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Ultraleicht Trekking

Iterationen einer Solarpanel-Powerbank-Lösung


Stromfahrer

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Am 9.9.2018 um 09:26 schrieb chbla:

 

@ULgeher das muesste einfach moeglich sein wenn man die Elektronik mit einem TP4056 ersetzt, nicht?

 

Genau, das ist mein Plan. Ein 6V-Panel direkt an einen TP4056 arbeitet im Betrieb relativ nahe am MPP, obwohl das ein simpler Linearregler ist. Das klappt bisher bei mir auch soweit gut im Test. Ausprobieren werde ich auch einen Schaltregler mit Pseudo-MPPT, mit CN3791.

Für den umgekehrten Weg werde ich eine Schaltregler auf 5V verwenden, der allerdings direkt vom Panel unterstützt werden kann wenn man dieses anstöpselt. So liefert das Panel Energie ohne die Lade/Entlade-Verluste in der Batterie, und der Akku liefert die je nach Sonneneinstrahlung fehlende Energie dazu.

Bericht folgt, ich habe aber die nächsten Wochen leider kaum Zeit um da was weiter zu machen.

 

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Am 17.9.2018 um 12:53 schrieb ChristianS:

Wie bewerkstelligt man das möglichst zerstörungsfrei? Heißluftföhn?

Die Abdeckung des USB-Steckers ist mit Silikon aufgeklebt. Das geht mit einem scharfen Messer weg. Darunter ist eine kleine Platine mit dem Schaltregler und USB-Buchse. Von dieser habe ich die Anschlussdrähte des Panels abgelötet und die Platine entfernt.

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Am 9.9.2018 um 09:26 schrieb chbla:

Vielleicht fuer einige hier Interessant falls noch nicht gesehen:
http://www.folomov.com/en/content/?137.html

Interessante Powerbank-Lösung, insbesondere in Kombination mit einer kleinen Taschenlampe für 18650er Zellen. Leider finde ich keine Bezugsquelle, die nach Deutschland liefert. Weiß jemand, ob die ähnlichen Lösungen wie die Nitecore NL1834R auch als Powerbank funktionieren? In den Produktbeschreibungen ist nur die Rede davon, dass man die Zelle per Micro USB laden könne.

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vor 12 Stunden schrieb ChristianS:

Interessante Powerbank-Lösung, insbesondere in Kombination mit einer kleinen Taschenlampe für 18650er Zellen. Leider finde ich keine Bezugsquelle, die nach Deutschland liefert. Weiß jemand, ob die ähnlichen Lösungen wie die Nitecore NL1834R auch als Powerbank funktionieren? In den Produktbeschreibungen ist nur die Rede davon, dass man die Zelle per Micro USB laden könne.

Ist halt keine fertige Lösung, aber im Grunde musst Du nur das da an eine 18650 Zelle hängen. Das Problem mit den Zellen mit Schutzschaltung und solchen Zusätzen ist, dass sie länger sind als die "normalen" und etwas längere Batteriehalter benötigen.

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vor 11 Stunden schrieb ULgeher:

Ist halt keine fertige Lösung, aber im Grunde musst Du nur das da an eine 18650 Zelle hängen.

Danke für die Info! Das von dir verlinkte Modul sieht mir aber mehr nach einer Ladeschaltung aus. Ich benötige ja eine "Entladeschaltung", die die Spannung der LiIon-Zelle auf konstant 5V USB bringt.

Also nochmal kurz geschildert, was ich mir vorstelle:

Als Energiespeicher wird eine 18650er Zelle verwendet, das könnte unnötige Gehäuse sparen und die Zelle kann direkt auch in Taschenlampen verwendet werden. Zusätzlich kann man die benötigte Kapazität über die Anzahl der Zellen steuern (z.B. eine Zelle als Puffer, eine in die Lampe).

Die Zelle soll also mit dem Solar-Panel geladen werden, z.B. über den o.g. TP4056, die Schaltung vom Panel kommt weg. Um dann mit der geladenen Zelle auch andere Geräte wie Smartphones zu laden, benötige ich entweder so eine Zelle wie die Folomov mit integrierter Powerbankfunktion (5V Ausgangsspannung am Micro-USB-Port) oder eine "Entladeschaltung", also einen Step-Up-Wandler auf 5V konstant. Richtig? Oder gibts Verbesserungsvorschläge?

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vor 2 Stunden schrieb ChristianS:

Um dann mit der geladenen Zelle auch andere Geräte wie Smartphones zu laden, benötige ich entweder so eine Zelle wie die Folomov mit integrierter Powerbankfunktion (5V Ausgangsspannung am Micro-USB-Port) oder eine "Entladeschaltung", also einen Step-Up-Wandler auf 5V konstant.

Theoretisch könnte ich auch meinen Nitecore F1 als Batteriehalter und für die Powerbankfunktion nutzen. Weniger Gebastel, mehr Gewicht. Aber würde der F1 beim Aufladen über das Solarpanel mit dem TP4056 harmonieren?

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vor 6 Stunden schrieb ChristianS:

Theoretisch könnte ich auch meinen Nitecore F1 als Batteriehalter und für die Powerbankfunktion nutzen. Weniger Gebastel, mehr Gewicht. Aber würde der F1 beim Aufladen über das Solarpanel mit dem TP4056 harmonieren? 

Wahrscheinlich nicht, jedenfalls ist es nicht ideal, da im Ladegerät wieder ein Regler drin ist.

Aber Du könntest das hier nehmen...

https://www.aliexpress.com/item/TEC4056-18650-Charger-Module-4-2V-Lithium-Battery-Charger-for-18650-Lithium-Battery-Charger-non-protection/32832176130.html

...und ein 6V-Panel direkt daran anschliessen (also ohne den Regler, der mit der USB Buchse am Panel steckt).

(aber ich hoffe, demnächst meine Lösung hier vorstellen zu können)

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  • 2 Wochen später...

Erfahrungsbericht zu Lösung 7 (10-Euro-Panel und 8-Euro-Powerbank mit knapp 4000 mAh):

TULF_MVPower_panel_EMNT5500_walking.thumb.JPG.cdced85f8af185bc6f45b65e28a0965b.JPGIch habe diese Kombination im September bei meiner GR20-High-Route-Variante (12 Tage, 267 km) auf Korsika als Stromversorgung meines iPhone SE (1624 mAh) eingesetzt. Sie hat alle Erwartungen perfekt erfüllt. Ich hatte stets genug Strom, obwohl ich auf der ganzen Tour inkl. zahlreicher Varianten-Abschnitte wie immer intensiv GPS, Kamera, Video, Mobilfunk und Daten-Uploads etc. genutzt habe und einen Regentag ohne Paneleinsatz mit mehreren Folgen einer TV-Serie überbrückt habe.

TULF_MVPower_panel_EMNT5500_splashed.thumb.JPG.0008cb87360f3e1ad6571a6f8d5ae59d.JPGAuch bei leichtem Regen habe ich das Panel auf dem Rucksack gelassen. (Der USB zeigt ja nach unten.) Am letzten Tag wollte eine energetisch bereits am Tag 2 „abgebrannte“ Hikerin mir die Kombination glatt für 50 Euro abkaufen und mir ihr Netzteil dafür überlassen. (Hintergrund: Laden ist auf dem GR20 nur an wenigen Hütten und dort nur gegen Geld möglich. Eine PowerBank muss ggf. also bis zum typischen Hotelzwischenstopp reichen.)

TULF_MVPower_panel_EMNT5500_mounted.thumb.JPG.986f3629d29803a88d891e85ddc76eb3.JPGDamit bestätigt sich für erneut die triviale Grundregel: In Mittel- und Südeuropa im Sommerhalbjahr reicht ein nominales 5-Watt-Panel und eine PowerBank mit etwa der doppelten Kapazität des Smartphone-Akkus zuverlässig für Luxusnutzung aus. Damit erntet man oben auf dem Rucksack 10 Stunden am Tag 1,5 bis 2,5 Watt = 20 Wh = eine volle PowerBank.

Die flache Bauform der Kombination, mein Auswahlkriterium für die PowerBank, habe ich wie immer als sehr angenehm empfunden. Positiv war die Einteiligkeit des Systems besonders beim Klettern von Graten der alpinen Varianten.

Insgesamt lässt das Panel in diesem Einsatzszenario genug Spielraum, um z.B. bei Verwendung eines Smartphones mit größerem Akku auch eine 6000er-PowerBank problemlos zu versorgen. (Bitte im Hinterkopf behalten: Ich rede über ungebremsten Smartphone-Gebrauch. Man kann immer mit viel weniger auskommen.)

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  • 2 Wochen später...

Hier mal ein erster Zwischenstand meiner Beschäftigung mit dem hier viel diskutierten A5-Panel.

Ich habe die abgegebene Leistung des A5-Panels bei unterschiedlicher Strombelastung gemessen (rote Linien, die Sonneneinstrahlung variierte leicht, deshalb gibt es mehrere Linien die nicht genau übereinander liegen).  Der Maximum Power Point (MPP) liegt bei etwa 5V.

A5-panel.thumb.png.68ee2c1c8747a4c9c83e253b96ede200.png

Dann habe ich versuchsweise zwei Laderegler für 18650-Akkus drangehängt. Zum Einsatz kam einerseits ein MPP-Modul von Ali (9V-Version), welches ich auf 5V Spannung umgebaut habe, indem ich Widerstand R2 auf der Platine von 27k auf 56k erhöht habe. Ich hatte keinen Widerstand in der entsprechend kleinen Bauform zur Hand und habe deshalb einfach einen grossen (1206) quer drübergelötet (gelb markiert). Sieht nicht so toll aus, funktioniert aber einwandfrei. Der MPP liegt damit bei gemessenen 5.02V.

cn3791.thumb.jpg.39a57d7ac182c3f869c4abc9c3c87a0d.jpg

Der genaue MPP spielt übrigens nicht so eine Rolle, da die rote Kurve flach verläuft. Im Zweifelsfall lieber eine etwas zu tiefe Spannung einstellen, da der MPP nach links weniger stark abfällt als nach rechts.

Das zweite Model war ein Linearregler mit TP4056, auch von Ali.

Anschliessend habe ich einen Tag lang die an die 18650-Batterie abgegebene Leistung beider verfolgt. Mit einem Umschalter konnte ich zwischen beiden Modulen wechseln. Der Ladestrom schwankte dabei zwischen 10 und 810mA, je nach Lichtverhältnissen. Ab und zu habe ich mehrfach schnell (damit sich die Beleuchtung nicht änderte) zwischen beiden Modulen hin und hergeschaltet und die Ladeströme beider gemessen.

Wenn man nur die erzielten Akku-Ladeströme beider Module gegeneinander aufträgt ergibt sich folgendes Bild:

better.thumb.png.22c2d53a3e49d8cc163498b508e916c0.png


Bei grossem Ladestrom (viel Licht) bringt der MPP-Regler ca. 10% mehr Leistung, weil der TP4056 bei einer Spannung unterhalb des MPP arbeitet. Unterhalb von ca. 60mA Ladestrom hat der TP4056 aber die Nase vorn, da er anders als der Schaltregler keinen nennenswerten Eigenverbrauch hat. In der Grafik oben ist die 1:1-Linie grau gestrichelt. Rot ist die abgegebene Leistung des TP4056 gegenüber des CN3791.

Ein Beispiel: Bei bedecktem Himmel (es war aber durchaus hell und kein wirklich düsterer Tag) lieferte der TP4056 knapp über 20mA Ladestrom, der MPP-Regler nur 10mA.

Welches ist nun der bessere Regler? Das kommt auf die Beleuchtung an und für welchen Fall man optimieren möchte. Falls mir wichtig ist, bei schlechtem Licht doch noch laden zu können, ist der Linearregler (TP4056) besser. Falls ich aber bei starker Sonneneinstrahlung das Maximum an Leistung rausholen möchte, ist der MPP-Regler besser.

Der tatsächliche Vorteil des MPP-Reglers dürfte in der Praxis eher noch kleiner ausfallen. Erstens sinkt die Spannung des MPP bei unregelmässiger Panelbeleuchtung (Teilbeschattung, z.B. durch Äste o.ä.). Das ist so, weil dann nicht alle Zellen des Panels gleich viel Licht erhalten. Das habe ich eher zufällig bemerkt, als der gemessene MPP plötzlich absank als ich die eine Panelecke ohne es zu bemerken beschattet habe. Zweitens rückt der Linearregler mit steigender Akkuspannung immer näher an den MPP ran (die Spannung am Panel ist diejenige an der Zelle plus ein paar Zehntel Volt). Bei vollerem Akku oder höherem Ladestrom ist die Effizienz des TP4056 folglich besser.

Da mir persönlich wichtig ist, auch bei schlechtem Wetter noch ein wenig laden zu können, werde ich das TP4056-Modul verwenden. Bei viel Sonne wird der Akku eh voll, auch wenn ich nur 90% der möglichen Leistung ernte. Das TP4056-Modul hat auch einen Mikro-USB Anschluss mit drauf der es erlaubt, den Akku mit einem Steckernetzteil zu laden. Ich werde dieses Modul zusammen mit einem 18650 Akku und einer Ladezustandsanzeige in ein kleines Gehäuse einbauen, plus eine weisse LED (als Zeltbeleuchtung). Ein 5V-Regler mit USB-Ausgang kommt natürlich auch mit dazu, um am Ende auch andere Geräte aufladen zu können. Dazu kommt ein genügend langes Kabel zwischen Akku und Panel. Akkus mögens nicht gerne heiss, und mir ist z.B. nie wohl mein SunnyTAB voll in die Sonne zu setzen und den Akku dabei "mitzubraten".

Das alles sprengt jetzt vielleicht den gewohnten MYOG-Rahmen des Forums, da elektroniklastig. Auf der anderen Seite ist vielleicht der eine oder die andere auch mit dem Lötkolben vertraut, genauso wie einige hier vorgestellte Nähprojekte nicht für alle erreichbar sind.

 

Bearbeitet von ULgeher
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vor 5 Stunden schrieb finges:

Welchen 5V Regler mit USB Ausgang kannst du empfehlen?

Ich habe diesen ausprobiert. Was wichtig ist: er entlädt den Akku nicht unter 2.9V.

In meinen Tests hat er auch bei 2.9V zuverlässig abgeschaltet, und nach 5 Minuten, als die Akkuspannung wieder anstieg, nochmals für 1-2 Minuten wieder eingeschaltet. Danach hat er endgültig abgeschaltet.

Falls ich das Modul mit MPP verwendet hätte, hätte der 5V-Regler auch einen Mikro-USB-Eingang gehabt, über den ich den Akku hätte laden können.

Zusammen mit dem TP4056-Modul sollte es jetzt möglich sein (noch nicht ausprobiert), den Akku gleichzeitig mit dem Panel zu laden und mit dem 5V Regler ein anderes Gerät aufzuladen. Der Akku liefert dann die Differenz, bzw. wird aufgeladen, wenn der Verbraucher weniger zieht als das Panel liefert.

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Für mich war auf meiner letzten Tour ja vor allem die geringe Ladung oder sogar Entladung bei nicht ganz idealer Ausrichtung, bzw. nicht ganz wolkenfreiem Himmel ziemlich problematisch.

Wie ließe sich das denn ggf. vermeiden? Bei anderen Geräten fließt der Strom doch auch nur in eine Richtung?

 

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vor 2 Stunden schrieb questor:

Für mich war auf meiner letzten Tour ja vor allem die geringe Ladung oder sogar Entladung bei nicht ganz idealer Ausrichtung, bzw. nicht ganz wolkenfreiem Himmel ziemlich problematisch.

Wie ließe sich das denn ggf. vermeiden? Bei anderen Geräten fließt der Strom doch auch nur in eine Richtung?

Weshalb das eine Entladung gibt habe ich weiter oben in diesem Faden ausgeführt. Wichtig ist einfach, die 5V Aufwärtsregler nicht dauernd an Panel und Powerbank dran zu lassen.

Ich werde einen Schiebeschalter einbauen, mit drei Positionen:

links: nur Laden über das TP4056-Modul. Da fliesst Null Strom "rückwärts".

mittlere Position = Verbindung mit dem 5V Regler. Der hat einen Eigenverbrauch, und der Schalter sollte nicht dauernd in dieser Stellung bleiben.

ganz rechts = zusätzlich die weisse "Taschenlampen-LED".

Es geht natürlich auch mit zwei Positionen, dann entfällt die "Taschenlampe".

 

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  • 2 Wochen später...

Hey, @Norweger, ich habe zu der von dir in deiner Lösung-4-Variante eingesetzten Powerbank TNTOR WT-230plus noch Fragen:

  1. Die hat keinen USB-Ausgang, nur ein festverbautes Micro-USB-Kabel, richtig?
  2. Hast du die maximal mögliche Entnahme (bis zum Abschalten) einmal vollständig gemessen? Wenn ja, …
    • auf welche Weise und
    • mit welchem Ergebnis?
  3. Täuscht mich das oder hat die (anders als die von mir in Lösung 4 verwendete PowerBank minderer Qualität) keinen Steckplatz für einen der mitgelieferten USB-C- oder Lightning-Adapter?

 

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Hallo @Stromfahrer,

natürlich hab ich hier gar nichts gemessen. Ich wüsste auch nicht wie, womit, wozu, usw.

Dass man aus Sonne Strom gewinnen kann ist für mich ein Wunder der Technik. Solange es funktioniert bin ich glücklich.

Bei der PB wurden drei Apple Adapter mitgeliefert, das USB Kabel zum Handy ist fest verbaut.

Das kurze USB Kabel von der Solarzelle zur PB musste ich etwas "schnitzen", weil der Stecker dicker war als die PB.

15398841222121708976518.jpg

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Am 8.10.2018 um 20:30 schrieb ULgeher:

Weshalb das eine Entladung gibt habe ich weiter oben in diesem Faden ausgeführt. Wichtig ist einfach, die 5V Aufwärtsregler nicht dauernd an Panel und Powerbank dran zu lassen.

Ich werde einen Schiebeschalter einbauen, mit drei Positionen:

links: nur Laden über das TP4056-Modul. Da fliesst Null Strom "rückwärts".

mittlere Position = Verbindung mit dem 5V Regler. Der hat einen Eigenverbrauch, und der Schalter sollte nicht dauernd in dieser Stellung bleiben.

ganz rechts = zusätzlich die weisse "Taschenlampen-LED".

Es geht natürlich auch mit zwei Positionen, dann entfällt die "Taschenlampe".

 

Nicht dran lassen ist halt so ne Sache. Wenn man unterwegs ist und der Himmel wechselhaft, stöpselt man da ja nicht ständig ein und aus.

Kommt der Schalter auf das Panel oder die powerbank? Ist das für e-Technik noobs machbar?

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Am 18.10.2018 um 21:49 schrieb questor:

Nicht dran lassen ist halt so ne Sache. Wenn man unterwegs ist und der Himmel wechselhaft, stöpselt man da ja nicht ständig ein und aus.

Kommt der Schalter auf das Panel oder die powerbank? Ist das für e-Technik noobs machbar? 

Ich habe jetzt mal schnell meine Idee aufgezeichnet:

verdrahtung.thumb.jpg.f111ae9201e6fa4416c3209090411193.jpg

Das Panel wird direkt (nach Entfernung des Reglers) mit einem Mikro-USB-Stecker an das TP4056-Modul angeschlossen. So kann man den 18650-Akku auch mal mit einem Steckernetzteil aufladen. Der Akku ist fix an den B+/B- Anschlüssen des TP4056-Moduls angehängt (z.B. gelötet). Über den Taster und ein entsprechendes Modul lässt sich jederzeit der Ladezustand des Akkus abfragen. Nicht zwingend notwendig, ich möchte aber wissen, wieviel Saft noch/schon im Akku ist.

Der Clou ist nun der Schiebeschalter. Das Panel lädt immer wenn es angeschlossen ist. In der Schalterposition links hängt aber sonst nichts am Akku. In der Mittelposition ist der 5V-Aufwärtsregler aktiv, d.h. man kann Verbraucher (Kamera, Phone) aufladen. Das Panel kann diesen Ladevorgang zusätzlich unterstützen. In der Position ganz rechts hängen eine (oder mehrere) weisse LEDs am 5V-Regler. Damit hat man zusätzlich eine einfache Taschenlampe oder Zeltbeleuchtung. Das geht prinzipiell auf jeden Fall. Ob genau so wie hier aufgezeichnet hängt davon ab, ob die Masseverbindung des USB-A-Ports direkt an B- des 5V-Reglers hängt. Falls da noch irgendwelche Elektronik dazwischen ist (Schalttransistor) muss die LED ev. über den anderen Pol geschaltet werden. Ich muss das Modul noch genauer anschauen.

Falls die Taschenlampenfunktion nicht gewünscht ist, kann auch ein Schiebeschalter mit nur 2 Positionen verwendet werden (1x UM). Ich finde die Idee mit der Lampe aber ganz nett.

Der Aufbau sollte mit ein wenig Löterfahrung eigentlich machbar sein. Der Einbau in ein Gehäuse ist mehr das Problem. Mit etwas Geschick liesse sich eine einfache Behausung aber zusammenkleben, selbst aus dünnem Holz welches dann lackiert wird. Ich selbst habe vor, mir was exakt passendes auf einem 3D-Drucker zu produzieren, das muss aber nicht sein.

 

Bearbeitet von ULgeher
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vor 8 Stunden schrieb questor:

Danke - wäre etwas ähnliches auch einfach nur mit USB Anschluss für die Powerbank realisierbar?

Die Frage ist, was in der Powerbank für ein Laderegler drin steckt. Wenn dieser davon ausgeht, dass am Eingang immer eine "vernünftige" Spannung anliegt, kann die Entladung über das Panel erfolgen wie hier in Faden skizziert.

EIne Möglichkeit könnte sein, eine Schottky-Diode zwischen Panel und Powerbank zu schalten. Diese "kostet" ca. 0.2V Spannungsabfall und würde das "rückwärts Entladen" verhindern. Ich würde ev auch riskieren, das Panel direkt über eine solche Diode an die Powerbank anzuschliessen (nach Entfernung des Reglers auf dem Panel). Wahrscheinlich kommt die Powerbank auch mit ein paar Volt mehr am Eingang klar. Beim Laden bricht die Spannung dann eh zusammen auf irgendwas zwischen 4 und 5.5 V.

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@ULgeher, was ist das für ein Modul mit dem du den Ladezustand (die Spannung) an der PB anzeigst?

Und zum Entladen, wie verhält sich das TP4056 Modul, wenn die Spannung der Li-Zelle höher ist als die Spannung vom Panel bzw. das TP4056 keine Spannung auf Seiten der Li-Zelle aufbringen kann?

Ich werde mir am WE mal so ein paar Module bestellen und dann mit basteln anfangen...

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vor 5 Stunden schrieb kra:

@ULgeher, was ist das für ein Modul mit dem du den Ladezustand (die Spannung) an der PB anzeigst?

Und zum Entladen, wie verhält sich das TP4056 Modul, wenn die Spannung der Li-Zelle höher ist als die Spannung vom Panel bzw. das TP4056 keine Spannung auf Seiten der Li-Zelle aufbringen kann?

Ich werde mir am WE mal so ein paar Module bestellen und dann mit basteln anfangen...

Das Modul ist dieses hier. Ich habe es aber noch nicht. Ein anderes, welches ich habe, hat 4 einzelne LEDS und funktioniert, es ist mir aber zu gross.

Ich meine, keinen Strom zurück ins TP4056-Modul gemessen zu haben. Ich bin mir aber nicht mehr zu 100% sicher, ob das Panel dran war, was natürlich wichtig ist. Ich werde das aber nochmals zur Sicherheit überprüfen. Falls doch Strom zurück fliessen sollte, würde ich eine Schottky-Diode einsetzen.

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Vielen Dank für das Teilen deines Wissens. 

Eine Frage in die Elektronik-Runde: bei meiner NiteCore Stirnlampe (nicht UL...) läßt sich der Ladezustand über eine codierte Signalfolge der LED auslesen . Zuerst 3/4 Blinks für V, dann 1-10 für die 1/10 V. Kennt jemand einen separaten Chip, der das bietet? Das wäre vrm. deutlich kleiner und leichter realisierbar.

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vor 9 Stunden schrieb kra:

Eine Frage in die Elektronik-Runde: bei meiner NiteCore Stirnlampe (nicht UL...) läßt sich der Ladezustand über eine codierte Signalfolge der LED auslesen . Zuerst 3/4 Blinks für V, dann 1-10 für die 1/10 V. Kennt jemand einen separaten Chip, der das bietet? Das wäre vrm. deutlich kleiner und leichter realisierbar.

Dafür könnte man wohl einen kleinen Mikrocontroller mit eingebauter Spannungsreferenz und A/D-Wandler nehmen und selbst programmieren. Das wäre nicht allzu kompliziert, wäre für mich aber nur interessant, um noch weitere Funktionen einzubauen wie etwa eine dimmbare Taschenlampe. Gewicht und Platz spart man bei einer solchen Selbstbaulösung eher nicht.

Falls Gewicht und Grösse das Ziel ist, würde es sich allenfalls lohnen, eine kleine Platine anzufertigen auf der gleich alles mit drauf ist inklusive USB-Buchsen und Schalter (also nicht fertig gekaufte Module verwenden). Damit würde auch die Verkabelung entfallen. Das würde sich aber wohl nur für eine Kleinserie ab ein paar Dutzend Stück lohnen und doch wieder viel Zeit erfordern.

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    • Von Hunding
      Aus China hatte ich mir kürzlich ein Outdoor-Solarpanel gekauft, und zwar zum Preis von knapp 30 Dollar und somit gerade noch innerhalb der Einfuhr-Freigrenze (reichlich 26 Euro). Es liegt jetzt auf meinem Balkon in der prallen Sonne (11 Uhr MESZ), und ich messe:
      5,08 Volt
      1,20 Ampère
      = 6,1 Watt
      Gewicht: 458 Gramm (mit einem von zwei Karabinern)
      Maße, aufgeklappt: 58 cm x 26 cm
      Gestern, bei sehr trübem Wetter, kam ich in den Stunden der guten Tageshelligkeit auf 4,8 Volt und 0,3 Ampère (1,4 Watt).
      Das Gerät hat zwei USB-A-Anschlüsse, mit beiden gleichzeitig habe ich noch nicht experimentiert.
       

    • Von ChristianS
      Moin zusammen,
      anders als sonst bei meinen Projekten möchte ich mal mein MYOG-Solarpanel-Projekt als work-in-progress vorstellen.
      Es ist also noch nicht fertig und ich weiß auch noch nicht, ob es am Ende wirklich was wird.
      Mit den so käuflich zu erwerbenden Produkten für unseren Einsatzzweck bei Trekkingtouren bin ich nicht zufrieden. Die hochpreisigen, leistungsfähigen Panels sind zu schwer, die kleinen relativ leichten zu leistungsschwach. Im letzten Sommer bin ich zwar ganz gut mit einem kleinen 5V-"10Watt"-China-Panel + 5000mAh Powerbank gefahren, aber mehr als einen Regentag konnte die Lösung trotz gemäßigter Smartphone-only Nutzung nicht versorgen.
      Also: Selbermachen. Doppel so groß wie die 5V-China-Panels mit den 2 Sunpower-Zellen, also 4 Sunpowerzellen sollen es werden. Auf Ebay wurde ich fündig und habe kurzerhand 10 Sunpowerzellen C60 bestellt. So sehen die aus:

      Vorderseite

      Rückseite
      Da jede Zelle je nach Last und Bestrahlungsintensität so 0,4 bis 0,7V hat, muss ich die 4 Zellen in 12 Stücke zerteilen, um dann durch Reihenschaltung der 12 Zellen eine für die Ladeschaltungen kompatible Nennspannung von 6V zu haben. Also jede Solarzelle in 3 Teile teilen, zum Glück passt das auch mit der rückseitigen Verschaltung der Zellen.
      Das Zerteilen habe ich erst mal per Cutter, dann per Schere und Glasschneider probiert, aber jede Methode beschädigt die super empfindlichen Zellen. Schließlich hatte ich Erfolg mit der Methode Mini-Trennschleifer, die ich im Internet gefunden hatte:

      Mit einem Dremel, Mini-Diamant-Trennscheibe und Führungsvorrichtung konnte ich die Zellen einigermaßen gut teilen. Es gab aber viel Ausschuss...
      Als nächstes habe ich die Zellen auf einer Pappe als Unterlage angeordnet und die Verbindungsstellen schonmal mit Lötzinn benetzt:

      Im nächsten Schritt habe ich die einzelnen Stücke mit Klebebandstückchen fixiert und die Einzelzellen mit diesen dünnen Nickelbändern verbunden. So sieht das dann von oben aus:

      Um nun vor dem Laminieren des Panels möglichst alle Löt- und Verschaltungsfehler auszuschließen möchte ich das Konstrukt mal in die Sonne halten und die Gesamt- und Einzelspannungen messen. Dafür habe ich mir eine kleine Konstruktion aus zwei Plexiglasresten und Holzlatten gebaut, auf die das Provisiorium wieder mit Klebeband vorsichtig fixiert wurde:


      So kann ich das Ganze jetzt in die Sonne halten und von hinten die Zellspannungen messen.
      Fehlt gerade nur noch die Sonne...
       
      Wenn alles in Ordnung ist, geht es im nächsten Schritt an den Laminataufbau!
      to be continued
    • Von Stephanie
      Hallo Zusammen, 
      es geht um das Thema Solar-Panels. Da auch ich es leit bin, von Steckdose zu Steckdose zu laufen, würde ich bei meinen zukünftigen Wanderungen gerne unabhängiger sein. 
      Gesucht wird eine Kombination aus Solar-Panel und einer 10.000mAh Powerbank. Einsatzgebiete sind verschieden von Wüste bis Regengebiete (PCT). Es soll sich um ein verlässliches Gerät handeln was mich im Einsatz bei Long-Distance-Trails nicht bereits nach wenigen Wochen/Ladungen im Stich lässt. Möglichst leicht ist natürlich selbstverständlich
      Ich weiß, dass es hierzu auch schon einige Beiträge gibt und habe mich brav den Morgen durch das Forum gelesen bin aber leider noch zu keinem adäquaten Produkt gekommen. @Stromfahrer dein Beitrag über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Stromversorgung war wirklich der Hammer, herzlichen Dank für deinen ausführlichen Bericht und die darin investierte Zeit! Von diesem Beitag inspiriert, habe ich mich nun auch für das Modell Solar-Panel und Powerbank entschieden, weiß aber ehrlich gesagt nicht, welche Produkte/Marke ich wählen soll. Alle hier im Forum genannten Produkte haben teilweise nur medium-gute Bewertungen im Netz bzw. Amazon. Der Preis spielt keine große Rolle, da mir Qualität wirklich wichtig ist und ich wie gesagt nicht mitten in der Sierra ohne Strom dastehen möchte. Als Endgerät soll ein Samsung S20 täglich geladen werden. Die Powerbank gilt lediglich als Backup, sollte das Sonnenlicht/Tageslicht mal nicht ausreichen um mein Smartphone zu füllen. Ich würde ungerne darauf verzichten, weil ich mir wirklich sicherer damit fühle. 
      Mir viel folgendes Produkt ins Auge: SunnyBAG Leaf PRO: https://www.amazon.de/SunnyBAG-Leaf-2018-leichteste-Solarpanel/dp/B07CN5K8JK/ref=psdc_1385092031_t1_B01M1L3ELC
      Ich fand die Größe, Design (mit den vier Befestigungsmöglichkeiten) und die Tatsache, dass es biegbar ist ganz praktisch. Aber auch hier sind mir die letzten negativen Bewertungen mit Verweiß auf einen schlechten Kundenservice aufgefallen. Nun zu meiner Frage: Mit welchen Solar-Panel habt ihr bereits dauerhaft gute Erfahrungen gemacht und könnt es guten Gewissens empfehlen? Sind vielleicht hier Thruhiker die einen gesamten Fernwanderweg mit so einem Ding durchgelaufen sind und auch nach 4-6 Monaten noch begeistert sind?
      Ihr habt mir bei all meinen Anliegen immer sehr weiter geholfen und mir die ein oder andere Entscheidung abgenommen, daher freue ich mich auch diesmal sehr über zahlreiche Antworten und Berichte. 
      Danke und liebe Grüße, Steffi
      P.S. Bitte mit technischer Aufklärung für Dummis  Elektronik ist jetzt nicht soooo ganz mein Fachgebiet
    • Von Ultralight82
      Hallöchen, habe wie versprochen mal alles ausgemessen und komme ohne viel Schwafelei zu den Technischen Daten :

      Gewicht inkl des Kabels : 117g

      Kapazität laut Hersteller: 5000mha
      Kapazität gemessen : 3139mha sind bis Abschaltung der Powerbank verfügbar

      Anmaßung in mm:  92x64x12
      Anschlüsse: 2x USB 1x mit1A Ladestrom
      1x mit 1,5A Ladestrom
      Doppelkabel mit micro USB  sowie USB type c Ladenschluss der Powerbank ist ebenfalls mit beiden der oben genannten Anschlüsse möglich und geht zügig von statten. 
      Fazit: nicht ganz wie versprochen aber dennoch gut. 
      Mein Einsatzgebiet:
      Die Powerbank wird auf Tagestouren oder einfachen Overnightern mit dabei sein. 
      Herzlichen Dank für eure Zeit und ich hoffe geholfen zu haben. 
    • Von DonCamino
      Stromfahrer hat diesen Beitrag moderiert: Hinweis: Dieser Faden entstand als Ausgliederung des Fadens Iterationen einer Solarpanel-Powerbank-Lösung.
      Hallo zusammen,
      Achtung Voll-Laie!
      Ich kapiere das ganze Strom-Thema überhaupt nicht.
      ich würde gerne ausschließlich mein Smartphone z.B. mit dem super leichten Folomov A1 Ladegerät und einem AA-Akku laden (z.Zt. Xiaomi Mi A1 (3080 mAh Akku)).
      Einfache? Frage: geht das mit dem Folomov A1 Ladegerät und einer hier angesprochenen AA 18650? Das soll nur ein (sehr leichtes) Backup sein in der Zivilisation und keine Überlebenslösung für die Wildnis. Wenn das nicht geht, welche ähnlich leichte, preiswerte Alternative (ich hab gelesen, ich kapier das meiste technisch nicht  :-/ ).
      Danke für Tipps
      DonCamino
       
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