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Ultraleicht Trekking

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Unter anderem angeregt durch unseren "Hofnarr" wollte ich schon seit längerem eine mehreckige Pyramide mit steilen Wänden konstruieren. Bei der Planung habe ich großen Wert auf die bestmögliche Stoffausnutzung gelegt, und heraus gekommen ist dabei dieses sechseckige Lavvu, für das ich insgesamt nur 7,5m Chikara verbraucht habe:

  • Das Lavvu hat einen sechseckigen Grundriss. Wind wird dadurch besser umgelenkt als bei viereckigen Konstruktionen und ist somit noch sturmstabiler.
  • Die Maße betragen 239/276/180cm (Schlüsselweite/ Eckmaß/ Höhe).
  • Daraus ergibt sich eine Neigung der Flächen von 56°.
  • Verstärkte Bodenabspannpunkte befinden sich an jeder Ecke und an den Mittelpunkten der Säume jeder Fläche, ausgenommen der Türfläche. Hier ist jeweils links und rechts vom Reißverschluss ein Abspannpunkt angebracht.
  • Die Abspannschlaufen sind aus Polyesterkordel, die mittels LineLocs in der Länge reguliert werden können.
  • Befestigungsmöglichkeiten für Sturmabspannleinen befinden sich auf den Mittelpunkten der beiden Türhälften sowie auf den Mittelpunkten der übrigen Seitenflächen.
  • Zum Fixieren einer Türhälfte hängt man die Abspannschlaufe der nach außen umgeschlagenen Tür, in den mittleren Hering am Saum der angrenzenden Fläche ein. Die Türhälfte liegt dann plan und faltenfrei auf der Seitenfläche auf.
  • Der wasserabweisende Spiralreißverschluss wird mittels eines selbstblockierenden Schiebers geschlossen, so dass sich dieser bei Querbelastung nicht aufziehen kann.
  • Die Lüftungshutze endet 10cm unterhalb des Lüftungslochs. Somit kann selbst bei von der Seite kommenden Regen kein Wasser ins Zeltinnere eindringen. Dadurch muss der Lüfter auch nicht verschließbar sein.
  • Die verwendeten Materialien sind Chikara, Nylon-Zeltbodenmaterial, Moskitonetz, Ripsband 12mm, Polyesterkordel 16-fach geflochten, LineLocs und YKK Aquaguard 5C Reißverschluss mit selbstblockierendem Wendeschieber.
  • Das Gesamtgewicht beträgt 512g.

 

  • Ich denke noch darüber nach, die Säume mit Kamsnaps zu versehen, so dass Schneelappen, ein Moskitonetz oder ein Boden ans Lavvu geknöpft werden können. Bei einem Abstand der Snaps von ca. 10cm zueinander würde das Gewicht des Lavvus um ca. 25g steigen.

 

Und hier ein paar Impressionen:

 

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Dann freue ich mich umso mehr :)

Zu wievielt kann man denn darin schlafen?

 

Das ist eine sehr gute Frage!

 

Wenn man es so handhabt wie beim ShangriLa 3, mit schräg gestellter Stange, könnten da durchaus 3 Leute drin pennen. Vorausgesetzt die Personen sind etwas kleiner geraten...

 

Es könnte aber auch mit größeren Leuten funktionieren, da die Wände steiler sind als beim ShangriLa, so dass man die 239cm Schlüsselweite gut ausnutzen könnte.

 

Ich werde das austesten, bin ja 190cm und nicht gerade schmächtig.

 

Ansonsten ist das Lavvu eine tolle Ein-Personen-Hütte mit Ofen. ;)

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"Vielen Dank, für die Blumen. Vielen Dank, wie lieb von Dir..." (In Gedenken an: Ihr wisst schon wen...)

 

Über die Lappen müssen wir noch diskutieren! Nicht die Ureinwohner skandinavischer Länder, sondern die Schnelappen am Lavvu..

 

Ich habe schon ein Lappenmodel geplant und einen Prototypen genäht: Dieser Idee nach, kommen pro Lavvufläche zwei Lappen. Dadurch blieben die mittleren Bodenabspannpunkte der Flächen noch bedienbar. Ein Lappen wäre ca. 60cm lang und 30cm breit. Diese Lappen wären aus doppelt gelegten Chikara und zweimal abgesteppt, so dass sich pro Lappen drei Taschen ergeben, die man mit Schnee, Steinen, oder Ähnlichem befüllen könnte.

Der Haken an der Sache wäre, dass ein Lappen ca. 22g wiegen würde. Wenn man nun für alle Flächen Lappen rechnet, so würde man auf ein Schneelappengewicht von ca. 264g kommen.

Wäre das noch vertretbar?

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Ich fände das Mehrgewicht von ca 300g für die abnehmbaren Bodenlappen vertretbar, um das Zelt bei Bedarf stabiler aufstellen und abdichten zu können. Andere Lösungen wären weniger gut und würden teilweise auch Gewicht bringen.

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Wie immer großartig! :)

So langsam gehen dir ja die Zeltformen aus, die du noch nicht gebaut hast.

edit: Das Gewicht der Flaps wäre zwar im Vergleich zum leichten Zelt auf den ersten Blick hoch, aber das Gesamtgewicht für ein voll wintertaugliches Zelt ist schon sehr gering. Leichter ginge es bestimmt mit anderem Material, die Lappen müssen ja nicht vollständig wasserdicht sein. Aber einen nennenswerten Sprung würde man wohl nur mit Cuben machen und das wäre schon ein heftiger Stilbruch.

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Stimmt. Das würde gehen. Im Grunde müsste es auch ausreichen, wenn man Schnee auf die Lappen schichten kann.

Alternativ könntest du die Breite der Lappen noch etwas reduzieren, reichen 20 cm nicht auch?

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moin andreas,
deine interpretation vom lavvu ist elegant geworden!

zuerst dachte ich, dass die höhe von 1,80 ungünstig wäre, aber gerade durch diese höhe ergeben sich ja steilere wände, die die anfälligkeit bei wind und schneelasten verringern.
der grundriss ist leider etwas kleiner geworden als beim sh-3.

ich habe gerade mal gemessen, bei bodennahem aufbau sind die maße: 265 / 300 / 158 cm. dafür verliert man wahrscheinlich nicht soviel platz in den ecken. da geht bei sh-3, an jeder seite praktisch eine handbreit durch den flacheren winkel ab. nun bin ich gespannt wie es mit deiner liegelänge hinkommt. (alle zeltkonstrukteure sollten min. 1,90 groß sein! :wink: )

schön gelöst find ich deine V-förmigen abspannungen, das hält die stolperfallen in grenzen und reduziert das gezunsel auf ein minimum. aber ziehen sich die zeltflächen zwischen den "V-streben" bei spannung nicht zusammen?

das mehrgewicht der schneelappen würde mich auch nicht kratzen, entweder brauche ich sie oder nicht. insofern ist es super, dass sie anclipbar sind. da meist etwas vom zeltsaum ebenfalls mit schnee bedeckt wird, finde ich 30 cm für einen "flap", den man nach aussen klappt, schon recht breit.
ich würde die snowflaps zur einen hälfte mit tasche und zur anderen, einfach ohne nähen.

vielleicht macht es sogar sinn, tasche und einfachen flap nebeneinander zu verwenden. durch das clip-system musst du dich nicht festlegen und kannst beide varianten auf tour testen.

 

lg. aus dem norden,

 

-wilbert-

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sehr sehr feines Teil. Freue ich schon es auf dem Wintertreffen live sehen zu können.

 

 

 

Mich interessiert speziell, ob das Mehrgewicht vertretbar wäre.

 

Meiner Meinung nach ist das Mehrgewicht durchaus vertretbar. Wenn man die Lappen braucht nimmt man sie eben mit und sonst nicht. Gerade bei Wintertouren stelle ich die mir aber sehr praktisch vor.

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Ich würde die Schneelappen auch nicht komplett doppellagig machen. Eher nur 1/3 mit der "Tasche" nach oben, so das man einfach nur Schnee auf schaufelt und er quasi von allein in die "Taschen" rutscht.

Bleibt die Frage wie weit die Kam-Snaps die Last halten...

Ein zweiter Schlitten am RV hätte noch den Vorteil das man dort eine zusätzliche Lüftung hätte und auch das Ofenrohr (mit entsprechendem Abstandshalter) rausführen könnte.

Im Winter würde ich auf jeden Fall einen 101% verschließbaren Lüfter haben wollen. Oder wer steht Nachts für mich auf wenn der Wind gedreht hat und der Schnee durch den Lüfter geblasen wird um das Zelt zu drehen?

braucht man die LineLocs an den unteren Punkten überhaupt? Das Material dehnt sich doch nicht und die Heringe sind einmal gesetzt und verbleiben dort. Selbst bei meinem Sil-Nylon Lavvu habe ich das nie vermisst. OK, die Option das Lavvu höher abzuspannen wäre dann z.B. nur mit einer 2. Schlaufe in der Schnur umsetzbar.

Die V-förmige Abspannung gefällt mir auch. Braucht es da überhaupt noch an beiden Sbspannschnüren einen Leinenspanner?

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Die Lappen zu einem Drittel mit Taschen finde ich eine sehr gute Idee! Das  werde ich mal durchrechnen.

 

Ich bin der Meinung, die Kamsnaps,T3, würden der Belastung standhalten. Auf 60cm kommen ja sieben Snaps! Und die Originale von Snaply sind schon sehr kräftig.

 

Braucht man die Leinenspanner - Das ist eine gute Frage. Die Antwort ist sehr theoretisch: Bei wirklich starkem Sturm könnte man die Leinen ganz lang machen und somit die Heringe weiter weg vom Zelt setzen. Durch die relativ Flach verlaufenden Leinen minimiert sich das Risiko, dass die Heringe senkrecht aus dem Boden gezogen werden.

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Konnt mir unter einen Lavvuu erts gar nix vorstellen, aber das haut mich jetzt schon um. Respekt, nicht schlecht. Cleverer wäre ja noch, wenn man die Mittelstang wie bei einem Indianer-Tipi durch duch „Pfähle“ in den Ecken ersetzt?! Aber trotzdem top. Schon erprobt???

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Nein, bisher nur genäht. Aber ich habe da keine Bedenken bzgl. der Nutzerfreundlichkeit. Ist ja auch nicht das erste Zelt, dass ich in der Art genäht habe ;)

Es spricht nichts dagegen mehrere Stangen zum Aufbau zu verwenden, außer dass das dann nicht mehr UL wäre.

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Zur Belastung der KamSnaps:

 

Gehen wir mal von einer Breite der Taschen von 60cm aus, Höhe 20cm, Tiefe 10 cm, und gehen wir davon aus, dass der Schnee sehr nass ist, also Eigengewicht Schnee=Wassergewicht, dann kommen wir auf 0,60x0,20x0,10=0,012m³ Wasser, sprich 12 Liter, sprich 12 kg. Dann müsste jeder KamSnap 7/12=0,583 kg=583 g tragen. Hm, könnte knapp werden, aber das ist ja die absolute Grenzbetrachtung, komplett nassen Schnee packt man ja selten rein. Schaut also nicht schlecht aus mit den KamSnap-Taschen.

 

Sehr geiles Lavvu, übrigens. Das Ganze noch etwas größer, so dass 4 Personen rein passen (2 Erwachsene, 2 Kinder), dann noch ein passendes Innenzelt, und ich schick 'ne PN mit 'ner Preisanfrage und eventuell einem Auftrag raus. ;-)

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Austauschbare Schneeflaps, Moskitonetz, Boden finde ich ne super Idee.

Ich denke aber die Druckknöpfe können bei richtig Schnee und Wind die Flaps nicht halten. Habe mal versuchsweise anstelle eines RVs die Zelttür mit solchen Druckknöpfen verschliessen wollen. Bei starkem Wind hatts nicht gehalten. Ist an der "Zelttür" zwar auch exponierter und der Wind kann direkt in die Zwischenräume zwischen den Druckknöpfen, aber dafür zieht Schnee mit seiner Last zwar gleichmäßig aber heftiger.

Ich kann mir folgende Alternativen vorstellen, Reihenfolge absteigend nach meiner persönlichen Einschätzung/Vorliebe:

- alt hergebrachte Knopflöcher und Knöpfe

- Profil RV

- kleine Blitzverschlüsse (10mm)

- D-Ringe und Schnur

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Der Vorteil ist die Höhe und die dadurch entstehende steilere Dachfläche. Schnee kann so z.B. sehr viel besser runterrutschen.

 

 

Ich denke aber die Druckknöpfe können bei richtig Schnee und Wind die Flaps nicht halten. 

- alt hergebrachte Knopflöcher und Knöpfe

- Profil RV

- kleine Blitzverschlüsse (10mm)

- D-Ringe und Schnur

 

Sehe ich auch so das die Knöpfe das nicht halten werden. Das Gewicht vom Schnee, etc ist dabei gar nicht das Problem, eher der Wind und der dann noch in Böhen...

 

Zu deiner Liste würde ich noch Schnüre zum gegenseitigen verknoten (Schleife!?) hinzufügen.

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