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Ultraleicht Trekking

Puffy nähen - Materialfragen


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Liebe Forumsmitglieder,

ich überleg schon die ganze Zeit hin und her, wie ich meine Oberbekleidung um etwas Warmes für Pausen oder im Zelt (oder ganz selten auch mal beim Laufen) ergänze. Gerade habe ich mir eine Windjacke aus 20D Ripstop-Nylon genäht. Ist noch nicht ganz fertig, der Prototyp aber schon. Den Schnitt könnte ich auch für einen Puffy mit Kufa-Füllung verwenden. Daher lese ich auch immer megainteressiert mit, wenn Erfahrungen zu diesem Thema gepostet werden.

Mich treibt gerade um:

Verschluss: Spricht etwas dagegen, die Jacke mit Kamsnap-Knöpfen zu nähen, damit man sie sich von vorn "vorknöpfen" kann, wenn man einen Rucksack anhat? Die Timmermade SUL Climashield jacket ist so gemacht (bzw. auch diese MYOG-Variante von @ChristianS), die EE Torrid dagegen ist mit Reissverschluss.

Isolation: Und würdet Ihr eher 67er Apex (wie bei der Timmermade-Jacke) oder lieber KHT40 (40g, 7 mm Loft, wie @Capere in seiner neuen Jacke)? Und wenn Apex: Das 133 von Extex auseinanderziehen oder trotz höherer Kosten (Versand) lieber das 67er von Adventureexpert?

Außen/Innen: In der Jacke von Capere wird als Außenstoff auch das absolut winddurchlässige Monofil Ripstop-Nylon (34g) verwendet. Und zwar mit dem Argument, dass man für einen Windschutz ja eine Windjacke hat und drüberziehen kann (die ich mir ja gerade genäht hab). Alternativ könnte ich auch nur innen das Monofil verwenden und außen sowas wie das winddichte 10D Ripstop-Nylon von ExTex oder von Adventureexpert. Irgendwas sagt mir, dass ich vielleicht die Winddichtigkeit der Jacke auch gut finden würde, habe aber keinen guten Grund oder Erfahrungen...

Herzlichen Dank schon einmal!

 

 

Bearbeitet von Antonia2020
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  • Antonia2020 änderte den Titel in Puffy nähen - Materialfragen

Würde bezüglich des Nylon Materials dann tatsächlich zum 7D statt 10D raten - fand ich persönlich von der Qualität doch deutlich besser (zog weniger Fäden etc...).

 

Arbeite ansonsten gerade an einer Monolite / KHT 60 Version ohne Kapuze für einen Freund. Insofern kommt da bald auch wieder ein Update. :)

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vor 4 Stunden schrieb Antonia2020:

Außen/Innen

Bei der Wahl des Außenstoffes kommt es primär darauf an, was der Haupteinsatzzweck ist. Soll z.B. die Jacke auch als Active Layer verwendet werden, ist eine hohe Dampfdurchlässigkeit von Vorteil. Bei sehr windig-kaltem Wetter durch eine Windjacke zu ergänzen. Soll es mehr eine Pausenjacke sein, bietet sich gleich ein winddichter Oberstoff an.

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vor 15 Stunden schrieb Antonia2020:

Verschluss:

Auch hier kommt es auf deine Prioritäten an. Eine geknöpfte Jacke ist bei ungünstigen Windverhältnissen ohne Windjacke darüber nicht so dicht wie eine mit Zipper.

Eine Pausenjacke mit winddichtem Oberstoff muss man auch nicht in Aktion mit Rucksack von vorne überziehen können --> eher Zipper.

Mein persönliches Fazit dazu: Jacke auch mit Nutzung in Aktion bei dampfdurchlässiger Stoffwahl --> Knöpfe, kuschelige Pausenjacke --> Zipper.

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vor 17 Stunden schrieb Antonia2020:

Außen/Innen: ...das absolut winddurchlässige Monofil Ripstop-Nylon (34g) ... mit dem Argument, dass man für einen Windschutz ja eine Windjacke hat und drüberziehen kann ... das winddichte 10D Ripstop-Nylon von ExTex oder von Adventureexpert. Irgendwas sagt mir, dass ich vielleicht die Winddichtigkeit der Jacke auch gut finden würde, habe aber keinen guten Grund oder Erfahrungen...

Hallo Antonia!

Ich persönlich würde einen winddichten Außenstoff verwenden. Eine Windjacke habe ich nur bei wärmeren Temperaturen dabei. Wenn es kälter wird, ersetzt die Puffy die Windjacke. Habe höchstens im Winter beides gleichzeitig dabei und da wäre ich froh über jede weitere winddichte Schicht, die eine weitere Luftschicht einschließt.

Was du willst, hängt also von deinem Nutzungsverhalten ab.

mfg
der Ray

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vor einer Stunde schrieb tüddel:

Ich finde diesen winddichten Stoff sehr schön, weil nicht so teuer und einigermaßen robust und von der Haptik finde ich ihn sehr wertig, aber bin mir wegen der Atmungsaktivität nicht so sicher.

In der Beschreibung bei ExTex wird von einer Atmungsaktivität von 10.000g/m²/24h gesprochen. Klingt erstmal gut, aber aktuelle Membran-Regenjacken haben hier 20.000-56.000g/m²/24h oder z.T. sogar mehr. Ist also eher weniger "atmungsaktiv"...

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vor 13 Minuten schrieb ChristianS:

In der Beschreibung bei ExTex wird von einer Atmungsaktivität von 10.000g/m²/24h gesprochen. Klingt erstmal gut, aber aktuelle Membran-Regenjacken haben hier 20.000-56.000g/m²/24h oder z.T. sogar mehr. Ist also eher weniger "atmungsaktiv"...

Genau das gleiche dachte ich auch. Könnte zu Kondensproblemen führen.

mfg
der Ray

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vor 12 Minuten schrieb zopiclon:

 

OT: Welcher Stoff ist denn das? 

Also spontan fallen mir die Jacken von MILO ein. Soll irgendeine UL-3L-Membran sein.

Die EE Visp hat sogar 75.000g/m²/24h:

Zitat

customized 3-layer fabric combines ultralight 7D ripstop nylon, a waterproof/breathable ePTFE membrane, and a soft tricot lining

mfg
der Ray

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Danke @Capere, @ChristianS, @derray - da tendiere ich vielleicht doch zu dem winddichten Stoff und schau mal, ob mein Budget für 7D reicht. Eine kleine Frage noch: Ist das Monolite angenehm auf der Haut? Ich würde es gern für Innen verwenden, weil ich denke, dass da der leicht beschichtete Stoff, den ich dann außen verwende, nicht so sinnvoll ist, oder?

Und natürlich bin ich sehr auf das KHT60-Update gespannt!

 

Bearbeitet von Antonia2020
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vor 3 Stunden schrieb Antonia2020:

Monolite ... Ich würde es gern für Innen verwenden, weil ich denke, dass da der leicht beschichtete Stoff, den ich dann außen verwende, nicht so sinnvoll ist, oder?

Welchen leicht beschichteten Stoff willst du denn außen verwenden? 
Ich persönlich würde bei einer Puffy keinen beschichteten Stoff verwenden. Da kondensiert Schweiß an der Innenseite des Außenstoffes und zieht dann in die Füllung. Bei KuFa zwar nicht so tragisch, wie bei Daune, aber auch nicht toll.

mfg
der Ray

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vor 27 Minuten schrieb derray:

Welchen leicht beschichteten Stoff willst du denn außen verwenden? 
Ich persönlich würde bei einer Puffy keinen beschichteten Stoff verwenden. Da kondensiert Schweiß an der Innenseite des Außenstoffes und zieht dann in die Füllung. Bei KuFa zwar nicht so tragisch, wie bei Daune, aber auch nicht toll.

mfg
der Ray

Danke, dass du nochmal nachhakst. Ich glaube,  ich hab mich missverständlich ausgedrückt. Ich meinte die C6-Imprägnierung des 7D-Nylons von Extremtextil. Oder gibt es solche Stoffe auch ganz ohne was drauf? Bzw. wäre das sinnvoller?

Bearbeitet von Antonia2020
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vor 9 Stunden schrieb Antonia2020:

Ich meinte die C6-Imprägnierung

Zero killed!
Eine Imprägnierung ist keine Beschichtung. Das gibt also kein Problem.

Wenn du außen das leichte 7D Nylon verwenden willst, warum dann innen das schwerere Monofil? Stabiler muss es ja eigentlich außen sein?!

mfg
der Ray

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@derrayIch dachte, dass das besser wäre wegen der hohen Dampfdurchlässigkeit. Weil der 7D-Stoff ja eine Imprägnierung hat und man dann darin richtig schwitzt. Meine implizite Theorie war, dass die Feuchtigkeit, wenn ich innen einen sehr durchlässigen Stoff nehme, eher in der Isolation "hängenbleibt" und nicht so schwitzig auf der Haut ist. Würdest Du aber eher innen auch das imprägnierte 7D-Nylon nehmen?

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vor 10 Minuten schrieb Antonia2020:

Würdest Du aber eher innen auch das imprägnierte 7D-Nylon nehmen?

Ja.
Schwitzen tust du ja hauptsächlich Dampf. Eine Imprägnierung hält den nicht auf. 
Wenn aber innen eine durchgängigere Schicht ist, als außen, geht mehr Luft(mit Dampf gesättigt) von innen in die Isolierung, als von der Isolierung nach außen.
Es wäre auch gar nicht gut, wenn Schweiß in der Iso-Schicht hängen bliebe. Wie gesagt: Bei Kufa nicht ganz so schlimm wie bei Daune, aber auch nicht prickelnd.

Das ist jetzt allerdings schon sehr hohes Niveau und die Auswirkungen minimal. Ich vermute, dass du auf keine der Möglichkeiten, wirklich große Unterschiede feststellen würdest. Auf Tour hab zumindest ich andere Sachen im Kopf.

mfg
der Ray

Bearbeitet von derray
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@derrayDanke. Es stimmt, es nimmt manchmal schon leicht absurde Züge an, um was man sich so Gedanken macht :rolleyes: vor dem Nähen. Irgendwie will man alles richtig machen bei diesen ganzen kleinen MYOG-Entscheidungen. Psychologisch interessant v.a. daher, weil zumindest ich auf viele "große" Dinge nicht so viel Entscheidungszeit oder Gehirnschmalz aufwende...

So oder so, ich freue mich mega über die Tipps und auf das Nähen und dann das entsprechend kuschelig-warme Pausemachen bei den Wanderungen!

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Hej, hast du dich mittlerweile für etwas entschieden? Ich stehe da vor ein paar nähtechnischen Fragen. Wann was genäht wird...

Ich frage mich, wie ich es schaffe, möglichst viele Kanten (rechts auf rechts genäht) eingefasst zu bekommen. Ich hatte mal eine dünne Puffy mit Apex 67 und da haben die "Overlock"-Nähte nicht so richtig gereicht und die Endlosfaser hat angefangen, Fäden zu ziehen.

Ein dünnes Einfassband wäre natürlich auch eine Lösung, aber nicht so meine Wahl!

Gerade gefunden: Vielleicht ist das ja für einige interessant! Ist für die Puffer Jacket von Jalie.

Bearbeitet von tüddel
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Am 21.1.2021 um 11:26 schrieb ChristianS:

In der Beschreibung bei ExTex wird von einer Atmungsaktivität von 10.000g/m²/24h gesprochen. Klingt erstmal gut, aber aktuelle Membran-Regenjacken haben hier 20.000-56.000g/m²/24h oder z.T. sogar mehr. Ist also eher weniger "atmungsaktiv"...

Ist das Problem bzw. die Funktionsweise bei Membranen, dass man eine "gute" Temperaturdifferenz braucht damit das mit der Amtungsaktivität überhaupt funktioniert?
Ein rein kalandrierter Stoff dürfte doch bei jede Temperatur funktionieren.

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