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Ultraleicht Trekking

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Ingo Zamperoni war dieses Jahr mit seinem Team am PCT unterwegs.

 

Die dort entstandene Sendung gibt es in der ARD zu sehen:

 

http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/wdr/der-wilde-westen-zu-fuss-100.html

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Sagt bitte noch mal jemand Bescheid, sobald der Film in der Mediathek steht.

 

OT: Ich habe keinen Fernseher, muss aber wegen der Reichsfunksteuer möglichst oft Mediathek schauen :cry: 

OT: Eine Alternative zur Mediathek und TV ist http://www.onlinetvrecorder.com/v2/

 

Grüße,

Magic

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Der Film ist jetzt in der Mediathek.

 

Ist ne ganz nette, aber kurz wirkende Doku. Die Vorgeführten Strapazen und Beschwerden der Protagonisten kann ich so zwar nicht bestätigen, aber die hatten ja auch alle zu große und zu schwere Rucksäcke :mrgreen:

 

schöne Grüße

Micha

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Ist schon sehr beeindruckend !!!

Mal 2 Fragen generell:

 

Ich hoffe die vielen Leute gibts nur in den Lodges oder ist das wie auf dem Kungsleden, wenn man ihn falsch rum läuft wird man tot getrampelt ?

 

Wie macht man das denn dort auf so langer Strecke mit dem Kartenmaterial?

Ist der PCT so gut ausgebaut, das man keine Karte oder nur ne grobe Übersicht braucht, muss man sich die Karten unterwegs schicken lassen, kauft man sich die vor Ort immer für den nächsten Abschnitt?

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Ist schon sehr beeindruckend !!!

Mal 2 Fragen generell:

 

Ich hoffe die vielen Leute gibts nur in den Lodges oder ist das wie auf dem Kungsleden, wenn man ihn falsch rum läuft wird man tot getrampelt ?

 

Wie macht man das denn dort auf so langer Strecke mit dem Kartenmaterial?

Ist der PCT so gut ausgebaut, das man keine Karte oder nur ne grobe Übersicht braucht, muss man sich die Karten unterwegs schicken lassen, kauft man sich die vor Ort immer für den nächsten Abschnitt?

Größere Menschenansammlungen gab es eigentlich nur an bestimmten Orten, wie eben dem Kickoff, den Hot Springs oder der Timberline Lodge (es gibt nur die eine). Geht man den PCT jedoch von Nord nach Süd muss man sich definitiv durch ne ziemliche Herde kämpfen!

 

Karten kann man sich umsonst als PDF runterladen und ausdrucken (lassen) dann schickt man sich entsprechend den Stapel an unnötigen Karten vorraus zur nächsten Ortschaft. Wer seiner Elektronik vertraut kann auch ganz auf Papier-Karten verzichten und alles übers Handy machen: entweder mit eben diesen PDF Karten oder mit ner App von Halfmile oder Guthook.

 

schöne Grüße

Micha

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Ich hoffe die vielen Leute gibts nur in den Lodges oder ist das wie auf dem Kungsleden, wenn man ihn falsch rum läuft wird man tot getrampelt ?

 

 

ist wirklich schade, statt die wundervolle landschaft (aus wanderer-perspektive, statt aus dem flugzeug) zu zeigen, besteht über die hälfte des films aus irgendwelchem gerede.

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Etwas zu kurz gekommen, ist meiner Meinung nach, die herrliche Landschaft. Ich hätte so gern mehr gesehen, vom Trail und den Wanderern.....

 

BTW: Beim Gear-Check anfangs dachte ich tatsächlich für eine Sekunde, die Dame hat Gummihandschuhe zum Abspülen ihrer Ausrüstung dabei...... :)

Was es nicht alles gibt - als Regenschutz waren die vorgesehen ! :D

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Ja, über das Gummihandschuhgirl mußte ich auch erst schmunzeln, aber am Ende voller Respekt, dass sie, wohl beim Start sehr unerfahren, den kompletten Trail durchgelaufen ist. Und das, obwohl mehrere Partnerinnen unterwegs aufhören mußten !!!

 

Sehr richtig. Das sollte ihre Leistung in keinster Weise schmälern. Ich bin mir nicht sicher, ob ich überhaupt ein Viertel des Weges schaffen würde....

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Es gibt übrigens noch einen tolleren Film vom PCT, gut angelegte 15 $:

 

http://tellitonthemountain.com/

 

 

ist wirklich schade, statt die wundervolle landschaft (aus wanderer-perspektive, statt aus dem flugzeug) zu zeigen, besteht über die hälfte des films aus irgendwelchem gerede.

 

Reine Budgetfrage, was meinst Du was es kostet tagelang auf dem Trail rumzulaufen und Landschaft zu filmen... Wirst Du bei gleichem Budget nicht besser hinbekommen.

 

mfg

cane

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Reine Budgetfrage, was meinst Du was es kostet tagelang auf dem Trail rumzulaufen und Landschaft zu filmen... Wirst Du bei gleichem Budget nicht besser hinbekommen.

 

Bei diesem Film ging es doch nicht vorrangig um den Weg selbst und die tolle Landschaft, sondern um die Leute, die ihn gehen, und was das mit ihnen macht. Das befriedigt vielleicht nicht Eure Bedürfnisse, ist aber genauso legitim. Und für das, was er war, war er nicht schlecht.

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Bei diesem Film ging es doch nicht vorrangig um den Weg selbst und die tolle Landschaft, sondern um die Leute, die ihn gehen, und was das mit ihnen macht. Das befriedigt vielleicht nicht Eure Bedürfnisse, ist aber genauso legitim. Und für das, was er war, war er nicht schlecht.

 

Jupp, mir hat er sehr gut gefallen. Landschaften sieht man doch "ständig" und es gibt von fast jedem Trail mittlerweile Zeitraffer Videos. Mal ein anderer Ansatz, der der familie eher erklärt was man da macht udn warum und Einblicke schafft in die menschliche Seite von Long Distance Hiking.

 

mfg

cane

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@nats:

 

Der Beitrag ist hauptsächlich an Menschen gerichtet, die noch nie was von einem PCT und Fernwanderern gehört haben.

Dazu gehört auch meiner Meinung nach ein ausgewogenes Bild, warum man das macht. Eben auch die atemberaubende Landschaft - und die ist meiner Meinung nach, etwas zu kurz gekommen.

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Man muss auch die Gesamtdauer des Films sehen. In einer halben Stunde bekommt man eben nicht so viel unter.

 

Ich war insgesamt auch eher positiv überrascht über den Film und fand ihn ausgewogen, was das Verhältnis von Personen auf dem Weg und Geschichten neben dem Weg angeht. Kein Vergleich zu der nervigen Serie neulich auf Arte.

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Genau das fand ich auch. Natürlich kann man alles noch besser machen; hätte ich z. B. auch gern einfach mal erwähnt gehört, daß man auch mit viel weniger Zeug laufen kann. Er hat aber schon ein recht differenziertes Bild gezeigt für eine halbe Stunde, sehr unterschiedliche Motivationen und "Erfolge" der Menschen. Während ich neulich enttäuscht war, war ich hier jetzt eher positiv überrascht was sicher auch teilweise auf die ob der jüngsten Erfahrungen gedämpften Erwartungen zurückgeht, aber trotzdem.

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Wer sich wirklich für das Thema interessiert, schaut euch echt den oben erwähnten "Tell it on the Mountain" an, der ist zwei Stunden lang.

 

Den genieße ich heute auch nochmal mit einer Kanne Tee :-)

 

mfg

cane

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    • Von Maarten
      Kurz zur Vorstellung: Ich bin 2018 den PCT SOBO gewandert und bin am 7.Juli gestartet und habe meine Wanderung am 18ten November am südlichen Terminus des PCT beendet. Ich hatte keine Wandererfahrung und habe den Trail direkt nach meinem Abitur im Alter von 19 Jahren gestartet. Vorab: Ich schreibe hier über meine Erfahrungen. Das heißt nicht, dass sie für euch gleich sein werden. Jede Wanderung ist unterschiedlich.
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      Vorteile
      Das Wetter. Ich habe 2 Tage wirklichen Regen gehabt und der Rest lässt sich auf 10 Minuten Nieselregen oder extreme Luftfeuchtigkeit begrenzen, die ab und zu sogar wilkommenen waren. Während man als NOBO Hiker Washington so gegen Ende August/September antrifft, wandert man Washington als SOBO im Juli/Anfang August. Daraus folgt, dass die Chancen auf gutes Wetter um einiges höher sind und man die Aussichten vollends genießen kann aufgrund des klaren Himmels. Dagegen stehen für NOBOs jeden 2ten Tag Regen, bewölkter Himmel und falls man wirklich Pech hat, Schnee an der Tagesordnung. Desweiteren ist Südkalifornien bereits ein wenig abgekühlt, wenn ihr es im Oktober/November durchquert. Das Permit. Ein SOBO-Permit für den PCT ist einfach um einiges einfacher zu bekommen als ein NOBO permit. Ich habe mein Permit gegen Ende des Januars beantragt und hatte freie Wahl an welchem Tag ich starten möchte. Weniger Menschen. Ich habe dieses Jahr wohl ein hoch-frequentiertes SOBO Jahr erwischt und ich war volkommen zufrieden. Man traf eine angenehme Zahl von Menschen in Trailtowns, die nicht volkommen überlaufen waren. Man hatte die Möglichkeit alleine zu wandern, aber es war auch durchaus möglich in einer Gruppe zu wandern, wie ich es auf der 2ten hälfte des Trails getan habe. Außerdem kommt es mir so vor als wären die Bindungen zu den Trail Bekanntschaften enger, da es eben nicht so viele Wanderer gibt und man sich besser kennen lernt. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich so gut wie immer seine Camping Plätze aussuchen kann, außer wenn man die NOBO Bubble in Oregon passiert. Mücken. In Washington kann man als SOBO schon ganz schöne Probleme bekommen, aber meiner Meinung nach kann man das einfach nicht damit vergleichen, was NOBOs durchmachen müssen. Oregon kann zur Qual werden und vorallendingen in den Sierras scheint es wohl eine Menge Mücken gegeben zu haben. Ich war allerdings auch etwas spät dran als SOBO und könnte somit immer genau nach der Mücken-Saison besagte Gebiete durchquert haben. The Sierras. Die Sierras scheinen um einiges entspannter zu sein als SOBO. Ich hatte eine "Flussdurchquerung" (Das Wasser reichte mir bis zu den Fußknöcheln....), während NOBOs sich in acht nehmen müssen, da manche Überquerungen nicht ohne gewesen zu scheinen. Desweiteren hatte ich absolut keinen Schnee in den Sierras. Einzig und allein auf Glen Pass hatte ich etwas Eis. Das könnte aber auch wieder an meinem späten Timing liegen. Nachteile
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      Für Fotos einfach mal auf meinem Instagram-Account vorbeischauen, ihr dürftet auch keinen Account brauchen.
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      Hallo zusammen,
       ich benötige mal eure Meinung, zu meiner Packliste. Was kann man noch optimieren? Was fehlt?
      Es ist gerade der erste Entwurf und ist sicher noch Optimierungsfähig:
      https://lighterpack.com/r/g2l4ya
      Ich würde mich über eure Rückmeldungen, Ideen und Anregungen freuen.
    • Von micha90
      So liebe Leute,
       
      nachdem ich die letzten Monate kräftig die die Staaten gelatscht bin, hat sich mein ganzes Setup doch ein wenig geändert. Auf lange Sicht hat sich doch die ein oder andere Sache als weniger praxistauglich herausgestellt, als in der Theorie und bei meinen Test-Overnightern gedacht. Man lernt eben dazu. Über meine Erfahrungen wollte ich euch deshalb gerne berichten:
       
       
      Shelter:
       
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      Für die Sierras dachte ich ein Zelt zu brauchen und hatte mein TT Contrail 760gr aufgelesen, was mir jedoch schon nach kürzester Zeit aufgrund des Packmaßes und unnötigen Gewichts auf den Keks ging. Aufbauen musste ich es auch nur ein einziges mal, das hat mir schon gereicht. Beim testen zuvor fand ich das Contrail super, auf dem Trail in weniger guten Bedingungen ziemlicher Mist..
       
      Also wurde bei ZPacks bestellt und zwar ein gewöhnliches Rectangular Cuben Fiber Tarp ~140gr . Damit war ich bei fiesem Regen gut geschützt und bin auch weitgehend zufrieden. Einziger Nachteil ist die Lautstärke! Mir war zuvor nicht bewusst wie laut Cuben im Wind ist, oder wenn der Regen darauf prasselt. man gewöhnt sich jedoch recht schnell daran. Die Aufbauzeit war meist schneller als jedes Zelt. Sieht auch besser aus.
       
       
      Schlafen:
       
      Mein Cumulus Quilt 480 (750gr, weil extralang) hat hervorragende Dienste geleistet. Im Nachhinein wäre weniger Daune besser gewesen, aber man kann ja vorher nicht wissen wie kalt es letzten Endes wird. Bei -8°C hatte ich noch nicht mal meine Puffy an, so kalt wurde es aber selten mal. Meine Bedenken, dass Daune zusammenfällt, sobald es feucht wird waren auch nicht wirklich begründet. Eis am Morgen
       
      Als Isomatte waren 6 Teile Z-Lite ausreichend. Meine erste war recht schnell durchgelegen, so dass sie nach ca einem Monat gegen eine kurze Ridgerest getauscht hatte, welche zwar wärmer und bequemer war, aber das Packmaß war schrecklich. Also wieder 6 Wochen Später (da wurde die Ridgerest auch schon dünner) gabs ne neue Z-Rest und dazu ne Gossamer Gear 3mm EVA-Matte zur Ergänzung und als Sitzmatte. Das ist wohl noch nicht das Optimum, aber für mich schon recht nah dran.
       
      Mein MYOG Tyvek Biwaksack mit 135gr stellte sich nach kurzem als unnütz herraus, da er nicht atmungsaktiv genug war und mein Schlafsack auch ohne mehr als warm genug war. Auch mit Wind hatte ich weniger Probleme im Quilt als befürchtet. Gutes Beispiel für "don't pack your fears"! Wurde kurzerhand aussortiert.
       
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      Mein Ortlieb "Ultralight" (71gr) Drybag wurde erst gegen einen 20gr Cuben Beutel getauscht, dann jedoch ganz weggelassen. Don't pack your fears! Ging auch ohne wunderbar, besonders, nachdem der Müllsackliner gegen einen von GG ausgetauscht wurde: die Gossamer Gear Müllsackliner sind super und wirken unkaputtbar.(der hielt über 1000 Meilen und ist immer noch lochfrei)
       
       
      Küche:
       
      Eine 400ml Evernew Tasse aus dem TLS mit selbstgemachtem Deckel und darunter ein 4g Dosenkocher (der Migros-kocher, ist irgendwo im Dosenkocher Thread schon drin) hat sich als Optimal herausgestellt. Ergänzt mit Alufolien Windscreen und ner kleinen Bodenplatte um den Untergrund nicht anzusengen und Hitze hoch zu reflektieren. Die 400ml waren eigentlich ziemlich immer genug für jede Mahlzeit, natürlich im Freezerbag rehydriert.
      Zwischendurch bin ich auch Testweise auf meinen an sich geliebten Bushbuddy umgestiegen, aber nach sehr kurzer Zeit war klar, dass der beim Camping besser aufgehoben ist. nach 35 Meilen hab ich kein Bock mehr Holz suchen zu gehen und immer neben meinem Kocher zu sitzen und ihn mit Stöckchen zu füttern. Dank deutscher Eiche geht das hier zu Lande wesentlich besser, mit einer Handvoll Holz ist schnell gekocht. Auf dem PCT wachsen aber nur Nadelhölzer, die haben wesentlich schlechteren Brennwert und rußen dazu noch stark. Außerdem erfordert der BB einen 900ml Topf zum Transport und ist damit zu schwer und vor allem zu Sperrig!
       
      Sea to Summit Alpha light Löffel: Super Teil, hielt den Gesamten Trail. Schmilzt nicht, bricht nicht (selbst harte Eiscreme wird in kürzester Zeit zerlegt). Wesentlich bessere Haptik, als die langen Löffel, die bescheuerter Weise immer ne eckige Schaufel haben! Wurde zur Not auch schon als Hering verwendet.
       
      Sawyer Mini: Trailname "Sawyer Clog"! Zum in die Tonne Kloppen! So ziemlich jeder hat mit diesem kleinen Filter den Trail gestartet, so dass zu Beginn kaum auffiel wie scheiße es ist. Die Durchlaufgeschwindigkeit ist nach kürzester Zeit trotz Backflush unter aller Sau. In konkreten Zahlen: nach 2-3 Wochen Dauernutzung ca 8-10min pro Liter!
      Der "schwere" Sawyer ist um Welten schneller, benötigt weniger Kraftaufwand und verstopft nicht so schnell, sodass viele Hiker auf den alten umgestiegen sind.
      Mein Mini flog nach knapp 700 Meilen raus und aus Frust habe ich angefangen mein Wasser ungefiltert zu trinken. Ging zum Glück auch ohne Erkrankung, aber immer mit gewissen Risiko.
       
      TLS Faltflaschen 2,5L: schienen ein guter günstiger Ersatz für teure Platypus Tüten und dazu noch leichter! Leider gingen alle drei innerhalb der ersten 3 Wochen kaputt. Ersetzt wurde dann durch eine Platypus 2,5L, die bis jetzt noch kein Loch hat.
       
      am Körper:
       
      Fizan Compact Trekking Stöcker: hielten den gesamten Trail stand, über Stock und Stein, Sand und Eis und Wasser. Wenn alles nass war (vom Schnee oder Flussquerungen) sind sie schwer fest zu zuschrauben, auch mit kalten Händen ist es schwieriger. Original Spitzen hielten nur ca 650 Meilen, die Black Diamond Spitzen hielten dann so 800-900Meilen. Gegen Ende des Trips hat sich ein Segment immer wieder zusammengeschoben und der Rest sich so festgefressen, dass ich eine zweite Person zum öffnen brauchte, aber nach 2000Meilen ist das ok.
      Werde ich ohne zu zögern wieder kaufen.
       
      DirtyGirl Gaiters: absolut geil, wenn auch schwankende Haltbarkeit. Erstes Paar ca 1300Meilen bis zu den ersten Löchern. Das Zweite fiel nach 300Meilen auseinander, das Dritte hatte kleine Löcher, hielt aber auch noch 1000Meilen.
       
      Sonnenbrille von Uvex: Super. 30€ die sehr gut Investiert waren. Habe ich die ersten zwei Monate nur zum Schlafen abgesetzt. Es gibt RIESEN Unterschiede zwischen billo Brillen und Markenqualität! Leider habe ich die Brille verloren.
       
      Darn Tough Socken: machen ihrem Namen alle Ehre. Angefangen mit Ulvang, Smartwool etc hielt nichts länger als ein paar Tage, bis ich mein erstes Paar Darn Toughs hatte. Super Socken, stinken nicht (Merino) fühlen sich extrem gut an und halten einfach sooooo viel länger. Falls sie dann doch mal kaputt gehen, kann man sie einfach im nächsten Outdoorladen umtauschen! Ich kann kaum abwarten, bis Darn Tough in Deutschland Fuß fasst!
       
      sonstige Kleidung:
       
      Arc'teryx Nuclei: Leider eine Fehlinvestition. Die Jacke an sich war gut und hielt bis zu letzt warm, aber ich hätte gut 100gr sparen können, wenn ich einfach der Daune mehr zugetraut hätte. Zudem ist das Packmaß auch nur so lala. Die Perfekte Daunenjacke habe ich allerdings noch nicht gefunden. (evtl die Ghost Whisperer mit Kapuze, die ist nahe dran)
       
      billiges 100er Fleece: bei McTrek für 15€ gekauft und etwas zurecht geschneidert. mit nur 250gr für die meiste Zeit warm genug, ist leichter, beim Laufen schwitzt man darin auch nicht so bzw hat nicht so einen Hitzestau und fühlt sich einfach 1000 Mal besser/ kuscheliger an als ne Puffy... aber nur leider ohne Kaputze und auch nicht ganz so warm.
       
      Vaude Windjacke: mit 100gr eines meiner lieblings Bekleidungsteile. Super atmungsaktiv und mit Kapuze einfach perfekt. Musste Später leider der Regenjacke weichen, um Redundanz zu vermeiden. Sah natürlich vorallem gut aus!
       
      Patagonia Regenjacke: ca 220gr, leider weiß ich das Modell nicht. Wurde gegen Ende des Trips bei nem Patagonia Sale erworben. Die Jacke ist simpel (nur eine Brusttasche, sonst nix) die Kapuze ist in Ordnung und wasserdicht war sie auch. Bei länger anhaltendem Mistwetter und wenn es eben mal nicht nur von oben, sondern von der Seite oder auch von schräg unten regnet (ja das kommt vor) ist eine Jacke doch besser als der Poncho, dessen Tarpfunktion ohnehin nicht mehr benötigt hat.
       
      MYOG Tyvek Regenrock 35g: hat sich als unnütz gezeigt. Das Tyvek hat sich komischerweise vollgesaugt, es kam Wasser auf die Beine, der Rock rutschte hoch oder klebte an den Beinen, so dass er sich gelöst hat. Test bei leichtem Regen in der Stadt war super, bei richtigem Regen und bergauf laufen sah es doch schon ganz anders aus. Das Material war außerdem suboptimal.
       
      Merino Buff 50gr unverzichtbar. etwas schwerer als die polyester Version, aber eben auch angenehmer. in den kältesten Nächten einfach übers Gesich gezogen und durchgeatmet, ansonsten schön um den Hals warm zu halten oder die Lücke zw Jacke und Hals zu schließen.
       
      Anderes Zeug:
       
      Kamera Nikon P330: gute Knipse, schlug zwar mit gut 200gr zu buche, aber die Fotos lohnen sich. Der Akku hielt zudem 3-4 Wochen bei durchschnittlichen 10 Bildern/ Tag.
       
      Messer: der "Brieföffner" der Swisscard in MYOG Scheide. incl Pinzette 5g. Tat alles, was ein Messer auf dem Trail muss: Salami schneiden, Paket aufmachen, Sprießel aus dem Finger pulen oder Zehennägel sauber machen. Habe auf keinen Fall was größeres vermisst.
       
      Stirnlampe Mammut S-Flex 47g war in Ordnung. Für im Camp wunderbar, leicht zu bedienen und frisst nur eine AA Batterie. Zum Nachtwandern ging es so, war da aber nicht gerade der Brüller. Für die Wüste hätte ich deshalb evtl auf was helleres umsteigen sollen.
       
      Sea to Summit Mosquito Netz, mit nur 11gr kompakt und leicht und genauso gut wie jedes andere, das ich gesehen habe.
       
       
      Edit:
      Fast vergessen: das Mosquito Zelt! Simblissity Inner Peace: mit 138g incl Packsack ein wunderbares Teil für Tarpnutzer! Lässt sich alleine aufbauen oder ins Tarp hängen. Meine erste Wahl (aus Gewichtsgründen) war das Gossamer Gear Bugnet, allerdings war das ausverkauft und ich bin letztenendes SEHR froh darüber mir stattdessen das Inner Peace gekauft zu haben. Nur 50$ /38€ und wirklich zufriedenstellend!
       
      Wenn noch irgendwelche Fragen über Ausrüstung oder Trail da sind, immer her damit.
       
      schöne Grüße
      Micha
    • Von JoSt
      Hallo,
      ich bin derzeit in den Vorbereitungen für meinen PCT Thruhike 2018.
      Losgehen soll es vsl. ende April.
      Das Visum ist erteilt und der Urlaub ist bereits genehmigt.
      PCT Permit, Flugticket, Krankenversicherung und andere Dinge sind noch offen.
      Die nächste Baustelle, die ich angehen möchte ist die Packliste. Einige Ausrüstungsgegenstände sind bereits vorhanden, andere müssen noch beschafft und getestet werden. Daher bin ich bei vielen noch flexibel und offen für Anregungen oder Vorschläge.
      Beim Quilt hatte ich einen Cumulus 450 (ggf. mit etwas Overfill) angedacht, bin allerdings aufgrund der aktuellen Diskussion über die Qualität der Verarbeitung etwas verunsichert. Allerdings kenne ich auch keine in D oder EU verfügbaren Alternativen.
      Die Kategorie Kleidung ist noch nicht sehr ausgereift. Hier muß noch vieles beschafft werden, allerdings möchte ich hiermit noch eine Konfektionsgröße warten. Daher sind viele Gewichtsangaben eher Schätzungen oder nur Vermutungen. Da dies die Kategorie mit einem hohen Gewichtsanteil ist, bin ich auf eure Ideen und Empfehlungen gespannt.
      Zur Vermeidung von Sonnenbränden möchte ich hier gerne auf ein langärmeliges Hemd und eine lange Hose setzen. Kann das funktionieren?
      https://lighterpack.com/r/6110ut
      JoSt
    • Von Stromfahrer
      Hallo Leute,
      wir alle, die wir schon mal im in der kalifornischen High Sierra unterwegs waren, haben spätestens im Yosemite einen Bear Canister geschleppt, weil Tree Hanging dort verboten ist. Egal welches Modell, um 1 kg wiegt die Tonne eigentlich immer. Die Administration des Yosemite hat bislang die einzig signifikant leichtere Lösung, den sogenannten Ursack, abgelehnt.
      Bisher? Ein aktuelles Post lässt hoffen: https://www.ursack.com/yosemite-and-seki-to-review-ursack-allmitey-as-soon-as-possible/
      Für die diesjährige PCT Class dürfte das zu spät kommen. Aber vielleicht profitieren schon einige spätsommerliche JMTler davon, falls der Ursack AllMitey (368 g) endlich zugelassen wird.
      Hoffen wir es!
      Bis dahin frage ich euch: Habt ihr bereits andernorts Erfahrungen mit dem Ursack gemacht? Gab es bereits erkennbare Bärenkontakte eures Ursacks? Lasst hören!
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