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Ultraleicht Trekking

HackPack, Rucksack aus Ikeatasche


kili

Empfohlene Beiträge

Liebe Selberbauer,

also ich fand es erst schon etwas haarsträubend. Aber dann hab ich es einfach gemacht: Ein Ultraleichtrucksack aus Ikeataschenmaterial .

ultraleichtrucksack_ikeataschenmaterial.jpg

Die Robustheit der Ikeataschen beeindruckt mich schon lange. Schlittschuhe ohne Kufenschoner, Brennholz mit Nägeln, 20 kg Tetrapaks, alles einfach reingeschmissen und getragen. Nix gerissen oder durchgeschnitten.

frakta-tasche-gro__79087_PE202617_S4.jpg

Der Rucksack selbst ist etwas größer als der Laufbursche Huckepack und wiegt mit den Schnüren 385 g. Ich brauch den Platz wegen dicken Kufa-Quilts und geplanten Familienwanderungen.

Getestet hab ich den Rucksack noch nicht aber ich bin bezüglich Funktion und Haltbarkeit sehr zuversichtlich. Einziges Problem sind die Schultergurte, die etwas zu breit sind und nicht im richtigen Winkel aus dem Pack kommen. Hier muss ich nochmal nachjustieren. Die S-Form der Schultergurte ist sehr gut (hab ich vom Plünnensack), hab sie nur etwas breiter gemacht, 9,5 cm, würde nächstes mal lieber 8,5 cm nehmen.

Hier noch ein paar Bilder und Infos zum Bau:

http://saegeblog.wordpress.com/2014/01/23/der-hackpack-ein-ultraleichter-wanderrucksack-aus-einer-ikeatasche/

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Wirklich schön; danke!

Mein Exped Mountain Pro hat (wie übrigens früher auch die Edel-Affen der Schweizer Armee) die Schultergurte unten nicht seitlich oder in der Kante zwischen Boden und Rücken angesetzt, sondern wirklich unterm Boden; das läßt den Rucksack auch ohne Brust- oder Hüftgurt fester am Körper sitzen und verhindert Schlingern beim Klettern etc. Hat das einer von Euch schonmal beim Selbstbau probiert?

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Hier ist ja was los! Ich bin schon etwas überrascht über die vielen positiven Rückmeldungen zu dem Rucksack! Freut mich, danke! Das Nähen war insgesamt nicht schwer. Das Material lässt sich super verarbeiten, kein Vergleich zu Silnylon, das geht viel schwieriger. Man muss nur genau nachdenken, was man wie zusammennäht. Die Befestigungsschlaufen und die Netztaschen werden vor dem Zusammennähen an die Seiten/Front genäht.

Das Ikeataschenmaterial, ich nenns mal Bandgewebe hat sich ja weltweit in Form von preisgünstigen Reisetaschen bewährt.

http://dermuger.blogspot.de/2013/03/marokko-absturz-ins-bodenlose.html

Ich bin auch nicht der Erste, der etwas anderes aus den Taschen baut, hier hab ich noch einen Seilsack gefunden:

http://diy.at-my-style.com/2013/10/frakta-rope-bag/

viele Grüße,

Kili

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Ich finde die 385gr im Vergleich zum ähnlichen Laufbursche-Huckepack bzw der Größe überraschend leicht. Wie viel Liter hat er denn ca.

Wenn er dann noch so stabil ist, wird man zukünftig mehr von der Art sehen.

Ist das Zeug eig wasserdicht?

... gesendet mit meinem Motorola RAZR i und Tapatalk.

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Caro, leider kann ich aus familiären Gründen keine längere Tour machen bei denen der Rucksack ausreichend getestet würde, so z.B. einmal GR20 mit am Fels entlangschrabbern oder 2 Wochen Schweden.

Ich hoffe aber noch auf die eine oder andere Wochenendwanderung dieses Jahr und werde natürlich berichten.

kamo-i, ich bin auch überrascht wie leicht der Pack geworden ist. Man darf aber nicht vergessen, dass es ein "Nullausstatter" ist, d.h. kein Hüftgurt, keine Deckeltasche, kein Brustgurt usw. nur Netzaussentaschen und Materialschlaufen mit Kordel.

Bezüglich Wasserdichtheit: Das Material ist nicht wasserdicht, ich habe Wasser in die Ikeatasche gefüllt, es drückt durch. Es gibt dieses Bandgewebe auch als wasserdichte Abdeckplane, da ist nochmal eine Folie drauflaminiert, aber ich denke das das Ikeataschenmaterial von den mechanischen Eigenschaften einfach besser ist. Die Rucksackkonstruktion selbst ist auch nicht wasserdicht, Nähte am Korpus, Netztaschen mit in die Hauptnähte integriert. => Müllsackliner ist angesagt.

Bezüglich der Maße ist er in allen Dimensionen einen kleinen Tick größer als der Huckepack, ich brauch das für meinen dicken Kufaquilt.

Viele Grüße,

Kili

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OT: zur erfahrungen im umgang mit der konstruktion kann ich natürlich nichts sagen aber das material kenne ich gut. habe seit jahren solchen taschen im gebrauch und das mit ordentlicher belastung am limit - mehrmals täglich.
als umgang mit einem ul-rucksack, wird das teil über jahre halten. mit einem sil-pack wetzt man ja auch nicht willentlich an einer felswand lang. abriebfest ist das zeug aber irgendwann geht auf der innenseite dieser "film" ab. aber im inneren eines ul-packs... eine frage von jahren. weiß auch nicht was das ist - vielleicht ein zusätzlicher träger für das gewebe. mechanische belastung auf dauer, zeigt spuren im gewirk. aber wie gesagt... bei ul-weekender sehe ich da keine wirklichen bedenken. wenn die träger ordentlich vernäht sind, gebe ich dem teil 12kg. ob es dann noch bequem ist... keine ahnung. und hier würde das material dann auf dauer auch auf gehen (wenn zu punktuell vernäht).
wenn der pack oft gefalten und verstaut wird, wird das material dabei softer und auch weiter allerdings auch durchlässiger für regen, neugierige blicke und herauswollende kleinteile. kurzum, bei extremer dauernutzung ist der pack irgendwann nur noch ein labberiger sandsack. wenn das füllgewicht gering bleibt, erhöht das die lebensdauer merklich. die reißfestigkeit ist nicht die höchste.
die neueren tüten sind an den henkeln schlechter vernäht und können ausreißen wenn die alten noch jahrelang, bei selber belastung, den dienst tun. schlichtweg zu sporadisch auf die tasche gesetzt - siehe oben träger.
kultiger pack! :D
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  • 2 Jahre später...

Hallo Kili,

 

eine super Idee.

Bin so begeistert, dass ich den nachbauen möchte. Kannst Du bitte die Reihenfolge des Zusammenbaus beschreiben?

Bin neu hier im Forum und habe auch noch keine Näherfahrung. Allerdings bekomme ich von der Freundin Nähunterstützung. Gehe davon aus, dass es am doppelten Boden beginnt und dann die Seitenteile und die Front anzunähen sind. Stimmt das?

VG

Martin

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Ich hab meinen gerade fertig, hab mir nur grob 'ne Skizze mit den Maßen zum Zuschneiden gemacht.

Wenn du noch keine Näherfahrung hast, ist das ein prima Einstiegsprojekt!

Guck:

img_4537a4ok2.jpg

img_4544aes4a.jpg

Weil ich jede Menge Gimmicks eingebaut habe und den Ehrgeiz hatte, nix zu kaufen, liegt das Gewicht von meinem bei 461 Gramm, kann aber noch ein paar Bänder kürzen;)

Wenn du den Schnickschnack weglässt und dünnere Schnur f. Kompression usw. verwendest, geht's noch deutlich leichter!

Ach ja, Volumen liegt bei meinem so bei 48 L, dafür brauchte ich 2 große und 2 kleine Taschen.

LG schwyzi

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Hallo, Miss X,

das ganze verbaute Material besteht aus "Fundstücken", also Teilen, die ich bei Sperrmüll/ Verschenkmarkt/ Schrottcotainer etc. gefunden und mitgenommen habe.

Das Netzmaterial, das waren  mal solche Beutel, in denen z.B. die Hand- und Knieprotektoren für's Skateboardfahren geliefert werden.

Die Bänder sind z.T. Schlüsselbänder, daher stammen auch die Fastexverschlüsse; die schmalen Bänder waren mal Gurte für Fotoapparate...wie gesagt, mein Ehrgeiz war: 0€-Rucksack (wobei ich das Garn mal nicht gerechnet hab;)

LG schwyzi

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  • 2 Wochen später...

Hallo,

ich komme wohl  zur Zeit an keine Nähmaschine ran und habe auch noch keine Erfahrung im Nähen.

Ist es möglich so einen Rucksack auch von Hand zu nähen, oder würde es da am Ende Probleme mit der Haltbarkeit geben? Oder bekommt man das gar nicht vernäht mit der Nadel?

Vielen Dank

LG Marky

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Bis Mitte des 19. Jahrhunderts hat die Menschheit alles von Hand genäht, weil die Maschinen-Versuche vor Elias Howe nicht so recht funktionierten... Für Sattlerarbeiten propagieren manche immer noch Handnähte, weil die tatsächlich sogar haltbarer sind: Wenn man nämlich mit zwei gegenläufigen Nadeln arbeitet, geht bei einem Schaden ggf. nicht gleich alles auf. Warum also nicht auch der Ikea-Hackpack? Im Zweifel geht's immer nur um das richtige Werkzeug, hier also die passenden Nadeln. Stoff mitnehmen und beraten lassen? Wenn nicht die Experten hier schneller sogar schneller sind mit ihren sachkundigen Ratschlägen...

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