam nähen kann.
      Mit dem Rucksack habe ich für mich einen optimalen Arbeitspunkt erreicht, in Bezug auf Gebrauchswert, Gewicht, Größe und Fertigung unter häuslichen Bedingungen als Amateur mit Haushaltsnähmaschinen.

      Der erste Einsatz lief äußerst zufriedenstellend und bestätigte mein Konzept. Die flache Innentasche, welche ich noch nicht angenäht habe, werden ich noch nachrüsten. Der Grund liegt darin, dass sich am Rücken doch Schweißnässe teilweise durch den Stoff durchdrückt und die Innentasche dann eine zusätzliche Barriere darstellt. Ansonsten hätte ich sie weggelassen, weil man die Luftmatratze auch so passend als zusätzliche Polsterung an den Rücken legen kann.
       
      Fertigungstechnische Informationen
      Nähmaschine: Gritzner Tipmatic 1035 Nadel: 90er Jeansnadel, beim RS-Nylon teilweise 75er Stretchnadel Faden: hauptsächlich 60er Serafil von Amann Verwendete Materialien
      Stoffe, Polsterung
      Korpus: Dyneema / Nylon Gridstop schwarz, 150 g/m² Innenausstattung RS-Nylon, gelb, 68 g/m² (angeblich PU-Beschichtet, fühlt sich wie Silikon an) Außentaschen: Netzfutter COOLMAX elastisch, 120 g/m² Innenstoff für die Schulterträger: Struktur Hosenstoff double wave dunkeltürkis 145g/m² Einlage Schulterträger: 5 mm Evazote (aus Isomatte gewonnen) Verstärkungen: 500den Cordura Bänder, Kordeln usw.
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      2 Leiterschnallen 20 mm 2 Steckschließen 16 mm spezielle Brustgurtschnallen für 10 mm Band T-Stopper, Bandbefestigung Tanka oval ohne Feder Kam Snap Druckknopf Zubehör - Schlaufen für Befestigung von Regenschirm usw.
      2 bzw. 3 mm elastische Kordel “Cordlock Hook” - Kordelhaken mit Quetschtanka Kordelgreifer / Terminal Bezugsquellen:
      Extremtextil Adventure Expert www.gurtundmehr.de amazon Globetrotter
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      Bauteile:
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      - Starlock Sicherungsscheiben mit Edelstahlkappe d=8mm
      - UHU Alleskleber Stark&Sicher
      Ergebnis: 
      Zelthering Länge 16,5cm mit einem Gewicht von 6,5g
      Zeltheringe Länge 13,5cm mit einem Gewicht von 5,8g
      Produktionsbilder:


       
    • Von StephanV
      Frage an die Leute, die Erfahrung mit DCF haben, insb. für Tarps oder Zelte: reicht kleben oder muss man nähen, bzw. wo reicht kleben, wo sollte man nähen?  Hängt dies von der Materialdicke ab?
      Ich spiele mit dem Gedanken, mich an einem Tarptent mit 18g/m^2 DCF zu wagen, meine Nähmaschinenerfahrung ist jedoch extrem beschränkt, würde also gerne soweit wie möglich den Einsatz der Nähmaschine minimieren.
      Bin auch für sonstige Hinweise und Ratschläge bzgl Verarbeitung von DCF dankbar.
    • Von einar46
      Bei einer Übernachtung im Tarp im Sommer bin ich mitten in der Nacht munter geworden. Mein Kopfkissen fühlte sich feucht an, meine Wange war nass. Zuerst dachte ich an Kondensfeuchtigkeit, aber wo soll die im Sommer herkommen. Erst die Taschenlampe brachte die Erleuchtung. Eine Nacktschnecke hatte es sich auf meinem Kopfkissen gemütlich gemacht. Zwei weitere Nacktschnecken klebten an der Innenwand des Tarps. Das passiert eben im Tarp, wenn man ohne BugNet unterwegs ist. Noch heute ist der Abdruck der Nacktschnecke auf dem Kopfkissen zu sehen.
      Das Erlebnis hat mich daran erinnert, dass ich da aktiv werden musste. Zuerst probierte ich verschiedene käuflich zu erwerbende BugNets aus. Aber die haben mich nicht restlos überzeugt. Bei zpacks auf der Internetseite habe ich dann ein Zelt gesehen (Hexamid Solo Tent).
      Sofort hatte ich eine Idee. Was wäre, wenn man ein Netz nur am Rand eines Tarps herunterhängen lässt? So eine Art Netzvorhang. Das würde ja als BugNet vollkommen ausreichen.
      In den folgenden Bildern erkläre ich, wie ich den Netzvorhang am Tarp von zpacks (Hexamid Pocket Tarp with Doors) als MYOG-Projekt realisierte.
      Wenn ich das Tarp mit meinem Trekkingstock (115 cm) aufbaue, hat die Unterkante des Tarps ca. 10 cm Bodenfreiheit. An den beiden Türen ist die Bodenfreiheit maximal 30 cm. Bei einer Breite des Netzvorhangs von 40 cm würden 10 cm in der Luft hängen und 30 cm auf dem Boden (ja im Dreck!) liegen.

      Zuerst besorgte ich mir Netzmaterial von extremtextil und schnitt Streifen von 40 cm Breite.

      Befestigen wollte ich den Netzvorhang mit Kam-Snaps an der Unterkante des Tarps. Dadurch könnte ich im Notfall den Netzvorhang austauschen, wenn das Netz kaputt gehen sollte.

      Das Bild zeigt die Position (positioniert frei "Schnauze") der Kam-Snaps an einer Seite des Tarps.

      Am Netz verstärkte ich die Position des Kam-Snaps mit einem Stück DCF-Reparaturklebeband von extremtextil, das ich einfach um die Netzkante legte.
      Zuerst wollte ich die Netzkante umnähen bzw. mit Einfassband verstärken. Aber bei einer Zerreißprobe stellte ich fest, dass das Netz sehr stabil ist und nicht ohne Kraftanstrengung zerrissen werden kann. Das Netz hängt nur an der Unterkante des Tarps, welche besonderen Kräfte sollen da wirken?

      Das Bild zeigt eine fertige Kante mit dem nach innen gelegten Netzvorhang.

      Das habe ich nun ringsherum um das Tarp gemacht, wo die Bodenfreiheit 10 cm betragen hat. Dafür musste ich nur Netzstreifen von 40 cm Breite zuschneiden. Bei den beiden Türen war es etwas komplizierter, weil der Netzvorhang an diesen Stellen eine Trapezform haben musste (Bodenfreiheit von 10 cm bis 30 cm). Aber das war auch kein Problem.

      Das Bild zeigt den nach außen gelegten Netzvorhang an einer Tür des Tarps.
      Wegen der Zuschnittoptimierung des Netzmaterials besteht der Netzvorhang aus insgesamt 4 Teilstücken. Die Teilstücke verband ich ebenfalls mit Kam-Snaps, so dass der eigentliche Netzvorhang aus einem Stück besteht, der jederzeit abgenommen und wieder in Einzelteile zerlegt werden kann. Aber den Netzvorhang werde ich wohl nie abnehmen.
      Die Breite des Netzvorhangs von 40 cm wählte ich, weil ich auch die Sturmsicherheit nicht außen vorlassen wollte. Im Tarp liegt eine Bodenwanne von zpacks, die sich an die Hexamid-Grundfläche des Tarps anpasst. Dadurch liegt die Bodenwanne zu großen Teilen auf dem Netzvorhang. Mit Schlaf-Setup und anderer Ausrüstung wird so der Netzvorhang beschwert und so richtig in den Dreck gedrückt.
      Im Eingangsbereich sieht das etwas anders aus. Dort liegt der Netzvorhang frei herum. Aber dort steht mein Rucksack und dort stehen auch meine Schuhe, so dass es auch da eine Sturmsicherung gibt.
      Leider konnte ich keine Innenfotos machen, weil meine Handy-Knipse das feine Netz nicht erfassen konnte. Die Handyfotos waren einfach unbrauchbar. Da war nicht zu erkennen, wo da ein Netz sein sollte.
      Interessant ist noch die Gewichtsübersicht:
      Tarp (148 g, zpacks Hexamid Pocket Tarp with Doors) Bodenwannde (114 g, zpacks Solo-Plus Bathtub Groundsheet) Heringe (85 g) Netzvorhang (151 g, MYOG) 1 Trekkingstock (190 g, Leki Micro Stick Carbon, 115 cm) Insgesamt sind das 688 g.
      Zum Vergleich, mein Lieblingszelt (Zelt, 2 Trekkingstöcke, Heringe), das Tarptent ProTrail (DCF-Version), wiegt insgesamt 961 g, also 273 g mehr.
      Bei meiner nächsten Wandertour werde ich das neue Tarp-Setup testen. Ich bin gespannt, wie das ausgeht...
       
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