Shabeel Geschrieben Sonntag um 15:51 Geschrieben Sonntag um 15:51 Moin zusammen! Ich bin gerade am Optimieren meiner Packliste fĂŒr die nĂ€chste Tour (evtl. Kungsleden im Sommer) und hĂ€nge aktuell beim Thema Messer fest. Status Quo: Bisher war bei mir immer der Klassiker dabei: Ein Opinel No. 7. Das wiegt ca. 36g, kostet fast nichts und hat fĂŒr die typischen Aufgaben (Salami, KĂ€se, mal eine Verpackung öffnen) eigentlich auch immer "gereicht". Aber der Stahl wird recht schnell stumpf und in den Ritzen sammelt sich Dreck. Die Ăberlegung: Ich spiele mit dem Gedanken, auf ein feststehendes UL-Messer umzusteigen und habe das Böker BFF Packlite (Skeleton Version) im Auge. Die Specs klingen fast zu gut: Gewicht: Das Messer selbst wiegt "nackt" wohl nur ca. 30â31g (also sogar leichter als das Opinel!). Mit Kydex-Scheide kommen natĂŒrlich noch ein paar Gramm dazu, aber das Systemgewicht bleibt extrem niedrig. Der Stahl (CPM MagnaCut): Das ist eigentlich der Hauptgrund, warum ich wechseln will. Soweit ich mich eingelesen habe, soll MagnaCut aktuell der "Heilige Gral" sein. Er verbindet Eigenschaften, die sich frĂŒher eigentlich ausgeschlossen haben: - Extrem RosttrĂ€ge: Fast auf dem Niveau von H1/Tauchermessern. - Schnitthaltigkeit: HĂ€lt die SchĂ€rfe wohl ewig. - ZĂ€higkeit: Bricht nicht so leicht aus wie andere hochgehĂ€rtete StĂ€hle. Meine Frage an euch: Hat jemand das BFF Packlite (oder generell MagnaCut) im UL-Einsatz? Lohnt sich das Upgrade von ca. 10⏠(Opinel) auf ca. 100⏠(Böker)? Und kommt man mit dem nackten Skelett-Griff klar, oder schneidet der bei der erstbesten Holzarbeit sofort in die HandflĂ€che ein? WĂŒrde mich ĂŒber Erfahrungen oder Alternativen in der Gewichtsklasse freuen! GrĂŒĂe!
HEB Geschrieben Sonntag um 17:06 Geschrieben Sonntag um 17:06 ich nutze das Victrinox SD classic mit Schere, Messer, Zahnstocher und Pinzette, wiegt 22g. Nutze es aber fast nie, Nur um mal eine Salami oder tape zu schneiden. die Schere nutze ich, falls ich mal Probleme mit Finger- oder ZehennÀgeln habe. roli, sevenfifty und Blickpunkt reagierten darauf 3
TheRebel Geschrieben Sonntag um 17:10 Geschrieben Sonntag um 17:10 also ich komme auch vom opinel und nutze seit lĂ€ngerem das von dir genannte Böker BFF Packlite (hatte ich hier mal @khyal abgekauft) bei mir stehts inkl original kydex scheide mit 47g in der packliste (leichtere scheide basteln hab ich schon ewig vor aber kam noch nicht dazu :P) also es hĂ€lt die schĂ€rfe gut aber kommt leider immer noch nicht an was rostendes heran... und du musst entweder selber was vom schĂ€rfen verstehen oder einen guten messerschleifer finden! (mir hat auf der letzten reise jmd die klinge mit einem viel zu steilen winkel angeschliffen und ich hatte (wieder zuhause angekommen) ganzschön zu tun das wieder zu retten! vom griff ists ok! fĂŒr wirklich lĂ€ngere schnitzarbeiten wĂŒrd ich mir schon noch etwas drum wickeln aber bisher hat es immer alles mitgemacht! mir wĂ€re es glaube ich keine 100⏠wert! hab glaube damals 65⏠bezahlt und wĂŒrde es auch eher in der preisklasse 60-80⏠sehen! Shabeel reagierte darauf 1
reiber Geschrieben Sonntag um 17:50 Geschrieben Sonntag um 17:50 Wenn das Messer irgendwo als Waffe beschlagnahmt wird, sind halt 100⏠weg. Da bleibt ich lieber beim 10⏠Opinel. Ich habe inzwischen auch nur noch eins mit 6cm Klinge, weil ich letztes Jahr in Spanien war und da wird die KlingenlÀnge am Bahnhof kontrolliert. Thierex reagierte darauf 1
sevenfifty Geschrieben Sonntag um 18:18 Geschrieben Sonntag um 18:18 vor einer Stunde schrieb HEB: ich nutze das Victrinox SD classic mit Schere, Messer, Zahnstocher und Pinzette, wiegt 22g. Nutze es aber fast nie, Nur um mal eine Salami oder tape zu schneiden. die Schere nutze ich, falls ich mal Probleme mit Finger- oder ZehennÀgeln habe. So mache ich es auch.
Shabeel Geschrieben Sonntag um 19:08 Autor Geschrieben Sonntag um 19:08 vor 1 Stunde schrieb HEB: ich nutze das Victrinox SD classic mit Schere, Messer, Zahnstocher und Pinzette, wiegt 22g. Nutze es aber fast nie, Nur um mal eine Salami oder tape zu schneiden. die Schere nutze ich, falls ich mal Probleme mit Finger- oder ZehennĂ€geln habe. Das hab ich auch noch hier liegen. Ist eigentlich in den meisten fĂ€llen sogar ausreichend. Bei meinen mehrtĂ€gigen Alpenwanderungen hab ich oftmals sogar garkein Messer gebraucht, letztes Jahr war ich aber auch mal in DĂ€nemark und Schweden, gerade wenn man sich AnzĂŒnder fĂŒr das Feuer machen will oder sich nen Stock schnitzen will braucht man dann doch was besseres. Aber fĂŒr die Alpen wĂŒrde ich jederzeit nur das kleine Victorinox nehmen. vor 1 Stunde schrieb TheRebel: also es hĂ€lt die schĂ€rfe gut aber kommt leider immer noch nicht an was rostendes heran... und du musst entweder selber was vom schĂ€rfen verstehen oder einen guten messerschleifer finden! Danke fĂŒr deine Erfahrung. Also soweit ich gelesen habe, bekommt man den Stahl genauso Rasiermesserscharf wie die "rostenden", und die SchĂ€rfe soll dann auch recht lange halten. Nur das Schleifen soll schwieriger sein. Denkst du den Stahl bekommt man einfach nicht so scharf, oder liegt es am schliff? vor 54 Minuten schrieb reiber: Wenn das Messer irgendwo als Waffe beschlagnahmt wird, sind halt 100⏠weg. Da bleibt ich lieber beim 10⏠Opinel. Ich habe inzwischen auch nur noch eins mit 6cm Klinge, weil ich letztes Jahr in Spanien war und da wird die KlingenlĂ€nge am Bahnhof kontrolliert. Da hast du natĂŒrlich recht, der finanzielle Schmerz ist bei 100⏠Verlust deutlich gröĂer als bei einem 10⏠Opinel. Das Risiko habe ich auch im Kopf. Aber tatsĂ€chlich ist die Rechtslage ("Beschlagnahmung") fĂŒr mich sogar eher ein Argument FĂR das Böker BFF und gegen das Opinel: In Deutschland: Mein Opinel (feststellbar) fĂ€llt theoretisch unter das FĂŒhrungsverbot (§42a), wenn man es genau nimmt. Das Böker BFF (feststehend <12cm) darf ich hingegen völlig legal fĂŒhren. Ich bewege mich damit also rechtlich auf sichererem Boden als mit dem Klappmesser. Auf Reisen (Bahnhof): Hier muss man aufpassen. Da hilft nur: Messer tief in den Rucksack und ein kleines VorhĂ€ngeschloss an den ReiĂverschluss. Dann ist es ein "verschlossenes BehĂ€ltnis" (Transport) und rechtlich sicher â egal ob 10⏠oder 100⏠Messer. Mit dem VorhĂ€ngeschloss geht man auf Nummer sicher, vermutlich brĂ€uchte man es aber nicht mal. (In Spanien oder auch UK hilft diese Methode natĂŒrlich nicht, aber in DE oder nördlich davon sollte man damit sicher sein) Â
reiber Geschrieben Sonntag um 19:46 Geschrieben Sonntag um 19:46 vor 33 Minuten schrieb Shabeel: Mein Opinel (feststellbar) fĂ€llt theoretisch unter das FĂŒhrungsverbot (§42a), wenn man es genau nimmt. Das kleinere Opinel 5 ist nicht feststellbar. vor 35 Minuten schrieb Shabeel: Auf Reisen (Bahnhof): Hier muss man aufpassen. Da hilft nur: Messer tief in den Rucksack Auf gröĂeren Bahnhöfen in Spanien nutzt das nicht. Das GepĂ€ck wird da geröntgt, wie an FlughĂ€fen. Aber du willst ja nicht nach Spanien.
icefreak Geschrieben Sonntag um 20:24 Geschrieben Sonntag um 20:24 (bearbeitet) Zwei Alternativen: Sanrenmu 7112: ein kleines Folder mit sehr scharfem Hohlschliff, Klinge real 6cm, 36g (um die 15âŹ) Sanrenmu 7130: fixed mit recht breiter ca. 7cm Klinge, V-Schliff mit SekundĂ€rphase, vertrĂ€gt noch einen Nachschliff mit etwas kleinerem Winkel (also spitzer)(ca. 25âŹ) Das Folder wĂ€re mein Gewichts/Leistungssieger, ein echtes Messer mit Nutzwert und kein Spielzeug. Ein Vollmetall-Gentleman-Messer, das auch im Alltag begeistert. Da kann man Kordeln zerschneiden, Brötchen einigermaĂen zerteilen, GemĂŒse zerkleinern, SpĂ€ne schnitzen usw. Das Fixed: da hat man schon was in der Hand, hĂ€lt leichtes Batoning aus, fĂŒr den gröberen Einsatz. Um die 80g mit Kydex Scheide, dĂŒnner Umwicklung (ohne Perlenkette gewogen). Mit MYOG Cordura Scheide deutlich schlanker und paar Gramm leichter, dazu an Riemen anzubringen. Beide Messer haben gescheite StĂ€hle und lassen sich auf guten Steinen nachschĂ€rfen. Vor allem das Fixed ist nicht 100% rostfrei, also wenn man wickelt, trocken halten.  KlingenlĂ€ngen gemessen am scharfen Bereich.  Bearbeitet Sonntag um 20:28 von icefreak Preis korrigiert mtb_squirrel und Shabeel reagierten darauf 2
Blickpunkt Geschrieben Sonntag um 20:33 Geschrieben Sonntag um 20:33 vor einer Stunde schrieb Shabeel: In Deutschland: Mein Opinel (feststellbar) fĂ€llt theoretisch unter das FĂŒhrungsverbot (§42a), wenn man es genau nimmt. Das Böker BFF (feststehend <12cm) darf ich hingegen völlig legal fĂŒhren. Ich bewege mich damit also rechtlich auf sichererem Boden als mit dem Klappmesser. OT: Nur mal um das Thema Waffengesetz und Taschen- bzw. Kleinstmesser âanzuschneidenâ⊠Manchmal braucht man ja gar kein Messer aber die anderen nĂŒtzlichen Dinge z.B. am Victorinox Classic SD. Dann könnte das hier interessant werden: https://www.victorinox.com/de-DE/Produkte/Swiss-Army-Knifeâą-and-Tools/Essentials/Jetsetter/p/0.6263
icefreak Geschrieben Sonntag um 20:54 Geschrieben Sonntag um 20:54 vor 4 Stunden schrieb Shabeel: Und kommt man mit dem nackten Skelett-Griff klar, oder schneidet der bei der erstbesten Holzarbeit sofort in die HandflĂ€che ein? Je nach dem, wie lange du Holz bearbeitest, wĂ€re ein anderes Messer mit einem richtigen Griff eine bessere Wahl. Auch mit Schnurwicklung wird das nur fĂŒr kleinere, gelegentliche Holzarbeiten taugen. Mir ist bei der (nach)Recherche noch das Mora Eldris vorgeschlagen worden: ein echtes Arbeitsmesser mit massiven Griff, da kannst Du Dir viele AnzĂŒndspĂ€ne oder Wanderstöcke schnitzen. Mit 77g auch nicht allzu schwer fĂŒr ein echtes Werkzeug. Ich kenne es aber selber nicht. BTW, ich habe mir tatsĂ€chlich schon Heringe geschnitzt, weil ich auf einer 20cm Humusschicht mein Tarp aufstellen wollte. Â
schwyzi Geschrieben Sonntag um 21:05 Geschrieben Sonntag um 21:05 vor 1 Stunde schrieb Shabeel: Deutschland: Mein Opinel (feststellbar) fĂ€llt theoretisch unter das FĂŒhrungsverbot (§42a), wenn man es genau nimmt Nachdem das nun schon zweimal zitiert wurde - wenn man's genau nimmt, stimmt das eben nicht. Das Opinel ist kein Einhandmesser. Und das Merkmal "feststellbar" ist kein Merkmal der IllegalitĂ€t. Und selbst ein Taschenmesser ohne Feststellmechanismus ist in den diversen Waffenverbotszonen in D grundsĂ€tzlich verboten, wenn es nicht zugriffsicher verwahrt wird. In Hamburg ist das z. B. nicht nur jeder Bahnhof, sondern sogar jede StraĂenbahn- oder Bushaltestelle. Ansonsten ist sowohl das Skelettmesser als auch das Opinel safe. mtb_squirrel und Barbarix reagierten darauf 2
fettewalze Geschrieben Sonntag um 23:16 Geschrieben Sonntag um 23:16 (bearbeitet) Ich bin seit Jahren ohne Probleme messerlos unterwegs und habe es nie vermisst. Statt des Victorinox bzw. fĂŒr die Alpen kĂ€me ein Gear Swifts Scalpel Knife No.36 Tick Remover (40mm Klinge, 3,5g, 13âŹ, Ersatzklinge 1,60âŹ) in Betracht. FĂŒr SULer gibt es auch noch das Scalpel No.11 mit 2,7g, 19mm Klinge und Nadel. FĂŒr Holzbearbeitung sind beide natĂŒrlich nicht gedacht. đ Bearbeitet Sonntag um 23:45 von fettewalze Blickpunkt reagierte darauf 1
TheRebel Geschrieben Sonntag um 23:16 Geschrieben Sonntag um 23:16 vor 4 Stunden schrieb Shabeel: vor 6 Stunden schrieb TheRebel:  Danke fĂŒr deine Erfahrung. Also soweit ich gelesen habe, bekommt man den Stahl genauso Rasiermesserscharf wie die "rostenden", und die SchĂ€rfe soll dann auch recht lange halten. Nur das Schleifen soll schwieriger sein. Denkst du den Stahl bekommt man einfach nicht so scharf, oder liegt es am schliff? also frisch geschliffenist es rasiermesserscharf also auch durchaus genauso scharf wie meine rostenden messer aber es bleibt nicht gaanz solange scharf... aber es ist deutlich besser als alle anderen rostfreien messer die ich bis her benutzt habe!
RaulDuke Geschrieben Montag um 06:08 Geschrieben Montag um 06:08 (bearbeitet) Mit dem Victorinox Classic SD, bin ich in den letzten 3 Jahren X Mal geflogen. Beim ersten Mal hatte ich vergessen, das ich es in der Hosentasche und habe dann selbst gesagt, als ich es an der Sicherheitsschleuse aus der Hosentasche holte, das es dann wohl weg wĂ€re. Der Sicherheitsmann hat sogar noch einen Vorgesetzten gefragt und der gab mit der BegrĂŒndung sein Ok, das es eine Klinge hĂ€tte, die kĂŒrzer als 6cm ist. Meistens fliege ich nur mit HandgepĂ€ck und habe seit dem immer mein Messer in der Hosentasche (lege es dann am Checkpoint in eine dieser Kunststoffschalen) und habe nie ein Problem gehabt. P.S. Gebraucht habe ich es bis jetzt tatsĂ€chlich nur, um Wurst oder KĂ€se zu schneiden! Bearbeitet Montag um 06:12 von RaulDuke Blickpunkt reagierte darauf 1
Shabeel Geschrieben Montag um 08:14 Autor Geschrieben Montag um 08:14 @schwyzi Danke fĂŒr die Klarstellung! Da war ich tatsĂ€chlich auf dem Holzweg. Stimmt, das Opinel ist ja Zweihand-Bedienung (Nagelhau), damit ist die Arretierung egal. Gut zu wissen, dass ich mich da bisher doch legal bewegt habe. Dass in den "Waffenverbotszonen" (Bahnhof/HH) sowieso fast alles verboten ist, ist ein wichtiger Punkt â da bleibt fĂŒr die Anreise also so oder so nur: ab in den Rucksack  vor 10 Stunden schrieb icefreak: Je nach dem, wie lange du Holz bearbeitest, wĂ€re ein anderes Messer mit einem richtigen Griff eine bessere Wahl. Auch mit Schnurwicklung wird das nur fĂŒr kleinere, gelegentliche Holzarbeiten taugen. Es gibt aber Griffschalen zu kaufen, bzw. auch ein Komplettpaket mit Griffschalen hier. Wobei, da kostet das StĂŒck Plastik 40⏠Aufpreis, finde ich schon teuer. @icefreak Die beiden Sanrenmu sehen auch nicht schlecht aus und wĂŒrden vermutlich rein von der Funktion her reichen. Aber meine Ăberlegung war: Einmal das Geld richtig investieren, lange haben und dann auch nichts anderes mehr kaufen. Ich bin gar kein "Messerfreak" oder Sammler. Ich hab nur das ĂŒbliche Schweizer Taschenmesser im VW Bus (sehr praktisch â hab damit mal, als die Seitenscheibe gesprungen ist, ein Plexiglas aus dem Baumarkt gesĂ€gt und die Ecken rund gefeilt, damit es fĂŒr den restlichen Norwegentrip gepasst hat!), dazu das kleine Victorinox Classic SD und eben das Opinel No7. @fettewalze Danke fĂŒr die Links! FĂŒr meine Alpen-Touren bin ich durchaus nicht abgeneigt, mir so ein Mini-Skalpell anzuschaffen. In der Regel brauche ich da eh nie ein Messer, aber zur Not eines zu haben (auch wenn man die TĂŒtensuppe auch mit den ZĂ€hnen aufbekommt), ist einfach besser. Meine jetzige Suche nach einem "richtigen" Messer, mit dem man auch mal AnzĂŒndholz schnitzen kann, bezieht sich wirklich primĂ€r auf die Touren nördlich von Deutschland. @TheRebelDanke fĂŒr deine Erfahrung. Vielleicht reicht es mir ja fĂŒr meine Zwecke, ich meine, ich rasier mich damit ja nicht. Solange die (etwas-weniger-als-Rasiermesser-)SchĂ€rfe sehr lange bestehen bleibt, wĂ€re das ja schon ein Gewinn. Was ist also zu tun? Ein gĂŒnstiges Messer kaufen und öfter schĂ€rfen â oder einmal richtig Geld auf den Tisch legen und auf lange Frist seine Ruhe haben? Oder hat man damit auch nicht seine Ruhe? Kenne mich mit den ganzen MesserstĂ€hlen nicht so aus, ich such ein bisschen die "Eierlegendewollmilchsau" die noch dazu kaum was wiegt.
icefreak Geschrieben Montag um 08:44 Geschrieben Montag um 08:44 vor 17 Minuten schrieb Shabeel: Einmal das Geld richtig investieren, lange haben und dann auch nichts anderes mehr kaufen. Die Sanrenmu Messer haben sehr ordentliche StĂ€hle, öfter mal am Wetzstahl/keramik abziehen sollte reichen. Diese neuen WunderstĂ€hle, das sehe ich als gelernter Metaller etwas nĂŒchterner, die kochen auch nur mit Wasser. Alles ab 440C sind brauchbare StĂ€hle, da ist dann die Schneidengeometrie und vor allem korrekte WĂ€rmebehandlung wichtiger. Messer besitzen und nutzen heiĂt nun mal Pflege. AuĂer Du nimmst Wegwerfklingen oder ein Keramikmesser. Von meinen genannten Messern habe ich das Fixed schon einige Jahre im Gebrauch und habe es einmal nachgeschlifen auf einem Wasserstein. HauptsĂ€chlich, um die SchĂ€rfe zu erhöhen. Ich gehe davon aus, dass Messer Werkzeuge sind und als solche auch kaputt gehen können oder verloren gehen. Dann tun mir die 15 oder 25⏠nicht so weh, wird ein neues geordert. So wie man das mit einem Schraubenzieher macht, der rund geworden ist.  mtb_squirrel reagierte darauf 1
reiber Geschrieben Montag um 08:59 Geschrieben Montag um 08:59 OT: vor 12 Minuten schrieb icefreak: So wie man das mit einem Schraubenzieher macht, der rund geworden ist. Ein guter Schraubendreher wird normalerweise nicht rund.đ
TheRebel Geschrieben Montag um 09:52 Geschrieben Montag um 09:52 vor 52 Minuten schrieb reiber: Ein guter Schraubendreher wird normalerweise nicht rund.đ also das böker bff packlite ist ĂŒbrigens kein schraubenzieher... meiner spitze fehlt ein halber mm weil ich das messer das ein oder andere mal als schraubenzieher benutzt habeÂ
Shabeel Geschrieben Montag um 12:06 Autor Geschrieben Montag um 12:06 (bearbeitet) @icefreak Cool, dass noch ein Metaller am Start ist! đ Ich komme aus dem Maschinenbau und bin da ganz bei dir: Die WĂ€rmebehandlung ist das A und O. Ich habe selber oft genug Werkzeuge hergestellt, gehĂ€rtet und angelassen â und auch schon Ausschuss produziert, weil ich es mit der HĂ€rte zu gut gemeint habe und die ZĂ€higkeit auf der Strecke blieb. Lehrgeld eben. Aber genau wegen diesem Hintergrund sehe ich das Thema "WunderstĂ€hle" (Pulvermetallurgie / CPM) etwas anders, nĂ€mlich genau wie den Unterschied zwischen HSS und SinterblĂ€ttchen (HM-Wendeschneidplatten) an der Drehmaschine: Klar, mit HSS kommt man auch ans Ziel. Aber da kĂ€me ja heute auch keiner mehr auf die Idee zu sagen: "Ach, Hartmetall kocht auch nur mit Wasser". Es ist eben gepresster Metallstaub (Sintertechnik), der durch das Verfahren ganz neue GefĂŒgestrukturen und Legierungen ermöglicht, die wir mit dem klassischen Schmelzen frĂŒher physikalisch gar nicht hinbekommen haben. Die Vorteile gegenĂŒber HSS bei Standzeit und VerschleiĂ sind ja unbestritten. Was ich 2010 in der Berufsschule gelernt habe, ist teilweise schon wieder Geschichte â die Materialforschung hat da riesige SprĂŒnge gemacht. Deswegen reizt mich der MagnaCut auch so: Ich suche quasi die "moderne HM-Platte" fĂŒr die Hosentasche. Ich verstehe deinen Ansatz absolut, das Messer als reines VerschleiĂwerkzeug zu sehen (wenn das 25⏠Teil weg ist, ist es weg). Aktuell frage ich mich daher, ob ich dem "Technik-Nerd" nachgeben und Geld fĂŒr ein Messer ausgeben soll, das ich zwei- bis dreimal im Jahr wirklich brauche â oder ob die Vernunft siegt und ich einfach was GĂŒnstiges um die 30⏠kaufe und halt nach jeder Tour nachschleife. Wird wahrscheinlich auch funktionieren. đ FĂŒr die Alpen-Touren, wo ich wirklich richtig wenig Gewicht haben will, werde ich mir auf jeden Fall so ein Skalpell-Messer besorgen, wie hier im Thread empfohlen wurde. FĂŒr Skandinavien fehlt mir einfach die Erfahrung, um zu wissen, was ich da wirklich brauche. Bei meiner letzten (kurzen) Tour habe ich vielleicht einmal Feuer gemacht und ein bisschen geschnitzt. Als Messer-Neuling kann ich die Standzeit ĂŒblicher StĂ€hle null einschĂ€tzen: Merkt man da drauĂen beim Stöckchen-Schnitzen wirklich einen Unterschied, oder ist das eher akademisch? Bearbeitet Montag um 12:07 von Shabeel
MBo Geschrieben Montag um 12:37 Geschrieben Montag um 12:37 Weil 's passt verlinke ich mal auf den Thread hier im Forum zu §42 ff Waffengesetz und der schon einmal gefĂŒhrten Diskussion:  Ich nehme eigentlich immer wenn ich mehrere Tage unterwegs bin ein Taschenmesser mit. PrimĂ€r das Opinel 8, aber gerne auch ein Schweizer TM stattdessen. Der Grund ist schlicht die Erfahrung, dass ich es unterwegs immer benutzt habe. Zuletzt war ich im Mai 2025 in SĂŒdfrankreich mit meinem Opinel. Mein Mitpilger und ich standen eines Abends vor dem Problem, eine Weinflasche entkorken zu mĂŒssen (ZwĂ€nge gibt's ... đ«Ł). Beide hatten wir "nur" unsere Opinel dabei ... Dieses Jahr geht's nach Irland und einer von uns nimmt ein Schweizer TM mit (50g mit Korkenzieher, Dosenöffner, Kapselheber und 6 cm Klinge). Bestimmt nicht UL, nur teilweise zum Holz bearbeiten, aber nötig. Transport in Deutschland im Rucksack wie in dem Thread beschrieben, im Flieger aufgegeben als GepĂ€ck.
Capere Geschrieben Montag um 13:04 Geschrieben Montag um 13:04 Richtig Ultraleicht ist ĂŒbrigens auch dieses 5g Skalpell Messerchen von Chouka:Â https://le-chouka.com/de/shop/klettern-berg-ski/ultraleichtes-chouka-messer/ yoggoyo, Blickpunkt und Lolaine reagierten darauf 2 1 SUL Wandern / Trekking - <4.6lb / 2.08kg: https://lighterpack.com/r/um0g9u
icefreak Geschrieben Montag um 16:42 Geschrieben Montag um 16:42 vor 4 Stunden schrieb Shabeel: Aktuell frage ich mich daher, ob ich dem "Technik-Nerd" nachgeben und Geld fĂŒr ein Messer ausgeben soll, das ich zwei- bis dreimal im Jahr wirklich brauche â oder ob die Vernunft siegt und ich einfach was GĂŒnstiges um die 30⏠kaufe und halt nach jeder Tour nachschleife. Wird wahrscheinlich auch funktionieren Kauf einfach alle drei Messer: deins und meine VorschlĂ€ge Im Grunde können wir Dir hier nicht wirklich helfen. Die Entscheidung ist doch schon gefallen. Der letzt Test - direkt negative Erfahrungen mit dem tollen Messer - ist ja pro Messer ausgefallen. Wenn es DIR das wert ist, triff DEINE Entscheidung. Ăbrigens, meine Messer muss ich nicht nach jeder Tour nachschleifen. Abziehen langt.Â
Shabeel Geschrieben Montag um 17:11 Autor Geschrieben Montag um 17:11 vor 19 Minuten schrieb icefreak: Kauf einfach alle drei Messer: deins und meine VorschlĂ€ge Lieber nicht, ich hab ungern alles doppelt und dreifach rumliegen. Ich will nicht das Sammeln anfangen đ vor 21 Minuten schrieb icefreak: Im Grunde können wir Dir hier nicht wirklich helfen. Doch doch, ihr könnt mir sagen was Sinn macht und was einfach nur teuer ist und nur auf dem Papier gut klingt. Ich bekomme die Woche ein "Böker Plus Cataclyst Flipjoint" geschenkt. Leider wiegt es 77g und ist damit nicht wirklich ultraleicht, aber man kann ja Erfahrung draus sammeln. Die Klinge ist aus 440C Stahl, vielleicht reicht mir das ja. Auf Dauer wirds das aber vermutlich wegen des Gewichts nicht, aber vielleicht liegt es ja so gut in der Hand das ich es doch behalte?
icefreak Geschrieben Montag um 21:23 Geschrieben Montag um 21:23 vor 4 Stunden schrieb Shabeel: Ich bekomme die Woche ein "Böker Plus Cataclyst Flipjoint" geschenkt. Leider wiegt es 77g und ist damit nicht wirklich ultraleicht Also ich wĂ€re bereit, das Mehrgewicht zu schleppen und Deine Messerordnung zu bewahren  Hier ist meine Adresse: ⊠Im Ernst, vielleicht reicht das schon dicke, gerade mit dem Griff und man muss nur testen, ob man mit der Klingengeo eine gescheite SchnittfĂŒhrung hinbekommt.
Bimbola Geschrieben Dienstag um 21:23 Geschrieben Dienstag um 21:23 Ich benutze ein BĂ€ckermesser. Das wiegt 20g. BĂ€ckermesser haben eine gezahnte Klinge und die VerletzungsgefĂ€hr ist dadurch viel geringer. Trotzdem lassen sich damit alle Lebensmittel gut schneiden. Es ist viel einfacher zu öffnen als ein Taschenmesser mit einer Rille fĂŒr den Fingernagel. Ich bin voll zufrieden damit.Â
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