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Ultraleicht Trekking

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Hallo ihr lieben!

Ich möchte mit meinem 30kg-Hund im Mai 12 Tage im Elbsandsteingebirge wandern. Genaue Tour ist erst noch in Planung. Da ich für meinen Hund die Ausrüstung mitschleppe, muss diese so leicht wie möglich sein. Ich lasse auch gern vieles weg und nehme so wenig wie möglich mit, dafür soll neue Ausrüstung, die ich mir beschaffe, relativ qualitativ sein.

Vorletztes Jahr war ich ohne Hund 3 Wochen in Schweden wandern mit etwa 23 kg Gepäck, bin aber selbst nur 1,60 cm groß und rund 48 kg schwer. Mussten wegen nur einem Zwischenstopp eben das gesamte Essen für 2 Wochen tragen. Auch auf dieser Tour möchte ich aus Kostengründen mein Essen selbst mitnehmen (morgens Porrdige mit Nüssen und Kokoschips, über den Tag Rohkostriegel, abends Tütensuppe).

Diesmal soll es leichter werden. :-) Habe ein paar Gegenstände, auf die ich halt nicht verzichten mag (Fernglas, Ebook-Reader, Ball für Hund etc.).

Habt ihr Tipps, wie ich möglichst einfach und leicht meine Schlafstätte gestalten kann? Kann mich nicht entscheiden zwischen leichtem Zelt, Tarp, oder sonst iwelche Ideen. Oder ob ein neuer Schlafsack (oder Inlet) hermuss, ich lieber in einen Biwak-Sack investieren sollte oder eine isolierende Zeltunterlage hermuss. Weiß auch nicht, ob mein Schlafsack für die Temperaturen ausreicht, die waren sehr billig. Am liebsten würde ich ohne Zelt reisen oder mit einem sehr leichten mit geringem Packmaß.

Meine bisherigen Ausrüstungsgegenstände, die ich habe (und ggf. weglassen oder optimieren würde) sind folgende:

Schlafen:

Therma-rest Neoair All Season (519g)

High Peak lite pak Schlafsack Komforttemperatur 12°C (818g)

Naturehike Schlafsack Komforttemperatur  9°C (866g)

(Zelt decathlon, 2 Personen (1800g))

Küche/Essen/Trinken:

Plastik-Löffel-Gabel-Messer (9g)

Gaskartusche (476g)

Gaskocher (176g)

Geiggerig Trinksystem 3 liter (268g)

Geigerrig Wasserfilter (37g)

Alu-Topf 1 Liter + Plastiktüte (125g) -> vllt. wäre ein Becher besser, dann kann ich gleich Tee draus trinken

Silikon-Faltschüssel (70g) -> wahrscheinlich unnötig, könnte aus dem Topf/Becher essen

 

Ich war noch nie mit Hund auf einer Mehrtagestour und weiß nicht, was ich für sie noch zum Schlafen brauche bzw. ob sie es mit Tarp aushalten würde.

 

Ich freue mich schon auf Antworten!! Danke!!

 

 

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Du könntest Dir vielleicht mal ein Trailstar anschauen (gibt es als Kopie auch billig bei AliExpress). Da hättest du auf jeden Fall genug Platz für Dich und Deinen Hund. Ob das im Elbsandsteingebirge praktikabel ist, kann ich Dir allerdings nicht sagen. Ich war da zwar schon ein paar Mal, aber ohne Zelt bzw kein wildes Campen.

Dieses Trinksystem ist sauschwer, das kannst Du Dir sparen. Einfache PET-Flaschen ausm Supermarkt tun es genauso. Faltschüssel braucht es in der Tat nicht.

Als Gaskocher könntest Du Dir was leichteres besorgen, zB einen BRS 3000T, wiegt nur 25g. Oder Du bastelst Dir einen Dosenkocher und steigst auf Alkohol um.

[EDIT] Ich weiss, jetzt hast Du sogar schon zwei Schlafsäcke, aber schau Dir auch mal noch den Aegismax Wind Hard Quilt an!

Bearbeitet von zeank
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@zeank Danke! Wie läuft es denn bei AliExpress mit Lieferzeit und Versand, hast du da Erfahrungen?

Ja stimmt, PET-Flaschen sollten auch reichen, ich weiß nur noch nicht, wie es mit Trinkwasser läuft, war noch nie wildcampen in Deutschland. Ist das Wasser aus den Bächen trinkbar mit Filter oder sollte ich bei der Routenplanung andere Anlaufstellen einplanen?

Der Dosenkocher ist genial, denke ich werde mir lieber so einen basteln. Danke für den Tipp. :)

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Du musst mit so 2-4 Wochen Lieferzeit rechnen. Ich wohne in Schweden, in Deutschland wird es wohl so sein, dass die Lieferung dann uU im Zoll festhängt und dort ausgelöst werden muss. Da wissen andere sicher besser Bescheid.

Was Wasser angeht, kann man sicher auch bei den zahlreichen Gasthöfen etc nachtanken. Oder halt privat irgendwo fragen. Das Elbsandsteingebirge ist ja nicht gerade zivilisationsfern.

Mit Filter kannst Du auf jeden Fall auch Wasser aus Bächen trinken.

Bearbeitet von zeank
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Hallo @Mina&Ayla,

Wildzelten im Elbsandstein, zumindest innerhalb des Nationalparks Sächsische Schweiz, ist verboten und wird auch streng kontrolliert!

Es gibt aber eine Ausnahme: Klettern ist ja innerhalb Sachsens Traditionssport und deshalb ist es an wenigen ausgewiesenen Plätzen, meist Felsüberhänge oder kleine Höhlen, an Kletterfelsen erlaubt. (Für Klettersportler!) Diese Schlafstätten nennen sich auch "Boofen", und es existiert auch eine Liste in denen diese Plätze aufgeführt sind. Allerdings ist diese Liste im Internet nicht so einfach zu finden, um es eben nicht Eingeweihten so schwer wie möglich zu machen diese Plätze aufzusuchen. Ich hatte einmal einen Link zu dieser Liste, finde den aber nicht mehr.

Diese Boofen befinden sich allesamt auf den Felsenriffen, deswegen ist es mit der Wasserversorgung dort schwierig! Das Wasser muss komplett aus dem Tal mit hinauf genommen werden, bei Bedarf muss wieder abgestiegen werden. Hauptfluss durch das Elbsandstein ist natürlich die Elbe. Dieses Wasser würde ich nicht trinken. Ein weiterer Fluß/ Bach durch das Nationalparkgebiet ist die Kirnitzsch. Das Wasser schaut gut und klar aus, allerdings war das Wasser Berichten nach die ich im Fernsehen gesehen habe bis vor wenigen Jahren stark belastet. Ich glaube mit Schwermetallen. Wie es aktuell aussieht weiß ich nicht.

Noch ein Problem an den Boofen: Die waren bis vor wenigen Jahren von Lagerfeuerliebhabern so stark frequentiert, dass rund herum sehr viel Wald abgeholzt wurde. Seitdem gilt strengstes Verbot von offenem Feuer und nur noch die Erlaubnis des Betriebs eines "Kleinkochgerätes" direkt an den Boofen. Ein Spirituskocher könnte also die Nationalparkwächter auf den Plan rufen! Und die sind wirklich SEHR streng und zahlreich dort! Als Ich häufig in der Sächsischen Schweiz war, zwischen 2001 und 2006, sind uns ständig Ranger entgegengekommen, und das auch schon zur sehr frühen Stunde.

Ein Vorteil falls Du Boofen nutzen solltes: Du bräuchtest kein Zelt.

Auf der Tschechischen Seite sieht es übrigens ähnlich aus. Das ist auch Nationalparkgebiet.

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Hast du die Möglichkeit ein Zelt und ein Tarp (ggf. Aussenzelt luftig aufstellen ohne Inner) mit deinem Hund zu testen? 

Es gibt hier im Forum schon diverse Diskussionen zu Trekking mit Hund. Scheinbar haben die Vierbeiner ganz unterschiedliche Vorlieben. Hast du selbst schon Tarp Erfahrung? Unbedingt testen! Ausserdem ist dein Hund sicherlich in der Lage mit einem Hunderucksack sein Zeug (Matte/Mikrofasertuch/Faltschüssel/Fressen) zumindest teilweise selbst zu tragen.

Zur restlichen Ausrüstung: 

Schlafsack bzw. Daunenquilt geht etwa halb so schwer! Mit 160cm würde ich eine kürzere Version bestellen, leichter und besser warmzuhalten.

Matte: Neoair Xlite Small (120cm/200g) oder Womens (168cm/335g). Evazote Unterlage für den Hund?

 

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Wenn Du da heimlich irgendwo nen kleinen Stein klaust, wird es User Schwerlastregal ziemlich bald auffallen.

Worin man da übernachten kann und wann es wo Wasser gibt wird er Dir also mitteilen können.

 

Ich glaube, man kann da wild nur in einem grünen Biwaksack übernachten.

Mann kann nen Biwaksack abschneiden und den Hund fragen, ob er das gut findet. Wenn nicht, dann ist das wohl kein Wandergebiet für Euch.

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Danke für die Antworten. :)

 

@Andreas K. und @Erbswurst mit wildcampen meinte ich nicht illegal. :D ich hab von den "boofen" gehört und auch schon mehrere listen im internet gefunden, dachte die könnte man dann nutzen. Es schienen aber auch nicht wenige Plätze zu sein. Ich hab mir nen Hunde-Wanderführer bestellt und wollte mir da mal die Routen anschauen, inwieweit die die Boof-Plätze kreuzen. Außerdem gibt es 2 Biwak-PLätze, die mit Trekkingkarte nutzbar sind. Dieses Jahr sollen wohl auch auf dem "Fichtensteig" mehrere Biwak-plätze verfügbar sein, inwieweit die Strecke hundetauglich ist, weiß ich aber noch nich. :-)  Deshalb meinte ich, dass meine Route noch nicht genau steht.

Das mit dem Wasser in Verbindung mit diesen Plätzen war mir noch nich so klar, danke für den Hinweis!

Ich hate gelesen, dass an den Boof-Plätzen Kocher erlaubt sind, aber es eben kein Feuer gemach werden darf.

@der_ploepp leider habe ich keine möglichkeit Ausrüstung zu testen. Das kleine 2-Personenzelt mit 1900g kennt sie aber schon, und sie war sehr gerne im Zelt. Tarp-Erfahrung haben wir beide noch nicht, ich dachte halt gewichtstechnisch würde mir das entgegen kommen. Ich kann halt auch nicht einschätzen,welche Temperaturen mich im Mai dort nachts erwarten.

Einen Packsack wollte ich für meinen Hund nicht anschaffen, kenne nur die von Ruffwear und die sind unheimlich teuer, außerdem ist mein Hund erst 1,5 Jahre alt und nicht packsack-erfahren.

Gibt es auch leichte, preiswerte und relativ warme Kunstfaser-Schlafsäcke? Ich kaufe keine Produkte aus Daunen...

 

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vor einer Stunde schrieb Mina&Ayla:

@Andreas K. und @Erbswurst mit wildcampen meinte ich nicht illegal. :D ich hab von den "boofen" gehört und auch schon mehrere listen im internet gefunden, dachte die könnte man dann nutzen. Es schienen aber auch nicht wenige Plätze zu sein. Ich hab mir nen Hunde-Wanderführer bestellt und wollte mir da mal die Routen anschauen, inwieweit die die Boof-Plätze kreuzen. Außerdem gibt es 2 Biwak-PLätze, die mit Trekkingkarte nutzbar sind. Dieses Jahr sollen wohl auch auf dem "Fichtensteig" mehrere Biwak-plätze verfügbar sein, inwieweit die Strecke hundetauglich ist, weiß ich aber noch nich. :-)  Deshalb meinte ich, dass meine Route noch nicht genau steht.

Ja, das mit den Trekkingplätzen ist richtig, das ist aber außerhalb des Nationalparks auf dem neuen grenzübergreifenden Elbsandsteingebirgsweg. Dazu gibt es hier glaube ich sogar einen eigenen, wenn auch kleinen Thread

Die Boofen im Nationalpark sind relativ schwer zu finden. Da muss man sich entlang der Zustiegswege für Kletterer halten. Ich glaube ein recht unscheinbar erscheinendes schwarzes Dreieck war die Markierung hierfür. Bin mir aber nicht sicher. Die Karten von Böhm sind bei der Wegfindung sehr hilfreich. Die sind liebevoll gemacht, sehr detailreich und einfach gut. Der Kartograph geht regelmäßig die Wege selbst ab. Ein Einheimischer eben.

vor einer Stunde schrieb Mina&Ayla:

Ich hate gelesen, dass an den Boof-Plätzen Kocher erlaubt sind, aber es eben kein Feuer gemach werden darf.

Genau, schrieb ich ja auch. Sogenannte Kleinkochgeräte, die sich bei Un(m)fall selbst löschen oder leicht zu löschen sind. Spirituskocher bekommst Du je nach Bauart nicht so leicht aus. Meiner Meinung nach kann mit Spirituskochern eigentlich nichts passieren, aber Nationalparkwächter sehen das in aller Regel anders.

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vor 10 Minuten schrieb Andreas K.:

Genau, schrieb ich ja auch. Sogenannte Kleinkochgeräte, die sich bei Un(m)fall selbst löschen oder leicht zu löschen sind. 

Von sowas hör ich zum ersten Mal. Hast Du mal ein Beispiel für so einen Kocher? Die Gaskocher (top mounted), die ich kenne oder habe, entfachen ein regelrechtes Inferno, wenn sie umfallen.

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Die MSR pocket rocket die ich genutzt hatte ging beim umfallen aus. Absichtlich habe ich so einen Unfall noch nicht herausprovoziert, ich kanns nochmal testen ob es Zufall war. Aber selbst wenn ich irre die einfachere Löschbarkeit aufgrund vorhandenem verschließbarem Ventil bleibt. 

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vor 3 Minuten schrieb Andreas K.:

Die MSR pocket rocket die ich genutzt hatte ging beim umfallen aus. 

Würde mich wundern, wenn das immer noch so ist. Eine Bekannte hat damit mal das Lagerfeuer angezündet, indem sie den einfach quer hielt. Praktisch wie ein kleiner Flammenwerfer.

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vor 1 Minute schrieb zeank:

Würde mich wundern, wenn das immer noch so ist. Eine Bekannte hat damit mal das Lagerfeuer angezündet, indem sie den einfach quer hielt. Praktisch wie ein kleiner Flammenwerfer.

Es ist ein kleiner aber feiner Unterschied ob man den kocher umwirft oder langsam umlegt. 

Soto ist auch beim umfallen ausgegangen, ehrlichkeitshalber muss ich aber zugeben, dass der höchstwahrscheinlich durch die im Topf befindliche Flüssigkeit gelöscht wurde. 

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Ok ich muss revidieren - weder MSR Pocket Rocket, Soto Micro Regulator, BRS-3000T noch Monatauk Gnat gehen durch plötzliches Umschmeißen aus. Keine Ahnung vielleicht war das damals Zufall, oder aber Erlöschen durch Flüssiggas bei vollgefüllter Kartusche, Löschen durch Kochflüssigkeit, oder was auch immer.

ABER die Flamme blieb beim aktuellen Versuch regulierbar - Man konnte alle Brenner manuell abregeln. Also kein Inferno. Die Pocket Rocket flammte nur kurz auf, die übrigen Brenner loderten auch im umgelegten Zustand normal weiter.

Ich werde das im Beitrag oben berichtigen.

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Synthetik Quilts (Erdöl statt Daune ;-) ) gibts z.B. von AsTucas oder https://www.gramxpert.eu/products/ 

Letzterer Hersteller ist als @kamov auch hier im Forum anzutreffen.

 

ich würde dir raten zuerst einige kurze Touren mit dem Tarp zu machen um zu üben, sonst kann die Idee nach hinten losgehen. 

Das Lunar Solo von SixMoonDesigns könnte deine Erwartungen erfüllen, durch den dreieckigen Boden hats etwas Platz für den Hund. 

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vor 40 Minuten schrieb der_ploepp:

Synthetik Quilts (Erdöl statt Daune ;-) ) gibts z.B. von AsTucas oder https://www.gramxpert.eu/products/ 

So viel an Gewichtsersparnis ist nicht mehr rauszuholen (200-300g). Ob das unter „low budget“-Gesichtspunkten eine Investition von ~200€ rechtfertigt?

vor 13 Minuten schrieb martinfarrent:

Stimmt. Da wäre sogar Platz für ein etwa sechsjähriges Kind.

Der Hund hat 30kg. Und wo soll dann noch das Gepäck hin? Gerade billig ist so ein Lunar Solo (zumindest als Neuware) dann auch nicht. 

Bearbeitet von zeank
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vor 19 Minuten schrieb zeank:

Achso, ich dachte, ihr meint die Apsis. m) 

Nein, ich meinte im Zelt. Ausserdem hat es mit 1.60m im Fuss/Kopfbereich genügend Platz für Rucksack, Schuhe und Essen.

 

vor 25 Minuten schrieb zeank:

So viel an Gewichtsersparnis ist nicht mehr rauszuholen (200-300g). Ob das unter „low budget“-Gesichtspunkten eine Investition von ~200€ rechtfertigt?

Ich finde 300g nicht gerade wenig Ersparnis, ausserdem sinds für den Temperaturbereich ihrer bisherigen Schlafsäcke eher 400g. 

Low-budget ist aber allerdings fraglich und individuell, da hast du recht!

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    • Von LisSpu
      Hallo ihr Lieben,
      War bisher nur stille Beobachterin
      Nun wollte ich euch mal um Kritik und Verbesserungsvorschläge im Bezug auf meine Packliste bitten.
      Ich bin totaler Anfänger habe außer kleine Tagestouren noch nichts gemacht. Nun haben wir für Ende September eine 3 Tages Hüttentour im Kleinwalsertal geplant. Da ich noch fast keinerlei Ausrüstung hatte, habe ich mir einiges neu zugelegt und dabei gleich auf Gewicht geachtet, da ich nun öfter längere Touren machen will, auch mal mit Zelt (müsste ich auch noch kaufen). Man sieht an der Packliste auch welche Sachen neu sind und welche ich schon hatte (Gewicht). Wollte aber für so eine kurze Tour nicht auch noch alles Vorhandene ersetzen. 
      So genug geredet, ich freue mich auf eure Kritik und hätte gerne auch Anregungen, was daheim gelassen werden kann, was fehlt und was ich mir später noch neu kaufen könnte/sollte.
       
      P.s Ein paar wenige Sachen konnte ich noch nicht wiegen
      https://lighterpack.com/r/98l96j
       
       
       
    • Von Marko
      Hallo zusammen,
      nachdem ich von euch viel Hilfe während meiner Vorbereitungen bekommen habe, möchte ich nun auch meine Erfahrung teilen.
      Ich wollte schon länger einen Fernwanderweg gehen, und für den Einstieg bot sich der Westweg an. Beginnt ja direkt vor meiner Haustüre.
      Hier ein Link, zu meiner Packliste https://www.geargrams.com/list?id=45364.
      Es ist nicht alles UL und ich hätte vermutlich ein paar "dicke Brummer" weg lassen können. Aber dazu später mehr.
       
      Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen.
       
      Tag 1
      20.04.2018
      Heute nochmal arbeiten und dann heim, zusammen packen und los. Pforzheim Hauptbahnhof um 16.34Uhr ist Abfahrt über Karlsruhe nach Basel. Ankunft etwa 18.30Uhr.
      Hauptbahnhof Pforzheim, Gleis 4. Ich komme aus der Unterführung zum Gleis, und Steige in die S5 nach Karlsruhe. Es ist übelst warm in der Bahn. An diesem Tag sind ca. 27 grad. Sollte das nicht eigentlich ein Inter Regio sein? Ich schau nochmal in meiner App.Tatsächlich steht da IR2066. In dem Moment ertönt eine Durchsage: "Am Gleis 4 fährt ein der IR 2066, Karlsruhe Hauptbahnhof..." Shit, ich bin an Gleis 5 eingestiegen. Die Bahn steht noch. Schnell raus und ab in den Inter Regio.Hier gibt es eine Klimaanlage, die leider nicht allzuviel bringt. Aber besser als in der S-Bahn. Und durchgeschwitzt bin ich eh. Ruckzuck sind wir in Karlsruhe. Dort steig ich um in den ICE nach Basel. Total überfüllt und ich muss stehn. Später setze ich mich in den Gang. Nach ca. 1,5h fahrt komme ich um 18.42Uhr am badischen Bahnhof an. Nach ein wenig Sucherei finde ich das Symbol, dem ich folgen muss. In der Schweiz ist das etwas schwieriger. Der Westweg führt durch einen Tierpark, der aber geschlossen ist. Nachdem ich ihn umgangen habe, führt mich mein Weg an einem Flussufer entlang. Es ist herrliches Wetter. Menschen sitzen hier am Feuer, hören Musik oder liegen einfach auf der Wiese und lesen ein Buch. Gerne würde ich mich hier auch ein wenig hinsetzen und die Sonne genießen. Keine Zeit. Um halb 9 wird es dunkel, und ich muss an der Daur-Hütte sein, wo ich plane zu übernachten.
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      Tag 2
      21.04.2018
      Um ca. halb 7 werde ich wach. Als ich aus dem Schlafsack steige, ist es recht kühl, obwohl ich die ganze Nacht geschwitzt habe. Erstmal packe ich alles zusammen, und gehe zurück zur Daur-Hütte. Da sollte ja noch etwas Glut in der Feuerstelle sein zum aufwärmen, und vielleicht sind die Jugendlichen ja weg. Es ist wirklich niemand mehr hier. Die Asche in der Feuerstelle qualmt noch. Leider ist der Platz komplett zugemüllt. Obwohl dort 5 Mülltonnen stehen. Ich sammle den Müll auf und werfe ihn weg. Außer den in der Hütte. Das wird mir dann doch zu blöd.
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      Auf einer Bank im Schatten mache ich um ca. 13Uhr eine Pause. Zu Hause anrufen, essen und trinken, und ich gönne mir einen Energydrink. Zu dem Zeitpunkt bin ich eigentlich schon am Ende meiner Kräfte. So kommt es mir zumindest vor. Aber die Pause tut mir gut. Ich muss einfach nur einen Gang runter schalten. Es ist 14 Uhr als ich weiter gehe. Noch 6h bis es dunkel wird. Also eigentlich noch genug Zeit. Ich gehe jetzt viel langsamer bergauf. Immernoch anstrengend, aber auszuhalten. Ab und zu muss ich trotzdem Pausen machen. Ich bin sowas von glücklich, als ich am Parkplatz auf dem Blauen ankomme. Ich gehe in das Restaurant und esse eine Currywurst mit Pommes, dazu eine Cola. Nachdem ich noch auf der Toilette war, wandere ich weiter. Es geht jetzt schön bergab. Bei der Egerten Hütte treffe ich 2 Wanderer, mit denen ich mich kurz unterhalte. Ich bekomme den Tipp, dass in ca. 3km eine schöne Hütte mit Türe und Grillstelle kommt. Im Vergleich zu meinem letzten Nachtquartier ein echter Luxus. Bis dort hin gehe ich noch, mache mir ein Feuer an, und koche ein Süppchen. Um ca. 22Uhr gehe ich schlafen. 
      Heute habe ich ungefähr 28km gemacht. Als ich wieder zuhause in der Karte nachschaue, fällt mir auf, dass es etwas mehr als 1000 Höhenmeter waren.
       
      Tag 3
      22.04.2018
      Heute Nacht bin ich mehrmals wach geworden, weil mir übelst warm war. Ich habe meinen Schlafsack dieses Mal offen gelassen. Immer wenn ich wach wurde, habe ich ihn etwas angehoben. Das half aber nur kurz. Um ca. 7 Uhr stehe ich auf. Es ist schon lange hell. Nach dem Zähneputzen und Frühstücken telefoniere ich lange mit meiner Freundin. Erst um 8 Uhr habe ich alles zusammen gepackt und gehe los. Heute geht es über den Belchen. Durch viele Wiesen und Kuhweiden laufe ich in der prallen Sonne. Endlich wieder im kühleren Wald, geht es steil bergauf. Sehr anstrengend das Ganze. Insgeheim hoffte ich, meine Tageskilometer von gestern noch zu toppen. Aber jetzt glaube ich nicht mehr daran. Irgendwann laufe ich wieder über Wiesen. Der Ausblick ist herrlich. Oben auf dem Belchen angekommen, setze ich mich erstmal in einen Liegestuhl. Aber die Sonne scheint mir zu stark, und ich muss mich in den Schatten setzen. Ich spüre auch schon ein Brennen im Nacken. Hier oben sehe ich das erste Mal Schne auf meiner Tour. Beim Abstieg wird es sogar noch mehr. Immer wieder muss ich über Schnee gehen. Es wird recht steil und felsig. An einem Bach fülle ich meine Wasserflaschen auf, filtere das Wasser aber vorsichtshalber. Auf dem Weg komme ich immer wieder an Stellen vorbei, an denen ich meine Flaschen auffüllen könnte. Deshalb ärgere ich mich, weil ich das Gewicht umsonst mit mir rum schleppe. In Notschrei setze ich mich im Außenbereich eines Restaurants an einen Tisch. So weit wie möglich weg von den anderen Gästen. Ich möchte niemanden mit meinem Geruch belästigen. Badische Käsknöpfle und dazu eine große Cola gibt es. Von hier wären es noch knapp 10km auf den Feldberg, und es ist 16 Uhr. Ich könnte dort einkehren, mal duschen etc. Aber schaffe ich heute noch 10 km? Es wird steil bergauif gehen, und dort liegt sicher einiges an Schnee. Ich bezahle meine Rechnung. Beim Aufstehen bemerke ich, dass meine Beine nicht mehr so wollen. Sie fühlen sich richtig schwer an. Alles klar. Heute gehe ich nicht mehr auf den Feldberg. Die beste Option, vorher noch zu übernachten, ist die Auerhahnhütte. Dort gehe ich hin. Um ca. 17 Uhr komme ich an, nachdem ich durch tiefen Schnee waten musste. Es ist noch früh, aber egal. Ich habe heute ca. 25km gemacht. Das muss reichen. Ich mache mir Holz zurecht für ein kleines Feuer und fülle meine Edelstahlflasche mit Schnee, den ich später am Feuer schmelzen will. Beim Ausziehen der Schuhe bemerke ich eine Blase am Zeigezeh. Sie ist noch zu und tut zum Glück nicht weh. Mit dem geschmlzenen Schnee wasche ich meine Socken und meine Unterhose, hänge sie zum Trocknen ans Feuer. Zum Essen mache ich mir Couscous mit Gemüsebrühe. Mit Wasser muss ich hier nicht sparen. Überall liegt Schnee. Wie gestern schon, gehe ich um 22 Uhr schlafen. Morgen will ich früh raus, um viele Kilometer zu schaffen.
       
      Tag 4
      23.04.2018
      Im Gegensatz zu meinem Plan früh aufzustehn, wache ich erst um 20 nach 7 auf. Ich lasse mir Zeit, und gönne mir heute sogar das erste Mal einen Kaffee zum Frühstück. Es ist bereits halb 9 als ich los gehe. Es geht gar nicht so steil bergauf, wie ich erwartet hatte. Auch der Schnee stört mich wenig. Das Laufen ist sogar richtig angenehm. Endlich ist es auch nicht mehr so heiss. Auf meinem Weg Richtung Gipfel, habe ich auf dem Feldberg eine herrliche Aussicht. Es herrscht zwar nicht ganz so klare Sicht, aber es könnte schlimmer sein. Immerhin sagt meine Wetterapp für heuteRegen an. Durch den Schnee erkennt man den Weg schlecht, und ich schaue ab und zu auf dem Handy nach, ob ich noch richtig bin. Zum Glück entdecke ich auch Fußspuren. Irgendjemand hatte hier wohl Zehenschuhe an. Dieser Spur folge ich in umgekehrter Richtung. Oben auf dem Feldberg gibt es eine kleine Aussichtsplattform. Bis in die Alpen kann man heute leider nicht sehen. Ein Mann mit seiner ca. 3-jährigen Tochter erzählt mir, dass er hier oben einen allinclusiv Urlaub mit seiner hochschwangeren Frau und seiner Tochter macht. Sowas muss auch mal sein. Nach einer kleinen Plauderei beginne ich den Abstieg. Hier wird es mit dem Orientieren immer schwieriger, aber dank der Fußspuren verlaufe ich mich nicht. Den Berg hinab fließen überall Bäche aus geschmolzenem Schnee. Ich breche im Schnee immer wieder ein. Einmal sogar bis zur Hüfte, und stehe dann in einem Bach. Über mehrere gestürzte Bäume muss ich steigen. Irgendwann geht es nicht mehr so steil bergab, und es liegt auch kein Schnee mehr. Jetzt kann ich etwas Gas geben. Als es anfängt zu nieseln, ziehe ich sofort meinen Poncho über. Ich möchte nicht, dass die Sachen in meinem Rucksack nass werden. Die Regenhose lasse ich erstmal weg. Nach einer Weile fängt es an, wie aus Eimern zu schütten. Da komme ich an einer Hütte vorbei. Es ist 12 Uhr. Wenn ich erstmal eine Mittagspause mache, regnet es vielleicht nicht mehr so stark, wenn ich weiter gehe. Also gehe ich in die offene Hütte und lege den nassen Poncho zum Trocknen hin. Dann packe ich mein Kochzeug aus, und bereite mir Couscous zu. Leider nimmt meine Tour hier eine Wendung. Ich erfahre, dass meine Freundin ernsthaft krank ist, und ich muss die Tour abbrechen. Ich laufe noch die 8 km bis Hinterzarten, wo ich um 15 Uhr ankomme, und fahre dann mit Bus und Bahn nach Hause.
       
      Insgesamt bin ich ca. 85 km gewandert.
       
      Fazit
      Ich war gut vorbereitet. Habe mir im Vorfeld viele Gedanken gemacht, und hatte eigentlich zu viele Sorgen. Ich glaube nicht, dass es noch viel kälter geworden wäre, von daher hätte ich die Steppjacke zuhause lassen können. Mein Schlafsack war für knapp 0 Grad ausgelegt. Viel zu viel. Der 10 Euro Rucksack hat sehr gute Dienste geleistet. Ich hatte fast durchgehend meine Daumen in den Daumenschlaufen eingehängt, und so hatte ich kaum Gewicht auf den Schultern. Meine Z-Lite, die ich geteilt und übereinander gelegt habe zum Schlafen, und den Rucksack unter die Füsse, war ausreichend bequem. Ich hatte keine Rückenschmerzen oder sonst was. In meine Schuhe habe ich mich verliebt. Ich hatte vor, meine Lowa Wendelstein anzuziehen für die Tour. Aber diese musste ich an Lowa senden wegen einer Reklamation. Sie haben mir kostenfrei ein komplett neues Paar geschickt. Eine Woche vor dem Westweg...Mit nagelneuen Schuhen wollte ich den Westweg nicht gehen. Die Adidas Trail Running Schuhe haben sich dann sogar als die bessere Wahl herausgestellt. Die Edelstahlflasche ist relativ schwer, aber ich würde sie wieder mitnehmen.
      Von meiner körperlichen Fitness war ich selbst ein wenig positiv überrascht muss ich sagen.
      Wo ich noch sehr dran arbeiten muss ist die Ernährung auf Tour. Mir hat viel gefehlt wie Fette und Kohlenhydrate. ch habe viele Fitnessriegel gegessen, hätte aber mehr richtige Mahlzeiten zu mir nehmen müssen.
      Ich hoffe, dass ich gerade Einsteigern ein wenig die Nervosität nehmen kann, und gebt mir gerne Tipps, was ich bei einem nächsten Reisebericht besser machen könnte.
      Die Bilder sind leider nicht ganz in der richtigen Reihenfolge.
       































    • Von Simseon
      Hallo, ich bin hier noch gar nicht so lange dabei mit UL und bin grad dabei mir ne Schere zu entfernen. Ich möchte von einem Schlafsack auf einen Quilt umsteigen, ich hab mich lange gewunden aber denoch gefallen an dem konzept gefunden. Ich hab mir hier schon ein Paar andere Beiträge durchgelesen und habe gemerkt das mir eine verschließbare Fußbox ganz gut gefallen würde, genauso wie wenn der Quilt ein Stück länger ist damit man sich da schön rein kuscheln kann (macht das Sinn oder stört das nur). Zu meiner Person, ich bin ca 180cm Groß und ziemlich Dünn. Nun stehe ich vor der Entscheidung: Sea To Summit Ember EB II Quilt oder Enlightened Equipment Revelation 800 20°
      Zum Sea To Summit Ember EB II Quilt: https://www.trekking-lite-store.com/sea-to-summit-ember-eb-ii-quilt.html?number=11029-002
      Maße: 225 x 150 cm oder 200 x 120 cm
      Gewicht: 695g oder 620g
      Comfort Temperatur: zwischen 2 und -4°C
      Kosten: 245€
      Fußbox per Druckknöpfe verschließbar
       
      Enlightened Equipment Revelation 800 20°: https://www.trekking-lite-store.com/enlightened-equipment-revelation-800dt-200-quilt-vorfuehrmodell.html
      Maße:194 x 132 cm
      Gewicht: 624g
      Comfort Temperatur: -6°
      Kosten: 270€
      Fußbox mit Reißverschluss schließbar
       
      Da ich total unerfahren mit Quilts bin wäre ich auch sonst für Tipps offen oder andere Vorschläge
      Danke für die Hilfe
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