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  1. Teil 2: Im Land der Felsstürze zum Lago del Sabbione Ursprünglich hatte ich ja geplant, den Chüebodengletscher von All’Acqua aus zu besteigen, was nicht allzu weit vom Ausgangspunkt meines zweiten Abschnitts liegt - dem Nufenenpass. Aufgrund des kürzlichen Felssturzes am Südostanstieg und meiner entsprechenden Umplanung, muss ich nun zunächst eine halbe Stunde mit dem Auto von Obergoms zum Nufenenpass fahren. Dort fülle ich meine Vorräte wieder auf und koche mir einen schnellen Kaufland-Kartoffelbrei. Da ich vorab etwas Bammel mit dem neuen und ungetesteten Equipment hatte, bestand mein Sicherheitskonzept darin, meine bewährte aber schwerere TaR ProLite Plus Isomatte als Backup im Auto zu haben. So hätte ich notfalls nur eine bescheidene Nacht verbringen müssen. Aber nach den überwiegend guten Erfahrungen der ersten Nacht, lasse ich mein Equipment unverändert, lediglich ein Bluetooth Headset kommt hinzu, da mich heute eine kürzere, einfachere Tour zum Lago del Sabbione erwartet und mir einen gemütlicheren Abend bringen sollte. Wie sehr ich mich doch irren sollte… Gesättigt und voller Motivation breche ich also bei bestem Wetter zur Mittagszeit vom Parkplatz etwas südwestlich und eine Kehre unterhalb vom Nufenenpass aus los. Und komme genau 200 m weit. Nach der ersten Kurve erwartet mich nämlich eine Straßensperrung und ein Schild, dass der Abschnitt zum Staudamm des Griessees wegen eines Felssturzes gesperrt wäre (türkiser Pfeil in Karte). Zuhause recherchiere ich die Sperrung und sehe, dass dieser Abschnitt bereits seit mehreren Jahren gesperrt ist. Ich ärgere mich über mich selbst: ich habe unterschiedliche Wanderkarten nach jedem Bachverlauf abgesucht, in speziellen Apps Richtung und Uhrzeit vom Sonnenuntergang für das perfekte Foto gecheckt und meine Ausrüstung im Detail gewogen. Aber den aktuellen Zustand der Wege habe ich nicht gecheckt 🥴. Zu meiner Verteidigung: ich bin nun schon seit vielen Jahren in den Alpen unterwegs und hatte vorher noch nie ein Problem mit gesperrten Wegen. Trotzdem komme ich mir dumm vor und nehme mir vor, das in Zukunft in meine Tourvorbereitung einfließen zu lassen. Aber zurück zum Nufenenpass: Ich sehe vier Optionen. Westlich vom Nufenenpass runter ins Tal nach Ladstafel fahren und von dort aus 400 zusätzliche Höhenmeter in Kauf nehmen (lila Pfeil in Karte). Rechts vom Pass runter bis Ciuréi di Mezzo und von dort aus 300 zusätzliche Höhenmeter + mehrere km Umweg (grüner Pfeil in Karte). Eine ganz andere Tour in der Umgebung machen. Abbruch und nach Hause. Die 1200 Höhenmeter Abstieg vom Vormittag stecken mir noch in den Beinen, sodass ich eigentlich gar keine Lust auf nur einen einzigen zusätzlichen Höhenmeter habe. Ich scrolle durch die Landkarte auf der Suche nach spannenden Touren in der Umgebung. Kurz liebäugel ich mit dem Sidelhorn am Grimselpass, einem Gipfel mit herrlichem Gletscherausblick, der schon länger auf meiner Liste steht. Doch die Tour wäre sehr kurz und der Gipfel ist - soweit ich mich erinnere - ähnlich schlecht für eine Übernachtung geeignet wie die letzte Nacht (Geröll). Oder der Göscheneralpsee, von dem ich auch schon schöne Bilder gesehen habe? Ich kann mich zu keiner Entscheidung durchringen und meine vorhin noch so hohe Motivation rast nach unten wie die Rennradler den Nufenenpass. Kurz überlege ich tatsächlich, einfach nach Hause zu fahren. Schließlich befreie ich mich aber aus der Grübelei und entscheide mich für Variante 2. Ich genieße noch kurz die Aussicht auf die Berner 4000er. Dann fahre ich das kurze Stück zur Ciuréi di Mezzo weiter, stelle mein Auto erneut ab und laufe endlich los. Die Aktion hat mich allerdings einiges an Zeit gekostet - ich komme viel später los, während der Weg verlängert wurde. Soviel zum Thema lockere Tour und entspannter Abend im Schlafsack… Erst Zuhause erkenne ich, dass Variante 1 wohl die einfachste Route gewesen wäre. Klar, nochmal 100 Höhenmeter mehr, aber um einiges kürzer als mein gelaufener Weg. Vor Ort sah es nach erheblich mehr Höhenmetern aus, die ich mir mit Variante 2 zu ersparen erhofft hatte. Genug gejammert. Kaum ist der Entschluss gefasst und der Parkplatz verlassen, kommt auch die Wander- und Abenteuerlust zurück. Ich laufe relativ zügig den Anstieg zur Capanna Corno Gries hoch und weiter das Val Corno entlang. Der Weg ist einfach zu gehen und gut gekennzeichnet (T3). Schließlich gelange ich um halb 5 zum Cornopass mit Blick auf die Gletscher im Hintergrund und sehe dann auch zum ersten Mal den türkisfarbenen Griessee mit gewaltigen Windrädern Richtung Nufenenpass. Ich gönne mir nur eine kurze Trinkpause und laufe weiter auf den Griespass auf knapp 2500 m Höhe. Hier steht eine kleine Notbiwakhütte und es gibt zwei Möglichkeiten weiterzulaufen. Entweder der Abstieg nach Bättelmatt und der anschließende Aufstieg zum Rifugio Citta di Busto. Oder der Aufstieg zum Bättelmattpass und von dort aus ebenfalls zum gerade genannten Rifugio. Die erste Variante ist technisch einfacher (T3) aber bringt mehr Höhenmeter mit sich. Daher entscheiden sich meine müden Beine für den technisch schwierigeren und erhofft spannenderen Weg (T4) über den Bättelmattpass. Und ich werde nicht enttäuscht. Nach dem anstrengenden aber technisch einfach Aufstieg zum Bättelmattpass warten ein paar kettenversicherte Stellen. Das macht Spaß und pusht mich nochmal voran. Ich sehe nun auch zum ersten Mal mein Ziel, den Lago del Sabbione und seine gewaltige Staumauer. Allerdings hatte ich gehofft, dem Ziel schon näher zu sein. Ich laufe weiter am bereits geschlossenen Rifugio Citta di Busto vorbei über ein sandiges Hochplateau - nun ist es nicht mehr weit. Kurz nach dem Abzweig zum Rifugio 3A erwartet mich dann die nächste schlechte Nachricht. Der weitere Weg ist gesperrt! Das darf doch nicht sein. Kann an diesem Wochenende denn wirklich kein Wegabschnitt von Sperrungen verschont bleiben? Ich schaue mir Alternativen in der Karte an. Ich könnte zusätzliche 400 Höhenmeter zum Rifugio 3 A aufsteigen, von dort wieder hinunter zum Lago del Sabbione und nordwärts an den Staudamm (lila Pfeil in Karte). Aber dieser Weg geht an bzw. über einen Gletscher und nichts, was ich um diese Uhrzeit und ohne genauere Informationen sowie Grödeln oder Steigeisen in Angriff nehmen möchte. Die nächste Alternative wäre, zurück zum Rifugio Citta di Busto zu laufen, von dort südlich abzusteigen und südlich vom Rio del Sabbione zum Stausee aufzusteigen (grüner Pfeil in Karte). Auch das bedeutet einen erheblichen Umweg und zusätzliche 200 Höhenmeter, die ich mir um diese Uhrzeit (~ 18 Uhr) und der bisherigen Tour in den Beinen nicht mehr antun will. Ich ärgere mich erneut. Wieso nur wird die Sperrung nicht weiter vorne schon erwähnt, wo man noch rechtzeitig umplanen konnte? In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit entschließe ich mich, den gesperrten Weg weiterzulaufen. Ich habe keine weiteren Informationen, kein Netz und gehe davon aus, dass dieser sicherheitshalber geschlossen wurde, da es eine instabile Felswand gibt oder irgendwo mal wieder ein Felsrutsch herunterkam. Wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass genau in dieser einen Minute, die ich an der kritischen Stelle vorbeilaufe, etwas abgeht? Bitte nicht falsch verstehen. Ich erzähle dies nicht, um zum Nachmachen anzuregen oder hier irgendwie besonders draufgängerisch rüberzukommen. Ich möchte lediglich die Tour beschreiben, wie sie war, wie meine dabei Gedanken waren und vor allem auch anregen, die aktuellen Tourbedingungen immer vorher zu checken. Im Nachgang habe ich mir die Sperrung auch nochmal im SAC-Tourenportal angeschaut und erfahren, dass es hier eine Woche vor meiner Tour einen Erdrutsch gab, bei dem 2 Wander ums Leben kamen! Das hat mich geschockt und ich habe meine Entscheidung im Nachhinein nochmal kritisch hinterfragt. Ich glaube, mit diesem Wissen wäre ich den Wegabschnitt wohl nicht gelaufen, sondern hätte den Umweg zähneknirschend in Kauf genommen. Glücklicherweise durchschreite ich den kritischen Wegabschnitt ohne besondere Vorkommnisse. Trotzdem atme ich am anderen Ende der Sperrung durch. Auf dem Foto sieht man übrigens im rechten oberen Bildausschnitt den Felssturz, der den Weg teilweise verschüttet hat. Technisch war der Abschnitt problemlos zu durchschreiten, aber jeder muss für sich entscheiden, ob er/sie dieses Risiko eingehen will. Endlich komme ich kurz vor 7 Uhr an der Ostseite der Staumauer auf. Diesen Bereich auf ca. 2500 m Höhe habe ich für meine zweite Nacht vorgesehen. Hier hat es laut meiner Vorabrecherche viele geeignete flache Stellen und bietet gleichzeitig einen atemberaubenden Blick über den See auf die Gletscherwelt. Etwas gruselig ist es aber schon. Hier stehen viele verlassene Häuser und Hangar ähnliche Bauten, die wohl zu einem mittlerweile stillgelegten Wasserkraftwerk gehören. Die Szene erinnert mich irgendwie an den Horrorfilm “The hills have eyes”. Ich bin ganz allein hier, die Sonne ist schon hinter den Bergen verschwunden und ich fühle mich auf einmal nicht mehr so wohl. Ich laufe noch einige Minuten von den verlassenen Gruselhäusern weg und finde einen perfekten flachen Spot mit herrlicher Seesicht. Einziger Nachteil ist die ausgesetzte Lage. Der Wind pfeift hier ordentlich vom Gletscher runter und über den See direkt zu mir. Und meine Tarpaufbaukünste haben in der ersten Nacht ja nicht gerade überzeugt 😅. Zumindest habe ich hier ausreichend Platz zum Aufbau. Die Heringe bekomme ich einigermaßen in den Boden, werden durch große Steine verstärkt und final baue ich noch eine kleine Steinmauer an der exponiertesten Seite auf. Schließlich steht das Tarp wie es soll. Stramm abgespannt trotzt es dem starken Wind und im windgeschützten Inneren fühlt es sich gleich viel wärmer an. Der Platz im Inneren würde locker noch für eine zweite Person reichen. Diese Aufbauform hat mich überzeugt. Kaum steht das Tarp, fängt der Himmel an zuerst orange und später zunehmend rosa-pink zu glühen. Mein Tarp im Vordergrund und der See mit Gletscher im Hintergrund bilden eine perfekte Komposition. Genau so habe ich es mir vorgestellt, als ich diese Gegend recherchiert hatte. Nach 10 Minuten ist das Spektakel vorbei und ich verziehe mich wieder ins windgeschützte Tarp, wo ich mir mein Abendessen zubereite. Heute wartet eine Trek’n Eat Tüte mit Quinoa nach mexikanischer Art. Kann ich leider gar nicht weiterempfehlen. Viel zu salzig und der Quinoa war trotz Zubereitung nach Anleitung relativ hart. Ein Schokoriegel im Nachgang rettet das Abendessen. Ich richte mich fürs Bett und schieße noch ein paar Nachtaufnahmen mit beleuchtetem Tarp im Vordergrund. Durch den Vollmond habe ich leider keine Milchstraße auf dem Bild, aber dafür ist die Bergwelt herrlich beschienen und wirkt in der Langzeitaufnahme fast schon wie ein Bild vom Tag. Für die Zahlenfreunde unter euch: der Weg von der Ciuréi di Mezzo zu meinem Schlafplatz hat 12,4 km, 946 m Anstieg und 480 m Abstieg in ca. 3:30 h bedeutet. Damit habe ich an diesem Tag in Summe 22,2 km, 946 m Anstieg und 1745 m Abstieg in den Beinen. Kein Wunder, dass ich mich bei all den schwierigen Routenentscheidungen wann immer möglich gegen zusätzliche Höhenmeter entschieden habe 🥵
  2. Und weiter geht es mit dem letzten Teil meines Reiseberichts: In der Nacht schlafe ich überwiegend gut. Gelegentlich wache ich durch eine starke Windböe auf, die am Tarp wackelt, doch alles hält und in dieser Nacht fällt mir auch nichts auf den Kopf. Die neue Schaummatten-Kombination reicht mir auch in dieser Nacht gut aus und ich schlafe warm und ausreichend bequem. Obwohl ich eigentlich Seiten- und Bauchschläfer bin, versteht mein Körper relativ gut, dass es hier halt nur in Bauch- oder Rückenlage geht - oder ist einfach zu erschöpft und ergibt sich seinem Schicksal 😅. Am Morgen habe ich dieses Mal keinerlei Kondensation am Tarp, der Wind hat auch seine guten Seiten. Ich erfreue mich an einem warmen Tee, danach dient derselbe Titanbecher als Müslischüssel. Zwischendurch checke ich die Aussicht. Als die ersten warmen Sonnenstrahlen die Berggipfel erreichen, verlasse ich meine wohlige Behausung und mache mich wieder ans Fotografieren. Der Wind bläst immer noch ordentlich, wie man gut an den Tarpwänden erkennt. Ich baue meinen Schlafplatz wieder ab und trete den Rückweg an. Ich laufe zunächst über den Staudamm - am vorherigen Abend war ich unten entlang gelaufen. Ich bin aber auch froh, diesen Geisterort zu verlassen. Ich habe echt kein Problem damit, allein in der Wildnis zu schlafen, aber solche verlassenen menschlichen Objekte schrecken mich eher ab. Geht euch das ähnlich? Schnell durchquere ich erneut den gesperrten Streckenabschnitt und durchquere das sandige Hochplateau bis zum Rifugio Citta di Busto. Ich bin weit und breit der einzige Wanderer. Ein Zustand, den ich sehr genieße und gerade in den Alpen nur auf Trekkingtouren in den frühen/späten Stunden finde. Hier habe ich endlich auch wieder Netz und melde mich bei meiner Frau. Ich weiß, dass sie sich Sorgen macht und gebe sonst immer gerne Bescheid, wenn ich abends angekommen bin. Das ging dieses Mal leider nicht wegen fehlendem Empfang. Vielleicht investiere ich zukünftig doch mal in ein Satelliten Kommunikationsgerät wie Garmin inreach, aber so selten wie ich unterwegs bin, schrecken mich die Abo-Modelle doch ganz schön ab. Und an vielen Ecken in den Alpen hat man ja Handyempfang. Es geht weiter über den Bättelmattpass Richtung Griespass und ich genieße die Aussicht über den Griessee. Wie ich doch das türkisfarbene Wasser von Gletscherseen liebe. Der restliche Abstieg vom Griespass über Cornopass bis zur Ciuréi di Mezzo verläuft relativ ereignisarm. Ich genieße den Abstieg bei bestem Wetter. Zumindest sehe ich nun auch bereits am Ausgangspunkt meiner Tour Hinweise auf den gesperrten Wegabschnitt - einen solchen hatte ich gestern noch vermisst. Da war ich offensichtlich einfach zum falschen Zeitpunkt unterwegs. Im Auto erwartet mich dann ein weiterer Schokomuffin und andere Leckereien, die ich während der Rückfahrt mit bestem Gewissen in mich hinein futtere. Fazit Mit meiner Ausrüstung und der Umstellung auf das Ultraleichtequipment bin ich zu 100 % zufrieden. In ferner Zukunft werde ich evtl. über einen Quilt nachdenken, insofern das mit den Schaummatten gut kombinierbar ist. Das Tarp könnte theoretisch durch eine DCF-Version ersetzt werden, aber die abgerufenen Preise sehe ich eigentlich nicht ein. Das einzige, was ich definitiv zeitnah ändern werde, ist der Titan-Göffel. Am Ende nutze ich auf Tour doch immer nur die Löffelseite und werde auf einen langen Löffel ausweichen, der dann auch besser in die Trekkingtüten geht. Meine Vorbereitung war dieses Mal gemischt, obwohl ich mich wochenlang auf diesen Trip vorbereitet habe. Auf der einen Seite habe ich zwar die Übernachtungsplätze, Foto-Spots und potenzielle Wasserstellen sehr gut recherchiert. Anderseit wurde ich gleich zweimal an einem Tag von gesperrten Strecken überrascht, die ich problemlos zuhause schon hätte sehen können. Da werde ich bei der nächsten Tour sicher vorher nochmal draufschauen. Die Tour hat mir bestens gefallen. Eine tolle Mischung aus spektakulären Aussichtspunkten, spannenden Wegabschnitten und für die Alpen relativ leeren Gegenden. Auf dem Weg zum/ vom Chüebodengletscher habe ich nur den Hirten auf dem Abstieg getroffen, sowie 3 Wanderer am Flußlauf im Geretal. Auf dem Weg zum Griessee war noch relativ viel Betrieb, der sich ab Griespass Richtung Lago del Sabbione dann aber fast vollständig auflöst (vielleicht auch, da sich andere Wanderer besser über die gesperrten Abschnitte informiert haben?). Die Hütten am Lago del Sabbione waren bereits geschlossen, vermutlich ist zu einem früheren Zeitpunkt bei geöffneten Hütten entsprechend mehr Betrieb. Auch Wasser war aufgrund der regelmäßigen Bachläufe kein Thema, sodass ich immer nur meine 1.5 L Flasche gefüllt habe, manchmal nicht einmal voll. Den Wasserbeutel habe ich auf der Tour nur auf dem letzten Kilometer am zweiten Abend gefüllt, um mit voller Wasserkappazität in den Abend zu gehen, ansonsten kam er tatsächlich nur zum Filtern zum Einsatz.
  3. Hi zusammen, ich bin Philipp und habe endlich die Zeit gefunden, meinen bereits Anfang Oktober stattgefundenen ersten Ausflug mit Ultraleicht-Ausrüstung festzuhalten und einen Teil in diesem wunderbaren Forum beizutragen bzw. zurückzugeben. Da die Tour nahe der im Forum oft empfohlenen 4-Quellen-Wanderung verläuft, könnte sie dem ein oder anderen als lohnender Abstecher dienen. Alle Fotos sind von mir. Lediglich die Karten sind von der Reit- und Wanderkarte kopiert und gemäß dem Copyright-Vorgehen des Forums eingefügt. Disclaimer Die beschriebene Route verläuft in teilweise weglosem (Teil 1) und ausgesetzten Gelände sowie über einen aktuell gesperrten Wegabschnitt (Teil 2) und erfordert ein hohes Maß an Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Wegfindung und Bergerfahrung (T4). Die erstmalige Nutzung vorher nicht getesteter Ausrüstung am Berg ist nicht zur Nachahmung empfohlen. Alle Aktivitäten wurden von einem bergerfahrenen Trekker durchgeführt Prolog und Tourenplanung Nachdem ich über den letzten Winter meine Ausrüstung massiv erleichtert habe, ging es Anfang Oktober endlich auch auf Tour. Eigentlich wollte ich schon viel früher losziehen, aber mit einem 2-jährigen Kind ist halt doch immer was los und die passende Gelegenheit hat etwas auf sich warten lassen. Wenn schon selten, dann sollte es dafür etwas spektakuläres sein - das bedeutet für mich atemberaubende Ausblicke, hoch oben und gerne mit Gletscherkontakt. Schon lange steht der Chüebodengletscher auf meiner Liste und sollte der Auftakt eines ultraleichten Wochenendes werden. Entgegen jeglicher (sinnvoller) Ratschläge, die neue Ausrüstung (in meinem Fall Tarp, Schaummatten, Wasserfilter, Kocher) erstmal in der näheren Umgebung zu testen, bin ich aus Zeitgründen direkt losgezogen. So viel vorab: mit der Ausrüstung hatte ich zu kämpfen und im Bereich Tourenplanung bin ich nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen - später mehr dazu. An dieser Stelle auch vielen Dank für die vielen Ratschläge und hilfreichen Diskussionen hier im Forum. Als ich vor 1 Jahr Stück für Stück vom Ultraleichtvirus infiziert wurde, habe ich manche Grammzählerei anfangs noch belächelt aber schon bald hat mich das Virus vollends gepackt (und ich wurde bald schon selber beim Wiegen meiner Ausrüstung mit der Küchenwaage von meiner Frau belächelt). Doch welche Wohltat war es schließlich, mit einem leichten Rucksack unterwegs zu sein. Bei meinen vorherigen Touren wog der Rucksack noch 16-18 kg (inkl. Wasser und Essen für 2-3 Tage). Nun schaffte ich dasselbe mit ca. 10 kg. Unten mal ein Foto mit alter und neuer Ausrüstung. Könnt ihr es richtig zuordnen? Wesentlich leichter wird es bei mir durch meine Foto-Ausrüstung (Systemkamera mit Wechselobjektiven + Drohne, Stativ) nicht mehr werden, schließlich ist das Fotografieren ein wesentlicher Bestandteil meiner Touren in den Alpen. Eigentlich hatte ich die Tour bereits für August geplant gehabt, aber habe mir dann leider eine Erkältung zugezogen, die ich ungern auf knapp 3000 m auskurieren wollte. Daher zähneknirschend akzeptiert, dass ich mich nochmal gedulden muss und umso mehr geärgert, als ich kurze Zeit später von einem Felssturz am Aufstieg von All'acqua gehört habe, der den Weg in der Zwischenzeit unter sich begraben hat. Dieser Weg ist seitdem gesperrt. So viel vorab: Felsstürze sollten noch zu meinem Motto werden an diesem Wochenende. Ich hatte den Chüebodengletscher also schon gedanklich abgehakt für diese Saison und eine Ersatzroute am Vierwaldstätter See ausgesucht. Da sah ich auf einer anderen Karte doch noch einen alternativen Weg, der sonst nirgends eingezeichnet war, von Nordwesten aus kommend und damit nicht vom Felssturz beeinträchtigt. Ich fand kaum Informationen zu dieser Route und die eingezeichnete gestrichelte Linie wies auf ein überwiegend wegloses Gelände hin. Aber da hatte ich es mir schon in den Kopf gesetzt und die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Teil1: Durch Wasser und Geröll von Obergoms zum Chüebodengletscher Endlich ist der Tag gekommen. Ein bisschen plagt mich dann aber doch das schlechte Gewissen, meiner Frau unseren 2-jährigen in allerschönster Trotzphase 3 Tage aufs Auge zu drücken. Ich spiele den Vormittag noch ein wenig mit ihm und komme dadurch später los als geplant. So gelange ich dann unschön in den Rückstau vom Gotthardtunnel und darf einen Teil auch doppelt fahren, da ich einmal eine falsche Abzweigung nehme und plötzlich in die falsche Richtung fahre, ohne die Möglichkeit zu wenden. Also bei der nächsten Abfahrt 10 km weiter unten wieder raus, einmal drehen und erneut in den Stau Richtung Gotthardmassiv einreihen, weil es schon beim ersten Mal so viel Spaß gemacht hat. Mit dem Blick auf die Uhr kann ich die eigentlich herrlichen Blicke entlang der Furka Passstrasse gar nicht richtig genießen, als ich den Stau endlich hinter mir habe (hier der Ausblick auf den Grimselpass). Etwas gehetzt komme ich schließlich in Obergoms an, schultere um 15 Uhr meinen leichten Rucksack und stiefel schnell los, um noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang am Gletscher zu sein. Die ersten Kilometer verlaufen auf einem technisch leichten und stetig ansteigenden Forstweg, der alsbald zu einem Trampelpfad wird, schließlich völlig verschwindet und nur noch durch gelegentlich erblickte Steintürme als solcher zu erkennen ist. Der Weg führt dabei zunächst auf der nördlichen Seite des Flusses Goneri/Gerewasser entlang. Eine Leiter zur Überquerung eines Seitenarmes lässt Himalaya Feeling aufkommen. Das Geretal ist eine herrlich wilde und meiner Meinung nach zu Unrecht wenig begangene Ecke. Um mich herum markante Berggipfel, ein rauschender Fluß und ein abenteuerlicher Weg über Felsen und durch Heidelbeersträucher (für die ich gerne mehr Zeit gehabt hätte). Obwohl ich ständig auf die Uhr blicke, lockt mich das Rauschen eines Wasserfalls und ich werde mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Jetzt ärgere ich mich, dass mein Graufilter der Gewichtsersparnis zum Opfer gefallen ist. Selbst mit niedrigem ISO-Wert und kleiner Blende gelingt es mir nicht, die Belichtungsdauer so stark zu verlängern, dass ich einen weiß verschwommenen Wasserfalleffekt erreicht hätte. Wenig später verlasse ich den Bachlauf, muss diesen aber zunächst furten. Das ist schwieriger, als es zunächst aussieht und ich erinnere mich an einen der wenigen Touren-Berichte auf hikr in dieser Ecke - hier war der Autor beim Furten abgerutscht und schmerzhaft gefallen. Entsprechend gründlich suche ich eine geeignete Stelle und komme trocken und wohlbehalten auf der anderen Seite an. Die Trekkingstöcke erweisen sich dabei als äußerst hilfreich. Mein Ziel liegt im Bild übrigens hinter der Kuppe links unter den markanten Felsgipfeln. Ich habe inzwischen 6 km und 400 Höhenmeter geschafft. Weitere 800 Höhenmeter durch wegloses felsiges Gelände stehen mir bevor. Ich komme hier sehr langsam vorwärts. Immer wieder rutscht ein Stein unter meinen Füßen weg oder ein vermeintlich stabiler großer Fels kippt beim Aufsetzen eines Fußes weg. Ich fluche viel und frage mich, ob der durch einen Felssturz verschüttete Weg auf der anderen Seite wirklich schlechter zu gehen wäre. Ich bin hier definitiv im Gebiet der Wanderschuhe angelangt, hier wollte ich mit Trailrunnern und ungeschützten Knöcheln nicht unterwegs sein. Der Aufstieg wird zunehmend zum Kampf gegen die Uhr. Die tief stehende Sonne macht mich nervös - ich will den Gletscher doch unbedingt im Abendlicht fotografieren. Der Blick zurück ins Geretal ist aber auch schon jetzt wunderschön. Mein bisheriger Weg verlief von hier aus betrachtet auf der rechten Flußseite bis zu der Stelle rechts im Bild, an welcher der Fluß durch einen Hügel verdeckt wird. An ungefähr dieser Stelle konnte ich ihn furten und den Anstieg zum Gletscher fortsetzen. Endlich komme ich nach 3h10 Gehzeit, 10 km und 1200 Höhenmetern am Gletschersee an und bin sprachlos vor Freude. Ich bin ganz alleine hier oben, abgebrochene Gletscherstücke in Tennisfeldgröße treiben als Eisschollen gemächlich im See und ich knipse was das Zeug hält. Schließlich fliege ich pünktlich zum Sonnenuntergang meine Drohne über dem Gletschersee entlang. Schade, dass auch dieser Gletscher nur noch wenige Jahre in dieser Art erhalten bleibt und dem Klimawandel zum Opfer fallen wird. Während die Dämmerung einsetzt, baue ich erstmals mein neues Tarp mit meinen Trekkingstöcken auf. Heringe hätte ich mir hier sparen können mitzuschleppen, aber dafür hat es ausreichend Steine, um welche ich die Abspannleinen wickeln kann. Bisher war ich immer mit Zelt unterwegs und ich spanne an diesem Abend auf 2600 m Höhe das erste Mal ein Tarp auf. Der Boden in Form eines blanken Felsens macht es nicht gerade einfach und manche Seiten hängen bereits etwas durch, da die umliegenden Felsen ein breiteres Abspannen verhindern. Etwas enttäuscht vom Ergebnis beziehe ich meine neue Behausung, aber der Wetterbericht sagt keinen Regen vorher, weshalb ich auch nicht übermäßig beunruhigt bin. Mein Vorgehen mag hier etwas leichtsinnig wirken, aber ich gehe dieses Risiko bewusst ein. Im schlimmsten Fall klappt mein Tarp im Regen zusammen und ich muss mich im Burrito-Style ins Tarp einwickeln. Sicherlich keine schöne Nacht, aber auch nichts lebensbedrohliches, insbesondere da mein Auto nur einen halben Tagesmarsch entfernt steht. Dann filtere ich mir mühsam Wasser aus dem Gletschersee. Ich hatte ja gelesen, dass die Durchflussrate von Hohlfaser-Filtern mäßig sei (Sawyer Squeeze) aber ich war doch geschockt, mit welcher Anstrengung das verbunden war. Wie ein Ochse quetsche ich unter voller Anstrengung ein dünnes Rinnsal durch den Filter. Ich sollte erst am nächsten Tag verstehen, dass in eine 1,5 L PET Flasche nur ein Volumen von 1,5 L passt und auch das zusätzliche Reindrücken von gefiltertem Wasser nur funktioniert, wenn man die PET-Flasche vorher zusammendrückt, um Platz für das kommende Wasser vorzuhalten. Man sollte nicht meinen, dass ich in Physik promoviert habe 🫠 Darüber hinaus habe ich den Wasserfilter (die ganze Tour hindurch) verkehrt herum aufgeschraubt. Weiß jemand, ob das einen Unterschied macht? Der Vollmond macht leider jegliche Hoffnungen auf ein Foto mit der Milchstraße zunichte. Also setze ich meinen X-Boil Spirituskocher auf und genieße die aufgegossene Trek'n Eat Nudeln mit Waldpilzragout (empfehlenswert), in das ich noch etwas Olivenöl gebe, um den Kalorienbedarf zu decken. Meine Evernew Trinkblase wird nach dem Wasserfiltern direkt als Wärmflasche umfunktioniert und wärmt den Fußbereich meines Schlafsacks schon einmal auf. Mit welchen Problemen ich dann in der Nacht zu kämpfen hatte und was am nächsten Tag noch alles schief gelaufen ist, folgt noch...
  4. Und weiter geht es mit der Übernachtung am Gletschersee. Die Nacht auf 2600 m Höhe ist in Ordnung. Trotz felsigem Untergrund schlafe ich erstaunlich gut auf meiner erstmals getesteten Kombi aus 3 mm Evazotematte + zugeschnittener Decathlon Faltmatte im Rumpfbereich. Grüße gehen raus an @khyal für die Beratung (auch wenn ich mich wegen des Packmaßes gegen die von ihm bevorzugte und nochmal wärmere Exped FlexMat Plus entschieden habe). Doch mitten in der Nacht werde ich von einem nasskalten Gefühl im Gesicht geweckt. Mein Tarp ist tatsächlich zusammengeklappt, vermutlich hat es sich zu stark gedehnt oder die Abspannung mit den Steinen ist einfach nicht stabil genug. Da sich zudem mit Einbruch der Dunkelheit dichte Wolken über den Gletschersee gelegt haben, war entsprechend alles nass und die Innenseite des Tarps hat beim Kollabieren schön den Daunenschlafsack befeuchtet. Meine Sorge wegen feuchter Daune und Wärmeverlust sind jedoch unbegründet (wieder etwas gelernt). Von etwas Feuchte scheint sich zumindest bei diesen Temperaturen (ca. 5 °C) noch wenig zu tun. Und dabei habe ich weder hydrophobe Daune noch eine wasserabweisende Super-Duper-Schlafsackaußenhaut. Vielleicht muss die Daune richtig nass werden, um ihre Wärmeleistung zu verlieren? Jedenfalls spanne ich das Tarp im Dunkeln nochmal, flüchte zurück in den immer noch warmen Schlafsack und schlafe weiter. Für den nächsten Morgen habe ich mir extra früh den Wecker gestellt, um die Szene in der Morgendämmerung und im Sonnenaufgang zu fotografieren, aber draußen ist alles kalt, grau und feucht. Ich bin in einer Wolke gefangen, verschiebe den Auszug aus dem warmen Schlafsack noch etwas und koche stattdessen einen heißen Tee. Schließlich muss ich mich doch dem Druck meiner Blase beugen und quäle mich aus dem Schlafsack. Für wenige Minuten reißt auch die Wolkenwand auf und taucht alles in warmes Morgenlicht. Nach einer (viel zu) kurzen Foto-Session im Morgenlicht zieht der Himmel wieder zu und ich gebe ich auf. Mein Magen knurrt sowieso und so mache ich mir mein Müsli, während ich den Blick über die surreale Landschaft schweifen lasse. Ich kann es immer noch nicht ganz fassen, an diesem Ort geschlafen zu haben. Dann baue ich meinen Schlafplatz wieder ab und denke noch daran, die auserkorene Felsplatte, auf der ich geschlafen habe, festzuhalten. Abgesehen von dieser Platte, gibt es übrigens nur noch 2 weitere halbwegs zum Schlafen geeignete Stellen - zumindest am Westufer des Sees, an dem ich unterwegs war. Schließlich geht es den gleichen “Weg” über Geröll wieder hinunter, nur dieses Mal im Nebel. Mehr als einmal stecke ich knöcheltief in einer Felsspalte oder löse ungewollt eine kleine Geröll-Lawine unter meinen Füßen aus. Eine eklige “Wegführung”. Wieder am Fluß angekommen, kommt die Sonne dann auch endlich durch und ich nutze das eiskalte Bergwasser, um mich etwas frisch zu machen. Dabei kommt auch mein MYOG Ultraleicht-Deo (3 g) zum Einsatz: eine kleine Parfüm-Probe, die ich mit Deo gefüllt habe. Klar, für Weitwanderer ist das nicht hilfreich, aber für eine Mehrtagestour eine willkommene Erfrischung unter den Achseln. Nach einer weiteren kurzen Pause am Wasserfall (inklusive erneutem Ärgern über den aussortierten Graufilter) geht es wieder durch Heidelbeersträucher ins Tal. Unterwegs treffe ich einen Hirten, der sich darüber beschwert, dass er seine Ziegen bei diesen warmen Temperaturen mittlerweile auf 3000 m Höhe für den anstehenden Abtrieb suchen müsse. Zurück am Auto, stopfe ich mir erstmal einen Schokomuffin und Süßgetränke rein. Erstaunlicherweise habe ich für den Abstieg 2h48 Gehzeit benötigt und war damit nur 20 Minuten schneller als beim Aufstieg. Durch dieses schwierige Gelände braucht man einfach seine Zeit. Im nächsten Abschnitt erwarten euch dann verlassene Dörfer, grandiose Ausblicke und erneut gesperrte Wege.
  5. 5 Punkte
    Inzwischen habe ich wichtige neue Erkenntnisse gewinnen können: Inzwischen habe ich von TT kostenloses Reparaturmaterial erhalten, mit dem ich mein kaputtes Zelt flicken konnte. Aufgrund der Optik gehe ich stark davon aus, dass es sich um exakt das gleiche Material handelt, wie für Stratospire 1 verwendet wird. Im Katalog von Hilleberg befinden sich mehrere Proben von Zeltstoffen, an denen man die Weiterreißfestigkeit testen kann. Abgesehen von dem PU-Nylon (wird nicht von Hilleberg verwendet) konnte ich mit meinen Händen keines weiterreißen. Nur der untere Rand wellte sich mehr oder weniger stark. Vom TT-20D Silpoly hatte ich einen Rest übrig, den ich auf gleiche Art und Weise testete. Erschreckenderweise konnte ich ihn problemlos komplett zerreißen, obwohl ich meine Handkraft als unterdurchschnittlich bezeichnen würde. Um herauszufinden, ob es am Grundstoff Polyester liegt, versuchte ich das Gleiche bei einem anderen Stück 20D-Silpoly mit Ripstop (beidseitig Sil). Er franste nur etwas aus, aber weiterreißen konnte ich ihn ihn nicht. Das Silpoly von TT verfügt im Gegensatz zu den anderen getesteten Stoffen über kein gewöhnliches Ripstop, sondern über "Nanoripstop", welches ich erkennen kann, wenn ich den Stoff gegen das Licht halte. Ich befürchte sehr, der Nanoripstop ist zu schwach und daher ist das Zelt derart stark eingerissen, als ich über eine Leine gestolpert bin. Beim 20D Silpoly mit Ripstop hört der Riss übrigens da auf, wo die Ripstop-Fäden befindlich sind. Daher vertraue ich dem Stoff Silpoly an sich durchaus, aber nur noch mit richtigem Ripstop!
  6. 2 Punkte
    Anforderung: Eine weite Isojacke, die ich über mehrere Lagen, inklusive Hardshell tragen kann, um mich in Pausen warm zu halten. Deswegen auch bis Mitte der Oberschenkel geschnitten und mit 2 Wege-RV. Ärmel auch extralang, um die Hände ggf. wärmen zu können. Keine Taschen. Bisherige Erfahrung: Ich würde die Wärmeleistung eher bei der Nano-Puff als der Micro-Puff von Patagonia sehen. Ansonsten fehlen mir Vergleichsmöglichkeiten. Nicht so warm wie meine prall gefüllte Daunenjacke. In Bewegung habe ich sie nie getragen, da brauche ich nicht so viel Wärme. Eine wärmende Jacke für Bewegung würde ich auch anders designen. Materialliste: Lavalan 120g/m https://www.extremtextil.de/lavalan-sport-woll-isolation-120g-qm.html Innenstoff: https://www.extremtextil.de/ripstop-nylon-supersoft-active-lining-20den-40g-qm.html?number=72268.SW Außenstoff: Ripstop-Nylon PTX Quantum rot, 35g/m, einseitige Kalandrierung, winddicht, imprägniert, extex-Artikelnummer 71007 RV: https://www.extremtextil.de/ykk-3vs-profilreissverschluss-teilbar-zweiwege-90cm.html Alterfil Garn schwarz, Gütermann Allesnäher in passsenden Rot-Ton für die außen sichtbaren Nähte Ärmelbündchen: Ein Stoffrest Hamburger Liebe Performance Jersey von Albstoff; ein Jersey geeignet für Leggings und Sport-BHs irgendein farblich passender nicht-elastischer hautfreundlicher Kunstfaser-Stoffrest für einen Kinnschutz Aufhänger: https://www.prym.com/de/aufhngerbnder-106 Kapuze und unterer Saum können ein Gummiband aufnehmen. Ich wollte es allerdings erst einmal ohne probieren und habe bisher keinen Bedarf Schnitt: eigener Raglan-Schnitt für einen weiten Fleecehoody, verlängert bis Mitte Oberschenkel, an der Hüfte erweitert, damit es auch im Sitzen passt zusätzlich 3cm Zugabe an allen Seiten für das Volumen des lavalan : das war schon eher knapp für die gewählte Nähtechnik Verarbeitung: die Knie "ruinieren" beim Ausschneiden der riesigen Schnitteile auf dem Wohnzimmer-Boden alle drei Schichten aufeinander stecken (unten Lavalan, Mitte Innenstoff, Oben Außenstoff; ggf. auf rechte/linke Seite des Stoffes achten) und alle Nähten bis auf ein Stück der im fertigen Stück am wenigsten sichtbare Naht schließen. Optional: Üppiges Fluchen, wenn man bei einem Teil die rechte und linke Seite verwechselt hat und auftrennen muss Durch die Lücke den obersten Stoff verstülpen, so dass das lavalan nun die Sandwichposition hat. Lücke mehr oder weniger kunstfertig schließen. Einzelteile für die Jacke und die Kapuze zusammennähen, dann Kapuze an Jacke nähen, dabei das Aufhängeband mit einnähen Den RV Verlauf am Vorderteil einzeichnen, aufschneiden, Kanten versäubern, RV einnähen. Dabei an den Kinnschutz denken. Ärmelbündchen annähen Was würde ich anders machen: Die Verstülp-Technik ist sehr materialaufwändig durch die doppelte Nahtzugabe (1x fürs verstülpen, 1x fürs zusammennähen der Einzelteile). Und die Kombination aus zwei flutschigen Stoffe und dem voluminösen Lavalan kostet Zeit & Nerven. Ich habe die Nähte am RV-Schnitt mit der Overlock versäubert und das ging ratzfatz bei tipptopp Ergebnis. Warum ich da nicht gleich dran gedacht habe? 😴 Die Durchschneide Technik für den RV am Vorderteil ist zwar schön unkompliziert beim Schnittmuster Design, aber leider ging meine Rechnung nicht auf. Ich dachte, dass die Breite des RV in etwa mit dem Reduzierung der Weite durch zwei Nahtzugaben übereinstimmt. Was nicht wirklich aufgeht. Deswegen habe ich zur Ovi gegriffen ... und so zumindest herausgefunden, dass die Ovi besser als die Nähmaschine beim versäubern ist. Leider hatte ich noch graues Garn eingefädelt, dass sieht man jetzt etwas hervorblitzen. Stört mich für diese Jacke nicht. Gewicht: 447g Länge RV: 90 cm Weite am unteren Saum: 65 cm
  7. Silpoly versus Silnylon - Welches ist besser?

    Kay reagierte auf Mia im Zelt für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ja, habe ich: Links: Silpoly mit Nanoripstop Rechts: Silpoly mit norm. Ripstop
  8. Schnäppchen-Thread 2.0

    HEB reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Was fuer Millionen, ich hatte doch geschrieben 3/4 Million, willst Du jetzt wirklich ueber nen paar % diskutieren ? Und nein, da ist schon mehr dahinter, zum Einen ist es natuerlich voellige Verbrauche-Verarschung ne Datenschutzerklaerung mit 14.000 Woerten (mal als Anhaltspunkt ne Standardseite Brief hat 2500 Zeichen (nicht Woerter) zu machen. btw sind ueber 100 weitere Verfahren lt Berichten gegen die wohl noch offen... Und den Award haben sie dafuer gekriegt "dass intransparent Daten aus den Bereichen Einkauf, Preisvergleich, persönliches Finanzmanagement, Bonitätskontrolle und Banking gebündelt werden". Bei einer deutchen Datenschutz-Behoerde sind lt deren Auskunft gegen Klarna mehr Beschwerden eingegangen als gegen alle anderen Banken / Versicherungen zusammen u.A. auch wegen Auskunft / Loeschung von persoenlichen Daten usw Klarna vermarktet die Daten fuer personalisierte Anzeigen usw Hatte ja nach Berichten auch schon massive Datenschutz-Prob dass man nach dem Login die kompletten Daten anderer User inkl Bankdaten usw sehen konnte. Oder dass man durch die Klarna Autovervollstaendigung konnte man auch die Tefeonnummern anderer Nutzer auslesen (dass alles gilt natuerlich andersrum auch fuer die eigenen Daten). Da summiert sich schon mehr auf, als bei anderen Zahlungsdienstleistern, muss halt jeder selber wissen, wie er damit bzw mit den eigenen Daten umgeht...mag sein, dass ich das als ITler auch etwas kritischer sehe...
  9. 1 Punkt
    Ich habe schon viele Footprints aus dem Material genaeht, habe aber auch schon viel das 90er und 120er Bodenmaterial von Extex benutzt und das 54er HS Tyvek. Klar ist das 65er duenner, entsprechend weniger Durchstichfestigkeit, das 120er Carrington kann man auch auf die fettesten Dornen legen, beim 65er ist halt der Vorteil, das es gewichtsmaessig nur 20% ueber dem 54er HS Tyvek liegt, dass man es aber fuer multiusing besser als Tarp usw verwenden kann. Manche nehmen es auch schon wegen der dunkleren Farbe gegenueber dem Tyvek lieber. 54er HS Tyvek hat im Neuzustand auf jeden Fall eine Ecke hoehere Durhstichfestigtkeit, als ich es vor vielen Jahren mal gemessen habe, kam sie fast an den 120er Carrington-Zeltboden ran, aber natuerlich nimmt die Durchstichfestigkeit deutlich schneller ab... Deine Matte hat vermutlich 50*180=0,9 qm mit 10% Sicherheitsrand 1 qm, dh 25g Unterschied unter der Matte, ich wuerde fuer Deinen Zweck bei dem 90er unter der Matte bleiben, wenn Du Dir eine groessere Bodenplane machen willst, kannst Du natuerlich fuer die anderen Bereiche prima das 65er nehmen.
  10. Ich habe sowohl den 90g/qm Zeltboden als auch den 65g/qm als Groundsheet benutzt. Geht beides. Aber mir hat es doch durch beide durchgepiekst, zB Disteln auf den Bergwiesen. Als Durchstichschutz haben wir seit wir Luftmatten nutzen immer eine 4mm EVA im Torsobereich (multi use als Sitzmatte, Rückenpolster im Rucki) und den Rucksack im Fußbereich. Als Alternative könntest du dir überlegen ob du das 54g Hard-Tyvek nehmen willst... (besserer Durchstichschutz imho)
  11. Flextail Zero Pump - EU Shop?

    kai reagierte auf Trinolho für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    In der Praxis wird aber kaum jemand den Akku aus seiner Stirnlampe ausbauen, um die Luftmatte aufzupumpen. 😁 Warum kann die Zero Pump nicht einfach über USB mit Kabel versorgt werden? Eine Powerbank haben die meisten doch ohnehin mit dabei. Wozu also diverse Kleingeräte mit unnötig schwerem (eigenem) Akku?
  12. Fitness-Programme

    whr reagierte auf schwyzi für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    OT: @TappsiTörtel "Waldlauf" ist total veraltet. Von vorgestern. Beim Joggen und Trailrunning braucht man natürlich ganz unterschiedliche Ausrüstung! Fängt bei den Schuhen an und hört bei Stirnband und Trailrunningrucksack mit Quetschflaschen noch lange nicht auf...🤣
  13. Flextail Zero Pump - EU Shop?

    Jan reagierte auf Igor für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    So, ich hab' dann für Euch noch mal schnell eingepackt und kurz getestet. Tatsächlich ist nur die Umverpackung aus Karton, der Einschub in welchem sich die Pumpe befindet ist leider aus Kunststoff. Und nun zur Leistung: Flextail gibt die Pumpe mit 180 Litern/Minute und 2,5kPa an. Ich wohne in Mecklenburg, 31m über NN, es waren 18°C in dem Testbereich, kein Wind und mit 12W Energiesparlampe normal beleuchtet 🤣 - soviel zur Genauigkeit des Tests! Eine SeatoSummit Etherlight mit 183x64x10cm, also rechnerisch bei vollständig rechteckiger Form 117 Litern Volumen war nach 1:02 Minute gut gefüllt. Somit würde sich wiederum rechnerisch eine Leistung von etwa 1,887 Litern Luft je Sekunde ergeben. Da die Etherlight jedoch eine Isolierung innen hat sowie die Ecken leicht aberundet sind gehe ich mal von nur 105,3 Litern tatsächlichem Volumen aus (-10%). Dann läge die Leistung bei rund 1,698 Litern/Minute. Ermittelt man, da beide Werte geschätzt sind, nun den Mittelwerte beider ergibt sich eine Leistung von 1,7925Litern/Minute - passt also irgendwo zur Herstellerangabe der Pumpe im Neuzustand. "Schön gerechnet", vielleicht bekomme ich jetzt von Flextail den Kaufpreis für die "Werbung" zurück🤔?!? Mit zunehmender Füllung veränderte sich die Tonlage der Pumpe merklich und man konnte feststellen, das der Luftdurchsatz aufgrund des Gegendrucks abnahm. Wer seine Matte also sehr fest aufblasen möchte sollte mehr Zeit und Stromverbrauch einplanen. Wer die Pumpe zur Evakuierung von Luft nutzen möchte muss ggf. einen zweiten Aufsatz für die Pumpe mitnehmen. Bei der Ehterlight gibt es eine Befüllöffnung sowie darunter mit zweitem größerem Stöpsel eine Entlüftungsöffnung. Möchte man die Pumpe als zur Deflation nutzen ist ein zweiter Gummiaufsatz erforderlich. Kostet dann neben dem Gewicht für den zweiten Aufsatz auch noch mal Strom - wobei, könnte sich natürlich ggf. auch ausgleichen: Weniger Akkukapazität = leichterer Akku?!? Hoffe, die Angaben helfen dem ein oder anderem von Euch.
  14. Flextail Zero Pump - EU Shop?

    Jan reagierte auf Trinolho für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich hoffe immer noch auf eine PadPal-Pumpe mit höherem Druck, aber Tyler hat mir kürzlich geschrieben, dass er derzeit erst mal sein Leben neu ordnen muss (Berufseinstieg vs. private Bastelaktivitäten, etc.). Auch hat er (berechtigterweise) Sorge davor, dass das neue PadPal-Konzept von irgendwelchen Chinabuden wie Flextail kopiert werden könnte, die dann all seine Entwicklung zunichte machen.
  15. 1 Punkt
    Danke, schöner Tourenbericht und Erfahrungsbericht. Aber für was muss man in den Alpen Wasser filtern ?.
  16. Flextail Zero Pump - EU Shop?

    Jan reagierte auf Igor für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Meine ist gestern im Rahmen der Kickstarter-Aktion per Post gekommen. Als Warenpost ohne erkennbaren Absender. Der ursprüngliche Paketaufkleber war überklebt und nicht beschädigungsfrei freizulegen. Die tatsächlich 60g schwere Flextail Zero kommt in einem schwarzen Karton mit sechs verschiedenen Gummianschlussstücken, sehr kurzem USB-A zu USB-C Ladekabel und in meinem Fall mit einem USB-C ladbaren 650mAh Akku. Allerdings kommt der jeweils passende Gummianschluss zu den genannten 60g hinzu. Für mich als Reiseradler trotzdem aktzeptabel. Schön ist, das man den jeweils benötigten Gummianschluss per Gummiring an der eigentlichen Pumpe befestigen kann. Ob der relativ dünne Gummiring allerdings lange hält bleibt abzuwarten. Verarbeitung der Pumpe selbst ist sauber und vollständig aus Alu, lediglich die letzten 2 Gewindegänge der Akkukappe schraubten sich etwas rauh, mit ganz wenig Lagerfett war das aber schnell behoben. Die schwarze Farbe ist für Outdoor etwas suboptimal, erhöht aber vermutlich die Verkaufszahlen da öfter mal eine verloren gehen wird. Der Druckknopf zum Ein-/Ausschalten muss für das Einschalten zweimal kurz nach einander gedrückt werden und ist im Dunkeln schwer zu ertasten, dann summt die Flextrail mit noch angenehmer Lautstärke und Tonlage turbinenartig los. Leider habe ich gerade keine Matte zur Hand um die Zeit für eine Füllung zu messen. Sollte das von Interesse sein kann ich anhand des Mattenvolumens gern Zahlen/Zeiten zur Orientierung nachliefern.
  17. Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    GirlOnTrail reagierte auf Carsten K. für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    UL DCF "Kitchen Sink" Waschschüssel Lange habe ich nach einer Schüssel aus DCF o. ä. gesucht, die a) größer als die meistens verkauften "Hundenäpfe" (0,7 Liter) ist und b) leichter als meine 5 Liter Sea to Summit Kitchen Sink ist. Eigentlich war ich auf der Suche nach Klebeflicken aus DCF und so bin ich auf die Firma Gear Swifts gestoßen und deren Sonderanfertigungen. Also angefragt ...... 35 Euro plus Versand. Es kam noch mehr dazu und da passt das. Die Firma hat ihren Sitz in Bulgarien. Der Kontakt erfolgte hervorragend auf Deutsch. Das kam mir natürlich sehr entgegen. https://gearswifts.com/shop/custom_gear/dcf-bowl/ Die Abmessungen sind ähnlich der Kitchen-Sink. Das war auch meine Vorgabe, da ich Wäsche waschen und Körperpflege inkl Fußbad damit betreiben will. Und selbststehend, damit ich Wasser sammeln kann an irgendwelchen Tröpfelbrunnen. Die Schüssel ist aus 1.43 oz DCF. Auch die übrigen Produkte die ich bestellt habe, sind auch eher aus solidem Material. Die Schüssel hat einen Kordelzug und kann auch als Packsack zugezogen werden. z. B. um Wäsche einzuweichen und an den Rucksack zu hängen oder nasse Kleidung zum Zeltplatz zu transportieren. Die Schüssel wiegt 16 Gramm und fasst 5 Liter (nachgewogen/gemessen). https://gearswifts.com Gear Swifts EOOD Address: Sv. Troitza 370 G, 1309 Sofia, Bulgaria
  18. Silnylon-Nähte kreuseln sich unter Zug

    ULgeher reagierte auf wilbo für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich habe neulich beim UL-Treffen eines von LG in Augenschein nehmen können. Auch die Fertgung bei Locus Gear unterliegt der Physik. Sobald eine Doppelkappnaht schräg zum Fadenlauf vernäht wird, kräuselt es sich unter Spannung. Es kochen halt alle nur mit Wasser. VG. -wilbo-
  19. HUCKEPACKS IST ONLINE .......YEEEES

    khyal reagierte auf Mogli für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Der Phoenix ist aktuell in den Größen XS-S, S und S-M verfügbar ✌🏼
  20. Vorstellungsthread

    TheRebel reagierte auf dust für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    moin gar nicht mal soo ex. irgendwie bleibt das doch in einem drin. sogar beim älterwerden.
  21. Vorstellungsthread

    TheRebel reagierte auf RaulDuke für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    @dust Ex Punker Olé!
  22. Nur mal fix ein paar Bilder... Das Wetter war mal wieder erste Klasse, ueber die 4 Tage haben wir mit teilweise wechselnder Besetzung gechillt / gepaddelt.... Das uebliche Chaos am Anfang Mit Paddelzeug an gewinnt man nicht gerade einen Preis fuer Eleganz Da ja die Rur Zahmwasser ist, konnte man bei dem Wetter auch in T-Shirt paddeln Das naechste Paddeln ist dann kombiniert mit Fahrtenjollen-Segeln in NL Friesland im Dreieck Fluessen - Tjeukermeer - Princenhof 2. Haelfte Oktober, das Naechse in der Naehe, je nach Pegel entweder mit Uebernachtung bei mir in Overath Suelz -> Agger & evtl Sieg oder halt Heimbach / Rur 2. Haelfte Nov / Anfang Dez
  23. Wenn man umknickt, liegt bei Schuhen die Drehachse, entsprechend der SchuhSohlen dicke, weit unter dem Fuß, barfuß liegt sie auf Höhe der Fußsohle. Damit gibt es in Schuhen eine größere Hebelwirkung auf das Fußgelenk. Sollte jetzt tatsächlich ein hoher Schuh schaft das um knicken verhindern können, so geht die Belastung auf das Knie und das ist mal richtig übel. Je näher sie Sohle am barfuß laufen ist, desto mehr kann uns unsere Wahrnehmung, der Tastsinn, vor Verletzungen schützen. Klar, aber das ist nicht von außen erkennbar. Richtig, der Trainings Zustand ist hier klar ausschlaggebend. Und Schuhe, je starrer desto schneller, lassen uns die artgerechte Bewegung verlernen und versuchen das mit noch mehr Unterstützung zu kompensieren. Das ist kein gescheites Verhalten.
  24. Fitness-Programme

    schrenz reagierte auf mochilero für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Na wenn du schon einarmige Handstand Push ups machst dann brauchst du wohl in der Tat Geräte um ne Schippe drauf zu legen - der Rest von uns kommt sehr lange mit den eigenen Kilos klar... (Bei den Beinen hast du natürlich Recht - da braucht es in der Tat irgendwann eher Zusatzgewicht - wobei für mich auc da der Punkt noch laaange nicht erreicht ist...)
  25. Fitness-Programme

    Carsten K. reagierte auf gerritoliver für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich finde joggen die beste und eine sehr flexible Art fit zu werden und zu bleiben.
  26. Fitness-Programme

    Carsten K. reagierte auf zopiclon für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    einfach in den Alltag integrieren, das Gegenteil von Ergonomie machen: Den Einkauf nicht am langen arm und nicht dicht am Körper tragen, beim begehen von Stufen auf jeder ne einbeinige Kniebeuge. Nicht am Tisch sitzen / Werkbank stehen zum arbeiten, sondern in der tiefen Hocke, wie die kleinen Kinder. Immer nen Rucksack tragen, beladen mit 10kg+ Am Türrahmen jeweils nen Klimmzug Jedes Stück vom Einkauf, Wäsche machen etc. einzeln verbringen mechanische Geräte anstatt elektrische nutzen der Rechtshänder arbeitet mit links und umgekehrt nicht immer alles auf den Tisch abstellen, sondern unergonomisch festhalten nicht still stehen, lieber auf die Zehenspitzen rollen oder schulterbreit etwas den hintern absenken mit Kindern aktiv spielen ..... kostet immer nur höchstens wenige Sekunden mehr und funktionaler gehts kaum
  27. 1 Punkt
    @zopiclon : danke für die Tips, schaue mir das an. D4 wäre in Frankreich umgangssprachlich für Décathlon, entschuldigt... bin dort aufgewachsen und merke nicht dass es in Deutsch keinen Sinn ergibt
  28. OT: Der Unterschied liegt vor allem in der Herstellung/Menge/Lieferkette. Cumulus ist soweit ich weiss "Made in Poland" und Patagonia behauptet zumindest, sich ebenfalls für faire Arbeitsbedingungen einzusetzen. Was dies in der Praxis bedeutet, ist leider unklar. Du wirst nie eine Marke finden, die offen sagt: "Wir produzieren in Indonesien, weil es dort billiger ist, dadurch bleibt mehr Cash bei uns hängen. Mein Hund benötigt Auslauf, auch auf meiner Jacht, dafür haben die Nähenden grosses Verständnis, das Wohlergehen meines Hundes ist ihnen wichtig, die meisten bringen ohnehin ihre Kinder mit und wenn die schon da sind, können wir sie ja schlecht mit Gewalt von der Nähmaschine fern halten. Es stärkt deren Selbstvertrauen, wenn sie schon mit 10 Jahren eine Daunenjacke zusammen nähen können. Ein gutes Selbstvertrauen ist wichtig im Leben, also profitieren alle, wir überlassen ihnen die Nähmaschinen zum Üben zu Hause sogar gratis." Schau dir halt die Besitzer von Decathlon an, wenn Du die unterstützen möchtest, bitte. Wenn Du sicher sein willst, dass deine Jacke fair produziert wurde (d.h. dass Du selber auch zu den gebotenen Bedingungen arbeiten würdest), musst Du z.B. bei Timermade oder Enlightened Equipment (nur Synthetik) bestellen. Funktionell bist Du mit einer Decathlon Jacke ebenfalls sicher bei den Leuten, jedoch würde ich mir fürs Laufen auch keine Daunenjacke kaufen. Ich kann bestätigen, dass Synthetik auch in nassem/teilweise gefrorenem Zustand wärmt. Daune eher fürs Camp/im Zelt. Ob Du das brauchst, hängt von deinen eigenen Vorlieben ab. Wenn Du vorhast, bis tief in die Nacht zu gehen, dann das Zelt aufzustellen oder in eine Hütte und ab ins Schlafsystem, das entsprechend gerechnet wurde, kannst Du darauf verzichten, je nach Wärme deiner übrigen Schichten. Natürlich kannst Du auch eine zusätzliche Wärmeschicht für die Nacht einrechnen, aber dies würde ich vor längeren Ausflügen dringend testen und nicht leichtsinnig sein.
  29. Aquamira / Aquaventure

    ma11hias reagierte auf German Tourist für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Das ist identisch - zuletzt wurde in Deutschland nur Aquaventure angeboten.
  30. Ja, das sind beides 30er. Aber das reicht auf alle Fälle bis unter - 30 (getestet ) Pit (noch ein Appetitbildchen..Ruohtesvagge /Sarek)
  31. Es ist einfach so dass es im März da oben noch sehr kalt sein kann. Vielleicht hat man Glück und es wird nicht kälter als - 15, aber ich hatte auch mal 5 Tage am Stück nicht über - 30. Die kälteste Nacht in Lappland bisher - 42. Aber das ist schon selten. Ein warmer Schlafsack ist dort die beste Lebensversicherung. An 3 Dingen würde ich nicht sparen- Schlafsack, eine gute Schneeschaufel und ein guter Kocher. Und noch ein Appetitbild zur Vorfreude (Alggavagge Sarek März 2017. Da waren es unter - 20 )
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