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Ultraleicht Trekking

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Hallo,

ich bin neu, absolut neu hier. Ich suche eine preiswerte, möglichst leichte Ausrüstung. Geplant ist es in Spanien im April und Mai einen Jakobsweg zu gehen, eventuell an der Küste entlang. Von ca. 0 bis 20 Grad wird wohl alles dabei sein, sowie Sonne und Regen. Den einzigen Ausrüstungsgegenstand den ich mir ausgesucht (noch nicht gekauft) habe ist ein Rucksack von Osprey, Exos 48.

Wie würdet ihr unterwegs sein? Ich weiß alles Geschmackssache aber ich bin offen und dankbar für "Alles". Ich weiß z.B. nicht ob ein  Daunenschlafsack im Bivy vernüftig, wegen Kondenzwasser, ist. Ob ich wirklich ein Tarp mit einem Bivy verwenden muss/sollte.

Danke für eure Hilfe.

Liebe Grüße

Kermit

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Willkommen im Forum, eventuell kannst du noch etwas zu dir im Vorstellungsfaden schreiben. Für den Einstieg gibt es hier einiges an lesenswerten Beiträgen (zum Beispiel den roten Faden) - einfach mal die Suchfunktion bemühen.

Um dir besser helfen zu können sind ein paar Eckdaten zur geplanten Tour hilfreich. Spontan würde ich sagen, dass 48 Liter relativ (zu?) groß sind. Hier im Forum gibt es einige Leute, die auch auf den großen Langstreckentrails mit deutlich weniger Volumen auskommen.

Ob du zum Bivy noch ein Tarp brauchst, hängt vom Bivy ab, es gibt wasserdichte und solche die nur als Schutz vor Insekten, Zugluft und Spritzwasser fungieren. Erstere können auch ohne Tarp genutzt werden (ist aber gewöhnungsbedürftig) letztere brauchen noch einen zusätzlichen Schutz vor Regen (z.B. Tarp).

Ich würde ein leichtes 1P Tarp nehmen, dazu entweder Mückennetz oder Bivy. Einen UL Rucksack (~200-500g). Einen Quilt (Deckenartiger Schlafsack mit offenem Rückenteil) für den angestrebten Temperaturbereich. Und nicht zu viel Kleidung. Vieles ist hier aber individuell.

Empfehlung: erstmal einlesen, dann hier eine Packliste (z.B. via lighterpack.com, geargrams.com) hochladen und nach ausführlicher Kritik die Hälfte aus der Liste streichen, dann erst einkaufen gehen - spart u.U. den einen oder anderen Fehlkauf.

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Hey Kermit,

ich war 2016 auf dem Camino del Norte, also dem Küstenweg, von Irun nach Santiago und kann dir den Weg nur wärmstens empfehlen!

Du brauchst egal kein Zelt oder Bivy mit Tarp, meiner Meinung nach. Der Weg ist ausreichend mit Herbergen ausgestattet, die du als Pilger ja günstig nutzen kannst. Mit Regen musst du definitiv rechnen, windig ist es an der Küste auch sehr gerne mal!

Schlafsack hatte ich damals einen alten billigen-keine-Ahnung-was-fürn-Teil dabei und der hat völlig ausgereicht, und ich war im Februar da (die Herbergen sind zu der Zeit noch so gut wie nicht genutzt und nicht beheizt). D.h. da würde dir auch was leichtes Günstiges reichen, evtl. hier aus dem Forum im [Biete]-Bereich mal umschauen.

 

Was genauere Empfehlungen an Ausrüstung angeht würde ich den Experten, die hier schon länger im Bereich UL unterwegs sind den Vorrang lassen B) Aber du kannst unter "Tourvorbereitung" und "Reiseberichten" einige Packlisten finden, teils auch direkt von Jakobswegen, die dir schon mal als Ausgangspunkt dienen können.

 

Allgemein kann ich dir aus Erfahrung nur raten, nimm nicht zu viel mit für einen der Jakobswege. Grade was Unterkünfte und Versorgung mit Essen & Wasser angeht braucht man sich keine großen Gedanken machen ;)

 

Wünsch dir schonmal viel Spaß beim Zusammenstellen der Ausrüstung!

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Willkommen erstmal.

Grundsätzlich ist Decathlon.de eine gute Adresse für günstige Ausrüstung.

Aaaaber: Gekauft ist schnell, oft um dann zu merken, dass man das Eine oder Andere gar nicht gebraucht hätte.

Auch von mir der Vorschlag zunächst erst einmal zu lesen, dann noch mehr zu lesen, und anschließend weiter zu lesen. Sie Suchfunktion liefert Dir unendlich viel Input. Auch gedruckt gibt es im Conrad Stein Verlag Literatur zu verschiedenen Jakobswegen, oft inkl. Packlisten. Bei Amazon gibt's ein Buch von Philipp Winterberg "Jakobsweg im Smoking, Auf dem Weg zur perfekten Packliste". Eine recht unterhaltsame Lektüre.

Wenn Du deinen ersten Packlisten Entwurf fertig hast, lade ihn z.B. bei Lighterpack hoch und teile ihnen mit dem Forum. Wohlgemerkt bevor Du einkaufen gehst. 

Wir schauen dann gerne drüber und haben vielleicht noch ein, zwei Vorschläge.

Ich selbst bin 2007 die Via der la Plata nach Santiago gegangen, mit weniger als sechs Kilo Baseweight. Heute hätte ich wahrscheinlich weniger als die Hälfte dabei. Man lernt mit den Jahren dazu.;-)

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Hallo,

finde ich super toll von euch, dass ihr mir so schnell antwortet. Roter Faden habe ich soeben durchgelesen - Danke! Packlisten werde ich mir noch anschauen und meine Packliste überarbeiten. 48 Liter sind zuviel, denke ich auch. Aber 38 Liter (Exos 38) war mir zu riskant. Ich werde aber den Rucksack als letztes kaufen, denn dann weiß ich was ich für eine Größe brauche. Geplant hatte ich mit der folgenden Ausrüstungimage.png.c000dd3f182bf72d2575d2c2bafa59cb.png

und komme so auf 8.419 Gramm incl. Rucksack, ohne Verpflegung. Ich hoffe das ich euch damit nicht geschockt habe. (Leichter geht immer - teurer aber leider auch). Nur passt der Quilt in den Bivy? Ferner wollte ich sehr viel lieber "Draußen" schlafen und nur ab und an in einer Herberge.

So jetzt ist es Zeit um ins Bett zu gehen, da ich bereits 58 Jahre bin:). Aber was soll´s. Alles was Spaß macht tut gut!

Nochmals vielen lieben Dank und gute Nacht.

Kermit

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Hallo Norweger,

eigentlich wollte ich gerade ins Bett. Aber zuerst einmal auch dir einen recht herzlichen Dank.

image.thumb.png.7b1e5603a518574cb0e8bee6209a6241.png

Dies ist meine Packliste. Klar es geht leichter. Aber unter 6 Kilo? WoW!!!

Alles Gute und auch dir eine gute Nacht.

Kermit

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Also dein Waschbeutel ist ziemlich üppig. Bist du dir sicher das du das alles brauchst? Seife und Shampoo und Duschgel wirkt bisschen dreifach gemoppelt, da könntest du paar Gramm sparen wenn du dir so ein kombi-outdoor ding holst was auch biologisch abbaubar ist, wenn du dich in der Natur waschen willst.

T-Papier werden hier sicher auch viele sagen dass das eher unnötig ist und du dir lieber ein bidet angewöhnen solltest. 

Deine Trinkflasche mit 1040 gramm ist auch...bizarr. Kauf dir am besten einfach zwei normale PET-Flaschen, die wiegen nur einen Bruchteil und halten auch gut genug durch (und falls Sie dir zu "ieh" werden, einfach zurückgeben und neue kaufen).

Funktions-unterwäsche, glaube auch dort wirst du nur zwei Paar brauchen maximal. 

Der Papier Wanderführer ist zwar sicher ganz nett, aber wenn du ein Handy dabei hast, würde Ich doch eher empfehlen das wichtigste dort abzulegen. Wenn du es ganz gut lesbar haben willst, kannst du theoretisch auch in die nächst größere Bib in deiner Nähe gehen und dort die Buchscanner verwenden, so mache Ich das zumindest.

 

Du sprichst auch von Verpflegung, aber Ich sehe keinerlei Kochutensilien bei dir auf der Liste - ist das gewollt?

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Hallo Kermit,

  • Rucksack ist m.M.n. zu groß und geht viel leichter. Beispiel: 30 Liter, 510g, ca. 10,-€, https://www.decathlon.de/p/wanderrucksack-nh100-30-liter/_/R-p-109212?mc=8332411&Ntt=rucksack+30+liter . Ein 30l Pack reicht m.M.n. für einen Jakobsweg locker aus. 
  • Schlafsack kannst Du erstmal so lassen
  • Biwaksack: Hier empfehle ich einen Bivy mit wasserdichtem Boden und NICHT wasserdichter Oberseite. In Herbergen kann dieser als "Bettbezug" dienen. Dann musst Du nicht auf den blanken Matratzen liegen, auf denen nur Stunden vorher jemand anderes gelegen hat. Wenn Du draußen übernachten möchtest, dient das Bivy als Bodenplane und als Schutz vor Wind, Mücken, Bodenfeuchte, etc. Außerdem finde ich persönlich sehr praktisch, dass man nachts seine Wertsachen im Kopfteil des Bivy verstauen kann. Gegen Regen hilft ein kleines Tarp, z.B. hier aus dem Biete-Faden.
  • Isomatte: Gewichtsmäßig geht's hier für die Hälfte, z.B. eine Therm-A-Rest NeoAir XLite S (ca. 200g). Gibt's hier aktuell im Biete-Faden (von mir ;-)). Wichtig ist hier neben dem Gewicht v.a. da Packmaß (etwa Coladose).
  • Trekkingstöcke lass so wie sie sind, brauchst Du u.a. auch für das Tarp.
  • Regenponcho: Ein Klassiker auf den Jakobswegen. Ich persönlich mag keine Ponchos. Sie flattern im Wind, und man sieht aus wie ein Landstreicher (oder Pilger). Besser finde ich einen Regenanzug von FroggToggs (etwa 16,- € für Jacke UND Hose bei Amazon). Das Material hält nicht ewig, ist aber hinsichtlich "Atmungsaktivität" jedem X-Tex Material weit überlegen!
  • Softshelljacke: Noch so ein Klassiker. Viel zu schwer. Ein Fleecepulli in Verbindung mir einer Windjacke (ca. 100g) bringt die selbe Funktionalität, ist aber leichter und flexibler. Du kannst die Windjacke z.B. auch mit einem Wanderhemd oder einem Longsleeve kombinieren.
  • Wanderhose: Ich habe das konkrete Modell jetzt nicht gegoogelt, aber ich empfehle in jdem Fall ein Modell mit abzippbaren Beinen. Spart die separate kurze Hose, und die Beinteile können separat gewaschen werden, ohne dann ohne Hose da zu stehen.
  • Restliche Kleidung: Das ist der Punkt, bei dem die meisten Pilger-Packlisten völlig aus dem Ruder laufen :-o
    Bisher hättest Du (s.o.) einen Fleecepulli, eine Windjacke, eine Zip-Hose und die Regenhose dabei. Grundsätzlich würde ich so wenig Kleidung wie möglich mitnehmen, d.h. nichts doppelt (außer Unterhose und Socken). Mein Vorschlag: 1 T-Shirt (der Longsleeve, je nach Jahreszeit), ein Wanderhemd, ein Fleecepulli (100er), je ein Paar Socken am Mann und im Pack (nicht mehr!, Du kannst jeden Tag unterwegs waschen!), je eine Unterhose am Mann und im Pack (nicht mehr!, Du weißt schon...), eine Kunstfaserjacke (z.B. diese hier: https://www.decathlon.de/p/wattierte-jacke-trek-100-herren/_/R-p-176951?mc=8502266&Ntt=kunstfaser+jacke+herren ). Zum schlafen oder wenn's untertags an den Beinen kühl wird evtl. noch eine Lauftight.
  • Trinklasche: Dein Ernst?! Eine PET-Flasche wiegt ca. 30g und wird unterwegs im Zweifel recycelt.
  • Proviant? Brauchst Du nicht, wirklich nicht. Ich würde maximal 2-3 Riegel einpacken, was Dir schmeckt. Du wanderst auf einem erschlossenen Weg durch Europa, nicht durch Sibirien. Nebenbei bemerkt sind die belegten Brötchen und der Kaffee in den Bars am Wegesrand gut und günstig.
  • Waschbeutel: Ein Waschbeutel, kein Badezimmer ;-). Eine kleine Flasche Outdoorseife für die Körperpflege UND Wäsche waschen reicht aus. Wenn Du Dr. Bronner's nimmst, kannst Du sogar die Zahncreme sparen (Geschmackssache). Das Zeug ist unglaublich ergiebig! 100ml sollten vermutlich ausreichen, wahrscheinlich reichen sogar 50ml. Zur Zahnpflege benutze ich (auch zu Hause) Denttabs. Das ist Zahncreme in Tablettenform. Sehr praktisch weil Du abzählen kannst, wie viele Du für die Tour brauchst. Klingt vielleicht etwas komisch, aber das Gewicht summiert sich über die Kleinigkeiten. 
  • Nagelschere: Findest Du z.B. am Victorinox classic (27g). Eine separate Nagelschere brauchst Du nicht.
  • Wäscheleine und -Klammern: Macht Sinn, ich würde sechs Paperclips auf eine 1,5mm Schnur auffädeln (ca. 3m maximal).
  • T-Papier: Ich persönlich mag kein Papier in der Landschaft. Entweder Du ergänzt eine leichte Schaufel (z.B. Deuce of Spades, 16g) und vergräbst Deine Hinterlassenschaften, oder Du nutzt einen AZBlaster.
  • Handtuch: Ein Microfaser Lappen vom Discounter reicht völlig aus (ca. 20-30g)
  • Erste Hilfe: Ist natürlich sehr individuell, aber mehr als ein paar Pflaster (Wundschnellverband und Blasenpflaster) und eine paar Aspirin würde ich nicht einpacken. Auch in Spanien gibt's Ärzte und Apotheken, glaub' mir, ich hab's überprüft 8-).
  • Wanderführer: Leider gibt's die Dinger immer noch nicht als e-Book. 
  • Kamera: Wie wichtig sind Dir die Fotos? Nur als Erinnerung, oder hast Du größere Ansprüche? In ersterem Fall reicht evtl. das Smartphone aus.
  • Taschenlampe: Eine Thrunite TI3 reicht völlig aus. Spart mindestens 70g und kostet ca. 20,-€.
  • Taschenmesser: Ich würde ein kleines Victorinox classic einpacken. Zahnstocher, Schere, Pinzette, Nagelfeile sind alles nützliche Hilfsmittel unterwegs. Die Klinge wirst Du wahrscheinlich nur selten benutzen, aber ein echtes "Wander-Multitool" für nur 26g wollte ich damals nicht missen. Hab ich jeden Tag gebraucht.
  • Hirschtalgcreme: Ich liebe das Zeug! Gibt's auch als Stift, spart Platz im Pack.
  • Stift und Tagebuch habe ich damals jeden Tag ausgiebig genutzt. Würde ich in jeden Fall mitnehmen. Wäre mein Luxusartikel in der Packliste.
  • Müllbeutel? Zum Müll sammeln? Ich würde einen 70l Müllsack als Packliner für den Rucksack mitnehmen. Da Du nur wenig Futter dabei hast, produzierst du unterwegs ja auch keinen Müll.
  • S-Haken? Was ist das denn?

 

So weit meine Gedanken zu Deinem Packlisten-Entwurf. Kurz gesagt kannst Du eine Menge weglassen, da klafft die Schere im Kopf noch auseinander. Gerade bei den Klamotten ist noch viel Potenzial. Ein 30l Pack sollte für einen Jakobsweg locker ausreichen. 

 

Edit:

Trekkingsandalen? Oh Gott! Ein paar leichte Schlappen für die Herbergsduschen reicht aus. @bieber nutzt z.B. sogar nur ein paar Überzieher für die Schuhe. Leichter geht's nimmer. Übrigens, Turnschuhe reichen als Wanderschuhe völlig aus.

bearbeitet von Norweger
Schuhe ergänzt

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Je nach dem wie groß du bist, schau dir mal das Gatewood Cape von Six Moon Designs an. Ist Regenschutz und Zelt in einem. Damit brauchst du auch nicht unbedingt ein Bivy.

So du dein Gewicht noch weiter reduzieren kannst, kämen auch ramenlose Rucksäcke in Frage. Der Kumo von Gossamer Gear zB. 

bearbeitet von zeank

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vor 53 Minuten schrieb Norweger:

OT: Gossamer Gear ist aber kein Schnäppchen. Für den Preis des Kumo kannst Du auf dem Camino zwei Wochen leben :shock:.

Wusste nicht, dass es Schnäppchen sein müssen. Hab ich wohl überlesen, sorry.

Dann passt das Garewood Cape auch nicht rein, aber vielleicht der Sea to Summit UltraSil Nano Tarp Poncho?

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@Jörn Deine Liste sieht schon ziemlich gut aus. Wichtig finde ich den Hinweis auf Merino Kleidung, die nur sehr wenig Geruch aufnimmt und deswegen weniger häufig gewaschen werden muss. Außerdem entfällt das Deo.

Wenn @Kermit die Montane- und Lundhags-Sachen durch günstigere Teile von z.B. Decathlon ersetzt, wird ein bezahlbarer Schuh draus. Auch den Hinweis auf das Kopfkissen finde ich gut, hatte ich vergessen zu erwähnen. In Herbergen kann man die eigenen Schuhe ja nur schlecht als Kopfkissen hernehmen. 

Interessant finde ich noch die Geschichte "Tarp, Bivy, Polycro, Poncho, etc.". Hier liegt die Wahrheit wohl in der Wahl der Übernachtungspräferenz. Ich persönlich würde die Herbergen bevorzugen und maximal ein Backup mitnehmen. In diesem Falle wäre ein Bivy wahrscheinlich besser, wenn mal sich im Fall der Fälle einen geschützten Übernachtungsplatz sucht. Wenn es regnet geht man sowieso in eine Herberge. Auf ein Tarp könnte man dann komplett verzichten. Hatte ich damals auch dabei (Golite Poncho-Tarp), hab`s aber nie als Tarp benutzt. @Wander-Gurke schreibt vom Wind auf dem Küstenweg. Auch ein guter Hinweis, der m.M.n. gegen einen Poncho spricht. Außerdem ist ein Poncho-Tarp für Anfänger, sagen wir mal, spannend. Hier ist die Platzwahl bei der Übernachtung entscheidend. Kurz gesagt: Lieber die Behausung zu Hause lassen, und maximal ein ca. 200g Bivy mit DWR Oberseite einpacken. Das spart außerdem das ganze Schnüre und Heringe-Geraffel.

Noch ein paar Gedanken zum Schlafsack. Ich hatte seinerzeit einen Yeti V.I.B,. 250 dabei, der mir ein, zwei Mal in den ungeheizten Herbergen, aber auch ein Mal draußen, Anfang Dezember zu kalt war. Im April, Mai sollte das allerdings ausreichen, notfalls bringt das Bivy ja noch etwas zusätzliche Wärme.

Hast Du vielleicht einen Link zu Deinem Küstenweg eBook?, @Jörn?

@Kermit Klingt vielleicht für Dich erstmal nach viel Input, aber wir kriegen Deinen Pack noch unter 4 Kilo ;-).

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vor 5 Stunden schrieb zeank:

Wusste nicht, dass es Schnäppchen sein müssen. Hab ich wohl überlesen, sorry.

Dann passt das Garewood Cape auch nicht rein, aber vielleicht der Sea to Summit UltraSil Nano Tarp Poncho?

Nee muessen keine Schnaeppchen sein, der TO schreibt von preiswerter Ausruestung und ich finde, fuer das, was sie bieten sind die GG Rucksaecke preiswert und es werden ja auch immer wieder Gebrauchte angeboten.

Den Gatewood Tarpponcho halte ich fuer den Preis fuer einen echten Schnapper, da Du es eben komplett schliessen kannst, wie ein Tarptent. Gibt es auch preiswerter als bei TLS (190, waehrend der %-Aktion 230), meine wuerde bei S&P 160 kosten (schafft es wohl erst in den naechsten Tagen in den Webshop).
Wobei ich normales Regenzeug bevorzuge, da es bei starkem Wind nicht so flattert.

OT: Was Sachen von Decathlon betrifft, empfehle ich vor der Entscheidung, wieviel man von diesem Unternehmen kauft, mal den Artikel von der Zeit "Wer Pech hat muss hungrig nähen" zu lesen, mal davon abgesehen, dass ich der Meinung bin, wer in D Geld verdient, soll in D auch Steuern zahlen, aber da geht jeder seine eigenen Weg und ich habe auch schon unterwegs Klamotten bei Decathlon nachgekauft, da es der naechste Laden war...

Was Wasserrentkeimung betrifft, hat Norweger voellig recht, wobei ich eher einen Filter (Sawyer Mini oder Squeeze Micro sind fuer den Zweck ausreichend) bevorzugen wuerde, da ich keine Lust habe mir ueber dieTrinkwasser-Entkeimung zusaetzlich Chemie reinzupfeifen.

Dr Bronner´s kann ich auch empfehlen, Nagelschere, Feile usw halte ich fuer verzichtbar, so schnell wachsen die Krallen in ein paar Wochen nicht und lieber eine vernuenftige Spitz-Pinzette bei, die auch zum Zecken entfernen taugt.

Klar Kackschaufel ist auch wichtig, kann auch die normale (#1) Deuce of Spades empfehlen, habe ich, im Gegensatz zum dem KF-Kram, auch in mehreren Jahren noch nicht klein bekommen...

Statt Hirschtalg kann ich den Alva Hornhaut-Balsam empfehlen, deutlich ergiebiger = leichter

Was das Uebernachten betrifft, empfehle ich, lieber das Geld in ein preiswertes Zelt, Tarptent oder das Gatewood zu stecken, statt in Herbergen unterwegs und dasselbe betrifft das Essen, auch wenn es in Spanien rel preisguenstiig ist, Esssen zu gehen, ist es noch deutlich preisguenstiger, sein Essen selber zuzubereiten und dann isst man da, wo es schoen ist, statt Waende zu sehen, aber auch da geht jeder seinen eigenen Weg.

Wenn ich mal voraussetze, dass Du mit 1040 g eine gefuellte 1 l Trinkflasche meinst (dann bist Du wohl schon bei PET) ist das ok, ansonsten kann ich nur Norweger zustimmen, nimm ne PET, wobei, wenn man draussen uebernachtet und kein Wasser nah ist, 1 L zuu knapp ist, muss man ja nicht den ganzen Tag tragen.
Mich stoert auch das staendige "Schwappgeraeusch" von halbvollen Flaschen aus dem Rucksack, ich kombiniere deswegen eine 0,5 l PET mit Evernew-Wasserbeuteln (halten bei mir laenger, als die anderer Firmen).

@Kermit

Wenn ich Deine Packliste sehe, habe ich eher das Gefuehl, dass da jemand schreibt, der sich auf ODS (wie es mal jemand im Canadier-Forum definierte "das Camper-Forum :mrgreen:") statt im UL-Forum informiert hat, dadurch enteht hier im Thread deutlich mehr Arbeit.
Ich schlage Dir vor, Dich nochmal einen Tag bzw Nacht gruendlich einzulesen, auch in die ganzen umfangreichen Antworten hier und dann eine ueberarbeitete Packliste einzustellen, ohne 600g Stoecke mit Gummipuffern (bei Helnox bist Du deutlich unter 400 g und hast immer noch Alu), eine 500 g Softshell-Jacke, zusaetzliche 650 g Trekking-Sandalen (meine leichtesten Sandalen wiegen 270 g, Flipflops 160-200 g, in meiner Riesengroesse 13 UK), 300 g Handtuch usw usw usw
Dann bleibt es uebersichtlicher
 

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Hallo liebe "Schreiber",

erst mal vielen lieben Dank. Nun ein paar Antworten/Anmerkungen:

@Dean: "Badezimmer" wird überarbeitet / Trinkflasche incl. 1 Ltr. Wasser / werde nicht kochen + Handy o.Ä. besitze ich nicht, will ich auch nicht!

@sja: ja habe ich

@zeank: Die "Sachen" schaue ich mir mal an

@Jörn: Super Liste, werde ich durcharbeiten - Danke!

@Norweger: Dir auch ein recht herzliches DANKE. Biwaksack, Isomatte, "Frogg Toggs", Fleecepulli + Windjacke und Kleidung wird überarbeitet. Die Wanderhose ist eine Zipphose, der Proviant ohne Wasser wiegt 120g, Essen werde ich wie du vorgeschlagen hast am "Wegesrand", mein Badezimmer incl. Handtuch wird fast komplett geändet. AZ-Blaster muss ich googlen, keine Ahnung was das ist. Müllbeutel (kleiner) für Verpackung von den Riegeln oder sonstigem Essen, Kamara muss sein da kein Handy! T-Lampe und T-Messer überlege ich mir, Stift und Tagebuch sehr wichtig, Kopfkissen brauche ich nicht - schlafe immer ohne, Wasserentkeimer auf Jakobsweg nicht nötig, Trekkingsandahlen hab ich halt und wollte die nur für den Notfall falls ich mir Blasen laufe - überlege ich mir, Wandern bis T3 mache ich immer in Trailrunning-Schuhen - also auch hier und VIELEN DANK für das "Draufschauen" auf Jörn´s Liste!      Habe zufällig erfahren, dass Decathlon am 22, eine Filiale in Koblenz eröffnen - Werde mal hinfahren. 

@khyal: Rucksack und Tarpponcho schaue ich mir an, Wasserentkeimer nicht nötig, Dr, Bronners - Danke, gekocht wird nicht, statt das Geld in Herbergen zu stecken ... spricht mir aus der Seele. ODS muss ich googlen was das ist! Arbeit im Thread wollte ich auf gar keinen Fall machen. Es darf ja jeder auch nicht antworten. Und die Arbeitsbedingungen sind wie sie sind. Schuld sind und da hast du zu 100% Recht, die jenigen die dort kaufen. Aber, besser eine solche Arbeit als auf dem Strich gehen, was haben diese Menschen denn sonst für eine Chance. Jede Menge Unternehmen bedienen sich den Billiglohnländern, viele wovon wir es nicht vermuten würden. Und in D Geld verdienen und in D Steuern zahlen funktioniert ja noch nicht einmal bei uns in D! Solange sich z.B. die Niederlande ihr sehr zweifelhaftes Steuersystem  (Zweitunternehmen zahlen keine Steuern)  leisten, die EU nicht in der Lage ist eine europaweite, einheitliche Unternehmensbesteuerung durch zu setzen.

Und zum Schluß werde ich jetzt Norwegers Rat seiner ersten Nachricht befolgen: erst mal lesen, dann noch mehr lesen und anschl. weiter lesen.

ALLEN nochmals vielen Dank.

Liebe Grüße

Kermit

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   

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    • Von Janobert
      Hallo liebe UL-Gemeinde,
      ich habe nach langer Zeit mal meinen Wanderschrank aussortiert. Shakedowns müssen auch im Haushalt manchmal sein und 5 Quilts braucht man dann doch nicht...

      Also ich biete:
      Zpacks 20F Daunenquilt; es handelt sich hier nicht um das aktuelle Modell sondern ist von 2016;
      Gewicht: 740g; Version XX-Long und weit (ich bin 1,94m).
      Der Quilt hat einen kleinen Defekt an der Fußbox, den ich auf Tour mit Cubentape geflickt habe damit keine Daune verloren geht. Deshalb sieht's nicht so schön aus, ist aber funktional und hält gut. Ansonsten in neuwertigem Zustand.

      220 € VB

      Katabatic Gear Sawatch 15F Quilt in der "Flex-Version" von 2016 mit zwei Unzen Overfill (also noch wärmer); anbei das Originalzubehör bis auf den kompressionsbeutel und den Aufbewahrungssack;
      hydrophobe Daune, 6,6 Fuß lang (bin 1,94m und mir passt er gut) auch hier weite Version; Gewicht: 1007g
       
      250€  VB

      Frogg Toggs Regenhose in Größe XL *reserviert*
      Habe ich mir mal zum enger nähen geholt damit die Länge auch ausreicht. Ich nutze auf Tour jedoch selten eine Regenhose, sodass es dazu nie kam. Die Hose ist neu.
      3€ + Porto

      Zpacks Multipack in schwarz, innen aus Cuben  *reserviert*

      Es ist eine (für die Funktion irrelevante Grutbandschlaufe abgegangen -> die auf der anderen Seite des Reißverschlusses s. Foto)
      Tasche wurde nur 2-3mal im Alltag getragen ist also neuwertig. Bin mir nicht sicher, ob alle schlaufen, die noch bei der Lieferung vom Hersteller mitgegeben waren vorhanden sind. Alles das was fotographiert wurde habe ich noch; Gewicht: 65g

      20€

       
      Eine Thermarest Neoair Xlite in ich glaube Large (zumindest ist sie 192cm lang und an der breitesten Stelle 60 cm breit; Matte ist kaum genutzt, ist mir zu schwer und lang; Gewicht: inkl. Packsack 465g

      100 €


      Kathoola Microspikes in der Größe Large; sind mir etwas zu groß und eine Stelle im elastischen Gummi ist gerissen -> für MYOGer leicht reperabel, können so auch noch genutzt werden

      5€ + Porto

      Plasti Dip; flüssiges Gummi zum Sprühen in schwarz *reserviert*
      Dose ist neu und zB zum MYOGen von Custom Vibram Five Fingers mit Zehensocken angeschafft worden
      5€ + Porto

      Klymit Matte mit Handpumpe zum Aufpusten *reserviert*

      gedacht als Rückenteil zum Einlegen in einen rahmenlosen Rucksack
      64 x 29cm
      5€ + Porto

       
      2 Laufbursche Isomatten "Foam pads" *reserviert*
      eine wurde zugeschnitten: 142 x 49 cm die andere ist in Originalgröße 192 x 49 cm; beide Matten haben Einschnitte von Schnüren mit denen sie eingewickelt waren und ein paar Macken im empfindlichen Material - wurden aber seltenst genutzt

      Je 3€ (kurz) und 5€ (lang) + Porto


      3 Zpacks Trekking Pole Cups zum abspannen von Tarps *reserviert*
      -> haben ein Cuben Inlay und sind ungenutzt (nur ein bisschen dreckig von er Lagerung )

      2€ + Porto


       
      Viel Spaß beim Bieten und Stöbern und allzeit gute Touren - happy trails!
       
    • Von cluster
      Hallo liebe Forengemeinde,
      ich bin neu im Bereich Trekking, musste aber schon leidtragend feststellen, dass 14Kg am Rücken über die Alpen einfach zu viel ist...
      Bei einer kleinen Analyse wo ich noch Gewicht einsparen könnnte, kam mir der Schlafsack in den Sinn. Aktuell habe ich einen SALEWA SPICE +3 (regulär). Ein Kunstfaserschlafsack mit Komfort 7-3°C und einem Gewicht mit etwas über 1Kg inklusive Packsack. Diesen hab' ich mir zwar erst gekauft, mir aber gedacht bei der großen Trekkinginvestition lieber mehr in ein ordentliches Zelt zu stecken.
      Nun frage ich mich, welche Alternativen habe ich? Natürlich habe ich auch eine Schmerzgrenze was die Gewichtseinsparung betrifft, so möchte ich wenn möglich nicht 100g mit 300€ erkaufen (oder dergleichen)
      Wofür möchte ich den Schlafsack verwenden?
      Ich wohne im Alpenvorland (Österreich). Dabei wandere ich im Alpenvorland, sowie auch an den Hohen Tauern. Jedenfalls biwakiere ich an einem Tag in 2500m Höhe und am anderen im Tal auf 600m. Je nach Wetterlage habe ich also Nachts mal 15° weniger, mal 15° mehr. Natürlich möchte ich da nicht zwei paar Schlafsäcke mitnehmen, sondern einen möglichst flexiblen. Den Salewa Spice +3 kann man dabei auch als Decke verwenden, was ganz praktisch ist. Der Hersteller gibt eine Maximaltemperatur von 24° an (was in den Alpen selbst im Tal recht selten vor kommt).
      Wie schlafe ich?
      Ich verwende eine Sea-to-summit Ether Light XT Insulated Isomatte und normal kein Inlay. Zudem bin ich primär Seiten- und Bauchschläfer, aber ich fürchte das muss ich mir sowieso abgewöhnen. Und bei zu warmen Schlafen kann ich schonmal schwitzen.
      Nun habe ich bei meinen Recherchen gesehen, dass die meisten UL Schlafsäcke nur einen Viertel- oder Halb-Reißverschluss besitzen, was die Belüftung um einiges einschränkt.
      Habt ihr dennoch eine Empfehlung für mich?
       
      Vielen lieben Dank!
    • Von UL-MUC
      Hallo zusammen,
       
      um den Temperaturbereich meines Schlafsacks flexibel zu erweitern, suche ich einen gebrauchten OMM Mountain Raid PA 1.0 Halfbag => https://theomm.de/product/mountain-raid-pa-1-0/
      Hat den zufällig jemand abzugeben? Angebote bitte per PN.
       
       
      Ultraleichte Grüße
      UL-MUC
    • Von Ultralight82
      Suche noch ein schönes Tarp für meine Tochter (14), kann aus Sylnylon  oder cuben sein. Wer was übrig hat kann sich gerne bei mir melden. Da sie Spontan nach Dänemark mitkommen möchte und ich nur ein kleines Tarp (1,4m x 2,3m) habe und wir aus Ultralight Gründen nicht Zelten sondern Tarpen wollen wäre es super wenn sich was finden würde. Danke an alle! 
      "Aber schön muss es sein ...  (Zitat meiner Tochter) 
    • Von Laura
      Hallo zusammen, 
      Ich suche einen Schlafsack am besten bis 400g, Komforttemperatur 5-10 Grad. Bin ne hanseatische Frostbeule und 1,68 m groß. Muss nicht extra für Frauen sein. 
      Kufa oder waschbare Daune, gut gepflegt. 
      Freue mich auf Angebote. 
      Grüßken Laura 
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