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Ultraleicht Trekking

Empfohlene Beiträge

Einen wunderschönen ersten Advent an Euch Forenmitglieder/innen und Mitwander/innen,

 

Für mich geht es jetzt erst mal in die Winterpause, zumindest was die Mehrtagestouren hier in Deutschland angeht. Zeit, etwas über Gear zu diskutieren, zu verbessern und sich wertvolle Ratschläge zu holen. In diesem Sinne verfasse ich ebenjenen Forumpost:

Kurz zu mir: Student, 24 Jahre jung, aus dem schönen Niedersachsen und schon seit geraumer Zeit Interesse am Wandern und jeglichen anderen Outdooraktivitäten. Seit einem halben Jahr soll es nun auch für mich in Richtung Mehrtagestouren und übernachten im Freien gehen. 

Im Oktober diesen Jahres habe ich zusammen mit einem Freund die erste Tour in Angriff genommen. 100 Kilometer sollte es durch den Harz gehen, genauer gesagt über den Harzer Hexenstieg von Osterode nach Thale. Leider habe ich mir viel zu spontan und unüberlegt meine erste Ausrüstung zusammengekauft und dabei nur in zweiter Linie an das Gewicht gedacht. Die Folge: Anfang Oktober mit 18KG (inkl. 3l Wasser und 1,5KG Essen) und einem unguten Gefühl gestartet. Leider mussten wir aufgrund diverser Gründe (Nasser und kaputter Schlafsack, geschundene Füße und Schulterschmerzen) abbrechen.

Zeit, die Ausrüstung auf einen Bruchteil des Gewichts zu reduzieren. Ich lese mittlerweile seit einiger Zeit anonym in diesem Forum mit, habe mich jedoch erst jetzt getraut mit einer Gear-Liste und einem Account aufzutauchen und mich vorzustellen.

Das Ziel ist es in erster Linie drei bis vier Tagestouren möglichst schnell und ohne viel Gewicht laufen zu können. Da ich meistens in Gegenden unterwegs unterwegs bin, in denen die Zivilisation nicht weit ist, müsste ich nie mehr als allerhöchstens (drei!) Tage Verpflegung mitschleppen. Als Vorbild habe ich mir bereits einige Jungs aus den USA angeschaut und war beeindruckt von deren Basisgewicht (6-9LBS?!). Ich hatte mir das in letzter Zeit als Orientierung genommen, bin mir aber unschlüssig, ob diese Art von Wandern nicht etwas zu spartanisch und gefährlich für einen noch unerfahrenen Backpacker ist. 

Die Jahreszeiten, in denen ich unterwegs bin, belaufen sich auf Frühling, Sommer und Herbst in ganz Deutschland. Gerne würde ich aber auch längere Routen über mehrere Wochen laufen.

Anbei habe ich Euch eine Gearlist meiner derzeitigen Ausrüstung zur Verfügung gestellt, mit der ich im Harz unterwegs war (18KG; Teilweise auch mit 20KG, sofern 5L an Wasser mitgeschleppt (Im Nachhinein viel zu übertrieben (hatten jedoch keinen Wasserfilter dabei)).

Ich bin mir sicher, dass es etwas zu verbessern gibt. Eventuelle Anmerkungen habe ich in die Beschreibung bei GearGrams geladen. 

Ideen: Rucksack: KS 40 Ultralight mit UL-Gestell (500gramm für den Rucksack 40L); Schlafsack von EE den Revelation; Bivy: MountainLaurelDesigns Solo. 

Da Geld nicht die allergrößte Rollte spielt, sondern eher Gewicht und Funktionalität(!) bin ich für jegliche Vorschläge sehr dankbar.

LINK ZU GEARGRAMS: https://www.geargrams.com/list?id=45328

Ich wünsche Euch einen angenehmen Sonntag und eine besinnliche Vorweihnachtszeit,

Haxenkraxler

PS: Den Kocher, samt Brennstoff (Trangia) + Erste-Hilfe-Kit hat mein Kumpel geschleppt. 

PPS: Übernachtet wurde in Schutzhütten, ich möchte da jedoch flexibler sein und hatte da an ein Tarp + Bivy gedacht. 

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Hi Haxenkraxler,

erstmal herzlich willkommen im Forum.Hast Du Lust,dich nochmal kurz im Newbie-thread vorzustellen?

Ansonsten gibt es hier ja reichlich Optionen ,um ordentlich an deinem BW zu schrauben.

Als erstes fällt mir mal der Schlafsack auf.Ob Quilt oder nicht,ist absolut Geschmacksache.Ohne jetzt Marken nennen zu müssen,sollten hier locker 1100-1200 g drin sein.Welche Firma da jetzt infrage käme,hängt ein wenig von deinem Schlafgewohnheiten und Körpermaßen ab.

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Fleece und Daunenjacke ist Overkill, entscheide dich für eines von beiden. Je nach Tour? Kann man die Daunenjacke nicht in einer ihrer eigenen Sachen verstauen?

Generell fällt mir auf dass du sehr viel Ausrüstung dabei hast, um dich vor allerlei Nässe zu schützen. Und trotzdem scheinst du oder deine Ausrüstung nass geworden zu sein? Hier solltest du versuchen die nötigen Skills zu entwickeln um trocken zu bleiben bzw auch in Kauf nehmen dass manche Sachen eben nass sein dürfen, andere essentielle jedoch nicht (trocken schlafen!). Jedenfalls ist dein Regenschutz in seiner Gesamtheit viel zu schwer. Denke zB mal über einen Regenponcho nach, der auch als Tarp genutzt werden kann. Dann können Regenhose/-Jacke, Rucksackschutz, div Packsäcke weg und du hast ein Notshelter. Vielleicht für deine Touren sogar ausreichend?

bearbeitet von zeank

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Details (zu den Sachen, wo du selbst schon Bedenken äußerst sage ich nix):

Handy statt Karten? (Je nach Tour)

Ein paar Ersatzsocken reichen, wasche Sachen unterwegs!

Extra Lampe kann weg - hast ja zur Not noch das Licht am Handy -, prüfe ob du je nach Tour überhaupt eine brauchst. Stirnlampe geht viel leichter (50g und weniger). 

Topf geht viel leichter. Tasse braucht es nicht. Wenn doch einfach nen Plastikbecher zB Minutenterrine oä

Hygiene ist zu schwer. 

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Hallo liebe Grammzähler/innen,

ich danke Euch schon mal recht herzlich für die ganzen Antworten. 

Den Tipp mit dem Anschaffungszeitpunkt des Rucksacks werde ich auf jeden Fall berücksichtigen, habe mir jedoch sagen lassen, dass 40L für meine Zwecke auf jeden Fall ausreichen sollten.

vor 1 Stunde schrieb Chris2901:

Als erstes fällt mir mal der Schlafsack auf.Ob Quilt oder nicht,ist absolut Geschmacksache.Ohne jetzt Marken nennen zu müssen,sollten hier locker 1100-1200 g drin sein.Welche Firma da jetzt infrage käme,hängt ein wenig von deinem Schlafgewohnheiten und Körpermaßen ab.

Da kenne ich mich leider noch gar nicht aus. Bin knapp 2 Meter groß, 85kg schwer und bin Rücken/Seitenschläfer. Mein jetziger Schlafsack müsste so oder so ersetzt werden, den kann man eigentlich nur noch entsorgen.

vor 1 Stunde schrieb zeank:

Fleece und Daunenjacke ist Overkill, entscheide dich für eines von beiden. Je nach Tour? Kann man die Daunenjacke nicht in einer ihrer eigenen Sachen verstauen?

Mitte Oktober war ich abends im Lager ziemlich froh beides dabei zu haben. Sollte es aber wärmer sein, würde ich mich auf eines beschränken. Hast du/ihr vielleicht noch eine leichte Alternative zur Daunenjacke? Meine ist mit knapp 400 Gramm und schlechtem Packmaß verbesserungsbedürftig (war aber besser als nichts).

vor 1 Stunde schrieb zeank:

Denke zB mal über einen Regenponcho nach, der auch als Tarp genutzt werden kann. 

Hast du da n paar Beispiele? Ich weiss z.B., dass Hilleberg da etwas Vergleichbares anbietet. Bin jedoch mit zwei Meter relativ groß, habe da Befürchtungen, dass diese Art Shelter zu knapp ausgelegt ist.

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vor 38 Minuten schrieb Haxenkraxler:

Den Tipp mit dem Anschaffungszeitpunkt des Rucksacks werde ich auf jeden Fall berücksichtigen, habe mir jedoch sagen lassen, dass 40L für meine Zwecke auf jeden Fall ausreichen sollten.

An sich schon, aber es kommt auch auf die Tour(en). Von dem her was du bislang geschrieben hast, solltest du schon damit klarkommen. 

Zitat

Da kenne ich mich leider noch gar nicht aus. Bin knapp 2 Meter groß, 85kg schwer und bin Rücken/Seitenschläfer. Mein jetziger Schlafsack müsste so oder so ersetzt werden, den kann man eigentlich nur noch entsorgen.

Wenn du was robusteres suchst, schau dir den Apache MF von Western Mountaineering an.

Wenn du lieber mehr aufs Gewicht achten willst, schau dir mal die Quilts von Enlightened Equipment an.

Alternativen gibt es viele, betrachte das mal als so mögliche und populäre Ausgangspunkte. 

Zitat

Mitte Oktober war ich abends im Lager ziemlich froh beides dabei zu haben.

Gut, solche Sachen sind natürlich immer sehr individuell. 

Hattest du denn auch die Regen-/Windjacke noch drüber?

Zitat

Sollte es aber wärmer sein, würde ich mich auf eines beschränken. Hast du/ihr vielleicht noch eine leichte Alternative zur Daunenjacke? Meine ist mit knapp 400 Gramm und schlechtem Packmaß verbesserungsbedürftig (war aber besser als nichts).

Beliebt ist die Ghost Whisperer von Mountain Hardware. Ich hab mir grad die OEX Zenon Ultra LT geholt und bin sehr zufrieden bislang. 

Zitat

Hast du da n paar Beispiele? Ich weiss z.B., dass Hilleberg da etwas Vergleichbares anbietet. Bin jedoch mit zwei Meter relativ groß, habe da Befürchtungen, dass diese Art Shelter zu knapp ausgelegt ist.

Ich hab das Sea-to-Summit UltraSil Nano Tarp/Poncho und außerdem das Gatewood Cape von Six Moon Designs. Bei 2m Körperlänge kannst du die Option aber so ziemlich vergessen.

[Edit] die Option den auch als Tarp zu verwenden. Ein Regenponcho ist aber trotzdem keine generell schlechte Idee. 

bearbeitet von zeank

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vor 23 Minuten schrieb zeank:

Hattest du denn auch die Regen-/Windjacke noch drüber?

Ich war eigentlich immer mit der GoreTex-Hose, Merinoshirt, Fleecejacke, (abends dann noch die Daunenjacke) und dann die Regenjacke drüber. Also gefroren habe ich nicht, aber bei gutem Wetter wiegt die Ausrüstung im Rucksack einfach zu viel (pro Gegenstand ca. 500g).

 

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Gerade eben schrieb Haxenkraxler:

Ich war eigentlich immer mit der GoreTex-Hose, Merinoshirt, Fleecejacke, (abends dann noch die Daunenjacke) und dann die Regenjacke drüber. Also gefroren habe ich nicht, aber bei gutem Wetter wiegt die Ausrüstung im Rucksack einfach zu viel (pro Gegenstand ca. 500g).

 

Bei Temperaturen so um die 0° habe ich Merino-Longsleeve, Hemd, und da drüber dann Regenjacke (~200g) und/oder Daunenjacke (auch so ~200g). Eins von beiden ist maximal im Rucksack. 

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Hallo,


herzlich willkommen im Forum.

Da du ja selber schreibst „Frühjahr/Sommer/Herbst“, gehe ich mal davon aus, dass du im Moment nicht alpin unterwegs sein willst, da sonst nochmals von erfahrenerer Seite aus spezielle Tipps gegeben werden müssten.
Meine Tipps für die drei Jahreszeiten in den Mittelgebirgen:

Daunenjacke geht leichter. Z.B. die Mountain Hardware Daunenjacke mit 244 g in XL

Skill:
Bei meiner letzten Tour Ende September letzten Jahres habe ich die Daunenjacke „vorsorglich“ (es könnte ja kalt werden.....) eine Woche lang mitgeschleppt, um sie 1 x abends anziehen zu müssen.
Das nächste Mal bleibt die Jacke zu Hause und ich lege mir meinen Cumulus Comforter um – sage nur: Schere im Kopf.

Handschuhe sind viel zu schwer.
Leichte Fleecehandschuhe (z.B. Decathlon usw.) mit 30 g reichen i.d.R. völlig aus.
Wenns regnet, ziehe ich meine Hände in die Ärmel der Regenjacke zurück. Alternativ dazu: Evtl. Tüte über die Handschuhe.

Geht natürlich nur, wenn keine Stöcke verwendet werden.

Leichte Fleece-Mütze mit 35 g reichen für 3-Jahreszeiten auch locker aus.

Regenjacke und Hose sind viel zu schwer.
Versuche mal z.B. die FroggToggs Jacke und Hose. Wiegen in XL 176 g und 137 g.
Sind billig und zollfrei z.B. hier zu erhalten

(Hinweis: Kein Affliliate-Link. Wenn du noch was Gutes für das Forum tun willst, kannst du ja den Link von Dennis verwenden. Er bekommt dann dafür eine kleine Unterstützung für das Forum)

Die Schuhe sagst du ja selber, sind viel zu schwer. Hier im Forum mal die am meisten verwendeten Trailrunner suchen .

3 Paar Socken sind zu viel. 1 Paar davon raus schmeissen.
Deine Socken sind ziemlich schwer. Für 3 Jahreszeiten reichen zum Schlafen und Wandern z.B. Woolpower 200 (37 Gramm)  o.ä.,  locker aus.

UA Shirt als Backup – raus damit

Trinkblase Camelbak – raus damit und dafür zwei „hg“ (hundsgewöhnliche) PET-Flaschen nehmen (je 26 g)

Dein TreknEat zählt nicht, ist Verbrauchsmaterial

Hygiene-Pack ist viel zu schwer.

Schau dir mal die Dr. Bronner-Seife an. Ist auch biologisch abbaubar.
Du kannst damit:
Deine Klamotten-, Haare- und Hände waschen. (Zähne habe ich einmal probiert und dann ganz schnell wieder bleiben lassen :-D )
Für 2 Wochen reichen mir 15 ml im Dropper locker aus.

Gehe in die Apotheke und kaufe dir mal für 25 Cent je Stück die kleinen roten Apothekerdöschen und fülle die mal mit deinen diversen Cremes, (Sonnencreme nicht vergessen).
Jede Wette, dass die Portionen jeweils für mindestens eine Woche reichen....
Dazu 2 Schmerztabletten in den Pack und vielleicht noch ein paar Compeed ohne Plastikbox und Händedesinfektion in einem kleinen Dropper (15 ml). Als potentiellen Verband hast du dein Buff-Tuch.

Nimm für das Victorinox die Mini-Version. Wiegt nur 21 g.

Taschenlampe raus.

Petzl e-Lite wiegt nur 26 g


Ganz wichtig ein Müllsack (ca. 80 g) als Rucksackliner. Du brauchst dafür keinen Pack-Cover und keine wasserdichten Säcke.

Regenponcho ? Du hast doch Regenklamotten.....

Kissen ?
Ich setze mich auf meine Eva, wenn der Untergrund mal kalt und/oder hart ist.
Als Schlafkissen nutze ich meinen Fleece. Es werden alle nicht gebrauchten Klamotten in einen Tyvek-Beutel gepackt, der Beutel kommt in den Fleece. Reißverschluss zu und die Ärmel um den Fleece geknotet.
Fertig ist das Schlafkissen.

Zum Schlafsack brauchen wir wahrscheinlich nicht allzuviel sagen... ;-)

Hier mal einen Quilt  oder Decke (Comforter) ausprobieren. Auf jeden Fall ist 2000 g Overkill

So, das ist mal meine Meinung auf die Schnelle …...

Viele Grüße
Tumurbel

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Zum Thema Schlafsack/Quilt: Bei 2m Körpergröße wären sicherlich die Produkte von Cumulus interessant,da sie jedes Modell für einen vernünftigen Aufpreis anpassen können.Kontaktaufnahme in Englisch funktioniert sehr gut.

Bei KS bist Du für den Rucksack sicherlich gut aufgehoben, da wäre aber noch deine Rückenlänge interessant.Aber das hat noch reichlich Zeit.;-)

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Also ich gehe mit Snugpack Special Forces Biwaksack raus, in grün ist er deutlich billiger als in Camouflage und auch nicht zu sehen. Es gibt ihn auch in einer extra langen Version. In Verbindung mit dem Schlafsack SF1 funktioniert er glänzend und reicht mir bis 0*C. Für den Hochsommer gibt es aber auch leichteres auf dem Markt.

Dazu werde ich mir demnächst einen grünen Exped Bivi Poncho kaufen, vermutlich in der UL Version. Im Sommer reicht das so auch bei Deiner Körpergröße aus. Ansonsten empfehle ich Dir für die kalte Jahreszeit zusätzlich noch Regenhose Rain Cut und Regenjacke Rain Cut Zipp von Decathlon. Die sind billig, und wenn Du mal an einer Brombeere hängen bleibst, ist das keine Katastrophe. Für Studenten sind alle Decathlon Trekking - und besonders die Jagdklamotten einen Blick wert. Das macht Geld frei für hochwertige Ausrüstung im Rucksack. Es gibt da auch einen telativ leichten und billigen 50 Liter Jagdrucksack. Vielleicht ist bei Deiner Körpergröße 50 Liter besser als 40 Liter. (Deine Klamotten sind ja größer und Dein Schlafsack. Was dem 165er 4,5 kg, dass ist bei Dir Modellgleich vermutlich 5,5 kg! Das beste wäre, wenn Du etwas schrumpfst, vielleicht so auf 185 cm , das würde einiges leichter machen.)

Wenn Du Dir neues Zeug kaufst, so wisse, dass in Deutschland im Wald schlafen in den meisten Bundesländern im Biwaksack erlaubt, das Zelten verboten ist, das Tarp eher als Zelt angesehen wird, und der Regenponcho noch eher als Regencape durch geht. Wie auch immer: Wenn alles schön in braun und oliv gehalten ist, so bist Du auch morgens noch unsichtbar, wenn der Förster durch dem Wald streift.

Mein Zeig ist komplett oliv, das kurze für Südfrankreich Kalksteingrau und fürs Paddeln, Radfahren und Gebirge besitze ich ersatzweise noch ne Jacke in Signal Orange.

(An den Farben scheiden sich hier im Forum die Geister. Das liegt aber auch daran, dass verschiedene Gegenden auf gesucht werden, und mehr oder weniger illegal gecampt wird.)

Den genannten Poncho mit Biwaksack und Therm A Rest Z-Lite oder der abgebildeten Bundeswehr Faltmatte könntest Du so aufbauen und wärest gut geschützt. Der abgebildete Poncho ist deutlich kleiner.

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bearbeitet von micha90
Bilder formatiert

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Schon wieder dieser Schweine teure 3,5 KILO Rucksack von Fjällräven!

Ich verstehe nicht, was in die Leute gefahren ist, so etwas zu verkaufen!

Den sollte man direkt zurück zu Globetrotter bringen und mit der Begründung , wieder besseres Wissen falsch beraten worden zu sein, einen Osprey verlangen!

Ich finde es eine Frechheit, dass die Anfängern so etwas aufschwatzen!

Geh da hin und sage denen, Du habest heraus bekommen, dass der schwerer ist als der Pionierrucksack der Bundeswehr aus den Siebzigern. Du fühltest Dich betrogen.

Denn genau das ist meiner Meinung nach passiert!

Das ist mit Abstand der schwerste Rucksack, den die auf Lager haben. Sie müssten auf diesen Nachteil ausdrücklich hinweisen.

Das Ding ist leer so schwer, wie die komplette Sommerausrüstung einiger Leute hier im Forum!

 

Und ich schreibe es hier noch einmal ganz deutlich:

Bei der Firma Decathlon wird ein olivgrüner Jagdrucksack verkauft, der 960 g wiegt und 50 Liter Kapazität hat und er kostet 40 € !

10 Jahre Garantie wird darauf gegeben!

 

Die haben Dich verarscht, Kumpel! Und da solltest Du kein Blatt vor den Mund nehmen!

 

bearbeitet von Erbswurst

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Und Du warst bei dem Gespräch dabei, als der TE verarscht wurde? Es gibt auch Leute, die lieben diesen Rucksack und trösten sich mit den Schwerlastfähigkeiten. Jeder nach seiner Lust und Laune. Meins wäre der auch nicht. Aber sich so aufzuregen.

 

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Ich war "früher" mit nem 3,2kg Deuter Aircontact Pro 75+10 unterwegs. Da soll ich nun dem Verkäufer einen Vorwurf machen weil ich persönlich nun andere Anforderungen habe?
Komische Vorstellungen hast du teilweise.

 

bearbeitet von Fabian.

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Errbswurst  ich habe den Kaijka 75l mal voll getragen. Ist ein absoluter Traum.

Kann ich nur jedem der schwer tragen muss, empfehlen.

Da kannste deinen Decathlon Dreck gegen vergessen.

Die Frage stellt sich jedoch, braucht man soviel Zeugs um den Rucksack zu rechtfertigen?

 

Gruss

Konrad

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Danke erst mal für die ganzen Antworten.

vor 16 Stunden schrieb Tumurbel:

Handschuhe sind viel zu schwer.

Ich habe neulich bei MLD und bei ZPacks leichte Überzugshandschuhe (wiegen n' paar Gramm) gesehen. Taugen die auch was? Oder ist das im Vergleich zu den günstigen Decathlon einfach raus geschmissenes Geld?

 

vor 16 Stunden schrieb Tumurbel:

Versuche mal z.B. die FroggToggs Jacke

Probiere ich aus. Habe anstatt der Hose dazu welche von Montbell gesehen (sog. WindPants). Die wären mit knapp 60g noch um einiges leichter, aber auch teurer.

 

vor 16 Stunden schrieb Tumurbel:

Gehe in die Apotheke und kaufe dir mal für 25 Cent je Stück die kleinen roten Apothekerdöschen

Ich habe mir von Nalgene diese kleinen 25ml bzw. 50 ml Döschen zugelegt. Die benutze ich derzeit zur Aufbewahrung von Zahnpasta etc. Sind aber "relativ schwer". Hast du bei deiner Option einen Vergleichswert, was das Gewicht angeht?

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vor 14 Stunden schrieb Chris2901:

Bei KS bist Du für den Rucksack sicherlich gut aufgehoben, da wäre aber noch deine Rückenlänge interessant.Aber das hat noch reichlich Zeit

Allerdings. :) Den Rucksack wollte ich mir gegen Ende meiner Ausrüstungsumstellung besorgen.

Danke @Erbswurst für deine Anmerkungen bzgl. Tarps, Rucksack und besonders auch für die Ge- und Verbote was das Übernachten im Wald angeht. Farblich bin ich derzeit schon dezent unterwegs, möchte jedoch auch nicht wie ein Soldat in der Mittagspause umherlaufen, wenn du verstehst was ich meine. :)  Beim Shelter werde ich jedoch auf eine Tarnung achten.

Zum Rucksack: Der FjallRaven ist an sich ein super Rucksack und lässt sich bei ordentlich Kilos super tragen. Da gebe ich dem @Konradsky auf jeden Fall recht. Nur leider entspricht er so gar nicht mehr meinen Aktivitäten, da er halt Sau-Schwer ist. Für Umherziehen im Wald mit viel Gewicht und super robustem Material finde ich ihn gar nicht schlecht.

Ich habe ihn vor zwei Monaten 150€ günstiger im Internet geschossen, kann ihn daher glaube ich nicht wieder umtauschen (zumal bereits getragen). Die Schuld sehe ich da bei mir. Habe mich zu sehr von Produktrezensionen und Empfehlungen anderer Trekker verleiten lassen, die jedoch nichts mit UL am Hut haben.

Zusammenfassend würde ich jetzt festhalten: Gewichtsersparnis bei Rucksack; Schuhen; Regenbekleidung; ; Schlafsack am größten. Bei der Hygiene und Ersatzkleidung werde ich ebenfalls noch etwas streichen. 

In Zukunft werde ich das Erste-Hilfe-Pack sowie Koch-Kit selber schleppen und müsste mich da ebenfalls neu eindecken. Habe hier im Forum bereits einige leichte Koch-Kits gesehen. Beim Thema Gas vs. Spiritus etc. scheiden sich wohl die Geister.

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vor 10 Stunden schrieb Erbswurst:

Das Ding ist leer so schwer, wie die komplette Sommerausrüstung einiger Leute hier im Forum!

Hehe, das stimmt allerdings (wobei ich im Sommer in D sicher keine 3,5kg mehr schleppe :D )

 

vor 41 Minuten schrieb Haxenkraxler:

Ich habe neulich bei MLD und bei ZPacks leichte Überzugshandschuhe (wiegen n' paar Gramm) gesehen. Taugen die auch was? Oder ist das im Vergleich zu den günstigen Decathlon einfach raus geschmissenes Geld?

Persönlich würde ich davon abraten für sowas all zu viel Geld auszugeben. Das sind eher Gimmicks als Notwendigkeiten. Einfache Fleecehandschuhe reichen für die warme Jahreszeit völlig aus, ich nutze eigentlich seit langem gar keine mehr, da ich inzwischen ohne Trekkingstöcke einfach die Hände in die Taschen stecke bzw schlimmsten Falls die Schlafsocken über die Hände ziehe (geht erstaunlich gut, musste ich erst zwei oder drei mal machen).

 

vor 44 Minuten schrieb Haxenkraxler:

Probiere ich aus. Habe anstatt der Hose dazu welche von Montbell gesehen (sog. WindPants). Die wären mit knapp 60g noch um einiges leichter, aber auch teurer.

Ähnlich wie mit den Handschuhen. Wenn dir das Geld egal ist, sind die Montbell Teile sicher toll, aber mir wäre es das nicht wert. Gerade Windhosen sind extrem teuer, da das ein Nischenprodukt zu sein scheint, da lohnt es sich definitiv sich zu überlegen die selbst zu nähen. Aus 35g/m² Pertex kostet das etwa 15-20€ und wiegt so um die 60g (und hält ewig, meine hat schon 5000km runter und sieht aus wie neu).

Generell liegt das meiste Gewicht bei dir (wie bei so vielen Anfängern) bei der Bekleidung. Mit fast 5kg hast du hier definitiv die größte Einsparmöglichkeit durch weglassen. Der Rest ist vor allem Kleinkram der sich so summiert.
Im Sommer habe ich in der Regel am Körper: Shorts und Hemd, im Rucksack noch Fleece, Windjacke, Buff und Windhose und Schlafsocken. Je nach Tour noch Regenjacke, Fleecemütze und ggf Ersatzsocken (falls ich Schuhe statt Sandalen trage). Im Camp lege ich mir falls nötig den Quilt um die Schultern, aber auch das kommt selten vor.

 

schöne Grüße
Micha

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Ich warne davor, beim Wandern die Hände in Jacken und vor allem Hosentaschen zu stecken. Man stürzt öfter als in der Stadt oder auf gut bekannten Feldwegen auf dem Land. Man hat auch noch zusätzliches Gewicht auf dem Rücken.

Bekommt man die Hände nicht aus den Taschen bei einem Sturz, dann ist ein Armbruch vor programmiert.

Bei den Pfadfindern ist es verboten in Bewegung die Hände in die Taschen zu stecken. Und das folgt aus hundert Jahre alter Erfahrung.

 

Du hast Holzfeuer vergessen. Darüber streiten wir uns auch noch. Da kann man sich auch so richtig aufregen!

Weil es unverantwortlich ist, Feuer zu machen, und weil es vollidiotisch ist Brennstoff durch den Wald zu schleppen. Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte: Option offen halten!

Toaks 750 ml Titan Topf mit Klappgriffen und Henkel. Erhältlich bei Spezial Depot Dehler oder Greeneline. Es gibt aich größere.

Auf Holzfeuer braucht man etwas mehr Volumen, weil es schlechter regulierbar ist.

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vor 4 Stunden schrieb Erbswurst:

Ich warne davor, beim Wandern die Hände in Jacken und vor allem Hosentaschen zu stecken. Man stürzt öfter als in der Stadt oder auf gut bekannten Feldwegen auf dem Land.

Vielleicht nur Glücksache, aber mir kam das die letzten 10.000km nicht einmal vor. Wenn es ganz unwegsam wird, nimmt man eben die Hände kurz raus oder die besagten Schlafsocken drüber.

vor 4 Stunden schrieb Erbswurst:

Man hat auch noch zusätzliches Gewicht auf dem Rücken.

Das versuchen wir hier im UL-Forum ja zu verhindern ;)

 

vor 4 Stunden schrieb Erbswurst:

Du hast Holzfeuer vergessen. Darüber streiten wir uns auch noch

Hier vertreten wir fast das LNT-Prinzip, so dass man versucht offene Feuer wenn möglichst zu vermeiden. Abgesehen davon sind die meisten ULer mit dünnen Kunstfasergeweben ausgestattet, so dass Funkenschlag eine sehr unerwünschte Nebenwirkung ist. Streiten möchte ich mich darüber nicht, das ist immer eine persönliche Einstellungssache und der TO hat nicht danach gefragt, also bleibe bitte mit den Beiträgen on Topic. Danke.

 

OT: 

@Erbswurst Wenn du schon Bilder in den Beitrag einfügst, kannst du mit einem Doppelklick die im Thread sichtbare Größe ändern. Wenn du die Bilder ein wenig kleiner formatierst ist das deutlich angenehmer zu lesen und bei Bedarf kann man sie durch einfaches anklicken dennoch in voller Größe ansehen.

 

Schöne Grüße
Micha

bearbeitet von micha90

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vor 5 Stunden schrieb Haxenkraxler:

In Zukunft werde ich das Erste-Hilfe-Pack sowie Koch-Kit selber schleppen und müsste mich da ebenfalls neu eindecken. Habe hier im Forum bereits einige leichte Koch-Kits gesehen. Beim Thema Gas vs. Spiritus etc. scheiden sich wohl die Geister.

Im Regelfall kann ein EH-Set sehr minimalistisch ausfallen, wobei das stark von den eigenen Fähigkeiten und der Erfahrung und natürlich der Tour abhängt. Auf normalen Touren (wie du schon sagtest, Deutschland Frühling - Herbst)  Habe ich selten mehr als ein paar Pflaster und Leukotape dabei, damit bekommt mal alles kleinere versorgt. Bei größeren Verletzungen müsste die Tour so oder so abgebrochen oder unterbrochen werden, so dass ich im Zweifelfall auch ein Shirt oder Bandana zum verbinden opfern würde.  Wie gesagt, ist das aber sehr unterschiedlich!

Was Kochsysteme angeht (wenn du überhaupt eines nutzen möchtest) ist Spiritus bei kurzen Touren gewichtlich effizienter, Gas amortisiert sich erst ab Toure von ca einer Woche (korrigiert mich, wenn ich da falsch liege). Allerdings ist Gas natürlich sehr einfach zu bedienen und lässt sich regulieren, Nachteil liegt dabei in den Kartuschen (Leergewicht muss getragen werden, man weiß nicht 100% wie viel Gas noch drin ist und es ist teurer).
Gar nicht zu kochen ist gerade im Sommer auch keine schlechte Idee ;)

schöne Grüße
Micha

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Am 4.12.2017 um 11:39 schrieb micha90:

da lohnt es sich definitiv sich zu überlegen die selbst zu nähen

Hey @micha90, danke für deine Antworten. Da ich leider keine Erfahrungen mit MYOG habe und mich erst mal in (naher) Zukunft mit kleinen Projekten, wie z.B. leichten Stuffsacks etc. beschäftigen wollte, ist das Nähen von Hosen für mich leider noch nicht realisierbar. Ich halte in der "Biete-Abteilung" hier im Forum schon ab und zu die Augen nach leichtem selbst gemachten Gear offen.

Hat sonst noch jemand Tipps, wo man an MYOG-Gear herankommen könnte? Ist natürlich schön ein paar Gramm zu sparen und dabei zeitgleich einen Mitwanderer oder eine Mitwanderin zu unterstützen.

Gibt es sonst noch Empfehlungen zu Hemden? Baumwolle wäre ja eher raus, bliebe noch Merinowolle oder Synthetik. Habe öfters gehört, dass die Merinowolle sich beim ständigen Tragen an den Schultern auflöst (Schnittstelle mit dem Rucksack)? 

@Erbswurst danke auch noch mal für deine Anmerkungen. Da ich meistens im Nationalpark unterwegs bin, scheidet diese Variante mit dem offenen Feuer für mich leider aus. Bliebe noch die Option stoveless unterwegs zu sein. Da habe ich aber gar keine Erfahrungen mit, stelle es mir jedoch etwas gewöhnungsbedürftig vor.

Am 4.12.2017 um 16:41 schrieb micha90:

Gar nicht zu kochen ist gerade im Sommer auch keine schlechte Idee ;)

 

Meintest du diese Cold-Soak-Variante damit? Oder einfach nur Riegel, Müsli etc. mitschleppen und auf Tütensuppe und TreknEat verzichten?

Beste Grüße und Danke für Eure zahlreichen Ratschläge und das rege Kommentieren

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vor 2 Stunden schrieb Haxenkraxler:

Gibt es sonst noch Empfehlungen zu Hemden? Baumwolle wäre ja eher raus, bliebe noch Merinowolle oder Synthetik. Habe öfters gehört, dass die Merinowolle sich beim ständigen Tragen an den Schultern auflöst (Schnittstelle mit dem Rucksack)? 

Ich trage inzwischen meist ein Kunstfaser Hemd mit Knöpfen, da man super die Temperatur regeln kann (einfach auf oder zu knöpfen). Prinzipiell empfiehlt es sich eins mit möglichst Null Stretch-anteil zu kaufen, da die deutlich weniger stinken (keine wissenschaftliche Grundlage weshalb, nur eigene Erfahrung!).
Kunstfaser Hemden sind deutlich langlebiger, als Merinowolle. Aus Merinohemden bekomme ich etwa 1000km bevor es mit Löchern los geht (sobald das erste da ist, ist es eine frage von Tagen, bis das ganze Hemd zerlumpt) Aus meinem letzten Kunstfaser Hemd habe ich etwa 5500km raus bekommen, bevor der Rücken komplett durch gerieben war.

vor 2 Stunden schrieb Haxenkraxler:

Meintest du diese Cold-Soak-Variante damit? Oder einfach nur Riegel, Müsli etc. mitschleppen und auf Tütensuppe und TreknEat verzichten?

Nein, ich bin absolut kein Fan von Cold-Soaking ("kalt kochen"), sondern koche gar nicht. Gerade wenn es draußen schon kalt ist, möchte ich nicht noch eine kalte Suppe schlürfen oder kalte matschige Nudeln essen müssen. Ich bevorzuge Lebensmittel, die man einfach so essen kann, wie Brot, Käse/ Frischkäse, Erdnussbutter, Nutella, Nüsse, Riegel, Schokolade, Chips, Kekse, Snacks, Wurst geht auch (Salami, Landjäger etc - alles was einigermaßen trocken ist) und so vieles Mehr!
Das klingt anfangs vielleicht nach Einschränkung, aber wenn man mal realisiert, was man alles ungekühlt in den Rucksack packen kann steht einem die Welt offen (oder zumindest der besiedelte Teil, wo man auch einkaufen kann). Seit ich aufgehört habe auf Tour zu kochen ist meine Ernährung deutlich vielfältiger geworden :D

 

schöne Grüße
Micha

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    • Von Stromfahrer
      Ich poste hier mal meine Eindrücke vom
      Rucksack Berghaus Fast Hike 45 (529-922 g)
      OT: Disclaimer: Ich habe den Rucksack aus reiner Neugier/zum Testen selbst gekauft und von eigenem Geld bezahlt, stehe in keinerlei Verbindung zu dem Hersteller und habe über den Kauf des Rucksacks hinaus auch keinerlei Beziehung zu dem Outdoorladen, der den Rucksack geliefert hat. Ich werde den Rucksack nach dem Test wieder verkaufen (um Geld für den nächsten Rucksack zu haben) und hätte den Bericht auch in die Anzeige schreiben können. Aber ich fand die Infos unter Ausrüstung besser aufgehoben. Und in mein Blog passt er thematisch (mangels Modifikation) nicht.
      Die englische Firma Berghaus ist hier im Forum eher für Bekleidung bekannt. Berghaus entwickelt jedoch auch Rucksäcke und hat seit jeher eine hohe Affinität zum UL-Bereich (Stichwort Berghaus Hyper).
      Im letzten Jahr hat Berghaus die Rucksäcke Fast Hike 32 und Fast Hike 45 angekündigt, die inzwischen erhältlich sind. Bislang scheint es im Internet dazu kaum Informationen zu geben:
      Website von Berghaus Review auf TGO Da ich für die nächste Lappland-Tour schaue, wie ich 15 bis 16 kg Startgewicht für 3 Wochen autarkes Wandern anders oder besser transportiere, habe ich mir den 45er gekauft, genau angesehen und mit 14 kg beladen auf meiner 10 km Geländerunde getestet. (Mir ging es nicht primär um diesen Rucksack, sondern um das Tragesystem als solches. Dieser Testbericht ist also ein Abfallprodukt meines „Forschungsdrangs“ .)
       
      Zunächst: Passt der Rucksack in dieses Forum?
      Mit Blick auf Touren mit langer Resupply-Zeit finde ich eindeutig: Ja. Nicht, dass es nicht leichtere Auswahl mit Tragegestell gäbe. Aber nicht jeder kann oder will sich einen Zpacks ArcBlast für 480 Euro leisten. Das der Fast Hike 45 durchaus seine Berechtigung im UL-Bereich haben kann, ist gut im Vergleich mit dem Gossamer Gear Gorilla 40 zu sehen, einem hier im Forum häufiger genannten, ähnlich flexiblen Pack. (Ich vergleiche die am ehesten entsprechende Rückenlänge L des Gorilla, der in S, M, L und XL erhältlich ist.):
      Rucksack
      Berghaus Fast Hike 45 (2018, eigene Messung)
       
      Gossamer Gear Gorilla 40
      (2017, Größe L, Quelle: TLS)
       
      Volumen
      45 l
      40 l + ca. 7 l ext.
      Rückenlänge
      Ca. 46-56 cm (eigene Messung und Versuchspers., Min.-Wert ab Mitte Hüftgurt)
      48-56 cm
      Gewichte
       
       
      Packsack
      529 g (bereits mit Mesh-Rücken)
      568 g
      Dokumententasche
      30 g (entnehmbar)
      (Fest verbaut)
      Kompressionsriemen
      12 g (4 x 3 g, abnehmbar)
      (Fest verbaut)
      Brustgurt
      12 g (abnehmbar)
      (Fest verbaut)
      Trekkingstockhalterungen
      10 g (2 x 5 g, abnehmbar)
      (Fest verbaut)
      Tragegestell (U-Bügel)
      134 g (entnehmbar)
      94 g (entnehmbar)
      Sitpad/Rückenpolster
      63 g (entnehmbar)
      70 g (entnehmbar)
      Hüftgurt
      130 g (abnehmbar)
      266 g (abnehmbar)
      Gesamtgewicht ab Werk
      910 g (Gesamtgewicht auf meiner Waage, Summe obiger Einzelgewichte ist 922 g)
      976 g (L, als M 922 g, die Angabe lt. TLS, Summe obiger Einzelgewichte ist 998 g)
       
      Konfigurierbarkeit
      Man bekommt mit dem Fast Hike 45 also einen ähnlich großen Rucksack wie den Gorilla, ebenso mit entnehmbaren Innengestell, mit ähnlichem Gewicht und Traglast, aber noch flexiblerem Aufbau. Praktisch alles am Fast Hike kann völlig schadlos entfernt oder durch etwas anderes ersetzt werden:
      Die Dokumententasche ist mit Kam-Snaps eingehängt. Man kann sie entfernen und statt dessen z. B. einen Schlüssel-Clip basteln und an-snappen. Oder irgendeinen anderen Gegenstand mit einem Kam-Snap versehen, den man ordentlich im Rucksack fixieren möchte.
        Die Kompressionsriemen finde ich sehr durchdacht. Sie liegen auf den Seiten und haben gegenläufige Schnallen. Man kann sie wahlweise zur Seitenkompression einsetzen oder aber die vorderen Enden verbinden und so um den ganzen Rucksack führen (Vollkompression) oder nur auf der Front verwenden (Schneeschuhbefestigung). Fand ich im Handling tatsächlich sehr einfach und friemelfrei. Die unteren Kompressionsriemen konfigurieren bei Bedarf auch die Seitentasche um (siehe unten).
        Das Rückenpolster ist trapezförmig geformt und hinter 3D-Mesh in einer eigenen Tasche eingesetzt. Zwischen Polster und Rucksack ist Platz für eine Trinkblase.

      Das Rückenpolster kann leicht entnommen werden, ist aber etwas schwierig in seinen ursprünglichen Platz wieder einzusetzen. Konstruktiv ist dies aber intelligent gelöst: Wenn man keine Trinkblase benutzt, schiebt man das Rückenpolster einfach in den Trinkblasenschacht. Das gelingt mit einem schlichten Handgriff und ist auch in einer 5-Minuten-Pause nicht lästig. Nur, wenn man eine Trinkblase benutzt, ist es empfehlenswert das Sitzpolster an seinen angestammten Platz vor die Zwischenwand zu schieben, der durch eine Abdeckleiste nicht ganz so einfach zu benutzen ist.

      Man kann das Polster aber auch ganz entnehmen und statt dessen zwei Z-Lite-Segmente in das Trinkblasenfach einsetzen, diese allerdings als gefaltetes Element (Breite nur 1 Segment). Vom Tragen her wird der Rucksack dadurch geringfügig beweglicher in seitlicher Richtung. Ich finde das aber kaum merklich. Man kann bei entsprechender Packweise auch ganz auf das Polster verzichten. Wenn dann etwas durch das 3D-Mesh hindurch stört, dann ist das durch anderes Packen zu beheben. Der Rucksack selbst hat dort keine störenden Elemente.

      Vermutlich aus Gewichtsgründen ist das Rückenpolster stark perforiert. Man kann zwar sehr bequem darauf sitzen, aber auf nassen Gras kommt man dennoch eine nasse Hose. Man kann sich allerdings leicht aus EVA eine Alternative schneiden.
        Das Gestell aus biegefestem Draht lässt sich sehr einfach entnehmen. Ein kleiner Klettverschluss ist zu öffnen, dann die Ecken herunterziehen, schon hält man den Drahtbügel in der Hand. Beim Wiedereinsetzen ist beim letzten Handgriff eine ausgediente Kundenkarte und maßvoll dosierte Kraft hilfreich, um die zweite Ecke des Gestells unter das Hepalon-Dreieck zu schieben.
       
      Wie die meisten Gestellrucksäcke macht auch der Fast Hike 45 bei voller Beladung das ein oder andere knarzende Geräusch, jedoch deutlich weniger und leiser, als z. B. der Osprey Exos.
        Der Hüftgurt wird wie üblich durch eine Klettlage hinter dem Steißpolster festgehalten und kann recht einfach entnommen werden. Er ist breit, aber nicht sehr dick. Ich fand den bei 14 kg über 6 km (den Rest der Strecke habe ich ohne Hüftgurt absolviert) aber bei weitem ausreichend. Tragesystem
      Durch das recht feste Rückenpolster hinter dem Meshrücken ist der Rucksack auch ohne Drahtbügel ein gut zu tragender Körperkontaktrucksack ohne allzustarkes Ausrunden. Im direkten Vergleich fand ich das Tragegefühl mit Bügel aber spürbar ausgeglichener, nicht zuletzt durch die bessere Lastübertragung auf die Hüfte.
        Die Schultergurte sitzen am besten mit Brustgurt. Dann sind sie überaus bequem. Ohne Brustgurt kommt die spezielle Form der Gurte nicht so gut zur Wirkung. Die Schultergurte sind im oberen Bereich deutlich fester, während die untere Hälfte auf Brusthöhe sehr dünn, weich und seitlich dehnbar ist. Der feste obere Teil sorgt dafür, dass der Rucksack sich recht direkt trägt und seitlich weniger schwingt, als ich das konstruktiv erwartet hätte. Der unterere weiche Teil liegt sehr angenehm an und ich habe den auf meiner Testrunde praktisch nicht gespürt. Ich kann mir darum gut vorstellen, dass die Gurte trotz der Breite der Konstruktion auch für Frauen angenehm zu tragen sind. Überdies kann der Brustgurt in Stufen über einen sehr weiten Bereich vom Bauch bis fast direkt unter dem Hals positioniert werden.
        Der Hüftgurt lässt sich in einem weiten Größenbereich benutzen. Ich bin sehr schlank, da war aber noch genug Spiel für dünnere Personen. Bei welchem größeren Hüftumfang Ende ist, vermag ich nicht zu sagen. Aber verlängern lässt sich ein Hüftriemen ja recht leicht. Taschen und Fächer
      Das Hauptfach ist ein klassischer Rolltop mit Quer- und Längsband, sehr gut geschnitten und der Verschluss durch das beidseitige Querband sehr gut und dicht zu benutzen. Ein Hilfsverschluss im Querband (Kam-Snaps, Magnete, Schnalle) fehlt jedoch, ich habe den auch nicht vermisst.
        Das Frontfach aus dehnbarem Mesh ist einen Ticken zu schmal für meinen Geschmack und dadurch geringfügig kleiner als das des Gorilla. Dafür sind die Seiten des Frontfachs aus geschlossenem Material und somit robuster.
        In die beiden Brusttaschen auf den Schultergurten passen keine normalen PET Flaschen (0,5 oder 0,75 l). Die schlanken runden Smoothie-Flaschen (0,25 bis 35 l) passen hingegen perfekt, sitzen sicher und stören auch nicht beim Tragen. Diese Fächer habe vor allem auch die richtige Größe, um ein Smartphone, GPS etc. vernünftig zu platzieren. Wem die Fächer anderer Hersteller zu eng oder flach sind, wird den Unterschied positiv feststellen.
        Von den beiden Hüftgurttaschen ist die rechte als offene dehnbare Mesh-Lasche gestaltet, die linke ist eine klassische Reißverschlusstasche, ebenfalls aus dehnbarem Mesh-Gewebe. Während man die offene Tasche sehr leicht benutzen kann, leidet die Reißverschlusstasche etwas daran, dass der Reißverschluss nicht sich nicht mit dem Mesh-Gewebe dehnen kann. Dadurch bleibt die Öffnung bei geschlossenem Hüftgurt am schlanken Körper etwas zu eng für eine komfortable Benutzung. Die Tasche an sich ist nicht sehr groß, aber ausreichend und dehnbar.
        Sehr gut finde ich die vier (!) Seitentaschen aus dehnbarem Mesh. Die jeweils untere ist so, wie man es von einer gerade geschnittenen Seitentasche erwartet. Nicht ideal mit der Hand erreichbar, aber dank der großen Dehnbarkeit problemlos mit Flaschen beliebiger Größe zu beladen.
       
      Die jeweils obere ist tatsächlich eine zweite Lage, die hinter der unteren Tasche bis zu Rucksackboden hinunter reicht. Man kann dort also sehr einfach und sicher eine breit aufgerollte NeoAir oder dünne EVA reinschieben oder ein Zeltgestänge, Trekkingstöcke etc. Zieht man den unteren Kompressionsgurt jedoch leicht an, dann verhindert der das Durchrutschen der Gegenstände in den unteren Bereich. In dieser Konfiguration geht die Ausdehnung der oberen Seitentasche nicht zu Lasten der unteren (vgl. Flaschenbild). Die obere Tasche „endet“ quasi über der unteren. Finde ich eine pfiffige und flexible Umsetzung.
        Zwiespältig finde ich die Dokumententasche. Sie hat mit 17 × 21 cm eine hinreichende Größe, z.B. für einen eBock-Reader (vgl. Bild), hängt aber für meinen Geschmack zu tief unten im Rucksack. Sicher, wenn ich den Rucksack nicht voll mache und den Rolltop schließe, darf die auch nicht im Weg sein. Aber für einen schnellen Zugriff ist das keine wirkliche Alternative. Leichter wäre da, einen Ziploc-Beutel statt dessen in den Rucksack zu legen. Fazit
      Alles in allem: Insgesamt fand ich den Fast Hike (mit 14 kg über 10 km) sehr bequem zu tragen. Trotz des Gestells bleibt es aber ein Kontaktrücken mit eher durchschnittlicher Belüftung.
      Dennoch ist das einer der wenigen „Big-Brand“-Rucksäcke, die ich tatsächlich berichtenswert finde, weil …
      noch wenig bekannt flexibel zwischen 529 und 922 g konfigurierbar durch die Vielseitigkeit der Kompressionsriemen auf nahezu jede Nutzgröße anpassbar. Im runter konfiguriertem „nackten“ Zustand ohne alle Optionen ist der Fast Hike zwar, wie auch der Gorilla, nicht Hardcore-UL. Da müsste er klar unter 400 g wiegen und weniger Features haben. Im oberen Bereich ist er dafür aber auch mal als Backcountry-Rucksack mit 12 kg Lebensmitteln gut erträglich. Dann ist er zwar 100 g schwerer als ein ähnlich tragfähiger Osprey Levity 45, dafür aber weniger steif und sperrig und aus dickerem Material.
      Die gesamte Verarbeitung des Packs scheint mir makellos und sehr robust zu sein. Trotz der vielen Features ist der Pack überraschend leicht zu konfigurieren. Er funktioniert. Die Schlichtheit, mit der die Kompressionsriemen den Rucksack umkrempeln (oder entnehmbar) sind, gefällt mir.
      Für wen ist der Fast Hike also geeignet?
      Das ist natürlich eine persönliche Entscheidung. Ich würde ihn am ehesten Leuten empfehlen, die …
      UL nicht zum äußersten treiben wollen, lieber kaufen als nähen, trotz UL-Ansprüchen viele Fächer haben mögen, gelegentlich längere Backcountry-Touren mit hohem Startgewicht unternehmen, die nicht für jede Art von Unternehmung einen anderen Rucksack anschaffen wollen, sondern einen einzigen, der sich in einem weitem Gewichts- und Volumenbereich konfigurieren lässt. OT: Warum verkaufe ich den Rucksack nach dem Test wieder?
      Weil ich ihn nur zum Test angeschafft habe. Ich habe in den letzten 18 Monaten 11 Rucksäcke neu oder gebraucht gekauft, getestet, modifiziert, auf Tour(en) mitgenommen, eingelagert und/oder wieder verkauft. Rucksäcke machen mir Spaß. Aber behalten kann ich nicht alle. Und für den Zweck einer langen autarken Tour besitze ich bereits einen MYOG-Pack mit Gestell und fast halbem Gewicht, der mir lieber ist.

    • Von SouthWest
      OT: Ein Disclaimer. Ich habe den Rucksack selbst gekauft und von eigenem Geld bezahlt. Ich stehe in keinerlei Verbindung zu dem Hersteller.
       
      Diesen Frühling habe ich mir einen Rucksack von Atom Packs bestellt, nachdem ich in @roli's Faden auf diese Cottage aufmerksam wurde. Atom Packs sitzet in England und wird von Tom Gale geführt. Er war anscheinend selber schon 20.000 Kilometer zu Fuss unterwegs (Trailname "BC"), und sollte deshalb ganz gut wissen worauf es ankommt ... Seit vier Jahren baut er professionell Rucksäcke. Für uns interessant und unverzichtbar ist natürlich dass die Packs von ihm auf Wunsch individuell an die Bedürfnisse angepasst werden.
      Ein Rucksack mit Rolltop, den UL-typischen (Netz-)Aussentaschen und leichtem Tragesystem, mit dem man angeblich bis zu 15 kg gut tragen kann, das interessierte mich sehr. Und so etwas hat Atom Packs im Angebot. Das Teil heisst "The Prospector".
      Mein Hintergrund: Ich gehe ganz gerne mal mit Essen für mehrere Tage auf Tour, um Möglichst wenig Zivilisation zu berühren. In letzter Zeit auch immer öfter im Süden, wo man auch mal mehrere Liter Wasser tragen muss. Ich suchte also einen Rucksack, der etwa 40 Liter hält und sich mit über 10 Kilo noch gut tragen lässt. Eigentlich hatte ich den schon (Mountain Hardwear Summit Rocket 40L, erstes Modell mit Roll Top closure), aber bei dem hatten mir immer sehr Aussen- und Netztaschen gefehlt.
      Anfang März habe ich mir dann einen Prospector bestellt. Hier meine Bestelldaten an Tom:
      Capacity: 40 liters Torso length: 51 cm H2O port: Yes Load lifter: Yes Snack pocket: Yes Extras:
      Flexible cord and all highlights in black Side pockets in Black VX21 Front pocket made from Spandex PowerMesh 1 shoulder pocket left Da ich mir nicht alle Jahre einen neuen Rucksack kaufen will, habe ich die stabilste Standard Materialvariante (VX21) bevorzugt.
      Kommunikation:
      Die Kommunikation mit Tom war ganz okay. Ich habe das System auf seiner Webseite verwendet und keine anderen Kanäle. Er hat manchmal sofort geantwortet. Manche Fragen hat er jedoch nie beantwortet. Das fand ich natürlich komisch.
      Auf Instagram postet er immer die gerade fertiggestellten Rucksäcke.  Das ist ganz cool da man das Teil schon schön fotografiert sehen kann bevor man es in den Händen hält. Die erste wirklich gute Anwendung von Instagram!
      Was dann am Ende bei mir ankam ist in jedem Fall ein toller Rucksack. Schauen wir uns den mal an.
      Erster Eindruck:
      Ich bekam den Rucksack verspätet, etwa 6 Wochen nach meiner Bestellung (ich hatte mit 4 Wochen gerechnet, wie auf der Webseite angegeben), am Tag der Abreise auf meine Tour in Mittelitalien. Mein alter Rucksack war schon gepackt, also wurde der Inhalt nun innerhalb von wenigen Minuten in den Prospector umgepackt, ein kurzer Tragekomfort Test gemacht (nicht schlecht!), und los ging es zum Flughafen. Viel habe ich also nicht davon gesehen. Die ersten Eindrücke kommen direkt von der Tour.

      Eignung als Handgepäck:
      Der Rucksack in meiner Länge hat gerade so Handgepäckmaße (Maximum bei EasyJet: 56cm x 45cm x 25cm). Mit dem Shelter in einer der 2 Seitentaschen passt alles perfekt. Man könnte auch noch in die zweite Tasche Zeug packen und so die maximale Breite (45cm) ausnutzen.
      Gewichte:
      Rucksack aus VX21 in meiner Konfiguration Länge ohne Tragesystem und ohne Hüftgurttaschen: 710 g Tragesystem: 120 g Hüftgurttaschen (abnehmbar): Je 30 g Total: 890 g Die Extra Schultertasche aus Meshmaterial wiegt laut Tom 13 g. Das "Rausfallfach" unten ("snack pocket") wiegt 30 g. Diese Gewichte kann man sich natürlich  sparen. Mit VX07 statt VX21 spart man nochmal 30 g.
      Der sehr vergleichbare Atomp  Packs "The Atom" ist deutlich leichter und eher ein Hardcore UL Pack. Hat aber kein Tragesystem, ist also nur bei geringeren Gewichten komfortabel.
      Tragekomfort:
      Der erste Eindruck: Rücken ist sanft gepolstert. Nichts drückt obwohl ich mein Equipment mehr oder weniger nur in den Pack geschmissen hatte. Das Teil ist aber schön gerade und steif, so dass fast das ganze Gewicht (am Flughafen 8 kg, am Abend des ersten Wandertages mit Wasser 11 kg) gut auf den gut sitzenden Hüftgurt übertragen wird. Das weiche Cordura-Material am Rücken fühlt sich gut an und  ist schön leise. Nichts quietscht oder knarzt.

      Ich glaube dem Hersteller dass sich der Pack gut bis 15 kg tragen lässt. Kurzzeitig vielleicht sogar mehr.
      Tragesystem:
      Das Tragesystem besteht aus einer Plastikplatte (HDPE) mit einer integrierten Metallstange (grössere Modelle haben wohl dann 2 solche Stangen), und einem etwas 5 mm dicken Schaumstoff. Das ganze ist aus einem Innenfach herausnehmbar und wiegt 120 g.
        
      Ich habe auch probiert den Rucksack ohne das Tragesystem zur Probe getragen, mit einer 4-fach gefalteten 4mm dicken EVA Matte am Rücken. Das ging auch ganz hervorragend, aber der Rucksack ist dann spürbar weniger steif.

       
      Details:
      Das Rausfallfach am Boden ist clever gemacht. Man kommt dort viel besser dran als an die Seitentaschen und es ist meiner Meinung nach quasi unmöglich dass dort etwas herausfällt. Einmal ist das elastische Mesh sehr straff, zweitens hat das Fach eine Art umgeschlagenen Bund der Dinge am herausrutschen hindert.


      Das Volumen von 40 Liter beinhaltet meiner Meinung nach auch die beiden Seitentaschen (2.5 Liter jeweils), aber ich habe das nicht nachgemessen. Die Seitentaschen sind recht tief und haben Wasserablauflöcher.
      Die Gummizüge zur Kompression sind abnehmbar. Den vorderen werde ich wohl abnehmen, ich wüsste nicht wozu ich den brauchen sollte. Der ist ein wenig redundant zum vorderen Fach. Die seitlichen habe ich verwendet um den Pack auf einem Tagesausflug mit Minimalgepäck zum komprimieren. Das war ok.
        
      Der H20 port liegt bei mir in der Mitte. Ich denke von der Geometrie wird es wunderbar passen, egal ob man den Schlauch links oder rechts run verlegen will. Auf den meisten Touren verwende ich ihn nicht, deshalb habe ich damit im Moment noch keine Erfahrungen. Allerdings hat Tom das Design hier wohl auch inzwischen geändert.
      Die Hüftgurttaschen haben perfekte Größe für Kleinigleiten oder eine kleine Kamera (Sony RX 100).

      Der Rucksack sieht extrem gut aus, was ich auch super finde. Fast alle Nähte sind innen eingefasst so dass das Innere auch schön aussieht. 
      Jetzt würde ich sagen das es das erst mal war. Mehr Erfahrungen kann ich ja noch nachreichen und natürlich auf Eure Fragen eingehen.
       
    • Von Gump
      Wie schon im Vorstellungsthread geschildert, möchte ich mich in Zukunft an Fastpacking probieren.
      Innerhalb der letzten Wochen habe ich mir einiges an Reviews und Tutorials zum Thema UL angeschaut. Auf Basis dieser Nachforschung ist folgende Packliste entstanden: Liste.
      Die Packliste soll für folgende Umstände dienen:
      Gebiet: deutsche Mittelgebirge, konkret HW1 Jahreszeit: Spätfrühling, Sommer, Frühherbst Essen: Nicht zu viel mitnehmen; öfters einkehren; öfters einkaufen Die Wegstrecke wird größtenteils / nach Kräften gelaufen (i.e., running), bergauf wird gewandert bei zu schlechtem Wetter wird die Tour abgesagt Auf meiner TODO-Liste (d.h. noch nicht auf der Packliste) stehen noch folgende Dinge:
      Wanderkarte aufblasbares Kissen (optional) Stuffsacks für Essen & Kleidung Trailschuhe (getragen) Sport-Sonnenbrille (optional) Abgespeckter Geldbeutel (ca. 15-20 g) Kontaktlinsen + Kontaktlinsenlösung, eventuell Brille Essen Wasser - zw. 0.5l & 1.5l ? Mit diesen letzten Dingen schätze ich das BW auf ca. 3.7 kg.
      Doch bevor es zu sehr ins Detail geht, würde ich mich über Feedback zu Schlafsystem, Bekleidung und Rucksack freuen. Anbei einige Fragen bzw. Gedankengänge. Oberste Maxim ist, das Packgewicht und Packvolumen zu minimieren, um den Bounce des Packs zu reduzieren. Nur so werde ich die Strecke joggend zurücklegen können.
      Rucksack: Essentiell fürs Fastpacking soll ja der Rucksack sein. Der UD Fastpack 15 ist sehr klein mit seinen 21l Fassungsvermögen und soll sich gut dafür eignen. Den Rucksack habe ich schon. Mit nur 1-2 Tagen Essensproviant passt mir Glück alles rein - falls zu klein, muss der 25er her.
       
      Schlafsystem: SMD Gatewood Cape, S2S Bugnet, Neoair xlite small & Cumulus Quilt 150.
      Ich besitze noch keine dieser Gegenstände, bin also bei Einwänden noch komplett flexibel - obwohl ich mich etwas in das Gatewood Cape verliebt habe  
      Ist der Quilt warm genug? Zur Not will ich nachts alle Kleidungsstücke tragen, die ich dabei habe (bin schlank). Ich bin nicht verfroren, schwitze nachts auch des Öfteren. Ganz generell verstehe ich die Ratings auf Schlafsäcken nicht; wie sind die ausgelegt? Auf Nackt-Schlafen, oder mit Baselayer, oder..? Geht es irgendwie noch leichter, ohne auf Insektenschutz und ein Dach über dem Kopf zu verzichten? Man bedenke den Mutli-use des Capes als Regenjacke. Ursprünglich wollte ich das SMD Serenity Nettent als Innenzelt nehmen, aber das schlägt mit stolzen 300g zu Buche... Zeltstange wird eventuell noch durch Trekking Stöcke ersetzt  
      Kleidung:
      Ich will natürlich unnötige Kleidungsstücke vermeiden, aber auch nicht frieren müssen. Ein Longsleeve shirt spare ich mir, dafür kommen Armlinge mit. Leider finde ich das Fleece und den Windstopper recht schwer. Allerdings habe ich die Jacken bereits. Der Buff und Polar Buff sollen mir nachts als Mütze und Schal dienen.
      Ist das Layering vernünftig? Habe ich zuviel oder zuwenig dabei? Beim Joggen wird mir sicherlich nicht kalt, aber vllt danach, verschwitzt bei Wind und Regen?  
      Viel Spaß beim Zerpflücken und danke schonmal fürs Feedback 
    • Von Chrismoto84
      Hallo Zusammen, ich bin Chris und bin auf der Suche nach einem "kleinen" Rucksack, schätzungsweise 35 l.
      Kurze Vorgeschichte: Seid ich mit meiner Freundin unseren Trip in Schweden geplant bzw. gelaufen bin (2016), lässt mich das Thema Leichtwandern bzw. UL nicht mehr wirklich los!  Damals mit dem Osprey Exos 58 mit insgesamt 19 kg (jedoch auch für 10 Tage Essen und Kameraausrüstung von 2,3 kg dabei). 
      Jetzt bin ich auf der Suche nach einem weiteren kleineren Gefährten, der mir sowohl für Tagesausflüge, Hüttentouren sowie bis zu 4-Tages-Touren inklusive Essen beiseite stehen soll.
      Basisgewicht ist für die nächste Tour ca. 7 kg...mit Essen, Kameraequip. (1,3 kg), 1,5 l Wasser etc. vielleicht 10 - 11. Ich könnte sie auch noch etwas einkürzen, ist jedoch für diese Tour nicht groß geplant...
      Interessant finde ich z.B. den neuem Gossamer Gear Kumo 36 (2018).
      Habt ihr noch andere Kandidaten bzw. Erfahrung mit diesem?
       
      Vielen Dank schon einmal im Voraus! 
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