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Ultraleicht Trekking

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Hallo liebe Leute, ich suche einen milbendichten Stoff, um einen zweipersonen Quilt zunähen. 
Ich frage mich, ob ein feinmaschiger Nylonstoff wie dieser ausreichend wäre? https://www.extremtextil.de/ripstop-nylon-daunendicht-ultraleicht-10den-27g-qm.html

Wie stünde es dann um die Atmungsaktivität?

Die Suche nach milbendichten Schlafsystemen im Internet hat nichts ergeben. Daher werde ich wohl selber Handanlegen.

Es würde sich um mein erstes MYOG Nähprojekt handeln. Daher weiß ich über Stoffe leider noch so gut wie nichts.

Danke für eure Hilfe :)

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Ich habe aus dem Stoff schon einen quilt genäht. Wegen der atmungsaktiviät musst du dir keine Sorgen machen. 

Ob der Stoff Milbendicht ist wird schwer zu sagen sein. Wäre aber interessant da ich auch schon über so etwas nachgedacht habe da ich und meine Frau auch eine Milbenallergie haben. 

 

LG Michael 

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vor 16 Stunden schrieb JonasGo:

Hallo liebe Leute, ich suche einen milbendichten Stoff, um einen zweipersonen Quilt zunähen. 

Und wie sieht das aus, wenn die Milben über Nacht in den Quilt "krabbeln"?  Dann wären die ja drin gefangen.  Oder wie muss man sich so ein Quilt vorstellen?  Der Kopf "hängt" ja Draußen, oder soll das eher so ne Art Schlafsack werden?

vor 5 Stunden schrieb Konradsky:

Wenn ein Stoff Daunendicht ist, müßte er auch Milbendicht sein.

Die Milbendichte Stoffe die ich kenne, sind längs nicht so dicht gewebt als

vor 6 Stunden schrieb Martin:

Interesante Frage. Waschbar mit 60 Grad wäre auch toll, ich habe aber keine Ahnung welche Füllung und welcher Außenstoff das mitmacht.

Würde ich jetzt auch sagen:  jeder kalandrierte Stoff der dadurch winddicht+daunendicht ist, dürfte auch keine Milben durchlassen.
Schwieriger ist es hier einen NICHT imprägnierten (PFC) Stoff zu finden..die meisten der winddichten werden sehr gerne direkt imprägniert. Das würde ich als Innenseite nicht haben wollen.

60° dürfte bei Nylon kein Problem sein. Das Problem dürfte hier eher die Isolation sein.
Wenn das Teil öfter gewaschen werden soll, würde ich da eher ein Inner empfehlen statt nen Quilt darauß zu nähen. Der Isolation dürfte das nicht zugute kommen öfter gewaschen zu werden.

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vor 1 Stunde schrieb AlphaRay:

Und wie sieht das aus, wenn die Milben über Nacht in den Quilt "krabbeln"?  Dann wären die ja drin gefangen.  Oder wie muss man sich so ein Quilt vorstellen?  Der Kopf "hängt" ja Draußen, oder soll das eher so ne Art Schlafsack werden?

Haha :) ...

Das Problem ist, dass Milben das Innenleben von Decken, Matratzen etc. als Lebensraum lieben. Dies liegt vor allem an der guten Versorgung von Hautschuppen, Wärme und Feuchtigkeit. Die Allergie lösen übrigens nicht die Milben direkt aus, sondern deren Kot. :shock:Dieser ist deutlich kleiner und passt auch durch fein gewebte Stoffe. Damit der Kot auch durch Stoffe nicht durchdringen kann, muss er schon extra fein sein. Dafür gibt es extra Bettwäche. Die sogenannten Encasing Bezüge sind Baumwoll ähnlich, dick und schwer. Also nichts für ULer. Ich hoffe einfach, dass es eine UL alternative gibt. ^_^

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Ich befürchte, der Kot ist noch kleiner. Meine Encasings sind sogar relativ leicht (im Vergleich zu den ersten, die gummiartig waren und 3 Tage zum Trocknen brauchten nach der Wäsche).

 

Wobei es allergikertaugliche Daunen-Bettdecken gibt. Vielleicht einfach umschneidern? :D

bearbeitet von Schwefelfell

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    • Von Andreas K.
      Zwei Jahre lang lagen die Materialien für einen Quilt zuhause in der Materialkiste, zwei Jahre stand der fertige Schnitt... Doch nach den Erfahrungen lange zurückliegender Projekte, Daunenhose und Daunensocken, war ich noch immer in meiner Begeisterung für die Verarbeitung der hierfür typischen Materialien gebremst. Zu groß war der Respekt vor der doch sehr aufwändigen Arbeit.
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      Die Details:
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      Die Winddichtigkeit sowie die hohe Wasserresistenz fand ich aber super. Insbesondere was Kondenswasser des Zeltes angeht, sowie beim schlafen in zugigen Schutzhütten oder der Hängematte hörte sich das Tyvek für mich nur nach Vorteilen an. Also sollte es ein Quilt aus Tyvek außen und Ripstop Nylon 27g/m² innen und 167er Apex werden.
      Aber irgendwie ließ mich die Idee mit der Folie nicht los. Ebenso wenig aber auch die Angst bezüglich deren Haltbarkeit. Also habe ich mich für den Mittelweg Tyvek Reflex entschieden. Das sollte mir als Grobmotoriker eher entgegen kommen und dürfte auch nicht ganz so knisterig sein wie die Folie. Allerdings auch schwerer. Egal, frei nach James Russel Lowell ist ein Kompromiss zwar ein schlechtes Dach aber immerhin ein guter Schirm. Das muss für den ersten Versuch reichen. Zudem habe ich das 167er Apex durch 133er ersetzt. 
      Also die Materialien bestellt und gespannt der Dinge geharrt, die da hoffentlich bald kommen. Es ist mein erstes, größeres MYOG Projekt und ein wenig bange ist mir schon aber ich hab den Quilt in meinem Kopf schon so oft genäht, dass es irgendwie schon gehen wird. Um wieder ein wenig ins Nähen rein zu kommen, dachte ich mir, dass ich während ich auf meine Bestellung warte, ja etwas leichteres zur Übung nähen könnte. Die Wahl fiel auf ein T-Shirt. Das sollte um einiges einfacher zu nähen sein als so ein Quilt. Tja, mit der Einschätzung lag ich wohl daneben. Gott, und wie ich daneben lag - mehr sag ich dazu nicht .
      Am vergangenen Donnerstag kam dann das Paket an und am Freitag ging es los. Der Schnitt ist denkbar einfach. Eine einfache Decke ohne Kordel am oberen Ende, da ich mich lieber einwickle als mich zuzuschnüren. Die Fußbox kann statt mit Reißverschluss mittels vier 10mm Blitzverschlüsse verbunden werden.
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      Den Fußbereich wollte ich schmäler auslaufen lassen und hab mir überlegt, ab welcher Höhe die Verjüngung beginnen soll. Entschieden hab ich mich dann für 80cm, was ich beim nächsten Mal auf 90cm ausweiten werde.

       
      Dann ging es an den Zuschnitt und das Abstecken. Gesamt hatte ich eine Breite von 1,44m auf 2,22m inklusive 2cm Nahtzugabe. Verkleinern geht später schließlich immer noch. Im Fußbereich verjüngt sich der Quilt auf 94cm - ebenfalls inklusive 2cm Nahtzugabe. Die unterste Lage ist das Apex, dann kommen Ripstopnylon und Tyvek rechts auf rechts gelegt oben drauf.

       
      Bis hierhin vergingen 3,5 Stunden und ich durfte endlich an die Nähmaschine. Das nähen selbst ging erstaunlich gut, wobei ich mich mangels Geradstichplatte anders als @micha90 dafür entschieden habe, zwischen Apex und Stichplatte noch einen Streifen Backpapier zu vernähen. Zudem habe ich den Anpressdruck des Nähfußes erhöht. Die Kanten habe ich dann noch mit einem breiten Zickzackstich versäubert.
      An der Fußbox habe ich nach dem umstülpen aus dem restlichen Ripstop Nylon noch einen Kordelkanal genäht aus einem 8cm breiten Streifen, den ich zwei mal umgeschlagen habe. Mit diesem Kanal habe ich gleichzeitig die noch offene Naht vom umstülpen geschlossen. Dann musste noch noch die elastische Kordel eingefädelt werden, Tankas drauf und die Enden mit einem Feuerzeug verschmelzen und das war es. Das nähen hat nochmal ca. 2,5 Stunden gedauert, so dass ich insgesamt 6 Stunden gebraucht habe.

       
      Ein erstes Probeliegen auf dem Balkon hat schon stattgefunden bei derzeit 4° und der Quilt ist erwartungsgemäß muckelig warm gewesen. Allerdings nur eine halbe Stunde und ohne die typische Kälte zwischen zwei und vier Uhr, sowie im ausgeruhten Zustand. Wie er sich schlägt, wenn man einen Wandertag oder eine Bikerunde in den Beinen hat, werde ich dann Ostern sehen. Da ist eine kleine Tour geplant, auf der sich der Quilt zum ersten mal bewähren darf.
      Gekostet hat mich der Quilt ca. 90,- Euro und gewichtstechnisch bin ich bei 730 Gramm gelandet, bei 2,09m Länge und 1,37m Breite. Wahrscheinlich werde ich den Quilt aber noch auf 2,05m und 1,35m kürzen, sowie die Verjüngung schon bei 90cm beginnen lassen. Damit dürfte ich dann knapp unter 700 Gramm kommen, womit ich super zufrieden wäre.
      Alles in Allem hat dieses erste MYOG Projekt unglaublich viel Spaß gemacht und ich schiele schon in Richtung meines ersten MYOG Rucksack für`s Bikepacking .
    • Von Antonia2020
      Liebe Forumsmitglieder,
      das ist mein erster Post :). Ich bin noch Outdoor/UL-Anfängerin und bin gerade dabei, mir eine erste kleine Ausstattung zuzulegen bzw. selbst zu bauen. Als erstes möchte ich mir einen Quilt nähen und habe hier im Forum auch schon superviele hilfreiche Beiträge gelesen und einige Youtube-Videos geschaut. Eine große Frage bleibt für mich jedoch gerade noch offen. Vielleicht fällt Euch dazu was ein?
      Wie löse ich am besten die Frage Quilt <-> Matte?
      In den den beiden Anleitungen, die ich am anschaulichsten finde, werden an den langen Seiten das Quilts kleiner Schnallen / Stecker / Druckknöpfe befestigt, mit denen man die lange Seiten nah zusammenbringt. Man schließt also den Quilt, fast so wie bei einem Schlafsack, wenn ich das richtig verstehe. Aber das macht doch gar keinen Sinn, oder? Ich stelle mir das erstens unbequem vor (man liegt dann auf dem Material für den Zusammenschluss), es kann Zugluft reinkommen, wenn man sich umdreht.
      Z.B. hier: https://www.youtube.com/watch?v=be4ciUndiBg
      oder hier: https://www.youtube.com/watch?v=zxCh3Cld2S8
      oder hier:
      Bei EE-Quilts dagegen ist ein System angebracht, mit dem man den Quilt an der Isomatte befestigt:
      https://www.youtube.com/watch?v=mHznRpNJpxU
      Oder hier bei diesem REI-Quilt (siehe Minute 7:46)
      https://www.youtube.com/watch?v=m79JNLDP92E
      Andere andere Lösung habe ich hier gefunden (aber man muss an der Isomatte nähen):
      https://www.youtube.com/watch?v=S3nVKVrq_bc&feature=emb_logo
      Manche Quilts scheinen gar keine Befestigung zu haben, man wickelt sie einfach nur um sich rum (falls ich richtig sehe)
      http://www.rayjardine.com/ray-way/Quilt-Kit/index.htm
       
      Habt Ihr eine Empfehlungen?
      Welche Methode würdet Ihr wählen? Kann man so eine Befestigung wie die von EE selbst nähen? Oder reicht die mE etwas einfachere Version vom REI-Quilt? Dazu kommt noch ein weiteres Problem: Meine (nicht UL) Isomatte (TAR NeoAir Camper SV / https://www.bergfreunde.de/therm-a-rest-neoair-camper-sv-isomatte-bewertung/) ist am Rand etwas erhöht, damit man nicht runterrutscht. Macht da eine Befestigung mit Schnüren/Gummiband, auf denen man liegt, überhaupt Sinn? Das Gummiband / die Schnur würde dann ja gar nicht direkt auf der Matte aufliegen.
      Viele Gedanken zu einem eigentlich kleinen Problem
      Ich würde mich sehr über Eure Meinung freuen.
      LG Antonia
       
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