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Ultraleicht Trekking
AlphaRay

Sandwich-Fleece bei ExTex: wind- & wasserdicht

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Ich habe gestern ne kleine Bestellung bei Amazon gemacht..neben 2-lagen Materialien für diverses wie MItts und Gamaschen bin ich auf ein Sandwich-Fleece gestoßen, aus welchen ich mir jetzt meine zukünftige Standard-Trekkingjacke nähen will.  Hoffe genug bestellt zu haben, dass nen Paar Handschuhe und ne Mütze noch drin wären...

Das besondere an dem Stoff ist, dass er eine Membrane besitzt. Mittig eingebaut. D.h. er ist (sowieso) Dampfdurchlässig, wärmt gut (sowieso) und ist durch die Membrane winddicht sowie "wasserdicht" (das ist neu)...2000 mm werden angegeben, was ja bei Niesel und leichtem Regen vollkommen ausreichen sollte. D.h. dass man diese Jacke locker 2/3 des Jahres nutzen könnte ohne jetzt noch extra eine Regen- und/oder WIndjacke mitschleppen zu müssen... :)   
Bei extremen Wind sollte man dann ggf. doch eine Windjacke mitschleppen, da die Membrane "dazwischen" ist. Vermute mal, dass es wie bei einem mal bestellten Stück steifen Fleece, dieses 50/50 aufgeteilt ist.  Würde bedeuten, dass bei sehr starkem Wind etwa nur die Hälfte des Fleeces isolieren würde, da die äußere Hälfte ja ständig vom Wind gekühlt wird.

Der einzige negative Punkt ist das Gewicht:  350g/m².   Das ist OK, da man die Fleecejacke naütrlich nur bei Touren mitnimmt wo es kalt wird.  Das kann auch schon im Sommer sein...
Kann mir die aber auch schon als Ersatz für die Daunenjacke bei >0 mit ein/zwei Layern drunter vorstellen. Mit dem Vorteil, dass die Jacke bei Schneeregen nicht direkt nass wird bzw. die Isolation leidet.

Aktuell habe ich zu meinem ~450g Simond-Fleece immer eine Regen- oder Daunenjacke dabei (~250 / 280g), da schon bei mittlerem Wind dieser direkt durch den Fleece und dem Layer drunter auf die Haut geht und man sogar noch bei +15 ziemlich gut friert.   Bei meinen 1,7m und 20er BMI gehe ich grob von 500g für ne komplette Kaputzenjacke aus, was theoretisch sogar eine gute Gewichtsersparnis wäre - auch wenns 600g werden sollten.

 

-  Wassersäule ist im Text mit 1400 bis 5000 mm angegeben.  Unten in der Tabelle "> 2000". Ist bei Manchen ExTex Artikeln so und verwirrt etwas...

-  Der Stoff ist stark querelastisch.  D.h. man kann diesen auch körperbetont zuschneiden und sieht nicht aus wie so nen Sack aus, wie es bei manchen Daunenjacken der Fall ist..ist natürlich auch bequemer sich darin zu bewegen. Zudem kein Rascheln wie bei einer Jacke mit Nylonstoff

- 3mm Gesamtstärke

 

Das Material ist vorübergend im Sortiment..was auch ein Grund ist, weshalb ich das hier poste..falls es also jemanden interessiert - greift zu, solange da  ;)

https://www.extremtextil.de/sandwich-fleece-100-winddicht-microfleece-350g-qm.html

 

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Ich persönlich kann mich mit solch einem Fleece nicht anfreunden, höchstens für Mütze und Handschuhe im Winter.
Das tolle am Fleece ist ja eben das er als Isoschicht in Kombination mit ner Windjacke prima verwendet werden kann und dabei leichter als Wolle ist. Dabei wird die Windjacke eben erst dann angezogen wenn es kühl wird. Sobald die Windjacke drüber ist, wirds bei Bewegung ja sofort warm und man muss aufpassen das man nicht schwitzt, ist ja gerade im Winter immer eine Gradwanderung, ziehe ich die Windjacke an und schwitze schnell oder lasse ich sie besser aus fröstele ein wenig, schwitze aber nicht, meißt läuft es bei mir aufs zweitere hinaus.
Mit der PU-Mebran drinne, habe ich die Windjacke immer mit an, schwitze bei Bewegung also quasi immer, gerade im Winter blöd und verschenke bei Wind sogar noch die Hälfte der Isolationsdicke, wie Du selbst sagst. Ist für mich eine unpraktikable Kombination.
Für mich sind zwei Kleidungsstücke immer die bessere und funktionellere Wahl ... aber das ist natürlich persönlich unterschiedlich :-)

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Ich muss mich @TappsiTörtel anschließen: Das scheint eine Lösung zu sein für ein Problem, dass nicht besteht. Das schöne an der Kombination aus Fleece und Windjacke ist die gute Temperaturregulierbarkeit und fer gute Feuchtigkeitstransport. Baut man da eine Membran ein (und warum auch noch in die Mitte?!) wird man ziemlich schnell schwitzen.

Ist die Membran mittig verliert man (wie schon festgestellt) einen guten Teil der Isolierung bei Wind und wenn es dann regnet saugt sich der äußere Fleeceteil noch schön mit Wasser voll.

Bei einer Kombi von Fleece (250-300g), Windjacke (50g) und Regenjacke (150-200g) kommt man am Ende gewichtsmäßig gleich oder leichter weg, hat eine bessere Isoleistung/ Klimaregulierung, ist flexibler (je nach Temperatur, Wind, Niederschlag jedes Teil einzeln oder in Kobination) und kann all seine Sachen trocken halten.

 

schöne Grüße
Micha

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vor 15 Minuten schrieb TappsiTörtel:

Mit der PU-Mebran drinne, habe ich die Windjacke immer mit an, schwitze bei Bewegung also quasi immer, gerade im Winter blöd und verschenke bei Wind sogar noch die Hälfte der Isolationsdicke

 

vor 11 Stunden schrieb AlphaRay:

D.h. dass man diese Jacke locker 2/3 des Jahres nutzen könnte ohne jetzt noch extra eine Regen- und/oder WIndjacke mitschleppen zu müssen... :)   

Du erwähnst drei mal den Winter - und gerade den habe ich ja ausgelassen ;) Ich denke ja da auch nicht an immer Windjacke weglassen. Ich bezog mit auch hier drauf:

vor 11 Stunden schrieb AlphaRay:

da schon bei mittlerem Wind dieser direkt durch den Fleece und dem Layer drunter auf die Haut geht und man sogar noch bei +15 ziemlich gut friert.

Aktueller Fleece ist nur in verbindung mit einer Winjacke zu gebrauchen. Auch im Sommer.
Und wieso sollte man mit der Membrane direkt schwitzen?  Wenn ich bei Wind laufe und aktuell den Fleece und meine "feste" Decathlon-Regenjacke als Windjacke an habe (null Atmungsaktiv), dann schwitze ich definitiv.  Mit dem Fleece hier brauche ich die Regenjacke nicht wegen Wind + dürfte ja an sich nichts bzw. viel weniger schwitzen, da die Membrane doch atmungsaktiv ist...  
Wie gesagt geht es mehr um 3-Jahreseinsatz bei Plusgraden  :)

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vor 9 Minuten schrieb micha90:

und wenn es dann regnet saugt sich der äußere Fleeceteil noch schön mit Wasser voll

Habe vergessen zu erwähnen:   ich sehe das Fleece als eine sehr gute Alternative zu einer Loden oder EtaProof Jacke an...habe schon länger über "natürlichere" Alternative zur imprägnierten Regenjacke gesucht - und meine jetzt einen gefunden zu haben.  Das Fleece muss weder gewachst, noch mit irgendwelchen Chemikalien wasserabweisend gemacht werden, da die Membrane innen sitzt, die das Wasser blockt.
Fleece saugt sich nicht direkt voll. Niesel dürfte komplett abprallen. Und wenn es doch mal stärker regnet, ist man immer noch trocken und warm durch das innere Fleece!  
Nach dem Regen die Jacke kurz auswringen (= Atmungsaktivität hergestellt, da nicht mehr mit Wasser dicht), schleudern und im Wind beim weiter laufen innerhalb 1..2..3 h trocknen.

EtaProof/Dry sowie Loden halten nicht lange bei Regen und sind irgendwann komplett durchgenässt.  Neben dem extrem höheren Gewicht kommt das Problem dazu, dass dann die inneren Schichten nass werden.  Zudem trocken das Zeug extrem langsam...

Es geht hier auch nur um Kurztouren (WE & Co.). Klar würde ich keinen Thruhike jetzt ohne Regen-/Windjacke machen wollen :D  Das sollte aber jedem klar gewesen sein...

bearbeitet von AlphaRay

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Ich hatte aus dem Stoff mal eine Jacke genäht (bzw. aus dem vergleichbaren Standard-Sandwich-Fleece von Extex): Im Winter, als auch bei starkem Wind und wenig Bewegung ist der Stoff praktisch, ansonsten geht man doch recht schnell darin ein. Abgesehen davon, dass ich mit dem Schnitt nicht so zufrieden war, kam die Jacke daher nur selten zum Einsatz. Mein Vater hatte sich dann aber sehr darüber gefreut das Ding auf einer winterlichen Hurtigruten-Tour dabei zu haben - so konnte er ohne sich groß einzwiebeln zu müssen, für eine Weile an Deck egal wie das Wetter war ;-)

Wie von @TappsiTörtel bereits erwähnt, eignet sich der Stoff aber hervorragend für Mützen u.ä. - mein wohl am meisten genutztes MYOG-Teil ist eine Mütze aus dem Stoff, die gerade jetzt im Winter auch bei eisigem Wind schön muckelig ist und ~40g wiegt. Regen hält der Stoff abgesehen von den Nähten natürlich ab, aber einfach auswringen klappt nicht ;-)

bearbeitet von moritz

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Hinzu kommt bei einer zwischen zwei Schichten liegenden Membran, dass man die Nähte dann nicht abtapen oder anderweitig versiegeln kann. D.h. bei Regen: Die äußere Schicht saugt sich voll, die Kleidung wird schwer und das Wasser wird durch die Nähte nach innen gesaugt...

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vor 47 Minuten schrieb ChristianS:

Hinzu kommt bei einer zwischen zwei Schichten liegenden Membran, dass man die Nähte dann nicht abtapen oder anderweitig versiegeln kann

Baumwollgarn ;)   Dichtet durch aufquellen.  Nutzen hier einige als Polyester-Baumwollmix für Zelte/Tarps.  Selbiges Problem hätte Loden/EtaDry ja auch.

 

vor einer Stunde schrieb moritz:

Regen hält der Stoff abgesehen von den Nähten natürlich ab, aber einfach auswringen klappt nicht ;-)

Was für ein Garn hast du denn genommen?   Ist doch etwas dicker als ich dachte..kam eben an. Man kann den zumindest schleudern  :D   Wenn der aber wirklich soo warm ist, kommt ggf. doch nur eine Weste mit dem Stoff.  Neben Gesichts-Buff, Mütze, Handschuhe und Mitts...
Mit dem Fleece und Daunenjacke ging ich letzte Woche bei -1 auch ein...da kann ich aber keine Belüftungsöffnungen/Reißverschlüsse in die Daunenjacke einbauen, was bei einem Fleece aber problemlos gehen würde ;)   Was hats du drunter und bei welchen Temperaturen hattest du das Problem mit dem Eingehen?

 

Die Jacke ist als Regenjackenersatz an sich gedacht, sondern für Touren, wo es Nachts viel kühler wird (Sommer & Co - wo man normal tagsüber gar keine Jacke bräuchte) und es eventuell regnen kann.  WE-Touren wo ich normalerweise keine Regenjacke mitnehme - und ein mal die Vorhersage versagt hat, da es doch etwas regnete.  Bei sowas nehme ich dann die warme Jacke, die ich sowieso spätestens am Abend und für ggf. für die Nacht (dünnerer Quilt, da oben mehr Iso) brauche,
Da hatte ich schon letztes Jahr über Loden oder EtaProof/Dry (beides definitiv winddicht und atmungsaktiv + Loden zumindest wärmend) nachgedacht, was aber beides wg. des Gewichts und es Problems, dass faalls es regnet die Stoffe das ganze WE nass-feucht bleiben, wenn das Wetter entsprechend ist.  Und dass man Tour eher direkt abbrechen muss, wenn es doch mal länger regnen sollte.

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Ich meine dass ich ein einfaches Polyestergarn genommen hatte (schätzungsweise ein 100er), da die Wasserdichtigkeit für mich nicht so relevant war. Meine Überlegung dabei war, dass ich die Jacke bestenfalls bei Nieselregen tragen würde und dann die Nähte nicht wirklich dicht sein müssen. Bei mehr Regen finde ich eine Hardshell doch wesentlich praktischer, weil die im Anschluss nach einmal ausschütteln praktisch trocken ist.

Auf Tour (Lappland, Anfang September) hatte ich mal einen Pulli aus dem Material mit - damals war ich noch ohne Windbreaker unterwegs :eek:. So hatte ich dann die Wahl: ohne den Pulli im kalten Wind frieren (mit longsleeve Merino Shirt) oder eben mit Pulli schwitzen. In Pausen und abends im Camp war er dafür Gold wert - ohne Gepäck und nur mit Kamera unterwegs, ließ es sich dann sehr gut aushalten. Einen besser sitzenden Nachfolger aus ähnlichem Material hatte ich genau für diese Zwecke dann später auf vergleichbaren Touren mit.

Die oben erwähnte Jacke hatte ich daher lediglich im Alltag einige Male an - für den Stadtbummel in der Übergangszeit war das ganz nett, so lange das Wetter nicht zu wechselhaft war. Sobald aber mal die Sonne raus kam, wurde es schnell ziemlich warm (und so ein Ungetüm stopft auch nicht schnell mal in die Tasche) und bei bei Regen: s.o. ;-) Zum wandern wäre mir die Jacke wohl so gut wie immer zu warm, außer es wird deutlich unter 0°C.

Unterm Strich heißt das für mich: Ein toller Stoff, der seine Stärken für mich aber eindeutig in Alltagssituationen hat, wo die erwarteten Bedingungen recht klar sind. Gerade jetzt, wo es zB hier an der Küste einfach ungemütlich ist, wäre das Material gut aufgehoben: Der Stoff lässt absolut keinen Wind durch, ist aber durch den Fleece deutlich gemütlicher als ein Windbreaker oder eine Hardshell. Oder auch wenn man abends mal länger draußen sitzt und es kälter wird. Auf Tour hingegen überwiegen für mich die Nachteile (kleiner Einsatzbereich, schwer, voluminös). Denn gewichtstechnisch ist mit dem Stoff nicht viel zu gewinnen - da dürften die Kombinationsmöglichkeiten aus den übrigen Kleidungsstücken wie Windbreaker, Hardshell, Iso oder Fleece deutlich flexibler und leichter sein.

vor 49 Minuten schrieb AlphaRay:

Die Jacke ist als Regenjackenersatz an sich gedacht, sondern für Touren, wo es Nachts viel kühler wird (Sommer & Co - wo man normal tagsüber gar keine Jacke bräuchte) und es eventuell regnen kann.

Aber gerade das sollte doch mit einem normalen Fleece oder Iso + Leichter Regenjacke leichter und flexibler zu bewerkstelligen sein.

bearbeitet von moritz

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